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Schmiede-Grundlagen und Werkstatt – Schmiedehaltungen anhand von Videos analysieren

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Schmiede-Grundlagen und Werkstatt – Schmiedehaltungen anhand von Videos analysieren

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Schmiede-Grundlagen und Werkstatt – Schmiedehaltungen anhand von Videos analysieren


Einleitung

In diesem aiMOOC analysierst Du Schmiedehaltungen, Hammerführung, Arbeitsplatzergonomie und Sicherheitsentscheidungen anhand von Bildern und Prozessvideos. Zielgruppe ist die berufliche Ausbildung, besonders Metallbau, Metallgestaltung, Schmieden und verwandte Metallberufe.

Lernziel: Du erkennst belastende Bewegungsmuster, beurteilst die Anordnung von Amboss, Hammer, Schmiedezange und Werkstück und begründest Verbesserungen mit Fachregeln des Arbeitsschutzes.

Sicherheitsgrenze: Dieser Kurs dient dem Beobachtungs- und Entscheidungslernen. Anfeuern, Erwärmen, Schmieden, Abkühlen sowie der Betrieb von Schmiedeesse oder Gasschmiedeofen erfolgen nur unter unmittelbarer fachlicher Anleitung, nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung. Keine unbeaufsichtigten Versuche.

Heiße Werkstoffe können schwere Verbrennungen verursachen. Funken, Zunder und Schlacke gefährden Augen und Haut. Feuer und heiße Oberflächen können Brände auslösen. Rauch- und Verbrennungsgase können gesundheitsschädlich sein; offene Feuerstellen und gasbetriebene Öfen benötigen die vorgesehene wirksame Lüftung beziehungsweise Absaugung. Bei Störung, Gasgeruch, unzureichendem Abzug oder anderer unsicherer Situation wird die Arbeit nicht fortgesetzt, sondern die zuständige Fachkraft informiert.


Kurze Lerneinheit: Was beim Schmieden körperlich passiert

Schmieden ist ein Umformverfahren. Beim handwerklichen Schmieden übertragen Hammer und Amboss Kräfte auf das Werkstück. Für den Körper bedeutet das wiederholte Kraftaufwendung mit Hand, Arm und Schulter. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nennt bei manuellen Arbeitsprozessen besonders Wiederholungshäufigkeit, Kraft, Dauer, Hand-Arm-Stellung, Körperhaltung und Ausführungsbedingungen als wichtige Belastungsfaktoren.

Bildbeobachtung: Unterscheide Hammerkopf, Stiel und Griffbereich. Frage Dich nicht zuerst: „Wie schwer ist der Hammer?“, sondern: „Passt das Werkzeug zur Aufgabe, zur Person und zur vorgesehenen Schlagfolge?“

Die DGUV weist darauf hin, dass Hammerarbeit das Hand-Arm-Schulter-System beansprucht. Deshalb sind kontrollierte Treffer, geeignete Werkzeugauswahl, passende Arbeitshöhe und wirksame Erholung wichtiger als möglichst große Schlagkraft.

Merksatz: Gute Schmiedetechnik ist kontrollierte Bewegung, nicht Kraftdemonstration.


Kurze Lerneinheit: Arbeitsplatz und Amboss

Die BGHM nennt eine unergonomische Arbeitshöhe am Amboss ausdrücklich als Gefährdung für Rücken und Gelenke. Als Grundkriterium gilt: Bei aufrechtem Stand soll der Hammer im vorgesehenen Arbeitspunkt kontrolliert und ohne unnötige Ausweichhaltung auftreffen können. Die konkrete Höhe hängt von Tätigkeit, Werkzeug und Arbeitsweise ab.

Beobachtungsauftrag zum Werkstattbild: Suche gedanklich drei Zonen: Arbeitszone am Amboss, Heißzone an der Feuerstelle und sicherer Verkehrsweg. Prüfe, ob eine Person beim Wechsel zwischen diesen Zonen unnötig über heiße Werkstücke greifen müsste.

Videoentscheidung: Nutze das Video zur Beobachtung einer möglichen Ambosshöhe, aber übertrage keine Einzelangabe ungeprüft. Vergleiche anschließend mit der BGHM-Regel: Arbeitshöhe wird auf die Tätigkeit und eine kontrollierte, möglichst günstige Körperhaltung abgestimmt.

Begründetes Feedback: Eine starre Zentimeterregel wäre zu einfach. Fachlich stärker ist eine begründete Entscheidung aus Körperhaltung, Schlagrichtung, Werkstückhöhe und Tätigkeit.


Kurze Lerneinheit: Hammerhaltung und kontrollierte Bewegung

Beim Videovergleich beobachtest Du nicht, wer „kräftiger“ schlägt. Beobachte stattdessen Stand, Rumpf, Schulter, Ellenbogen, Handgelenk, Griffspannung, Trefferfläche, Rückholbewegung und Rhythmus.

Beobachtungsauftrag A: Notiere drei sichtbare Merkmale, die auf eine kontrollierte Hammerführung hindeuten. Achte besonders auf unnötige Verkrampfung und auf die Wiederholbarkeit der Bewegung.

Beobachtungsauftrag B: Vergleiche dieses Video mit dem ersten. Welche Bewegungsprinzipien wirken ähnlich, obwohl Person, Hammer und Stil verschieden sind?

Entscheidungsauftrag: Ein Schlag trifft wiederholt mit der Kante des Hammerkopfs, während die Schulter sichtbar hochgezogen wird. Wähle nicht automatisch einen schwereren Hammer. Prüfe zuerst Arbeitsplatzhöhe, Stand, Griffspannung, Werkzeugzustand, Werkstücklage und Bewegungsweg.

Begründetes Feedback: Ein schwererer Hammer erhöht nicht automatisch die Kontrolle. Wiederholte Kraft, ungünstige Haltung und hohe Schlagzahl können die körperliche Belastung erhöhen. Eine technische und ergonomische Ursachenprüfung kommt vor „mehr Kraft“.

Fachlicher Einsatz der Videos: Die Videos sind Anschauungsmaterial für Bewegungsanalyse. Sie ersetzen keine betriebliche Unterweisung. Sicherheitsentscheidungen werden mit DGUV-, BGHM-, Hersteller- und Betriebsangaben abgeglichen.


Kurze Lerneinheit: Werkstück halten und Arbeitsraum organisieren

Hammer, Zange, Amboss und Werkstück bilden ein Arbeitssystem. Eine geeignete Schmiedezange ermöglicht Abstand zum heißen Bereich und eine kontrollierte Werkstücklage. Das Werkstück darf nicht so geführt werden, dass Hände, Unterarme oder andere Personen in vorhersehbare Schlag-, Funken- oder Heißbereiche geraten.

Bauteilauftrag: Ordne im Bild Werkzeuge nach Funktion: Umformen, Halten, Abstützen. Entscheide danach, welches Werkzeug eine Hand aus einer Gefahrenzone heraushalten kann.

Zeichnungsauftrag: Fertige auf Papier eine einfache Draufsicht aus drei Elementen an: Amboss, Standposition, Werkstückachse. Zeichne zusätzlich den geplanten Hammerweg als Pfeil. Markiere anschließend Stellen, an denen sich Wege kreuzen würden.

Begründetes Feedback: Eine gute Skizze zeigt nicht „schöne Bewegung“, sondern räumliche Beziehungen. Besonders wichtig sind freie Schlagbahn, stabile Werkstücklage und ein Weg, der nicht durch die Heißzone führt.


Kurze Lerneinheit: Feuer, Hitze, Abgase und Brandgefahr

Die BGHM nennt bei Schmiedeessen unter anderem Entstehungsbrände, Rauchgase, Lärm, Funken, Schlacke, Zunder, Staub und Verbrennungen als Gefährdungen. Vor Arbeitsbeginn wird die vorgesehene Absaugung beziehungsweise Rauchabführung auf Funktion geprüft. Brennbare Gegenstände gehören aus dem festgelegten Gefahrenbereich. Geeignete Löschmittel müssen gemäß Betriebs- und Brandschutzkonzept bereitstehen.

Sicherheitsbeobachtung: Erstelle beim Video zwei Spalten: „im Betrieb fachlich zu prüfen“ und „im Video sichtbar“. Vermische beides nicht. Ein Video kann zeigen, wie jemand arbeitet; verbindlich für Deinen Ausbildungsbetrieb sind Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Herstellerangaben und die geltenden Arbeitsschutzregeln.

Heiße Werkstoffe: Verlasse Dich nicht allein auf sichtbare Glut. Behandle Werkstücke im festgelegten Heißbereich als heiß, bis ihr sicherer Zustand nach dem betrieblichen Verfahren feststeht.

Feuer und Brand: Funken und glühende Teile können brennbare Stoffe entzünden. Verkehrswege, Ablagen und Brandlasten werden deshalb vor Beginn der Arbeit beurteilt.

Abgase: Rauch und Verbrennungsprodukte dürfen sich nicht im Atembereich anreichern. Bei nicht funktionsfähigem Rauchabzug oder unklarer Lüftung wird nicht weitergearbeitet.

Gasbetriebene Öfen: Es gelten Herstellerinformation und Betriebsanweisung. Unkontrolliert austretendes Flüssiggas kann eine Brand- und Explosionsgefahr erzeugen. Arbeiten am Gasschmiedeofen gehören in fachlich beaufsichtigte Ausbildungssituationen.


Ausbildungsfall

Auftrag im Ausbildungsbetrieb: Eine Auszubildende soll unter unmittelbarer Anleitung mehrere gleichartige Hakenrohlinge aus Baustahl am Amboss formen. Nach mehreren Arbeitszyklen werden die Treffer ungleichmäßiger. In einer Seitenaufnahme ist zu erkennen, dass der Oberkörper zunehmend nach vorn ausweicht, die Schulter hochgezogen wird und der Hammer beim Kontakt nicht mehr reproduzierbar auftrifft.

Deine Rolle: Du analysierst zuerst Video und Arbeitsplatz. Du veränderst nicht eigenmächtig Ofen, Gasversorgung oder Sicherheitseinrichtungen.

Beobachtung Mögliche Prüffrage Entscheidung
Schulter wird zunehmend angehoben Ist Werkzeug oder Arbeitshöhe passend? Belastungsursache prüfen, nicht Kraft erhöhen
Trefferfläche wird ungleichmäßig Bleiben Werkstücklage und Hammerweg reproduzierbar? Bewegung verlangsamen und unter Anleitung korrigieren
Rumpf weicht deutlich aus Muss die Person dem Werkstück „hinterhergehen“? Aufstellung und Arbeitsposition prüfen
Weg zwischen Esse und Amboss ist verstellt Entsteht ein Kreuzungsweg mit Heißteilen? Verkehrsweg freimachen
Rauchabzug funktioniert nicht sicher Ist sicherer Betrieb gewährleistet? Arbeit nicht aufnehmen beziehungsweise unterbrechen und Fachkraft informieren

Zielentscheidung: Erst sichere Arbeitsbedingungen und kontrollierte Bewegung herstellen, dann die praktische Demonstration unter Anleitung fortsetzen.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Beobachten: Beschreibe nur, was Du im Körper- und Werkzeugweg tatsächlich siehst. Trenne Beobachtung von Vermutung.

Hilfe 2 – Ordnen: Sortiere Deine Beobachtungen den Bereichen Arbeitsplatzhöhe, Werkzeug, Körperhaltung, Werkstücklage, Heißzone und Lüftung zu.

Hilfe 3 – Entscheiden: Bevorzuge eine Maßnahme, die die Ursache reduziert. „Härter schlagen“ ist keine ergonomische Korrektur. Bei Sicherheitsmängeln hat die sichere Unterbrechung Vorrang.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben

Basisaufgabe: Markiere in einer Videoaufnahme vier Beobachtungspunkte: Stand, Schulter, Griff, Auftreffpunkt. Begründetes Feedback: Vollständig ist die Analyse erst, wenn Körper und Werkzeug gemeinsam betrachtet werden.

Basisaufgabe: Nenne zu Hitze, Zunder und Rauch jeweils eine passende Schutzentscheidung. Begründetes Feedback: Gute Antworten verbinden Gefährdung und Maßnahme, zum Beispiel Zunder mit Augenschutz und sicherer Schlagrichtung.

Anwendungsaufgabe: Vergleiche zwei Hammertechnik-Videos und finde zwei Gemeinsamkeiten und zwei Unterschiede. Begründetes Feedback: Unterschiede sind nicht automatisch Fehler. Entscheidend ist, ob die Bewegung kontrolliert, aufgabengerecht und sicher ist.

Anwendungsaufgabe: Beurteile im Ausbildungsfall, welche Änderung zuerst geprüft werden sollte. Begründetes Feedback: Sicherheitsmängel wie fehlender Rauchabzug oder blockierter Verkehrsweg haben Vorrang vor Optimierungen der Schlagtechnik.

Transferaufgabe: Entwirf eine Beobachtungskarte, die ein anderer Ausbildungsjahrgang für Videoanalysen nutzen kann. Begründetes Feedback: Eine gute Karte enthält sichtbare Kriterien und vermeidet unprüfbare Urteile wie „sieht professionell aus“.

Transferaufgabe: Übertrage die Prinzipien auf eine andere repetitive Handwerkzeugtätigkeit. Begründetes Feedback: Erwartet wird eine begründete Verbindung aus Wiederholung, Kraft, Haltung, Werkzeug und Arbeitsplatzgestaltung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel der ergonomischen Videoanalyse beim Schmieden? (Kontrollierte und belastungsärmere Bewegung erkennen) (!Möglichst hohe Schlagkraft erzeugen) (!Den schwersten Hammer auswählen) (!Die Schlagzahl ohne Rücksicht auf Haltung erhöhen)




Welches Kriterium ist für die Ambosshöhe fachlich besonders sinnvoll? (Eine kontrollierte Schlagbewegung in günstiger Körperhaltung ermöglichen) (!Der Amboss muss bei allen Personen gleich hoch sein) (!Der Amboss muss grundsätzlich möglichst niedrig stehen) (!Die Höhe richtet sich nur nach dem Gewicht des Ambosses)




Was ist bei nicht sicher funktionierendem Rauchabzug richtig? (Arbeit nicht aufnehmen oder unterbrechen und Fachkraft informieren) (!Trotzdem weiterarbeiten und schneller schmieden) (!Nur die Raumbeleuchtung erhöhen) (!Den Rauch ignorieren wenn das Werkstück gut sichtbar ist)




Wie solltest Du ein Werkstück aus dem festgelegten Heißbereich behandeln? (Als heiß bis sein sicherer Zustand nach Betriebsverfahren feststeht) (!Als kalt sobald es nicht mehr leuchtet) (!Als ungefährlich wenn es auf dem Boden liegt) (!Als kalt wenn es mit einer Zange gehalten wurde)




Welche Beobachtung spricht eher für unnötige körperliche Belastung? (Dauerhaft hochgezogene Schulter bei wiederholten Schlägen) (!Stabiler Stand und reproduzierbarer Treffer) (!Freier Verkehrsweg zwischen Arbeitsstationen) (!Funktionsfähiger Rauchabzug)




Was gehört vor dem Arbeiten an einer Schmiedeesse zur Sicherheitsprüfung? (Funktion der vorgesehenen Rauchabführung prüfen) (!Brennbare Stoffe näher an die Esse legen) (!Augenschutz erst nach den ersten Schlägen aufsetzen) (!Den Verkehrsweg mit Material zustellen)




Welche Aussage zur Videoanalyse ist fachlich richtig? (Videos sind Beobachtungsmaterial und ersetzen keine betriebliche Unterweisung) (!Ein Video macht jede Gefährdungsbeurteilung überflüssig) (!Eine beliebte Videotechnik ist automatisch betrieblich zulässig) (!Ein Video ersetzt Herstellerangaben)




Welche Faktoren beeinflussen die Belastung bei wiederholter Handarbeit besonders? (Wiederholung Kraft Dauer und Körperhaltung) (!Nur die Farbe des Werkstücks) (!Nur das Alter des Ambosses) (!Nur die Lautstärke des Werkstattraums)




Was ist bei zunehmend ungenauen Treffern sinnvoll? (Arbeitsplatz Werkzeug und Bewegungsablauf systematisch prüfen) (!Sofort einen schwereren Hammer verwenden) (!Die Schulter stärker anspannen) (!Den Schlagrhythmus ohne Analyse beschleunigen)




Wann darf eine praktische Schmiededemonstration in diesem Kurs stattfinden? (Unter unmittelbarer fachlicher Anleitung und nach den betrieblichen Sicherheitsregeln) (!Allein nach dem Ansehen eines Videos) (!Ohne Gefährdungsbeurteilung wenn nur kurz gearbeitet wird) (!Unbeaufsichtigt solange Handschuhe getragen werden)





Memory

Aufrechter Stand stabile Arbeitsbasis
Lockere Griffspannung kontrollierte Hammerführung
Passende Ambosshöhe günstige Schlagbewegung
Rauchabzug Erfassung von Rauchgasen
Schmiedezange Abstand zum heißen Werkstück
Augenschutz Schutz vor Zunderflug





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Entscheidung
Hochgezogene Schulter Werkzeug und Arbeitshöhe prüfen
Blockierter Verkehrsweg Arbeitsbereich vor Beginn freimachen
Unsicherer Rauchabzug Arbeit unterbrechen und Fachkraft informieren
Heißes Werkstück Mit vorgesehener Zange und Heißzonenregel handhaben
Ungleichmäßiger Treffpunkt Bewegungsweg unter Anleitung analysieren






Kreuzworträtsel

Amboss Auf welchem Grundwerkzeug liegt das Werkstück beim Hand schmieden?
Zunder Wie heißt die Oxidschicht die beim Erhitzen von Stahl entstehen kann?
Zange Welches Haltewerkzeug schafft Abstand zum heißen Werkstück?
Rauchabzug Welche Einrichtung erfasst Rauch über der Feuerstelle?
Hammerstiel Welcher Teil verbindet Hammerkopf und Griffbereich?
Schmiedeschürze Welche Schutzkleidung schützt den vorderen Körperbereich gegen Funken und heiße Teilchen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim manuellen Schmieden werden Werkstücke unter anderem mit Hammer und

umgeformt.
Wiederholte Schläge belasten besonders das

.
Eine passende Arbeitshöhe unterstützt eine kontrollierte

.
Heiße Werkstücke werden mit einem dafür vorgesehenen

sicher geführt.
Vor dem Arbeiten an der Schmiedeesse wird die Funktion des

geprüft.
Bei Funken und Zunder ist geeigneter

erforderlich.
Ein blockierter Weg zwischen Arbeitsstationen erhöht das Risiko im

.
Prozessvideos ersetzen keine betriebliche

.
Praktische Demonstrationen erfolgen nur unter fachlicher

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Standbildanalyse: Wähle ein Standbild aus einem eingebetteten Video und markiere Stand, Schulterlinie, Hammerweg und Werkstücklage.
  2. Bauteilkarte: Zeichne Hammerkopf, Stiel und Griffbereich und notiere je eine Beobachtungsfrage zur sicheren Nutzung.
  3. Gefahrenampel: Ordne Hitze, Zunder, Rauch und blockierte Wege in eine betriebliche Gefahrenampel ein und begründe Deine Einordnung.
  4. Beobachtungsbogen: Erstelle fünf kurze Kriterien, mit denen Du eine Schmiedehaltung beschreiben kannst, ohne sie vorschnell zu bewerten.


Standard

  1. Videovergleich: Vergleiche zwei eingebettete Hammertechnik-Videos anhand derselben sechs Kriterien und erkläre zwei Unterschiede.
  2. Arbeitsplatzskizze: Zeichne eine Draufsicht von Amboss, Heißzone und Verkehrsweg und verbessere eine bewusst ungünstige Anordnung.
  3. Sicherheitsinterview: Befrage eine ausbildende Fachkraft zu Rauchabzug, Heißteilkennzeichnung und Brandvorsorge und fasse die betrieblichen Regeln zusammen.
  4. Ausbildungsfall: Bearbeite den Kursfall als kurze Entscheidungskette von Beobachtung über Ursache bis Maßnahme.


Schwer

  1. Transferanalyse: Übertrage den Beobachtungsbogen auf eine andere repetitive Handwerkzeugtätigkeit und begründe, welche Kriterien gleich bleiben.
  2. Gefährdungsbeurteilung lesen: Vergleiche den Kursfall mit einer betrieblichen Gefährdungsbeurteilung und identifiziere fehlende Informationen.
  3. Prozessvideo prüfen: Wähle mit der Lehrkraft ein weiteres frei zugängliches Schmiedevideo, prüfe Quelle, Rechte, fachliche Plausibilität und Sicherheitsdarstellung und dokumentiere das Ergebnis.
  4. Angeleitete Demonstration planen: Plane gemeinsam mit der ausbildenden Fachkraft eine kurze Demonstration zur kontrollierten Hammerführung einschließlich Sicherheitscheck, Beobachtungskriterien und Abbruchkriterien. Durchführung ausschließlich unter unmittelbarer fachlicher Anleitung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursachenanalyse: In einem Video werden die Treffer nach einigen Minuten ungenauer. Entwickle drei mögliche Ursachen aus Werkzeug, Arbeitsplatz und Bewegung und erkläre, wie Du sie voneinander unterscheiden würdest.
  2. Prioritäten setzen: Eine Werkstatt zeigt gleichzeitig einen ungünstigen Stand, einen blockierten Weg und einen nicht sicher funktionierenden Rauchabzug. Begründe die Reihenfolge Deiner Maßnahmen.
  3. Arbeitsplatztransfer: Zwei Auszubildende unterschiedlicher Körpergröße nutzen denselben Amboss. Entwickle eine fachlich begründete Lösung, ohne eine starre Zentimeterregel zu verwenden.
  4. Videofeedback: Formuliere konstruktives Feedback zu einer angespannten Schmiedehaltung. Trenne Beobachtung, Wirkung und Änderungsvorschlag.
  5. Quellenkritik: Ein populäres Video zeigt eine andere Sicherheitsroutine als die Betriebsanweisung. Erkläre, welche Quelle im Ausbildungsbetrieb handlungsleitend ist und warum.
  6. Systemdenken: Erkläre an einem neuen Beispiel, wie Werkzeuggewicht, Wiederholungszahl, Körperhaltung und Arbeitsorganisation zusammenwirken können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:

  1. Beobachtungskompetenz: Du kannst Körperhaltung, Werkzeugweg und Werkstücklage sachlich beschreiben.
  2. Ergonomie: Du kannst Belastungsfaktoren wie Wiederholung, Kraft, Dauer und Körperhaltung begründet einordnen.
  3. Arbeitssicherheit: Du erkennst Gefährdungen durch Hitze, Feuer, Zunder, Rauchgase und unsichere Verkehrswege.
  4. Entscheidungskompetenz: Du kannst bei Sicherheitsmängeln eine angemessene Unterbrechung oder Korrektur begründen.
  5. Transferkompetenz: Du überträgst die Analyseprinzipien auf andere Handwerkzeugtätigkeiten.
  6. Reflexion: Du unterscheidest zwischen beobachtbarer Videodarstellung, fachlicher Regel und betrieblicher Vorgabe.




Fachquellen und Medienprüfung

Die fachlichen Kernaussagen dieses Kurses wurden mit Quellen aus Arbeitsschutz und Fertigungstechnik abgeglichen. Für Sicherheitsentscheidungen haben betriebliche Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Herstellerinformation und gültige Arbeitsschutzregeln Vorrang vor Videodarstellungen.

Quelle Im Kurs genutzt für
BGHM Arbeitsschutz Kompakt 140 – Ambosse Arbeitshöhe, Rücken und Gelenke, Zunder, Hitze, Lärm, Brandschutz
BGHM Arbeitsschutz Kompakt 118 – Schmiedeessen Rauchabzug, Rauchgase, Feuer, Funken, heiße Werkstücke
DGUV Information 209-001 – Arbeiten mit Handwerkzeugen Hammerergonomie, Griff, Belastung des Hand-Arm-Schulter-Systems
BAuA – Manuelle Arbeitsprozesse Wiederholung, Kraft, Dauer und Körperhaltung
DGUV FBHM-106 – Sicherer Betrieb von Gasschmiedeöfen Gasofen, Herstellerinformation, Sicherung gegen unkontrollierten Gasaustritt
Wikipedia – Schmieden Grundbegriff des Schmiedens und Einordnung als Umformverfahren


Medienrechte

Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateibeschreibungsseiten geprüft. Lizenzbedingungen und Namensnennung sind bei Weiterverwendung zu beachten.

Medium Rechteinformation Didaktischer Zweck
Public Domain beziehungsweise CC0 laut Wikimedia Commons schematische Orientierung Hammer und Amboss
Jeff Kubina, CC BY-SA 2.0 laut Wikimedia Commons Beobachtung von Werkstück und Hammerkontakt
En Merker, CC0 1.0 laut Wikimedia Commons Werkstattzonen und Wege
Lilboi ayo, CC BY-SA 4.0 laut Wikimedia Commons Werkzeugfunktionen
Achiri Bitamsimli, CC BY-SA 4.0 laut Wikimedia Commons Bauteile des Hammers
Johnnybam, CC BY-SA 4.0 laut Wikimedia Commons Haltungs- und Raumbeobachtung

Die eingebetteten YouTube-Videos werden über den YouTube-Player gestreamt. Sie werden hier nicht als frei lizenzierte OER-Dateien ausgegeben; Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Verfügbarkeit und Einbettung können sich ändern. Die Videos wurden als Anschauungsmaterial ausgewählt und fachlich mit den oben genannten Arbeitsschutzquellen eingeordnet.

Video Kanal Lernfunktion
Hammer technique and blacksmiths elbow prevention Black Bear Forge Hammerführung und Belastungsbeobachtung
Hammer technique: How to keep swinging for years to come Sam Towns Bewegungsvergleich
Blacksmithing for Beginners – Basic Hammering Techniques DF – In The Shop Grundbewegungen analysieren
Blacksmith hammering techniques Raven's Roost Forge Hammertechnik und PSA beobachten
Shop safety for Blacksmiths Black Bear Forge Sicherheitsbeobachtung
Anvil height Black Bear Forge II Arbeitshöhe kritisch vergleichen

Prüfhinweis: Ein Video ist keine normative Arbeitsschutzquelle. Praktische Demonstrationen bleiben fachlich angeleitet. Keine unbeaufsichtigten Versuche mit heißen Werkstoffen, Feuer, Schmiedeessen oder Gasschmiedeöfen.


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