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Urformen Gießen und Pulvermetallurgie – Gussteile nachbearbeiten und prüfen

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Urformen Gießen und Pulvermetallurgie – Gussteile nachbearbeiten und prüfen

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Einleitung

Urformen Gießen und Pulvermetallurgie – Gussteile nachbearbeiten und prüfen

In diesem Lernkurs lernst Du, wie ein Gussteil nach dem Gießen sicher geputzt, auf einen festgelegten Bezug ausgerichtet und nach Zeichnung bzw. Prüfplan geprüft wird. Der Titel ordnet die Einheit in den Lernbereich Urformen, Gießen und Pulvermetallurgie ein; die Kernaufgabe dieses Kurses ist die Nachbearbeitung und Prüfung von Gussteilen.

Sicherheitsregel: Heiße Werkstoffe, Funken, Feuer, Staub, Abgase und Brandgefahren werden nicht durch unbeaufsichtigte Versuche erkundet. Praktische Demonstrationen erfolgen ausschließlich fachlich angeleitet und nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung. Keine unbeaufsichtigten Versuche.


Lernziele

  1. Putzen: Du beschreibst die typische Reihenfolge vom freigegebenen Rohguss bis zum prüfbaren Bauteil.
  2. Bezug: Du erkennst Bezugsflächen und schützt sie bei der Nachbearbeitung.
  3. Prüfen: Du wählst zwischen Sicht-, Maß- und geeigneten zerstörungsfreien Prüfverfahren.
  4. Arbeitsschutz: Du erkennst Stop-Situationen bei Hitze, Funken, Staub, Abgasen und Brandgefahr.
  5. Qualitätssicherung: Du dokumentierst Prüfergebnisse und gibst ein Bauteil nicht eigenmächtig frei.


Ausbildungsfall: Pumpengehäuse P-17

Didaktischer Ausbildungsfall: Ein abgekühltes und von einer Fachkraft zur Bearbeitung freigegebenes Pumpengehäuse kommt aus der Gießerei. Formsandreste, Anguss, Speiser und einzelne Grate sind noch vorhanden. Du arbeitest mit einer Übungszeichnung und einem Übungs-Prüfplan.

Auftrag Vorgabe im Ausbildungsfall
Bauteil Pumpengehäuse P-17
Ausgangszustand Zur Nacharbeit freigegeben; Anguss, Speiser und Formsandreste vorhanden
Bezug Bezugsfläche A muss erhalten und eindeutig auffindbar bleiben
Übungsmaß 120,0 ± 0,5 mm bezogen auf A
Oberfläche Dichtfläche sichtbar sauber, ohne auffällige Risse oder scharfe Grate
Abweichung Kennzeichnen, sichern und einer fachlich zuständigen Person melden

Wichtig: Die Maße und Annahmekriterien dieser Tabelle gelten nur für diesen Ausbildungsfall. In der betrieblichen Praxis gelten Zeichnung, Prüfplan, Werkstoffvorgabe, Vertrag, Normenbezug und betriebliche Anweisung.


Lerneinheit 1: Putzen – vom Rohguss zum prüfbaren Teil

Putzen bedeutet hier: Formsandreste und Anhaftungen entfernen, Anguss und Speiser abtrennen, Grate und zulässige Oberflächenzuschläge beseitigen und das Teil so vorbereiten, dass es sicher geprüft werden kann.

Typische Reihenfolge: Freigabe und Temperatur prüfen → reinigen → Anguss/Speiser kontrolliert entfernen → Grate und zulässige Zuschläge putzen → Oberfläche reinigen → Sicht- und Maßprüfung → gegebenenfalls ZfP → dokumentieren.

Merksatz: Entferne nur Material, das laut Arbeitsunterlage entfernt werden soll. Funktions-, Dicht- und Bezugsflächen werden nicht „nach Gefühl“ abgeschliffen.


Lerneinheit 2: Bezug sichern

Ein Bezug legt fest, von welcher Fläche, Achse oder Geometrie aus Maße und Lage beurteilt werden. Im Ausbildungsfall ist A die Bezugsfläche. Vor dem Messen musst Du den Bezug eindeutig erkennen, reinigen und unbeschädigt erhalten.

Arbeitsregel: Spanne und stütze das Bauteil so, dass Bezugs- und Funktionsflächen nicht beschädigt werden. Liegt ein Anguss dicht an einer Bezugsfläche, wird nicht unkontrolliert in die Bezugsfläche geschliffen.

Ablauf beim Messen: Messmittel prüfen → Bezug reinigen → Bauteil ausrichten → Messflächen sauber ansetzen → Messwert ablesen → mit Zeichnung/Prüfplan vergleichen → Ergebnis dokumentieren.


Lerneinheit 3: Prüfanforderungen

Nicht jedes Bauteil braucht jedes Prüfverfahren. Entscheidend sind Werkstoff, Fehlerart, Fehlerlage und der vereinbarte Prüfplan.

Prüfziel Geeignetes Vorgehen Hinweis
Sichtbarer Oberflächenzustand Sichtprüfung und vereinbarte Oberflächenbewertung DIN EN 1370 kann als Normbezug verwendet werden, wenn sie vereinbart ist
Maß und Geometrie Messung gegen Zeichnung und Bezugssystem ISO 8062-3:2023 beschreibt allgemeine Gusstoleranzen und Bearbeitungszugaben, wenn entsprechend festgelegt
Oberflächenoffene Anzeigen Eindringprüfung Für geeignete Oberflächen; DIN EN 1371-1 ist ein möglicher Normbezug für Gussstücke
Oberflächennahe Anzeigen bei ferromagnetischem Guss Magnetpulverprüfung DIN EN 1369 ist ein möglicher Normbezug für ferromagnetische Eisen- und Stahlgussstücke
Innere Ungänzen in Stahlguss Ultraschallprüfung DIN EN 12680-1 ist ein möglicher Normbezug für Stahlguss allgemeiner Verwendung

Prüfregel: Eine Anzeige ist noch keine eigenmächtige Ausschussentscheidung. Befund, Prüfanweisung und Annahmekriterien werden von qualifizierten Personen bewertet.


Eindringprüfung

Die Eindringprüfung macht oberflächenoffene Ungänzen sichtbar. Eine saubere Oberfläche ist dafür entscheidend.


Magnetpulverprüfung

Die Magnetpulverprüfung eignet sich für ferromagnetische Werkstoffe und kann oberflächennahe Fehleranzeigen sichtbar machen.


Ultraschallprüfung

Mit Ultraschall lassen sich bei geeigneten Bauteilen innere Ungänzen untersuchen. Durchführung und Bewertung gehören in qualifizierte Hände.


Lerneinheit 4: Sicherheit beim Putzen und Prüfen

Stop-Regel: Bei unbekannter Temperatur, Rauch oder ungewöhnlichen Abgasen, fehlender Absaugung, brennendem Staub, beschädigtem Schleifwerkzeug, fehlender Schutzhaube, unklarer Bezugsfläche oder unklarem Prüfauftrag wird nicht weitergearbeitet. Informiere die fachlich zuständige Person.

Gefährdung Sichere Reaktion Schutzprinzip
Heißes Gussteil oder heiße Oberfläche Nicht berühren oder weiterbearbeiten; Freigabe und geeignetes Temperaturprüfverfahren abwarten Abstand, technische Hilfen, geeignete PSA nach Gefährdungsbeurteilung
Schleiffunken und Feuer Brennbare Stoffe entfernen lassen; Arbeitsbereich nach betrieblicher Vorgabe sichern Funken sind Zündquellen; Brandschutzplan beachten
Metall- und Formstoffstaub Nur mit wirksamer Erfassung/Absaugung arbeiten Staub möglichst an der Entstehungsstelle erfassen
Leichtmetallstaub Keine improvisierten Reinigungs- oder Löschversuche Brand- und Explosionsgefahr nach betrieblichem Verfahren beherrschen
Rauch oder Abgase Arbeit stoppen und Luftführung/Absaugung prüfen lassen Belastung nicht „wegatmen“ oder ignorieren
Rotierende Werkzeuge Nur intakte, freigegebene Werkzeuge mit Schutzvorrichtung nutzen Keine lose Kleidung; Handschutz nur passend zu Maschine und Betriebsanweisung
Lärm und wegfliegende Partikel Schutzmaßnahmen und vorgeschriebene PSA nutzen Augen-/Gesichtsschutz und Gehörschutz nach Gefährdungsbeurteilung

Brand- und Staubhinweis: Schleiffunken können Brände und Explosionen auslösen. Besonders Stäube von Leichtmetallen wie Aluminium oder Magnesium können brennbar beziehungsweise explosionsfähig sein. Bei Magnesium kann Wasser unter ungünstigen Bedingungen zur Wasserstoffbildung beitragen. Deshalb niemals ein eigenes Löschverfahren improvisieren, sondern Alarm- und Brandschutzplan des Betriebs sowie Anweisungen geschulter Fachkräfte befolgen.

Praxisgrenze: Heißes Metall, Schmelze, offenes Feuer, Funkenflug, Zündquellen und gefährliche Stäube werden in diesem Kurs nicht experimentell erzeugt. Praktische Demonstrationen nur fachlich angeleitet. Keine unbeaufsichtigten Versuche.


Ablaufanimation und sichere Fertigungssimulation

Die folgenden Medien dienen der Beobachtung und Planung. Sie ersetzen weder Freigabe noch Gefährdungsbeurteilung noch reale Werkstoffprüfung.

Arbeitsauftrag A – Erstarrungssimulation: Beobachte in der Simulation Bereiche, die spät erstarren. Markiere anschließend auf einer Skizze drei Stellen, die Du nach dem Putzen besonders aufmerksam prüfen würdest. Begründe: Eine Simulation zeigt mögliche Risikozonen, ist aber kein Annahmeprüfverfahren.

Arbeitsauftrag B – Digitale Putzplanung: Nutze eine Skizze des Pumpengehäuses. Markiere Anguss, Speiser, Bezugsfläche A, Dichtfläche und sichere Auflagebereiche. Lege die Bearbeitungsreihenfolge fest, ohne eine Funktionsfläche anzuschleifen.

Arbeitsauftrag C – Prüfweg: Du erhältst drei fiktive Befunde: sichtbarer Grat, oberflächenoffene feine Anzeige, Verdacht auf innere Ungänze. Ordne Sicht-/Maßprüfung, Eindring- bzw. Magnetpulverprüfung oder Ultraschallprüfung nur dort zu, wo Werkstoff und Prüfplan dies zulassen.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Auftrag lesen: Suche zuerst Zeichnung, Prüfplan, Werkstoff, Bezug und Sicherheitsfreigabe.

Hilfe 2 – Prozessfolge: Freigabe/Abkühlung → Reinigen → Anguss/Speiser trennen → Putzen → Sichtprüfung → Bezugs-/Maßprüfung → geforderte ZfP → Dokumentation.

Hilfe 3 – Entscheidungsregel: Entferne nur eindeutig freigegebenes Material. Schütze Funktions- und Bezugsflächen. Bei Unsicherheit stoppen und die ausbildende Fachkraft fragen.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback

Basisaufgabe: Warum findet die ausführliche Oberflächenprüfung erst nach ausreichender Reinigung und Putzarbeit statt?

Begründetes Feedback: Viele Anzeigen lassen sich erst auf einer sauberen, zugänglichen Oberfläche zuverlässig erkennen. Eine erste Zustands- und Sicherheitskontrolle erfolgt trotzdem vor jeder Bearbeitung.

Anwendungsaufgabe: Angussmaterial liegt nahe der Bezugsfläche A. Wie planst Du die Bearbeitung?

Begründetes Feedback: A muss als Bezug erhalten bleiben. Deshalb wird das Teil kontrolliert abgestützt, nur das freigegebene Überschussmaterial abgetragen und A anschließend erneut kontrolliert. Ein „Nachschleifen“ des Bezugs ohne Arbeitsvorgabe verfälscht die Geometrie.

Transferaufgabe: Nach dem Putzen erscheint auf einer Dichtfläche eine auffällige lineare Anzeige. Darfst Du das Teil freigeben?

Begründetes Feedback: Nein, nicht eigenmächtig. Die Anzeige wird dokumentiert, das Teil gesichert und nach Prüfplan durch eine qualifizierte Person bewertet. Annahme oder Ausschuss hängen von festgelegten Kriterien ab.


Quellen- und Mediencheck

Fachquellen: Normen und Regeln werden immer in der im Betrieb vertraglich bzw. organisatorisch festgelegten Fassung angewendet. Der Normenstand kann sich ändern.

Quelle Verwendung im Kurs
DGUV Regel 109-608 – Branche Gießereien Schutz beim Gussputzen, Stauberfassung, branchenspezifische Gefährdungen
DGUV Information 209-002 – Schleifen Schleiffunken, Brand-/Explosionsgefahren, sichere Schleifarbeiten
BAuA – TRGS 559 Quarzhaltiger Staub Staubschutz und quarzhaltige Stäube
ISO 8062-3:2023 Allgemeine Maß-/Geometrietoleranzen und Bearbeitungszugaben für Gussstücke
DIN EN 1370:2026-10 Bewertung des Oberflächenzustandes; aktuellen betrieblichen Normenstand prüfen
DIN EN 1369:2013-01 Magnetpulverprüfung von Gussstücken
DIN EN 1371-1:2012-02 Eindringprüfung von Gussstücken
DIN EN 12680-1:2026-03 Ultraschallprüfung von Stahlgussstücken
TWI – Liquid penetrant and magnetic particle inspection Abgrenzung oberflächenoffener und ferromagnetisch prüfbarer Fehleranzeigen

Medienrechte: Die eingebetteten Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Die Lizenz wurde an der jeweiligen Dateiseite geprüft. Bei Nachnutzung sind die dort genannten Urheber- und Lizenzangaben einzuhalten.

Medium Lizenzstatus auf Wikimedia Commons
BronzeSprueRisersSideView.jpg CC BY-SA 2.5
Airless Shot Blasting Machine By Surface International.png CC0 1.0
AngleGrinder.jpg CC BY-SA 2.0
Sparks from grinder.jpg Public Domain
Using the caliper new en.gif CC BY-SA 3.0 / CC BY 2.5 / GFDL-Auswahl laut Dateiseite
Geometric dimenioning and tolerancing-hole.svg CC BY-SA 3.0 / GFDL
KD-Check Anwendungsbild.jpg CC BY 3.0 DE
Ressuage principe 2.svg CC BY-SA 3.0 / GFDL
Defect in Magnetic particle inspection.png CC BY-SA 4.0
Magnetic particle inspection (14465376592).jpg Public Domain, Werk der US-Bundesregierung laut Dateiseite
Ultrasonic Testing Machine showing readings.jpg CC BY-SA 3.0 / GFDL
NDT procedure flowchart.svg CC0 1.0

YouTube-Hinweis: Die eingebetteten Videos wurden über reale, öffentlich erreichbare Video-URLs geprüft. Ein YouTube-Embed bedeutet nicht, dass das Video frei lizenziert ist. Rechte und Verfügbarkeit verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern und der Plattform.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört typischerweise zum Putzen eines Gussteils? (Formsandreste, Angüsse, Speiser und Grate nach Arbeitsvorgabe entfernen) (!Bezugsflächen ohne Vorgabe abschleifen) (!Das Bauteil ohne Prüfung freigeben) (!Jedes Gussteil polieren)




Wozu dient eine Bezugsfläche? (Sie legt einen geometrischen Ausgang für Messen und Beurteilen fest) (!Sie ersetzt den Prüfplan) (!Sie zeigt die Schmelztemperatur an) (!Sie dient immer als Trennstelle für den Speiser)




Warum sind Schleiffunken sicherheitsrelevant? (Sie können Zündquellen für Brände oder Explosionen sein) (!Sie kühlen das Gussteil ab) (!Sie zeigen automatisch einen Riss an) (!Sie machen Absaugung überflüssig)




Welche Gefahr kann bei aufgewirbeltem Leichtmetallstaub entstehen? (Brand- und Explosionsgefahr) (!Nur eine Maßabweichung) (!Nur eine Farbänderung) (!Ausschließlich magnetische Aufladung)




Was ist vor einer Maßprüfung mit Bezug A wichtig? (Bezug A eindeutig erkennen und sauber erhalten) (!Bezug A möglichst rund schleifen) (!Nur die Werkzeugfarbe prüfen) (!Das Prüfmaß schätzen)




Welche Fehlerart kann eine Eindringprüfung nachweisen? (Oberflächenoffene Ungänzen) (!Beliebige innere Fehler ohne Oberflächenöffnung) (!Härtewerte im Werkstoffkern) (!Chemische Zusammensetzung der Schmelze)




Für welche Werkstoffgruppe ist die Magnetpulverprüfung grundsätzlich geeignet? (Ferromagnetische Werkstoffe) (!Alle Kunststoffe) (!Alle Keramiken) (!Jede Aluminiumlegierung)




Wozu kann Ultraschallprüfung bei geeigneten Gussstücken dienen? (Zur Untersuchung innerer Ungänzen) (!Zum Entfernen von Speisern) (!Zum Entgraten scharfer Kanten) (!Zum Lackieren der Oberfläche)




Was tust Du bei unbekannter oder möglicherweise hoher Bauteiltemperatur? (Arbeit stoppen und fachliche Freigabe beziehungsweise sichere Temperaturprüfung abwarten) (!Mit der Hand kurz testen) (!Wasser auf das Bauteil gießen) (!Sofort mit dem Schleifen beginnen)




Unter welcher Bedingung dürfen praktische Demonstrationen mit Hitze, Funken oder vergleichbaren Gefährdungen stattfinden? (Nur fachlich angeleitet und nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung) (!Unbeaufsichtigt in der Pause) (!Ohne Schutzmaßnahmen bei kurzen Versuchen) (!Nur nach persönlichem Gefühl)





Memory

Putzen Grate und freigegebene Gussanhaftungen entfernen
Bezugsfläche Ausgang für geometrisches Prüfen
Eindringprüfung Oberflächenoffene Ungänzen sichtbar machen
Magnetpulverprüfung Ferromagnetische Werkstoffe prüfen
Ultraschallprüfung Innere Ungänzen untersuchen
Absaugung Staub an der Entstehungsstelle erfassen
Speiser Erstarrung durch Nachspeisen unterstützen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Freigabe Sicheren Bearbeitungszustand bestätigen
Reinigen Formstoff und lose Anhaftungen entfernen
Abtrennen Anguss und Speiser nach Vorgabe entfernen
Putzen Grat und freigegebene Oberflächenzuschläge beseitigen
Prüfen Soll und Ist vergleichen
Dokumentieren Ergebnis und Abweichung festhalten





Kreuzworträtsel

Gussteil Wie heißt ein durch Gießen hergestelltes Bauteil?
Speiser Welches Gusssystemelement versorgt erstarrende Bereiche mit Schmelze?
Absaugung Welche technische Maßnahme erfasst Staub möglichst nahe an seiner Entstehung?
Ultraschall Welches Prüfprinzip kann innere Ungänzen in geeigneten Bauteilen untersuchen?
Bezugsfläche Welche Fläche dient als geometrischer Ausgang für Messungen?
Prüfplan Welches Dokument legt Prüfmerkmale und Vorgehen fest?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim

werden freigegebene Anhaftungen, Angüsse, Speiser und Grate kontrolliert entfernt. Eine

dient als geometrischer Ausgang für Messungen. Eine saubere Oberfläche erleichtert die

. Staub soll möglichst durch eine wirksame

an der Entstehungsstelle erfasst werden. Schleifende Bearbeitung kann gefährliche

erzeugen. Oberflächenoffene Ungänzen können mit der

sichtbar gemacht werden. Die Magnetpulverprüfung setzt einen

Werkstoff voraus. Bei unbekannter Temperatur ist vor der Bearbeitung eine fachliche

erforderlich.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Prozesskarte: Erstelle eine kompakte Bildfolge mit sechs Schritten vom freigegebenen Rohguss bis zur Dokumentation. Arbeite ausschließlich mit Zeichnung, Fotos oder digitalen Symbolen.
  2. Medienanalyse: Untersuche das Bild mit Schleiffunken. Markiere Zündquelle, möglichen Gefahrenbereich und notwendige organisatorische Schutzmaßnahmen.
  3. Werkzeugsteckbrief: Erstelle zu einem im Betrieb freigegebenen Putzwerkzeug einen Steckbrief mit Zweck, Schutzvorrichtung, Prüfpunkten und Stop-Kriterien. Keine praktische Erprobung ohne Fachaufsicht.
  4. Prüfkriterien markieren: Markiere auf einer Übungszeichnung Bezug A, Dichtfläche, Prüfmaß und dokumentationspflichtige Merkmale.


Standard

  1. Virtueller Arbeitsauftrag: Plane für Pumpengehäuse P-17 eine sichere Reihenfolge aus Reinigen, Abtrennen, Putzen, Messen, Prüfen und Dokumentieren und begründe jeden Schritt.
  2. Digitaler Fehleratlas: Erstelle aus freigegebenen Lehrmedien einen kleinen Fehleratlas und trenne sichtbare Oberflächenanzeige, oberflächenoffene Anzeige und mögliche innere Ungänze.
  3. Rollenspiel Qualitätsgespräch: Eine Person übernimmt Produktion, eine Qualitätssicherung. Diskutiert eine lineare Anzeige an der Dichtfläche und entscheidet, welche Information vor einer Freigabe fehlt.
  4. Mini-Prüfplan: Erstelle für den Ausbildungsfall eine Tabelle aus Prüfmerkmal, Bezug, Prüfmittel, Annahmekriterium, Dokumentation und Reaktion bei Abweichung.


Schwer

  1. Risikomatrix: Bewerte für eine fiktive Putzstation Hitze, Funken, Staub, Abgase, Lärm und rotierende Werkzeuge. Schlage technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen in dieser Rangfolge vor.
  2. ZfP-Vergleich: Vergleiche Eindring-, Magnetpulver- und Ultraschallprüfung anhand Werkstoff, Fehlerlage, Oberflächenanforderung und Qualifikation der prüfenden Person.
  3. Spannkonzept: Entwirf für Pumpengehäuse P-17 ein Auflage- und Spannkonzept, das Bezugsfläche A und Dichtfläche schützt. Nutze nur Skizze oder CAD, keine eigenständige Maschinenarbeit.
  4. Simulationstransfer: Leite aus einer Erstarrungssimulation Prüfschwerpunkte ab und erkläre anschließend, warum die Simulation eine reale Prüfanforderung nicht ersetzt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prozessentscheidung: Ein Gussteil ist äußerlich sauber, aber seine Temperatur ist nicht sicher bekannt. Begründe, warum eine sofortige Bearbeitung trotz Zeitdruck nicht zulässig ist und welche Information zuerst benötigt wird.
  2. Bezugsstrategie: Ein Speiserrest liegt nahe der Bezugsfläche A. Entwickle einen Bearbeitungs- und Prüfplan, der den Bezug schützt und trotzdem das Sollmaß erreichbar macht.
  3. Prüfverfahrenswahl: Für drei Fälle – sichtbarer Oberflächenfehler, feine oberflächenoffene Anzeige und Verdacht auf innere Ungänze – wähle geeignete Prüfwege und begründe die Grenzen Deiner Auswahl.
  4. Brandschutz: Erkläre, warum „nur kurz schleifen“ keine ausreichende Begründung ist, wenn brennbarer Staub oder brennbare Stoffe im Gefahrenbereich vorhanden sind.
  5. Qualitätsentscheidung: Eine Messung liegt innerhalb der Maßtoleranz, gleichzeitig zeigt die Dichtfläche eine auffällige Linie. Begründe, warum der Maßwert allein keine Freigabe erlaubt.
  6. Simulation und Realität: Eine Fertigungssimulation zeigt keine kritische Zone. Erkläre, weshalb das reale Gussteil trotzdem nach Prüfplan geprüft werden muss.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du einen betrieblichen Auftrag sicher lesen, Putzen und Prüfen sinnvoll planen und Entscheidungen begründen kannst.

  1. Arbeitsfolge: Sichere Reihenfolge vom freigegebenen Rohguss bis zur dokumentierten Prüfung erklären.
  2. Bezugssystem: Bezugs- und Funktionsflächen erkennen, schützen und für Messungen nutzen.
  3. Prüfanforderung: Sicht-, Maß- und geeignete ZfP-Verfahren anhand von Werkstoff und Fehlerlage unterscheiden.
  4. Sicherheitsentscheidung: Stop-Kriterien bei Hitze, Funken, Feuer, Staub, Abgasen und beschädigten Werkzeugen sicher anwenden.
  5. Dokumentation: Mess- und Prüfergebnisse nachvollziehbar festhalten und Abweichungen korrekt weitergeben.
  6. Transfer: Simulationsergebnisse als Planungshilfe nutzen, ohne sie mit einer realen Freigabeprüfung zu verwechseln.




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