Werkzeugbau Formenbau und Vorrichtungen – Stanzwerkzeuge im Aufbau verstehen
Werkzeugbau Formenbau und Vorrichtungen – Stanzwerkzeuge im Aufbau verstehen
Einleitung
In diesem aiMOOC lernst Du den Aufbau eines Stanzwerkzeugs über kurze Lerneinheiten kennen. Im Mittelpunkt stehen Schneidteile, Führung und Abstreifer. Du arbeitest an einem konkreten Ausbildungsfall, beobachtest reale Werkzeugbilder und Ablaufanimationen und löst Fertigungsaufträge zunächst ausschließlich als Simulation.
Sicherheitsrahmen: In diesem Kurs gibt es keine automatische Live-Ansteuerung einer Presse und keine Anleitung zum Umgehen von Schutzeinrichtungen. Reale Arbeiten an Pressen, Werkzeugen oder eingebauten Werkzeugen erfolgen nur nach betrieblicher Freigabe, geeigneter Unterweisung und unter zuständiger Fachaufsicht. Für Auszubildende gelten zusätzlich die betrieblichen und gesetzlichen Vorgaben. Die DGUV weist darauf hin, dass Unfälle an Pressen häufig schwerwiegend sind und dass unerfahrene Personen während der Einarbeitung besonders zu beaufsichtigen sind.

Freies Werkzeugbild: geöffnetes Folgeverbundwerkzeug mit Streifen und Stanzteilen. Achte auf Werkzeughälften, Führungssäulen und die Folge der Stationen.
Ablaufanimation: „The Progressive Die Stamping Process: Animated“ von American Industrial Company. Beobachtungsauftrag: Stoppe gedanklich nach jedem Hub und beschreibe, was mit dem Band passiert.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du den Weg eines Blechstreifens durch ein einfaches Stanzwerkzeug erklären, Stempel, Schneidplatte beziehungsweise Matrize, Führung und Abstreifer unterscheiden, die Funktion des Abstreifers im Rückhub begründen, typische Fehlerbilder einer Simulation zuordnen und einen sicheren Prüfablauf formulieren, ohne eine reale Maschine anzusteuern.
Ausbildungsfall: Halteblech für ein Sensorgehäuse
Ein Ausbildungsbetrieb soll ein einfaches Halteblech als Serienbauteil herstellen. Das Übungsbauteil hat eine Außenkontur und eine Durchgangsöffnung. Für den Kurs wird nur das Prinzip betrachtet: Zuerst erkennst Du die Funktionen im Werkzeug, danach planst Du einen simulierten Hub. Konkrete Maschineneinstellwerte, reale Pressenparameter und Eingriffe in Schutzsysteme sind nicht Bestandteil des Lernauftrags.
| Bauteilmerkmal | Aufgabe im Werkzeug | Lernfrage |
|---|---|---|
| Durchgangsöffnung | Lochen durch Schneidstempel und Schneidöffnung | Welches Teil erzeugt die Innenkontur? |
| Außenkontur | Ausschneiden aus dem Streifen | Welche Schneidkante bestimmt die Außenform? |
| Blechstreifen | Lagegerechte Führung durch den Arbeitsraum | Wie bleibt die Lage reproduzierbar? |
| Rückhub | Werkstoff vom Stempel lösen | Warum wird ein Abstreifer benötigt? |
Arbeitsauftrag 0 – Auftrag lesen: Markiere auf einer Skizze nur vier Funktionsgruppen: Schneidstempel, Schneidplatte, Führung, Abstreifer. Noch keine reale Maschine verwenden.
Gestufte Hilfe: Hilfe 1: Suche zuerst nach den Bauteilen, die direkt an der Schnittlinie wirken. Hilfe 2: Suche danach nach Bauteilen, die nur ausrichten oder lösen. Hilfe 3: Nutze die Tabelle „Bauteil – Funktion – Bewegung“.
Begründetes Feedback: Eine gute Lösung trennt aktive Schneidteile von führenden und abstreifenden Teilen. Diese Trennung verhindert, dass Bewegungs- und Funktionsbegriffe vermischt werden.
Kurze Lerneinheiten
Lerneinheit 1: Schneidteile erkennen
Beim Scherschneiden wirken mindestens zwei Schneidkanten zusammen. Der Schneidstempel bewegt sich relativ zur Schneidplatte beziehungsweise Matrize. Zwischen den Schneidkanten liegt der Schneidspalt. Seine Auslegung hängt von Werkstoff, Dicke, Werkzeugkonzept und Qualitätsanforderung ab; im Ausbildungsfall wird er nur qualitativ betrachtet.
Freies CC0-Foto eines Stempel-Matrizen-Paars mit bearbeiteten Blechproben. Das Bild zeigt eine Loch-/Umformanwendung und dient hier nur dazu, Stempel und Matrize als Wirkpartner zu erkennen.
Merksatz: Stempel und Matrize erzeugen die Trennkontur. Sie müssen lagegerecht zueinander geführt sein.
Basisauftrag: Ordne auf einer Prinzipskizze „Stempel“ und „Matrize“ zu.
Anwendungsauftrag: Erkläre, warum eine Lageabweichung zwischen beiden Schneidteilen zu Qualitätsproblemen oder Werkzeugschäden führen kann.
Transferauftrag: Leite ab, warum ein komplexeres Folgeverbundwerkzeug besonders zuverlässig geführt werden muss.
Feedback: „Weil beide Schneidkanten zusammenarbeiten“ ist die Kernbegründung. Je mehr Stationen gleichzeitig wirken, desto wichtiger werden reproduzierbare Lage und Führung.
Lerneinheit 2: Führung verstehen
Führungselemente halten Ober- und Unterteil des Werkzeugs zueinander in definierter Lage. Typisch sind Führungssäulen und Führungsbuchsen. Je nach Bauart kann zusätzlich eine Führungs- oder Abstreifplatte einzelne Stempel nahe am Eingriff führen.

Freie Schemazeichnung zu Werkzeugkomponenten. Nutze sie als Orientierung und vergleiche die Benennungen mit der betrieblichen Zeichnung Deines Ausbildungsbetriebs.
Arbeitsauftrag – Funktionskette: Formuliere in einem Satz: „Führung sorgt dafür, dass …, damit …“.
Gestufte Hilfe: Hilfe 1: Beginne mit „Ober- und Unterteil“. Hilfe 2: Ergänze „gleiche Lage bei jedem Hub“. Hilfe 3: Verbinde dies mit „Schneidkanten treffen nicht unkontrolliert aufeinander“.
Feedback: Richtig ist nicht nur „Führung macht es genauer“, sondern die Ursache-Wirkungs-Kette: definierte Relativlage → reproduzierbarer Eingriff → Schutz von Werkzeug und Bauteilqualität.
Lerneinheit 3: Abstreifer verstehen
Beim Rückhub kann Blech am Stempel haften oder mitgenommen werden. Der Abstreifer hält beziehungsweise führt das Blech so, dass sich der Stempel wieder vom Werkstoff lösen kann. Je nach Werkzeugkonzept kann der Abstreifer weitere Führungs- oder Niederhaltefunktionen übernehmen.
Denkbild: Schneiden trennt. Führung richtet aus. Abstreifen löst.
Basisauftrag: Beschreibe die Funktion des Abstreifers ohne das Wort „schneiden“.
Anwendungsauftrag: In einer Simulation steigt der Blechstreifen beim Rückhub mit dem Stempel an. Nenne das zuerst zu prüfende Funktionsprinzip.
Transferauftrag: Begründe, warum ein defektes Abstreifprinzip nicht durch einen riskanten manuellen Eingriff kompensiert werden darf.
Feedback: Das Mitnehmen des Blechs ist ein Prozesssignal. Die richtige Reaktion ist Stopp, sicheren Zustand herstellen lassen, Ursache fachgerecht prüfen, nicht in den Gefahrenbereich greifen.
Lerneinheit 4: Einen Hub als Zustandsfolge lesen
Ein sicherer Lernweg ist die Zustandssimulation. Du stellst keinen realen Pressenhub nach, sondern ordnest Karten oder CAD-Bilder.
| Zustand | Beobachtung | Funktion |
|---|---|---|
| Werkzeug offen | Streifen ist frei positionierbar | Ausgangslage der Simulation |
| Annäherung | Führung bestimmt die Relativlage | Ausrichten |
| Kontakt Abstreifer | Blech wird gehalten beziehungsweise geführt | Stabilisieren |
| Schneideingriff | Stempel und Matrize trennen | Schneiden |
| Rückhub | Stempel bewegt sich zurück | Öffnen |
| Abstreifen | Blech bleibt zurück | Lösen |
Konkreter Simulationsauftrag: Lege sechs Karten in diese Reihenfolge. Drehe danach eine Karte absichtlich um und erkläre, welche Funktion logisch nicht mehr erfüllt wäre.
Gestufte Hilfe: Hilfe 1: Suche zuerst „offen“ und „Rückhub“. Hilfe 2: Vor dem Schneiden muss die Lage stimmen. Hilfe 3: Nach dem Schneiden muss der Werkstoff wieder vom Stempel getrennt sein.
Feedback: Die Reihenfolge ist nur dann plausibel, wenn Führung vor dem kritischen Schneideingriff wirkt und das Abstreifen beim Öffnen wirksam wird.
Video zum Grundprinzip des progressiven Stanzens von Talan Products. Arbeitsauftrag: Notiere nur sichtbare Prozessschritte; übernimm keine Maschineneinstellungen aus dem Video.
Lerneinheit 5: Folgeverbundwerkzeug als System
Beim Stanzwerkzeugbau können mehrere Arbeitsschritte in einem Werkzeug angeordnet sein. Beim Folgeverbund durchläuft ein Band mehrere Stationen. Schneiden und Umformen können kombiniert werden. Für das Verständnis dieses Kurses reicht die Systemidee: Band transportieren – lagegerecht führen – an Stationen bearbeiten – Teil abtrennen.

Erkennst Du am Streifen, wie sich die Kontur von Station zu Station entwickelt?
Arbeitsauftrag: Zeichne über dem Foto eine gedachte Pfeilkette „Einlauf → Stationen → fertiges Teil“. Benenne keine Maschinenparameter.
Feedback: Entscheidend ist die Prozesslogik, nicht die Geschwindigkeit. Jede Station muss zur vorherigen passen und die Lage des Streifens muss erhalten bleiben.
Lerneinheit 6: Presse und Werkzeug unterscheiden
Die Presse liefert die Bewegung und Kraft. Das Stanzwerkzeug bestimmt die konkrete Bearbeitungsgeometrie. Werkzeugverständnis ersetzt keine Pressenunterweisung.

Presse mit eingebautem Werkzeug im industriellen Umfeld. Das Bild dient der Orientierung, nicht als Anleitung zum Einrichten.

Modernes Blechstanzen. Unterschiedliche Maschinenkonzepte können denselben Grundgedanken „Werkzeug wirkt auf Blech“ technisch verschieden umsetzen.
Vergleichsauftrag: Formuliere je einen Satz: „Die Presse …“ und „Das Werkzeug …“.
Feedback: Fachlich tragfähig ist die Trennung von Energie/Bewegung der Maschine und geometrisch-funktionaler Wirkung des Werkzeugs.
Lerneinheit 7: Geräusch als Beobachtung, nicht als Freigabe
Freie Audioaufnahme einer Stanzpresse aus der Messerfertigung in Solingen.
Hörauftrag: Notiere drei verschiedene Geräuschanteile und ordne sie nur grob den Phasen „Antrieb“, „Materialtransport“ und „Stanzen“ zu.
Feedback: Geräusche können Hinweise liefern, sind aber kein Freigabekriterium für einen sicheren Maschinenzustand. Sicherheit wird nicht „nach Gehör“ beurteilt.
Sichere Fertigungssimulationen
Simulation A: Papiermodell des Werkzeugstapels
Nutze Papierkarten mit den Begriffen „Kopfplatte“, „Stempelhalteplatte“, „Stempel“, „Abstreifer“, „Blechstreifen“, „Schneidplatte“, „Grundplatte“, „Führungssäule“ und „Führungsbuchse“. Ordne sie als vereinfachten Werkzeugquerschnitt.
Arbeitsauftrag: Fotografiere Dein Modell. Zeichne anschließend zwei Pfeile ein: Bewegungsrichtung des Oberteils und Lage des Blechstreifens.
Sicherheitsgrenze: Kein reales Werkzeug auseinanderbauen und keine Presse öffnen. Die Übung ist rein didaktisch.
Simulation B: CAD- oder Bildsequenz ohne Maschinenkopplung
Erstelle in einer vorhandenen CAD-Lernumgebung oder mit sechs Standbildern eine Hubfolge. Die Simulation darf keine Verbindung zu einer realen Maschinensteuerung besitzen.
Arbeitsauftrag: Erzeuge sechs Zustände entsprechend der Tabelle aus Lerneinheit 4. Markiere pro Zustand genau eine Hauptfunktion.
Sicherheitsgrenze: Keine automatische Live-Ansteuerung, keine Übertragung von Steuerdaten an eine Presse, keine Veränderung von Schutzeinrichtungen.
Simulation C: Fehlerkarte statt Eingriff
Du erhältst virtuelle Fehlerbilder: „Grat nimmt zu“, „Blech wird im Rückhub angehoben“, „Bandlage verschiebt sich“, „Stempel/Matrize stehen sichtbar nicht fluchtend“.
Arbeitsauftrag: Ordne jedem Fehlerbild zuerst eine Funktionsgruppe zu: Schneidteil, Abstreifer oder Führung. Formuliere danach eine sichere Reaktion: Prozess stoppen, Zustand sichern lassen, Fachperson informieren, Ursache prüfen lassen.
Feedback: In der Ausbildung zählt nicht nur die technische Vermutung. Eine fachlich gute Antwort enthält immer auch die sichere Handlungsgrenze.
Sicherheits-Gate vor realen Arbeiten
Reale Arbeit beginnt erst nach betrieblicher Freigabe. Die DGUV betont die besondere Unfallgefahr an Pressen. Einricht- und Kontrolltätigkeiten sind an Qualifikation, Zuständigkeit und sichere Betriebszustände gebunden. Schutzeinrichtungen bleiben wirksam; Störungen werden nicht durch riskante Eingriffe in den Gefahrenbereich „gelöst“. Bei minderjährigen Auszubildenden sind die besonderen Beschäftigungsbeschränkungen zu beachten; die DGUV weist darauf hin, dass Jugendliche an Pressen in der Regel nicht beschäftigt werden dürfen.
- Unterweisung: Du kennst Betriebsanweisung, Gefährdungen und Deinen konkreten Auftrag.
- Fachaufsicht: Eine zuständige, geeignete Person begleitet die reale Tätigkeit.
- Freigabe: Maschine, Werkzeug und Aufgabe sind betrieblich freigegeben.
- Schutzeinrichtung: Schutzsysteme werden weder manipuliert noch umgangen.
- Störung: Du stoppst und meldest, statt in den Gefahrenbereich einzugreifen.
Begründetes Feedback: Wer einen Prozess technisch versteht, erkennt auch Grenzen. In der Werkzeug- und Pressentechnik ist „nicht eingreifen, sondern sichern und melden“ eine fachliche Handlungskompetenz.
Medien- und Quellencheck
Die folgenden Medien wurden vor Einbau auf tatsächliche Existenz und Nutzungsangaben geprüft. Wikimedia-Commons-Dateien werden mit ihren dort angegebenen freien Lizenzen eingebunden. YouTube-Videos werden nur eingebettet; die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Urhebern und Plattformbedingungen.
- ProgressiveDieToyota-strip-scrap.jpg: Glenn McKechnie, unter anderem CC BY-SA 3.0.
- Extruded Holes.JPG: Douglas W. Jones, CC0 1.0.
- Punch machine.jpg: Sonic young, CC BY-SA 4.0.
- Components of a die.png: Learn Mechanical, CC BY-SA 4.0.
- Stanzen TruPunch 5000.jpg: TRUMPF GmbH + Co. KG, unter anderem CC BY-SA 3.0 DE/CC BY-SA 3.0.
- WWS Punchingpress.ogg: Work With Sounds/Konrad Gutkowski, CC BY 4.0.
- The Progressive Die Stamping Process: Animated: American Industrial Company; YouTube-Einbettung.
- What is Progressive Die Metal Stamping: von Talan Products als Lernvideo zum Grundprinzip verlinkt; YouTube-Einbettung.
Fachquellen
- DGUV Themenfeld Pressen und Schmieden: Hinweise zu Gefährdungen, sicheren Betriebsweisen, Qualifikation und Schutzmaßnahmen.
- DGUV Information 209-008 Einrichten von Pressen: Ausgabe 2026.01; Schulungs- und Nachschlagewerk für das sichere Einrichten.
- DGUV Information 209-019 Sicherheit bei der Blechbearbeitung: Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei der Blechbearbeitung.
- Wikipedia: Stanzwerkzeugbau: Überblick zu Werkzeugbau, Werkzeugtechnologien und typischen Funktionsplatten.
- Wikipedia: Stanzen: Grundprinzip, Stempel, Matrize und Abstreifsysteme.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche zwei Teile erzeugen beim Scherschneiden gemeinsam die Trennkontur? (Stempel und Matrize) (!Führungssäule und Führungsbuchse) (!Grundplatte und Kopfplatte) (!Presse und Schutzhaube)
Welche Hauptaufgabe hat der Abstreifer beim Rückhub? (Das Blech vom zurücklaufenden Stempel lösen) (!Den Stempel antreiben) (!Die Presse mit Energie versorgen) (!Das Werkstück vermessen)
Wozu dienen Führungssäule und Führungsbuchse? (Sie halten Werkzeugoberteil und Werkzeugunterteil lagegerecht zueinander) (!Sie ersetzen die Schneidkanten) (!Sie erhöhen automatisch die Pressengeschwindigkeit) (!Sie entsorgen Stanzabfälle)
Was ist für diesen Lernkurs die richtige Reihenfolge vor realer Arbeit? (Zuerst simulieren und nur nach Unterweisung Freigabe und Fachaufsicht real arbeiten) (!Sofort an der Presse ausprobieren) (!Schutzeinrichtungen abschalten und beobachten) (!Störungen mit der Hand im Werkzeug prüfen)
Welche Funktion gehört nicht zu den Schneidteilen? (Das lagegerechte Führen der Werkzeughälften) (!Das Erzeugen einer Innenkontur) (!Das Erzeugen einer Außenkontur) (!Das Trennen des Werkstoffs an Schneidkanten)
Was zeigt ein Folgeverbundwerkzeug grundsätzlich? (Mehrere aufeinander abgestimmte Bearbeitungsstationen für einen fortschreitenden Streifen) (!Nur eine einzelne Schraubverbindung) (!Eine Pressensteuerung ohne Werkzeug) (!Eine Vorrichtung ohne Werkstoffbearbeitung)
Was ist bei einer simulierten angehobenen Blechlage im Rückhub zuerst fachlich zuzuordnen? (Die Abstreiffunktion) (!Die Lackfarbe der Presse) (!Die Beleuchtung der Werkhalle) (!Die Verpackung der Fertigteile)
Welche Aussage trennt Presse und Werkzeug richtig? (Die Presse liefert Bewegung und Kraft das Werkzeug bestimmt die Bearbeitungsgeometrie) (!Das Werkzeug liefert immer den elektrischen Antrieb) (!Die Presse ersetzt Stempel und Matrize) (!Werkzeug und Presse sind fachlich dasselbe)
Was ist bei einer Störung im realen Pressenbetrieb die richtige Grundhaltung? (Prozess stoppen sicheren Zustand herstellen lassen und zuständige Fachperson informieren) (!In den Gefahrenbereich greifen um Zeit zu sparen) (!Schutzsysteme überbrücken) (!Den Fehler bei laufender Presse ertasten)
Warum wird ein Werkzeug geführt? (Damit die Wirkpartner bei jedem Hub in definierter Relativlage arbeiten) (!Damit das Blech automatisch härter wird) (!Damit die Presse keine Schutzvorrichtung benötigt) (!Damit jede Station beliebig verschoben werden kann)
Memory
| Schneidstempel | Bewegter Schneidpartner |
| Matrize | Schneidöffnung im Gegenwerkzeug |
| Abstreifer | Löst Blech vom Stempel |
| Führungssäule | Führendes Säulenelement |
| Führungsbuchse | Passendes Führungselement zur Säule |
| Folgeverbund | Mehrere Stationen in Prozessfolge |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Schneidstempel | Trennen an der bewegten Schneidkante |
| Matrize | Gegenkontur und Schneidöffnung |
| Führung | Definierte Relativlage der Werkzeughälften |
| Abstreifer | Lösen des Blechs beim Rückhub |
| Folgeverbund | Aufeinander abgestimmte Bearbeitungsstationen |
Kreuzworträtsel
| Stempel | Welcher bewegte Werkzeugteil wirkt als Schneidpartner? |
| Matrize | Wie heißt das Gegenwerkzeug mit der Schneidöffnung? |
| Abstreifer | Welches Bauteil löst das Blech beim Rückhub vom Stempel? |
| Führung | Welche Funktion hält Werkzeughälften lagegerecht zueinander? |
| Schneidspalt | Wie heißt der Abstand zwischen den zusammenwirkenden Schneidkanten? |
| Folgeverbund | Wie heißt ein Werkzeugkonzept mit mehreren aufeinanderfolgenden Stationen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bauteile erkennen: Beschrifte auf dem Commons-Foto des Folgeverbundwerkzeugs mindestens vier Funktionsgruppen und begründe jede Zuordnung in einem Satz.
- Hubfolge: Erstelle sechs Karten für die Zustandsfolge eines simulierten Hubs und fotografiere die richtige Reihenfolge.
- Fachwort-Comic: Zeichne einen Drei-Bilder-Comic zu „Schneiden – Führen – Abstreifen“, ohne eine reale Presse zu bedienen.
- Sicherheitskarte: Gestalte eine A5-Karte mit den vier Aussagen „simulieren – freigeben – beaufsichtigen – Schutz wirksam lassen“.
Standard
- Ausbildungsfall analysieren: Erstelle für das Halteblech eine Funktionsmatrix mit Bauteilmerkmal, Werkzeugfunktion und Prüfbeobachtung.
- Fehlerbildanalyse: Bearbeite drei virtuelle Fehlerkarten und ordne jeweils technische Funktionsgruppe, sichere Sofortreaktion und mögliche Prüffrage zu.
- Medienanalyse: Stoppe die Ablaufanimation an drei Stellen und beschreibe jeweils Bandzustand, Werkzeugzustand und nächste logische Funktion.
- Werkzeugquerschnitt: Erstelle eine vereinfachte CAD- oder Papierzeichnung mit Stempel, Matrize, Führung und Abstreifer und erläutere die Kraft- und Bewegungsrichtung nur schematisch.
Schwer
- FMEA im Kleinen: Erstelle für Führung, Schneidteile und Abstreifer je ein mögliches Fehlerbild, eine Auswirkung und eine sichere Prüfstrategie ohne Eingriff in eine laufende Maschine.
- Prozessvergleich: Vergleiche Einfachschnitt und Folgeverbund hinsichtlich Aufbau, Führung, Materialfluss und Fehlerfortpflanzung.
- Unterweisungskonzept: Entwirf eine fünfminütige Lernstation, in der ein neuer Auszubildender den Werkzeugaufbau ausschließlich an Bildern und einem Papiermodell erklärt.
- Transferprojekt: Entwickle ein Storyboard für eine eigene sichere Ablaufanimation mit sechs Zuständen und einem eingebauten Fehlerfall; ergänze zu jedem Bild fachlich begründetes Feedback.


Lernkontrolle
- Funktionskette begründen: Erkläre, wie Führung, Schneidteile und Abstreifer innerhalb eines Hubs zusammenwirken und warum die Reihenfolge fachlich wichtig ist.
- Fehler übertragen: Eine Simulation zeigt zunehmenden Grat und gleichzeitig eine seitliche Bandabweichung. Formuliere zwei getrennte Hypothesen und erläutere, welche Funktionsgruppen Du zuerst prüfen lassen würdest.
- Sicherheitsentscheidung: Begründe, warum eine technische Vermutung niemals das Umgehen einer Schutzeinrichtung rechtfertigt.
- Werkzeugauswahl erklären: Entscheide für ein Bauteil mit Innen- und Außenkontur, welche Schneidfunktionen benötigt werden, und erkläre, welche zusätzlichen Funktionsgruppen für einen reproduzierbaren Ablauf nötig sind.
- Prozesskommunikation: Formuliere eine kurze Übergabe an eine Fachperson: beobachtetes Fehlerbild, betroffene Funktionsgruppe, sicherer Maschinenzustand und offene Prüffrage.
- Medienkritik: Vergleiche ein Werkzeugfoto und eine Ablaufanimation. Erkläre, welche Information jeweils gut sichtbar ist und welche Information aus dem Medium nicht sicher abgeleitet werden darf.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- Du kannst Stempel, Matrize, Führung und Abstreifer fachlich unterscheiden.
- Du kannst den simulierten Hub in sinnvolle Zustände gliedern und die Funktionen begründen.
- Du kannst ein Folgeverbundwerkzeug als System aus mehreren Stationen beschreiben.
- Du kannst typische Fehlerbilder einer Funktionsgruppe zuordnen, ohne riskante Eingriffe vorzuschlagen.
- Du kannst die Trennung zwischen Pressenfunktion und Werkzeugfunktion erklären.
- Du beachtest die Sicherheitsgrenzen: Simulation vor Realbetrieb, keine Live-Ansteuerung aus dem Lernkurs, keine Umgehung von Schutzeinrichtungen, reale Arbeiten nur nach Freigabe und unter geeigneter Fachaufsicht.
- Du kannst verwendete Medien und Fachquellen nachvollziehbar benennen.
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