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Bohren Senken Reiben und Gewinde – Werkzeugverschleiß beim Bohren bewerten

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Bohren Senken Reiben und Gewinde – Werkzeugverschleiß beim Bohren bewerten

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Bohren Senken Reiben und Gewinde – Werkzeugverschleiß beim Bohren bewerten


Einleitung

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in der Metalltechnik. Du lernst, Schneidkanten eines Bohrers zu erkennen, Verschleißbilder zu beschreiben und mögliche Ursachen begründet einzugrenzen. Bohren, Senken, Reiben und Gewindebohren werden als zusammenhängende Prozesskette betrachtet.

Sicherheitsgrenze des Kurses: Alle Werkstattarbeiten dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und mit zuständiger Aufsicht durchgeführt werden. Dieser Kurs ersetzt keine Betriebsanweisung und erteilt keine Arbeitsfreigabe. Praktische Arbeitsaufträge in diesem Kurs sind deshalb als Beobachtungs-, Planungs- oder sichere Simulationsaufgaben formuliert.

Du kannst nach dem Kurs … Nachweis
Werkzeuge unterscheiden Bohren, Senken, Reiben, Gewindebohren
Schneidenbereiche benennen Hauptschneide, Querschneide, Ecke, Führungsfase, Spannut
Verschleiß bewerten Flankenverschleiß, Ausbröckelung, Aufbauschneide, Bruch
Ursachen eingrenzen Schneiddaten, Rundlauf, Stabilität, Spanabfuhr, Kühlschmierung
sicher handeln Prozess stoppen, Befund dokumentieren, Aufsicht einbeziehen


Ausbildungsfall: Serienhalter in der Lernwerkstatt

Ein Ausbildungsauftrag umfasst 40 Stahlhalter. Bauteil A benötigt eine Passbohrung, Bauteil B eine 90°-Senkung für eine metrische Senkkopfschraube und Bauteil C ein M8-Innengewinde. Beim Kernlochbohren für das Gewinde zeigt der Bohrer nach mehreren Teilen ungleichen Flankenverschleiß an der Außenecke und an einer Schneide erste kleine Ausbröckelungen. Gleichzeitig verändert sich das Geräusch.

Dein Auftrag lautet nicht „weiterbohren“, sondern: Befund erkennen – Prozessrisiko einschätzen – Ursache eingrenzen – nächste sichere Prüfhandlung begründen.


Sicherheitsstopp vor jeder Praxis

Beobachtung Sichere Reaktion
Werkzeug beschädigt oder auffälliger Prozess Maschine entsprechend betrieblicher Vorgabe stillsetzen und Aufsicht informieren
Späne im Arbeitsraum Nur nach Stillstand mit vorgesehenen Hilfsmitteln entfernen
Offene rotierende Bohrspindel Keine Handschuhe tragen; betriebliche Vorgaben beachten
Werkstück nicht sicher gespannt Nicht starten; Spannkonzept durch zuständige Person prüfen lassen
Unklare Schneiddaten oder Kühlung Nicht raten; Arbeitsplan, Werkzeugdaten und Freigabe prüfen

Merksatz: Ein auffälliges Verschleißbild ist ein Diagnosehinweis, aber noch kein Beweis für eine einzelne Ursache.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Werkzeugkette erkennen

Bohren erzeugt oder erweitert Bohrungen. Senken bearbeitet den Bohrungsrand oder erzeugt eine Senkung. Reiben dient der Feinbearbeitung einer vorgefertigten Bohrung. Gewindebohren erzeugt ein Innengewinde.

Arbeitsauftrag: Ordne im Bild „Machined Holes“ die Werkzeuge A, C, D, G und H den Verfahren Bohren, Handreiben, Maschinenreiben, Senken und Gewindebohren zu.

Hilfe 1: Beginne mit dem Spiralbohrer.

Hilfe 2: Reibahlen besitzen mehrere Schneiden am Umfang und bearbeiten eine vorhandene Bohrung.

Begründetes Feedback: Die Prozesskette ist nur dann sinnvoll zu bewerten, wenn Du weißt, welches Werkzeug welches Formelement erzeugt. Ein Fehler beim Bohren kann Folgeprozesse wie Reiben oder Gewindebohren beeinträchtigen.


Lerneinheit 2: Schneidkanten am Spiralbohrer

Bereich Funktion Typische Belastung
Hauptschneide eigentliche Zerspanung mechanisch und thermisch
Bohrerecke Übergang zum Außendurchmesser hohe Schnittgeschwindigkeit und Wärme
Querschneide verdrängt Material im Zentrum hohe Druck- und Vorschubbelastung
Führungsfase führt seitlich in der Bohrung Reibkontakt
Spannut führt Späne ab Reibung und Spantransport

Arbeitsauftrag: Markiere auf einer Kopie der Abbildung Hauptschneide, Querschneide, Ecke und Führungsfase.

Begründetes Feedback: Verschleiß muss immer mit seinem Ort beschrieben werden. „Der Bohrer ist stumpf“ ist diagnostisch zu ungenau.


Lerneinheit 3: Verschleißbilder lesen

Beobachtungsauftrag zum Video: Stoppe nach jedem gezeigten Verschleißbild und notiere jeweils drei Angaben: Ort – Form – mögliche Ursache.

Verschleißbild Erkennbar an Erste Prüfrichtung
Flankenverschleiß relativ gleichmäßige Verschleißmarke an der Freifläche Verlauf über Zentrum und Peripherie vergleichen
Eckverschleiß stärkerer Verschleiß am Außendurchmesser Schnittgeschwindigkeit und Wärmebelastung prüfen
Querschneidenverschleiß Schädigung im Zentrum Vorschub, Rundlauf und Stabilität prüfen
Ausbröckelung kleine fehlende Schneidenstücke Rundlauf, Instabilität, Stoßbelastung und Aufbauschneide prüfen
Aufbauschneide anhaftendes Werkstückmaterial an der Schneide Werkstoff, Temperaturzone und Lage am Bohrer beurteilen
Bruch massive Werkzeugzerstörung nicht mehr nur am Endzustand diagnostizieren; frühere Befunde auswerten

Wichtig: Bei Aufbauschneiden gibt es beim Bohren keine einfache Universalregel wie „Drehzahl immer erhöhen“. Die Lage der Aufbauschneide am Bohrer und der Werkstoff müssen mitbetrachtet werden.


Lerneinheit 4: Belastungen verstehen

Belastung Wirkung an der Schneide Beobachtbarer Hinweis
Abrasion Material wird an der Schneide abgetragen zunehmende Verschleißmarke
Adhäsion Werkstückmaterial haftet an Aufbauschneide
Thermische Belastung hohe Temperatur beschleunigt Verschleiß starke Eck- oder Flankenabnutzung
Mechanische Stoßbelastung Schneide wird lokal überlastet Ausbröckelung
Instabilität wechselnde Belastung durch Rundlauf oder Schwingung einseitiges, ungleichmäßiges Schadensbild

Ablaufauftrag: Beobachte im Prozessvideo nur den Eintritt, die Spanbildung und den Austritt. Notiere, an welcher Stelle die Bohrerecke besonders belastet wird.

Begründetes Feedback: Die Außenecke arbeitet mit der höchsten lokalen Schnittgeschwindigkeit. Deshalb ist starker Randverschleiß ein wichtiger Hinweis bei der Ursachenanalyse.


Lerneinheit 5: Von Symptom zu Ursache

Die Bewertung folgt einer kurzen Diagnosekette:

  1. Ort beschreiben: Zentrum, Hauptschneide, Ecke oder Führungsfase.
  2. Form beschreiben: Verschleißmarke, Materialanhaftung, Ausbruch oder Bruch.
  3. Prozessdaten vergleichen: nur mit freigegebenem Arbeitsplan und Herstellerangaben.
  4. Stabilität prüfen lassen: Rundlauf, Spannung, Werkzeugüberhang und Maschine.
  5. Spanabfuhr und Kühlschmierung prüfen: anhand freigegebener Prozessdaten.
  6. Erst dann Maßnahme ableiten: keine Einzelursache ohne Gegenprüfung behaupten.

Diagnoseregel: Einseitiger Verschleiß spricht stärker für eine Asymmetrie im Prozess als ein beidseitig gleichmäßiges Verschleißbild.


Lerneinheit 6: Senken

Kurzauftrag: Erkläre, warum Winkel der Senkung und Schraubenkopf zusammenpassen müssen.

Hilfe: Vergleiche Kontaktfläche und Sitz des Schraubenkopfs.

Begründetes Feedback: Eine falsche Geometrie kann zu ungünstigem Sitz führen. Die Auswahl erfolgt deshalb nach Zeichnung, Norm und Arbeitsplan – nicht nach Augenmaß.


Lerneinheit 7: Reiben

Beim Reiben wird eine vorhandene Bohrung mit geringer Spanabnahme feinbearbeitet. Ziel sind vor allem Maß-, Form- und Oberflächenqualität. Die Reibahle kann eine schlecht liegende Vorbohrung nicht beliebig „geradeziehen“.

Arbeitsauftrag: Erkläre, warum ein fehlerhaftes Vorbohren die Qualität beim anschließenden Reiben begrenzen kann.

Begründetes Feedback: Reiben ist ein Feinbearbeitungsverfahren. Die Vorbohrung bestimmt deshalb bereits wichtige geometrische Voraussetzungen.


Lerneinheit 8: Gewindebohren

Arbeitsauftrag: Nenne zwei Gründe, warum die Qualität des Kernlochs die folgende Gewindeoperation beeinflusst.

Hilfe 1: Denke an Durchmesser und Oberflächenzustand.

Hilfe 2: Denke zusätzlich an Grat, Lage und Werkzeugbelastung.

Begründetes Feedback: Das Gewindewerkzeug arbeitet in einer bereits erzeugten Bohrung. Fehler des Bohrprozesses können dadurch als höhere Belastung, schlechte Gewindequalität oder Werkzeugschaden in der Folgeoperation sichtbar werden.


Sichere Fertigungssimulationen

Alle folgenden Aufgaben sind Papier-, Bild-, Video- oder Digital-Simulationen. Sie fordern keine Bedienung einer realen Maschine.


Simulation A: Verschleißkarte

Situation: Zwei Schneiden eines Bohrers werden als vergrößerte Fotos gezeigt. Schneide 1 besitzt eine gleichmäßige Verschleißmarke. Schneide 2 zeigt zusätzlich kleine Ausbrüche an der Ecke.

Arbeitsauftrag: Erstelle eine Befundkarte mit den Feldern Ort, Verschleißart, Risiko, mögliche Ursachen und nächste sichere Prüfung.

Hilfe 1: Trenne Beobachtung und Vermutung.

Hilfe 2: „Ausbruch an der Ecke“ ist Beobachtung; „Rundlaufproblem“ ist eine Hypothese.

Hilfe 3: Prüfe mindestens Stabilität, Rundlauf, Schneiddaten und Aufbauschneide.

Begründetes Feedback: Gute Diagnosen beginnen mit sichtbaren Merkmalen. Wer Ursache und Beobachtung vermischt, übersieht leicht alternative Erklärungen.


Simulation B: Ausbildungsfall auswerten

Datensatz: Bohrer A zeigt beidseitig gleichmäßigen Flankenverschleiß. Bohrer B zeigt außen deutlich stärkeren Verschleiß. Bohrer C zeigt einseitige Ausbröckelung.

Werkzeug Vorrangige Interpretation Nächste Prüfung
A kontrollierbares Verschleißbild möglich Standzeit und Qualitätsgrenzen vergleichen
B thermische Belastung am Außendurchmesser auffällig freigegebene Schnittgeschwindigkeit und Kühlung prüfen
C asymmetrische mechanische Belastung möglich Rundlauf, Spannung und Stabilität prüfen

Transferfrage: Warum wäre es falsch, bei Bohrer C sofort nur die Schnittgeschwindigkeit zu ändern?

Begründetes Feedback: Einseitige Ausbröckelung passt eher zu einem Stabilitäts- oder Rundlaufproblem als zu einer rein symmetrischen thermischen Überlastung. Eine Änderung ohne Prüfung könnte die eigentliche Ursache verdecken.


Simulation C: Prozesskette planen

Auftrag: Ordne für einen Halter drei Merkmale: Passbohrung, Senkung und Innengewinde.

Merkmal Sinnvolle Prozessidee Qualitätsfrage
Passbohrung Vorbohren und Reiben Ist genügend und geeignete Reibzugabe vorgesehen?
Senkung Vorbohren und Senken Stimmen Winkel und Durchmesser zur Zeichnung?
Innengewinde Kernlochbohren und Gewindebohren Ist das Kernloch für das Gewinde geeignet?

Begründetes Feedback: Folgeoperationen können nur so gut arbeiten, wie es ihre Eingangsbedingungen zulassen. Deshalb ist Werkzeugverschleiß beim Bohren auch für Senken, Reiben und Gewindebohren relevant.


Gestufte Aufgaben mit Feedback


Basisaufgaben

  1. Schneidenbereiche erkennen: Benenne Hauptschneide, Querschneide, Ecke und Führungsfase an einer Abbildung. Feedback: Richtig ist die Zuordnung nur, wenn der Ort eindeutig markiert wird; Verschleißdiagnose braucht eine Ortsangabe.
  2. Verschleißbild unterscheiden: Trenne Flankenverschleiß, Aufbauschneide und Ausbröckelung. Feedback: Flankenverschleiß ist Materialabtrag, Aufbauschneide Materialanhaftung, Ausbröckelung ein lokaler Schneidenverlust.
  3. Prozesskette ordnen: Ordne Bohren, Senken, Reiben und Gewindebohren passenden Formelementen zu. Feedback: Die Verfahren sind nicht austauschbar; jedes erzeugt oder verbessert andere Merkmale.


Anwendungsaufgaben

  1. Randverschleiß bewerten: Ein Bohrer zeigt außen stärkeren Flankenverschleiß als in der Mitte. Nenne eine plausible Ursache und zwei Gegenprüfungen. Feedback: Zu hohe Schnittgeschwindigkeit ist plausibel; Kühlung und tatsächliche Prozessdaten müssen mitgeprüft werden.
  2. Einseitige Ausbrüche untersuchen: Begründe, warum Rundlauf und Spannung geprüft werden sollten. Feedback: Einseitige Schäden weisen auf asymmetrische Belastung hin; Instabilität kann Schneiden wechselnd überlasten.
  3. Aufbauschneide bewerten: Erkläre, warum „Drehzahl erhöhen“ keine allgemeingültige Antwort ist. Feedback: Beim Bohren hängt die sinnvolle Reaktion auch von der Position der Aufbauschneide am Werkzeug ab.


Transferaufgaben

  1. Prüfplan entwickeln: Entwirf eine kurze Prüfreihenfolge für einen Bohrer, dessen Verschleiß plötzlich zunimmt. Feedback: Eine gute Reihenfolge trennt sichtbaren Befund, Prozessdaten, Stabilität und Medienversorgung.
  2. Folgefehler erklären: Zeige, wie ein verschlissenes Bohrwerkzeug später beim Reiben oder Gewindebohren Qualitätsprobleme verursachen kann. Feedback: Folgewerkzeuge übernehmen geometrische und oberflächenbezogene Ausgangsbedingungen der Bohrung.
  3. Entscheidung begründen: Entscheide, wann eine weitere Ursachenanalyse wichtiger ist als eine sofortige Parameteränderung. Feedback: Bei unklarem oder asymmetrischem Schadensbild ist Diagnose vor Änderung sinnvoll, weil sonst Symptome verschoben werden können.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Verschleißbild gilt beim Bohren als gut kontrollierbar, wenn es gleichmäßig auftritt? (Flankenverschleiß) (!Werkzeugbruch) (!große Ausbröckelung) (!abgerissene Schneide)




Worauf kann deutlich stärkerer Flankenverschleiß an der Bohrerperipherie hinweisen? (zu hohe Schnittgeschwindigkeit) (!zu niedrige Werkstücktemperatur) (!zu große Gewindesteigung) (!zu kleiner Senkwinkel)




Welche Größe ist bei auffälligem Verschleiß nahe der Bohrermitte besonders zu prüfen? (Vorschub) (!Schraubenkopfhöhe) (!Reibahlendurchmesser) (!Senkungstiefe)




Welche Ursache passt besonders zu einseitiger Ausbröckelung? (Instabilität oder Rundlauffehler) (!gleichmäßige Kühlung) (!korrekter Werkzeugwechsel) (!passender Senkwinkel)




Was ist bei einer Aufbauschneide zuerst wichtig? (Lage am Werkzeug und Prozessbedingungen bewerten) (!immer die Drehzahl erhöhen) (!immer die Drehzahl halbieren) (!sofort auf Reiben wechseln)




Wozu dient Reiben hauptsächlich? (Feinbearbeitung einer vorgefertigten Bohrung) (!Herstellung eines Außengewindes) (!Trennen eines Werkstücks) (!Schleifen einer Planfläche)




Was erzeugt ein Kegelsenker typischerweise? (eine kegelförmige Senkung am Bohrungsrand) (!ein Außengewinde) (!eine Passfedernut) (!eine Schweißnaht)




Welches Werkzeug erzeugt ein Innengewinde durch Gewindebohren? (Gewindebohrer) (!Reibahle) (!Kegelsenker) (!Spiralbohrer allein)




Welche Sicherheitsregel gilt an offenen rotierenden Bohrspindeln? (keine Handschuhe tragen) (!Späne mit der Hand entfernen) (!Werkstück nur lose auflegen) (!Bohrer mit der Hand abbremsen)




Was ist bei einem bereits gebrochenen Bohrer für die Ursachenanalyse sinnvoll? (frühere Verschleißbilder und Prozessdaten auswerten) (!nur die Bruchfläche ansehen) (!ohne Prüfung ein neues Werkzeug einsetzen) (!die Aufsicht nicht informieren)





Memory

Flankenverschleiß Verschleißmarke an der Freifläche
Aufbauschneide anhaftendes Werkstückmaterial
Ausbröckelung lokaler Verlust von Schneidenmaterial
Querschneide Werkzeugbereich im Zentrum
Kegelsenker Werkzeug für kegelförmige Senkungen
Reibahle Werkzeug zur Feinbearbeitung von Bohrungen
Gewindebohrer Werkzeug für Innengewinde





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Freifläche Verschleißmarke
Bohrerecke höchste lokale Schnittgeschwindigkeit
Querschneide Zentrum der Bohrerspitze
Spannut Spanabfuhr
Führungsfase seitliche Führung






Kreuzworträtsel

Freifläche Wo zeigt sich der typische Flankenverschleiß?
Querschneide Welcher Bereich liegt im Zentrum der Bohrerspitze?
Reibahle Welches Werkzeug dient der Feinbearbeitung einer Bohrung?
Kegelsenker Welches Werkzeug erzeugt eine kegelförmige Senkung?
Gewindebohrer Welches Werkzeug schneidet ein Innengewinde?
Aufbauschneide Wie heißt anhaftendes Werkstückmaterial an der Schneidkante?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der wichtigste Ort für die erste Verschleißbeschreibung ist die

. Ein relativ gleichmäßiges Verschleißband an der Freifläche heißt

. Starker Verschleiß am Außendurchmesser kann auf eine zu hohe

hinweisen. Kleine herausgebrochene Bereiche der Schneide heißen

. Anhaftendes Werkstückmaterial an der Schneide wird als

bezeichnet. Eine Reibahle dient der

einer vorgefertigten Bohrung. Ein Kegelsenker erzeugt eine

. Vor praktischer Maschinenarbeit sind Unterweisung und

erforderlich.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Schneidenposter: Gestalte ein beschriftetes Poster mit Hauptschneide, Querschneide, Ecke, Führungsfase und Spannut.
  2. Bildkarten: Erstelle drei Bildkarten zu Flankenverschleiß, Aufbauschneide und Ausbröckelung.
  3. Beobachtungsprotokoll: Entwickle ein Formular mit den Feldern Ort, Form, Symmetrie und Veränderung.
  4. Sicherheitskarte: Fasse die wichtigsten Freigabegrenzen für Lernwerkstattarbeiten in einer Karte zusammen.


Standard

  1. Diagnosebaum: Erstelle einen Entscheidungsbaum von „Verschleiß sichtbar“ bis zu den Prüfpfaden Schneiddaten, Rundlauf, Stabilität und Kühlschmierung.
  2. Werkzeugvergleich: Vergleiche Spiralbohrer, Kegelsenker und Reibahle anhand von Bild, Zweck und Schneidenanordnung.
  3. Prozesskette: Erkläre an einem Beispiel, wie die Kernlochqualität ein Innengewinde beeinflusst.
  4. Ausbildungsfall: Bearbeite den Serienhalter-Fall und begründe drei Prüfhandlungen vor jeder Parameteränderung.


Schwer

  1. Verschleißgrenzen: Entwickle ein betrieblich neutrales Schema, wie Verschleißgrenzen aus Herstellerdaten, Qualitätsmerkmalen und Prozessstabilität abgeleitet werden können.
  2. Ursachenmatrix: Baue eine Matrix mit Verschleißbild, möglicher Ursache, Gegenprüfung und möglicher Folge für die Bohrungsqualität.
  3. Transferinterview: Führe ein Interview mit einer zuständigen Fachkraft darüber, welche Verschleißmerkmale im Betrieb tatsächlich dokumentiert werden; keine Maschinenarbeit durchführen.
  4. Fachmediencheck: Prüfe ein Lernvideo zu Bohrerverschleiß auf Fachlichkeit, Quelle, Rechtehinweis und erkennbare Grenzen der Übertragbarkeit.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Mehrursachendiagnose: Ein Bohrer zeigt außen starken Verschleiß und gleichzeitig einseitige Ausbröckelung. Entwickle mindestens zwei Ursache-Hypothesen und ordne jeder Hypothese eine Gegenprüfung zu.
  2. Folgewirkung: Erkläre, wie ein schlecht gebohrtes Kernloch die Belastung eines nachfolgenden Gewindebohrers verändern kann.
  3. Messstrategie: Entwirf einen Prüfplan, der Werkzeugzustand und Bohrungsqualität gemeinsam betrachtet, ohne eine reale Maschine zu bedienen.
  4. Parameterentscheidung: Begründe, warum Änderungen an Schneiddaten erst nach Prüfung von Arbeitsplan, Herstellerangaben und Prozessstabilität erfolgen sollten.
  5. Sicherheitsentscheidung: Formuliere für einen beobachteten Werkzeugschaden die sichere Handlungskette vom Stoppen bis zur Freigabe durch die zuständige Person.
  6. Vergleich: Vergleiche kontrollierten Flankenverschleiß mit plötzlicher Ausbröckelung hinsichtlich Vorhersagbarkeit, Qualitätsrisiko und notwendiger Reaktion.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. Schneidenbereiche eines Bohrers korrekt benennen und auf Bildern markieren kannst.
  2. Verschleißbilder sachlich nach Ort, Form und Symmetrie beschreiben kannst.
  3. mindestens zwei mögliche Ursachen unterscheiden und passende Gegenprüfungen nennen kannst.
  4. Bohren, Senken, Reiben und Gewindebohren als zusammenhängende Prozesskette erklären kannst.
  5. begründen kannst, warum Werkzeugverschleiß die Maß-, Form- und Oberflächenqualität beeinflusst.
  6. bei unklaren Befunden Diagnose vor spontaner Parameteränderung priorisierst.
  7. die Sicherheitsgrenze des Kurses kennst: keine Werkstattarbeit ohne Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, betriebliche Freigabe und zuständige Aufsicht.




Fachliche Quellen und Medienrechte

Fachquellen:

  1. Sandvik Coromant – Solid Round Tools, Session 2: Anwendungshinweise und Verschleißdiagnose beim Vollhartmetallbohren.
  2. Seco Tools – Drilling Application: Hinweise zu Werkzeugverschleiß, Ausbröckelung, Rundlauf, Schneiddaten und Kühlung.
  3. Gühring – Application/Troubleshooting: Ursachen- und Maßnahmenübersichten für Bohrprobleme.
  4. BGHM – Arbeiten mit Handbohrmaschinen: Schutzmaßnahmen und sicheres Verhalten.
  5. DGUV Regel 109-607 – Branche Metallbau: Sicherheitsanforderungen unter anderem für Säulen- und Tischbohrmaschinen.
  6. Wikipedia – Bohren: Einordnung von Bohren, Senken, Reiben und Gewindebohren.
  7. Wikipedia – Reiben: Funktion des Reibens als Feinbearbeitung.
  8. Wikipedia – Senken: Formen und Anwendungen des Senkens.

Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien:

  1. Machined Holes.svg – gemeinfrei.
  2. Twist Drill.png – CC BY-SA 3.0.
  3. Twist Drill - Basic Geometry.png – CC BY-SA 3.0.
  4. Twist Drill - Point Feometry.png – CC BY-SA 3.0.
  5. Twist Drill - TiN Coated.png – CC BY-SA 3.0.
  6. Verzinkboor.jpg – gemeinfrei.
  7. Countersink symbol.svg – gemeinfrei.
  8. ReamerMachineSpiral.jpg – CC BY-SA 2.0.
  9. TapTypes.gif – Public Domain.
  10. Präzisions-Gewindebohrersatz – CC BY 4.0.
  11. Gewindebohren mit Magnetbohrmaschine – CC BY-SA 4.0.

YouTube-Medien: Die eingebetteten Videos sind öffentlich erreichbare Originalveröffentlichungen ihrer jeweiligen Kanäle. Sie werden nur über YouTube eingebettet; es wird keine freie Weiterlizenzierung des Videomaterials behauptet. Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Nicht verwendet: Die Wikimedia-Datei „Drilling.gif“ wurde trotz thematischer Nähe ausgeschlossen, weil ihre Werkzeuggeometrie auf Commons als fachlich irreführend markiert ist.


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