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Konventionelles Fräsen – Bohrbilder auf Fräsmaschinen herstellen

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Konventionelles Fräsen – Bohrbilder auf Fräsmaschinen herstellen

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Konventionelles Fräsen – Bohrbilder auf Fräsmaschinen herstellen


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, Bohrbilder auf einer konventionellen beziehungsweise handgesteuerten Fräsmaschine zu planen, in Koordinaten zu beschreiben, sicher zu simulieren und ihre Position zu prüfen. Der Schwerpunkt liegt auf Koordinaten, Lochkreisen, Werkstückbezug, Positionsanzeige und Positionsprüfung. Mit „konventionell“ ist hier die handgesteuerte Maschine gemeint; nicht die Unterscheidung zwischen Gleichlauf- und Gegenlauffräsen.

Wichtige Sicherheitsgrenze: Dieser Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe. Praktische Arbeiten an einer realen Fräsmaschine dürfen nur nach arbeitsplatzbezogener Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Freigabe des konkreten Aufbaus durch die zuständige Aufsicht durchgeführt werden. Die Vorgaben des Ausbildungsbetriebs, der Maschinenhersteller und der Aufsicht haben immer Vorrang. An rotierenden oder offen laufenden Spindeln werden keine Handschuhe getragen. Werkstück und Werkzeug müssen sicher gespannt sein. Späne werden nur bei sicherem Stillstand mit geeigneten Hilfsmitteln entfernt.

Lernziel: Du kannst aus einer Zeichnung ein Bezugssystem ableiten, Bohrungsmitten als X-/Y-Koordinaten angeben, einen Lochkreis berechnen, typische Positionierfehler erklären und Messergebnisse gegen eine Vorgabe bewerten.


Ausbildungsfall: Aufnahmeplatte AP-120

Du bearbeitest zunächst ausschließlich eine simulierte Aufnahmeplatte AP-120.

  1. Werkstück: Platte 120 × 80 × 12 mm
  2. Werkstücknullpunkt: linke untere Ecke der fertigen Bezugsflächen, X = 0 und Y = 0
  3. Rechteckbohrbild: vier Durchgangsbohrungen Ø 6,6 mm bei B1 (20|20), B2 (100|20), B3 (100|60), B4 (20|60)
  4. Lochkreis: Mittelpunkt M (60|40), Lochkreis-Ø 40 mm, sechs Bohrungen Ø 5,0 mm, Startwinkel 0°, gleichmäßig verteilt
  5. Positionsprüfung: Im Lernmodell gilt je Achse eine zulässige Soll-Ist-Abweichung von ±0,10 mm. In der Werkstatt gilt ausschließlich die Zeichnung beziehungsweise der freigegebene Prüfplan.

Alle folgenden Fertigungsaufträge werden zuerst als Papier-, Tabellen-, Koordinaten- oder Trockenlaufsimulation ohne laufende Spindel bearbeitet.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Maschine, Achsen und Bezugssystem

Bei einer handgesteuerten Vertikalfräsmaschine werden Positionen über Maschinenachsen eingestellt. Für Bohrbilder sind vor allem X und Y wichtig; Z beschreibt typischerweise die vertikale Bewegung. Welche Bedienelemente und Vorzeichen an einer konkreten Maschine gelten, musst Du an der jeweiligen Maschine nach Unterweisung prüfen.

Merksatz: Eine Bohrung ist nicht nur „20 mm vom Rand entfernt“, sondern wird eindeutig, wenn Bezug, X-Wert und Y-Wert festgelegt sind.

Eine digitale Positionsanzeige kann Achspositionen anzeigen und je nach Gerät Funktionen für absolute, inkrementelle oder Lochkreis-Positionen bereitstellen. Sie ersetzt aber weder die Zeichnungsauswertung noch das Verständnis des Bezugssystems.

Medienauftrag: Benenne am Maschinenbild Tisch, Spindelbereich und die für das Bohrbild relevanten Bewegungsrichtungen. Vergleiche danach Deine Begriffe mit der Darstellung im Video.


Lerneinheit 2: Bezugskante und Werkstücknullpunkt

Der Werkstücknullpunkt verbindet die Zeichnung mit der Maschine. Bei der AP-120 liegt er am Schnittpunkt der linken und unteren fertigen Bezugsfläche.

Ein Kantentaster kann beim Ermitteln einer Bezugskante helfen. Wird seine geometrische Mitte als Achsposition benötigt, muss die Tastgeometrie berücksichtigt werden. Die reale Anwendung erfolgt nur nach Einweisung in den konkreten Kantentaster, die Maschine und das lokale Verfahren.

Sicherheits-Stopp: Das Video dient der Beobachtung und Vorbereitung. Es ist keine Freigabe, die gezeigten Handlungen selbstständig an einer Maschine nachzumachen.


Basisauftrag 1: Von B1 nach B2

Ausgangslage: B1 liegt bei (20|20), B2 bei (100|20).

Auftrag: Bestimme die absolute Zielposition von B2 sowie die inkrementelle Änderung von B1 nach B2.

Hilfe 1: Vergleiche zuerst nur die X-Werte.

Hilfe 2: Rechne Zielwert minus Startwert.

Hilfe 3: Der Y-Wert ändert sich nicht.

Lösung und begründetes Feedback: B2 liegt absolut bei (100|20). Von B1 aus beträgt die Änderung ΔX = +80 mm und ΔY = 0 mm. Das ist richtig, weil sich nur die Lage in X-Richtung ändert.


Lerneinheit 3: Absolut, inkrementell und Rückspiel

Absolut bedeutet: Jede Position wird auf denselben Werkstücknullpunkt bezogen. Inkrementell bedeutet: Eine neue Position wird als Weg von der aktuellen Position beschrieben.

Bei mechanischen Vorschüben kann Rückspiel auftreten. Beim Richtungswechsel wird ein Teil der Handradbewegung zunächst zum Überwinden des Spiels benötigt. Deshalb müssen Positionierstrategie und Vorgehen an der konkreten Maschine durch die Ausbildung festgelegt sein. Eine digitale Positionsanzeige kann Ablesefehler verringern, beseitigt aber nicht automatisch alle mechanischen Einflüsse.

Mini-Entscheidung: Für eine übersichtliche Koordinatentabelle eines Bohrbilds ist die absolute Darstellung meist leichter zu kontrollieren, weil jede Position auf denselben Ursprung bezogen wird.


Lerneinheit 4: Lochkreis in X und Y zerlegen

Ein Lochkreis mit n gleichmäßig verteilten Bohrungen hat den Winkelabstand:

Winkelabstand = 360° / n

Für einen Mittelpunkt M(xM|yM), Radius r und Winkel α gilt:

x = xM + r · cos(α)

y = yM + r · sin(α)

Die Animation zeigt, warum Kosinus und Sinus die waagerechte und senkrechte Komponente eines Radius liefern.

Beim Ausbildungsfall gilt: Lochkreis-Ø 40 mm, also r = 20 mm. Sechs Bohrungen ergeben 60° Winkelabstand.

Bohrung Winkel X in mm Y in mm
L1 0° 80,00 40,00
L2 60° 70,00 57,32
L3 120° 50,00 57,32
L4 180° 40,00 40,00
L5 240° 50,00 22,68
L6 300° 70,00 22,68


Anwendungsauftrag 2: Lochkreis selbst prüfen

Auftrag: Berechne die sechs Positionen zunächst selbst und vergleiche erst danach mit der Tabelle. Prüfe zusätzlich die Symmetrie gegenüber dem Mittelpunkt (60|40).

Hilfe 1: Radius = Lochkreis-Ø / 2 = 20 mm.

Hilfe 2: Bei sechs gleichmäßig verteilten Bohrungen beträgt die Teilung 60°.

Hilfe 3: Nutze für jede Position x = 60 + 20 · cos(α) und y = 40 + 20 · sin(α).

Begründetes Feedback: Gegenüberliegende Bohrungen liegen jeweils auf einer Geraden durch den Mittelpunkt. Ihre Koordinaten spiegeln sich um X = 60 beziehungsweise Y = 40. Diese Symmetrie ist eine schnelle Plausibilitätsprüfung und hilft, Rechen- oder Übertragungsfehler zu entdecken.


Lerneinheit 5: Werkzeugfolge verstehen, nicht imitieren

Für das Herstellen eines Bohrbilds können je nach Arbeitsplan unterschiedliche Werkzeuge vorgesehen sein. Entscheidend sind Zeichnung, Werkstoff, Maschine, Spannmittel, Werkzeughersteller und freigegebener Fertigungsplan.

Das Bild zeigt Zentrierbohrer. Welches Werkzeug zum definierten Ansetzen einer Bohrung tatsächlich vorgeschrieben ist, wird im Ausbildungsbetrieb anhand des Arbeitsplans festgelegt.

Das Foto veranschaulicht einen Spiralbohrer im Bohrprozess. Das dort sichtbare Kühlschmier- beziehungsweise Prozessmedium wird nicht als Empfehlung für diesen Kurs übernommen. In der Praxis gelten Herstellerangaben, Betriebsanweisung und Unterweisung.

Unterschiedliche Bohrungsarten stellen unterschiedliche Anforderungen an Werkzeugwahl und Arbeitsplan. Dieser Kurs konzentriert sich auf die Positionsplanung der Bohrungsmittelpunkte.

Beobachtungsauftrag: Notiere ausschließlich die erkennbare Reihenfolge von Arbeitsschritten und Werkzeugwechseln. Übertrage keine Drehzahlen, Vorschübe, Kühlmittel oder Handgriffe ungeprüft auf eine reale Maschine.


Lerneinheit 6: Position prüfen

Eine fertige Bohrung muss nicht nur den richtigen Durchmesser haben, sondern auch an der richtigen Position liegen. Welches Prüfmittel genügt, hängt von Zeichnung, Toleranz und Prüfplan ab.

Ein Messschieber eignet sich für viele Längenmessungen. Für enge Positionstoleranzen kann ein anderes Prüfverfahren erforderlich sein, zum Beispiel ein dafür vorgesehener Messaufbau, eine Messuhr, ein Höhenmessgerät, Prüfstifte oder Koordinatenmesstechnik. Der Prüfplan entscheidet.

Prüfregel im Lernmodell: Soll-Ist-Abweichung = Istwert − Sollwert. Bei der AP-120 wird für die Simulation jede Achse einzeln mit ±0,10 mm bewertet.


Transferauftrag 3: Messprotokoll bewerten

Bohrung Soll X Ist X Soll Y Ist Y
B1 20,00 20,04 20,00 19,95
B2 100,00 99,93 20,00 20,06
B3 100,00 100,08 60,00 59,91
B4 20,00 19,89 60,00 60,03

Auftrag: Berechne für jede Achse die Abweichung. Entscheide, welche Position im Lernmodell die Grenze von ±0,10 mm einhält.

Hilfe 1: Bilde jeweils Ist minus Soll.

Hilfe 2: Vergleiche den Betrag jeder Abweichung mit 0,10 mm.

Hilfe 3: Bei B4 beträgt die X-Abweichung −0,11 mm.

Begründetes Feedback: B1, B2 und B3 liegen in beiden Achsen innerhalb der simulierten Grenze. B4 überschreitet in X mit −0,11 mm die Grenze. In einer realen Fertigung wird eine Abweichung nicht eigenmächtig durch Nachbohren „korrigiert“. Das Werkstück wird nach dem betrieblichen Verfahren gesperrt beziehungsweise gemeldet und die weitere Entscheidung trifft die zuständige Stelle.


Sichere Fertigungssimulation

Die folgenden Aufträge sind als Simulation aufgebaut. Ohne ausdrückliche Freigabe der zuständigen Aufsicht bleibt die Spindel aus.


Simulation A: Koordinatenfahrt Rechteck

  1. Übertrage B1 bis B4 in ein Koordinatenblatt.
  2. Zeichne den Werkstücknullpunkt und positive X-/Y-Richtung ein.
  3. Lege eine sinnvolle Reihenfolge der Punkte fest.
  4. Notiere zu jedem Punkt absolute Koordinaten und optional den Weg vom vorherigen Punkt.
  5. Führe eine Trocken-Simulation auf Papier, in einer Tabellenkalkulation oder an einem freigegebenen Schulungssystem durch.

Erfolgskriterium: Jeder Zielpunkt stimmt mit der Zeichnung überein und kann auf den gemeinsamen Ursprung zurückgeführt werden.


Simulation B: Lochkreisfahrplan

  1. Berechne aus Mittelpunkt, Durchmesser und Bohrungszahl alle sechs Sollpositionen.
  2. Markiere gegenüberliegende Bohrungen.
  3. Prüfe die Symmetrie um den Mittelpunkt.
  4. Vergleiche Deine Werte mit der Lösungstabelle.
  5. Dokumentiere mindestens einen Rechenweg vollständig.

Erfolgskriterium: Winkelteilung, Radius und Mittelpunktbezug sind korrekt und die sechs Positionen sind plausibel symmetrisch.


Simulation C: Fehlerbild erkennen

Angenommen, alle gemessenen Bohrungsmittelpunkte eines ansonsten korrekten Lochkreises liegen ungefähr +0,18 mm in X und −0,12 mm in Y gegenüber den Sollwerten.

Auftrag: Entscheide, ob dieses Muster eher zu einem einzelnen Rechenfehler der Winkelteilung oder zu einem gemeinsamen Bezugs-/Nullpunktfehler passt. Begründe.

Hilfe 1: Prüfe, ob alle Punkte ungefähr in dieselbe Richtung verschoben sind.

Hilfe 2: Ein Teilungsfehler verändert typischerweise die Verteilung der Punkte zueinander.

Hilfe 3: Eine nahezu gleiche Verschiebung aller Punkte deutet auf einen gemeinsamen Bezugseinfluss hin.

Begründetes Feedback: Das Muster spricht eher für einen gemeinsamen Bezug- oder Nullpunktversatz, weil die relative Geometrie des Lochkreises erhalten bleibt. Vor jeder realen Korrektur müssen Messmethode, Bezug, Spannung und Arbeitsplan durch die zuständige Fachkraft geprüft werden.


Medien- und Quellenprüfung

Die Medien wurden gezielt nach fachlichem Nutzen und nachvollziehbarer Herkunft ausgewählt. Ein auf Wikimedia Commons vorhandenes Bohr-GIF mit ausdrücklichem Hinweis auf fachlich umstrittene beziehungsweise irreführende Geometrie wurde bewusst nicht verwendet.


Freie Bild- und Animationsmedien

Medium Lernzweck Rechtehinweis Quelle
Milling machine (Vertical, Manual) NT.PNG Aufbau einer manuellen Vertikalfräsmaschine CC BY 3.0, Urheber Tosaka Wikimedia Commons
Coord-XY.svg X-/Y-Koordinatensystem CC BY-SA 4.0 Wikimedia Commons
Edge Finder 2.png Kantentaster als Werkzeug CC BY-SA 3.0, Urheber Robert Hewitt Wikimedia Commons
DigitalReadOut-XYZ-pcd.jpg Digitale Positionsanzeige CC BY-SA 3.0, zusätzlich GFDL Wikimedia Commons
Sinus und Cosinus am Einheitskreis.gif Ablaufanimation zur Zerlegung des Radius in X und Y CC BY-SA 4.0, Urheber Eltos Wikimedia Commons
CenterDrills123456.jpg Werkzeugvergleich Zentrierbohrer CC BY-SA 2.0, Urheber Glenn McKechnie Wikimedia Commons
HSS Twist Drill into Aluminium with Lubricant.jpg Spiralbohrer und Bohrprozess CC BY-SA 3.0, zusätzlich GFDL, Urheber JJ Harrison Wikimedia Commons
Drill - Hole Types.png Bohrungsarten CC BY-SA 3.0, Urheber Robert Hewitt Wikimedia Commons
Using the caliper new.gif Ablaufanimation zum Messschieber CC BY 2.5, zusätzlich GFDL, Urheber Joaquim Alves Gaspar Wikimedia Commons
Mid 1980s Mahr mechanical dial indicator range 10 mm accuracy 0 01 mm 6 rubis.jpg Werkzeugbild Messuhr CC BY 4.0, Urheber R. Henrik Nilsson Wikimedia Commons


Eingebettete Videos

Die drei eingebetteten Videos stammen von der Duke University, Pratt School of Engineering, Student Shop und werden über YouTube gestreamt. Sie werden hier nicht als frei lizenzierte OER behauptet. Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; Herunterladen oder Neuveröffentlichen ist nicht Bestandteil dieses Kurses.

  1. Duke Pratt Student Shop: Milling Machine Videos
  2. Setting up a Manual Milling Machine
  3. Edge Finding on the Mill
  4. Center Drilling, Drilling and Countersinking on the Mill


Fachlich geprüfte Quellen

  1. BGHM Arbeitsschutz kompakt 116: Konventionelle/handgesteuerte Fräsmaschinen – Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, sicheres Spannen und Verhalten an der Maschine.
  2. DGUV Information 209-066: Maschinen der Zerspanung – Schutzmaßnahmen an spanenden Werkzeugmaschinen.
  3. Wikipedia: Fräsmaschine: Überblick zu Fräsmaschinen und Achsen.
  4. Wikipedia: Bohren: Grundlagen des Bohrens.
  5. Wikipedia: Kartesisches Koordinatensystem: mathematische Grundlage der X-/Y-Positionierung.
  6. Wikipedia: Lochkreis: geometrisches Prinzip des Lochkreises.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wozu dient der Werkstücknullpunkt bei einem Bohrbild? (Als gemeinsamer Bezug für alle Sollkoordinaten) (!Als Ersatz für die Werkstückspannung) (!Als Vorgabe für die Bohrerdrehzahl) (!Als Kennzeichnung der größten Bohrung)




Welchen Radius hat ein Lochkreis mit 40 mm Durchmesser? (20 mm) (!10 mm) (!40 mm) (!80 mm)




Was ist bei einer handgesteuerten Achse nach einem Richtungswechsel besonders zu beachten? (Mögliches mechanisches Rückspiel) (!Der Bohrerdurchmesser verdoppelt sich) (!Der Werkstücknullpunkt wandert automatisch) (!Die Winkelteilung wird immer halbiert)




Welche Angaben bestimmen eine Bohrungsmitte im ebenen kartesischen Bezugssystem eindeutig? (X- und Y-Koordinate) (!Drehzahl und Vorschub) (!Werkstoff und Farbe) (!Bohrtiefe und Spanform)




Wie groß ist die Winkelteilung bei sechs gleichmäßig verteilten Bohrungen auf einem Lochkreis? (60 Grad) (!30 Grad) (!90 Grad) (!120 Grad)




Was muss beim Bestimmen einer Bezugskante mit einem Kantentaster geometrisch berücksichtigt werden? (Die wirksame Tastgeometrie beziehungsweise der Tastkopfradius) (!Nur die Farbe des Kantentasters) (!Nur die Länge des Werkstücks) (!Die Anzahl der Bohrungen im Lochkreis)




Welche Voraussetzung gilt vor einer praktischen Arbeit an der Fräsmaschine? (Unterweisung Gefährdungsbeurteilung und zuständige Aufsicht) (!Nur das Bestehen dieses Onlinekurses) (!Nur das Tragen von Arbeitsschuhen) (!Nur das Vorhandensein einer Zeichnung)




Wie ist mit Handschuhen im Bereich einer offen rotierenden Spindel umzugehen? (Keine Handschuhe tragen) (!Immer dicke Handschuhe tragen) (!Nur an der rechten Hand Handschuhe tragen) (!Handschuhe nur bei hoher Drehzahl tragen)




Eine Sollposition X 100,00 mm wird mit X 100,08 mm gemessen. Gilt im Lernmodell eine Grenze von plus oder minus 0,10 mm, wie ist das Ergebnis zu bewerten? (Die X-Abweichung liegt innerhalb der Lernmodellgrenze) (!Die X-Abweichung beträgt 0,80 mm) (!Die Position ist genau 0,10 mm außerhalb) (!Die Messung kann grundsätzlich nicht bewertet werden)




Alle Punkte eines Lochkreises sind nahezu gleich weit in dieselbe X- und Y-Richtung verschoben. Welche Ursache passt am ehesten zu diesem Muster? (Ein gemeinsamer Bezug- oder Nullpunktversatz) (!Eine ungleichmäßige Winkelteilung jedes einzelnen Lochs) (!Ein wechselnder Bohrerdurchmesser) (!Eine Verdopplung der Bohrungszahl)





Memory

Werkstücknullpunkt Gemeinsamer Bezug für Zeichnung und Maschinenposition
Lochkreis Gleichmäßig verteilte Bohrungsmittelpunkte auf einem Kreis
Kantentaster Hilfsmittel zum Ermitteln einer Bezugskante
Rückspiel Umkehrspiel in einem mechanischen Vorschub
Messuhr Prüfmittel für kleine Wegabweichungen
DRO Digitale Positionsanzeige der Achsen
Anbohrer Kurzes Werkzeug zum definierten Ansetzen einer Bohrung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Arbeitsschritt
Ursprung festlegen Bezugsflächen auswerten
Kante erfassen Kantentaster einsetzen
Sollpositionen bereitstellen Koordinatentabelle erstellen
Fahrweg gedanklich prüfen Trockenlauf simulieren
Soll-Ist-Abweichung bewerten Positionsprüfung durchführen






Kreuzworträtsel

Koordinaten Wie heißen Zahlenwerte, die die Lage eines Punkts im Bezugssystem beschreiben?
Lochkreis Wie heißt eine kreisförmige Anordnung mehrerer Bohrungsmittelpunkte?
Kantentaster Welches Hilfsmittel kann eine Werkstückkante zum Einrichten erfassen?
Rückspiel Wie heißt das mechanische Spiel, das beim Richtungswechsel wirksam werden kann?
Messschieber Welches Handmessmittel wird häufig für Längen und Durchmesser verwendet?
Anbohrer Welches kurze Werkzeug kann zum definierten Ansetzen einer Bohrung vorgesehen sein?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Alle Sollkoordinaten eines Bohrbilds beziehen sich auf einen festgelegten

.
Die waagerechte Lage eines Punkts wird im Lernmodell unter anderem durch die

beschrieben.
Der halbe Lochkreisdurchmesser ist der

.
Bei sechs gleichmäßig verteilten Bohrungen beträgt die Winkelteilung

Grad.
Die waagerechte Radiuskomponente lässt sich mit dem

berechnen.
Beim Richtungswechsel einer mechanischen Achse kann

wirksam werden.
Beim Einrichten mit einem Kantentaster muss die

berücksichtigt werden.
Zur Bewertung einer gemessenen Position wird der Istwert mit dem

verglichen.
Im Bereich einer offen rotierenden Spindel werden keine

getragen.
Praktische Maschinenarbeit setzt eine arbeitsplatzbezogene

voraus.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Achsenkarte: Beschrifte auf einer Kopie oder eigenen Skizze der Fräsmaschine die Bewegungsrichtungen X, Y und Z sowie den vorgesehenen Werkstücknullpunkt.
  2. Koordinatentabelle: Übertrage B1 bis B4 der AP-120 in eine übersichtliche Tabelle und ergänze jeweils die Änderung zum vorherigen Punkt.
  3. Werkzeugkarten: Erstelle je eine Lernkarte zu Kantentaster, Bohrwerkzeug und Messmittel mit Bild, Aufgabe des Werkzeugs und einem Sicherheits- beziehungsweise Prüfhinweis.
  4. Sicherheits-Stoppkarte: Gestalte eine Karte mit vier Bedingungen, bei denen eine praktische Übung nicht begonnen beziehungsweise sofort unterbrochen werden muss.


Standard

  1. Koordinatensimulation: Simuliere das Rechteckbohrbild auf Millimeterpapier, in einer Tabellenkalkulation oder einer freigegebenen Lernsoftware und dokumentiere jeden Zielpunkt.
  2. Lochkreisberechnung: Berechne den Lochkreis der AP-120 vollständig und markiere Symmetriepaare, mit denen Du Deine Ergebnisse plausibilisieren kannst.
  3. Prüfprotokoll: Werte die Messwerte aus Transferauftrag 3 aus und formuliere einen fachgerechten Prüfvermerk für die auffällige Position.
  4. Erklärvideo: Produziere ein 60- bis 90-sekündiges Erklärvideo oder eine Bildschirmaufnahme zum Unterschied zwischen absoluter und inkrementeller Positionierung, ohne eine laufende Maschine zu bedienen.


Schwer

  1. Fehlerdiagnose: Entwickle drei unterschiedliche Messbilder für Nullpunktfehler, einzelnen Positionierfehler und falsche Lochkreisteilung und begründe, wie sich die Muster unterscheiden.
  2. Gedrehter Lochkreis: Plane einen Lochkreis mit Mittelpunkt (72|48), Radius 25 mm, sechs Bohrungen und Startwinkel 30°. Berechne alle Sollpositionen und prüfe sie über Symmetrie.
  3. Sicherheitsanimation: Entwirf ein Storyboard für eine Ablaufanimation vom Zeichnungslesen bis zur Positionsprüfung. Baue mindestens drei sichtbare Sicherheits-Stoppstellen ein.
  4. Quellen-Audit: Prüfe zwei Fachquellen und drei Medien dieses Kurses auf Herausgeber, Aktualität, fachliche Aussage, Lizenz beziehungsweise Nutzungsform und dokumentiere, warum sie für Ausbildung geeignet oder nur eingeschränkt geeignet sind.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bezugswahl: Eine neue Zeichnung enthält eine bearbeitete Anlagekante und eine Funktionsbohrung als Hauptbezüge. Lege ein sinnvolles Bezugskonzept fest und begründe, warum es die Positionsprüfung erleichtert.
  2. Fehlerbildanalyse: Vergleiche ein Bohrbild, bei dem alle Punkte gleich verschoben sind, mit einem Bohrbild, bei dem nur die Winkelabstände schwanken. Leite für beide Fälle unterschiedliche wahrscheinliche Fehlerklassen ab.
  3. Positionierstrategie: Vergleiche absolute und inkrementelle Positionierung bei einem Rechteckbohrbild. Erkläre, wie sich Übertragungsfehler und Rückspiel auf beide Strategien auswirken können.
  4. Prüfplanung: Entwickle für ein Bohrbild mit engerer Positionstoleranz einen Prüfplan. Begründe, warum ein Messschieber allein möglicherweise nicht genügt und welches geeignetere Prüfprinzip Du vorschlägst.
  5. Sicherheitsentscheidung: In einer Übung ist der Spannzustand unklar, die Betriebsanweisung liegt nicht vor und die Spindel könnte gestartet werden. Formuliere die fachlich richtige Entscheidung und begründe sie aus Sicht des Arbeitsschutzes.
  6. Transfergeometrie: Übertrage die Lochkreisrechnung auf ein asymmetrisches Bohrbild mit frei gewählten Winkeln. Zeige, welche Teile des bisherigen Rechenwegs erhalten bleiben und welche angepasst werden müssen.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. eine technische Zeichnung in ein eindeutiges X-/Y-Bezugssystem überführst,
  2. einen Werkstücknullpunkt fachlich begründet festlegst,
  3. absolute und inkrementelle Koordinaten unterscheiden und berechnen kannst,
  4. gleichmäßig verteilte Lochkreispunkte aus Mittelpunkt, Radius und Winkel berechnest,
  5. Rückspiel und Bezugseinflüsse bei der Positionierung fachlich einordnest,
  6. ein Bohrbild vor der Fertigung als sichere Koordinatensimulation prüfst,
  7. Soll- und Istwerte auswertest und Abweichungsmuster begründet interpretierst,
  8. die Grenzen einfacher Prüfmittel erkennst,
  9. Sicherheitsvoraussetzungen für praktische Maschinenarbeit benennst und einhältst,
  10. Fachquellen und Medienrechte nachvollziehbar dokumentierst.




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