Zum Inhalt springen

Manuelle Metallbearbeitung – Den manuellen Fertigungsweg verbessern

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 4. Oktober 2026, 19:11 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Manuelle Metallbearbeitung – Den manuellen Fertigungsweg verbessern

QR-Code



Einleitung

Manuelle Metallbearbeitung – Den manuellen Fertigungsweg verbessern richtet sich an Auszubildende in Metallberufen. Du optimierst einen manuellen Fertigungsweg: Arbeitsauftrag verstehen, Maße und Bezugskanten festlegen, Werkstück sicher spannen, anreißen, sägen, feilen, entgraten und prüfen. Im Mittelpunkt stehen Arbeitsplanung, Handwerkzeuge, Messen, Prüfen und Arbeitssicherheit.

Sicherheitsgrenze: Praktische Werkstattarbeiten nur nach Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und mit zuständiger Aufsicht; der Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe. Bei beschädigten Werkzeugen, unsicherer Spannung, unklarer Zeichnung oder fehlender Aufsicht gilt: Arbeit stoppen und klären.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du einen manuellen Fertigungsweg begründen, geeignete Werkzeuge zuordnen, typische Fehler früh erkennen, Zwischenprüfungen planen und einen Ablauf so verbessern, dass unnötige Nacharbeit vermieden wird.


Ausbildungsfall: Halteplatte aus Flachstahl

Du erhältst einen simulierten Ausbildungsauftrag: Eine Halteplatte aus Flachstahl soll nach Zeichnung auf ein Fertigmaß von 100,0 mm Länge gebracht werden. Die vorhandene Breite und Dicke bleiben unverändert. Eine Stirnseite soll rechtwinklig und gratarm sein. Ein späterer Bohrungsmittelpunkt wird nur angerissen und gekörnt; Bohren ist nicht Bestandteil dieses Kurses.

Vorgabe Ausbildungsfall
Werkstück Flachstahl, Rohteil länger als das Fertigmaß
Fertigmaß 100,0 mm Länge, Toleranz im Auftrag ±0,2 mm
Qualitätsmerkmale Maßhaltigkeit, Rechtwinkligkeit, gratfreie Kanten, eindeutige Markierung
Handwerkzeuge Stahlmaßstab oder Messschieber, Anschlagwinkel, Anreißnadel, Handbügelsäge, Flachfeile, Körner, Hammer, Schraubstock
Prüfmittel Messschieber und Anschlagwinkel

Wichtig: Die konkrete Bearbeitungszugabe, Werkzeugauswahl und PSA legt die zuständige Ausbildungsaufsicht anhand von Werkstoff, Werkzeugzustand, betrieblicher Regelung und Gefährdungsbeurteilung fest.


Der verbesserte Fertigungsweg

Phase Ziel Fehlervermeidung
Auftrag klären Maße, Toleranzen und Bezug verstehen Nicht beginnen, solange Angaben widersprüchlich sind
Rohteil prüfen Ausgangsmaß und Zustand erfassen Beschädigte oder ungeeignete Rohteile aussortieren
Bezug festlegen Eine eindeutige Mess- und Anreißbasis schaffen Nicht von wechselnden Kanten messen
Anreißen Bearbeitungsgrenze sichtbar übertragen Dünne, eindeutige Linie; Maß danach nochmals prüfen
Sicher spannen Schwingungsarme Bearbeitung ermöglichen Werkstück nahe an den Spannbacken und stabil spannen
Sägen Überschüssiges Material trennen Auf der Abfallseite arbeiten und Fertigmaß nicht unterschreiten
Feilen Maß, Ebene und Winkel herstellen Häufige Zwischenprüfung statt spätem Korrigieren
Entgraten Scharfe Grate beseitigen Kanten nur so weit bearbeiten, wie der Auftrag erlaubt
Endprüfen Maß und Form dokumentieren Erst nach Prüfergebnis als fertig bewerten


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Messen und Bezugskanten

Messen ist kein Schlussakt, sondern begleitet die Fertigung. Prüfe vor, während und nach der Bearbeitung. Ein fester Bezug verhindert Maßkettenfehler.

Ablaufanimation: Messschieber ablesen und ansetzen

Arbeitsauftrag 1 – Simulation: Das Rohteil ist länger als 100,0 mm. Entscheide digital, welche Kante als Bezug dient, an welcher Stelle Du misst und wann Du erneut prüfst. Begründe, warum eine Zwischenprüfung vor Erreichen des Fertigmaßes Nacharbeit reduziert.

Fehlerbild: Du misst jedes Mal von einer anderen Stirnseite. Folge: Die Prüfergebnisse sind nicht eindeutig vergleichbar. Verbesserung: Bezug kennzeichnen und beibehalten.


Lerneinheit 2: Anreißen und Körnen

Anreißen überträgt Maße und Konturen auf das Werkstück. Ein Körner setzt eine kleine Vertiefung an einer festgelegten Stelle, etwa als Vorbereitung für einen späteren, separat freizugebenden Bohrvorgang.

Arbeitsauftrag 2 – Simulation: Wähle erst Bezugskante und Messmittel, dann Anreißwerkzeug. Prüfe den Anriss gegen die Zeichnung, bevor Du in der Simulation einen Körnerpunkt freigibst.

Fehlerbild: Der Anriss wird mehrfach kräftig nachgezogen. Folge: Es entsteht eine breite Zone statt einer eindeutigen Linie. Verbesserung: sauber übertragen, kontrollieren, nur bei Bedarf korrigieren.


Lerneinheit 3: Sicher spannen

Das Werkstück muss so gehalten werden, dass es bei der manuellen Bearbeitung nicht verrutscht oder unnötig schwingt. Spannflächen und Werkstückschutz richten sich nach Werkstück und betrieblicher Vorgabe.

Arbeitsauftrag 3 – Stop-or-Go-Simulation: Ein Werkstück ragt weit aus dem Schraubstock und vibriert beim gedachten Sägehub. Deine Entscheidung lautet Stop. Begründe: erst Spannlage und Auflage verbessern, dann nach Freigabe fortfahren.


Lerneinheit 4: Sägen

Die Handbügelsäge trennt Metall spanend. Bei der üblichen Ausführung zeigen die Zähne in Vorschubrichtung. Das Werkstück wird schwingungsarm eingespannt. Gleichmäßige Führung und rechtzeitige Kontrolle helfen, ein Unterschreiten des Fertigmaßes zu vermeiden.

Merksatz: Erst trennen, dann auf Endmaß feilen. Die konkrete Zugabe wird nicht pauschal festgelegt, sondern durch Ausbildungsaufsicht und Arbeitsauftrag bestimmt.

Fehlerbild: Der Schnitt liegt auf der Fertigseite der Linie. Folge: Das Werkstück kann zu kurz werden; Material lässt sich nicht wieder anfügen. Verbesserung: Bearbeitungsseite vor dem Sägen eindeutig markieren und prüfen.


Lerneinheit 5: Feilen

Beim Feilen wird Material kontrolliert abgetragen. Die Feilenform muss zur Fläche passen. Eine Feile wird nur mit sicher befestigtem Heft benutzt. Grober Abtrag und feiner Endabtrag werden getrennt geplant.

OER-Vertiefung mit Ablauf- und Interaktionsvideo: Grundlagen Feilen: Schruppen und Schlichten und Grundlagen Feilen: Gefräste Feilen, jeweils als CC BY-SA 4.0 ausgewiesen.

Arbeitsauftrag 4 – Simulation: Du misst 100,7 mm. Noch ist Material vorhanden. Entscheide: grob weiterarbeiten oder bereits fein auf Maß und Winkel führen? Begründe Deine Wahl über Restmaß, Oberflächenqualität und Prüfhäufigkeit.

Fehlerbild: Lange ohne Zwischenprüfung feilen. Folge: Maß oder Winkel können unbemerkt überschritten werden. Verbesserung: kurze Bearbeitungsintervalle und wiederholtes Prüfen.


Lerneinheit 6: Entgraten und Endprüfung

Entgraten entfernt scharfe Grate. Dabei darf die geforderte Geometrie nicht unnötig verändert werden. Die Endprüfung verbindet Maßprüfung, Winkelprüfung und Sichtprüfung.

OER-Video: Entgraten an einer gesägten Flanschplatte zeigt den Ablauf mit Bezug zu Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Interaktives OER zum Prüfen: Grundlagen Prüfen: Ablesen des Nonius, CC BY-SA 4.0.

Endprüfung Prüffrage
Länge Liegt der Messwert innerhalb der Auftragsgrenze?
Rechtwinkligkeit Liegt der Anschlagwinkel sauber an oder ist ein Lichtspalt erkennbar?
Kanten Sind störende Grate entfernt, ohne das Werkstück unnötig zu verrunden?
Markierung Ist der vorgesehene Punkt eindeutig und an der richtigen Bezugslage?


Fertigungsweg verbessern


Drei Hebel

  1. Früh planen: Erst Zeichnung, Bezug und Prüfschritte klären, dann bearbeiten.
  2. Zwischenprüfen: Fehler erkennen, solange noch Korrekturmaterial vorhanden ist.
  3. Rückkopplung nutzen: Messwert entscheidet über den nächsten Bearbeitungsschritt, nicht Gewohnheit oder Zeitdruck.


Sichere Fertigungssimulation A: Ablaufentscheidung

Du arbeitest ausschließlich in einer Gedanken- oder Bildschirm-Simulation. Ordne die Schritte so, dass irreversible Fehler möglichst spät auftreten und Prüfpunkte früh liegen.

Situation Sinnvolle Entscheidung Begründung
Zeichnung noch unklar Stoppen und klären Ohne klare Toleranz ist keine sichere Qualitätsentscheidung möglich
Rohteil beschädigt Eignung prüfen lassen Fehler am Ausgangsteil können später nicht sinnvoll kompensiert werden
Nach dem Sägen noch Übermaß Messen und Bearbeitung anpassen Restmaterial ermöglicht kontrollierte Annäherung
Maß liegt nahe am Soll Fein bearbeiten und häufiger prüfen Das Risiko des Unterschreitens steigt
Endmaß erreicht Nicht weiter abtragen, Endprüfung durchführen Weitere Bearbeitung kann ein gutes Teil verschlechtern

Begründetes Feedback: Ein effizienter Fertigungsweg minimiert unnötige Bewegungen und Nacharbeit, aber nicht auf Kosten von Prüfschritten. Prüfen ist Teil der Fertigung.


Sichere Fertigungssimulation B: Fehlerdiagnose

Virtuelle Messwerte: Länge 100,4 mm, Stirnseite leicht schräg, Kante mit Grat. Dein Auftrag ist, die Reihenfolge der nächsten gedachten Schritte zu begründen. Eine sinnvolle Lösung ist: Winkelabweichung und Restmaß gemeinsam beurteilen, kontrolliert feilen, zwischendurch messen, erst am Ende entgraten und endprüfen.

Begründetes Feedback: Würdest Du zuerst stark entgraten oder ohne Messung weiterfeilen, könntest Du unnötig Material verlieren. Gezielte Korrektur braucht einen aktuellen Prüfbefund.


Gestufte Hilfen

Nutze die nächste Hilfe erst, wenn Du mit der vorherigen nicht weiterkommst.

Hilfe 1 – Denkfrage
Welche Bearbeitung ist nicht rückgängig zu machen? Plane vor diesem Schritt einen Prüfpunkt.

Hilfe 2 – Struktur
Denke in der Kette: Auftrag → Rohteil → Bezug → Anreißen → Spannen → Sägen → Prüfen → Feilen → Prüfen → Entgraten → Endprüfung.

Hilfe 3 – Fehlercheck
Zu kurz = meist nicht durch weiteres Feilen korrigierbar. Schief = nur korrigieren, wenn noch genügend Material innerhalb der Toleranz vorhanden ist. Unklar = stoppen und Aufsicht fragen.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basisaufgabe

Ordne jedem Werkzeug seine Hauptfunktion zu und markiere im Ausbildungsfall mindestens drei Prüfpunkte.

Begründetes Feedback: Gute Werkzeugzuordnung verhindert Fehlanwendung. Prüfpunkte vor, während und nach dem Materialabtrag verringern das Risiko, einen Fehler erst am fertigen Teil zu entdecken.


Anwendungsaufgabe

Ein Werkstück misst nach dem Sägen 101,2 mm. Beschreibe ohne praktische Ausführung, wie Du über mehrere Mess- und Feilzyklen kontrolliert an 100,0 mm herangehst.

Begründetes Feedback: Entscheidend ist nicht eine feste Zahl an Feilhüben, sondern die Rückkopplung aus Messwert, Oberfläche und Winkel. Je näher das Sollmaß kommt, desto kleiner werden die Bearbeitungsschritte.


Transferaufgabe

Vergleiche zwei gedachte Fertigungswege: Weg A misst nur am Ende; Weg B prüft Rohmaß, Anriss, Zwischengröße und Endmaß. Begründe, welcher Weg trotz zusätzlicher Prüfzeit meist robuster ist.

Begründetes Feedback: Weg B entdeckt Abweichungen früher. Frühe Fehlererkennung spart häufig mehr Nacharbeit und Ausschuss, als die Prüfzeit kostet.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Maßnahme reduziert das Risiko, das Werkstück zu kurz zu fertigen? (Zwischenprüfen vor Erreichen des Fertigmaßes) (!Erst nach dem Entgraten messen) (!Ohne Bezugskante messen) (!Die Anrisslinie vollständig wegsägen)




Was ist vor einer praktischen Werkstattarbeit erforderlich? (Unterweisung Gefährdungsbeurteilung und zuständige Aufsicht) (!Nur das Lesen dieses Kurses) (!Nur ein eigener Werkzeugkasten) (!Nur eine bestandene Quizfrage)




Welche Aufgabe hat der Schraubstock im Ausbildungsfall? (Das Werkstück stabil zu spannen) (!Das Werkstück automatisch zu messen) (!Den Anriss zu erzeugen) (!Die Feile zu schärfen)




Wozu dient eine feste Bezugskante? (Sie macht Messen und Anreißen eindeutig) (!Sie ersetzt die Endprüfung) (!Sie macht jede Toleranz überflüssig) (!Sie verkürzt das Werkstück automatisch)




Was ist beim Sägen besonders kritisch? (Fertigmaterial darf nicht versehentlich abgetrennt werden) (!Der Messschieber muss während des Sägens am Werkstück bleiben) (!Der Körner muss im Sägeschnitt stehen) (!Das Werkstück darf frei in der Hand gehalten werden)




Warum wird beim Feilen häufig zwischendurch geprüft? (Um Maß und Winkel rechtzeitig zu steuern) (!Damit die Feile schwerer wird) (!Damit der Schraubstock nicht benutzt werden muss) (!Damit der Anriss breiter wird)




Welche Aussage zum Entgraten ist richtig? (Grate werden entfernt ohne die geforderte Geometrie unnötig zu verändern) (!Entgraten ersetzt jede Maßprüfung) (!Entgraten erfolgt immer vor dem Sägen) (!Beim Entgraten muss das Fertigmaß ignoriert werden)




Was ist bei einem beschädigten Handwerkzeug zu tun? (Es aus der Benutzung nehmen und klären lassen) (!Es stärker belasten) (!Es ohne Prüfung weiterverwenden) (!Es nur schneller benutzen)




Welche Reihenfolge ist für den Fertigungsweg sinnvoll? (Auftrag klären Bezug festlegen bearbeiten zwischendurch prüfen endprüfen) (!Sägen fertigmelden Zeichnung lesen) (!Entgraten Rohmaß ignorieren sägen) (!Endprüfen erst danach anreißen)




Was verbessert einen manuellen Fertigungsweg am stärksten? (Frühe Fehlererkennung durch geplante Prüfpunkte) (!Möglichst wenige Messungen unabhängig vom Ergebnis) (!Immer dieselbe Bearbeitungsdauer pro Werkstück) (!Werkzeugwechsel ohne Bezug zum Arbeitsauftrag)





Memory

Anreißnadel Maßlinie übertragen
Handbügelsäge Material trennen
Flachfeile Fläche auf Maß bearbeiten
Messschieber Länge kontrollieren
Schraubstock Werkstück sicher spannen
Körner Punktförmige Markierung setzen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Auftrag klären Zeichnung und Toleranz verstehen
Bezug festlegen Eindeutige Messbasis wählen
Zwischenprüfen Bearbeitung rechtzeitig steuern
Feinbearbeitung Vorsichtig an Sollmaß und Winkel annähern
Endprüfung Ergebnis dokumentieren und bewerten




...


Kreuzworträtsel

Messschieber Welches Messgerät kontrolliert Außenmaße am Werkstück?
Schraubstock Welches Spannmittel hält das Werkstück an der Werkbank?
Handbügelsäge Welches Handwerkzeug trennt Metall mit einem gespannten Sägeblatt?
Körner Welches Werkzeug setzt eine punktförmige Vertiefung?
Feile Welches Werkzeug trägt Material manuell spanend ab?
Anriss Wie heißt die sichtbare Markierung einer Bearbeitungsgrenze?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Vor Beginn der Bearbeitung wird zuerst der

geklärt. Eine feste

macht Messungen vergleichbar. Die Bearbeitungsgrenze wird durch

auf das Werkstück übertragen. Vor dem Sägen wird das Werkstück im

stabil gespannt. Nach grobem Materialabtrag folgt eine

. Für das kontrollierte Annähern an Maß und Winkel wird die

eingesetzt. Scharfe Kantenreste heißen

und werden gezielt entfernt. Den Abschluss bildet die

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeug-Steckbrief: Erstelle für Messschieber, Handbügelsäge und Flachfeile je eine Bildkarte mit Funktion, Prüffrage vor der Benutzung und typischem Fehler.
  2. Ablaufkarte: Gestalte aus dem Ausbildungsfall eine kurze Prozessgrafik mit mindestens vier Prüfpunkten.
  3. Fehlerfoto-Analyse: Suche ein frei lizenziertes Werkstattbild und markiere schriftlich drei Stellen, an denen Du im realen Betrieb vor Arbeitsbeginn nachfragen würdest.
  4. Messprotokoll: Entwirf ein leeres digitales Prüfprotokoll für Rohmaß, Zwischenmaß und Endmaß.


Standard

  1. Variantenvergleich: Vergleiche zwei Arbeitsfolgen und begründe, welche weniger Ausschussrisiko erzeugt.
  2. Prüfstrategie: Entwickle einen Prüfplan für Länge, Winkel, Grat und Markierung des Ausbildungsfalls.
  3. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video ohne reale Bearbeitung, in dem Du den idealen Ablauf mit Papiermodell oder Grafik erklärst.
  4. Fehlerbaum: Erstelle einen Fehlerbaum für das Ergebnis zu kurz, schief oder gratig und ordne mögliche Ursachen zu.


Schwer

  1. Prozessoptimierung: Entwickle eine verbesserte Arbeitsfolge für eine kleine Serie von fünf gleichen Halteplatten und begründe, welche Schritte standardisiert werden können.
  2. Unterweisungskonzept: Entwirf eine zehnminütige Theorie-Unterweisung zu Handwerkzeugkontrolle, Spannlage und Stop-Regeln; keine praktische Freigabe erteilen.
  3. Werkstofftransfer: Untersuche, welche Teile des Ablaufs bei einem anderen metallischen Werkstoff gleich bleiben und welche Werkzeug- oder Prüfschritte neu abgestimmt werden müssten.
  4. Qualitätsentscheidung: Entwickle drei virtuelle Messdatensätze und entscheide jeweils Nacharbeit, weitere Prüfung oder Ausschuss; begründe jede Entscheidung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prozessanalyse: Ein Werkstück ist am Ende 0,3 mm zu kurz. Rekonstruiere mindestens zwei mögliche Ursachen im Ablauf und nenne jeweils einen früheren Prüfpunkt, der den Fehler hätte verhindern können.
  2. Fehlervermeidung: Begründe, warum mehr Prüfschritte nicht automatisch einen schlechteren oder langsameren Prozess bedeuten.
  3. Arbeitsplanung: Entwirf für einen neuen Auftrag mit engerer Toleranz eine angepasste Folge aus Bearbeiten und Prüfen, ohne konkrete Maschinenfreigaben zu erteilen.
  4. Qualitätssicherung: Erkläre, wie Maßhaltigkeit und Rechtwinkligkeit voneinander abhängen können, wenn eine Stirnseite nachgearbeitet wird.
  5. Transfer: Übertrage das Prinzip Bezug festlegen – bearbeiten – prüfen auf eine andere manuelle Fertigungsaufgabe und begründe die Gemeinsamkeiten.
  6. Sicherheitsentscheidung: Bewerte ein Szenario mit beschädigter Feile, instabiler Spannung und fehlender Aufsicht. Formuliere eine fachlich begründete Stop-Entscheidung.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du

  1. einen Fertigungsauftrag in sinnvolle Arbeitsschritte zerlegen kannst,
  2. Werkzeuge nach Funktion und Werkstückanforderung auswählst,
  3. Bezugskanten und Prüfpunkte nachvollziehbar festlegst,
  4. Messwerte für die Entscheidung über den nächsten Schritt nutzt,
  5. Fehlerursachen und Korrekturgrenzen erklären kannst,
  6. den Unterschied zwischen Simulation und realer Arbeitsfreigabe kennst,
  7. Sicherheitsgrenzen einhältst und bei Unsicherheit stoppst,
  8. eine Prozessverbesserung mit Qualitäts- und Zeitargumenten begründest.




Fachquellen und Medienrechte

Die fachlichen Kernaussagen wurden gegen Berufsbildungs- und Arbeitsschutzquellen geprüft. Für reale Werkstattarbeit gelten immer die aktuellen betrieblichen Regeln, Bedienungsinformationen, Unterweisungen und die konkrete Gefährdungsbeurteilung.

  1. BGHM: Arbeiten mit Handwerkzeugen: Werkzeugzustand, bestimmungsgemäße Verwendung, sichere Handhabung.
  2. BGHM: Arbeiten mit Handbügelsägen: Sägeblatt, Einspannung, Vorschubrichtung, schwingungsfreies Spannen und sichere Führung.
  3. DGUV: Metall – Ein Handbuch für Lehrkräfte: Grundlagen der manuellen Metallbearbeitung und Arbeitsschutz.
  4. Wikipedia: Handbügelsäge: Aufbau und Wirkprinzip.
  5. HubbS: Schruppen und Schlichten und HubbS: Nonius: OER-Materialien für die berufliche Bildung, jeweils mit CC-BY-SA-4.0-Angabe auf der Materialseite.

Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien:

Datei Rechte laut Commons-Dateiseite
Metal workshop tools.jpg CC BY-SA 4.0
Bench Vice.jpg CC BY 4.0
Tool-hacksaw.jpg Public Domain
Metall-Handsäge.jpg CC0
Hand files and rasps.jpg CC BY-SA 4.0
Centre Punch.jpg CC BY 2.0
Engineer's Square.jpg CC BY 2.0
Vernier caliper.png Freie Lizenzwahl laut Dateiseite, darunter CC BY-SA 3.0 und CC BY 2.5
Using the caliper correct.gif CC BY 2.5 sowie weitere freie Lizenzangaben auf der Dateiseite

YouTube-Hinweis: Die eingebetteten Videos wurden am 04.10.2026 als öffentlich erreichbar geprüft. Die Einbettung behauptet keine freie Nachlizenzierung; Urheber- und Nutzungsrechte bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabenden. Verwendet werden ausschließlich die überprüften Links zu Handwerkliche Basisarbeiten, Anreißen und Körnen – Metallbearbeitung und Die Feile – Aufbau und Nutzung – Metall richtig feilen.


OERs zum Thema

Zusätzliche OER-Vertiefungen:

  1. Gefräste Feilen – interaktives Video
  2. Schruppen und Schlichten – interaktives Video
  3. Nonius ablesen – interaktives Video



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...