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M10 M - Realsituationen mathematisch modellieren und prüfen

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M10 M - Realsituationen mathematisch modellieren und prüfen



M10 M - Realsituationen mathematisch modellieren und prüfen

M-Niveau | Klasse 10 | Baden-Württemberg

Mini-Beschreibung: Du entwickelst zu einer Realsituation ein geeignetes mathematisches Modell aus Funktion, Geometrie oder Wahrscheinlichkeit, rechnest damit und übersetzt das Ergebnis zurück in die Realität. Danach prüfst Du Plausibilität, Annahmen und Modellgrenzen.

Ein realer Bogen als Modellierungsanlass: Welche mathematische Form ist geeignet?
Ein realer Bogen als Modellierungsanlass: Welche mathematische Form ist geeignet?

Medienhinweis: Das Foto stammt aus Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0). Ein reales Objekt ist nicht automatisch exakt die mathematische Kurve, an die es erinnert.


Einleitung

Beim Modellieren wechselst Du zwischen Realität und Mathematik. Im Bildungsplan Baden-Württemberg gehört dazu: Informationen auswählen, vereinfachen, Annahmen treffen, ein Modell bilden, mathematisch arbeiten, das Ergebnis interpretieren und auf Stimmigkeit prüfen.

Realität Übersetzung Mathematik
Situation und Frage Größen, Annahmen, Beziehungen Funktion, Geometrie oder Wahrscheinlichkeit
Plausibilitätsprüfung Ergebnis zurückübersetzen Rechnung, Graph, Diagramm

Merke: Ein Modell ist eine begründete Vereinfachung. Es ist nützlich, wenn es die konkrete Frage ausreichend gut beantwortet.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du selbstständig:

  1. eine Realsituation strukturieren und relevante Größen mit Einheiten festlegen,
  2. begründet zwischen Funktions-, Geometrie- und Wahrscheinlichkeitsmodell wählen,
  3. Modellannahmen nennen und mathematisch rechnen,
  4. Graph, Skizze, Tabelle oder Baumdiagramm mit dem Rechenweg verknüpfen,
  5. ein mathematisches Ergebnis als Antwort im Sachzusammenhang formulieren,
  6. Plausibilität, Definitionsbereich und Modellgrenzen prüfen,
  7. digitale oder KI-erzeugte Ergebnisse rechnerisch und sachlich kontrollieren.


Vorwissen-Check

Prüfe ohne Hilfsmittel, ob Du die Grundlagen aktivieren kannst.

Kurzfrage Selbstcheck
Was bedeutet f(3)=7 in einem Sachzusammenhang? Kann ich beide Zahlen mit Bedeutung und Einheit erklären?
Wie berechne ich das Volumen eines Zylinders? V=πr2h
Wann nutze ich tan⁡(α)? Bei einem rechtwinkligen Dreieck mit Gegen- und Ankathete.
Was bedeutet P(A)=0,25? Das Modell ordnet dem Ereignis A die Wahrscheinlichkeit 25% zu.

Wenn zwei oder mehr Antworten unsicher sind: Wiederhole Quadratische Funktion, Trigonometrie, Körperberechnung und Baumdiagramm.


Der Modellierungskreislauf

Schritt Leitfrage Sichtbares Ergebnis
Situation klären Was ist gesucht? Welche Angaben sind wichtig? Skizze, markierte Daten, Einheiten
Vereinfachen Welche Annahmen sind vertretbar? Annahmenliste
Modell wählen Passt Funktion, Geometrie oder Wahrscheinlichkeit? Term, Figur oder Baumdiagramm
Mathematik nutzen Welche Rechnung löst die Modellfrage? Rechenweg
Zurückübersetzen Was bedeutet die Zahl in der Realität? Antwortsatz mit Einheit
Prüfen Ist das Ergebnis plausibel? Wo gilt das Modell nicht? Kontrollrechnung und Modellgrenze

Schnelltest für die Modellwahl:

Wenn die Situation vor allem ... dann prüfe zuerst ...
eine Änderung oder einen Zusammenhang zwischen Größen beschreibt ein Funktionsmodell
Längen, Winkel, Flächen oder Volumina enthält ein Geometriemodell
Zufall, Chancen oder mehrstufige Versuche enthält ein Wahrscheinlichkeitsmodell


Interaktives Beispiel 1: Funktion – ein Torbogen

Ein symmetrischer Torbogen ist 12 m breit und in der Mitte 4 m hoch. Für eine Überschlagsrechnung wird sein Rand als Parabel modelliert.

Quadratische Funktion mit markierten Schlüsselpunkten
Quadratische Funktion mit markierten Schlüsselpunkten

Koordinatenwahl: Der Ursprung liegt in der Mitte am Boden. Dann sind die Randpunkte (−6|0) und (6|0), der Scheitel ist (0|4).

Schritt 1 – Modellansatz

Wegen der Symmetrie wählen wir f(x)=ax2+4.

Schritt 2 – Parameter bestimmen

Der Punkt (6|0) liegt auf dem Modellgraphen: 0=36a+4

a=−19

Damit: f(x)=−19x2+4

Schritt 3 – Frage beantworten

Wie hoch ist der Bogen 3 m seitlich von der Mitte?

f(3)=−19⋅32+4=3

Rückübersetzung: Im Modell ist der Bogen dort 3 m hoch.

Plausibilitätscheck: f(0)=4 passt zur maximalen Höhe und f(6)=0 zum Rand.

Modellgrenze: Für den realen Bogen ist nur −6≤x≤6 sinnvoll. Außerdem muss ein echter Torbogen nicht exakt parabelförmig sein.

Denkfrage: Warum ist f(20) zwar rechnerisch möglich, aber für dieses Tor ungeeignet?

Feedback: x=20 liegt außerhalb der realen Torbreite. Das mathematische Ergebnis gehört nicht mehr zum modellierten Realitätsausschnitt.


Interaktives Beispiel 2: Geometrie – Tankvolumen

Ein zylindrischer Tank wird innen näherungsweise mit r=0,8m und h=1,5m beschrieben.

Zylinder mit Radius r und Höhe h
Zylinder mit Radius r und Höhe h

Modell: V=πr2h

Rechnung: V=π⋅(0,8)2⋅1,5

V≈3,016m3

Mit 1m3=1000L folgt: V≈3016L.

Rückübersetzung: Der geometrisch idealisierte Innenraum fasst ungefähr 3016 Liter.

Prüfung: Ein realer Tank kann Wandstärke, gewölbte Böden, Einbauten und eine maximale Füllhöhe haben. Für die Aussage „3000 Liter nutzbar“ reicht die reine Zylinderform deshalb nicht automatisch.

Kegel, Kugel und Zylinder als Beispiele geometrischer Modellkörper
Kegel, Kugel und Zylinder als Beispiele geometrischer Modellkörper

Kontrollfrage: Warum ist die Einheit m2 hier falsch?

Feedback: Volumen ist dreidimensional und wird in Kubikeinheiten angegeben, hier m3.


Interaktives Beispiel 3: Trigonometrie – Höhe bestimmen

Du stehst 12 m von einem Baum entfernt. Der Höhenwinkel zur Spitze beträgt 38∘. Deine Augenhöhe beträgt 1,60 m. Der Boden wird als waagrecht angenommen.

Rechtwinkliges Dreieck als Modell für trigonometrische Berechnungen
Rechtwinkliges Dreieck als Modell für trigonometrische Berechnungen

Skizzenmodell: Rechtwinkliges Dreieck mit Ankathete 12 m und Gegenkathete h−1,60.

tan⁡(38∘)=h−1,6012

h=12⋅tan⁡(38∘)+1,60

h≈10,98m

Rückübersetzung: Unter den Annahmen ist der Baum ungefähr 11,0 m hoch.

Modellgrenzen: Gefälle, Messfehler beim Winkel, Abstand zur Stammmitte und eine schiefe Baumachse verändern das Ergebnis.


Interaktives Beispiel 4: Wahrscheinlichkeit – Qualitätskontrolle

Ein Bauteil ist im Modell mit Wahrscheinlichkeit 0,03 fehlerhaft. Zwei Bauteile werden betrachtet. Zunächst nehmen wir an, die Fehler treten unabhängig auf.

Allgemeines Wahrscheinlichkeitsbaumdiagramm
Allgemeines Wahrscheinlichkeitsbaumdiagramm

Modellrechnung:

P(kein Fehler)=0,97⋅0,97=0,9409

P(mindestens ein Fehler)=1−0,9409=0,0591

Rückübersetzung: Nach diesem Modell liegt die Wahrscheinlichkeit für mindestens ein fehlerhaftes Teil bei 5,91%.

Modellgrenze: Wenn beide Teile aus derselben fehleranfälligen Maschine oder Charge stammen, kann die Unabhängigkeitsannahme falsch sein.


Übungen mit Hilfestufen und Feedback


Übung A: Funktion wählen

Ein Fahrradverleih verlangt 8 € Grundgebühr und 3 € pro Stunde. Modelliere die Kosten K(t) und bestimme die Kosten für 5 Stunden.

Hilfe 1: Welche Größe ändert sich pro Stunde?

Die variablen Kosten steigen je Stunde um 3 €.

Hilfe 2: Nutze die Form K(t)=mt+b.

Hier ist m=3 und b=8.

Feedback / Lösung:

K(t)=3t+8 und K(5)=23. Antwort: 5 Stunden kosten 23 €. Modellgrenze: Das Modell gilt nur, solange der Tarif unverändert bleibt.


Übung B: Geometrie prüfen

Eine Dose hat innen näherungsweise Radius 3,3 cm und Höhe 11,5 cm. Schätze ihr Innenvolumen.

Hilfe 1: Nutze ein Zylindermodell.

V=πr2h

Hilfe 2: Setze die Maße in Zentimetern ein.

V=π⋅(3,3)2⋅11,5

Feedback / Lösung:

V≈393cm3, also etwa 393 ml. Prüfe, ob Boden- und Deckelform sowie Wandstärke im Modell vernachlässigt werden dürfen.


Übung C: Wahrscheinlichkeit begründen

Bei einem Glücksrad beträgt die Trefferwahrscheinlichkeit pro Dreh 0,2. Es wird zweimal unabhängig gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Treffer.

Hilfe 1: Das Gegenereignis ist oft einfacher.

Kein Treffer in beiden Drehungen.

Hilfe 2:

P(kein Treffer)=0,82

Feedback / Lösung:

P(mindestens ein Treffer)=1−0,64=0,36=36%. Die Rechnung hängt von der Unabhängigkeit der Drehungen ab.


Typische Fehler

Fehler Bessere Kontrolle
Alle Angaben ungeprüft verwenden Erst klären, welche Größen für die Frage relevant sind.
Rechnen ohne Annahmen Vereinfachungen vor der Rechnung sichtbar notieren.
Einheit vergessen Jede Eingangs- und Ergebnisgröße mit Einheit prüfen.
Ergebnis nicht zurückübersetzen Einen Antwortsatz im Sachkontext formulieren.
Graph unbegrenzt deuten Sinnvollen Definitionsbereich aus der Realität festlegen.
Digitales Ergebnis übernehmen Mit Größenordnung, Einheiten und einer zweiten Darstellung kontrollieren.

KI-Regel: Eine KI kann Modellideen oder Rechenwege vorschlagen. Du musst Annahmen, Rechnung, Einheiten und Schlussfolgerung selbst prüfen. Eine KI-Ausgabe ersetzt keinen mathematischen Beweis.

Datenschutz: Verwende bei digitalen Modellierungsaufgaben keine personenbezogenen Daten. Arbeite mit anonymisierten oder selbst erzeugten Beispieldaten.


Selbstkontrolle: Modell oder Realität?

Entscheide jeweils: passt, muss eingeschränkt werden oder passt nicht.

  1. Ein Taxipreis wird mit K(x)=4+2,2x modelliert. Für x=−3 wird ein Preis berechnet.
  2. Eine Wasserflasche wird als Zylinder angenähert, obwohl der Hals deutlich schmaler ist.
  3. Ein Baum wird über tan⁡(α) bestimmt, obwohl der Boden stark ansteigt.
  4. Bei zwei Ziehungen ohne Zurücklegen werden gleiche Zweigwahrscheinlichkeiten verwendet.
  5. Ein Graph liefert 2,478 m, die Messdaten sind aber nur auf Zentimeter genau.

Feedback:

1: muss eingeschränkt werden, negative Strecke ist real nicht sinnvoll. 2: als grobe Näherung eventuell brauchbar, aber Modellgrenze nennen. 3: passt so nicht, die Geometrie muss angepasst werden. 4: passt nicht, die Wahrscheinlichkeiten ändern sich. 5: zu viele Nachkommastellen vermitteln eine nicht vorhandene Genauigkeit.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist beim mathematischen Modellieren nach der Rechnung nötig? (Das Ergebnis in der Realität interpretieren und prüfen) (!Nur die Formel abschreiben) (!Eine neue Variable erfinden) (!Alle Annahmen löschen)




Welche Darstellung passt besonders zu einem zweistufigen Zufallsversuch? (Baumdiagramm) (!Parabel) (!Kreisdiagramm als einzige Möglichkeit) (!Dreiecksnetz)




Was beschreibt eine Modellgrenze? (Den Bereich, in dem das Modell nicht oder nur eingeschränkt brauchbar ist) (!Die größte Zahl einer Rechnung) (!Immer den Rand eines Koordinatensystems) (!Die Anzahl der verwendeten Formeln)




Warum gehört eine Einheit zum Ergebnis? (Sie macht die Bedeutung der Zahl im Sachzusammenhang überprüfbar) (!Sie ersetzt die Rechnung) (!Sie macht jede Zahl automatisch exakt) (!Sie ist nur bei Geometrie nötig)




Wann ist ein Zylindermodell für einen Behälter nur eine Näherung? (Wenn die reale Form von einem Zylinder abweicht) (!Wenn der Radius positiv ist) (!Wenn die Höhe gemessen wurde) (!Wenn Pi verwendet wird)




Welche Aussage ist für einen realen Funktionsgraphen wichtig? (Der sinnvolle Definitionsbereich ergibt sich aus dem Sachkontext) (!Jeder Graph gilt immer für alle reellen Zahlen) (!Negative Werte sind immer verboten) (!Der Graph braucht keine Einheiten)




Was ist eine sinnvolle Plausibilitätsprüfung? (Größenordnung und Einheit des Ergebnisses kontrollieren) (!Nur die Anzahl der Rechenschritte zählen) (!Das Ergebnis auf möglichst viele Dezimalstellen schreiben) (!Die Aufgabenstellung nach der Rechnung ignorieren)




Welche Annahme ist bei der Rechnung 0,97 mal 0,97 für zwei Bauteile entscheidend? (Die betrachteten Fehlerereignisse werden als unabhängig modelliert) (!Beide Bauteile sind sicher fehlerhaft) (!Die Wahrscheinlichkeit ist größer als eins) (!Die Bauteile müssen gleich groß sein)




Was sollte bei einem digitalen Rechenergebnis zuerst geprüft werden? (Ob Eingaben, Einheiten und Größenordnung plausibel sind) (!Ob viele Nachkommastellen angezeigt werden) (!Ob das Ergebnis besonders kompliziert aussieht) (!Ob die Rechnung möglichst schnell war)




Welche Aussage zu KI bei Mathematikaufgaben ist richtig? (KI-Ausgaben müssen mathematisch und sachlich überprüft werden) (!KI ersetzt jeden Beweis) (!KI-Ergebnisse sind automatisch fehlerfrei) (!KI macht Modellannahmen überflüssig)





Memory

Realsituation Ausgangspunkt mit echter Fragestellung
Annahme Bewusste Vereinfachung
Modell Mathematische Darstellung der Situation
Interpretation Bedeutung des Ergebnisses im Kontext
Validierung Prüfung an Realität und Plausibilität
Definitionsbereich Sinnvolle Eingabewerte im Sachzusammenhang





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Situation klären Gesuchte Größe und relevante Daten
Annahmen treffen Vereinfachungen begründen
Modell bilden Funktion, Geometrie oder Wahrscheinlichkeit
Ergebnis deuten Mathematische Zahl in Realität übersetzen
Modell prüfen Plausibilität und Grenzen untersuchen






Kreuzworträtsel

Modell Wie heißt eine mathematische Vereinfachung einer Realsituation?
Annahme Wie heißt eine bewusst gesetzte Vereinfachung?
Funktion Welches Modell beschreibt häufig Zusammenhänge zwischen zwei Größen?
Geometrie Welcher Bereich modelliert Längen, Flächen und Körper?
Wahrscheinlichkeit Welcher Begriff beschreibt die mathematische Chance eines Ereignisses?
Plausibilität Wie nennt man die Prüfung, ob ein Ergebnis vernünftig zum Sachkontext passt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Modellieren wird eine Realsituation zunächst

. Eine bewusst gesetzte Vereinfachung heißt

. Ein Zusammenhang zwischen zwei Größen kann durch eine

beschrieben werden. Längen und Volumina werden häufig mit einem Modell aus der

untersucht. Zufällige Vorgänge können mit

modelliert werden. Nach der Rechnung wird das Ergebnis in die

zurückübersetzt. Eine Kontrolle von Größenordnung und Einheit gehört zur

. Der Bereich, in dem ein Modell nicht mehr sinnvoll verwendet werden sollte, gehört zu den

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Modellierungsfoto: Fotografiere ohne Personen ein Objekt, das sich näherungsweise durch eine einfache geometrische Form beschreiben lässt. Markiere die Modellform und nenne zwei Abweichungen.
  2. Funktionsmodell: Erfinde eine reale Situation zu f(x)=2,5x+6. Lege Bedeutung, Einheit und sinnvollen Definitionsbereich fest.
  3. Plausibilitätscheck: Suche in einer Werbung, Verpackung oder anonymisierten Grafik eine Zahlenangabe und prüfe ihre Größenordnung mit einer Überschlagsrechnung.
  4. Modellierungskreislauf: Gestalte eine kompakte Skizze mit den sechs Schritten Situation, Annahmen, Modell, Rechnung, Interpretation und Prüfung.


Standard

  1. Torbogen-Modell: Vermesse eine selbst gezeichnete symmetrische Bogenform, bestimme drei Punkte und entwickle ein passendes quadratisches Modell. Prüfe, wo es sichtbar abweicht.
  2. Höhenmessung: Bestimme die Höhe eines Gebäudeteils ohne personenbezogene Daten mithilfe von Abstand und Höhenwinkel. Dokumentiere Skizze, Rechnung, Messunsicherheit und Modellgrenze.
  3. Behältervergleich: Vergleiche das berechnete Volumen eines geometrischen Modellkörpers mit einer Herstellerangabe. Begründe mögliche Unterschiede.
  4. Zufallsmodell: Entwickle ein zweistufiges Zufallsexperiment, zeichne ein Baumdiagramm, berechne ein Ereignis und erkläre, ob Unabhängigkeit vorliegt.


Schwer

  1. Modellvergleich: Löse dieselbe Realsituation mit zwei unterschiedlichen Modellen und beurteile, welche Annahmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
  2. Messfehler: Untersuche, wie sich eine kleine Änderung eines Messwertes auf das Endergebnis auswirkt. Nutze mindestens drei Messvarianten und stelle sie tabellarisch dar.
  3. Digitale Modellprüfung: Lass ein Tabellenkalkulationsprogramm oder eine KI einen Rechenweg vorschlagen. Prüfe jeden Schritt, korrigiere Fehler und kennzeichne, was Du selbst mathematisch begründet hast.
  4. Transferprojekt: Entwickle eine eigene Modellierungsaufgabe für den mittleren Abschluss mit Realsituation, Daten, Lösung, Plausibilitätsprüfung, Modellgrenze und einem hilfreichen Diagramm.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Modellwahl begründen: Eine Regentonne, eine Flugkurve und ein Gewinnspiel sollen untersucht werden. Wähle jeweils ein Modell aus Funktion, Geometrie oder Wahrscheinlichkeit und begründe die Wahl anhand der Struktur der Situation.
  2. Annahmen verändern: Ein Behälter wird als Zylinder modelliert. Beschreibe zwei reale Abweichungen und erkläre qualitativ, wie sie das berechnete Volumen beeinflussen können.
  3. Definitionsbereich prüfen: Eine Kostenfunktion lautet K(x)=5+1,8x. Entwickle einen realistischen Gültigkeitsbereich und begründe, warum Werte außerhalb dieses Bereichs problematisch sein können.
  4. Fehlerdiagnose: Eine Person berechnet eine Baumhöhe mit h=12⋅tan⁡(38∘), obwohl die Augenhöhe 1,60 m beträgt. Erkläre den Fehler und verbessere das Modell.
  5. Wahrscheinlichkeitsannahme: Zwei Fehlerereignisse werden als unabhängig behandelt. Nenne eine reale Situation, in der diese Annahme fragwürdig ist, und beschreibe die Folge für das Modell.
  6. Digitales Ergebnis bewerten: Ein Rechner liefert V=3015,928947446L. Die Maße wurden auf Zentimeter genau gemessen. Formuliere ein angemessenes Ergebnis und begründe die Rundung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du strukturierst die Realsituation und nennst die gesuchte Größe.
  2. Du verwendest Größen mit passenden Einheiten.
  3. Du legst Annahmen offen und begründest sie.
  4. Du wählst ein geeignetes Modell aus Funktion, Geometrie oder Wahrscheinlichkeit.
  5. Du dokumentierst den Rechenweg nachvollziehbar.
  6. Du verknüpfst Rechnung mit Graph, Skizze, Tabelle oder Baumdiagramm.
  7. Du formulierst einen Antwortsatz im Sachzusammenhang.
  8. Du prüfst Plausibilität, Genauigkeit, Definitionsbereich und Modellgrenzen.
  9. Du kontrollierst digitale oder KI-erzeugte Ergebnisse eigenständig.




Kompetenzcheck

Markiere für Dich: sicher, teilweise sicher oder noch üben.

Kompetenz Dein Stand
Ich erkenne relevante Größen und Einheiten.
Ich kann Annahmen sinnvoll formulieren.
Ich wähle ein passendes Modell und begründe die Wahl.
Ich kann Darstellungen wechseln.
Ich prüfe ein Ergebnis an der Realität.
Ich benenne Modellgrenzen.
Ich prüfe digitale und KI-erzeugte Ergebnisse kritisch.


Reflexion

Beantworte schriftlich in drei bis fünf Sätzen:

  1. Welche Annahme war in den Beispielen besonders wichtig?
  2. Woran erkennst Du, dass ein mathematisch korrektes Ergebnis trotzdem sachlich ungeeignet sein kann?
  3. Welche Kontrolle hilft Dir persönlich am meisten: Einheit, Überschlag, Graph, zweite Rechnung oder Vergleich mit realen Daten?
  4. Wann würdest Du ein Modell verbessern statt nur genauer zu rechnen?


Folgekurs

Als nächster Schritt eignet sich ein Kurs zu M10 M - Modellieren mit quadratischen Funktionen und Trigonometrie, M10 M - Körperberechnungen in Realsituationen oder M10 M - Zufallsexperimente mit Baumdiagrammen. Dort wird jeweils ein Modelltyp vertieft.


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