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M8 E - Körperberechnungen in Realsituationen modellieren

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M8 E - Körperberechnungen in Realsituationen modellieren



M8 E - Körperberechnungen in Realsituationen modellieren

Mini-Beschreibung: Übersetze Verpackungen, Dächer, Behälter und andere technische Formen in geeignete mathematische Körpermodelle und berechne benötigte Größen. Du arbeitest auf E-Niveau der Klasse 8, reflektierst Modellvereinfachungen und Einheiten und begründest deine Entscheidungen nachvollziehbar.


Einleitung

Eine reale Form ist selten ein perfekter Quader, ein Prisma oder ein Zylinder. Beim Modellieren entscheidest Du deshalb zuerst, welche Details wichtig sind und welche Du vorübergehend weglassen kannst.

Modellierweg: Realsituation → Skizze → Körpermodell → Maße und Einheiten → Formel → Rechnung → Rückübersetzung → Prüfung des Modells.


Lernziele

  1. Modellieren: Du wählst zu einer Realsituation ein geeignetes Körpermodell und begründest die Wahl.
  2. Volumen: Du berechnest Rauminhalte von Quadern, Prismen, Zylindern und zusammengesetzten Körpern.
  3. Oberfläche: Du bestimmst benötigte Materialflächen und unterscheidest sichtbare, verdeckte und Kontaktflächen.
  4. Einheiten: Du rechnest Längen-, Flächen- und Volumeneinheiten sicher um.
  5. Prüfen: Du kontrollierst Ergebnisse durch Schätzen, Überschlagen und digitale Werkzeuge.
  6. Begründen: Du erklärst Modellvereinfachungen, untersuchst Sonderfälle, findest Gegenbeispiele und verallgemeinerst Zusammenhänge.


Vorwissen-Check

Beantworte zunächst ohne Taschenrechner:

  1. Kannst Du 2,4m=240cm und 1dm3=1L begründen?
  2. Kennst Du ARechteck=a⋅b, ADreieck=12g⋅hg und AKreis=πr2?
  3. Kannst Du in einer Skizze Grundfläche, Körperhöhe und Mantel unterscheiden?
  4. Kannst Du erklären, warum cm2 keine Volumeneinheit ist?
  5. Kannst Du einen Taschenrechnerwert sinnvoll runden und anschließend prüfen?

Wenn Du bei mehr als zwei Punkten unsicher bist, wiederhole Flächeninhalt, Kreis, Einheiten umrechnen und Satz des Pythagoras.


Werkzeugkasten


Grundformeln

Körpermodell Formeln
Quader V=a⋅b⋅c
O=2(ab+ac+bc)
Gerades Prisma V=G⋅h
O=2G+M
M=UG⋅h
Zylinder V=πr2h
O=2πr2+2πrh

Bedeutung: G ist der Flächeninhalt der Grundfläche, UG ihr Umfang, h die Körperhöhe, M die Mantelfläche.


Einheiten als Kontrollwerkzeug

1m2=10000cm2

1m3=1000000cm3

1dm3=1L

1m3=1000L

Schnelltest: Fläche braucht eine quadratische Einheit, Volumen eine kubische Einheit. Ein Literwert beschreibt Volumen.


Rotierbare 3D-Körper

Drehe die Körper, verändere Maße und prüfe, welche Größen sich ändern. Notiere vor dem digitalen Test jeweils eine Vermutung.

Digitale Kontrolle: Ein Applet bestätigt höchstens eine Rechnung. Es ersetzt weder die Modellentscheidung noch die Begründung. Prüfe insbesondere Einheit, Eingabewerte, Rundung und die Frage, ob das digitale Modell zur Realität passt.


Vom Gegenstand zum Körpermodell


Beispiel 1: Verpackung als Quader

Eine geschlossene Schachtel hat innen näherungsweise die Maße 24cm×16cm×6cm.

Schritt 1 – Modell: Quader. Laschen, Materialdicke und abgerundete Kanten werden zunächst vernachlässigt.

Schritt 2 – Volumen:

V=24⋅16⋅6=2304cm3

2304cm3=2,304L

Schritt 3 – Oberfläche:

O=2(24⋅16+24⋅6+16⋅6)=1248cm2

Schritt 4 – Materialbedarf: Bei pauschal 12% Zuschlag für Laschen und Verschnitt:

AMaterial≈1,12⋅1248=1397,76cm2

Sinnvoll gerundet: etwa 1400cm2.

Modellkritik: Der Zuschlag ist eine Annahme. Für eine echte Produktion müsste ein konkretes Stanznetz mit Laschen, Klebeflächen und Materialstärke vermessen werden.


Interaktive Aufgabe zur Verpackung

Eine zweite Schachtel misst 30cm×20cm×8cm. Bestimme Volumen und Quaderoberfläche. Untersuche danach, ob ein pauschaler Materialzuschlag von 10% für jedes Verpackungsdesign plausibel ist.

Hilfe 1: Entscheide zuerst: Gesucht sind Raummaß und Flächenmaß.

Hilfe 2: Nutze V=abc und O=2(ab+ac+bc).

Hilfe 3: Für die Oberfläche erhältst Du drei verschiedene Rechtecksflächen, die jeweils doppelt vorkommen.

Feedback: V=4800cm3=4,8L und O=2000cm2. Ein fester Zuschlag ist kein Naturgesetz: Laschenform, Verschluss, Materialstärke und Verschnitt können ihn verändern.


Beispiel 2: Satteldach als Dreiecksprisma

Ein Gebäude ist 8m breit und 12m lang. Vom oberen Rand der Wände bis zum First beträgt die Dachhöhe 3m.

Schritt 1 – Modell: Der Dachraum wird als gerades Dreiecksprisma angenähert.

Schritt 2 – Dreiecksgrundfläche:

G=12⋅8⋅3=12m2

Schritt 3 – Dachraumvolumen:

V=G⋅12=144m3

Schritt 4 – Dachhaut: Für ein symmetrisches Dach ist die halbe Breite 4m. Mit Pythagoras:

s=42+32=5m

Für beide geneigten Dachflächen ohne Überstand:

ADach=2⋅12⋅5=120m2

Modellkritik: Dachüberstände, Ziegelüberdeckung, Gauben, Schornstein und Öffnungen fehlen. Ob diese Details vernachlässigt werden dürfen, hängt von der Fragestellung ab.


E-Niveau: Verallgemeinere das Dachmodell

Für Gebäudebreite b, Dachhöhe hd und Gebäudelänge l gilt beim symmetrischen Satteldach:

VDach=12bhdl

Die Sparrenlänge ist

s=(b2)2+hd2

und die reine geneigte Dachfläche ohne Überstand ist

ADach=2ls.

Denkfrage: Verdoppelt man nur hd, verdoppelt sich das Dachraumvolumen. Verdoppelt sich auch die Dachfläche? Begründe algebraisch oder finde ein Gegenbeispiel.


Beispiel 3: Behälter als Zylinder

Eine Regentonne wird als Zylinder mit r=0,35m und h=1,00m modelliert.

V=π⋅0,352⋅1≈0,3848m3

0,3848m3≈385L

Plausibilitätscheck: Ein Quader mit Grundfläche 0,7m×0,7m und Höhe 1m hätte 490L. Der Zylinder muss darunter liegen. 385L ist deshalb plausibel.

Modellkritik: Wandstärke, gewölbter Deckel, Standfuß und Einbuchtungen verändern das echte Fassungsvermögen.


Interaktive Aufgabe zum Zylinder

Eine technische Dose hat Durchmesser d=12cm und Höhe h=18cm. Berechne das Innenvolumen im idealisierten Modell.

Hilfe 1: In der Volumenformel steht der Radius, nicht der Durchmesser.

Hilfe 2: r=d2=6cm.

Hilfe 3: V=π⋅62⋅18.

Feedback: V=648πcm3≈2036cm3≈2,04L. Wer d statt r einsetzt, erhält beim Kreisanteil den vierfachen Wert.


Beispiel 4: Technisches Gehäuse als zusammengesetzter Körper

Ein Maschinengehäuse besteht im Modell aus einem Quader und einem darauf sitzenden Dreiecksprisma. Beide Teile sind 80cm lang. Der Quader ist 50cm breit und 30cm hoch. Das Dreieck darüber hat Grundseite 50cm und Höhe 20cm.

V1=80⋅50⋅30=120000cm3

G2=12⋅50⋅20=500cm2

V2=500⋅80=40000cm3

Vgesamt=160000cm3=160L

Wichtig bei Oberflächen: Die Kontaktfläche zwischen den Teilkörpern liegt innen. Sie darf bei der äußeren Oberfläche nicht doppelt mitgezählt werden.


Visuelle Erklärungen und Medien

Beobachtungsauftrag: Stoppe das Video vor einer Beispielrechnung. Notiere zuerst selbst G, UG, h, V und O. Vergleiche danach Deinen Rechenweg.

Datei:Volumen und Oberfläche von Prisma und Zylinder - kolleg24 Mathematik.webm

Arbeitsauftrag: Erkläre an einem Beispiel aus dem Video, warum V=G⋅h für Quader und andere gerade Prismen dieselbe Struktur hat.

Prüfauftrag: Welche Aussagen des Videos brauchst Du für dieses E-Niveau tatsächlich? Trenne relevante Körpermodelle von weiterführenden Körpern.

Fehlerdetektiv: Prüfe bei jeder Beispielrechnung im Video, ob Radius, Höhe, Einheit und Rundung korrekt interpretiert werden.


Übungen mit Hilfestufen und Feedback


Übung A: Material oder Volumen?

Eine geschlossene quaderförmige Transportbox hat a=60cm, b=40cm, c=35cm. Bestimme

  1. das Innenvolumen in Litern,
  2. die ideale äußere Oberfläche,
  3. eine realistischere Materialfläche bei 8% Zuschlag.

Hilfe 1: Trenne Volumen und Fläche schon in der Skizze.

Hilfe 2: 1L=1000cm3.

Hilfe 3: Rechne erst ideal, dann den prozentualen Zuschlag.

Feedback: V=84000cm3=84L, O=11800cm2, Material näherungsweise 12744cm2. Begründe, warum die letzte Zahl keine exakte Konstruktionsangabe ist.


Übung B: Dach mit Überstand

Ein symmetrisches Satteldach hat Gebäudebreite 10m, Dachhöhe 2,4m und Gebäudelänge 14m. Für die Dachhaut wird an beiden Stirnseiten zusammen 0,8m zusätzliche Länge berücksichtigt.

Auftrag: Berechne die geneigte Dachfläche im Modell. Erkläre, welche reale Größe durch 14,8m modelliert wird.

Hilfe 1: Halbe Gebäudebreite: 5m.

Hilfe 2: s=52+2,42.

Hilfe 3: Nutze für die Dachhaut A=2⋅14,8⋅s.

Feedback: s≈5,55m, also A≈164,3m2. Das Ergebnis hängt an der Modellannahme, dass der Überstand nur die effektive Dachlänge verändert.


Übung C: Tankangabe kritisch prüfen

Ein Hersteller nennt für einen zylindrischen Tank 500L. Gemessen werden außen ungefähr d=80cm und h=100cm.

Auftrag: Berechne das Volumen des idealisierten Außenzylinders und beurteile die Herstellerangabe, ohne vorschnell einen Fehler zu behaupten.

Hilfe 1: r=40cm.

Hilfe 2: V=π⋅402⋅100.

Hilfe 3: Vergleiche Außenmodell und nutzbares Innenvolumen.

Feedback: Das Außenzylindermodell liefert etwa 502,7L. 500L ist damit plausibel. Wandstärke, Deckelform und Messungenauigkeit verhindern eine exakte Gleichheit.


Übung D: Gegenbeispiel finden

Behauptung: „Wenn das Volumen eines geraden Prismas verdoppelt wird, muss seine Höhe doppelt so groß sein.“

Auftrag: Finde ein Gegenbeispiel und formuliere anschließend eine korrekte Bedingung.

Hilfe 1: V=G⋅h enthält zwei veränderliche Faktoren.

Hilfe 2: Lasse h gleich und verändere G.

Feedback: Die Behauptung ist allgemein falsch. Sie wird richtig, wenn die Grundfläche unverändert bleibt und nur die Körperhöhe verändert wird.


Typische Fehler

Fehler Gegenprobe
Durchmesser als Radius einsetzen Prüfe r=d2.
cm2 als Volumen angeben Volumen braucht cm3.
Kontaktflächen doppelt zählen Markiere äußere Flächen in der Skizze.
Zu früh runden Runde erst am Ende sinnvoll.
Reales Objekt exakt mit Modell gleichsetzen Nenne mindestens eine Vereinfachung.
Digitalwert ungeprüft übernehmen Schätze vorher und kontrolliere Einheit sowie Eingabe.


Selbstkontrolle

Prüfe vor jeder Abgabe:

  1. Modell: Passt Quader, Prisma, Zylinder oder eine Zerlegung?
  2. Skizze: Sind Maße und gesuchte Größen markiert?
  3. Einheiten: Wurden alle Maße vor dem Rechnen vereinheitlicht?
  4. Formel: Ist die Formel passend zur gesuchten Größe?
  5. Rechenweg: Sind Zwischenschritte und Einheiten sichtbar?
  6. Plausibilität: Passt die Größenordnung?
  7. Realität: Welche Details wurden weggelassen?
  8. Digital: Stimmen Eingaben und Ausgabe mit Deiner eigenen Rechnung überein?


Transfer: Modellieren unter Unsicherheit

Wähle einen Gegenstand ohne personenbezogene Daten, zum Beispiel eine neutrale Verpackung, einen Behälter oder ein technisches Bauteil.

  1. Erstelle eine Skizze und zerlege die Form in bekannte Körper.
  2. Messe nur die für Dein Modell nötigen Größen.
  3. Berechne mindestens Volumen oder Materialfläche.
  4. Gib eine sinnvolle Genauigkeit an.
  5. Untersuche, welche Modellvereinfachung das Ergebnis am stärksten verändern könnte.
  6. Prüfe das Ergebnis mit einem zweiten Verfahren, zum Beispiel Überschlag, Tabellenkalkulation oder dynamischer Geometriesoftware.

Datenschutz: Lade keine Fotos mit erkennbaren Personen, Namen, Adressen, Kennzeichen oder anderen personenbezogenen Daten hoch.

KI-Hinweis: KI kann Formeln, Rechenwege oder Gegenbeispiele vorschlagen. Prüfe jede Ausgabe selbst. Eine KI-Ausgabe ersetzt keinen mathematischen Beweis und keine nachvollziehbare Begründung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Modell passt näherungsweise zu einer geraden Getränkedose? (Zylinder) (!Kugel) (!Dreieck) (!Pyramide)




Welche Formel beschreibt das Volumen eines geraden Prismas? (V gleich Grundfläche mal Körperhöhe) (!V gleich Umfang mal Körperhöhe) (!V gleich Grundfläche plus Körperhöhe) (!V gleich Mantelfläche mal zwei)




Welche Einheit passt zu einem Volumen? (Kubikzentimeter) (!Quadratzentimeter) (!Zentimeter) (!Quadratmeter)




Was musst Du bei gegebenem Zylinderdurchmesser zuerst bestimmen? (Den Radius als halben Durchmesser) (!Die Höhe als doppelten Durchmesser) (!Die Oberfläche als halben Umfang) (!Die Grundfläche als Durchmesser mal Höhe)




Was gehört zu einer guten Modellierung? (Vereinfachungen benennen und Ergebnis in der Realität prüfen) (!Jedes reale Detail immer exakt abbilden) (!Nur eine Formel ohne Skizze notieren) (!Ein Digitalergebnis ungeprüft übernehmen)




Welche Fläche zählt bei zwei zusammengeklebten Körpern nicht zur äußeren Oberfläche? (Die gemeinsame Kontaktfläche) (!Eine frei sichtbare Seitenfläche) (!Eine äußere Grundfläche) (!Eine frei liegende Deckfläche)




Welche Beziehung gilt für Liter und Kubikdezimeter? (Ein Kubikdezimeter entspricht einem Liter) (!Ein Quadratzentimeter entspricht einem Liter) (!Ein Kubikmeter entspricht einem Liter) (!Ein Dezimeter entspricht einem Liter)




Warum ist ein Überschlag vor einer digitalen Rechnung sinnvoll? (Er hilft unplausible Eingaben und Ergebnisse zu erkennen) (!Er macht Einheiten überflüssig) (!Er ersetzt die Modellwahl) (!Er beweist jede Formel)




Wann verdoppelt sich bei einem Prisma das Volumen sicher durch Verdopplung der Höhe? (Wenn die Grundfläche unverändert bleibt) (!Wenn gleichzeitig die Grundfläche halbiert wird) (!Wenn die Einheit von Zentimeter zu Meter wechselt) (!Wenn nur die Oberfläche konstant bleibt)




Was ist auf E-Niveau bei einer allgemeinen Behauptung besonders wichtig? (Sie begründen oder durch ein Gegenbeispiel widerlegen) (!Sie ohne Prüfung übernehmen) (!Nur ein Zahlenbeispiel auswendig lernen) (!Die Einheit weglassen)





Memory

Quader Rechteckiger Verpackungskörper
Dreiecksprisma Vereinfachtes Satteldach
Kreiszylinder Idealisierte Regentonne
Mantelfläche Seitenbereich ohne Grundflächen
Grundfläche Ausgangsfläche für Volumenformel
Plausibilitätscheck Vergleich mit Größenordnung
Modellvereinfachung Bewusstes Weglassen unwichtiger Details





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Quader Versandkarton
Dreiecksprisma Satteldach
Zylinder Regentonne
Oberfläche Materialbedarf
Volumen Fassungsvermögen





Kreuzworträtsel

Prisma Welches Körpermodell hat zwei kongruente parallele Grundflächen?
Zylinder Welcher Körper modelliert eine gerade Dose?
Volumen Welche Größe beschreibt den Rauminhalt?
Mantel Wie heißt der Seitenbereich eines Prismas oder Zylinders?
Radius Welche Kreisgröße ist halb so groß wie der Durchmesser?
Modell Wie heißt die vereinfachte mathematische Darstellung einer Realsituation?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Modellieren wird ein reales Objekt durch ein geeignetes mathematisches

vereinfacht. Für ein gerades Prisma gilt für das Volumen

. Beim Zylinder ist die Grundfläche ein

. Eine Flächengröße trägt eine

Einheit. Eine Volumengröße trägt eine

Einheit. Vor dem Rechnen müssen verwendete Maße auf

gebracht werden. Bei zusammengesetzten Körpern dürfen innere

nicht als äußere Oberfläche mitgezählt werden. Ein digitales Ergebnis muss auf

geprüft werden. Eine bewusste Vereinfachung des realen Gegenstands heißt

. Auf E-Niveau sollst Du Vermutungen begründen und falsche allgemeine Aussagen durch ein

widerlegen.




Kompetenzcheck

Beurteile Dich mit „sicher“, „teilweise“ oder „noch üben“:

  1. Ich übersetze eine Realsituation selbstständig in ein oder mehrere Körpermodelle.
  2. Ich begründe, warum ein Modell zur Fragestellung passt.
  3. Ich berechne Volumen und äußere Oberfläche mit nachvollziehbarem Rechenweg.
  4. Ich gehe sicher mit cm2, m2, cm3, m3 und Litern um.
  5. Ich untersuche Sonderfälle und verallgemeinere Formeln.
  6. Ich finde Gegenbeispiele zu falschen allgemeinen Aussagen.
  7. Ich prüfe digitale Ergebnisse kritisch und kann Modellgrenzen erklären.


Reflexion

  1. Welche Modellvereinfachung hat in Deinen Aufgaben die größte Wirkung auf das Ergebnis?
  2. Wann ist ein genaueres Modell den zusätzlichen Aufwand wert?
  3. Welche Kontrolle hat Dir Fehler am schnellsten gezeigt: Skizze, Einheit, Überschlag oder digitales Werkzeug?
  4. Wie würdest Du einer anderen Person erklären, warum ein korrekt gerechnetes Ergebnis trotzdem für die Realität ungeeignet sein kann?


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Verpackungsanalyse: Suche eine neutrale Verpackung, skizziere sie als Quader oder Prisma und markiere benötigte Maße.
  2. Einheiten-Fotoaufgabe: Fotografiere nur einen Gegenstand ohne personenbezogene Daten und ergänze daneben sinnvolle Längen-, Flächen- und Volumeneinheiten.
  3. Körperjagd: Finde im Schulgebäude fünf technische Formen und ordne passende Körpermodelle zu.
  4. Netzentwurf: Zeichne für eine quaderförmige Verpackung ein Netz und kennzeichne Flächen, die später außen liegen.


Standard

  1. Dachmodell: Vermesse ein vereinfachtes Satteldachmodell und berechne Dachraumvolumen sowie geneigte Dachfläche.
  2. Behältervergleich: Vergleiche zwei zylindrische Behälter mit unterschiedlichen Radien und Höhen bei ähnlichem Volumen.
  3. Materialschätzung: Bestimme für eine Verpackung idealisierte Oberfläche und einen begründeten Zuschlag für Laschen oder Verschnitt.
  4. Digitaler Doppelcheck: Löse eine Körperaufgabe zuerst von Hand und kontrolliere sie anschließend mit GeoGebra oder Tabellenkalkulation. Dokumentiere Abweichungen.


Schwer

  1. Zusammengesetzter Körper: Modelliere ein technisches Gehäuse aus mindestens zwei Teilkörpern und berechne Volumen sowie äußere Oberfläche ohne innere Kontaktflächen.
  2. Gegenbeispielwerkstatt: Formuliere drei plausible, aber falsche Aussagen über Volumenänderungen und widerlege jede mit einem Gegenbeispiel.
  3. Modellvergleich: Entwickle für denselben realen Gegenstand zwei verschieden genaue Körpermodelle und vergleiche Aufwand, Ergebnis und Fehlerquellen.
  4. Optimierungsfrage: Untersuche bei festem Volumen verschiedene Quadermaße und formuliere eine begründete Vermutung dazu, wann die Oberfläche klein wird.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Modellentscheidung: Eine Verpackung besitzt abgerundete Ecken. Begründe, ob ein Quader für die Berechnung des Innenvolumens geeignet ist, und beschreibe eine Situation, in der die Abrundungen nicht mehr vernachlässigt werden sollten.
  2. Fehleranalyse: Jemand berechnet für einen Zylinder mit d=10cm und h=20cm das Volumen mit π⋅102⋅20. Erkläre den Fehler, korrigiere ihn und schätze vor der exakten Rechnung die Größenordnung.
  3. Transfer Dach: Entwickle aus Breite, Dachhöhe und Gebäudelänge eine allgemeine Formel für das Volumen eines symmetrischen Satteldachs und begründe jeden Faktor.
  4. Kontaktflächen: Zwei Quader werden flächig zusammengefügt. Entwickle eine Methode, mit der Du die äußere Oberfläche aus den Einzeloberflächen bestimmst, und begründe die notwendige Korrektur.
  5. Modellkritik: Ein digitales Werkzeug liefert für einen Tank 500,000cm3. Formuliere mindestens drei Prüfungen, bevor Du „500 Liter“ als reale Füllmenge akzeptierst.
  6. Verallgemeinerung: Untersuche die Aussage „Verdoppelt man alle Längen eines Quaders, verdoppeln sich Oberfläche und Volumen.“ Entscheide getrennt für Oberfläche und Volumen und begründe mit Termen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sind wichtig:

  1. ein selbstständig gewähltes und begründetes Körpermodell,
  2. eine lesbare technische Skizze mit Größen und Einheiten,
  3. korrekte Formeln und nachvollziehbare mehrschrittige Rechnungen,
  4. sichere Umrechnung von Flächen- und Volumeneinheiten,
  5. eine Plausibilitätskontrolle,
  6. eine begründete Reflexion über Modellvereinfachungen,
  7. mindestens eine Verallgemeinerung oder ein Gegenbeispiel,
  8. eine kritische Prüfung eines digitalen Ergebnisses.




OERs zum Thema

Freie Medien: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien besitzen auf ihrer jeweiligen Dateiseite Angaben zu Urheber und Lizenz. Prüfe diese Angaben, wenn Du Medien außerhalb des Wikis weiterverwendest.


Folgekurs

Als nächster Schritt eignet sich M8 E - Zusammengesetzte Körper untersuchen und optimieren. Dort kannst Du Modelle systematisch variieren, Abhängigkeiten untersuchen und Optimierungsvermutungen begründen.


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