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M8 M - Median und Quartile bestimmen

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M8 M - Median und Quartile bestimmen



M8 M - Median und Quartile bestimmen

Mini-Beschreibung: Du bestimmst aus geordneten Datensätzen den Median, das untere Quartil Q1 und das obere Quartil Q3. Du erklärst außerdem, was diese Kennwerte über die Verteilung von Daten aussagen.

Zielgruppe: Klasse 8, Mathematik, M-Niveau, Baden-Württemberg.


Einleitung

Ein Datensatz kann viele Werte enthalten. Drei Kennwerte helfen Dir, seine Lage schnell zu beschreiben:

Q1
unteres Quartil
Q2
Median
Q3
oberes Quartil

Der Median beschreibt die Mitte. Die Quartile teilen die geordneten Daten grob in vier gleich große Bereiche. Dadurch erkennst Du nicht nur einen mittleren Wert, sondern auch, wo die mittleren 50% der Daten liegen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. Daten ordnen und ihre Positionen sicher ablesen.
  2. den Median bei gerader und ungerader Anzahl von Werten bestimmen.
  3. Q1 und Q3 mit der hier verwendeten Schulregel bestimmen.
  4. erklären, warum Median und Quartile eine Datenverteilung sinnvoll beschreiben.
  5. zwischen Datenkarten, Zahlengerade und Boxplot wechseln.
  6. digitale Ergebnisse prüfen und unterschiedliche Quartilsdefinitionen erkennen.


Bildungsplanbezug und M-Niveau

Im gemeinsamen Bildungsplan Sekundarstufe I Baden-Württemberg gehört das Bestimmen des Medians zur Leitidee „Daten und Zufall“. Auf M-Niveau sollen Daten außerdem mit Kennwerten beschrieben, in verschiedenen Darstellungen ausgewertet und digitale Werkzeuge kritisch genutzt werden. Dieser Kurs verbindet diese Kompetenzen mit Quartilen als Vorbereitung auf Boxplots.

M-Niveau bedeutet hier: Du rechnest zunehmend selbstständig, wechselst zwischen Darstellungen, modellierst kleine Sachsituationen, vergleichst Lösungswege und erklärst Deine Entscheidung fachsprachlich.


Vorwissen-Check

Ordne zuerst die Daten. Nutze bei Bedarf eine Zahlengerade.

Datensatz: 9,4,7,2,6

2 4 6 7 9

  1. Welcher Wert liegt genau in der Mitte?
  2. Warum musst Du vor der Bestimmung des Medians sortieren?
  3. Was ändert sich am Median, wenn Du den größten Wert 9 durch 90 ersetzt?
Lösung und Feedback
Der Median ist 6. Sortieren macht die Position der Mitte sichtbar. Wird 9 zu 90, bleibt der Median 6. Das zeigt: Der Median reagiert oft weniger stark auf einzelne sehr große oder sehr kleine Werte als das arithmetische Mittel.


Grundidee: Daten in vier Bereiche teilen

Stell Dir die geordneten Daten wie Personen in einer Reihe vor. Drei Trennstellen sind besonders wichtig:

25%|50%|75%

Das untere Quartil Q1 liegt an der Grenze nach ungefähr einem Viertel der Daten. Der Median Q2 liegt in der Mitte. Das obere Quartil Q3 liegt an der Grenze nach ungefähr drei Vierteln der Daten.

Wichtig: Bei kleinen Datensätzen und mehrfach vorkommenden Werten ist „genau 25%“ nicht immer wörtlich als exakte Anzahl zu verstehen. Quartile sind Positionskennwerte einer geordneten Datenreihe.


Die in diesem Kurs verwendete Quartilsregel

Damit Deine Rechenwege eindeutig sind, verwenden wir folgende Schulregel:

  1. Sortiere alle Werte aufsteigend.
  2. Bestimme den Median Q2.
  3. Teile die Daten in eine untere und eine obere Hälfte.
  4. Bei ungerader Anzahl wird der Median beim Bilden der beiden Hälften nicht mitgenommen.
  5. Der Median der unteren Hälfte ist Q1.
  6. Der Median der oberen Hälfte ist Q3.

Merksatz: Quartile sind hier also „Mediane von Datenhälften“.


Warum gibt es manchmal andere digitale Ergebnisse?

Für Quartile existieren mehrere mathematisch gebräuchliche Berechnungsverfahren. Tabellenkalkulationen und Statistikprogramme können deshalb bei kleinen Datensätzen andere Werte für Q1 oder Q3 ausgeben.

Prüfstrategie: Notiere die verwendete Definition, rechne einen kleinen Datensatz von Hand nach und vergleiche erst dann mit dem digitalen Ergebnis. Eine KI-Ausgabe oder Softwareanzeige ersetzt keine mathematische Begründung.


Schritt für Schritt: Median bestimmen


Ungerade Anzahl von Daten

Geordnet:

2 3 4 5 6 8 9 11 12

Es gibt n=9 Werte. Der fünfte Wert liegt in der Mitte:

Q2=6

Links und rechts von 6 liegen jeweils vier Werte.


Gerade Anzahl von Daten

Geordnet:

1,2,4,4,6,7,9,12

Es gibt n=8 Werte. Die Mitte liegt zwischen dem vierten und fünften Wert:

Q2=4+62=5

Bedeutung: Der Median muss nicht selbst im Datensatz vorkommen.


Schritt für Schritt: Quartile bestimmen

Nutze den Datensatz

2,3,4,5,6,8,9,11,12

Der Median ist Q2=6. Weil n=9 ungerade ist, bleibt die 6 beim Bilden der Hälften außen vor.

Untere Hälfte:

2,3,4,5

Q1=3+42=3,5

Obere Hälfte:

8,9,11,12

Q3=9+112=10

Damit gilt:

Q1=3,5,Q2=6,Q3=10

Auf einer Zahlengeraden kannst Du die drei Kennwerte als Trennmarken sehen:

2−3−3,5−4−5−6−8−9−10−11−12


Dynamische Zahlengerade und Quartilsanimation

Verschiebe im GeoGebra-Material die Datenpunkte. Beobachte, wann sich Median und Quartile bewegen und wann sie gleich bleiben.

Forscherfragen:

  1. Welche einzelnen Datenpunkte kannst Du verschieben, ohne den Median zu verändern?
  2. Wann wird der Abstand Q3−Q1 größer?
  3. Kann Q1=Q2 gelten? Erzeuge ein Beispiel und begründe.


Vom Datensatz zum Boxplot

Die fünf wichtigen Werte für einen einfachen Boxplot sind

min⁡,Q1,Q2,Q3,max

Die Box reicht von Q1 bis Q3. In der Box liegen die mittleren ungefähr 50% der Daten. Ihre Länge heißt Interquartilsabstand:

IQR=Q3−Q1


Interaktives Boxplot-Modell

Verändere die Datenpunkte und verfolge, wie sich die fünf Kennwerte verändern.

Aktive Beobachtung: Bewege nur den größten Wert stark nach rechts. Vergleiche, ob sich Median, Q1 und Q3 ändern. Formuliere daraus eine Aussage über die Robustheit von Positionskennwerten.


Interaktive Beispiele


Beispiel A: Acht Werte

Geordnet:

1,2,4,4,6,7,9,12

Bestimme Q1, Q2 und Q3 zuerst selbst.

Hilfestufe 1
Der Median liegt zwischen 4 und 6.
Hilfestufe 2
Untere Hälfte: 1,2,4,4. Obere Hälfte: 6,7,9,12.
Lösung und Feedback
Q1=2+42=3, Q2=4+62=5, Q3=7+92=8. Prüfe, ob Du zuerst sortiert und anschließend die beiden Hälften korrekt gebildet hast.


Beispiel B: Gleiche Medianwerte, andere Streuung

Datensatz A:

2,4,5,6,7,8,10

Datensatz B:

0,1,2,6,20,30,40

Beide Datensätze haben den Median 6.

Denkfrage: Warum beschreibt „Median =6“ die beiden Datensätze trotzdem nicht vollständig?

Feedback
Die Werte liegen unterschiedlich weit auseinander. Quartile zeigen zusätzliche Informationen über die Verteilung und die mittleren 50% der Daten.


Beispiel C: Eine Zahl verändert sich stark

Aus

3,4,5,6,7,8,9

wird

3,4,5,6,7,8,90

Vergleiche Median und Quartile vor und nach der Änderung.

Lösung und Bedeutung
In beiden Datensätzen ist Q2=6. Auch Q1=4 bleibt gleich. Das obere Quartil bleibt bei dieser Schulregel Q3=8. Ein einzelner Extremwert kann sich stark ändern, ohne diese drei Positionskennwerte zu verändern.


Übungen mit Hilfestufen und Feedback


Übung 1: Sicher bestimmen

Bestimme Q1, Q2 und Q3 für

4,9,2,7,5,6,8

Hilfestufe 1
Sortiere zuerst.
Hilfestufe 2
Geordnet: 2,4,5,6,7,8,9. Der Median ist der vierte Wert.
Feedback
Q1=4, Q2=6, Q3=8. Wenn Du andere Werte erhältst, prüfe besonders, ob Du den Median bei der Bildung der beiden Hälften ausgelassen hast.


Übung 2: Gerade Anzahl

Bestimme die drei Quartile für

3,5,6,8,10,11,14,15,18,20

Hilfestufe
Der Median liegt zwischen dem fünften und sechsten Wert.
Feedback
Q2=10+112=10,5. Untere Hälfte: 3,5,6,8,10, also Q1=6. Obere Hälfte: 11,14,15,18,20, also Q3=15.


Übung 3: Rückwärts denken

Erfinde einen geordneten Datensatz mit sieben Werten, für den

Q1=3,Q2=6,Q3=9

gilt.

Hilfestufe
Bei sieben Werten liegen Q1, Q2 und Q3 an gut sichtbaren mittleren Positionen der Teilgruppen.
Mögliches Feedback
Ein mögliches Beispiel ist 1,3,4,6,8,9,12. Es gibt viele richtige Lösungen. Entscheidend ist Deine Begründung.


Übung 4: Darstellung wechseln

Gegeben ist die Fünf-Punkte-Zusammenfassung

min⁡=2,Q1=5,Q2=7,Q3=11,max⁡=15

Skizziere daraus einen Boxplot auf einer Zahlengeraden. Beschrifte alle fünf Kennwerte und markiere den Bereich der mittleren 50%.


Typische Fehler

  1. Nicht sortiert: Median und Quartile sind Positionskennwerte. Ohne Ordnung ist ihre Position nicht sichtbar.
  2. Bei gerader Anzahl nur einen Mittelwert verwenden: Für den Median werden die beiden mittleren Werte gemittelt.
  3. Bei ungerader Anzahl den Median doppelt verwenden: In diesem Kurs wird der Median beim Bilden der unteren und oberen Hälfte ausgelassen.
  4. Quartil mit Viertel des Zahlenwerts verwechseln: Q1 ist kein Viertel von Q3, sondern eine Positionsgrenze in geordneten Daten.
  5. Prozentangaben zu wörtlich lesen: Bei kleinen diskreten Datensätzen und gleichen Werten sind die Viertel nicht immer als exakt gleich viele verschiedene Zahlen sichtbar.
  6. Software ungeprüft übernehmen: Verschiedene Quartilsdefinitionen können zu verschiedenen Ergebnissen führen.


Selbstkontrolle

Prüfe Dich ohne Lösungshilfe.

Datensatz:

5,6,6,8,9,10,12,13,15

  1. Bestimme Q1, Q2 und Q3.
  2. Berechne IQR=Q3−Q1.
  3. Erkläre in einem Satz, was der Interquartilsabstand hier beschreibt.
  4. Ersetze 15 durch 50. Welche der drei Quartile ändern sich?
  5. Prüfe Dein Ergebnis anschließend mit einem digitalen Werkzeug und notiere, welche Quartilsdefinition das Werkzeug verwendet.
Kontrolllösung
Nach der Kursregel: Q2=9, untere Hälfte 5,6,6,8, also Q1=6; obere Hälfte 10,12,13,15, also Q3=12,5. Damit IQR=6,5. Wird 15 durch 50 ersetzt, bleibt Q1 gleich und Q2 gleich; Q3 ändert sich in diesem Beispiel nicht, weil die mittleren beiden Werte der oberen Hälfte weiterhin 12 und 13 sind.


Transfer: Daten im Alltag beurteilen

Eine Klasse vergleicht zwei Serien von Fahrzeiten in Minuten.

Route A: 18,19,20,20,21,21,22,23,24

Route B: 12,15,18,20,21,25,29,33,40

Beide Reihen können einen ähnlichen mittleren Bereich haben, aber unterschiedlich stark streuen.

Auftrag: Bestimme Median und Quartile, skizziere zwei Boxplots auf derselben Skala und beantworte: Welche Route liefert die gleichmäßigeren Fahrzeiten? Begründe mit mindestens zwei Kennwerten oder Abständen.

Datenschutz: Verwende für eigene Datenerhebungen keine Namen, Geburtsdaten, Standortverläufe oder andere personenbezogene Angaben. Für die Übung reichen anonyme Messwerte.


Kompetenzcheck

Markiere gedanklich: sicher – teilweise – noch üben.

  1. Ich kann eine Urliste in eine geordnete Datenreihe verwandeln.
  2. Ich kann den Median bei gerader und ungerader Anzahl begründen.
  3. Ich kann die Datenhälften für Q1 und Q3 korrekt bilden.
  4. Ich kann erklären, warum Quartile Informationen über die Streuung ergänzen.
  5. Ich kann aus Q1, Q2 und Q3 Aussagen zu einer Verteilung formulieren.
  6. Ich kann zwischen Datenkarten, Zahlengerade und Boxplot wechseln.
  7. Ich kann digitale Quartilswerte kritisch prüfen und eine Berechnungsmethode benennen.


Reflexion

  1. Welche Darstellung hilft Dir am meisten: Datenkarten, Zahlengerade oder Boxplot? Begründe.
  2. An welchem Schritt passieren Dir noch Fehler?
  3. Wie würdest Du einer jüngeren Person den Median erklären, ohne eine Formel zu nennen?
  4. Warum ist es sinnvoll, bei digitalen Ergebnissen die Berechnungsregel zu prüfen?


Folgekurs

Als nächstes passt M8 M - Boxplots erstellen und interpretieren. Dort nutzt Du Minimum, Q1, Median, Q3 und Maximum, um Verteilungen grafisch zu vergleichen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was musst Du vor dem Bestimmen von Median und Quartilen zuerst tun? (Die Daten der Größe nach ordnen) (!Alle Werte addieren) (!Nur den größten Wert markieren) (!Die Werte zufällig mischen)




Welche Aussage beschreibt den Median am besten? (Er markiert die Mitte einer geordneten Datenreihe) (!Er ist immer der größte Wert) (!Er ist immer gleich dem Mittelwert) (!Er ist ein Viertel der Summe)




Wie bestimmst Du bei einer geraden Anzahl von Daten den Median? (Du mittelt die beiden mittleren Werte) (!Du nimmst immer den kleineren mittleren Wert) (!Du nimmst immer den größeren mittleren Wert) (!Du addierst Minimum und Maximum)




Was ist das untere Quartil in der hier verwendeten Schulregel? (Der Median der unteren Datenhälfte) (!Der kleinste Wert) (!Der Median der oberen Datenhälfte) (!Ein Viertel des größten Werts)




Was ist das obere Quartil in der hier verwendeten Schulregel? (Der Median der oberen Datenhälfte) (!Der größte Wert) (!Der Median der unteren Datenhälfte) (!Das arithmetische Mittel aller Werte)




Welche drei Kennwerte teilen geordnete Daten in vier Bereiche? (Unteres Quartil Median und oberes Quartil) (!Minimum Mittelwert und Maximum) (!Spannweite Modus und Summe) (!Anzahl Häufigkeit und Produkt)




Was beschreibt der Interquartilsabstand? (Die Breite des Bereichs zwischen unterem und oberem Quartil) (!Die Differenz zwischen Median und Minimum) (!Die Summe aller Datenwerte) (!Die Anzahl verschiedener Datenwerte)




Warum kann eine Tabellenkalkulation bei Quartilen ein anderes Ergebnis liefern als Deine Handrechnung? (Weil unterschiedliche Quartilsdefinitionen verwendet werden können) (!Weil Computer Quartile zufällig wählen) (!Weil geordnete Daten digital nicht erlaubt sind) (!Weil der Median nur mit Papier berechnet werden kann)




Was passiert bei einem einzelnen sehr großen Ausreißer häufig mit dem Median? (Er bleibt unverändert) (!Er wird immer zum größten Wert) (!Er verdoppelt sich immer) (!Er wird automatisch null)




Welche Aussage zur Box eines einfachen Boxplots ist richtig? (Sie reicht vom unteren bis zum oberen Quartil) (!Sie reicht immer von null bis zum Maximum) (!Sie zeigt nur den kleinsten Wert) (!Sie enthält grundsätzlich alle Datenwerte)





Memory

Median Mitte der geordneten Daten
Unteres Quartil Grenze des unteren Viertelbereichs
Oberes Quartil Grenze des oberen Viertelbereichs
Interquartilsabstand Abstand zwischen den beiden äußeren Quartilen
Sortieren Daten in aufsteigende Reihenfolge bringen
Box Bereich der mittleren Hälfte
Ausreißer Ungewöhnlich weit entfernter Datenwert





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Daten ordnen Werte von klein nach groß anordnen
Median bestimmen Mitte der geordneten Reihe finden
Daten halbieren Untere und obere Teilgruppe bilden
Quartile bestimmen Median der jeweiligen Teilgruppe finden
Ergebnis deuten Lage und Streuung in Worten erklären




...


Kreuzworträtsel

Median Welcher Kennwert beschreibt die Mitte einer geordneten Datenreihe?
Quartil Wie heißt eine Trennmarke für Viertelbereiche einer Datenreihe?
Sortieren Was musst Du mit ungeordneten Daten zuerst tun?
Datenreihe Wie heißt eine geordnete Folge von Beobachtungswerten?
Boxplot Welche Darstellung nutzt Minimum Quartile Median und Maximum?
Ausreisser Wie heißt ein ungewöhnlich weit entfernter Datenwert?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Vor dem Bestimmen von Median und Quartilen werden die Daten

. Der Median beschreibt die

der geordneten Datenreihe. Das untere Quartil heißt kurz

. Das obere Quartil heißt kurz

. In diesem Kurs ist das untere Quartil der Median der

Datenhälfte. Der Bereich zwischen den beiden Quartilen enthält die mittleren ungefähr

der Daten. Der Interquartilsabstand wird durch

berechnet. Digitale Ergebnisse müssen wegen verschiedener Quartilsdefinitionen

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Datenkarten gestalten: Schreibe neun Werte auf einzelne Karten, ordne sie und markiere Q1, Q2 und Q3.
  2. Zahlengerade zeichnen: Trage einen selbst gewählten Datensatz ein und markiere die drei Quartile sichtbar.
  3. Fehler finden: Erfinde eine falsche Medianrechnung und erkläre anschließend genau, an welcher Stelle der Fehler liegt.
  4. Erklärbild erstellen: Gestalte ein Bild, das zeigt, warum Quartile eine geordnete Datenreihe in Bereiche teilen.


Standard

  1. Datensatz vergleichen: Erfinde zwei Datensätze mit gleichem Median, aber deutlich verschiedenen Quartilen, und erkläre den Unterschied.
  2. Boxplot vorbereiten: Bestimme zu einem Datensatz Minimum, Q1, Median, Q3 und Maximum und skizziere einen Boxplot.
  3. Digitale Kontrolle: Berechne Quartile von Hand und mit einer Tabellenkalkulation. Dokumentiere, ob dieselbe Quartilsdefinition verwendet wird.
  4. Mini-Erhebung: Sammle anonyme Messwerte aus Deiner Umgebung, etwa Papierflieger-Flugweiten, und werte sie mit Median und Quartilen aus.


Schwer

  1. Quartilsdefinitionen vergleichen: Finde einen kleinen Datensatz, bei dem zwei digitale Werkzeuge unterschiedliche Quartile liefern. Erkläre die Ursache.
  2. Modellieren mit Daten: Entwickle eine Sachfrage, bei der Median und Quartile hilfreicher sind als nur ein Durchschnittswert, und begründe Deine Wahl.
  3. Quartilsanimation erstellen: Erzeuge mit GeoGebra oder einem anderen Mathematikwerkzeug eine Animation, in der ein Datenpunkt verschoben wird und die Quartile sichtbar reagieren.
  4. Mathematisch argumentieren: Untersuche, welche Datenpunkte eines geordneten Datensatzes verändert werden können, ohne den Median zu ändern. Formuliere eine allgemeine Vermutung und prüfe sie an Beispielen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Verteilungen vergleichen: Zwei Datensätze haben denselben Median. Entwickle eine Begründung, warum ihre Quartile trotzdem verschieden sein können, und gib ein Beispiel.
  2. Robustheit untersuchen: Verändere nur den größten Wert eines Datensatzes stark. Erkläre, unter welchen Bedingungen Median und Quartile unverändert bleiben.
  3. Darstellung wechseln: Übersetze einen gegebenen Satz von fünf Kennwerten in einen Boxplot und erkläre anschließend die Grafik wieder in Worten.
  4. Fehleranalyse: Eine Person nimmt bei ungerader Datenanzahl den Median in beide Hälften auf. Vergleiche dieses Verfahren mit der Kursregel und zeige an einem Beispiel die Folgen.
  5. Digitale Ergebnisse prüfen: Ein digitales Werkzeug liefert andere Quartile als Deine Handrechnung. Beschreibe einen sachgerechten Prüfweg, bevor Du entscheidest, ob ein Fehler vorliegt.
  6. Transferaufgabe Statistik: Wähle zwei kleine anonyme Datensätze aus einem Alltagsszenario und begründe mit Median, Quartilen und einer passenden Darstellung, welche Verteilung gleichmäßiger ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du

  1. einen Datensatz korrekt ordnen kannst.
  2. Median, Q1 und Q3 mit nachvollziehbarem Rechenweg bestimmst.
  3. bei gerader und ungerader Datenanzahl korrekt vorgehst.
  4. Quartile in einer Zahlengeraden oder einem Boxplot darstellen kannst.
  5. die Bedeutung der Kennwerte in einem Sachzusammenhang erklärst.
  6. zwei Verteilungen anhand ihrer Kennwerte vergleichst.
  7. digitale Ergebnisse prüfst und die verwendete Quartilsregel benennst.
  8. fachsprachlich zwischen Datenwert, Median, Quartil und Interquartilsabstand unterscheidest.




OERs zum Thema

Weitere freie bzw. offen zugängliche Lernmedien: Boxplot, Median, Quantil.


Medien- und Quellenhinweise

  1. Das Wikimedia-Commons-Bild „Elements of a boxplot.svg“ ist als frei lizenziertes Diagramm verfügbar und zeigt die Elemente eines Boxplots.
  2. Das Wikimedia-Commons-Bild „Box plot.svg“ ist gemeinfrei veröffentlicht.
  3. Die eingebetteten GeoGebra-Materialien dienen zum dynamischen Verschieben von Datenpunkten und zum Beobachten der Quartile.
  4. Die YouTube-Videos werden über die Plattform eingebettet; prüfe Verfügbarkeit und schulische Datenschutzvorgaben vor dem Einsatz.
  5. Bildungsplanbezug: Gemeinsamer Bildungsplan Sekundarstufe I Baden-Württemberg, Mathematik, Leitidee Daten und Zufall.


Verknüpfte Lernbereiche


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