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ABI LF - Politische Kommunikation in unterschiedlichen Medien vergleichen

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ABI LF - Politische Kommunikation in unterschiedlichen Medien vergleichen



ABI LF - Politische Kommunikation in unterschiedlichen Medien vergleichen

Mini-Beschreibung: Vergleiche Rede, Interview, Pressemitteilung, Talkformat und Social-Media-Beitrag hinsichtlich Sprache, Öffentlichkeit, Kürze, Interaktion und strategischer Möglichkeiten. Zielgruppe ist das Leistungsfach Deutsch in der Kursstufe.

Stand: 24.09.2026. Für das Deutsch-Abitur 2027 in Baden-Württemberg ist im Leistungsfach das Themenfeld „Sprache in politisch-gesellschaftlichen Verwendungszusammenhängen“ verbindlich. Dazu gehören politisch-gesellschaftliche Kommunikation zwischen Verständigung und Strategie, sprachliche Merkmale sowie schriftlicher und mündlicher Sprachgebrauch in unterschiedlichen Medien. Maßgeblich bleiben immer der aktuelle Facherlass und die konkrete schulische Lektüre- und Unterrichtsauswahl. Für spätere Prüfungsjahrgänge müssen die Vorgaben neu geprüft werden. Offizielle Abiturinformationen Baden-Württemberg · Facherlass 2027, Stand 09.09.2025

Leitfrage: Wie verändert ein Medium nicht nur die Form, sondern auch die sprachlichen und strategischen Möglichkeiten politisch-gesellschaftlicher Kommunikation?


Einleitung

Politische Kommunikation findet nicht „einfach in Sprache“ statt. Eine vorbereitete Rede, ein journalistisches Interview, eine Pressemitteilung, ein moderiertes Talkformat und ein Social-Media-Beitrag erzeugen unterschiedliche Kommunikationssituationen. Deshalb vergleichst Du immer Textmerkmale und Medienbedingungen zusammen.

Für die Abiturvorbereitung ist besonders wichtig: Beschreibe nicht nur, was gesagt wird. Analysiere, wie, für wen, unter welchen Bedingungen und mit welcher erkennbaren kommunikativen Funktion etwas formuliert wird. „Strategisch“ bedeutet dabei zunächst planvoll und adressatenbezogen; es ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Manipulation.

Der Bildungsplan des Leistungsfachs verlangt, Medien zu unterscheiden und zu analysieren, Funktionen und Wirkungsabsichten zu vergleichen, Quellen kritisch zu prüfen und eigene mediale Beiträge adressaten-, format- und situationsgerecht zu gestalten. Bildungsplan Deutsch Leistungsfach: Medien


Einstieg: Fünf Formen, ein Thema

Stell Dir ein fiktives kommunalpolitisches Vorhaben vor: In der Stadt Lindenau sollen ab Juni drei öffentliche Trinkwasserbrunnen für zwölf Monate getestet werden. Für das Pilotprojekt sind 60.000 Euro vorgesehen. Alle folgenden Mini-Texte wurden für diesen Kurs erstellt.

Rede: „Mit drei neuen Trinkwasserbrunnen schaffen wir ab Juni ein leicht zugängliches Angebot im öffentlichen Raum. Die Testphase soll zeigen, wie stark die Brunnen genutzt werden. Nach zwölf Monaten werten wir die Daten aus.“

Interview: Frage: „Warum kostet der Test 60.000 Euro?“ Antwort: „Im Betrag sind Anschaffung, Installation, Wartung und Auswertung für drei Standorte enthalten. Nach zwölf Monaten legen wir die Ergebnisse vor.“

Pressemitteilung: „Lindenau startet im Juni ein zwölfmonatiges Pilotprojekt mit drei öffentlichen Trinkwasserbrunnen. Das Budget beträgt 60.000 Euro. Anschließend wird über eine Fortführung entschieden.“

Talkformat: Moderation: „Braucht Lindenau dieses Projekt?“ Person A: „Wir sollten zuerst die Testdaten abwarten.“ Person B: „Gerade der Test liefert doch die Daten, über die wir später entscheiden können.“

Social-Media-Beitrag: „Drei Trinkwasserbrunnen starten im Juni in die Testphase. Laufzeit: zwölf Monate. Budget: 60.000 Euro. Was möchtest Du zur Auswertung wissen? #Lindenau #Trinkwasser“

Einstiegsauftrag: Markiere in jedem Mini-Text ein Merkmal, das besonders gut zum jeweiligen Format passt. Formuliere danach eine erste Vergleichsthese in einem Satz.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Rede, Interview, Pressemitteilung, Talkformat und Social-Media-Beitrag sicher unterscheiden, sprachlich und medial analysieren, kriteriengeleitet vergleichen und eigene formatgerechte Beiträge gestalten. Du kannst Belege knapp einbinden, Quellen prüfen und zwischen beobachtbarem Merkmal, Deutung und Bewertung unterscheiden.

Für das Leistungsfach sollst Du zusätzlich komplexe Wechselwirkungen erklären: etwa zwischen Zeitdruck und Satzbau, zwischen Gatekeeping und Formulierungskontrolle, zwischen Plattformlogik und Kürze oder zwischen direkter Interaktion und strategischer Selbstpräsentation.


Vorwissen

Du solltest Kommunikationsmodelle, rhetorische Mittel, Argumentation, Adressatenbezug, pragmatische Texte, Textanalyse und Grundbegriffe der Medienanalyse kennen. Hilfreich sind außerdem Begriffe wie Intention, Kontext, Sprecherrolle, Gesprächssteuerung, Multimodalität und Quelle.

Schnellcheck: Kannst Du bei einem Material Fundstelle, Kommunikationssituation, Kernaussage, sprachliches Mittel und Funktion voneinander trennen? Wenn nicht, beginne bei der Dreierformel Beobachtung → Beleg → Funktion.


Fachlicher Input


Ein Analysemodell für alle fünf Medien

Nutze immer dieselben fünf Vergleichsachsen:

Achse Leitfrage Typische Beobachtungen
Sprache Wie wird formuliert? Wortwahl, Satzbau, Pronomen, Modalität, Metaphern, Schlagwörter, rhetorische Figuren, Mündlichkeit
Öffentlichkeit Wer kann die Äußerung wahrnehmen? Saalpublikum, journalistisch vermittelte Öffentlichkeit, Massenpublikum, Plattformöffentlichkeit, Teilöffentlichkeiten
Kürze Wie stark muss ausgewählt und verdichtet werden? Redezeit, Antwortlänge, Lead, Sendezeit, Post- oder Clipformat
Interaktion Wer kann unmittelbar reagieren? Applaus, Nachfrage, Moderation, Widerspruch, Kommentar, Teilen, Reaktion
Strategische Möglichkeiten Welche Gestaltung kann die kommunizierende Seite kontrollieren? Themenwahl, Framing, Reihenfolge, Inszenierung, Direktansprache, Visualisierung, Zeitpunkt

Merksatz: Ein Medium bestimmt Wirkung nicht automatisch. Es eröffnet und begrenzt Möglichkeiten, die konkrete Akteure unterschiedlich nutzen.


Öffentlichkeit ist nicht überall gleich

„Öffentlich“ kann eine Rede vor Ort, eine journalistisch vermittelte Fernsehsituation oder eine algorithmisch sortierte Plattformöffentlichkeit bedeuten. Frage deshalb immer: Wer wählt aus, wer verbreitet, wer kann antworten und wer bleibt unsichtbar?

Die Grafik erinnert daran, dass Kommunikation aus mehreren Komponenten besteht. Für politische Medienanalyse ergänzt Du insbesondere Medium, Öffentlichkeit, Rückkanal und Auswahlmechanismen.


Rede

Eine politische Rede ist meist vorbereitet und monologisch geprägt, kann aber durch Stimme, Pausen, Gestik und Publikumsreaktionen situativ werden. Sie erlaubt eine zusammenhängende Argumentationslinie und direkte Adressierung.

Prüffragen: Wie wird ein „Wir“ konstruiert? Welche Werte oder Konflikte werden sprachlich gerahmt? Wie verbinden sich Argument, Beispiel und Appell? Welche Rolle spielen Wiederholung, Rhythmus und Sprechweise?

Hörauftrag: Höre den kurzen gemeinfreien Redeausschnitt. Untersuche ausschließlich Prosodie, Pausen und Publikumsbezug; gib den Wortlaut nicht vollständig wieder.

Quelle und Lizenz des Audioausschnitts: Wikimedia Commons, Public Domain


Interview

Im Interview ist Kommunikation dialogisch. Fragen setzen Themen, begrenzen Antwortspielräume und können Präzisierungen erzwingen. Die interviewte Person kann zugleich versuchen, eigene Schwerpunkte zu setzen.

Prüffragen: Welche Fragetypen werden verwendet? Wird ausgewichen, präzisiert oder umgedeutet? Wo entstehen Anschlussfragen? Welche Macht hat Redaktion oder Schnitt?

Mini-Analyse: Formuliere für den fiktiven Trinkwasser-Fall eine offene Informationsfrage, eine kritische Nachfrage und eine Kontrollfrage. Vergleiche, welche Antworten die jeweilige Frage wahrscheinlicher macht.


Pressemitteilung

Eine Pressemitteilung ist ein institutionell verantworteter, schriftlicher Text für Medien und Öffentlichkeit. Häufig stehen Überschrift, kurzer Einstieg und zitierfähige Kernaussagen im Vordergrund. Die herausgebende Stelle kontrolliert zunächst Wortlaut und Reihenfolge; journalistische Redaktionen entscheiden aber eigenständig, ob und wie sie Inhalte aufgreifen.

Datei:Wikimedia Foundation press release template.pdf

Dokumentenauftrag: Untersuche am offenen Beispiel nur Aufbau, Hierarchie und Textökonomie: Wo stehen Titel, Lead, Kontext, Kontakt und Zusatzinformationen? Übertrage die Struktur anschließend auf den fiktiven Lindenau-Fall.


Pressemitteilung und Pressekonferenz nicht verwechseln

Eine Pressemitteilung bietet zunächst keinen synchronen Rückkanal. Eine Pressekonferenz ermöglicht dagegen unmittelbare journalistische Nachfragen. Das folgende gemeinfreie Video eignet sich als Kontrastmaterial für Sprecherwechsel, Frage-Antwort-Struktur und Kontrollverlust durch Rückfragen.

Datei:5-1-09- White House Press Briefing.webm

Beobachtungsauftrag: Wähle einen kurzen Abschnitt. Protokolliere nur Sprecherwechsel und Fragetypen, nicht den gesamten Inhalt.


Talkformat

Talkformate verbinden Gespräch, Öffentlichkeit und Zeitdruck. Mehrere Beteiligte reagieren aufeinander; Moderation verteilt Redezeit, setzt Themen und kann nachfragen. Strategische Selbstpräsentation trifft damit auf Widerspruch, Anschlussfragen und Konkurrenz um Aufmerksamkeit.

Videoanalyse: Beobachte im folgenden extern eingebetteten Beispiel ausschließlich formale Merkmale wie Moderation, Sprecherwechsel, Unterbrechung, Redezeit und Visualisierung. Bewerte keine politische Position. Das Video ist kein OER; nutze nur kurze funktionale Ausschnitte und beachte die Plattformbedingungen.

Analyseraster für 90 Sekunden: Wer eröffnet das Thema? Wer erhält wie lange das Wort? Welche Frage löst einen Sprecherwechsel aus? Welche Aussage wird durch Einblendung, Kamera oder Wiederholung hervorgehoben?


Social-Media-Beitrag

Social-Media-Kommunikation kann Text, Bild, Audio, Video, Link und Kommentar verbinden. Sie ermöglicht direkte Veröffentlichung ohne klassische redaktionelle Vorprüfung, ist aber von Plattformregeln, Netzwerken, Nutzerverhalten und algorithmischer Sortierung geprägt. Kürze ist häufig wichtig, aber nicht jedes Format ist kurz.

Prüffragen: Welche Information steht zuerst? Welche Rolle spielen Bild, Hashtag, Untertitel oder Link? Welche Reaktionen sind sichtbar? Welche Zielgruppe wird direkt angesprochen? Welche Teile der Reichweite sind aus dem Material gerade nicht ableitbar?

Datenschutzregel: Wenn Du öffentliche Kommentare untersuchst, speichere keine unnötigen Nutzernamen, Profilbilder oder anderen personenbezogenen Daten. Für den Unterricht genügen anonymisierte, kurze Belege.


Vergleich der fünf Formate

Format Sprache Öffentlichkeit Kürze Interaktion Strategische Möglichkeiten
Rede geplant, rhetorisch, mündlich realisiert Saal und gegebenenfalls mediale Weiterverbreitung eher mittel bis lang im Vortrag begrenzt, Publikumsreaktionen möglich hohe Kontrolle über Aufbau; situative Wirkung durch Vortrag
Interview dialogisch, antwortbezogen, oft spontan meist journalistisch vermittelt Antworten meist zeitlich oder redaktionell begrenzt hoch durch Nachfragen Kontrolle geteilt mit fragender und redaktioneller Seite
Pressemitteilung schriftlich, verdichtet, institutionell an Medien und Öffentlichkeit adressiert meist kompakt zunächst gering hohe Kontrolle über Ausgangstext; Weiterverarbeitung extern
Talkformat mündlich, dialogisch, reaktiv massenmedial oder gestreamt einzelne Beiträge stark zeitgebunden hoch durch Moderation und andere Gäste Selbstpräsentation unter Widerspruch und Zeitdruck
Social-Media-Beitrag plattformspezifisch, oft multimodal Plattform- und Teilöffentlichkeiten häufig kurz oder modular sichtbar und potenziell schnell direkte Publikation, Verknüpfung von Text, Bild, Ton und Reaktion


Sprachliche Werkzeuge für die Analyse

  1. Wortwahl: neutral, wertend, emotionalisierend, fachsprachlich, alltagssprachlich
  2. Pronomen: „wir“, „sie“, „ich“ als Mittel der Gruppenbildung oder Verantwortungszuweisung
  3. Modalität: „muss“, „soll“, „kann“, „darf“ als Abstufung von Notwendigkeit und Möglichkeit
  4. Metapher: bildhafte Rahmung eines Sachverhalts; Funktion immer am Kontext belegen
  5. Syntax: kurze Hauptsätze, komplexe Perioden, Ellipsen, Fragen, Wiederholungsstrukturen
  6. Rhetorische Frage: formale Frage, die häufig eine Position zuspitzt oder Zustimmung nahelegt
  7. Framing: Auswahl und sprachliche Rahmung bestimmter Aspekte; nicht mit Täuschung gleichsetzen
  8. Multimodalität: Zusammenspiel von Sprache, Bild, Ton, Typografie, Kamera oder Interface

Belegregel: Erst Merkmal benennen, dann einen kurzen Beleg oder eine genaue Fundstelle anführen, anschließend die Funktion im konkreten Kontext erklären.


Strategische Möglichkeiten ohne vorschnelle Wertung

Politisch-gesellschaftliche Kommunikation kann informieren, begründen, mobilisieren, überzeugen, angreifen, verteidigen oder Aufmerksamkeit strukturieren. Dieselbe sprachliche Form kann je nach Kontext unterschiedliche Funktionen haben. Vermeide deshalb pauschale Etiketten wie „manipulativ“, wenn Du nicht anhand konkreter sprachlicher und medialer Belege erklärst, worin die behauptete Beeinflussung besteht.


Abiturbezug Baden-Württemberg 2027


Leistungsfach und Basisfach unterscheiden

Leistungsfach: Der Facherlass 2027 nennt „Sprache in politisch-gesellschaftlichen Verwendungszusammenhängen“ ausdrücklich als verbindliches Themenfeld. Dazu gehört schriftlicher und mündlicher Sprachgebrauch politisch-gesellschaftlicher Kommunikation in unterschiedlichen Medien. Im Leistungsfach fordert der Bildungsplan zudem ein breites begriffliches und methodisches Instrumentarium und komplexe mediale Analysen.

Basisfach: Auch hier verlangt der Bildungsplan Medienanalyse, Quellenkritik und adressatenbezogene Gestaltung. Der Facherlass 2027 führt das genannte politische Sprach-Themenfeld jedoch nicht als eigenes zusätzliches verbindliches Themenfeld des Basisfachs auf. Das bedeutet nicht, dass Medienkompetenz im Basisfach unwichtig wäre; Umfang und Vertiefung unterscheiden sich.

Bildungsplan Deutsch Basisfach: Medien


Anforderungsbereiche AFB I, II und III

AFB Erwartung im Themenfeld Typische Operatoren
AFB I Material erfassen und Merkmale korrekt wiedergeben benennen, beschreiben, zusammenfassen
AFB II Sprache, Medienbedingungen und Funktion analysieren und vergleichen analysieren, erläutern, vergleichen, einordnen
AFB III Befunde verknüpfen, Kriterien anwenden und begründete Schlussfolgerungen entwickeln beurteilen, erörtern, überprüfen, gestalten, reflektieren

Im Leistungsfach liegt laut Facherlass der Schwerpunkt der Klausurleistung auf AFB II; AFB III ist gegenüber AFB I stärker zu akzentuieren. Bei AFB III bewertest Du im vorliegenden Kurs kommunikative Gestaltung anhand transparenter Kriterien, nicht die politische Position selbst.


Prüfungsformate mit Nähe zum Thema

Besonders anschlussfähig sind Analyse und Erörterung pragmatischer Texte sowie materialgestütztes Verfassen informierender und argumentierender Texte. Im schriftlichen Leistungsfach beträgt die Bearbeitungszeit 2027 laut Facherlass 315 Minuten einschließlich Auswahlzeit. Entscheidend ist trotzdem die konkrete Aufgabenstellung.


Abitur-Check

  1. Material klären: Textsorte, Medium, Autor- oder Sprecherrolle, Anlass, Adressaten, Quelle und Datum erfassen.
  2. These bilden: Eine prüfbare Aussage über das Zusammenspiel von Sprache, Medium und Funktion formulieren.
  3. Belege führen: Kurze Zitate oder präzise Fundstellen verwenden; keine Zitatketten.
  4. Vergleichen: Ein gemeinsames Kriterium an beide Materialien anlegen, nicht zwei Einzelanalysen nebeneinanderstellen.
  5. Einordnen: Medienbedingungen nur dann erklären, wenn sie am konkreten Material relevant sind.
  6. Schluss folgern: Ergebnis zur Aufgabenfrage zurückführen und Grenzen der eigenen Aussage benennen.


Typische Fehler

  1. Inhaltsnacherzählung statt Analyse: Zu viel „was“, zu wenig „wie“ und „wozu“.
  2. Medienklischees: „Social Media ist immer kurz“ oder „Reden sind immer einseitig“ ohne Prüfung am Material.
  3. Wirkung behaupten: Nicht schreiben „Das überzeugt alle“, sondern die angelegte Wirkungsabsicht oder mögliche Funktion belegen.
  4. Strategie mit Manipulation gleichsetzen: Erst konkrete Mittel und Kontext analysieren.
  5. Vergleich ohne Kriterium: Zwei Abschnitte über zwei Medien sind noch kein Vergleich.
  6. Quellenblindheit: Screenshot oder Clip ohne Ursprung, Datum und Kontext verwenden.


Prüfungstipps

Arbeite mit einer knappen Vergleichsmatrix, bevor Du formulierst. Priorisiere zwei bis vier aussagekräftige sprachliche Beobachtungen statt eine Liste rhetorischer Mittel. Verbinde jeden Beleg mit einer Funktion. Plane bei multimodalen Materialien auch Bild, Ton, Kamera, Interface oder Kommentarstruktur ein. Prüfe am Ende, ob jede Deutung wirklich aus dem Material ableitbar ist.


Medienlabor: untersuchen, vergleichen, gestalten


Station A: Rede als Audio

Nutze den kurzen Commons-Ausschnitt oben. Erstelle ein 20-Sekunden-Protokoll zu Sprechtempo, Pause, Lautstärkeverlauf und Publikumsreaktion. Formuliere anschließend eine Hypothese zur Funktion der Prosodie.

Hilfestufe 1: Beschreibe zunächst nur hörbare Merkmale.

Hilfestufe 2: Verbinde ein Merkmal mit einer möglichen kommunikativen Funktion.

Lösungskriterium: Eine gute Antwort trennt Hörbeobachtung und Deutung und behauptet keine innere Absicht ohne Beleg.


Station B: Interviewfragen steuern

Formuliere zum Lindenau-Fall drei unterschiedliche Fragen: offen, präzisierend, konfrontativ. Erkläre jeweils, welchen Antwortspielraum die Formulierung eröffnet oder begrenzt.

Hilfestufe 1: Beginne mit „Wie“, „Was genau“ und „Warum“.

Hilfestufe 2: Prüfe, ob Deine Frage eine Annahme voraussetzt.

Lösungskriterium: Gute Antworten beschreiben die Gesprächssteuerung, ohne schon eine politische Bewertung vorzugeben.


Station C: Pressemitteilung redigieren

Schreibe zum Lindenau-Fall Überschrift, Lead und drei Sätze Haupttext. Maximal 80 Wörter. Kennzeichne, welche Information Du an die erste Stelle setzt und warum.

Hilfestufe 1: Beantworte zuerst Wer, was, wann, wo.

Hilfestufe 2: Trenne Fakt, Begründung und Ausblick.

Lösungskriterium: Die Informationen bleiben überprüfbar; wertende Zusätze sind klar erkennbar.


Station D: Talkformat protokollieren

Wähle 90 Sekunden des eingebetteten Videos. Erstelle eine Tabelle mit Sprecherwechsel, Fragetyp, Unterbrechung und sichtbarer Moderationshandlung. Verwende keine langen Transkripte.

Hilfestufe 1: Markiere nur Wechsel und Fragen.

Hilfestufe 2: Ergänze anschließend, wer Themen eröffnet oder beendet.

Lösungskriterium: Die Analyse belegt Gesprächssteuerung am Ablauf statt Positionen zu bewerten.


Station E: Social-Media-Version gestalten

Überführe die fiktive Pressemitteilung in einen Social-Media-Beitrag mit höchstens 280 Zeichen und einem Vorschlag für ein eigenes Schaubild. Danach notierst Du drei Informationen, die durch die Verdichtung verloren gehen könnten.

Hilfestufe 1: Wähle genau eine Hauptaussage.

Hilfestufe 2: Baue einen überprüfbaren Linkhinweis oder eine Quellenzeile ein.

Lösungskriterium: Kürze darf keine wesentliche Zahl oder Bedingung verfälschen.


Station F: Medienwechsel erklären

Wandle denselben Faktenkern nacheinander in Rede, Interviewantwort und Social-Media-Beitrag um. Markiere jedes Mal genau zwei Veränderungen, die durch das Format sinnvoll werden.

Lösungsidee: Gute Lösungen verändern nicht die Fakten, sondern Auswahl, Reihenfolge, Ansprache, Satzbau oder Multimodalität.


KI-Spirale für die eigene Analyse

  1. Aufgabe verstehen: Operator, Material, Vergleichskriterien und Produkt klären.
  2. Selbst Material erschließen: markieren, strukturieren, Belege sichern, erste Hypothesen bilden.
  3. Eigenen Ansatz entwickeln: Vergleichsthese und Gliederung ohne KI formulieren.
  4. KI gezielt befragen: zum Beispiel nach Gegenhypothesen, Begriffsklärung oder Prüffragen fragen, nicht nach einer fertigen Ersatzlösung.
  5. Unabhängig prüfen: Texttreue, Fakten, Logik und Quellen mit Originalmaterial und verlässlichen Quellen kontrollieren.
  6. Eigene Lösung verbessern: nur nachvollziehbare Hinweise übernehmen und sprachlich selbst integrieren.
  7. KI-Hilfe transparent machen: festhalten, wofür KI genutzt wurde und was Du selbst geprüft oder verworfen hast.

Grundsatz: KI ersetzt keine eigene Textarbeit und keine eigenständige Quellenprüfung.


Beispiel für eine gute KI-Frage

„Nenne mir drei alternative Hypothesen dazu, wie die knappe Syntax in diesem von mir beschriebenen Social-Media-Beitrag funktional sein könnte. Entscheide nicht, welche Hypothese stimmt. Gib mir stattdessen Prüffragen, mit denen ich sie am Originalmaterial kontrollieren kann.“


Quellen- und Rechtecheck

Bei gemeinfreien oder offen lizenzierten Materialien prüfst Du Dateiseite, Urheberhinweis und Lizenz. Bei urheberrechtlich geschützten Ganztexten, Sendungen oder Artikeln arbeitest Du mit Fundstelle, sehr kurzen funktionalen Zitaten und eigener Analyse; Du kopierst keine vollständigen Werke in den Kurs. Bei Screenshots und Social-Media-Kommentaren beachtest Du zusätzlich Persönlichkeitsrechte und Datenschutz.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Merkmal unterscheidet ein Interview besonders deutlich von einer Pressemitteilung? (Unmittelbare Möglichkeit zur Nachfrage) (!Vollständige Kontrolle über jede spätere Veröffentlichung) (!Fehlen einer adressierten Öffentlichkeit) (!Verzicht auf sprachliche Gestaltung)




Was beschreibt Gatekeeping im Kontext politischer Medienkommunikation am treffendsten? (Auswahl und Vermittlung von Inhalten durch redaktionelle oder mediale Instanzen) (!Automatische Zustimmung des Publikums) (!Ausschließlich die Kürze eines Textes) (!Die Lautstärke einer Rede)




Welche Aussage über Social-Media-Beiträge ist fachlich angemessen? (Sie können multimodal sein und sichtbare Rückkanäle bieten) (!Sie sind immer auf wenige Wörter begrenzt) (!Sie erreichen automatisch die gesamte Bevölkerung) (!Sie besitzen grundsätzlich keine Quellen)




Was ist bei einem Medienvergleich besonders wichtig? (Dieselben Kriterien auf mehrere Materialien anzuwenden) (!Jedes Material unabhängig ohne Bezug zum anderen zu beschreiben) (!Nur rhetorische Figuren zu zählen) (!Die politische Position des Materials zu übernehmen)




Was bedeutet strategische Kommunikation in einer sachlichen Analyse zunächst? (Planvolle und adressatenbezogene Gestaltung von Kommunikation) (!Notwendig eine Täuschung des Publikums) (!Ausschließlich emotionales Sprechen) (!Verzicht auf Argumente)




Welcher Aspekt gehört am ehesten zur Analyse eines Talkformats? (Moderation und Sprecherwechsel) (!Nur die Länge des Sendetitels) (!Ausschließlich die Kleidung der Beteiligten) (!Nur die Zahl der Kameras)




Wie sollte eine Wirkungsbehauptung formuliert werden? (Als am Material begründete Funktion oder mögliche Wirkung) (!Als sichere Aussage über alle Zuschauer) (!Ohne sprachlichen Beleg) (!Nur mit persönlichem Geschmack)




Welcher Arbeitsschritt gehört zur KI-Spirale vor der ersten KI-Anfrage? (Einen eigenen Analyseansatz entwickeln) (!Die vollständige Lösung von der KI übernehmen) (!Quellenangaben weglassen) (!Das Originalmaterial nicht lesen)




Wo liegt 2027 im Leistungsfach laut Facherlass der Schwerpunkt der Klausurleistung? (Im Anforderungsbereich II) (!Ausschließlich im Anforderungsbereich I) (!Ausschließlich im Anforderungsbereich III) (!Außerhalb der Anforderungsbereiche)




Was kennzeichnet eine gute Belegführung? (Kurzer Beleg oder genaue Fundstelle plus Funktionsanalyse) (!Langes Zitat ohne Auswertung) (!Behauptung ohne Fundstelle) (!Nur die Nennung eines Stilmittels)





Memory

Rede vorbereiteter mündlicher Auftritt
Interview journalistische Frage-Antwort-Situation
Pressemitteilung institutioneller schriftlicher Ausgangstext
Talkformat moderiertes öffentliches Mehrpersonengespräch
Social-Media-Beitrag plattformspezifische multimodale Veröffentlichung
Gatekeeping Auswahl und Vermittlung von Inhalten
Framing sprachliche Rahmung eines Sachverhalts
Multimodalität Zusammenspiel mehrerer Zeichenformen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Adressatenbezug sprachliche Ausrichtung auf ein bestimmtes Publikum
Interaktion unmittelbare oder sichtbare Reaktion zwischen Beteiligten
Kürze Verdichtung durch begrenzte Zeit oder begrenzten Raum
Öffentlichkeit Reichweite und Zugänglichkeit einer Kommunikationssituation
Strategie planvolle Auswahl kommunikativer Mittel





Kreuzworträtsel

Gatekeeping Wie heißt die mediale Auswahl und Vermittlung von Inhalten?
Multimodalität Wie heißt das Zusammenspiel von Sprache, Bild, Ton oder Typografie?
Öffentlichkeit Wie heißt der Kreis, in dem Kommunikation zugänglich und wahrnehmbar wird?
Moderation Wie heißt die Gesprächssteuerung in einem Talkformat?
Interaktion Wie heißt die wechselseitige Reaktion zwischen Kommunikationsbeteiligten?
Strategie Wie heißt die planvolle Auswahl kommunikativer Mittel?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Rede ist häufig vorbereitet und überwiegend

gestaltet.
Ein Interview besitzt durch Fragen und Antworten einen direkten

.
Eine Pressemitteilung ist ein institutionell verantworteter

.
Im Talkformat steuert die

Themen und Sprecherwechsel.
Social-Media-Kommunikation kann Text, Bild und Ton verbinden und ist daher oft

.
Beim Vergleich müssen dieselben

auf mehrere Materialien angewandt werden.
Der Schwerpunkt der Klausurleistung im Leistungsfach liegt 2027 im

.
Vor einer KI-Anfrage entwickelst Du zuerst einen eigenen

.




Feedback, Hilfestufen und Lösungen

Selbstkontrolle Quiz: Nach jeder MC-Aufgabe prüfst Du, ob Du die richtige Antwort nicht nur erkennst, sondern mit einem Medienmerkmal begründen kannst.

Hilfestufe 1: Arbeite mit den fünf Achsen Sprache, Öffentlichkeit, Kürze, Interaktion und Strategie.

Hilfestufe 2: Nutze die Formel Beobachtung → Beleg → Funktion.

Hilfestufe 3: Formuliere eine Vergleichsthese mit „Während …, ermöglicht/begrenzt …“.

Lösung Drag and Drop: Die korrekten Zuordnungen stehen jeweils in derselben Tabellenzeile.

Lösung Kreuzworträtsel: Gatekeeping, Multimodalität, Öffentlichkeit, Moderation, Interaktion, Strategie.

Lösung Lückentext: monologisch; Rückkanal; Ausgangstext; Moderation; multimodal; Kriterien; Anforderungsbereich II; Analyseansatz.


Selbstkontrolle

Bewerte Dich nach jeder Aufgabe mit sicher – teilweise – noch unsicher.

  1. Ich kann alle fünf Medienformen anhand konkreter Merkmale unterscheiden.
  2. Ich kann Sprache und Medienbedingung in einer gemeinsamen Deutung verbinden.
  3. Ich kann einen Vergleich nach gemeinsamen Kriterien strukturieren.
  4. Ich kann Wirkung nur als belegte Funktion oder begründete Möglichkeit formulieren.
  5. Ich kann offene und geschützte Materialien rechtssicher unterscheiden und knapp belegen.
  6. Ich kann KI-Hilfe gezielt einsetzen, unabhängig prüfen und transparent machen.

Wenn zweimal „noch unsicher“ auftaucht, wiederhole zuerst das Analysemodell und eine Medienlabor-Station, bevor Du eine komplette Klausuraufgabe bearbeitest.


Transfer

Übertrage das Raster auf ein neues, aktuelles Materialpaar, zum Beispiel Redeausschnitt und Social-Media-Clip oder Pressemitteilung und Interview. Wähle Quellen so, dass Urheberrecht, Datenschutz und Kontext nachvollziehbar sind. Formuliere eine These, die mindestens zwei Medienbedingungen mit sprachlichen Merkmalen verbindet. Prüfe anschließend, welche Aussage sich nicht sicher aus den Materialien ableiten lässt.


Kompetenzcheck

Du bist für eine anspruchsvollere Leistungsfach-Aufgabe bereit, wenn Du Folgendes ohne Vorlage schaffst:

  1. In drei Minuten ein Material mit Quelle, Situation, Adressaten und Format einordnen.
  2. In fünf Minuten drei tragfähige Vergleichskriterien auswählen.
  3. Zu jedem Kriterium mindestens einen sprachlichen oder medialen Beleg sichern.
  4. Eine These formulieren, die nicht nur Inhalt, sondern das Zusammenspiel von Medium und Sprache erklärt.
  5. Eine Gegenhypothese prüfen und begründet verwerfen oder integrieren.
  6. KI-Ausgaben mit Originalmaterial und Quelle kontrollieren, statt sie als Beleg zu benutzen.


Reflexion

Schreibe nach der Bearbeitung fünf Sätze: Welches Medium gibt der sprechenden oder schreibenden Seite besonders viel Formulierungskontrolle? Wo entstehen besonders starke Rückfragen oder Gegenrede? Welche Deiner ersten Annahmen musstest Du korrigieren? Welcher Beleg war dafür entscheidend? Wo hätte KI Deine eigene Textarbeit eher verdeckt als verbessert?


Folgekurs-Empfehlung

Als nächster aiMOOC eignet sich ABI LF - Politische Sprache analysieren: Strategien, Framing und Argumentation. Dort kannst Du die sprachliche Mikroanalyse vertiefen und mit materialgestütztem Schreiben verbinden. Für spätere Abiturjahrgänge prüfst Du vorher den dann gültigen Facherlass.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Format-Steckbrief: Erstelle zu einem der fünf Medien eine Karte mit Sprache, Öffentlichkeit, Kürze, Interaktion und Strategie.
  2. Fragenwerkstatt: Formuliere zum Lindenau-Fall eine offene, eine geschlossene und eine kritische Interviewfrage und erkläre ihren Antwortspielraum.
  3. Audioanalyse: Untersuche 20 Sekunden des offenen Redeaudios auf Pause, Betonung und Tempo; notiere Beobachtung und Funktion getrennt.
  4. Quellencheck: Wähle ein Commons-Medium aus dem Kurs und dokumentiere Urheber, Lizenz und erlaubte Nutzung in drei Sätzen.


Standard

  1. Medienvergleich: Vergleiche fiktive Pressemitteilung und Social-Media-Beitrag nach drei gemeinsamen Kriterien und formuliere eine Vergleichsthese.
  2. Talkprotokoll: Protokolliere 90 Sekunden des eingebetteten Talkvideos nach Sprecherwechsel, Fragetyp und Moderation; zitiere höchstens sehr kurz.
  3. Redaktion: Überarbeite den Lindenau-Social-Media-Beitrag für eine sachliche Behördenwebsite und begründe vier Änderungen.
  4. Visualisierung: Gestalte ein eigenes Schaubild, das die fünf Medien nach Rückkanal und Formulierungskontrolle ordnet; erkläre die Grenzen Deiner Darstellung.


Schwer

  1. Klausurminiatur: Schreibe eine 600-Wörter-Analyse, die Rede und Interview zu einem selbst gewählten offen zugänglichen Thema nach gemeinsamen Kriterien vergleicht.
  2. Materialgestütztes Schreiben: Erstelle aus drei rechtssicheren Quellen einen informierenden Text über Medienbedingungen politischer Kommunikation und dokumentiere jede Quelle.
  3. Medientransformation: Verwandle denselben Faktenkern in Redeabschnitt, Pressemitteilung und 30-Sekunden-Clipskript; reflektiere jede Veränderung.
  4. KI-Audit: Lass Dir von einer KI drei Deutungen zu einem von Dir analysierten kurzen Beleg vorschlagen, prüfe jede am Original, verwerfe unbelegte Vorschläge und dokumentiere Deine Überarbeitung transparent.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Vergleichsthese: Zwei Materialien behandeln denselben Sachverhalt als Interview und Social-Media-Beitrag. Entwickle eine These darüber, wie Rückkanal und Kürze die sprachliche Gestaltung verändern, und belege sie.
  2. Strategie und Verständigung: Erkläre an einem Material, wie verständigungsorientierte und strategische Elemente gleichzeitig auftreten können, ohne Strategie pauschal als Manipulation zu bezeichnen.
  3. Medienwechsel: Begründe, welche Informationen beim Übergang von einer Pressemitteilung in einen 20-Sekunden-Clip priorisiert werden müssten und welche Risiken der Verkürzung entstehen.
  4. Quellenkritik: Prüfe einen viralen Ausschnitt darauf, welche Kontextinformationen fehlen, bevor eine sprachliche Wirkungsanalyse belastbar wird.
  5. Gegenhypothese: Formuliere zu einer ersten Deutung einer rhetorischen Frage eine plausible Gegenhypothese und entscheide anhand des Kontextes, welche besser belegt ist.
  6. Gestaltungsreflexion: Entwirf einen kurzen Intervieweinstieg und einen Redeanfang zum selben Faktenkern; erkläre, warum dieselbe Formulierung nicht in beiden Formaten gleich funktional wäre.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:

  1. eine korrekte Einordnung von Rede, Interview, Pressemitteilung, Talkformat und Social-Media-Beitrag
  2. ein kriteriengeleiteter Vergleich von Sprache, Öffentlichkeit, Kürze, Interaktion und strategischen Möglichkeiten
  3. präzise sprachliche Belege mit Funktionsanalyse
  4. die Verbindung von sprachlichen Merkmalen und Medienbedingungen
  5. sichere Unterscheidung von Beobachtung, Deutung und Bewertung
  6. quellenkritisches und urheberrechtsbewusstes Arbeiten
  7. eigenständige Gestaltung mindestens eines formatgerechten Beitrags mit Reflexion
  8. transparente und überprüfte Nutzung von KI-Unterstützung
  9. sichere Bearbeitung von AFB I, II und III mit Schwerpunkt auf Analyse und Transfer




OERs zum Thema

Wikimedia Commons: Die im Kurs eingebetteten Commons-Dateien sind über ihre Dateiseiten mit Lizenz- und Quellenangaben verknüpft. Bevor Du sie weiterverwendest, prüfst Du dort die konkrete Lizenz.

Wikipedia:

Weitere offene Einstiege: Politische Kommunikation, Rede, Interview, Pressemitteilung, Talkshow, Soziale Medien, Rhetorik, Medienkompetenz.



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