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D10 G - Dialog und Monolog unterscheiden

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D10 G - Dialog und Monolog unterscheiden



D10 G - Dialog und Monolog unterscheiden

Mini-Beschreibung: Untersuche Funktion und Wirkung von Dialog und Monolog anhand kurzer Szenen. Du hörst, siehst, spielst und gestaltest selbst.

Zielgruppe: Deutsch Klasse 10, Baden-Württemberg, G-Niveau.

Prüfungshinweis: G-Niveau bezeichnet das grundlegende Anforderungsniveau. Klassenstufe, angestrebter Schulabschluss und konkretes Prüfungsjahr sind nicht dasselbe. Verbindliche Vorgaben für Dein Prüfungsjahr prüfst Du aktuell bei Deiner Schule und beim Kultusministerium Baden-Württemberg.


Einleitung

In dramatischen Texten erfährst Du viel durch das, was Figuren sagen und wie sie sprechen. Zwei Grundformen sind wichtig:

Form Kurzregel Häufige Funktion
Dialog Mindestens zwei Figuren sprechen miteinander und reagieren aufeinander. Beziehung, Konflikt, Information, Entscheidung
Monolog Eine Figur spricht länger zusammenhängend ohne direkten Redewechsel. Gedanken, Gefühle, innerer Konflikt, Entschluss

Merksatz: Dialog zeigt besonders das Miteinander oder Gegeneinander. Monolog macht besonders das Innere einer Figur hörbar.

Im Bildungsplan Deutsch Sekundarstufe I, Klasse 10, werden Dialog und Monolog auf G-Niveau ausdrücklich als Fachbegriffe genannt; außerdem sollst Du die Wirkung ausgewählter Gestaltungsmittel beschreiben und erläutern.


Einstieg: Zwei Bilder – zwei Sprechsituationen

Bildauftrag: Beschreibe nur, was Du sicher beobachten kannst: Blickrichtung, Abstand, Körperhaltung, Gestik. Formuliere danach eine Vermutung: Welche Hinweise sprechen für einen Dialog?

Lizenz: Wikimedia Commons, CC BY 4.0.

Bildauftrag: Vergleiche mit dem ersten Bild. Welche Wirkung entsteht, wenn eine Figur allein im Mittelpunkt steht? Welche Gedanken könnte das Publikum erfahren?

Lizenz: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Dialog und Monolog sicher unterscheiden.
  2. kurze Szenen mit passenden Fachbegriffen beschreiben.
  3. Funktion und Wirkung von Redeform, Wortwahl, Pausen, Gestik und Regieanweisungen erklären.
  4. eine kurze Hör- oder Spielsituation textnah untersuchen.
  5. einen Dialog in einen Monolog und einen Monolog in einen Dialog umgestalten und die Wirkung vergleichen.
  6. KI-Hilfe gezielt nutzen, Ergebnisse selbst prüfen und die Hilfe transparent machen.


Vorwissen aktivieren

Bearbeite zuerst ohne Hilfsmittel:

  1. Nenne zwei Merkmale eines Gesprächs.
  2. Erkläre mit einem Satz, was ein Selbstgespräch ist.
  3. Markiere in einer bekannten Theaterszene, wer wann spricht.
  4. Überlege: Kann Schweigen in einer Szene etwas ausdrücken? Begründe kurz.

Selbstcheck: Wenn Dir zwei oder mehr Punkte schwerfallen, nutze später besonders Hilfestufe 1.


Grundlagen


Dialog erkennen

Ein Dialog lebt vom Redewechsel. Die Figuren reagieren aufeinander. Typische Signale sind Fragen und Antworten, Widerspruch, Zustimmung, Unterbrechung oder Ausweichen.

Achte auf: Wer beginnt? Wer fragt? Wer antwortet knapp? Wer wechselt das Thema? Wer setzt sich durch?


Monolog erkennen

Im Monolog erhält eine Figur längeren Sprechraum. Sie kann nachdenken, erinnern, planen, zweifeln oder sich entscheiden. Das Publikum erfährt dadurch Dinge, die im Gespräch vielleicht verborgen blieben.

Wichtig: Ein Monolog ist nicht einfach „viel Text“. Entscheidend ist, dass kein direkter Redewechsel die Rede strukturiert.

Der innere Monolog in erzählenden Texten ist eine verwandte, aber andere Form: Gedanken werden dort als Gedankenrede dargestellt.


Sonderfall: Beiseitesprechen

Beim Beiseitesprechen äußert eine Figur etwas, das andere Figuren auf der Bühne nicht hören sollen, das Publikum aber schon. Prüfe deshalb genau die Regieanweisung. Nicht jedes Beiseitesprechen ist automatisch ein längerer Monolog.


Visualisierung: Redewege

Dialog Monolog
Figur A → Figur B → Figur A Figur A → Publikum / zu sich selbst
Reaktion verändert das Gespräch. Gedanken oder Haltung werden entfaltet.
Konflikt wird zwischen Figuren sichtbar. Konflikt kann im Inneren einer Figur sichtbar werden.


Kurze eigene Szenen

Die folgenden Mini-Szenen sind eigens für diesen aiMOOC erstellt und dürfen für die Aufgaben verwendet und verändert werden.


Szene A: Redewechsel

MIRA: Gibst du mir das Heft?
LEON: Gleich. Warum so dringend?
MIRA: Weil ich meinen Satz prüfen will.
LEON: Dann lies ihn mir erst vor.

Auftrag: Belege mit zwei Textstellen, dass hier ein Dialog vorliegt. Erkläre anschließend die Wirkung des Redewechsels.


Szene B: Allein

MIRA: (allein) Ich könnte einfach gehen. Aber dann weiß niemand, warum ich geschwiegen habe. Nein. Ich bleibe.

Auftrag: Erkläre, welche Gedanken und welche Entscheidung das Publikum durch den Monolog erfährt.


Szene C: Verwandlung

Forme Szene B in einen Dialog zwischen Mira und Leon um. Danach vergleiche:

  1. Welche Information bleibt gleich?
  2. Was wird im Dialog offener oder konfliktreicher?
  3. Was geht vom inneren Nachdenken verloren?


Methode: In vier Schritten untersuchen

  1. Bestimmen: Dialog oder Monolog?
  2. Belegen: Nenne ein konkretes Signal aus Text, Ton oder Spiel.
  3. Deuten: Was erfahren wir über Figur, Beziehung oder Konflikt?
  4. Wirkung erklären: Formuliere: „Dadurch wirkt die Szene …, weil …“

Prüfungssatz: „Es liegt ein … vor. Das erkennt man an …. Dadurch wird …. Auf das Publikum wirkt das ….“


Hilfestufen


Hilfestufe 1: Erkennen

Frage nur: Wie viele Figuren sprechen und gibt es einen direkten Redewechsel?


Hilfestufe 2: Belegen

Suche ein klares Signal: Frage, Antwort, Unterbrechung, längere Einzelrede, Regieanweisung oder Entscheidung der Figur.


Hilfestufe 3: Wirkung formulieren

Nutze Satzstarter:

  1. „Der Redewechsel zeigt, dass …“
  2. „Der Monolog macht sichtbar, dass …“
  3. „Die Pause verstärkt …“
  4. „Die Regieanweisung lässt die Figur … wirken.“


Medienwerkstatt: hören, sehen, prüfen


Station 1: Historische Bühne beobachten

Auftrag: Beschreibe die Bühnenanordnung. Entscheide nicht nur nach der Zahl der Personen, sondern danach, wer tatsächlich spricht und wer reagiert. Formuliere zwei Fragen, die Du an eine konkrete Aufführung stellen müsstest, um Dialog und Monolog sicher zu bestimmen.

Lizenz: Wikimedia Commons, Public Domain.


Station 2: Hörfassung – Rollen und Redewechsel

Diese gesprochene Wikisource-Fassung von Goethes Faust I ist offen lizenziert. Höre einen kurzen Abschnitt aus dem „Vorspiel auf dem Theater“.

Hörauftrag: Notiere drei Sprecherwechsel. Achte zusätzlich auf Tempo, Betonung und Pausen. Erkläre, wie die Stimmen unterschiedliche Interessen hörbar machen.


Station 3: Szenische Lesung – Text wird Spiel

Goethes „Faust“ – Szenische Lesung: Studierzimmer, Bayerischer Rundfunk, über Wikimedia Commons als CC BY 3.0 dokumentiert.

Seh-Hör-Auftrag: Stoppe nach einer kurzen Passage. Notiere:

  1. Wer spricht?
  2. Worauf reagiert die andere Figur?
  3. Welche Gestik oder Betonung verändert die Wirkung?
  4. Würde dieselbe Textstelle als Monolog anders wirken? Warum?


Station 4: Dramenanalyse im Video

Analyse und Interpretation dramatischer Texte, Bayerischer Rundfunk, über Wikimedia Commons als CC BY 3.0 dokumentiert.

Aktiver Auftrag: Schau nur einen überschaubaren Abschnitt. Halte zwei Analysefragen fest, die Du auf Szene A oder B anwenden kannst. Übernimm keine Aussage ungeprüft: Vergleiche sie mit dem Szenentext.


Station 5: Gemeinfreier Klassiker als Mini-Beleg

Ein sehr kurzer, gemeinfreier Beleg aus Goethes Faust I lautet: „Da steh ich nun, ich armer Tor!“

Auftrag: Erkläre, warum ein einzelner Satz noch nicht genügt, um sicher zwischen Dialog und Monolog zu unterscheiden. Welche Kontextinformation brauchst Du?


Szenisches Lernen


Sprechlabor

Spielt Szene A zweimal:

  1. Version 1: ruhig, kooperativ, mit freundlichem Blickkontakt.
  2. Version 2: angespannt, mit langen Pausen und abgewandtem Körper.

Vergleich: Der Wortlaut bleibt gleich. Welche Wirkung ändert sich durch Stimme, Pause und Körpersprache?


Monolog-Labor

Sprich Szene B dreimal: unsicher, entschlossen, verärgert. Nimm nur Deine Stimme auf, wenn Deine schulischen Regeln das erlauben; verwende keine unnötigen Namen oder persönlichen Daten.

Auswertung: Welche Betonung passt am besten zur Entscheidung „Ich bleibe“? Begründe mit hörbaren Merkmalen.


KI-Spirale

KI ersetzt keine eigene Textarbeit. Arbeite in dieser Reihenfolge:

  1. Aufgabe verstehen: Kläre, was bestimmt, belegt und erklärt werden soll.
  2. Selbst erschließen: Markiere zuerst selbst Sprecherwechsel, Signale und Wirkung.
  3. Eigenen Ansatz entwickeln: Schreibe eine kurze Analyse oder Spielidee.
  4. KI gezielt befragen: Bitte zum Beispiel um Gegenfragen oder alternative Deutungen, nicht sofort um eine fertige Lösung.
  5. Unabhängig prüfen: Kontrolliere Texttreue, Fakten, Logik und Quellen am Original.
  6. Eigene Lösung verbessern: Übernimm nur begründbare Hinweise.
  7. KI-Hilfe transparent machen: Notiere kurz, wofür Du KI genutzt hast.

G-Niveau-Tipp: Lass Dir von einer KI höchstens drei Prüffragen zu Deinem eigenen Text stellen. Beantworte sie dann selbst am Text.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Woran erkennst Du einen Dialog am sichersten? (An einem direkten Redewechsel zwischen Figuren) (!An besonders langen Regieanweisungen) (!An einer einzigen langen Rede) (!An der Seitenzahl des Textes)




Was ist für einen Monolog typisch? (Eine Figur spricht länger ohne direkten Redewechsel) (!Mehrere Figuren antworten gleichzeitig) (!Nur die Regieanweisung ist zu sehen) (!Jeder Satz ist eine Frage)




Welche Funktion kann ein Monolog besonders gut erfüllen? (Innere Gedanken und Konflikte einer Figur zeigen) (!Den Autor als Bühnenfigur einführen) (!Die Seitenzahl erklären) (!Jede Handlung beenden)




Welche Beobachtung hilft bei der Dialoganalyse? (Wer auf wen reagiert) (!Wie schwer das Buch ist) (!Wie groß die Schrift ist) (!Wie viele Seiten das Drama hat)




Was solltest Du bei einer Wirkungsanalyse tun? (Ein Gestaltungsmittel mit seiner Wirkung verbinden) (!Nur den Inhalt nacherzählen) (!Nur Deine Meinung nennen) (!Nur Fachbegriffe auflisten)




Was kann eine Pause in einer Szene leisten? (Sie kann Spannung oder Unsicherheit verstärken) (!Sie macht automatisch aus jedem Dialog einen Monolog) (!Sie beweist immer Langeweile) (!Sie ersetzt jede Regieanweisung)




Was ist beim Beiseitesprechen besonders? (Das Publikum hört etwas, das andere Figuren nicht hören sollen) (!Alle Figuren sprechen im Chor) (!Die Szene enthält keine Sprache) (!Der Erzähler übernimmt jede Rolle)




Was bleibt beim Umformen eines Monologs in einen Dialog zu prüfen? (Wie sich die Wirkung durch Reaktionen einer zweiten Figur verändert) (!Ob die Seitenzahl gleich bleibt) (!Ob alle Sätze gleich lang sind) (!Ob keine Figur mehr spricht)




Wie nutzt Du KI in diesem aiMOOC sinnvoll? (Du prüfst KI-Hinweise am Originaltext) (!Du ersetzt die Textlektüre vollständig) (!Du übernimmst jede Antwort ungeprüft) (!Du verschweigst jede KI-Hilfe)




Was ist für eine prüfungssichere Aussage wichtig? (Behauptung, Beleg und Wirkung) (!Nur ein Fachbegriff) (!Nur eine Inhaltsangabe) (!Nur ein persönliches Gefühl)





Memory

Dialog Redewechsel
Monolog Einzelrede
Regieanweisung Spielhinweis
Betonung Stimmwirkung
Konflikt Gegensatz
Pause Spannung
Gestik Körperausdruck





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Frage und Antwort Dialogsignal
Längere Einzelrede Monologsignal
Blick und Handbewegung Körpersprache
Sprechtempo und Lautstärke Stimme
Textbeleg und Erklärung Analyse





Kreuzworträtsel

Dialog Welche Redeform lebt vom Wechsel zwischen mehreren Figuren?
Monolog Wie heißt eine längere zusammenhängende Rede einer Figur ohne direkten Redewechsel?
Konflikt Wie heißt ein Gegensatz zwischen Interessen oder Zielen?
Gestik Wie nennt man Ausdruck durch Hände und Körperbewegungen?
Publikum Wer nimmt eine Theateraufführung wahr?
Regieanweisung Wie heißt ein Spielhinweis im Dramentext?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein

entsteht durch den Redewechsel zwischen Figuren. Ein

gibt einer Figur längeren zusammenhängenden Sprechraum. In einer Analyse brauchst Du einen konkreten

aus Text, Ton oder Spiel. Eine Pause kann die

einer Szene verstärken. Regieanweisungen geben Hinweise auf das

der Figuren. Bei der Wirkung fragst Du, was ein Gestaltungsmittel beim

auslösen oder verdeutlichen kann. Vor einer KI-Anfrage entwickelst Du zuerst einen

Ansatz. KI-Ergebnisse prüfst Du anschließend am

.




Interaktive Anwendung mit Feedback

Aufgabe 1: Lies Szene A. Entscheide: Dialog oder Monolog? Nenne ein Signal und eine Wirkung.

Feedback/Lösung: Dialog. Signal: Mira und Leon wechseln sich ab und reagieren direkt. Wirkung: Das Anliegen wird als Aushandlung zwischen zwei Figuren sichtbar.

Aufgabe 2: Lies Szene B. Formuliere einen Satz zu Miras innerem Konflikt.

Feedback/Lösung: Mira schwankt zwischen Weggehen und Bleiben. Der Monolog macht ihren Entscheidungsprozess direkt sichtbar.

Aufgabe 3: Höre oder spiele eine kurze Passage zweimal mit unterschiedlicher Betonung. Beschreibe eine Wirkungsänderung.

Feedback/Lösung: Eine passende Antwort nennt ein hörbares Mittel, zum Beispiel langsamere Sprechweise oder längere Pause, und verbindet es nachvollziehbar mit einer Wirkung wie Unsicherheit, Spannung oder Entschlossenheit.


Lösungen und Selbstkontrolle

Kurzlösungen:

  1. Szene A: Dialog; erkennbar am direkten Redewechsel.
  2. Szene B: Monolog; erkennbar an der zusammenhängenden Rede ohne Antwort.
  3. Beim Vergleich zählt nicht nur die Form, sondern die veränderte Wirkung.
  4. Eine gute Analyse verbindet Beobachtung, Beleg und Erklärung.

Selbstkontrolle: Setze ein Häkchen, wenn Du die Aussage sicher kannst:

  1. ☐ Ich erkenne Dialog und Monolog.
  2. ☐ Ich finde einen passenden Beleg.
  3. ☐ Ich beschreibe mindestens ein sprachliches oder szenisches Mittel.
  4. ☐ Ich erkläre die Wirkung mit „weil“ oder „dadurch“.
  5. ☐ Ich kann meine Aussage am Original prüfen.

Wenn Du bei drei oder mehr Punkten unsicher bist, wiederhole Methode: In vier Schritten untersuchen und bearbeite Szene A und B erneut.


Transfer

Nimm eine kurze Alltagssituation, zum Beispiel „zu spät zur Verabredung“, und gestalte sie zweimal:

  1. als Dialog zwischen zwei Personen,
  2. als Monolog einer wartenden Person.

Vergleiche anschließend: In welcher Form wird die Beziehung deutlicher? In welcher Form wird das innere Erleben deutlicher? Begründe mit mindestens einem konkreten Gestaltungsmittel.


Kompetenzcheck

Ich kann … Sicher Noch üben
Dialog und Monolog unterscheiden.
einen Textbeleg passend auswählen.
Funktion und Wirkung erklären.
Stimme, Pause, Gestik und Regieanweisung einbeziehen.
eine kurze Szene umgestalten und vergleichen.
KI-Hilfe prüfen und transparent machen.


Reflexion

  1. Was hilft Dir beim Unterscheiden von Dialog und Monolog am meisten?
  2. Welche Wirkung konntest Du erst beim Hören oder Spielen erkennen?
  3. Wo hast Du einen ersten Eindruck nach genauer Textprüfung korrigiert?
  4. Welche KI-Hilfe wäre sinnvoll, ohne Deine eigene Textarbeit zu ersetzen?


Folgekurs-Empfehlung

Als nächster Schritt passt D10 G - Dramatische Szenen untersuchen. Dort kannst Du Dialog, Monolog, Regieanweisung, Konflikt und Figurenbeziehung in einer vollständigen kurzen Szene zusammenführen.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Standbild: Stelle mit zwei Personen ein Standbild für einen angespannten Dialog dar und notiere drei sichtbare Signale.
  2. Sprechaufnahme: Sprich Szene B in zwei Stimmungen ein und vergleiche Tempo, Lautstärke und Pausen.
  3. Textmarker: Markiere in einer kurzen Szene Sprecherwechsel und Regieanweisungen mit zwei unterschiedlichen Zeichen.
  4. Mini-Comic: Zeichne vier Panels zu Szene A und zeige mit Blickrichtung und Sprechblasen den Redewechsel.


Standard

  1. Szenisches Spiel: Inszeniere Szene A in zwei unterschiedlichen Beziehungen, zum Beispiel freundlich und misstrauisch, und begründe die Unterschiede.
  2. Umformung: Verwandle einen kurzen selbst geschriebenen Dialog in einen Monolog und erläutere zwei Wirkungsänderungen.
  3. Hörvergleich: Vergleiche eine gelesene mit einer gespielten Fassung derselben kurzen Szene und belege zwei Unterschiede.
  4. Medienanalyse: Untersuche eines der offenen Bilder oder Videos dieses aiMOOCs mit den Fragen „Was sehe oder höre ich?“, „Woran belege ich das?“ und „Welche Wirkung entsteht?“.


Schwer

  1. Regiekonzept: Entwickle ein kurzes Regiekonzept für einen Monolog mit Raum, Licht, Stimme, Gestik und Pausen und begründe jede Entscheidung.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe zu derselben Konfliktsituation zuerst einen Monolog von Figur A und danach einen Dialog zwischen A und B. Vergleiche Informationsgehalt und Wirkung.
  3. Interview: Befrage eine Theater-AG, Lehrkraft oder andere geeignete Person dazu, wie Dialoge und Monologe geprobt werden. Dokumentiere nur notwendige Angaben und beachte Einwilligungen.
  4. KI-Prüfauftrag: Erstelle selbst eine Analyse, lass eine KI drei mögliche Schwachstellen benennen, prüfe jeden Hinweis am Originaltext und dokumentiere, was Du übernommen oder verworfen hast.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Formwechsel erklären: Du erhältst eine kurze Dialogszene und eine monologische Umarbeitung. Erkläre zwei Wirkungsunterschiede mit Belegen.
  2. Inszenierung beurteilen: Eine Figur spricht denselben Satz einmal leise mit langer Pause und einmal laut und schnell. Erkläre, wie sich die mögliche Wirkung verändert.
  3. Konflikt erschließen: Leite aus Redeanteilen, Fragen und Reaktionen ab, welche Figur in einem kurzen Dialog mehr Kontrolle über das Gespräch gewinnt.
  4. Text und Ton verbinden: Höre eine kurze Passage und prüfe, ob Betonung und Pausen zu Deiner Textdeutung passen. Begründe Abweichungen.
  5. Regieentscheidung: Entscheide, ob eine zentrale Information in einer selbst entwickelten Szene besser als Dialog oder Monolog vermittelt wird. Begründe mit Funktion und Publikumseffekt.
  6. KI-Kritik: Eine KI behauptet ohne Beleg, eine Szene sei ein Monolog. Entwickle einen Prüfweg, mit dem Du die Behauptung am Text bestätigst oder widerlegst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis ist wichtig:

  1. eine sichere Unterscheidung von Dialog und Monolog,
  2. mindestens ein passender Text- oder Inszenierungsbeleg,
  3. die Erklärung von Funktion und Wirkung,
  4. die Berücksichtigung von Stimme, Pause, Gestik oder Regieanweisung,
  5. eine kurze Transferleistung durch Umgestaltung oder Vergleich,
  6. eine transparente Angabe verwendeter Hilfen einschließlich KI.

Der Lernnachweis selbst enthält keine externen Medien oder eingebetteten Inhalte.




OERs zum Thema


Quellen und Lizenzhinweise

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg, Deutsch Sekundarstufe I, Klasse 10, Literarische Texte: Fachbegriffe und Kompetenzbezug. Stand des aufgerufenen Bildungsplans: Fassung vom 29. Februar 2024.
  2. Kultusministerium Baden-Württemberg, FAQ Bildungsreform: aktuelle Hinweise zu G-Niveau, Bildungsgängen und Abschlüssen. Für Prüfungen gilt immer die aktuelle Regelung des konkreten Prüfungsjahres.
  3. Wikimedia Commons: Dramatic Stage Dialogue.png, CC BY 4.0.
  4. Wikimedia Commons: Theater MONOLOG.jpg, CC BY-SA 4.0.
  5. Wikimedia Commons: Hamlet 1881.png, Public Domain.
  6. Wikimedia Commons: gesprochener Faust, CC BY-SA 3.0 / GFDL laut Dateiseite.
  7. Wikimedia Commons: Szenische Lesung Studierzimmer, Bayerischer Rundfunk, CC BY 3.0; ursprüngliche YouTube-ID zl_GFTLL-_Q.
  8. Wikimedia Commons: Analyse und Interpretation dramatischer Texte, Bayerischer Rundfunk, CC BY 3.0; ursprüngliche YouTube-ID ntw6dYz-joA.

Urheberrecht: Geschützte Ganzschriften werden in diesem aiMOOC nicht vollständig wiedergegeben. Für eigene Unterrichtsarbeit bevorzugst Du gemeinfreie, offene oder selbst erstellte Materialien und nutzt aus geschützten Werken nur kurze, funktionale Auszüge im rechtlich zulässigen Rahmen mit Quellenangabe.


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