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D8 E - Präsentationsstrategien analysieren

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D8 E - Präsentationsstrategien analysieren




D8 E - Präsentationsstrategien analysieren

Mini-Beschreibung: Analysiere Gliederung, Sprache, Stimme, Körpersprache und Medieneinsatz einer Präsentation und untersuche ihre Wirkung. Du arbeitest auf E-Niveau der Klasse 8: selbstständig, vergleichend, begründet und mit Fachsprache.

🧭 Gliederung 💬 Sprache 🎙️ Stimme 👀 Körpersprache 🖼️ Medien
roter Faden Wortwahl & Stil Tempo, Lautstärke, Pausen Blick, Haltung, Gestik Auswahl, Lesbarkeit, Funktion

Leitfrage: Nicht nur Was macht die Person?, sondern: Wie wirkt es – und woran kannst Du das belegen?


Bildungsplanbezug und Niveau

Der Kurs gehört zu Deutsch, Klasse 8, Baden-Württemberg, E-Niveau. Er trainiert besonders adressatengerechtes Sprechen, den reflektierten Einsatz von Vortrags- und Präsentationstechniken, Medienkompetenz sowie das Analysieren und Optimieren von Wirkung. Der Bildungsplan Deutsch in Baden-Württemberg betont öffentliches, themen- und adressatengerechtes Sprechen sowie die begründete Nutzung und Reflexion von Präsentationstechniken.

Quelle zur Orientierung: Bildungsplan Baden-Württemberg – Deutsch V3.0


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ...

  1. Gliederungen von Präsentationen erkennen, vergleichen und auf ihre Wirkung untersuchen.
  2. sprachliche Mittel präzise benennen und ihre Wirkung mit Belegen erklären.
  3. Stimme, Sprechtempo, Lautstärke, Pausen, Blickkontakt, Haltung, Mimik und Gestik fachsprachlich analysieren.
  4. Medieneinsatz danach beurteilen, ob er Inhalt und Publikum funktional unterstützt.
  5. Beobachtung, Beleg und Wirkung sauber voneinander trennen.
  6. unterschiedliche Präsentationen vergleichen und ein begründetes Urteil formulieren.
  7. KI-Vorschläge kritisch prüfen, Fehler erkennen und Deine eigene Analyse verbessern.


Einleitung

Motivierender Einstieg – 90-Sekunden-Challenge: Das Video von Project I-DEA zeigt eine weniger gelungene und eine verbesserte Präsentation. Das Material ist laut Videobeschreibung – sofern nicht anders angegeben – unter CC BY 4.0 veröffentlicht.

  1. Schaue zuerst ohne Notizen.
  2. Notiere danach drei beobachtbare Unterschiede.
  3. Formuliere zu einem Unterschied einen Wirkungssatz: Beobachtung → Beleg → Wirkung.

Beispiel: „Der Sprecher blickt in der zweiten Version häufiger ins Publikum. Dadurch wirkt der Vortrag zugewandter und das Publikum kann leichter angesprochen werden.“

Merkkasten: Wirkungsanalyse
Beobachtung = Was ist konkret zu sehen oder zu hören?
Beleg = Wo genau im Material erkennst Du das?
Wirkung = Was kann dies beim Publikum auslösen?
Begründung = Warum passt die Beobachtung zu dieser Wirkung?


Vorwissen aktivieren

Ordne aus Deiner Erfahrung je ein Beispiel zu: hilfreich, störend oder abhängig von Situation und Publikum.

Merkmal Deine Einschätzung Begründung
viele Stichpunkte auf einer Folie
lange Sprechpause
Blickkontakt
große Gesten
Fachbegriffe

Wichtig: Es gibt selten eine einzelne „perfekte“ Präsentationsstrategie. Wirkung hängt von Thema, Ziel, Raum, Publikum und Situation ab.


Das Analysemodell: Fünf Ebenen

Gliederung → Sprache → Stimme → Körpersprache → Medien → Gesamtwirkung

Ebene Leitfragen Fachbegriffe
Gliederung Ist ein roter Faden erkennbar? Wie beginnt und endet der Vortrag? Einstieg, Hauptteil, Schluss, Übergang, Leitfrage, Zusammenfassung
Sprache Ist die Sprache passend, präzise und verständlich? Adressatenbezug, Fachsprache, Beispiel, Wiederholung, rhetorische Frage, Vergleich
Stimme Wie wird gesprochen? Tempo, Lautstärke, Betonung, Intonation, Artikulation, Pause
Körpersprache Wie unterstützt oder stört der Körper den Inhalt? Blickkontakt, Haltung, Gestik, Mimik, Raumverhalten
Medien Unterstützen Bilder, Folien oder Gegenstände die Aussage? Visualisierung, Lesbarkeit, Reduktion, Funktion, Quellenangabe


Gliederung: Der rote Faden

Eine klare Gliederung hilft dem Publikum, neue Informationen einzuordnen. Besonders wichtig sind Einstieg, nachvollziehbare Übergänge und ein Schluss, der die Kernaussage bündelt.

Videoauftrag – Chris Anderson: Untersuche nicht, ob Du jede englische Formulierung verstehst. Beobachte die Struktur.

  1. Markiere einen Moment, der als Einstieg funktioniert.
  2. Notiere zwei erkennbare Übergänge.
  3. Formuliere die zentrale Idee des Vortrags in einem Satz.
  4. Prüfe: Passt der Schluss zur zentralen Idee?

Hilfestufe 1: Achte auf Signale wie Themenwechsel, Beispiele und Zusammenfassungen. Hilfestufe 2: Nutze die Formel Einstieg – Idee – Beispiel – Vertiefung – Schluss als Prüfraster.

Merkkasten: Struktur wirkt
Eine Gliederung ist nicht nur „ordentlich“. Sie kann Orientierung, Spannung, Verständlichkeit und Erinnerbarkeit beeinflussen.


Sprache: Präzise, adressatengerecht, wirkungsvoll

Mini-Text A – selbst erstellt: „Heute geht es um Mikroplastik. Zuerst kläre ich den Begriff. Danach zeige ich zwei Wege, wie Mikroplastik in Gewässer gelangt. Am Ende vergleiche ich zwei mögliche Gegenmaßnahmen.“

Mini-Text B – selbst erstellt: „Also, Mikroplastik ist halt überall und irgendwie echt ein Problem. Ich habe da ein paar Sachen gefunden. Dann sage ich noch etwas zu Lösungen.“

Analyseauftrag: Markiere in A die Strukturwörter. Unterstreiche in B unpräzise Ausdrücke. Formuliere B so um, dass Thema, Reihenfolge und Ziel klarer werden.

Fachsprachliche Wirkungssätze:

  1. „Die Formulierung … schafft Orientierung, weil …“
  2. „Der Fachbegriff … erhöht die Präzision, wenn …“
  3. „Die rhetorische Frage … aktiviert das Publikum, kann aber …“
  4. „Die Wiederholung … hebt die Kernaussage hervor, wirkt jedoch übertrieben, wenn …“


Stimme: Was man ohne Bild hören kann

Videoauftrag – Julian Treasure: Konzentriere Dich auf Tempo, Lautstärke, Tonhöhe, Betonung und Pausen. Notiere zwei Stellen, an denen die Stimme die Bedeutung besonders trägt.

Audio-Labor: Höre den 30-Sekunden-Ausschnitt zweimal.

  1. Beim ersten Hören: Beschreibe nur Deine Wirkungseindrücke.
  2. Beim zweiten Hören: Belege sie mit mindestens drei stimmlichen Merkmalen.
  3. Vergleiche anschließend: Welche erste Vermutung war gut belegt, welche musstest Du korrigieren?

Hilfestufe 1: Höre nur auf das Tempo. Hilfestufe 2: Höre danach nur auf Pausen und Betonungen. Hilfestufe 3: Formuliere mit Merkmal + Beispiel + Wirkung.

Merkkasten: Stimme analysieren
Nicht: „Die Stimme ist gut.“
Besser: „Das Sprechtempo verlangsamt sich vor der Kernaussage. Die anschließende Pause hebt sie hervor und gibt dem Publikum Zeit zum Verarbeiten.“


Körpersprache: Sichtbare Signale

Bildauftrag: Erkläre, warum ein fest stehender Sprecher nicht automatisch alle Personen im Raum gleich gut erreicht. Entwickle zwei Strategien für Blickkontakt in einem breiten Klassenraum.

Videoauftrag – Toastmasters International: Beobachte jeweils nur eine Dimension:

  1. Runde A: Hände und Gestik.
  2. Runde B: Stand und Bewegung.
  3. Runde C: Mimik und Blick.
  4. Runde D: Zusammenspiel von Stimme und Körper.

Vergleich: Welche Bewegung unterstützt eine Aussage? Welche Bewegung wäre ohne den gesprochenen Inhalt schwer zu deuten?

Achtung: Körpersprache ist kontextabhängig. Einzelne Gesten haben nicht überall dieselbe Bedeutung. Vermeide starre Deutungen wie „verschränkte Arme bedeuten immer Ablehnung“.


Medieneinsatz: Unterstützen statt überladen

Medien können analog oder digital sein: Tafel, Plakat, Gegenstand, Bild, Diagramm, Audio, Video oder Präsentationsfolie. Entscheidend ist nicht die Modernität, sondern die Funktion.

Prüffrage Stark, wenn … Problematisch, wenn …
Lesbarkeit Schrift und Grafik aus der Entfernung klar sind Text zu klein oder zu dicht ist
Reduktion nur zentrale Informationen sichtbar sind die Folie zum Manuskript wird
Bildfunktion das Bild etwas erklärt, vergleicht oder belegt das Bild nur dekoriert
Quellen Herkunft nachvollziehbar ist Angaben fehlen oder unklar sind
Timing Medium im richtigen Moment erscheint Publikum lesen und gleichzeitig lange zuhören muss

Mini-Aufgabe – Folie reparieren: Stell Dir eine Folie mit 11 Sätzen, drei Cliparts und fünf Schriftfarben vor. Skizziere auf Papier eine neue Version mit einer Kernaussage, maximal drei Informationsbausteinen und einem funktionalen Bild oder Diagramm.


Vertiefung: Wirkung ist nicht Wahrheit

Fortgeschrittene Quellenkritik: Analysiere bei einem kurzen Ausschnitt zuerst nur die Präsentationswirkung. Prüfe danach die Sachbehauptungen getrennt. TED weist bei diesem Vortrag ausdrücklich darauf hin, dass Teile der Forschung zu „Power Posing“ in einer wissenschaftlichen Replikationsdebatte standen.

Transferfrage: Warum kann ein Vortrag überzeugend wirken, obwohl einzelne Aussagen unsicher, verkürzt oder umstritten sind?

Merkkasten: Zwei Prüfspuren
Prüfspur A – Präsentation: Wie wird etwas gesagt und gezeigt?
Prüfspur B – Inhalt: Ist die Aussage belegt, aktuell und korrekt?
Beide Spuren müssen getrennt untersucht werden.


KI-Spirale: Analyse verbessern, nicht ersetzen

KI ersetzt keine eigene Text- und Medienarbeit. Nutze sie erst, nachdem Du selbst beobachtet und formuliert hast.

  1. Aufgabe verstehen: Welche Ebene soll analysiert werden?
  2. Selbst denken: Beobachte Material und notiere Belege.
  3. Eigenen Lösungsansatz entwickeln: Formuliere mindestens einen vollständigen Wirkungssatz.
  4. Konkrete KI-Frage stellen: Beispiel: „Prüfe, ob mein Wirkungssatz Beobachtung, Beleg und Wirkung sauber trennt. Verändere meinen Inhalt nicht.“
  5. Ausgabe vergleichen: Gleiche die KI-Antwort mit Originalvideo, Regel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle ab.
  6. Fehler suchen: Markiere erfundene Zeitangaben, unklare Fachbegriffe, Übertreibungen und unbelegte Deutungen.
  7. Eigene Lösung verbessern: Übernimm nur nachvollziehbare Verbesserungen.
  8. KI transparent kennzeichnen: Beispiel: „KI genutzt zur Prüfung der Fachbegriffe; Originalvideo selbst analysiert; zwei Vorschläge verworfen.“

KI-Stoppregel: Wenn die KI eine Beobachtung nennt, die Du im Original nicht findest, gilt sie nicht als Beleg.


Analysewerkstatt


Analysebogen für ein Videobeispiel

Wähle eines der eingebetteten Videos. Arbeite mit Zeitmarken.

Zeitstelle Ebene Beobachtung mögliche Wirkung Begründung
Gliederung
Sprache
Stimme
Körpersprache
Medien

E-Niveau-Zusatz: Formuliere anschließend eine Gegenhypothese: „Eine andere Person könnte dieselbe Stelle anders deuten, weil …“


Differenziertes Feedback

Stufe 1 – Basisfeedback: Nenne eine Stärke und eine konkrete Verbesserung. Stufe 2 – Fachfeedback: Nutze mindestens zwei Fachbegriffe und einen Zeitbeleg. Stufe 3 – E-Niveau: Formuliere eine abgewogene Bewertung, berücksichtige Zielgruppe und Situation und nenne eine alternative Deutung.

Feedback-Satzstarter:

  1. „Besonders wirksam ist …, weil …“
  2. „An der Stelle … zeigt sich …“
  3. „Für eine Klasse 8 wäre … passend / weniger passend, weil …“
  4. „Eine alternative Wirkung könnte … sein, wenn …“


Lösungshinweise zur Analysewerkstatt

Eine gute Lösung enthält keine pauschalen Etiketten wie „super“ oder „schlecht“, sondern nachvollziehbare Belege. Sie trennt Beobachtung und Interpretation, nutzt präzise Fachbegriffe und zeigt, dass Wirkung vom Publikum abhängen kann.

Musterformulierung: „Bei 0:45 verlangsamt der Sprecher das Tempo und setzt vor der Kernaussage eine kurze Pause. Dadurch wird die Aussage akustisch hervorgehoben. Für ein Publikum, das den Inhalt neu kennenlernt, kann dies die Verarbeitung erleichtern.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Formulierung ist eine echte Wirkungsanalyse? (Der Sprecher verlangsamt vor der Kernaussage das Tempo; dadurch wird sie hervorgehoben.) (!Der Sprecher ist einfach sehr gut.) (!Die Präsentation gefällt mir.) (!Die Stimme klingt irgendwie besser.)




Welche Ebene untersucht Einstieg, Übergänge und Schluss? (Gliederung) (!Körpersprache) (!Medieneinsatz) (!Artikulation)




Was gehört zur stimmlichen Gestaltung? (Intonation) (!Folienlayout) (!Blickkontakt) (!Bildquelle)




Was ist bei der Analyse von Körpersprache besonders wichtig? (Gesten im Kontext der Situation deuten) (!Jede Geste hat immer dieselbe Bedeutung) (!Nur auf die Hände achten) (!Aus einer Haltung direkt auf Gefühle schließen)




Wann ist ein Bild in einer Präsentation funktional eingesetzt? (Wenn es eine Aussage erklärt, belegt oder veranschaulicht) (!Wenn es nur eine leere Fläche füllt) (!Wenn es möglichst bunt ist) (!Wenn es keinen Bezug zum Thema hat)




Welche Reihenfolge hilft bei einer begründeten Analyse? (Beobachtung, Beleg, Wirkung, Begründung) (!Wirkung, Vermutung, Lob, Note) (!Gefühl, Meinung, Geschmack, Schluss) (!Überschrift, Bild, Farbe, Applaus)




Was ist ein sinnvoller Einsatz einer Sprechpause? (Eine Kernaussage hervorheben und Verarbeitungszeit geben) (!Jeden Satz zufällig unterbrechen) (!Unverständliche Wörter ersetzen) (!Blickkontakt vollständig vermeiden)




Was bedeutet adressatengerecht präsentieren? (Inhalt und Darstellung an Publikum und Situation anpassen) (!Immer dieselbe Sprache für jedes Publikum nutzen) (!Nur Fachbegriffe verwenden) (!Möglichst viele Informationen gleichzeitig zeigen)




Wie soll KI in diesem Kurs eingesetzt werden? (Eigene Analyse prüfen und anschließend am Original kontrollieren) (!Die komplette Analyse ungeprüft übernehmen) (!Zeitmarken von der KI erfinden lassen) (!Das Originalvideo nicht mehr ansehen)




Warum müssen Präsentationswirkung und Wahrheitsgehalt getrennt geprüft werden? (Eine überzeugende Darstellung kann auch unsichere Aussagen enthalten) (!Alles Überzeugende ist automatisch wahr) (!Eine ruhige Stimme beweist Fakten) (!Gute Folien ersetzen Quellen)





Memory

Gliederung roter Faden
Intonation Verlauf der Sprechmelodie
Blickkontakt visuelle Zuwendung zum Publikum
Visualisierung bildliche Unterstützung einer Aussage
Adressatenbezug Anpassung an das Publikum
Artikulation deutliche Lautbildung
Gestik Bewegung von Händen und Armen
Quellenangabe nachvollziehbare Herkunft von Material





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Einstieg Aufmerksamkeit eröffnen
Übergang Gedankenschritte verbinden
Pause Kernaussage hervorheben
Blickkontakt Publikum einbeziehen
Visualisierung Information sichtbar machen






Kreuzworträtsel

Gliederung Wie heißt der geplante Aufbau eines Vortrags?
Intonation Wie heißt der Verlauf der Sprechmelodie?
Blickkontakt Wie heißt die visuelle Zuwendung zum Publikum?
Gestik Wie nennt man bedeutungstragende Hand- und Armbewegungen?
Visualisierung Wie heißt die bildliche Darstellung von Informationen?
Artikulation Wie heißt die deutliche Bildung von Sprachlauten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Präsentation sollte einen erkennbaren

besitzen. Eine sprachliche Gestaltung ist besonders wirksam, wenn sie zur

passt. Bei der Stimme können Tempo, Lautstärke, Betonung und

untersucht werden. Zum nonverbalen Vortrag gehören Blickkontakt, Haltung, Mimik und

. Medien sind dann sinnvoll, wenn sie eine Aussage funktional

. Eine Wirkungsanalyse verbindet Beobachtung, Beleg und

. Eine überzeugende Darstellung beweist noch nicht die

einer Aussage. KI-Ausgaben müssen deshalb mit dem

oder einer verlässlichen Quelle verglichen werden.




Wiederholung: 5-Minuten-Check

Ohne zurückzuscrollen, ergänze zu jeder Ebene einen Fachbegriff und eine Wirkungsfrage.

Ebene Fachbegriff Wirkungsfrage
Gliederung
Sprache
Stimme
Körpersprache
Medien

Selbstkontrolle: Wenn Du bei mindestens vier Ebenen einen passenden Fachbegriff und eine sinnvolle Wirkungsfrage formulieren kannst, bist Du für die Transferaufgaben bereit.


Transfer: Zwei Präsentationen vergleichen

Vergleiche zwei verschiedene Videobeispiele aus diesem aiMOOC. Nutze mindestens drei Ebenen und entscheide nicht vorschnell, welche Präsentation „besser“ ist. Prüfe stattdessen, für welches Ziel und welches Publikum eine Strategie wirksam sein kann.

Vergleichsformel: „Während Präsentation A …, nutzt Präsentation B …. Das wirkt bei … unterschiedlich, weil …. Für die Zielgruppe … erscheint … funktionaler, da …“


Kompetenzcheck

Ich kann … sicher teilweise noch nicht
eine Präsentation nach fünf Ebenen analysieren
Beobachtung und Wirkung unterscheiden
Aussagen mit Zeitstellen oder konkreten Details belegen
Fachbegriffe präzise einsetzen
mehrere mögliche Wirkungen gegeneinander abwägen
KI-Aussagen kritisch am Original prüfen

Wenn Du „teilweise“ oder „noch nicht“ ankreuzt: Wähle genau eine Ebene, schaue ein Videobeispiel erneut und schreibe zwei neue Wirkungssätze.


Reflexion

  1. Wirkungsanalyse: Welche Beobachtung hast Du im Kurs zuerst falsch eingeschätzt und später genauer begründet?
  2. Präsentation: Welche Strategie würdest Du selbst in einem Referat ausprobieren?
  3. Medienkompetenz: Wann kann eine starke Präsentationswirkung die kritische Prüfung des Inhalts erschweren?
  4. KI-Reflexion: Welche Art von KI-Fehler wäre bei einer Videoanalyse besonders gefährlich?


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Blickkontakt-Protokoll: Beobachte 60 Sekunden eines Videos und markiere, wohin der Blick des Sprechers geht.
  2. Stimmspur: Höre ein Videobeispiel ohne Bild und notiere drei stimmliche Merkmale.
  3. Folien-Redesign: Gestalte aus einer überladenen Beispiel-Folie eine reduzierte Variante mit klarer Kernaussage.
  4. Drei-Satz-Gliederung: Schreibe für ein beliebiges Thema Einstieg, Hauptaussage und Schluss in drei Sätzen.


Standard

  1. Zeitmarken-Analyse: Analysiere zwei Minuten eines Videos mit mindestens fünf Zeitmarken.
  2. A-B-Vergleich: Vergleiche zwei Präsentierende hinsichtlich Stimme, Körpersprache und Adressatenbezug.
  3. Audioexperiment: Nimm denselben 30-Sekunden-Text zweimal auf – einmal monoton, einmal bewusst gestaltet – und vergleiche die Wirkung.
  4. Medienentscheidung: Entscheide für drei Inhalte, ob Bild, Diagramm, Gegenstand oder keine Visualisierung am sinnvollsten ist, und begründe.


Schwer

  1. Mehrdeutige Wirkung: Finde eine Präsentationsstelle, die unterschiedlich interpretiert werden kann, und begründe zwei plausible Deutungen.
  2. Wirkung gegen Beleg: Wähle eine überzeugend präsentierte Sachbehauptung, recherchiere zwei verlässliche Quellen und prüfe, ob die Präsentationswirkung durch die Fakten gedeckt ist.
  3. Kriteriengeleitetes Feedback: Erstelle einen Feedbackbogen mit fünf Kriterien und teste ihn an zwei Videos.
  4. Mikropräsentation: Produziere eine zweiminütige Präsentation, kennzeichne Quellen, hole Peer-Feedback ein und überarbeite gezielt eine Strategie.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Analysiere einen unbekannten 90-Sekunden-Videoclip. Belege drei Wirkungsurteile mit konkreten Beobachtungen.
  2. Vergleichende Analyse: Vergleiche zwei Präsentationen mit gleicher Botschaft, aber unterschiedlicher Darstellung. Erkläre, welche Wirkung jeweils durch Sprache, Stimme und Medien entsteht.
  3. Adressatenwechsel: Überarbeite den Einstieg einer Präsentation einmal für eine 5. Klasse und einmal für Erwachsene. Begründe jede Änderung.
  4. Medienkritik: Prüfe eine Folie darauf, welche Informationen sie erklärt, welche sie nur dekoriert und welche möglicherweise ablenken.
  5. Quellenprüfung: Untersuche eine starke Sachbehauptung aus einem Vortrag. Trenne rhetorische Wirkung und Beleglage und formuliere ein begründetes Urteil.
  6. KI-Prüfung: Lass eine KI Deinen eigenen Wirkungssatz kommentieren. Dokumentiere mindestens einen hilfreichen Hinweis und einen Punkt, den Du nach Originalprüfung nicht übernimmst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du nutzt die fünf Analyseebenen Gliederung, Sprache, Stimme, Körpersprache und Medien.
  2. Du belegst Aussagen mit konkreten Stellen, Beobachtungen oder Zeitmarken.
  3. Du trennst Beschreibung, Interpretation und Bewertung.
  4. Du verwendest Fachbegriffe präzise.
  5. Du berücksichtigst Ziel, Publikum und Situation.
  6. Du erkennst Mehrdeutigkeit und begründest alternative Deutungen.
  7. Du prüfst Sachbehauptungen unabhängig von ihrer Präsentationswirkung.
  8. Du kennzeichnest Quellen und eine eventuelle KI-Unterstützung transparent.
  9. Du überarbeitest Deine Analyse nach Feedback nachvollziehbar.




Lösungen und Selbstkontrolle

Einstiegsaufgabe – mögliche Beobachtungen im Project-I-DEA-Video: In der verbesserten Version können unter anderem Blickkontakt, hörbarere Stimme, klarere Ausrichtung zum Publikum und eine bewusstere Präsentationsweise beobachtet werden. Entscheidend ist Dein genauer Beleg am Video.

Mini-Text B – mögliche Überarbeitung: „Heute untersuche ich, warum Mikroplastik in Gewässer gelangt. Zuerst erkläre ich den Begriff, dann zeige ich zwei Eintragswege. Abschließend vergleiche ich zwei Gegenmaßnahmen.“

Medienaufgabe – Musterprinzip: Eine gute Überarbeitung reduziert Text, macht die Kernaussage sichtbar und setzt ein Bild oder Diagramm nur ein, wenn es Information trägt.

Selbstkontroll-Frage: Kannst Du zu jedem Urteil den Satz ergänzen: „Das erkenne ich an …“? Wenn nicht, fehlt wahrscheinlich ein Beleg.


Medien- und Quellenhinweise

Wikimedia Commons – offen lizenzierte Medien im Kurs:

  1. – freie Commons-Datei, CC BY-SA 2.0.
  2. – freie Commons-Datei, CC0.
  3. – freie Commons-Datei, CC BY-SA 4.0.
  4. – freie Commons-Datei, CC BY-SA 3.0 / GFDL.
  5. – freie Commons-Audiodatei, Free Art License.

YouTube: Project I-DEA kennzeichnet sein Material in der Videobeschreibung grundsätzlich als CC BY 4.0, sofern nicht anders angegeben. Weitere eingebettete Videos bleiben beim jeweiligen Anbieter; sie werden hier nur funktional zum Anschauen und Analysieren eingebunden. Prüfe vor einer Weiterverwendung immer die aktuelle Lizenz und kopiere fremde Videos nicht einfach in eigene Produktionen.


OERs zum Thema


Weitere freie und verlässliche Ausgangspunkte

  1. Rhetorik: Begriffe zu Aufbau, sprachlicher Gestaltung und Vortrag.
  2. Referat: Formen schulischer Vorträge.
  3. Körpersprache: nonverbale Kommunikation kritisch untersuchen.
  4. Medienkompetenz: Quellen, Gestaltung und Wirkung reflektieren.
  5. Wikimedia für frei lizenzierte Medien.
  6. Wikimedia Commons für Bilder, Audio und Video mit Lizenzangaben.


Folgekurs-Empfehlung

Wenn Du Wirkung sicher analysieren kannst, ist der nächste Schritt die eigene Gestaltung: D8 E - Präsentationen zielgerichtet gestalten. Dort planst Du eine eigene Präsentation, erprobst Strategien, wertest Feedback aus und überarbeitest Deinen Vortrag.


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