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D7 M - Ein Interview vorbereiten und führen

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D7 M - Ein Interview vorbereiten und führen




D7 M - Ein Interview vorbereiten und führen

Mini-Beschreibung: Entwickle offene und geschlossene Fragen, höre aktiv zu und stelle sinnvolle Nachfragen. Du planst, erprobst und verbesserst ein eigenes Interview.

Zielgruppe: Klasse 7, Deutsch, M-Niveau, Baden-Württemberg


Einleitung

Ein gutes Interview ist kein Fragebogen zum Abhaken. Du brauchst ein klares Thema, passende Fragen und echtes Zuhören. Gute Nachfragen entstehen oft erst im Gespräch.

Dein Ziel: Du kannst ein Interview vorbereiten, durchführen, prüfen und verbessern.

Das kannst Du am Ende
ein Interviewziel festlegen und Informationen zum Thema recherchieren
offene und geschlossene Fragen unterscheiden und passend einsetzen
aktiv zuhören und aus Antworten sinnvolle Nachfragen entwickeln
Gesprächsregeln beachten und fair mit Aussagen anderer umgehen
Audio- oder Videoaufnahmen planen, prüfen und transparent bearbeiten
KI gezielt nutzen, Ergebnisse kontrollieren und Unterstützung offenlegen

Kompetenzbezug: Der Kurs gehört zum Bereich Sprechen und Zuhören. Im Deutschunterricht der Sekundarstufe I spielen adressaten- und situationsgerechtes Sprechen, verstehendes Zuhören, Gesprächsregeln und gezieltes Nachfragen eine zentrale Rolle. Orientierung: Bildungspläne Baden-Württemberg.


Einstieg: Das 20-Sekunden-Interview

Stell einer Mitschülerin oder einem Mitschüler nur diese Frage: „Wie war Dein Start in den heutigen Tag?“

Beobachte danach:

  1. Kam eine längere oder eine sehr kurze Antwort?
  2. Welche Stelle hätte sich für eine Nachfrage angeboten?
  3. Was hast Du erfahren, weil Du wirklich zugehört hast?

Mini-Challenge: Formuliere aus der Antwort sofort eine passende Nachfrage.


Vorwissen aktivieren

Ordne spontan zu: offene Frage, geschlossene Frage oder Nachfrage.

Frage Deine Vermutung
Was macht Dir an Deinem Hobby besonders Spaß? ...
Spielst Du im Verein? ...
Du hast Training erwähnt. Was ist dort besonders schwierig? ...
Hast Du heute Zeit? ...
Wie bist Du auf diese Idee gekommen? ...

Selbstkontrolle: 1 offen, 2 geschlossen, 3 Nachfrage, 4 geschlossen, 5 offen.


Interview-Grundlagen


Was ist ein Interview?

Ein Interview ist ein geplantes Gespräch mit einem Ziel. Eine Person fragt, eine andere antwortet. Die Antworten können Informationen, Erfahrungen, Einschätzungen oder Erklärungen liefern.

Merkkasten

Vorher Währenddessen Danach
Ziel klären, recherchieren, Fragen ordnen zuhören, nachfragen, Gesprächsfluss sichern Aussagen prüfen, Auswahl begründen, Aufnahme freigeben


Offene und geschlossene Fragen

Offene Fragen laden zu ausführlichen Antworten ein. Sie beginnen häufig mit Wie, Was, Warum, Welche, Wodurch oder Inwiefern.

Geschlossene Fragen führen häufig zu kurzen Antworten wie Ja, Nein oder einer klaren Auswahl.

Typ Beispiel Wirkung
Offen Was gefällt Dir an der Schülerbibliothek? liefert Gründe, Erfahrungen und Beispiele
Geschlossen Besuchst Du die Schülerbibliothek regelmäßig? klärt schnell eine konkrete Information
Nachfrage Du hast „ruhige Atmosphäre“ gesagt. Was genau meinst Du damit? vertieft eine vorherige Antwort

Merke: Ein gutes Interview braucht nicht nur offene Fragen. Geschlossene Fragen können Fakten klären. Entscheidend ist, wann Du welchen Fragetyp nutzt.


Fragekarten: vom Einstieg zur Vertiefung

Schneide die Karten gedanklich aus oder übertrage sie auf Papier. Ordne sie zu einer sinnvollen Gesprächsfolge.

Karte Frage Funktion
A Wie bist Du zu diesem Thema gekommen? Einstieg
B Was war dabei besonders überraschend? Vertiefung
C Seit wann beschäftigst Du Dich damit? Fakten klären
D Du hast von einem Rückschlag gesprochen. Was ist passiert? Nachfrage
E Was würdest Du jemandem raten, der anfangen möchte? Transfer
F Gibt es noch etwas, das wir bisher nicht angesprochen haben? Abschluss

Aufgabe: Markiere zwei offene Fragen, eine eher geschlossene Frage und zwei mögliche Nachfragen. Begründe Deine Entscheidung.


Gute Fragen sind neutral und verständlich

Vergleiche:

Eher ungünstig Besser
Findest Du nicht auch, dass Hausaufgaben nerven? Wie erlebst Du Hausaufgaben im Schulalltag?
Warum machst Du das immer falsch? Was ist an dieser Aufgabe für Dich schwierig?
War das toll? Was hat Dir daran besonders gefallen oder nicht gefallen?

Merke: Vermeide unnötig lenkende, verletzende oder doppelte Fragen.


Aktiv zuhören und nachfragen

Aktives Zuhören bedeutet: Du konzentrierst Dich auf die Antwort und reagierst darauf.

Drei Signale

  1. Blick und Körperhaltung zeigen Aufmerksamkeit.
  2. Eine kurze Rückmeldung zeigt, dass Du folgst.
  3. Eine Nachfrage greift einen konkreten Punkt der Antwort auf.

Videoauftrag: Notiere drei Techniken des aktiven Zuhörens. Vergleiche anschließend mit der Tabelle.

Technik Beispiel
Paraphrasieren „Du meinst also, dass ...?“
Vertiefen „Was war daran besonders schwierig?“
Klären „Was genau verstehst Du unter ...?“
Beispiel erfragen „Kannst Du ein Beispiel nennen?“


Nachfragen aus Antworten entwickeln

Fiktive Interviewsituation 1

Interviewerin: „Was gefällt Dir an der neuen Pausenregel?“

Samir: „Eigentlich finde ich sie gut, aber manchmal ist der Hof zu voll.“

Mögliche Nachfragen

  1. Was genau ist dann schwierig?
  2. Wann ist es besonders voll?
  3. Was könnte die Situation verbessern?

Nicht passend: „Magst Du Mathe?“ – Die Frage greift die Antwort nicht auf.


Hörbeispiel untersuchen

Höre einen kurzen Ausschnitt. Konzentriere Dich nicht auf jedes Detail, sondern auf die Gesprächsstruktur.

Arbeitsauftrag

  1. Markiere beim Hören gedanklich: Frage – Antwort – Nachfrage.
  2. Notiere ein Stichwort aus einer Antwort.
  3. Formuliere dazu eine neue offene Nachfrage.
  4. Vergleiche Deine Nachfrage mit einer Partnerlösung.

Hinweis: Die Audiodatei stammt aus Wikimedia Commons. Die Lizenzinformationen stehen auf der Dateiseite.


Ein Interview vorbereiten


Schritt 1: Ziel und Person klären

Bevor Du Fragen formulierst, brauchst Du ein Ziel.

Beispiel: Thema „Schulhof“. Ziel: herausfinden, welche Bereiche Jugendliche gern nutzen und warum.

Klärfrage Deine Notiz
Was möchte ich erfahren? ...
Wer kann dazu etwas sagen? ...
Was weiß ich schon? ...
Was muss ich vorher recherchieren? ...
Welche Aussagen sollte ich später prüfen? ...


Schritt 2: recherchieren und belegen

Nutze zwei verlässliche Quellen, bevor Du fragst. Das können zum Beispiel die Schulhomepage, ein offizieller Aushang, ein Sachtext oder eine Fachseite sein.

Mini-Recherche

  1. Notiere zwei Fakten zum Thema.
  2. Schreibe zu jedem Fakt die Quelle.
  3. Markiere, was sicher belegt ist und was nur eine Vermutung ist.
  4. Formuliere daraus eine Frage.

Beispiel: Belegter Fakt: Die Bibliothek hat an drei Nachmittagen geöffnet. Daraus kann entstehen: „Wie wirkt sich die Öffnungszeit auf Deinen Besuch aus?“


Schritt 3: Fragen ordnen

Eine einfache Reihenfolge:

Phase Zweck Beispiel
Einstieg Gespräch öffnen Wie bist Du zu diesem Thema gekommen?
Kern Informationen gewinnen Was funktioniert dabei gut?
Vertiefung Antworten genauer untersuchen Woran merkst Du das?
Abschluss Blick nach vorn Was sollte sich als Nächstes ändern?


Schritt 4: Technik und Einwilligung klären

Wenn Du Audio oder Video aufnimmst, frage vorher um Zustimmung. Erkläre, wofür die Aufnahme verwendet wird. Beachte die Regeln Deiner Schule und veröffentliche nichts ohne Freigabe.

Datensparsam arbeiten: Sammle nur Informationen, die Du wirklich für Dein Thema brauchst.

Videoauftrag: Erstelle nach dem Video eine Mini-Checkliste mit höchstens fünf Punkten für Planung und Technik.


Ein Interview führen


Gesprächsstart

Ein guter Start ist kurz:

„Danke, dass Du mitmachst. Wir sprechen heute über ... Die Aufnahme nutzen wir nur für ... Ist das für Dich in Ordnung?“

Danach beginnt die erste einfache offene Frage.


Während des Gesprächs

Merkkasten: ZUHÖREN

Z Zeit geben
U Unterbrechen vermeiden
H Hauptaussage erkennen
Ö Öffnende Nachfragen stellen
R Rückfragen bei Unklarheit
E Beispiele erfragen
N Notizen knapp halten

Videovergleich: Notiere zwei Tipps zur Aufnahme. Ergänze einen Tipp, der speziell für Interviews in der Schule wichtig ist.


Fiktive Interviewsituation 2: Der kurze Antworttyp

Interviewer: „Wie findest Du die neue Sitzordnung?“

Mina: „Gut.“

Deine Aufgabe: Formuliere drei verschiedene Nachfragen.

Hilfestufe 1: Greife das Wort „gut“ auf.

Hilfestufe 2: Frage nach einem Grund, einem Beispiel oder einer Veränderung.

Mögliche Lösung: „Was genau ist für Dich besser?“, „Kannst Du ein Beispiel nennen?“, „Was hat sich für Dich verändert?“


Fiktive Interviewsituation 3: Die lange Antwort

Jonas erzählt zwei Minuten lang von seinem Hobby und wechselt dabei zwischen Training, Freunden und Wettkämpfen.

Aufgabe: Entscheide, worauf Du zuerst nachfragst. Begründe Deine Wahl.

Feedbackregel: Eine gute Nachfrage ist eng an die Antwort gebunden und hilft dem Interviewziel.


Medienwerkstatt


Video aktiv untersuchen

Arbeitsauftrag:

  1. Markiere in Deinen Notizen Aussagen über Vorbereitung.
  2. Ordne sie den Phasen vor, während oder nach dem Interview zu.
  3. Vergleiche zwei Tipps mit den Regeln dieses aiMOOCs.
  4. Kommentiere: Welcher Tipp hilft Dir für ein Interview in Klasse 7 besonders?
  5. Belege Deine Auswahl mit einer konkreten Stelle aus dem Video.


Vom Rohmaterial zum Beitrag

Schnitt-Auftrag: Erkläre in drei Sätzen, warum beim Schneiden der Sinn einer Aussage nicht verändert werden darf.

Merke: Kürzen ist erlaubt, Verfälschen nicht.


Bildanalyse: Was zeigt ein Interviewfoto?

Untersuche das Bild:

  1. Wo befindet sich das Mikrofon?
  2. Welche Rollen sind erkennbar?
  3. Welche Körperhaltung wirkt aufmerksam?
  4. Was kann ein Foto nicht zeigen, obwohl es für ein Interview wichtig ist?
  5. Formuliere eine Bildunterschrift ohne Vermutungen über Personen.


Fragekarten-Werkstatt

Übertrage jede Karte auf einen kleinen Zettel. Sortiere in offen, geschlossen, Nachfrage.

Karte Text
1 Was hat Dich an diesem Projekt überrascht?
2 Warst Du bei der ersten Probe dabei?
3 Du hast „Stress“ gesagt. Wodurch entstand er?
4 Wie würdest Du den ersten Tag beschreiben?
5 Ist die AG kostenlos?
6 Was meinst Du mit „besser organisiert“?
7 Welche Veränderung wäre Dir am wichtigsten?
8 Findet das Treffen donnerstags statt?

Lösung: offen: 1, 4, 7; geschlossen: 2, 5, 8; Nachfragen: 3, 6.

Transfer: Wandle die geschlossenen Karten 2 und 5 in offene Fragen um.


KI-Spirale für Interviews

KI kann helfen, aber sie ersetzt weder Dein Denken noch das Zuhören.

Schritt Was Du tust
Selbst denken Thema und Ziel zuerst selbst klären
Eigene Lösung beginnen erste Fragen selbst formulieren
Gezielt fragen KI nur zu einem klaren Problem nutzen
Prüfen Ausgabe mit Originaltext, Regel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle vergleichen
Unsicherheiten erkennen unklare, erfundene oder lenkende Formulierungen markieren
Verbessern eigene Fragen überarbeiten
Transparent machen kurz angeben, wobei KI geholfen hat

Beispiel für Transparenz: „Zwei Fragen wurden mit KI sprachlich überarbeitet; Auswahl und Endfassung stammen von mir.“


KI-Prüfauftrag

Eine KI schlägt vor: „Findest Du nicht auch, dass unsere Mensa viel besser geworden ist?“

Prüfe:

  1. Ist die Frage offen oder geschlossen?
  2. Ist sie neutral?
  3. Welche Wirkung könnte die Formulierung haben?
  4. Formuliere eine bessere Version.
  5. Prüfe Deine neue Frage an der Regel: neutral, verständlich, passend zum Interviewziel.

Lösungsvorschlag: „Wie hat sich die Mensa aus Deiner Sicht verändert?“


Differenzierung und Hilfen

Hilfestufe Unterstützung
H1 Nutze die Frageanfänge Was, Wie, Welche, Wodurch.
H2 Ergänze zu jeder Hauptfrage eine mögliche Nachfrage nach Grund oder Beispiel.
H3 Prüfe jede Frage mit drei Kriterien: neutral, verständlich, zielführend.

Für schneller Lernende: Formuliere eine kritische, aber faire Nachfrage zu einer widersprüchlichen Antwort.

Für mehr Unterstützung: Arbeite zuerst mit vier vorbereiteten Fragekarten und ergänze nur zwei eigene Fragen.


Feedback

Nutze nach einem Probeinterview die 2+1-Regel:

  1. Zwei Dinge, die gut funktioniert haben.
  2. Eine konkrete Verbesserung für die nächste Runde.
Prüffrage Ja Teilweise Noch nicht
Die Einstiegsfrage war offen und verständlich.
Die interviewende Person hat ausreden lassen.
Mindestens eine Nachfrage bezog sich direkt auf eine Antwort.
Die Fragen waren neutral.
Der Abschluss war klar.


Wiederholung

60-Sekunden-Wiederholung: Erkläre ohne Unterlagen:

  1. den Unterschied zwischen offener und geschlossener Frage,
  2. zwei Merkmale aktiven Zuhörens,
  3. den Zweck einer Nachfrage,
  4. einen Datenschutzpunkt bei Aufnahmen.

Danach prüfst Du mit Deinen Notizen und ergänzt Fehlendes.


Kompetenzcheck

Bewerte Dich von 1 bis 4.

Kompetenz 1 2 3 4
Ich formuliere offene Fragen. brauche viel Hilfe mit Hilfe selbstständig sicher und flexibel
Ich erkenne lenkende Fragen. brauche viel Hilfe mit Hilfe selbstständig sicher und begründet
Ich höre aktiv zu. selten manchmal meist sicher
Ich entwickle passende Nachfragen. brauche Vorlagen teilweise selbstständig spontan und zielgerichtet
Ich prüfe KI-Vorschläge kritisch. noch unsicher mit Checkliste selbstständig sicher mit Belegen

Dein nächster Schritt: Wähle genau eine Zeile mit 1 oder 2 und notiere eine konkrete Übung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Frage ist offen formuliert? (Was hat Dich an dem Projekt besonders überrascht?) (!War das Projekt schwierig?) (!Hast Du gestern daran gearbeitet?) (!Findet das Projekt in der Schule statt?)




Wozu dient eine Nachfrage besonders? (Sie vertieft eine vorherige Antwort.) (!Sie beendet das Gespräch sofort.) (!Sie wechselt absichtlich zu einem neuen Thema.) (!Sie ersetzt die Vorbereitung.)




Welche Formulierung ist am neutralsten? (Wie erlebst Du die neue Pausenregel?) (!Findest Du die neue Pausenregel nicht auch unfair?) (!Warum ist die neue Pausenregel so schlecht?) (!Bist Du auch gegen die neue Pausenregel?)




Was gehört zum aktiven Zuhören? (Eine Aussage aufgreifen und passend nachfragen.) (!Während der Antwort schon die nächste Frage vorlesen.) (!Die interviewte Person möglichst oft unterbrechen.) (!Nur auf den eigenen Fragezettel schauen.)




Wann ist eine geschlossene Frage sinnvoll? (Wenn eine konkrete Information schnell geklärt werden soll.) (!Wenn immer eine lange Erzählung entstehen soll.) (!Wenn eine Antwort besonders ausführlich werden muss.) (!Wenn das Thema noch völlig offen erkundet wird.)




Was sollte vor einer Audioaufnahme geklärt werden? (Ob die beteiligte Person der Aufnahme und Nutzung zustimmt.) (!Ob die Aufnahme möglichst heimlich gelingt.) (!Ob möglichst viele private Daten gesammelt werden.) (!Ob die Aufnahme ohne Prüfung veröffentlicht wird.)




Welche Reihenfolge ist für ein Interview meist sinnvoll? (Einstieg, Kernfragen, Vertiefung, Abschluss.) (!Abschluss, Vertiefung, Einstieg, Kernfragen.) (!Vertiefung, Abschluss, Einstieg, Kernfragen.) (!Kernfragen, Abschluss, Einstieg, Vertiefung.)




Was ist ein gutes Kennzeichen einer Nachfrage? (Sie bezieht sich auf etwas, das gerade gesagt wurde.) (!Sie hat mit der Antwort nichts zu tun.) (!Sie enthält immer nur Ja oder Nein.) (!Sie muss vorher vollständig feststehen.)




Wie sollte KI beim Erstellen von Interviewfragen genutzt werden? (Als Hilfe, deren Vorschläge geprüft und überarbeitet werden.) (!Als Ersatz für das eigene Nachdenken.) (!Ohne Kontrolle durch Quellen oder Regeln.) (!Ohne Angabe der Nutzung.)




Was ist beim Schneiden eines Interviews wichtig? (Der Sinn einer Aussage darf nicht verfälscht werden.) (!Antworten dürfen beliebig umgedeutet werden.) (!Unpassende Wörter dürfen erfunden werden.) (!Die Reihenfolge darf immer ohne Rücksicht geändert werden.)





Memory

Offene Frage ausführliche Antwort
Geschlossene Frage kurze Entscheidung
Nachfrage Vertiefung
Aktives Zuhören aufgreifen und reagieren
Interviewziel gewünschte Information
Einwilligung Aufnahme vorher klären





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Einstiegsfrage Gespräch eröffnen
Kernfrage Hauptinformation erfragen
Nachfrage Antwort vertiefen
Kontrollfrage konkrete Information klären
Abschlussfrage Gespräch abrunden
Einwilligung Aufnahme und Nutzung vorher klären






Kreuzworträtsel

Interview Wie heißt ein geplantes Frage-Antwort-Gespräch?
Nachfrage Wie heißt eine Frage, die eine Antwort gezielt vertieft?
Zuhören Welche Fähigkeit brauchst Du, um auf Antworten reagieren zu können?
Recherche Wie heißt die Informationssuche vor einem Gespräch?
Einwilligung Was sollte vor einer Aufnahme eingeholt werden?
Leitfaden Wie heißt eine geordnete Sammlung vorbereiteter Interviewfragen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Interview beginnt mit einem klaren

. Eine Frage, die eine ausführliche Antwort ermöglicht, heißt

Frage. Eine Frage mit kurzer festgelegter Antwortmöglichkeit heißt

Frage. Wer aufmerksam auf Aussagen reagiert, nutzt

Zuhören. Eine Frage, die einen vorherigen Gedanken vertieft, heißt

. Vor dem Gespräch hilft eine kurze

. Die Fragen können in einem

geordnet werden. Vor einer Aufnahme sollte eine

geklärt werden. Beim Schneiden darf der

einer Aussage nicht verändert werden. KI-Vorschläge müssen vor der Nutzung kritisch

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fragearten markieren: Nimm zehn Fragen aus diesem Kurs und markiere offene, geschlossene und vertiefende Fragen mit drei Symbolen.
  2. Fragekarten gestalten: Erstelle sechs eigene Fragekarten zu einem Hobby oder Schulprojekt. Verwende mindestens vier offene Fragen.
  3. Nachfragen trainieren: Schreibe zu drei fiktiven Antworten jeweils zwei passende Nachfragen.
  4. Video kommentieren: Wähle eines der eingebetteten Videos und notiere drei Tipps, die Du sofort anwenden kannst.


Standard

  1. Probeinterview: Führe ein dreiminütiges Probeinterview mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler. Nutze mindestens zwei spontane Nachfragen.
  2. Audio untersuchen: Höre einen Interviewausschnitt, notiere Frage-Antwort-Folgen und bewerte, wo eine zusätzliche Nachfrage sinnvoll wäre.
  3. Interviewleitfaden: Recherchiere ein schulisches Thema mit zwei Quellen und erstelle einen Leitfaden mit Einstieg, Kernfragen, Vertiefung und Abschluss.
  4. Medienvergleich: Vergleiche zwei Video- oder Audiointerviews hinsichtlich Frageform, Zuhören, Körpersprache und Gesprächsfluss. Belege zwei Beobachtungen.


Schwer

  1. Schulinterview produzieren: Plane, führe und schneide ein kurzes Audio- oder Videointerview. Kläre vorher Einwilligung und Nutzung.
  2. Lenkende Fragen überarbeiten: Sammle fünf lenkende oder unklare Fragen aus selbst erfundenen Beispielen und überarbeite sie begründet.
  3. KI-Fragencheck: Erstelle zuerst selbst sechs Fragen, lass anschließend KI Verbesserungsvorschläge machen und dokumentiere, welche Vorschläge Du annimmst oder ablehnst und warum.
  4. Interview auswerten: Untersuche ein selbst geführtes Interview. Markiere starke Nachfragen, verpasste Vertiefungen und eine Stelle, die Du beim nächsten Mal anders gestalten würdest.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Interviewziel und Fragen: Du sollst eine Schulsozialarbeiterin zu einem neuen Pausenangebot befragen. Formuliere ein Ziel, zwei offene Kernfragen, eine geschlossene Kontrollfrage und zwei mögliche Nachfragen. Begründe Deine Auswahl.
  2. Antwort analysieren: Eine Person sagt: „Der Projekttag war gut, aber die Gruppen waren manchmal chaotisch.“ Entwickle drei unterschiedliche Nachfragen und erkläre, welche Information Du jeweils gewinnen möchtest.
  3. Fragen vergleichen: Vergleiche „Findest Du die neue Regel auch unnötig?“ mit „Wie beurteilst Du die neue Regel?“. Erkläre die mögliche Wirkung beider Formulierungen.
  4. Gespräch reparieren: In einem Interview liest die fragende Person nur vom Zettel ab und reagiert nicht auf überraschende Antworten. Entwickle drei konkrete Verbesserungen.
  5. Medienethik: Eine gute Antwort ist auf der Aufnahme zu lang. Erkläre, wie Du sie kürzen kannst, ohne den Sinn zu verändern.
  6. KI-Transfer: Eine KI liefert sechs Interviewfragen. Entwickle ein Prüfverfahren mit mindestens vier Kriterien und zeige es an einer selbst gewählten Frage.


Lösungen und Selbstkontrolle

Orientierung für die Lernkontrolle:

  1. Gute Kernfragen sind offen, neutral und auf das Ziel bezogen.
  2. Gute Nachfragen greifen Wörter, Gründe, Beispiele oder Widersprüche aus der Antwort auf.
  3. Lenkende Fragen enthalten oft schon eine erwartete Bewertung.
  4. Ein gutes Gespräch braucht Blickkontakt, Pausen, flexibles Reagieren und verständliche Nachfragen.
  5. Beim Kürzen müssen Aussageabsicht und Zusammenhang erhalten bleiben.
  6. KI-Prüfkriterien können Neutralität, Verständlichkeit, Zielbezug, Faktenbasis und Datenschutz umfassen.

Selbstkontrolle: Markiere nach der Bearbeitung bei jeder Aufgabe: sicher – fast sicher – brauche Hilfe. Überarbeite mindestens eine Antwort.


Transfer

Stell Dir vor, Du interviewst nicht eine Person aus Deiner Klasse, sondern:

  1. eine Expertin zu einem Sachthema,
  2. einen Zeitzeugen zu einem historischen Ereignis,
  3. eine Trainerin zu einer Sportart,
  4. eine Autorin zu einem Buch.

Transferfrage: Was bleibt bei allen Interviews gleich, und was muss sich an Sprache, Vorbereitung und Fragen verändern?


Reflexion

Beende drei Sätze:

„Beim Fragenstellen kann ich jetzt ...“

„Beim Zuhören möchte ich noch verbessern ...“

„Wenn ich KI nutze, werde ich künftig ...“

Folgekurs-Empfehlung: D7 M - Ein Interview auswerten und präsentieren


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst ein klares Interviewziel formulieren.
  2. Du kannst offene und geschlossene Fragen passend einsetzen.
  3. Du kannst neutrale Fragen von lenkenden Fragen unterscheiden.
  4. Du kannst aktiv zuhören und sinnvolle Nachfragen entwickeln.
  5. Du kannst einen Interviewleitfaden sinnvoll ordnen.
  6. Du beachtest Einwilligung, Datenschutz und faire Darstellung.
  7. Du kannst Audio- und Videomaterial untersuchen und begründet kommentieren.
  8. Du kannst eigene Interviewprodukte überarbeiten.
  9. Du kannst KI-Unterstützung prüfen und transparent angeben.




OERs zum Thema

Freie Medien im Kurs: Die eingebundenen Bilder und Audiodateien stammen aus Wikimedia Commons. Die jeweilige Lizenz ist auf der Dateiseite angegeben.

Weitere offene Unterrichtsidee: Mobile Reporting – Videobeiträge mit dem Smartphone produzieren stellt Lernkarten und Videomodule zur Planung, Aufnahme und Bearbeitung bereit.



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