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T9 M - Eine Baugruppe digital zusammensetzen

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T9 M - Eine Baugruppe digital zusammensetzen



T9 M - Eine Baugruppe digital zusammensetzen


Einleitung

In diesem aiMOOC setzt Du mehrere einfache Bauteile in einem 3D-CAD-System zu einer Baugruppe zusammen. Du arbeitest auf M-Niveau der Klasse 9 im Fach Technik in Baden-Württemberg.

Du lernst dabei sechs zentrale Fachbegriffe:

  1. Baugruppe: Mehrere Bauteile bilden zusammen eine funktionale Einheit.
  2. Bauteil: Ein einzelnes Teil der Baugruppe.
  3. Bezug: Eine ausgewählte Fläche, Achse, Kante oder ein Punkt, an dem Du ein Bauteil ausrichtest.
  4. Verbindung: Eine Regel im CAD-System, die zwei Bezüge zueinander festlegt.
  5. Freiheitsgrad: Eine noch mögliche unabhängige Bewegung. Ein freier starrer Körper kann sich im Raum in drei Richtungen verschieben und um drei Achsen drehen.
  6. Montage: Das planvolle Zusammensetzen von Bauteilen zu einer Baugruppe.

Dein Ziel: Du kannst eine einfache digitale Baugruppe montieren, passende Flächen oder Achsen auswählen, Kollisionen prüfen, eine Stückliste zuordnen und die Montagefolge fachsprachlich erklären.

Sicherheit: Praktische Arbeiten erfolgen nur nach schulischer Unterweisung, mit Aufsicht und erforderlicher Schutzausrüstung. Gefährliche Maschinen oder Netzspannung nutzt Du nicht selbstständig. Elektrische Versuche sind nur mit freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung erlaubt.

Bildungsplanbezug: Im aktuellen Bildungsplan Technik für die Klassen 7/8/9 werden auf M-Niveau unter anderem computerunterstützte technische Zeichnungen, Planungshilfen wie Modelle und Simulationen sowie einfache Stücklisten und Arbeitspläne gefordert. Der aiMOOC verbindet diese Kompetenzen mit digitaler Montage, Prüfung und Dokumentation.


Lernziele

Nach dem aiMOOC kannst Du:

  1. Bauteile und Baugruppen unterscheiden.
  2. Bezüge an Flächen, Achsen und Bohrungen erkennen.
  3. passende Verbindungen auswählen.
  4. verbleibende Freiheitsgrade beurteilen.
  5. einfache Montagefolgen festlegen.
  6. Kollisionen und falsche Lagebeziehungen erkennen.
  7. eine Baugruppe mit einer Stückliste abgleichen.
  8. die Funktion einzelner Komponenten aus einer digitalen Baugruppe erläutern.


Medienregeln

Die eingebundenen Commons-Medien sind frei lizenziert oder gemeinfrei. Nutze für eigene Veröffentlichungen immer die Lizenzangaben auf der jeweiligen Dateiseite. YouTube-Videos werden nur über die Plattform eingebettet; kopiere oder lade sie nicht neu hoch.


Vom Einzelteil zur Baugruppe


Bauteil oder Baugruppe?

Ein Bauteil ist ein einzelner technischer Gegenstand. Eine Baugruppe besteht aus mindestens zwei Teilen oder Unterbaugruppen, die zusammen eine Funktion erfüllen.

Bildlegende: Die Explosionsdarstellung trennt eine komplexe Baugruppe sichtbar in Komponenten.

Medienauftrag – beobachten und markieren:

  1. Zeige auf drei einzelne Bauteile.
  2. Markiere gedanklich, welche Teile direkt miteinander verbunden werden.
  3. Nenne ein Teil, das zuerst montiert werden müsste.

Selbstkontrolle: Eine sinnvolle Montagefolge beginnt meist mit einem tragenden oder festgelegten Grundteil. Weitere Teile werden daran ausgerichtet.


Explosionsansicht lesen

Eine Explosionszeichnung zeigt Bauteile räumlich getrennt. Ihre Lage zueinander bleibt erkennbar. So kannst Du Montagefolge, Orientierung und Funktion leichter untersuchen.

Bildlegende: Vergleiche den zusammengebauten Zustand mit der Explosionsansicht.

Medienauftrag – vergleichen:

  1. Suche zwei Teile, deren Lage im Zusammenbau eindeutig ist.
  2. Beschreibe die Bewegungsrichtung, in der sie zur Montage zusammengeführt werden.
  3. Finde eine Stelle, an der ein falsches Teil oder eine falsche Orientierung die Montage verhindern würde.


Beispiel: Schraube, Scheibe und Mutter

Bildlegende: Eine einfache Schraubverbindung wird aus mehreren Bauteilen zusammengesetzt.

Beobachte: Die Bohrungsachsen der verbundenen Teile müssen zur Schraubenachse passen. Auflageflächen müssen sich berühren.

Bildlegende: Die montierte Anordnung hilft beim Prüfen der Reihenfolge.

Mini-Auftrag – Fehler finden: Stelle Dir vor, die Bohrungen der beiden Platten liegen 4 mm gegeneinander versetzt. Die Schraube kann dann nicht kollisionsfrei durch beide Bohrungen geführt werden. Die Achsenbezüge sind falsch.


Bezüge und Verbindungen


Bezug: Woran richte ich aus?

Ein Bezug ist Geometrie, die Du zum Ausrichten auswählst.

  1. Fläche: zum Auflegen oder Anlegen.
  2. Achse: zum Zentrieren von Bohrung, Welle oder Schraube.
  3. Kante: für eine Richtung oder einen Abstand.
  4. Punkt: für eine genaue Position.

Merksatz: Erst den passenden Bezug erkennen, dann die Verbindung setzen.


Fläche auf Fläche

Bei zwei ebenen Flächen prüfst Du:

  1. Sind die Flächen parallel?
  2. Sollen sie sich berühren oder einen Abstand haben?
  3. Zeigen die Flächennormalen in die richtige Richtung?

Beispiel: Eine Platte liegt mit ihrer Unterseite auf der Oberseite einer Grundplatte.


Achse auf Achse

Bei runden Bauteilen prüfst Du:

  1. Gehören die Achsen zusammen?
  2. Sind Bohrungsdurchmesser und Welle plausibel?
  3. Darf das Teil noch drehen oder soll es vollständig fest sein?

Bildlegende: Welle und Passfeder zeigen, wie Lage und Funktion von Achsen und Nuten zusammengehören.

Medienauftrag – analysieren: Zeige zuerst auf die Wellenachse. Suche dann die Nut. Erkläre, warum eine falsche Winkellage der Passfeder die Montage blockiert.


Freiheitsgrade einfach erklärt

Ein freies starres Bauteil im Raum hat sechs Bewegungsmöglichkeiten:

  1. Verschieben in X-Richtung.
  2. Verschieben in Y-Richtung.
  3. Verschieben in Z-Richtung.
  4. Drehen um die X-Achse.
  5. Drehen um die Y-Achse.
  6. Drehen um die Z-Achse.

Eine Verbindung nimmt Freiheitsgrade weg. Eine vollständig festgelegte, starre Montage hat gegenüber dem Grundteil keine freie Bewegung mehr. Ein bewusst bewegliches Gelenk behält dagegen mindestens einen passenden Freiheitsgrad.

Prüffrage: Soll sich ein Scharnier drehen können? Ja. Deshalb darf die Drehung um die Scharnierachse nicht gesperrt sein.


3D-Animation: Bewegung und Freiheitsgrad

Datei:Cycloidal Gear Animation WEBM.webm Animationslegende: Beobachte, welche Teile sich drehen, welche geführt werden und welche Bewegung durch die Baugruppe erzwungen wird.

Medienauftrag – beobachten und simulieren:

  1. Stoppe die Animation an drei Stellen.
  2. Benenne ein bewegtes und ein fest gedachtes Teil.
  3. Beschreibe einen Freiheitsgrad, der absichtlich erhalten bleibt.
  4. Erkläre, warum eine falsche Verbindung die Bewegung blockieren könnte.


Eine einfache Baugruppe digital montieren


Übungsbaugruppe A: Zwei Platten mit Schraubverbindung

Bauteile:

  1. Grundplatte.
  2. Deckplatte.
  3. Schraube.
  4. Unterlegscheibe.
  5. Mutter.

Montagefolge:

  1. Grundplatte festlegen.
  2. Deckplatte mit passender Auflagefläche positionieren.
  3. Bohrungsachsen beider Platten koaxial ausrichten.
  4. Schraube über die gemeinsame Achse einsetzen.
  5. Unterlegscheibe aufsetzen.
  6. Mutter auf die Schraubenachse setzen.
  7. Lage und Kollisionen prüfen.
  8. Stückliste mit der Baugruppe vergleichen.

Hilfe: Wenn ein Teil „schief“ sitzt, prüfe zuerst die ausgewählten Bezüge. Wenn die Schraube nicht durch beide Bohrungen passt, prüfe die Achsen.

Lösungsweg: Grundteil festlegen → Flächenbezug → Achsenbezug → restliche Bauteile → Kollisionsprüfung → Stückliste.


Übungsbaugruppe B: Welle, Nabe und Sicherung

Bauteile:

  1. Welle.
  2. Nabe.
  3. Passfeder.
  4. Scheibe.
  5. Mutter.

Technische Entscheidung: Die Nabe soll Drehmoment von der Welle aufnehmen. Deshalb reicht ein zufälliges „Irgendwie-Zentrieren“ nicht. Welle, Nabe und Passfeder müssen geometrisch zueinander passen.

Prüfe:

  1. Sind Wellen- und Nabenachse deckungsgleich?
  2. Passt die Passfeder in beide Nuten?
  3. Liegt die Scheibe an der richtigen Fläche?
  4. Sitzt die Mutter am richtigen Ende?
  5. Gibt es Überlappungen von Volumenkörpern?


3D-Explosionsansicht eines Kugellagers

Bildlegende: Eine CAD-Explosionsansicht macht Reihenfolge und Lage mehrerer Lagerteile sichtbar.

Medienauftrag – beobachten, markieren, messen:

  1. Markiere gedanklich die gemeinsame Mittelachse.
  2. Vergleiche Innen- und Außenring.
  3. Schätze, welche Teile rotationssymmetrisch sind.
  4. Miss im Bild nur relative Abstände: Welches Teil liegt am weitesten von der Baugruppenmitte entfernt?
  5. Übertrage die Idee auf Deine eigene Explosionsansicht.

Bildlegende: Nummerierte Komponenten unterstützen die Zuordnung zur Stückliste.

Selbstkontrolle: In einer Stückliste muss jedes verwendete Bauteil eindeutig bezeichnet und in korrekter Anzahl vorhanden sein.


Montagevideo 1: einfache Baugruppe

Videoauftrag: Beobachte nur die Schritte zum Einfügen, Ausrichten und Verbinden. Notiere drei Aktionen, die auch in einem anderen CAD-System nötig wären.


Montagevideo 2: Verbindungen und Freiheitsgrade

Videoauftrag: Achte auf den Unterschied zwischen einer Verbindung und einem einzelnen geometrischen Zwang. Formuliere danach: Welche Bewegung bleibt erlaubt, welche wird gesperrt?


Montagevideo 3: Explosionsansicht und Stückliste

Videoauftrag: Suche die Stellen zu Assembly, Explosionsansicht und Parts List. Ordne jedem Abschnitt einen Arbeitsschritt aus diesem aiMOOC zu.


Montagevideo 4: Explosionsansicht für technische Dokumentation

Videoauftrag: Vergleiche normale Baugruppenansicht und Explosionsansicht. Notiere einen Vorteil für Montage und einen Vorteil für Dokumentation.


Kollisionen prüfen


Was ist eine Kollision?

Eine Kollision liegt vor, wenn sich zwei Volumenkörper in einer unzulässigen Weise durchdringen oder ein Bauteil beim Bewegen ein anderes blockiert.

Prüfmethoden:

  1. Nutze eine Kollisions- oder Interferenzprüfung, wenn Dein CAD-System sie anbietet.
  2. Bewege ein noch bewegliches Teil langsam durch seinen vorgesehenen Bereich.
  3. Nutze transparente Darstellung oder Schnittansicht.
  4. Prüfe besonders Bohrungen, Wellen, Schrauben, Nuten und enge Abstände.

Wichtig: „Keine sichtbare Kollision“ bedeutet noch nicht automatisch „technisch richtig“. Auch falsche Orientierung, falscher Abstand oder fehlende Sicherung können Fehler sein.


Fehlerwerkstatt

Finde den Fehler in jeder Situation:

  1. Eine Schraube liegt neben der Bohrung. → Bezug der Achsen falsch.
  2. Zwei Platten überlappen sich als Volumenkörper. → Abstand oder Flächenbezug falsch.
  3. Ein Scharnier ist vollständig starr. → Zu viele Freiheitsgrade gesperrt.
  4. Eine Unterlegscheibe fehlt in der Stückliste. → Baugruppe und Stückliste stimmen nicht überein.
  5. Ein Bauteil ist zweimal eingesetzt, aber nur einmal gelistet. → Menge in der Stückliste ist falsch.


Baugruppe und Stückliste verknüpfen


Stückliste lesen

Eine Stückliste enthält die Bauteile einer Baugruppe. Für eine einfache Schulbaugruppe reichen oft:

  1. Positionsnummer.
  2. Benennung.
  3. Anzahl.
  4. optional Werkstoff oder Normbezeichnung.

Beispiel:

Pos. Benennung Anzahl Funktion
1 Grundplatte 1 trägt die Baugruppe
2 Deckplatte 1 verbindet oder führt weitere Teile
3 Schraube 2 erzeugt die lösbare Verbindung
4 Unterlegscheibe 2 verteilt die Auflagekraft
5 Mutter 2 sichert die Schraubverbindung

Selbstkontrolle: Zähle die sichtbaren Teile in der Baugruppe. Vergleiche Benennung und Menge mit der Stückliste. Abweichungen müssen erklärt oder korrigiert werden.


Explosionsansicht einer technischen Baugruppe

Bildlegende: Eine Explosionsdarstellung zeigt Bauteile, ihre Lage und die gedachte Montagebeziehung.

Medienauftrag – vergleichen und Funktion ableiten:

  1. Suche Gehäuse, Wellen und Zahnräder.
  2. Markiere gedanklich gemeinsame Achsen.
  3. Beschreibe, welche Teile zuerst in das Gehäuse eingesetzt werden könnten.
  4. Begründe, welche Teile sich im Betrieb drehen müssen.
  5. Prüfe, ob eine einfache Stückliste alle sichtbaren Einzelteile erfassen müsste.


Prüfungsnah arbeiten


Typische Prüfungsfrage: Montagefolge erklären

Aufgabe: Eine digitale Baugruppe besteht aus Grundplatte, Lagerbock, Welle, Distanzring, Scheibe und Mutter. Erläutere eine sinnvolle Montagefolge.

Musterweg:

  1. Grundplatte als festes Bezugsteil festlegen.
  2. Lagerbock über passende Auflageflächen positionieren.
  3. Wellenachse und Lagerachse koaxial ausrichten.
  4. Distanzring entlang derselben Achse anlegen.
  5. Scheibe aufsetzen.
  6. Mutter zuletzt als Sicherung positionieren.
  7. Kollisionen und Stückliste prüfen.

Bewertungsidee: Gute Antworten nennen nicht nur die Reihenfolge, sondern begründen Bezüge, Funktion und Prüfung.


Typische Prüfungsfrage: Funktion erläutern

Aufgabe: Erläutere die Funktion von drei Komponenten einer Schraubverbindung.

Musterantwort kurz:

  1. Schraube: erzeugt zusammen mit der Mutter die Klemmkraft der lösbaren Verbindung.
  2. Unterlegscheibe: vergrößert die Auflagefläche und schützt die Oberfläche.
  3. Mutter: spannt und sichert die Verbindung auf dem Gewinde.


Technische Entscheidung begründen

Situation: Zwei mögliche CAD-Verbindungen positionieren eine Nabe auf einer Welle.

  1. Variante A sperrt alle Bewegungen.
  2. Variante B lässt eine Drehung um die Wellenachse zu.

Entscheidung: Für eine fest mit der Welle gekoppelte Nabe ist Variante A passend. Für ein frei drehbares Lagerteil wäre Variante B geeigneter. Die richtige Wahl hängt von der vorgesehenen Funktion ab.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Baugruppe? (Eine funktionale Einheit aus mehreren Bauteilen) (!Ein einzelnes unzerlegbares Bauteil) (!Nur eine technische Zeichnung) (!Nur eine Liste von Schrauben)




Was ist ein Bezug im CAD-System? (Eine ausgewählte Geometrie zum Ausrichten eines Bauteils) (!Eine Farbe für die Darstellung) (!Ein Dateiname der Baugruppe) (!Eine Materialkostenangabe)




Welche Geometrien passen typischerweise zum Zentrieren einer Welle in einer Bohrung? (Wellenachse und Bohrungsachse) (!Zwei beliebige Außenkanten) (!Zwei Materialfarben) (!Zwei Stücklistennummern)




Was beschreibt ein Freiheitsgrad? (Eine unabhängige mögliche Bewegung) (!Die Anzahl aller Bauteile) (!Die Masse einer Baugruppe) (!Die Farbe eines Bauteils)




Was sollte bei einem Drehgelenk erhalten bleiben? (Eine passende Drehbewegung) (!Jede beliebige Verschiebung) (!Alle sechs Bewegungen) (!Keine Bewegung überhaupt)




Was ist eine Kollision in einer digitalen Baugruppe? (Eine unzulässige Durchdringung oder Blockierung von Bauteilen) (!Eine leere Stückliste) (!Eine farbige Oberfläche) (!Eine gespeicherte Ansicht)




Was hilft beim Prüfen einer Montagefolge besonders? (Eine Explosionsansicht) (!Ein zufälliger Kamerawinkel) (!Eine leere Zeichnungsseite) (!Eine Materialfarbe)




Wozu dient eine Stückliste? (Sie ordnet benötigte Bauteile und Mengen der Baugruppe zu) (!Sie ersetzt jede technische Zeichnung) (!Sie simuliert automatisch jede Bewegung) (!Sie misst ausschließlich Winkel)




Was prüfst Du zuerst, wenn eine Schraube nicht durch zwei Bohrungen passt? (Ob die Bohrungsachsen zueinander ausgerichtet sind) (!Ob die Schraube eine andere Farbe hat) (!Ob die Baugruppe umbenannt wurde) (!Ob die Ansicht vergrößert ist)




Welche Aussage beschreibt eine gute prüfungsnahe Erklärung? (Sie nennt Reihenfolge, Bezüge, Funktion und Prüfung) (!Sie nennt nur die Dateigröße) (!Sie beschreibt nur die Farbe) (!Sie enthält nur den Namen des CAD-Programms)





Memory

Baugruppe Funktionale Einheit aus mehreren Teilen
Bauteil Einzelnes Teil der Konstruktion
Bezug Geometrie zum Ausrichten
Verbindung Regel zwischen ausgewählten Geometrien
Freiheitsgrad Noch mögliche unabhängige Bewegung
Montage Planvolles Zusammensetzen
Kollision Unzulässige Durchdringung oder Blockierung
Stückliste Zuordnung von Teilen und Mengen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Fläche auf Fläche Auflage einer Deckplatte auf einer Grundplatte
Achse auf Achse Zentrierung einer Welle in einer Bohrung
Fester Bezug Grundteil bleibt im CAD-Raum an seiner Position
Drehverbindung Eine Drehbewegung bleibt gezielt möglich
Kollisionsprüfung Unzulässige Durchdringungen werden gesucht
Stücklistenabgleich Bauteile und Mengen werden kontrolliert






Kreuzworträtsel

Baugruppe Wie heißt eine funktionale Einheit aus mehreren Bauteilen?
Bezug Wie heißt die ausgewählte Geometrie zum Ausrichten?
Montage Wie heißt das planvolle Zusammensetzen von Bauteilen?
Kollision Wie heißt eine unzulässige Durchdringung zweier Bauteile?
Achse Welcher geometrische Bezug ist für Welle und Bohrung besonders wichtig?
Stückliste Wie heißt die Liste der benötigten Bauteile und Mengen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Mehrere Bauteile bilden zusammen eine

. Eine ausgewählte Fläche oder Achse kann als

dienen. Eine CAD-Regel zwischen zwei Bezügen heißt

. Eine noch mögliche unabhängige Bewegung ist ein

. Das planvolle Zusammensetzen heißt

. Eine unzulässige Durchdringung zweier Bauteile ist eine

. Die Zuordnung von Benennungen und Mengen erfolgt in der

. Eine auseinandergezogene Darstellung der Teile ist eine

.




Sofort-Check: Welche Bezüge gehören zusammen?

Ergänze jeweils den passenden Begriff.
Eine Welle wird in einer Bohrung meist über die gemeinsame

ausgerichtet. Eine Deckplatte wird auf einer Grundplatte meist über zwei passende

positioniert. Vor Abschluss der Montage prüfst Du mögliche

. Danach vergleichst Du die Baugruppe mit der

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Baugruppe erkennen: Fotografiere oder skizziere einen ungefährlichen Alltagsgegenstand und kennzeichne mindestens vier Bauteile sowie die Baugruppe.
  2. Explosionsansicht lesen: Wähle eines der Commons-Bilder im aiMOOC und beschreibe in fünf kurzen Sätzen die erkennbare Montagefolge.
  3. Bezüge markieren: Erstelle einen Screenshot einer einfachen digitalen Baugruppe und markiere zwei Flächenbezüge und eine gemeinsame Achse.
  4. Stückliste prüfen: Erstelle zu einer Baugruppe mit fünf verschiedenen Bauteilen eine einfache Stückliste mit Position, Benennung und Anzahl.


Standard

  1. Digitale Montage: Setze Grundplatte, Deckplatte, Schraube, Scheibe und Mutter in einem freigegebenen CAD-System digital zusammen und dokumentiere die gesetzten Bezüge.
  2. Kollision finden: Erzeuge absichtlich eine fehlerhafte Lage eines Bauteils, dokumentiere die Kollision mit einem Screenshot und korrigiere sie.
  3. Freiheitsgrade untersuchen: Vergleiche eine starre Verbindung mit einer Drehverbindung. Beschreibe, welche Bewegung jeweils möglich bleibt.
  4. Explosionsansicht erstellen: Erzeuge aus Deiner Baugruppe eine einfache Explosionsansicht und nummeriere die Teile passend zur Stückliste.


Schwer

  1. Montagefolge begründen: Entwickle für eine Baugruppe mit mindestens sechs Bauteilen eine Montagefolge und begründe jeden Schritt mit Fläche, Achse, Funktion oder Zugänglichkeit.
  2. Fehleranalyse: Tausche mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner eine fehlerhafte digitale Baugruppe. Finde mindestens drei Fehler und dokumentiere Ursache, Wirkung und Korrektur.
  3. Funktion erklären: Erstelle ein kurzes Erklärvideo oder eine Bildschirmaufnahme, in der Du die Funktion von drei Komponenten und deren Verbindungen fachsprachlich erklärst.
  4. Transferaufgabe Baugruppe: Entwirf eine alternative Lösung für eine Teilverbindung. Vergleiche beide Varianten nach Montageaufwand, Beweglichkeit, Wartbarkeit und Kollisionsrisiko.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Montagefolge übertragen: Du erhältst eine unbekannte Explosionsansicht. Leite eine plausible Montagefolge ab und begründe drei Schritte mit geometrischen Bezügen.
  2. Verbindung auswählen: Entscheide für drei vorgegebene Bauteilpaare, ob eine starre, koaxiale oder drehbare Verbindung sinnvoll ist. Begründe jeweils mit der Funktion.
  3. Fehlerursache erklären: Eine Welle lässt sich im CAD-Modell nicht durch zwei Lager führen. Nenne mindestens zwei mögliche Ursachen und beschreibe einen systematischen Prüfweg.
  4. Stückliste und Baugruppe prüfen: In der Stückliste stehen sieben Teile, in der Baugruppe sind acht verbaut. Entwickle eine Prüfreihenfolge, mit der Du die Abweichung sicher findest.
  5. Freiheitsgrad bewerten: Eine Baugruppe ist nach der Montage noch verschiebbar. Entscheide, ob das Fehler oder Absicht sein kann, und begründe beide Möglichkeiten an je einem Beispiel.
  6. Technische Entscheidung: Vergleiche eine starre und eine bewegliche Verbindung für dieselben zwei Bauteile. Begründe, welche Variante für zwei unterschiedliche Funktionsanforderungen geeignet ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du unterscheidest Baugruppe und Bauteil sicher.
  2. Du erklärst Bezug, Verbindung, Freiheitsgrad und Montage mit Fachsprache.
  3. Du setzt eine einfache digitale Baugruppe nachvollziehbar zusammen.
  4. Du begründest, welche Flächen oder Achsen zueinander gehören.
  5. Du prüfst Kollisionen systematisch.
  6. Du vergleichst digitale Baugruppe und Stückliste.
  7. Du erläuterst eine sinnvolle Montagefolge.
  8. Du beschreibst die Funktion einzelner Komponenten aus der digitalen Baugruppe.
  9. Du begründest technische Entscheidungen statt nur Arbeitsschritte aufzuzählen.
  10. Du dokumentierst Fehler, Korrektur und Ergebnis verständlich.




OERs zum Thema

Weitere offene Lernmedien:

  1. Wikimedia Commons: Exploded views
  2. Wikipedia: Explosionszeichnung
  3. Wikipedia: Stückliste
  4. Wikipedia: Freiheitsgrad
  5. Bildungsplan Baden-Württemberg Technik V3.0


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