I Believe I Can Fly - R. Kelly

I Believe I Can Fly - R. Kelly
Einleitung
I Believe I Can Fly ist eine 1996 veröffentlichte R&B-/Soul-Ballade mit deutlichen Gospel-Elementen, geschrieben, produziert und gesungen von R. Kelly. Die Aufnahme wurde für den Soundtrack des Films Space Jam mit Michael Jordan geschaffen und erschien dort noch vor der späteren Aufnahme in Kellys Doppelalbum R. von 1998.[1][2]
Der Song verbindet die Form einer großen Pop-Ballade mit R&B-Gesang, Gospelchor, Streichern und einer dramaturgischen Steigerung bis zur Schlussphase. Seine zentrale Metapher des Fliegens steht für Selbstvertrauen, Hoffnung, innere Veränderung und das Überschreiten vermeintlicher Grenzen. Im Unterricht eignet sich das Stück deshalb nicht nur zur Musikanalyse, sondern auch für Englisch, Medienbildung, Filmmusik, Urheberrecht und die kritische Frage, wie Werke wahrgenommen werden, wenn sich die öffentliche Bewertung ihres Urhebers verändert.

Ein frei lizenziertes Basketballmotiv verweist auf den Entstehungskontext von Space Jam. Das Commons-Bild ist als CC0/Public Domain freigegeben.[3]
Hörbeispiel: Originalaufnahme
Die folgende Einbettung nutzt keinen neu hochgeladenen Song, sondern den von Jive/RCA über YouTube bereitgestellten Audio-Upload. Die dortigen Metadaten nennen unter anderem R. Kelly als Produzenten, Arrangeur und Sänger, Percy Bady an den Keyboards, den Luv Club Choir, Paul Riser und das Motown Romance Orchestra sowie Stephen George in Aufnahme, Mischung und Programmierung.[4]
Hörauftrag: Achte beim ersten Hören nur auf die Klangdichte. Notiere, wann die Begleitung größer wirkt, wann der Chor hörbar in den Vordergrund tritt und wie sich die Wirkung zwischen Anfang und Schluss verändert.
Entstehung und zeitgeschichtlicher Kontext
Der Soundtrack zu Space Jam erschien in den USA am 12. November 1996 bei Atlantic/Warner Sunset.[5] Auf der damaligen offiziellen Filmwebsite heißt es, Michael Jordan habe R. Kelly persönlich eingeladen, die erste Single für den Film zu schreiben.[1] In einem späteren Interview von 2013 schilderte Kelly selbst, dass er Jordan in Chicago beim Basketball kennengelernt habe, eine Vorführung des Films sah und anschließend die Idee für den Song entwickelte. Er beschrieb die Melodie als einen Schritt über sein bis dahin enger wahrgenommenes R&B-Profil hinaus.[6]

Chicago ist biografischer und produktionstechnischer Bezugspunkt. Das Foto steht unter CC BY-SA 4.0.[7]
Die Veröffentlichung fällt in eine Phase, in der große Film-Soundtracks der 1990er-Jahre Pop, R&B und Hip-Hop besonders eng mit Hollywood-Marketing verbanden. Space Jam kombinierte Sportstar, Animationsfilm und populäre Musik. I Believe I Can Fly erfüllt darin nicht nur die Funktion eines Filmsongs, sondern wurde als eigenständige Motivationsballade rezipiert.
Bedeutung im Werk des Interpreten
Der Song wurde zu einem der bekanntesten Crossover-Titel in Kellys Karriere. In den USA erreichte er Platz 2 der Billboard Hot 100; im Vereinigten Königreich stand er drei Wochen auf Platz 1.[8][9] Bei den 40. Grammy Awards 1998 gewann die Aufnahme beziehungsweise der Song drei Preise: Best Male R&B Vocal Performance, Best R&B Song und Best Song Written Specifically for a Motion Picture or for Television. Zusätzlich war der Titel für Record of the Year und Song of the Year nominiert.[10][11][12]
Mindestens drei belegte Besonderheiten dieser Aufnahme
Besonderheit 1 – Mehrteilige Produktion an verschiedenen Orten: Die Hauptaufnahme wurde mit Stephen George in den Battery Studios in Chicago aufgenommen; die Streicher wurden von Carl Robinson bei United Sound Systems, Studio A, in Detroit aufgenommen; gemischt wurde die Aufnahme von R. Kelly und Stephen George bei Chicago Recording Company. Damit wurde der großformatige Klang nicht in einem einzigen Studiotermin hergestellt, sondern aus getrennt aufgenommenen Komponenten zusammengesetzt.[13]
Besonderheit 2 – Kombination aus programmiertem R&B-Produktionskern und akustischem Großensemble: Die Credits nennen Programmierung durch R. Kelly und Stephen George, Keyboards von Percy Bady, Gitarre von Keith Henderson, Hintergrundgesang des Luv Club Choir sowie Streicher von Paul Riser und dem Motown Romance Orchestra. Diese Verbindung von Studioprogrammierung, Solostimme, Gospelchor und Streichern prägt gerade diese Aufnahme.[4]
Besonderheit 3 – Dramatische Halbton-Modulation: Musiktheoretische Analysen beschreiben den Song zunächst in C-Dur und die Schlussphase in Des-Dur. Der Wechsel um einen Halbton nach oben erhöht die Spannung, ohne das Grundtempo wesentlich zu verändern. Hooktheory gibt für die Aufnahme etwa 60 BPM und 4/4-Takt an.[14]
Besonderheit 4 – Zwei verbreitete Schnittfassungen: Die LP-/Albumfassung wird mit ungefähr 5:20 Minuten, der Radio Edit mit ungefähr 4:42 Minuten geführt. Dadurch existiert neben der ausgedehnteren Dramaturgie eine kompaktere Rundfunkfassung.[15]
Besonderheit 5 – Klangliche und semantische Steigerung laufen parallel: Ein musikwissenschaftlich-technischer Beitrag zur automatischen Formanalyse verwendet genau diesen Song als Beispiel und identifiziert Intro, Strophenbereiche, Refrain, Bridge, transponierte Abschnitte und Outro. Die Transposition fällt damit in einen formal besonders wirksamen Schlussbereich.[16]
Stil und Genre
Die Aufnahme lässt sich als Schnittstelle von Contemporary R&B, Soul, Gospel und Pop-Ballade hören. Für R&B typisch sind die flexible Solostimme, die studioorientierte Produktion und die Verbindung von Leadgesang mit Hintergrundstimmen. Gospel-Assoziationen entstehen besonders durch Chor, Steigerungsdramaturgie, emotionale Wiederholung und die Idee eines von innen kommenden Glaubens oder Vertrauens. Die Streicher erweitern diese Sprache in Richtung großer Filmballade.

Ein Gospelchor als Vergleichsmedium. Das Bild des Northwestern High School Gospel Choir steht auf Wikimedia Commons unter CC BY-SA 3.0/GFDL.[17]
Hörauftrag: Unterscheide im Original drei Ebenen: Solostimme, instrumentale Begleitung und Chor. Beschreibe, wann jede Ebene eine führende Rolle übernimmt.
Melodie und Harmonik
Die Gesangsmelodie ist auf Wiedererkennbarkeit angelegt, wird aber durch R&B-typische Verzierungen, längere Haltetöne und Steigerungen der Stimmintensität belebt. In den Strophen bleibt der Vortrag vergleichsweise erzählend. Im Refrain werden Tonhöhen und gehaltene Töne exponierter, sodass die Idee des Aufsteigens auch musikalisch erfahrbar wird.
Harmonisch bewegt sich die Aufnahme nicht nur mit einfachen Dur-Dreiklängen. Analysen verweisen auf erweiterte und alterierte Akkorde sowie chromatische Farben. Besonders wichtig für die Dramaturgie ist die spätere Modulation von C-Dur nach Des-Dur.[14]
Score-Analysebeispiel 1: Halbton-Anhebung
Wichtig: Das folgende Beispiel ist selbst erstellt und keine Transkription der geschützten Melodie oder Partitur. Es zeigt lediglich das Prinzip, wie eine Tonika um einen Halbton angehoben werden kann.

Wenn Du den zweiten Akkord unmittelbar nach dem ersten hörst oder spielst, wirkt er trotz ähnlicher Funktion frischer und höher. Genau dieses Prinzip einer Steigerungsmodulation ist für die Schlusswirkung vieler Pop-, Soul- und Gospelballaden geeignet.
Score-Analysebeispiel 2: Ruhiger Puls mit Dreier-Unterteilung
Auch dieses Beispiel ist vollständig selbst erstellt. Es zeigt keinen Rhythmus aus dem Song, sondern eine Übung, mit der Du über einem langsamen 4/4-Puls eine fließende Dreier-Unterteilung erleben kannst.

Spiele den Takt sehr langsam und klatsche zusätzlich die vier Hauptschläge. So kannst Du unterscheiden, wie Metrum und Unterteilung gemeinsam wirken.
Rhythmus und Tempo
Die Aufnahme wird meist mit ungefähr 60 BPM im 4/4-Takt analysiert.[14] Das langsame Grundtempo schafft Platz für lange Gesangstöne und große Phrasen. Entscheidend ist nicht rhythmische Dichte, sondern der Wechsel zwischen ruhiger Stabilität und zunehmender Intensität. Die rhythmische Wirkung entsteht deshalb stark aus Phrasierung, Pausen, Einsatz des Chors und dem Wachsen des Arrangements.
Gesang
R. Kellys Leadgesang beginnt kontrolliert und vergleichsweise nah am Sprachrhythmus. Im Verlauf treten längere Haltetöne, dynamische Steigerungen und R&B-/Gospel-Verzierungen stärker hervor. Der Luv Club Choir übernimmt nicht die Rolle eines permanenten Begleitteppichs, sondern verstärkt die kollektive Wirkung der großen Schlussabschnitte.[4]
Die Aufnahme arbeitet dadurch mit einem für Gospel wichtigen Kontrast: individuelle Aussage wird zu gemeinschaftlich bestätigter Aussage. Für die Interpretation ist interessant, dass die Botschaft so nicht allein in den Wörtern, sondern auch in der Besetzung vermittelt wird.
Instrumentierung und Arrangement
Die dokumentierten Credits nennen Keyboards, Gitarre, Programmierung, Streicher und Gospelchor. Besonders prägnant ist das Verhältnis zwischen zunächst überschaubarer Begleitung und späterem großem Klangbild.[4]

Streicher als Klangfarben-Vergleich. Das Foto steht unter CC BY 2.0.[18]
Du kannst das Arrangement als Klangdramaturgie verstehen:
- Intro: ruhiger Einstieg und Etablierung der Balladenatmosphäre
- Strophe: Konzentration auf Leadgesang und Textverständlichkeit
- Pre-Chorus: zunehmende Erwartung und harmonische Spannung
- Refrain: breitere Klangfläche und stärkere emotionale Öffnung
- Bridge: kurzer kontrastierender Übergang
- Transponierte Schlussphase: Halbton-Anhebung, Chor und orchestrale Steigerung
- Outro: Ausdehnung der Schlusswirkung statt abruptem Ende
Produktion
Die Aufnahme zeigt exemplarisch, wie Popproduktion verschiedene Aufnahmeorte und Klangquellen zu einer scheinbar einheitlichen Aufführung verbindet. Gerade die separat aufgenommenen Streicher machen deutlich, dass die fertige Aufnahme ein konstruiertes Medienprodukt ist und nicht einfach die Dokumentation eines einzigen Live-Moments.[13]

Ein modernes Mischpult als Anschauungsmedium für Mehrspurproduktion und Mischung; Wikimedia Commons, CC BY 2.0.[19]
Produktionsaufgabe beim Hören: Versuche fünf Momente zu markieren, an denen sich Lautstärke, Stereobreite, Choranteil, Instrumentenzahl oder Hallwirkung hörbar verändert. Beschreibe nicht nur was lauter wird, sondern warum diese Steigerung für die Aussage des Songs sinnvoll sein könnte.
Songform
Ein Forschungsbeitrag zur multimodalen Strukturerkennung segmentiert I Believe I Can Fly in Intro, mehrere Strophen-/Überleitungsbereiche, Refrains, eine Bridge, transponierte Schlussabschnitte und Outro.[16] Für den Unterricht ist vor allem wichtig, dass Wiederholung und Steigerung zusammenarbeiten: Der Refrain kehrt wieder, aber nicht immer mit identischem Klanggewicht. Die spätere Transposition verändert die Wirkung eines vertrauten Materials.
Textthemen und Bildsprache
Aus urheberrechtlichen Gründen wird hier kein vollständiger Songtext wiedergegeben und auch keine vollständige Übersetzung angeboten. Als sehr kurzes Analysezitat genügt die titelgebende Zeile: „I believe I can fly“. Dieses Bild ist nicht wörtlich zu verstehen, sondern als Metapher für Selbstwirksamkeit, Hoffnung und innere Freiheit.
Eine sinngemäße Inhaltserschließung des gesamten Textes lautet: Eine zunächst mutlose Person erkennt eine neue Möglichkeit, sich selbst zu vertrauen. Erfolg wird nicht als äußeres Geschenk beschrieben, sondern als Prozess, der mit einer veränderten inneren Haltung beginnt. Bilder von Fliegen, Höhe, geöffnetem Raum und Bewegung machen den Übergang von Begrenzung zu Möglichkeit anschaulich.
Wichtige Themen sind:
- Selbstwirksamkeit: Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit
- Hoffnung: Zukunft wird als veränderbar gedacht
- Metapher: Fliegen steht für Freiheit und Überschreitung
- Transformation: aus innerer Begrenzung wird Zuversicht
- Spiritualität: Glaubenssprache und Gospelklang öffnen auch religiöse Lesarten, ohne dass der Text auf eine einzige Deutung festgelegt werden muss
Musik und Film
Die Verbindung mit Space Jam ist mehr als eine Marketingnotiz. Der Film verbindet Basketball mit Fantasie und der Überschreitung physischer Grenzen. Genau dazu passt die Flugmetapher. Gleichzeitig funktioniert der Song außerhalb des Films, weil seine Kernaussage allgemein genug ist, um bei Sportereignissen, Abschlussfeiern oder persönlichen Motivationssituationen neu gedeutet zu werden.

R. Kelly bei einem späteren Auftritt. Das Commons-Bild basiert auf einem unter Creative Commons veröffentlichten Video und steht unter CC BY 3.0.[20]
Rezeption und spätere Neubewertung
Der enorme kommerzielle und institutionelle Erfolg der Aufnahme ist historisch gut belegt: internationale Spitzenpositionen, Platz 2 in den US-Hot-100, Platz 1 im Vereinigten Königreich und drei Grammy-Gewinne 1998.[9][10]
Zur heutigen Rezeption gehört jedoch auch der spätere juristische Kontext des Interpreten. R. Kelly wurde in mehreren US-Bundesverfahren wegen schwerer Sexualstraftaten verurteilt. 2023 wurde er in Chicago zu 20 Jahren Bundeshaft verurteilt, von denen ein Jahr zusätzlich zu einer bereits verhängten 30-jährigen Bundesstrafe zu verbüßen ist.[21] Nach seiner Verurteilung entfernte YouTube 2021 zwei offizielle R.-Kelly-Kanäle; sein Musikkatalog blieb jedoch über YouTube Music beziehungsweise labelbereitgestellte Audioangebote verfügbar.[22]
Für den Unterricht ergibt sich daraus eine wichtige Frage der Medienethik: Wie kann man die musikalische Bedeutung eines Werks sachlich untersuchen und zugleich die nachgewiesenen Taten seines Urhebers nicht ausblenden? Eine mögliche Herangehensweise besteht darin, Werk, Entstehung, Wirkung und Biografie jeweils quellenkritisch zu trennen und anschließend ihre Beziehungen zu diskutieren.
Vergleich mit Cover- und Livefassungen
Yolanda Adams und Gerald Levert
Yolanda Adams veröffentlichte 2001 auf The Experience zwei Fassungen: eine Studioversion mit Gerald Levert und eine Livefassung. AllMusic beschreibt ausdrücklich die Studioversion als Verbindung von Gospel- und R&B-Kontext; für die Livefassung sind außerdem Chorunterstützung und ein deutlich stärkerer Konzertcharakter dokumentiert.[23]
Vergleich zur Originalaufnahme: Durch die zweite prominente Stimme wird aus dem solistisch geführten Original stärker ein Dialog. Die zusätzlichen Gospelchöre rücken den religiös-gemeinschaftlichen Charakter deutlicher in den Vordergrund.
Yolanda Adams – Livefassung
Die offizielle Artist-Channel-Veröffentlichung bezeichnet diese Fassung ausdrücklich als Live.[24] Achte auf Publikums-/Raumwirkung, die freiere vokale Gestaltung und die stärkere Nähe zu einer Gospel-Performance.
Ronan Keating
Ronan Keating nahm den Song 2009 für Songs for My Mother auf. Die offiziellen Metadaten nennen Steve Lipson als Produzenten und Programmierer sowie ein orchestrales Produktionsteam.[25]
Vergleich zur Originalaufnahme: Keatings Fassung ist stärker als erwachsene Popballade gerahmt. In Kritiken wird sie im Kontext des persönlichen Erinnerungsalbums als besonders nachdenklich und zart beschrieben.[26] Vergleiche besonders Stimmfarbe, Vibrato, Choranteil, Orchesterwirkung und emotionale Grundhaltung.
Urheberrecht und rechtssichere Nutzung
Dieser aiMOOC gibt keine vollständigen Lyrics, keine vollständige Übersetzung und keine geschützte Partitur wieder. Das kurze Textzitat dient ausschließlich der Analyse. Die Score-Beispiele sind neu erstellt und illustrieren abstrakte musikalische Prinzipien.
Die eingebundenen Bilder stammen von Wikimedia Commons und sind jeweils frei lizenziert oder gemeinfrei. Bei Weiterverwendung gelten die auf den jeweiligen Commons-Dateiseiten angegebenen Lizenz- und Namensnennungsbedingungen. Die YouTube-Medien werden nur eingebettet; die Audioinhalte werden nicht kopiert oder neu veröffentlicht.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Für welchen Film wurde I Believe I Can Fly ursprünglich als Soundtrack-Song geschaffen? (Space Jam) (!Titanic) (!Men in Black) (!The Lion King)
Welche Stilrichtungen prägen die Originalaufnahme besonders? (R&B Soul und Gospel) (!Punk Metal und Ska) (!Techno House und Trance) (!Barock Oper und Madrigal)
In welcher Tonart beginnt die häufig analysierte Originalfassung? (C-Dur) (!fis-Moll) (!Es-Moll) (!H-Dur)
In welche Tonart hebt sich die Schlussphase durch Modulation? (Des-Dur) (!a-Moll) (!G-Dur) (!e-Moll)
Welcher Chor ist in den Credits der Originalaufnahme genannt? (The Luv Club Choir) (!Vienna Boys Choir) (!Harlem Boys Choir) (!London Community Gospel Choir)
Welche Klanggruppe wurde für die Aufnahme unter anderem mit Paul Riser und dem Motown Romance Orchestra realisiert? (Streicher) (!Blechbläser) (!Turntables) (!Blockflöten)
Welches Grundtempo wird für die Aufnahme häufig angegeben? (Ungefähr 60 BPM) (!Ungefähr 180 BPM) (!Ungefähr 220 BPM) (!Ungefähr 30 BPM)
Wie viele Grammy-Auszeichnungen gewann der Song beziehungsweise die Aufnahme 1998? (Drei) (!Eine) (!Fünf) (!Keine)
Welche Chartspitze erreichte der Song im Vereinigten Königreich? (Platz 1) (!Platz 12) (!Platz 25) (!Platz 50)
Welche Bildidee steht im Zentrum des Textes? (Fliegen als Metapher für Selbstvertrauen und Freiheit) (!Segeln als Metapher für Besitz) (!Fahren als Metapher für Geschwindigkeit) (!Schlafen als Metapher für Langeweile)
Memory
| Battery Studios | Hauptaufnahme in Chicago |
| United Sound Systems | Streicheraufnahme in Detroit |
| The Luv Club Choir | Hintergrundgesang |
| Motown Romance Orchestra | Streicherklang |
| C-Dur | Ausgangstonart |
| Des-Dur | Schlussmodulation |
| Space Jam | ursprünglicher Filmkontext |
| 60 BPM | langsames Grundtempo |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Gospelchor | Gemeinschaftliche Klangsteigerung |
| Halbtonmodulation | Harmonische Schlusssteigerung |
| Radio Edit | Verkürzte Veröffentlichungsfassung |
| Soundtrack | Verbindung von Film und Popsong |
| Mehrspurproduktion | Zusammenführung getrennt aufgenommener Klangquellen |
Kreuzworträtsel
| Chicago | In welcher Stadt wurde die Hauptaufnahme in den Battery Studios aufgenommen? |
| Gospel | Welche Musiktradition ist besonders durch Chor und Steigerungsdramaturgie hörbar? |
| Modulation | Wie heißt ein Wechsel von einer Tonart in eine andere? |
| Soundtrack | Wie nennt man ein Album mit Musik zu einem Film? |
| Orchester | Welche große Instrumentalgruppe prägt mit Streichern die Aufnahme? |
| Metapher | Welches sprachliche Mittel ist das Fliegen im Songtext? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre die Originalaufnahme einmal vollständig und notiere fünf Stellen, an denen sich die Klangdichte verändert.
- Klangfarbenkarte: Erstelle eine farbige Grafik für Solostimme, Chor, Streicher, Keyboard und programmierte Klänge. Markiere, wann welche Ebene besonders präsent ist.
- Metaphernanalyse: Gestalte ein Bild oder eine Collage zur Flugmetapher, ohne Textzeilen aus dem Song zu übernehmen.
- Quellencheck: Vergleiche die Angaben auf GRAMMY, Official Charts und der alten Space-Jam-Website. Notiere, welche Quelle welche Art von Information besonders zuverlässig liefert.
Standard
- Coververgleich: Vergleiche Original, Yolanda-Adams-Version und Ronan-Keating-Version nach Stimme, Tempoempfinden, Chor, Instrumentierung und emotionaler Wirkung.
- Formdiagramm: Zeichne die Songform als Zeitstrahl. Kennzeichne Intro, Strophen, Refrains, Bridge, Modulation und Outro anhand des Hörens.
- Produktionsplan: Entwirf einen Studioplan, wie Du eine Ballade mit Solostimme, Chor, Streichern und programmierten Instrumenten aufnehmen würdest.
- Eigene Modulation: Komponiere mit der Score-Extension vier eigene Takte in einer Durtonart und vier weitere Takte einen Halbton höher. Verwende keine Melodie aus dem Original.
Schwer
- Musik und Selbstwirksamkeit: Untersuche, wie Harmonik, Gesang und Arrangement gemeinsam eine Botschaft von Selbstvertrauen vermitteln können. Belege jede These mit einer konkreten Hörbeobachtung.
- Werk und Urheber: Entwickle eine moderierte Klassendiskussion zur Frage, wie künstlerische Analyse, historischer Erfolg und spätere strafrechtliche Verurteilungen eines Künstlers gleichzeitig angemessen berücksichtigt werden können.
- Soundtrackforschung: Vergleiche I Believe I Can Fly mit zwei weiteren Songs aus Space Jam. Untersuche, welche unterschiedlichen Funktionen sie im Verhältnis von Film, Sport und Popkultur erfüllen.
- Arrangementprojekt: Entwickle eine eigene 90-sekündige Ballade über Hoffnung. Verwende mindestens drei dramaturgische Stufen, einen selbst komponierten Refrain und eine eigene Schlussmodulation. Dokumentiere, welche Ideen Du aus der Analyse gelernt hast, ohne geschütztes Material zu übernehmen.


Lernkontrolle
- Harmonik und Wirkung: Erkläre, warum eine Halbton-Modulation in einer späten Songphase als Steigerung wahrgenommen werden kann. Übertrage das Prinzip auf ein selbst gewähltes anderes Musikbeispiel.
- Arrangement und Aussage: Begründe, wie der Wechsel von Solostimme zu Chor die Bedeutung eines Textes verändern kann. Entwickle dazu ein eigenes kurzes Arrangementkonzept.
- Produktion und Authentizität: Diskutiere, warum eine emotional wirkende Aufnahme trotzdem ein stark konstruiertes Studioprodukt sein kann. Beziehe Mehrspuraufnahme und getrennte Aufnahmeorte ein.
- Film und Musik: Analysiere, wie die Flugmetapher mit dem Basketball-/Fantasiekontext von Space Jam zusammenpasst, ohne den Songtext vollständig zu zitieren.
- Cover und Interpretation: Zeige anhand von mindestens zwei Fassungen, wie dieselbe Komposition durch andere Stimmen, Instrumentierungen und Aufführungssituationen eine andere Bedeutung erhalten kann.
- Medienethik: Entwickle Kriterien für einen schulischen Umgang mit künstlerisch bedeutenden Werken von Urhebern, deren schwere Straftaten rechtskräftig dokumentiert sind.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du:
- Entstehungsgeschichte und Filmkontext quellenbasiert erklären kannst.
- Stil und Genre zwischen R&B, Soul, Gospel und Pop-Ballade differenzieren kannst.
- Melodie und Harmonik beschreiben kannst, ohne geschützte Notentexte vollständig zu übernehmen.
- Modulation von C-Dur nach Des-Dur als dramaturgisches Mittel erklären kannst.
- Rhythmus und langsames Grundtempo in ihrer Wirkung einschätzen kannst.
- Gesang und Chor als unterschiedliche Ausdrucksebenen analysieren kannst.
- Instrumentierung, Arrangement und Produktion der Originalaufnahme unterscheiden kannst.
- Songform und Steigerungsdramaturgie anhand einer Höranalyse nachvollziehen kannst.
- Textthemen und Bildsprache sinngemäß erschließen kannst.
- Coverversion und Original sachlich vergleichen kannst.
- Quellenkritik betreiben und Primär-, Branchen-, journalistische und freie Quellen unterscheiden kannst.
- Urheberrecht beachten und mit Zitaten, Medien und Noten verantwortungsvoll umgehen kannst.
- Medienethik und die spätere Neubewertung des Werks differenziert diskutieren kannst.
Rechtssichere Medien und Lizenzen
Die im aiMOOC verwendeten Bilder sind über Wikimedia Commons verfügbar:
Bei externer Weiterverwendung sind jeweils die konkreten Lizenzangaben auf der Commons-Dateiseite maßgeblich.
Die YouTube-Einbettungen verweisen auf labelbereitgestellte oder offizielle Artist-Channel-Angebote. Es werden keine Audio- oder Videodateien in den aiMOOC kopiert.
Quellen und Nachweise
- Space Jam 1996 – R. Kelly, damalige offizielle Filmwebsite
- Apple Music – Space Jam Soundtrack
- MusicBrainz – Space Jam Soundtrack
- The Boombox – Interview zur Entstehung, 2013
- YouTube/R. Kelly Topic – labelbereitgestellte Originalaufnahme und Credits
- Hooktheory – Tonart, Takt, Tempo und Formanalyse
- Chen u. a. – Multimodal structure segmentation and analysis of music, ISCAS 2009
- GRAMMY – 40th Annual Grammy Awards
- GRAMMY – Best R&B Song 1998
- Official Charts – UK-Chartverlauf
- AllMusic – Yolanda Adams: The Experience
- YouTube/Yolanda Adams Official Artist Channel – Livefassung
- YouTube/Ronan Keating Official Artist Channel – Coverfassung
- U.S. Department of Justice – Urteil und Strafmaß 2023
- CBS News – Entfernung offizieller YouTube-Kanäle 2021
- ↑ 1,0 1,1 Space Jam 1996 – R. Kelly, archivierte offizielle Filmwebsite
- ↑ Apple Music – Space Jam: Music from and Inspired by the Motion Picture
- ↑ Wikimedia Commons – A Basketball Hoop.jpg
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 YouTube – R. Kelly Topic: I Believe I Can Fly
- ↑ MusicBrainz – Space Jam Soundtrack Release Group
- ↑ The Boombox, 2. Dezember 2013 – Interview zur Entstehung
- ↑ Wikimedia Commons – Chicago skyline kz01.jpg
- ↑ GRAMMY – Rückblick auf die 40. Grammy Awards
- ↑ 9,0 9,1 Official Charts – I Believe I Can Fly
- ↑ 10,0 10,1 GRAMMY – 40th Annual Grammy Awards
- ↑ GRAMMY – Best R&B Song 1998
- ↑ GRAMMY – Best Song Written Specifically for a Motion Picture or Television
- ↑ 13,0 13,1 Wikipedia – I Believe I Can Fly, Personnel
- ↑ 14,0 14,1 14,2 Hooktheory – Chords, Melody and Music Theory Analysis
- ↑ Wikipedia – Track listings und Fassungen
- ↑ 16,0 16,1 Chen u. a. – Multimodal structure segmentation and analysis of music, ISCAS 2009
- ↑ Wikimedia Commons – Northwestern HS Gospel Choir.jpg
- ↑ Wikimedia Commons – FSAF String Orchestra
- ↑ Wikimedia Commons – Mixing console setup
- ↑ Wikimedia Commons – R. Kelly in 2017 03.png
- ↑ U.S. Department of Justice – Robert Kelly Sentenced to 20 Years, 23. Februar 2023
- ↑ CBS News, 6. Oktober 2021 – YouTube removes R. Kelly's official channels
- ↑ AllMusic – Yolanda Adams: The Experience
- ↑ YouTube – Yolanda Adams: I Believe I Can Fly (Live)
- ↑ YouTube – Ronan Keating Official: I Believe I Can Fly
- ↑ News24 – Review: Songs for My Mother
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