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Jon Bon Jovi - Ugly

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Jon Bon Jovi - Ugly




Jon Bon Jovi – „Ugly“


Einleitung

„Ugly“ ist ein Song des US-amerikanischen Sängers und Songwriters Jon Bon Jovi aus seiner Solo-Phase der 1990er-Jahre. Das Stück erschien zunächst auf dem Album Destination Anywhere von 1997 und wurde am 6. April 1998 als Single veröffentlicht. Als Autoren werden Jon Bon Jovi und Eric Bazilian genannt; produziert wurde die Aufnahme von Eric Bazilian und Desmond Child.[1][2]

Der Song eignet sich besonders gut für eine schulische oder hochschulische Songanalyse, weil musikalische und textliche Gegensätze eng zusammenwirken: Ein abwertendes Wort wird zum Ausgangspunkt für eine Botschaft über Selbstbild, Empathie und den Unterschied zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Gleichzeitig besitzt die konkrete Studioaufnahme mehrere ungewöhnliche, durch Credits belegte Klangdetails – darunter Tuba, Wurlitzer-E-Piano, Mundharmonika sowie eine Kombination aus akustischer und elektrischer Gitarre.[3]

Das Bild von Jon Bon Jovi auf Wikimedia Commons steht unter CC BY 2.0. Es stammt nicht aus der Entstehungszeit des Songs, dient hier also ausschließlich zur Einordnung des Interpreten.[4]


Hörbeispiel: offizielle Studioaufnahme

Das folgende Video wird über den offiziellen Artist-Channel bereitgestellt. Es enthält die veröffentlichte Studioaufnahme und eignet sich daher als primäre Hörquelle für die Analyse.

Hörauftrag: Achte beim ersten Hören nur auf den Gesamteindruck. Notiere danach beim zweiten Hören getrennt Beobachtungen zu Puls, Stimme, Gitarren, Tasteninstrument, Bass, Schlagzeug und ungewöhnlichen Klangfarben. Versuche nicht sofort, jede Quelle im Mix eindeutig zu benennen.


Offizielles Musikvideo

Der verifizierte VEVO-Upload bezeichnet das Video ausdrücklich als Musikvideo zu „Ugly“ und nennt 1997 als Copyright-Jahr der Veröffentlichung.[5] Im Unterricht kann das Video zusätzlich zur Klang- auch zur Musikvideoanalyse verwendet werden: Welche visuellen Entscheidungen verstärken die Themen Selbstbild, Blick, Inszenierung und Fremdwahrnehmung?


Entstehung und zeitgeschichtlicher Kontext

„Ugly“ wurde nach den überlieferten Album-Credits im November 1996 in Philadelphia geschrieben. Die Produktion der Aufnahme verteilte sich auf mehrere Studios, unter anderem in Philadelphia, Miami Beach, New Jersey und Los Angeles; gemischt wurde in den Quad Studios in New York, das Mastering übernahm George Marino bei Sterling Sound.[6]

Das Philadelphia-Foto ist CC BY-SA 4.0 lizenziert und visualisiert den Ort, an dem der Song laut Credits im November 1996 geschrieben wurde; es zeigt selbstverständlich nicht das damalige Studio oder die konkrete Aufnahmesituation.[7]

Das Album Destination Anywhere erschien 1997 in einer Phase, in der Jon Bon Jovi sein Solowerk deutlich von der groß angelegten Stadionrock-Ästhetik der Band Bon Jovi absetzte. AllMusic beschreibt das Album als stärker auf zeitgenössischen Pop/Rock, subtilere Klanggestaltung und weniger bombastische Arrangements ausgerichtet.[8] Eine zeitgenössische Reportage von El País betonte 1997 ebenfalls die persönlichere, teilweise zurückgenommene Seite des Albums und nannte ausdrücklich Themen wie Liebe, Zweifel, Flucht und Selbstwahrnehmung.[9]

Der zeitgeschichtliche Kontext ist deshalb wichtig: In den späten 1990er-Jahren standen etablierte Rockkünstler vor einer veränderten Poplandschaft, in der Alternative Rock, elektronisch geprägte Produktion und stärker introspektive Singer-Songwriter-Ästhetiken nebeneinander existierten. Bei „Ugly“ zeigt sich diese Neuorientierung jedoch nicht primär durch elektronische Effekte, sondern durch ein vergleichsweise transparentes Band-Arrangement mit ungewöhnlichen instrumentalen Farben.


Mindestens drei belegte Besonderheiten genau dieser Aufnahme

  1. Tuba in einer Pop-Rock-Ballade: Desmond Child ist nicht nur als Produzent geführt, sondern ausdrücklich auch als Tuba-Spieler. Das ist für eine Mainstream-Pop-Rock-Produktion dieser Art eine ungewöhnliche Besetzungsangabe.[10]
  2. Wurlitzer-E-Piano: Rob Hyman wird für die Aufnahme am Wurlitzer Electric Piano genannt. Dadurch erhält der Tastenklang eine andere Farbe als bei einem akustischen Flügel oder einem typischen Synthesizer-Pad.[11]
  3. Mehrfachrolle von Eric Bazilian: Eric Bazilian ist zugleich Co-Autor, Produzent und Spieler der elektrischen Gitarre. Komposition, Klanggestaltung und Instrumentalperformance liegen damit teilweise in derselben Hand.[12]
  4. Jon Bon Jovi als Sänger und Multiinstrumentalist: Für diese Aufnahme werden Leadgesang, akustische Gitarre und Mundharmonika Jon Bon Jovi zugeschrieben.[13]
  5. Produktion über mehrere Orte: Die Quellen nennen mehrere Aufnahme- und Produktionsorte, danach einen separaten Mix in New York und ein Mastering bei Sterling Sound. Die fertige Aufnahme ist somit das Ergebnis einer arbeitsteiligen Studioproduktion und nicht lediglich eines einzigen Live-Takes in einem Raum.[14]


Die ungewöhnlichen Klangfarben visualisiert

Dieses frei lizenzierte Foto zeigt ein Wurlitzer 200A als Beispiel für die Instrumentenfamilie. Das Bild behauptet nicht, dass genau dieses Exemplar bei „Ugly“ verwendet wurde. Die Commons-Datei steht unter CC BY-SA 2.0.[15]

Die historische F-Tuba auf Wikimedia Commons steht unter CC BY 3.0. Auch sie dient nur der Instrumentenkunde und ist nicht das konkrete Instrument der Aufnahme.[16]

Das Bild einer Oktav-Mundharmonika wurde von seinem Urheber in die Public Domain gegeben. Es illustriert die Instrumentengruppe, nicht das konkrete bei „Ugly“ gespielte Modell.[17]

Freies Klangbeispiel einer Mundharmonika, nicht aus dem Song:

Die etwa elf Sekunden lange Datei „Harmonica.ogg“ auf Wikimedia Commons ist Public Domain und kann deshalb als rechtssicheres Vergleichsbeispiel für die Klangfarbe einer Mundharmonika genutzt werden.[18]


Stil und Genre

„Ugly“ lässt sich am sinnvollsten als Pop-Rock-Ballade innerhalb einer stärker erwachsenen, zurückgenommenen Solo-Ästhetik beschreiben. Das Album wird von AllMusic dem Bereich Pop/Rock beziehungsweise Contemporary Pop/Rock zugeordnet.[19] Eine spätere Rezension hebt für „Ugly“ einen hellen, leicht „twangy“ wirkenden Gitarrenklang hervor und beschreibt das Stück eher als gerade Ballade als als große Powerballade.[20]

Für eine fachliche Analyse ist wichtig, Genrebegriffe nicht wie starre Schubladen zu behandeln. „Ballade“ beschreibt hier vor allem Tempo, Ausdruck und Formgefühl; „Pop-Rock“ verweist auf Instrumentierung, Songorientierung und Produktion. Einzelne Klangfarben wie Tuba oder Wurlitzer erweitern das typische Spektrum.


Melodie und Harmonik

Automatisierte Harmonie-Datenbanken sind sich bei der Benennung der Tonart nicht vollständig einig. Chordify gibt A-Dur und etwa 86 BPM an und nennt als zentrale Akkorde Fis-Moll, E-Dur, D-Dur und A-Dur.[21] SongBPM klassifiziert dieselbe Aufnahme dagegen als Fis-Moll und zählt 170 BPM, was metrisch ungefähr der doppelten Zählweise eines Grundpulses um 85 BPM entspricht.[22]

Diese Abweichung ist didaktisch wertvoll: A-Dur und Fis-Moll sind Paralleltonarten und teilen denselben Tonvorrat. Je nachdem, welche Akkorde als Ruhepunkte wahrgenommen werden und ob man den Puls in Halftime oder Doubletime zählt, können Analyseprogramme zu unterschiedlichen Etiketten gelangen. Deshalb sollte eine musikalische Analyse nicht nur Datenbankwerte übernehmen, sondern Kadenzen, Phrasenenden und den empfundenen metrischen Schwerpunkt hörend prüfen.

Wichtig: Die folgenden Score-Beispiele sind selbst erstellt und keine Transkription der geschützten Melodie von „Ugly“. Sie zeigen lediglich abstrakte Analyseprinzipien.


Score-Beispiel 1: relative Dur-Moll-Färbung


\relative c' {
  \key a \major
  \time 4/4
  fis4 e d a | fis2 a2
}

Das kurze Modell benutzt nur Grundtöne aus dem gemeinsamen Tonvorrat von A-Dur und Fis-Moll. Du kannst daran ausprobieren, wie stark der Eindruck von „Dur“ oder „Moll“ davon abhängt, welcher Ton als Ziel und Ruhepunkt empfunden wird.


Score-Beispiel 2: selbst erfundene Spannungs-Ruhe-Geste


\relative c' {
  \key a \major
  \time 4/4
  d4 e fis e | a2 r2
}

Auch dieses Beispiel ist keine Songmelodie. Es demonstriert lediglich, wie eine aufwärts gerichtete Linie Spannung erzeugen und anschließend auf einem stabileren Zielton landen kann.


Rhythmus und Metrum

Die Aufnahme steht in einem geraden Vierviertelgefühl. Zählt man den Grundpuls in der langsameren Ebene, liegt er ungefähr im mittleren 80er-BPM-Bereich; eine doppelte Zählung führt zu Werten um 170 BPM. Die Existenz beider Angaben in Tempo-Datenbanken zeigt, dass BPM-Werte ohne metrische Interpretation missverständlich sein können.[23][24]

Kenny Aronoff ist als Schlagzeuger der Aufnahme ausgewiesen. Seine Aufgabe ist nicht bloß „Tempo halten“: Durch Anschlagsstärke, Backbeat, Fills und Dichte beeinflusst das Drumset wesentlich, ob eine Passage intim, gespannt oder größer wirkt.


Score-Beispiel 3: selbst erstelltes 4/4-Pulsmodell


\relative c' {
  \time 4/4
  c4 g c g | c8 c g4 c g
}

Das Modell abstrahiert nur einen regelmäßigen Viererpuls mit leichter Verdichtung. Es enthält keinerlei melodisches Material aus „Ugly“.


Gesang

Jon Bon Jovi singt die Leadstimme. In der Höranalyse wirkt der Vortrag deutlich gesprächsnäher und weniger auf stadionartige Dauersteigerung ausgerichtet als viele große Bon-Jovi-Hits der 1980er-Jahre. Die Stimme behält jedoch typische Rockelemente: leichte Rauigkeit, deutliche Konsonanten und eine Steigerung in stärker wiederholten Refrainpassagen.

Für eine sachliche Gesangsanalyse solltest Du zwischen Stimmfarbe, Register, Dynamik, Artikulation, Phrasierung und Studioeffekten unterscheiden. Begriffe wie „emotional“ sind erst dann analytisch nützlich, wenn Du erklärst, wodurch dieser Eindruck entsteht.


Instrumentierung

Die belegte Besetzung der Studioaufnahme umfasst Jon Bon Jovi mit Leadgesang, akustischer Gitarre und Mundharmonika, Eric Bazilian mit elektrischer Gitarre, Hugh McDonald am Bass, Rob Hyman am Wurlitzer Electric Piano, Kenny Aronoff am Schlagzeug und Desmond Child an der Tuba.[25]

Gerade die Tuba ist analytisch interessant. Ein tiefer Blechbläser kann dem Bassbereich Gewicht oder eine leicht ironische beziehungsweise eigenwillige Farbe geben. Aus dem bloßen Credit darf man aber nicht schließen, dass die Tuba ständig oder besonders laut zu hören sei. Ein guter Hörauftrag lautet deshalb: An welchen Stellen glaubst Du, eine nicht-gitarristische tiefe Klangfarbe zu hören, und wie sicher bist Du Dir?


Arrangement

Das Arrangement verbindet die typische Rollenverteilung einer Pop-Rock-Band mit zusätzlichen Farben. Akustische und elektrische Gitarre können unterschiedliche Ebenen bilden; Bass und Schlagzeug stabilisieren Puls und Form; das Wurlitzer erweitert den harmonischen Mittelbereich; Mundharmonika und Tuba liefern potenziell markante Akzente.

Die Form arbeitet mit klar wiederkehrenden Abschnitten und einem deutlich identifizierbaren Refrain. Statt einer langen instrumentalen Entwicklung steht die Wiederholung einer zentralen Aussage im Vordergrund. Damit folgt das Stück einer populären Songlogik: Wiedererkennung entsteht über Refrain, Klangfarben und wiederkehrende Harmonik.


Produktion

Die Aufnahme wurde von Desmond Child und Eric Bazilian produziert. Obie O'Brien wird als Engineer und Mixer genannt; George Marino übernahm das Mastering. Zusätzliche Recording-Credits gehen unter anderem an Charles Dye, Andy Roshberg, Cage Gondar und J. C. Ulloa.[26]

Diese Credit-Struktur zeigt, wie arbeitsteilig professionelle Popproduktion funktioniert. Songwriting, Arrangement, Aufnahme, Mix und Mastering sind verschiedene Ebenen. Ein Mix entscheidet unter anderem über Lautstärkeverhältnisse, Panorama und Effekträume; das Mastering bereitet die fertige Mischung für die Veröffentlichung auf.


Songform

Eine sinnvolle Grobgliederung ist: Einleitung beziehungsweise instrumentaler Auftakt, Strophenbereich, wiederkehrender Refrain und Schlussabschnitt mit erneuter Verdichtung der zentralen Aussage. Für den Unterricht ist es besser, die Form hörend mit Zeitmarken zu bestimmen, statt eine vermeintlich exakte Taktzahl ungeprüft aus einer Internetquelle zu übernehmen.

Die 1998 veröffentlichte deutsche Maxi-CD enthielt eine Radio-Edit-Fassung von 3:11 sowie eine längere LP-Fassung mit 3:31; für Album-Ausgaben werden je nach Datensatz auch etwa 3:23 angegeben.[27] Daraus ist sicher ableitbar, dass unterschiedliche Edits im Umlauf waren. Wo exakt gekürzt wurde, sollte durch einen legalen A/B-Hörvergleich festgestellt und nicht geraten werden.


Textthemen, Bildsprache und sinngemäße Übersetzung

Der vollständige Songtext ist urheberrechtlich geschützt und wird hier bewusst nicht wiedergegeben. Als kurzes, für die Analyse notwendiges Zitat genügt die Zeile „If you're ugly, I'm ugly too“. Sie bringt das zentrale Verfahren auf den Punkt: Das lyrische Ich widerspricht einer negativen Selbstbewertung nicht durch distanzierte Belehrung, sondern durch Solidarität.

Sinngemäß lässt sich die Kernaussage so übertragen: Wenn Du Dich selbst abwertest, versucht das lyrische Ich, Deine Perspektive zu verschieben und Dir zu zeigen, dass Dein Selbstbild nicht mit dem liebevollen Blick eines anderen Menschen übereinstimmen muss.

Die Bildsprache arbeitet unter anderem mit Wahrnehmungs- und Fotografievorstellungen: Sehen, inneres Abbild, Kamera und Rahmen werden als Metaphern dafür genutzt, dass Menschen sich selbst anders wahrnehmen können als andere. Auch Wetter- und Farbbilder dienen dazu, eine gedrückte Stimmung anschaulich zu machen, ohne dass der Text als nüchterne psychologische Erklärung formuliert ist.

Ein wichtiger Interpretationspunkt ist der Titel selbst: „ugly“ wird nicht als objektive Eigenschaft bestätigt, sondern als subjektives Gefühl behandelt. Dadurch verschiebt sich die Bedeutung vom Urteil über Aussehen hin zur Frage, wie Selbstwert entsteht.


Rezeption und Bedeutung im Werk

„Ugly“ war die letzte Singleauskopplung aus Destination Anywhere. Die Veröffentlichung war auf den deutschsprachigen europäischen Markt konzentriert. Dokumentiert sind Chartspitzen von Platz 39 in Österreich, Platz 41 in der Schweiz und Platz 75 in Deutschland.[28] In der Schweiz war der Titel vier Wochen in der Hitparade vertreten.[29]

Das Album Destination Anywhere selbst erreichte in Großbritannien Platz 2 der Official Albums Chart.[30] Damit steht „Ugly“ innerhalb einer kommerziell sichtbaren Solo-Phase, die sich klanglich und thematisch von der Bandarbeit Bon Jovis absetzt.

Bedeutend ist der Song im Werk vor allem als Beispiel dafür, wie Jon Bon Jovi in dieser Phase ein vertrautes Talent für eingängige Refrains mit einer weniger bombastischen, persönlicheren Produktion verband. Die Aufnahme zeigt außerdem seine Zusammenarbeit mit Eric Bazilian, Rob Hyman und Desmond Child in ungewöhnlicher Rollenverteilung.


Fassungen und Vergleich

Die Single dokumentiert mindestens eine Radio Edit und eine längere LP-Version. Zusätzlich ist auf einer Limited-Edition-Ausgabe von Destination Anywhere eine Live-Fassung von „Ugly“ mit etwa 3:31 gelistet; eine Bon-Jovi-Fanseite dokumentiert für das Bonus-Live-Programm eine Aufnahme im Forum in London vom 12. Juni 1997.[31]

Bei der Recherche wurde zwar ein nichtoffizieller YouTube-Upload einer Londoner Liveaufführung gefunden, er wird hier aus urheberrechtlicher Vorsicht nicht eingebettet. Für einen rechtssicheren Vergleich solltest Du eine offiziell veröffentlichte beziehungsweise legal zugängliche Livefassung verwenden.

Ein fachlich sinnvoller A/B-Vergleich untersucht:

  1. Form: Welche Teile sind in Radio Edit, Album- und Livefassung vorhanden oder verkürzt?
  2. Gesang: Wo verändern sich Phrasierung, Tonlängen oder spontane Betonungen?
  3. Raum: Wie unterscheiden sich Studioklang und Konzertakustik?
  4. Dynamik: Wirkt der Liveaufbau gleichmäßig oder stärker ereignisbezogen?
  5. Instrumentenbalance: Welche Klangfarben treten live deutlicher oder schwächer hervor?

Die bloße Tatsache, dass eine Livefassung existiert, beweist noch keine bestimmten Klangunterschiede. Diese müssen am jeweiligen legalen Hörbeispiel überprüft werden.


Medien- und Urheberrechtskompetenz

Bei populärer Musik ist die Trennung zwischen Analyse und Vervielfältigung besonders wichtig. Der vollständige Liedtext, die vollständige Melodie und eine komplette urheberrechtlich geschützte Partitur werden in diesem aiMOOC nicht reproduziert. Verwendet werden nur ein sehr kurzes Textzitat, selbst geschaffene Score-Modelle, frei lizenzierte Commons-Medien sowie offizielle YouTube-Einbettungen.

Die Wikimedia-Bilder und das freie Mundharmonika-Audio haben jeweils eigene Lizenzbedingungen, die auf den verlinkten Commons-Dateiseiten dokumentiert sind. Das offizielle Musikvideo und die offizielle Audioaufnahme bleiben dagegen urheberrechtlich geschützt; sie werden lediglich über die vom Rechteinhaber beziehungsweise dessen Vertrieb bereitgestellten YouTube-Seiten eingebettet.


Quellen und Belege

  1. Wikipedia: Ugly (Jon Bon Jovi song) – Basisdaten, Veröffentlichung, Studios, Credits, Charts
  2. MusicBrainz: Destination Anywhere – detaillierte Track-Credits
  3. Bon Jovi Official Artist Channel: Ugly – offizieller Audioupload mit UMG-Credits
  4. JonBonJoviVEVO: Ugly – offizielles Musikvideo
  5. Schweizer Hitparade – Single-Daten, Fassungen, Schweizer Chartlauf
  6. Official Charts: Destination Anywhere – britische Albumchartdaten
  7. AllMusic: Destination Anywhere – Genre- und Albumkontext
  8. El País vom 16.06.1997 – zeitgenössischer Kontext
  9. Chordify: Ugly – Harmonie- und Tempoanalyse
  10. SongBPM: Ugly – alternative Tempo- und Tonartklassifikation
  11. Wikimedia Commons: Kategorie Jon Bon Jovi – frei lizenzierte Bildmedien
  1. Wikipedia: Ugly (Jon Bon Jovi song), abgerufen am 19.09.2026.
  2. MusicBrainz: Destination Anywhere – Credits, abgerufen am 19.09.2026.
  3. Offizieller YouTube-Audioupload von „Ugly“, bereitgestellt von Universal Music Group, abgerufen am 19.09.2026.
  4. Wikimedia Commons: Jon Bon Jovi.jpg, Lizenz CC BY 2.0, abgerufen am 19.09.2026.
  5. JonBonJoviVEVO: Jon Bon Jovi – Ugly, abgerufen am 19.09.2026.
  6. Wikipedia: Ugly (Jon Bon Jovi song) – Recording und Personnel, abgerufen am 19.09.2026.
  7. Wikimedia Commons: Philadelphia skyline 20240528 (cropped).jpg, Lizenz CC BY-SA 4.0, abgerufen am 19.09.2026.
  8. AllMusic: Destination Anywhere, abgerufen am 19.09.2026.
  9. El País, 16.06.1997, abgerufen am 19.09.2026.
  10. MusicBrainz: Destination Anywhere – Track 4 „Ugly“, abgerufen am 19.09.2026.
  11. MusicBrainz: Credits zu „Ugly“, abgerufen am 19.09.2026.
  12. Offizieller YouTube-Audioupload: Credits, abgerufen am 19.09.2026.
  13. MusicBrainz: „Ugly“, abgerufen am 19.09.2026.
  14. Wikipedia: Recording, abgerufen am 19.09.2026.
  15. Wikimedia Commons: Wurlitzer Electronic Piano 200A, Lizenz CC BY-SA 2.0, abgerufen am 19.09.2026.
  16. Wikimedia Commons: Higham tuba in F, Lizenz CC BY 3.0, abgerufen am 19.09.2026.
  17. Wikimedia Commons: Octave harmonica.jpg, Public Domain, abgerufen am 19.09.2026.
  18. Wikimedia Commons: Harmonica.ogg, Public Domain, abgerufen am 19.09.2026.
  19. AllMusic: Destination Anywhere – Genre und Style, abgerufen am 19.09.2026.
  20. 2 Loud 2 Old Music: Destination Anywhere Review, abgerufen am 19.09.2026.
  21. Chordify: Jon Bon Jovi – Ugly, abgerufen am 19.09.2026.
  22. SongBPM: Ugly, abgerufen am 19.09.2026.
  23. Chordify: ca. 86 BPM, abgerufen am 19.09.2026.
  24. SongBPM: 170 BPM, abgerufen am 19.09.2026.
  25. MusicBrainz: Personnel zu „Ugly“, abgerufen am 19.09.2026.
  26. Wikipedia: Credits and personnel, abgerufen am 19.09.2026.
  27. Hitparade.ch: Ugly – Tracklist und Fassungen, abgerufen am 19.09.2026.
  28. Wikipedia: Promotion und Charts, abgerufen am 19.09.2026.
  29. Schweizer Hitparade: Ugly, abgerufen am 19.09.2026.
  30. Official Charts: Destination Anywhere, abgerufen am 19.09.2026.
  31. BonJovi.pl: Destination Anywhere – Bonus Live Disc, abgerufen am 19.09.2026.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer schrieb „Ugly“ gemeinsam mit Jon Bon Jovi? (Eric Bazilian) (!Desmond Child) (!Kenny Aronoff) (!George Marino)




Welches ungewöhnliche Instrument spielte Desmond Child laut Credits? (Tuba) (!Violine) (!Saxofon) (!Banjo)




Welches Tasteninstrument wird Rob Hyman zugeschrieben? (Wurlitzer Electric Piano) (!Cembalo) (!Kirchenorgel) (!Mellotron)




Wer spielte Schlagzeug auf der Studioaufnahme? (Kenny Aronoff) (!Hugh McDonald) (!Rob Hyman) (!Obie O'Brien)




In welcher Stadt wurde „Ugly“ laut Credits im November 1996 geschrieben? (Philadelphia) (!London) (!Seattle) (!Nashville)




Welche Aussage beschreibt die Tonartanalyse am treffendsten? (A Dur und Fis Moll sind als Deutungen dokumentiert) (!Es handelt sich eindeutig um C Dur) (!Der Song besitzt überhaupt keine tonale Harmonik) (!Alle Quellen nennen ausschließlich Es Dur)




Warum können etwa 85 und 170 BPM beide als Tempoangaben auftauchen? (Weil derselbe Puls in Halbzeit oder Doppelzeit gezählt werden kann) (!Weil zwei Sänger gleichzeitig verschiedene Tempi singen) (!Weil die Tonhöhe das Tempo verdoppelt) (!Weil Tuba und Bass immer gegeneinander spielen)




Welche Funktion hat das kurze Score-Material in diesem aiMOOC? (Es zeigt selbst erfundene Analysemodelle) (!Es reproduziert die vollständige Originalmelodie) (!Es ersetzt die offizielle Partitur) (!Es enthält den gesamten Song)




Welches zentrale Thema prägt den Songtext? (Selbstbild und Fremdwahrnehmung) (!Raumfahrt) (!Sportwettkampf) (!Historischer Krieg)




Was ist bei einem Vergleich von Studio und Livefassung methodisch richtig? (Hörbare Unterschiede am legalen Hörbeispiel überprüfen) (!Unterschiede ohne Hörquelle erfinden) (!Nur die Dateinamen vergleichen) (!Jede Livefassung automatisch für schneller halten)





Memory

Eric Bazilian Co-Autor und Co-Produzent
Desmond Child Tuba und Produktion
Rob Hyman Wurlitzer-E-Piano
Kenny Aronoff Schlagzeug
Hugh McDonald Bass
Obie O'Brien Mix und Engineering
George Marino Mastering





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Eigenwahrnehmung Textthema
Wurlitzer Klangfarbe
Vierviertelpuls Rhythmus
Radio Edit Fassungsvariante
Mastering Produktionsschritt





Kreuzworträtsel

Bazilian Wer ist neben Jon Bon Jovi als Co-Autor von „Ugly“ genannt?
Wurlitzer Welches elektrische Tasteninstrument spielte Rob Hyman?
Aronoff Wie lautet der Nachname des Schlagzeugers Kenny?
Philadelphia In welcher Stadt wurde der Song laut Credits geschrieben?
Mercury Bei welchem Label erschien die Single?
Tuba Welches tiefe Blechblasinstrument spielte Desmond Child?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
„Ugly“ erschien auf dem Soloalbum

. Der Song wurde von Jon Bon Jovi und Eric

geschrieben. Desmond Child ist bei der Aufnahme nicht nur Produzent, sondern auch als Spieler der

genannt. Rob Hyman spielte ein

Electric Piano. Für das Schlagzeug ist Kenny

ausgewiesen. Die Harmonik lässt sich zwischen A-Dur und der Paralleltonart

diskutieren. Der Song thematisiert besonders das Verhältnis von Selbstbild und

. Die Score-Beispiele in diesem aiMOOC sind bewusst selbst

und keine Transkription der Originalmelodie.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre die offizielle Studioaufnahme zweimal und notiere mindestens sechs unterschiedliche Klangquellen oder Klangschichten. Kennzeichne jeweils, wie sicher Du Dir bei der Zuordnung bist.
  2. Wortfeld Selbstbild: Erstelle ein Wortfeld zu Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Unsicherheit, Anerkennung und Perspektivwechsel, ohne weitere Originallyrics zu zitieren.
  3. Instrumentenkunde: Recherchiere die Funktionsweise von Wurlitzer-E-Piano, Tuba und Mundharmonika und erkläre, wie sich ihre Klangerzeugung unterscheidet.
  4. Musikvideoanalyse: Wähle drei Einstellungen aus dem offiziellen Musikvideo und beschreibe Bildausschnitt, Perspektive, Licht und mögliche Wirkung.


Standard

  1. Formdiagramm: Erstelle beim Hören ein Zeitdiagramm der Songform mit selbst gesetzten Abschnittsbezeichnungen und begründe jede Grenze akustisch.
  2. Tempovergleich: Prüfe mit Metronom, warum man den Puls ungefähr bei 85 oder doppelt bei 170 BPM empfinden kann, und erkläre den Unterschied zwischen Grundpuls und Doubletime-Zählung.
  3. Harmonieanalyse: Untersuche anhand der Akkorde Fis-Moll, E-Dur, D-Dur und A-Dur, warum sowohl A-Dur als auch Fis-Moll als tonales Bezugssystem wahrgenommen werden können.
  4. Produktionsrollen: Erstelle ein Schaubild vom Songwriting über Recording und Mix bis zum Mastering und ordne die belegten Personen aus den Credits zu.


Schwer

  1. A-B-Hörvergleich: Vergleiche eine legal zugängliche Radio-Edit- und Albumfassung. Markiere exakt, wo sich Dauer oder Form unterscheiden, und dokumentiere Deine Methode.
  2. Liveanalyse: Nutze eine offiziell erworbene oder legal gestreamte Livefassung von „Ugly“ und untersuche Phrasierung, Dynamik, Raumklang und Instrumentenbalance im Vergleich zur Studioaufnahme.
  3. Produktionsexperiment: Produziere mit eigenen Instrumenten oder lizenzfreien Sounds ein 30-sekündiges Pop-Rock-Arrangement, in dem ein ungewöhnliches Instrument ähnlich auffällig oder subtil eingesetzt wird wie die Tuba-Idee bei „Ugly“.
  4. Interpretationsessay: Schreibe einen argumentativen Text darüber, wie der Song aus einem negativ konnotierten Titel eine solidarische Botschaft entwickelt. Belege Deine Aussagen mit musikalischen Beobachtungen und höchstens sehr kurzen rechtlich zulässigen Textzitaten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Perspektivwechsel: Erkläre, wie die zentrale Aussage des Songs funktionieren würde, wenn statt eines solidarischen lyrischen Ichs eine distanzierte Erzählerfigur sprechen würde. Beziehe Textthema und Gesangsausdruck ein.
  2. Arrangementtransfer: Entwirf für denselben harmonischen Grundgedanken zwei Arrangements – eines als intime Akustikballade und eines als Stadionrock-Version – und begründe mindestens fünf unterschiedliche Produktionsentscheidungen.
  3. Tempo und Wahrnehmung: Erkläre an einem selbst gewählten Musikbeispiel, warum Halftime- und Doubletime-Zählungen unterschiedliche BPM-Zahlen erzeugen können, obwohl das Musikstück gleich bleibt.
  4. Quellenkritik: Zwei Datenbanken nennen A-Dur beziehungsweise Fis-Moll als Tonart. Entwickle ein Verfahren, mit dem Du hörend und harmonisch prüfen würdest, welche Deutung für einen bestimmten Abschnitt überzeugender ist.
  5. Urheberrecht und Analyse: Plane eine Unterrichtsseite zu einem anderen urheberrechtlich geschützten Popsong, die eine anspruchsvolle Analyse ermöglicht, ohne vollständige Lyrics oder vollständige Noten zu kopieren.
  6. Klangfarbenvergleich: Ersetze gedanklich die Tuba durch Cello, Synth-Bass oder Baritonsaxofon. Beschreibe für jede Variante, wie sich Gewicht, Assoziation und Mischbarkeit des Arrangements verändern könnten.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. die Entstehungs- und Veröffentlichungssituation von „Ugly“ quellenbasiert einordnen kannst,
  2. mindestens drei belegte Besonderheiten der konkreten Studioaufnahme benennen und erklären kannst,
  3. Stil, Harmonik, Rhythmus, Gesang, Instrumentierung, Arrangement, Produktion und Form voneinander unterscheiden kannst,
  4. die A-Dur-Fis-Moll-Mehrdeutigkeit und die 85-zu-170-BPM-Problematik fachlich erklären kannst,
  5. zentrale Textthemen und Bildsprache sinngemäß erschließen kannst, ohne den geschützten Liedtext zu vervielfältigen,
  6. zwischen belegter Tatsache, eigener Hörbeobachtung und Interpretation unterscheiden kannst,
  7. Quellen hinsichtlich Autorität, Aktualität und Aussagebereich kritisch vergleichen kannst,
  8. bei Medien, Noten und Lyrics urheberrechtlich verantwortungsvoll arbeitest,
  9. einen Transfer auf einen anderen Song oder eine eigene Produktion leisten kannst.




OERs zum Thema

Ein spezifischer deutschsprachiger Wikipedia-Artikel zum Song ist nicht in gleicher Ausführlichkeit verfügbar; deshalb wird hier der englischsprachige Artikel zum konkreten Lied eingebunden:

Zusätzlich sind die im Text verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien frei lizenziert oder gemeinfrei. Die jeweilige Lizenz ist auf der Dateibeschreibungsseite nachprüfbar.



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