Elton John - Candle in the Wind

Elton John - Candle in the Wind
Einleitung
Elton John – Candle in the Wind ist ein aiMOOC zur musikalischen, historischen, textlichen und produktionstechnischen Analyse der Original-Studioaufnahme von 1973 auf dem Doppelalbum Goodbye Yellow Brick Road. Im Mittelpunkt steht ausdrücklich diese Aufnahme; spätere Livefassungen, der Acoustic Remix von 2003 und die 1997 neu getextete und neu eingespielte Fassung werden nur vergleichend herangezogen.
Der Song entstand aus der langjährigen Arbeitsteilung zwischen Elton John als Komponist und Bernie Taupin als Textautor. Taupins Text nimmt Marilyn Monroe als Beispiel für Ruhm, Fremdbestimmung, Verletzlichkeit und den frühen Tod eines öffentlichen Idols. Musikalisch verbindet die Aufnahme eine zurückhaltende Pop-/Soft-Rock-Ballade mit Klavier, Gitarren, Bass, Schlagzeug und auffällig geschichteten Backgroundstimmen. Die Aufnahme wurde am 7. Mai 1973 im Château d’Hérouville in Frankreich begonnen und später in den Trident Studios in London fertiggestellt und gemischt.[1][2]

Das Bild zeigt Elton John bereits zwei Jahre vor der Aufnahme mit zwei Musikern, die auch bei Candle in the Wind eine zentrale Rolle spielen: Bassist Dee Murray und Schlagzeuger Nigel Olsson. Die Datei ist auf Wikimedia Commons unter CC BY-SA 2.0 freigegeben.[3]
Das eingebettete Hörbeispiel stammt vom offiziellen Elton-John-Kanal und enthält die 2014 remasterte Veröffentlichung der 1973er Studioaufnahme. Für die Analyse ist es sinnvoll, zuerst ohne Notizen zu hören und beim zweiten Durchgang gezielt auf Klavier, Gitarrenlinie, Backgroundstimmen, Bass und Schlagzeug zu achten.
Lernziele
Nach der Arbeit mit diesem aiMOOC kannst Du die Entstehung der Aufnahme in ihren zeitgeschichtlichen und produktionstechnischen Kontext einordnen, die Grundzüge von Melodie, Harmonik, Rhythmus, Gesang, Instrumentierung, Arrangement und Form beschreiben, zentrale Bilder des Textes sinngemäß deuten, unterschiedliche Fassungen hörend vergleichen und Quellen sowie Medien urheberrechtlich verantwortungsvoll nutzen.
Werksteckbrief
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Titel | Candle in the Wind |
| Interpret | Elton John |
| Musik | Elton John |
| Text | Bernie Taupin |
| Zentrale Aufnahme | Studioaufnahme von 1973 |
| Album | Goodbye Yellow Brick Road |
| Aufnahmedatum | 7. Mai 1973 |
| Aufnahmeort | Château d’Hérouville, Frankreich |
| Mix | Trident Studios, London |
| Produzent | Gus Dudgeon |
| Toningenieur | David Hentschel |
| Tonzentrum | E-Dur |
| Besetzung laut offizieller Musikerangabe | Elton John: Klavier und Gesang; Davey Johnstone: elektrische und akustische Gitarren sowie Backgroundgesang; Dee Murray: Bass und Backgroundgesang; Nigel Olsson: Schlagzeug und Backgroundgesang |
| Albumveröffentlichung | 5. Oktober 1973 |
| Britische Single | 1974 |
Die offizielle Elton-John-Seite bezeichnet die Aufnahme als Ballade in E-Dur und nennt eine zurückhaltende Klavierfigur sowie eine begleitende Gitarrenlinie als Grundelemente.[2] Das Album erschien am 5. Oktober 1973 und wurde von Gus Dudgeon produziert.[4]

Dieses Porträt ist auf Wikimedia Commons unter CC0 freigegeben und zeigt Elton John in unmittelbarer zeitlicher Nähe zur Entstehungsphase von Goodbye Yellow Brick Road.[5]
Entstehung und zeitgeschichtlicher Kontext
Das Albumprojekt begann zunächst mit einer Reise nach Kingston auf Jamaika. Elton John, Bernie Taupin, Produzent Gus Dudgeon, Toningenieur Ken Scott und die Band wollten dort aufnehmen. Die Arbeitsbedingungen erwiesen sich jedoch als ungeeignet, und die Sessions wurden abgebrochen. Einige Songs entstanden dennoch bereits in dieser Phase als Kompositionen oder Ideen.[1]
Vier Monate später traf sich das Team im Château d’Hérouville in Frankreich erneut. David Hentschel übernahm nun die technische Leitung. Am 7. Mai 1973 wurden dort die drei späteren Titel der ersten LP-Seite begonnen. Nach Hentschels Erinnerung könnte Elton John Candle in the Wind unmittelbar zuvor an einem Klavier im Frühstücksraum komponiert haben, nachdem Taupin den Text mitgebracht hatte. Diese Erinnerung ist eine zeitgenössisch rückblickende Aussage eines Beteiligten und deshalb wertvoll, aber nicht dasselbe wie ein minutiöses Studioprotokoll.[1]
Das Album war zunächst unter einem anderen Arbeitstitel geplant, der auf die vielen filmischen Motive verwies. Das ist für Candle in the Wind besonders wichtig: Der Text blickt auf eine berühmte Filmschauspielerin und zugleich auf das System von Starkult, Vermarktung und öffentlicher Erinnerung.
Marilyn Monroe, Ruhm und Erinnerung
Marilyn Monroe war 1962 im Alter von 36 Jahren gestorben. Elf Jahre später schrieb Taupin einen Text, der sie nicht nur als glamouröse Filmikone behandelt, sondern nach dem Menschen hinter dem öffentlichen Bild fragt. Die Anfangsworte „Goodbye, Norma Jean“ verweisen auf ihren Namen vor der Karriere. Dieses sehr kurze Originalzitat genügt, um die Perspektive des Songs zu erkennen; vollständige Lyrics werden hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht wiedergegeben.
Taupin erklärte später, der Song hätte für ihn auch von anderen früh verstorbenen Berühmtheiten handeln können. In einem Interview von 2023 sagte er zudem, dass er zunächst an den Schauspieler Montgomery Clift gedacht habe, bevor er Marilyn Monroe als stärker allgemein verständliche Figur wählte.[6] Ältere Darstellungen nennen außerdem andere Einflüsse auf die Titelmetapher. Für die Quellenkritik ist deshalb wichtig: Spätere Erinnerungen von Beteiligten können neue Details liefern, müssen aber als Erinnerungen und nicht als lückenlose Dokumentation behandelt werden.
Bernie Taupin schrieb den Text. Das Foto von David Shankbone ist auf Wikimedia Commons unter CC BY 3.0 veröffentlicht.[7]
Mindestens drei belegte Besonderheiten genau der 1973er Aufnahme
- Aufnahmetag und analoge Arbeitsweise: Die Studioarbeit begann am 7. Mai 1973 im Château d’Hérouville. Für die frühen Albumtracks wurde eine MCI-416-Konsole zusammen mit einer 16-Spur-Ampex-Bandmaschine verwendet. Nach den Grundspuren, Gitarren-Overdubs sowie Lead- und Backgroundgesängen im Château erfolgte die Fertigstellung und Mischung in den Trident Studios in London.[1]
- Davey Johnstones markante E-Gitarrenantwort: Die offizielle Elton-John-Seite berichtet, dass Davey Johnstone zunächst skeptisch gegenüber einer E-Gitarrenmelodie war, die am Ende der Refrains den Klavier-Hook aufgreift. Er spielte sie schließlich ein; gerade dieses kleine Echo wurde zu einem charakteristischen Detail der Aufnahme.[2]
- Mehrstimmige Backgroundvocals ohne Elton John: Davey Johnstone, Dee Murray und Nigel Olsson nahmen die mehrschichtigen Backgroundstimmen spätabends auf, ohne Elton John. Nigel Olssons Stimme bildet dabei die hohe Spitze des Satzes. Die Chorstimmen erscheinen überwiegend im Refrain, treten aber im dritten Vers zusätzlich außerhalb des Refrains hervor und steigern sich gegen Ende deutlich.[2]
- Verbindung zum Album-Opener: David Hentschel verwendete ein melodisches Motiv aus Candle in the Wind in seiner Synthesizer-Ouvertüre zu Funeral for a Friend. Dadurch ist das Lied nicht nur ein Einzelstück, sondern klanglich in die Dramaturgie des Doppelalbums eingebunden.[2]
Diese vier Punkte sind besonders ergiebig, weil sie nicht nur allgemeine Aussagen über den Song machen, sondern konkrete Merkmale der Aufnahme, ihres Produktionsprozesses und ihrer Stellung auf dem Album belegen.
Studiotechnik als Lerngegenstand

Die Aufnahme von Candle in the Wind entstand in einer Zeit, in der Mehrspurtechnik das getrennte Aufnehmen und spätere Mischen einzelner Klangschichten erlaubte. Das abgebildete MCI-Pult ist nicht das Originalgerät der Session, zeigt aber anschaulich die analoge Bedienlogik mit Kanälen, Fadern und VU-Metern.[8]

Auch dieses Bild zeigt nicht die konkrete Ampex-Maschine der Elton-John-Session, hilft aber dabei, das Prinzip von 16-Spur-Analogaufnahme zu verstehen: Mehrere Instrumente und Stimmen können auf getrennten Spuren aufgezeichnet, nachbearbeitet und beim Mix unterschiedlich gewichtet werden. Die Datei wurde vom Urheber weltweit in die Gemeinfreiheit entlassen.[9]
Musikalische Analyse
Stil und Genre
Candle in the Wind lässt sich als Pop- beziehungsweise Soft-Rock-Ballade beschreiben. Die Aufnahme verzichtet auf einen harten Rocksound und setzt stattdessen auf ein getragenes, transparentes Arrangement. Das Klavier bildet das harmonische Zentrum. Gitarre, Bass und Schlagzeug stabilisieren den Fluss, während die Backgroundstimmen besonders in den Refrains emotionale Dichte erzeugen.
Die Wirkung ist dabei nicht einfach „traurig“. E-Dur erzeugt eine relativ helle tonale Grundfarbe, während Text, Artikulation, Klangdichte und melodische Kontur Elegie und Nachdenklichkeit vermitteln. Gerade dieser Gegensatz ist für die Wirkung wichtig: Trauer entsteht nicht nur aus Mollharmonik.
Melodie und Harmonik
Das tonale Zentrum liegt in E-Dur.[2] Die Melodie ist stark textgebunden und arbeitet mit klaren, gut erinnerbaren Phrasen. Im Unterschied zu virtuosen Gesangslinien bleibt der melodische Gestus überwiegend kantabel und erzählerisch. Wiederholte Motive stabilisieren die Form, während der Refrain durch längere Spannungsbögen und eine stärker hervortretende Hook-Wirkung gegenüber den Strophen profiliert wird.
Harmonisch bleibt die Aufnahme überwiegend in einem funktional verständlichen E-Dur-Rahmen. Tonika, Dominantbeziehungen, subdominantische Bereiche und verwandte Nebenstufen erzeugen einen vertrauten Pop-Balladenklang. Die genaue vollständige Akkordfolge wird hier bewusst nicht als Noten- oder Leadsheet-Reproduktion wiedergegeben. Für die Analyse genügt es, zu hören, wie harmonische Spannung aufgebaut und jeweils wieder zum tonalen Zentrum geführt wird.
Rhythmus und Tempo
Der Song steht hörbar in einem geraden Vierviertel-Puls. Das Tempo wirkt mittig und ruhig genug für eine Ballade, aber nicht frei schwebend. Das Schlagzeug liefert einen stabilen Puls, ohne die Stimme zu überdecken. Bass und Schlagzeug bilden gemeinsam ein gleichmäßiges Fundament.
Wichtig ist der Vergleich zu späteren Solo-Livefassungen: Dort kann Elton John das Tempo flexibler dehnen. Die Studioaufnahme von 1973 wirkt dagegen stärker bandgebunden und metrisch stabil.
Gesang
Elton Johns Leadgesang ist erzählerisch, relativ direkt und emotional kontrolliert. Die Stimme trägt den Text, ohne die Aufnahme in eine opernhafte oder stark verzierte Richtung zu ziehen. Die Produktion verdichtet den Leadgesang stellenweise, während die Backgroundstimmen einen deutlich anderen Klangcharakter besitzen.
Besonders markant sind die von Davey Johnstone, Dee Murray und Nigel Olsson arrangierten Mehrfachstimmen. Sie bilden kein bloßes „Doppel“ des Leads, sondern eine eigene Klangschicht. Ihr Spektrum reicht laut offizieller Songbeschreibung von tiefen, an mehrstimmigen Popgesang erinnernden Farben bis zu einer hohen Stimme Olssons und einem deutlichen Crescendo im späteren Verlauf.[2]
Instrumentierung
Die belegte Kernbesetzung besteht aus Klavier und Leadgesang von Elton John, elektrischen und akustischen Gitarren von Davey Johnstone, Bass von Dee Murray, Schlagzeug von Nigel Olsson sowie den Backgroundstimmen von Johnstone, Murray und Olsson.[2]
Das Arrangement ist deshalb lehrreich, weil es mit relativ wenigen Grundinstrumenten arbeitet, aber durch Überlagerung, Dynamik, Gegenmelodien und Vokalharmonien eine große Ausdrucksspanne erreicht.
Arrangement
Zu Beginn dominiert ein ruhiger, transparenter Klang. Mit jeder Formrunde kann die Begleitung stärker als Ensemble wahrgenommen werden. Besonders wichtig sind die kleinen Antwortgesten zwischen Klavier und Gitarre sowie der gestaffelte Einsatz der Backgroundstimmen.
Die E-Gitarrenfigur nach den Refrains ist kein langes Solo. Sie funktioniert eher wie ein Echo des musikalischen Hauptgedankens. Dadurch wird ein Motiv wiedererkannt, ohne dass die Gesangsmelodie vollständig wiederholt werden muss.
Die Backgroundstimmen wirken als dramaturgischer Verstärker. Sie verbreitern den Refrain räumlich und emotional. Dass sie im dritten Vers ausnahmsweise auch außerhalb des Refrains auftauchen, verändert die Erwartung und bereitet die Schlusssteigerung vor.[2]
Produktion
Gus Dudgeon produzierte die Aufnahme, David Hentschel war Toningenieur.[4][2] Die Band nahm Grundspuren und Overdubs im Château d’Hérouville auf; der Mix wurde anschließend in den Trident Studios in London fertiggestellt.[1]
Produktion bedeutet hier mehr als „guter Klang“. Entscheidungen über Overdubs, das Verhältnis von Lead- und Backgroundgesang, die Position der Gitarrenantwort, die Dynamik der Schlusssteigerung und das Verhältnis von Klarheit und Dichte prägen die musikalische Form selbst.
Songform
Eine sinnvolle Hörgliederung der 1973er Studioaufnahme lautet:
- Intro
- Strophe 1
- Refrain
- kurzes instrumentales Zwischenspiel
- Strophe 2
- Refrain
- kurzes instrumentales Zwischenspiel
- Strophe 3
- Schlussrefrain und Ausklang
Die Form ist damit übersichtlich, aber nicht statisch. Wiederholung sorgt für Wiedererkennbarkeit; Instrumentation, Backgroundgesang und Dynamik sorgen dafür, dass die späteren Formteile intensiver wirken als die frühen.
Textthemen, Bildsprache und sinngemäße Übersetzung

Die titelgebende Kerze ist eine Metapher für ein Leben, das leuchtet, sichtbar ist und zugleich äußerlich gefährdet bleibt. Das Bild ist verständlich, weil eine Flamme hell und schön wirken kann, aber gegenüber Wind äußerst verletzlich ist. Das Foto ist auf Wikimedia Commons unter CC BY 2.0 veröffentlicht.[10]
Zentrale Themen
- Person und öffentliche Rolle: Der Text unterscheidet zwischen dem Menschen und der von Medien und Filmindustrie erzeugten Starfigur.
- Fremdbestimmung: Der Weg zum Ruhm wird nicht nur als Erfolg, sondern auch als Prozess des Anpassens, Umbenennens und Funktionierens dargestellt.
- Verletzlichkeit: Die Kerzenmetapher macht deutlich, dass öffentliche Sichtbarkeit keinen Schutz vor persönlicher Gefährdung bietet.
- Tod und Nachruhm: Der Song betrachtet, wie eine berühmte Person nach ihrem Tod weiterhin durch Bilder, Erzählungen und Vermarktung präsent bleibt.
- Distanz des Erzählers: Der Sprecher beansprucht keine persönliche Nähe. Gerade die Distanz macht deutlich, dass es um öffentliches Erinnern und Mitgefühl geht.
- Kritik am Starkult: Die Umgebung des Stars erscheint als System, das Aufmerksamkeit erzeugt und zugleich Druck ausübt.
Sinngemäße Übersetzung statt vollständiger Lyrics
Sinngemäß lässt sich der Text so erschließen: Der Sprecher verabschiedet sich von der Person hinter Marilyn Monroes öffentlichem Namen. Er beschreibt, wie andere Menschen und Institutionen an ihrem Image mitwirkten und wie Berühmtheit mit Druck verbunden war. Im Refrain wird ihr Leben mit einer Flamme verglichen, die sichtbar leuchtet, aber äußeren Kräften ausgesetzt ist. Später wird zwischen der realen Person und der nach ihrem Tod weiterlebenden Ikone unterschieden. Die Übersetzung bleibt bewusst eine Inhaltsparaphrase und ersetzt keine vollständige Übertragung des geschützten Songtextes.
Kurze selbst erstellte Analysebeispiele mit MediaWiki Extension:Score
Die folgenden Notenbeispiele sind keine Transkriptionen von Elton Johns Melodie, Begleitung oder Originalpartitur. Sie wurden ausschließlich für diesen aiMOOC neu erstellt und zeigen allgemeine musikalische Prinzipien, die Du beim Hören wiedererkennen kannst.
Score-Beispiel 1: funktionale E-Dur-Kadenz
Dieses selbst erstellte Modell zeigt nur das Prinzip von Spannung und Rückkehr in E-Dur. Es ist nicht die Akkordfolge des Songs.

Höre im Original darauf, wie E-Dur als tonales Zentrum immer wieder bestätigt wird. Versuche dabei nicht, das Modell Takt für Takt auf die Aufnahme zu übertragen; es geht nur um das Prinzip von Tonika, Wegbewegung, Spannung und Rückkehr.
Score-Beispiel 2: selbst erfundene zweistimmige Gegenbewegung
Dieses Beispiel veranschaulicht, wie zwei Stimmen durch unterschiedliche Bewegungsrichtungen einen breiteren Satzklang bilden können. Auch dieses Beispiel ist vollständig neu erstellt.

Übertrage das Prinzip auf die Backgroundvocals: Mehrstimmigkeit muss nicht bedeuten, dass alle Stimmen parallel dieselben Töne singen. Unterschiedliche Lagen und Stimmbewegungen können den Refrain räumlich größer erscheinen lassen.
Score-Beispiel 3: erfundenes Viertel-Achtel-Pulsmodell
Dieses kurze Modell dient nur dazu, einen stabilen Vierviertelpuls mit einer kleinen Unterteilung zu hören.

Klatsche dieses Modell und höre anschließend die 1973er Aufnahme. Frage Dich, wie stark der Song auf einem konstanten Bandpuls beruht und an welchen Stellen Gesang oder Instrumente darüber freier wirken.
Höranalyse der Originalaufnahme
Nutze das offizielle Hörbeispiel und notiere bei jedem Durchgang nur einen Schwerpunkt.
- Erster Durchgang – Gesamteindruck: Welche Stimmung entsteht, obwohl die Tonart Dur ist?
- Zweiter Durchgang – Klavier: Achte auf die Funktion des Klaviers als harmonisches und formales Fundament.
- Dritter Durchgang – Gitarre: Suche die kurzen Gitarrenantworten an den Refrainenden.
- Vierter Durchgang – Backgroundgesang: Wann treten die Mehrfachstimmen ein, wie verändern sie Dichte und Dynamik?
- Fünfter Durchgang – Rhythmusgruppe: Höre Bass und Schlagzeug getrennt von der Stimme.
- Sechster Durchgang – Form: Markiere Strophen, Refrains, Zwischenspiele und Schluss.
- Siebter Durchgang – Produktion: Achte auf räumliche Staffelung, Lautstärkeverlauf und die Verdichtung im letzten Drittel.
Vergleich mit Live- und Alternativfassungen
Hammersmith Odeon 1973
Diese offizielle Veröffentlichung dokumentiert eine Livefassung aus dem Hammersmith Odeon 1973. Im Vergleich zur Studioaufnahme hörst Du eine direktere Konzertatmosphäre. Timing, Artikulation und Balance entstehen unter Livebedingungen; kleine Unterschiede in Gesang, Dynamik und Bandzusammenspiel werden dadurch hörbar. Die Grundidee bleibt erkennbar, aber die Aufnahme wirkt weniger kontrolliert geschichtet als die Studiofassung.
Für einen A/B-Vergleich eignet sich besonders die Frage: Welche Wirkung entsteht im Studio durch Overdubs und Mehrspurproduktion, die live nur begrenzt reproduzierbar ist?
Sydney 1986: Solo-Piano statt Orchesterklang
Die 1986 in Sydney aufgezeichnete Version ist besonders interessant: Obwohl sie im Umfeld von Live in Australia with the Melbourne Symphony Orchestra erschien, spielte Elton John Candle in the Wind bei dieser Darbietung solo am Klavier. Laut offizieller Elton-John-Darstellung legten die Orchestermusiker ihre Instrumente beiseite und zündeten Kerzen an; der hörbare Applaus reagiert auf diese Bühnensituation.[2]
Hörbar verändert sich dadurch die musikalische Architektur: Es fehlen Bandfundament, Gitarrenantworten und der mehrschichtige Studioklang. Stattdessen rücken Stimme, Klavieranschlag, flexible Zeitgestaltung und Konzertatmosphäre in den Vordergrund. Die 1986 aufgezeichnete Livefassung erreichte später Platz 5 der britischen Singlecharts.[11]
Acoustic Remix 2003
Für die 30th-Anniversary-Ausgabe von Goodbye Yellow Brick Road erstellte Greg Penny 2003 eine spezielle akustische Mischung aus den vorhandenen Mehrspurbändern. Nach verbreiteter Dokumentation wurde dabei derselbe Leadgesang wie 1973 verwendet, während die Begleitung weitgehend entfernt und besonders Davey Johnstones akustische Gitarre sowie die ursprünglichen Backgroundstimmen hervorgehoben wurden.[12] Die offizielle Elton-John-Seite bestätigt, dass Greg Penny 2003 aus den Original-Multitracks eine spezielle Akustikmischung erstellte.[13]
Didaktisch ist diese Fassung besonders wertvoll: Wenn Klangschichten entfernt werden, lässt sich erkennen, welche Wirkung im Original durch Instrumentierung und Mix entsteht und welche Elemente bereits in Gesang und Gitarrenbegleitung angelegt sind.
Die Neufassung von 1997
Candle in the Wind 1997 ist nicht dieselbe Aufnahme wie die 1973er Version. Bernie Taupin schrieb einen neuen Text zum Tod von Diana, Princess of Wales; Elton John nahm die Fassung neu auf. Produzent war George Martin. Sie wurde 1997 nach Dianas Tod veröffentlicht und als Teil einer Doppel-A-Seite zu einem außergewöhnlich großen Verkaufserfolg.[14]
Guinness World Records führt die Veröffentlichung mit rund 33 Millionen verkauften Exemplaren als meistverkaufte physische Single seit Beginn der britischen und US-amerikanischen Singlecharts.[15]
Für die Analyse ist entscheidend: Die 1997er Version überträgt eine bereits bekannte musikalische Gestalt auf einen neuen historischen Traueranlass. Dadurch zeigt sie, wie stark Melodie, Form und kulturelle Erinnerung auch bei verändertem Text weiterwirken können.
Rezeption und Bedeutung im Werk Elton Johns
Die britische Originalsingle erreichte 1974 Platz 11 und blieb neun Wochen in den britischen Singlecharts.[16] Damit war die erste Singleveröffentlichung ein beachtlicher Erfolg, aber noch nicht der globale kulturelle Ausnahmefall, der mit der 1997er Neufassung entstand.
Goodbye Yellow Brick Road gehört zu Elton Johns zentralen Alben. Die offizielle Diskografie weist das Werk als erstes Doppelalbum aus und nennt unter anderem Candle in the Wind, Bennie and the Jets, Saturday Night’s Alright for Fighting und den Titelsong als besonders bekannte Titel.[4]
Die spätere Wirkung des Songs beruht auf mehreren Ebenen:
- Er ist ein Beispiel für die Zusammenarbeit von John und Taupin.
- Er verbindet Popmusik mit der Reflexion über Ruhm und Erinnerungskultur.
- Die 1973er Aufnahme zeigt exemplarisch, wie eine relativ kleine Bandbesetzung durch Mehrspurtechnik und Vokalarrangement groß wirken kann.
- Die Livegeschichte macht deutlich, wie ein Stück durch Reduktion auf Stimme und Klavier eine andere Wirkung erhält.
- Die 1997er Neufassung zeigt, wie ein bestehendes musikalisches Gerüst in einen neuen gesellschaftlichen Kontext gestellt werden kann.
Rechtssichere Medienarbeit und Urheberrecht
In diesem aiMOOC werden keine vollständigen urheberrechtlich geschützten Lyrics, keine vollständige Partitur und keine nachnotierte Originalmelodie wiedergegeben. Das einzige kurze Textzitat dient der Analyse und bleibt auf wenige Wörter beschränkt. Die deutschsprachige Inhaltserschließung ist eine sinngemäße Paraphrase.
Die Score-Beispiele wurden eigens für diesen aiMOOC erstellt und sind keine Transkription des Songs.
Bei den Bildern werden ausschließlich Wikimedia-Commons-Dateien mit dokumentierter freier Lizenz oder Gemeinfreiheit eingesetzt. Die jeweilige Lizenz und Urheberschaft wird in den Bildunterschriften beziehungsweise Quellen genannt.
Die eingebetteten Songbeispiele stammen vom offiziellen Elton-John-YouTube-Kanal beziehungsweise von offiziell bereitgestellten Veröffentlichungen. Es wird nicht versucht, Audio- oder Videodateien selbst zu kopieren oder neu zu hosten.
Quellen und Mediennachweise
- Elton John: Goodbye Yellow Brick Road – Recording.
- Elton John: Diamond Moments: Candle In The Wind.
- Elton John: Goodbye Yellow Brick Road – Discography.
- Elton John: Goodbye Yellow Brick Road – Release/Reception.
- Official Charts Company: Candle in the Wind.
- Official Charts Company: Candle in the Wind Live.
- Official Charts Company: Candle in the Wind 1997 / Something About the Way You Look Tonight.
- Guinness World Records: Best-selling physical single since charts began.
- Vanity Fair: Bernie Taupin interview, 2023.
- Wikipedia: Candle in the Wind.
- Wikimedia Commons: Elton John in concert in 1971.jpg, CC BY-SA 2.0.
- Wikimedia Commons: Elton John (cropped).jpg, CC0.
- Wikimedia Commons: Bernie Taupin 2011 Shankbone.JPG, CC BY 3.0.
- Wikimedia Commons: Candles flame in the wind-other.jpg, CC BY 2.0.
- Wikimedia Commons: Manta Sound Studio 3 MCI Recording Console.jpg, CC BY 2.0.
- Wikimedia Commons: Tascam-16Track.jpg, gemeinfrei.
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Elton John: Goodbye Yellow Brick Road – Recording, veröffentlicht 4.10.2013, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 Elton John: Diamond Moments: Candle In The Wind, veröffentlicht 16.11.2017, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Wikimedia Commons: Elton John in concert in 1971.jpg, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 Elton John: Goodbye Yellow Brick Road, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Wikimedia Commons: Elton John (cropped).jpg, CC0, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Vanity Fair: Bernie Taupin’s Journey From Teenage Neophyte to Consummate Rock Insider, Interview 2023, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Wikimedia Commons: Bernie Taupin 2011 Shankbone.JPG, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Wikimedia Commons: Manta Sound Studio 3 (1983) MCI Recording Console.jpg, CC BY 2.0, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Wikimedia Commons: Tascam-16Track.jpg, gemeinfrei, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Wikimedia Commons: Candles flame in the wind-other.jpg, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Official Charts Company: Candle in the Wind Live, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Wikipedia: Candle in the Wind, Abschnitt 2003 acoustic remix, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Elton John: Goodbye Yellow Brick Road – Release/Reception, veröffentlicht 4.10.2013, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Official Charts Company: Something About the Way You Look/Candle, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Guinness World Records: Best-selling physical single since charts began, abgerufen 18.9.2026.
- ↑ Official Charts Company: Candle in the Wind, abgerufen 18.9.2026.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welcher Tonart steht die 1973er Originalaufnahme laut offizieller Elton-John-Dokumentation? (E-Dur) (!e-Moll) (!C-Dur) (!A-Moll)
Wo wurde die zentrale Studioaufnahme im Mai 1973 aufgenommen? (Château d’Hérouville) (!Abbey Road Studios) (!Sunset Sound) (!Hansa Studios)
Wer schrieb den Text von Candle in the Wind? (Bernie Taupin) (!Gus Dudgeon) (!David Hentschel) (!Nigel Olsson)
Wer produzierte die 1973er Aufnahme? (Gus Dudgeon) (!George Martin) (!David Hentschel) (!Dee Murray)
Welche Rolle hatte Davey Johnstone bei der Aufnahme unter anderem? (Gitarren und Backgroundgesang) (!Nur Schlagzeug) (!Nur Bass) (!Nur Orchesterleitung)
Was ist eine belegte Besonderheit der Backgroundvocals der 1973er Aufnahme? (Sie wurden von Johnstone Murray und Olsson ohne Elton John aufgenommen) (!Sie wurden ausschließlich von einem Kinderchor gesungen) (!Sie stammen aus einer späteren Liveaufnahme) (!Sie bestehen nur aus einer einzigen ungedoppelten Stimme)
Welche Technik prägte die frühen Albumaufnahmen im Château? (Analoge Mehrspuraufnahme) (!Direkte digitale Zweikanalaufnahme) (!Ausschließliche Liveübertragung ohne Tonband) (!Computergestützte MIDI-Produktion)
Was kennzeichnet die 1986 in Sydney aufgezeichnete Fassung besonders? (Elton John spielt den Song solo am Klavier) (!Sie ist ein Duett mit Bernie Taupin) (!Sie enthält die 1997 neu geschriebenen Lyrics) (!Sie wurde ohne Gesang aufgeführt)
Warum ist die Version von 1997 nicht einfach dieselbe Aufnahme wie 1973? (Sie wurde mit neuem Text neu aufgenommen) (!Sie ist nur eine schnellere Abspielgeschwindigkeit der alten Aufnahme) (!Sie besteht aus demselben Mix mit verändertem Titel) (!Sie ist ausschließlich ein Instrumentalremix)
Welche Aussage beschreibt den Umgang dieses aiMOOCs mit geschütztem Material richtig? (Es nutzt nur kurze Zitate und selbst erstellte Score-Beispiele) (!Es druckt den vollständigen Songtext ab) (!Es notiert die komplette Originalmelodie) (!Es stellt eine vollständige Partitur bereit)
Memory
| Château d’Hérouville | Studio der Aufnahme |
| Gus Dudgeon | Produzent |
| David Hentschel | Toningenieur |
| Davey Johnstone | Gitarren und Backgroundgesang |
| Dee Murray | Bass und Backgroundgesang |
| Nigel Olsson | Schlagzeug und hohe Backgroundstimme |
| Bernie Taupin | Textautor |
| E-Dur | Tonales Zentrum |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion in der 1973er Aufnahme |
|---|---|
| Klavier | Harmonisches Fundament und Begleitung |
| E-Gitarre | Kurze melodische Antwort nach Refrains |
| Backgroundvocals | Mehrstimmige klangliche Verdichtung |
| Bass | Tiefe harmonisch-rhythmische Grundlage |
| Schlagzeug | Stabiler Bandpuls |
Kreuzworträtsel
| Herouville | In welchem französischen Ort beziehungsweise Studioanwesen entstand die Aufnahme? |
| Taupin | Wie lautet der Nachname des Textautors? |
| Dudgeon | Wie lautet der Nachname des Produzenten? |
| Klavier | Welches Instrument bildet das harmonische Zentrum der Aufnahme? |
| Metapher | Welcher sprachliche Begriff beschreibt die Kerze im Wind als Bild für ein verletzliches Leben? |
| Ballade | Welcher Form des Pop- und Soft-Rock lässt sich der Song besonders gut zuordnen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre die 1973er Aufnahme zweimal und notiere beim zweiten Durchgang fünf Stellen, an denen sich Klangdichte oder Dynamik hörbar verändern.
- Bildsprache: Gestalte ein eigenes Bild zur Metapher einer gefährdeten Flamme. Verwende keine geschützten Fotos oder Songtexte und erkläre Deine Symbolwahl.
- Instrumentenkunde: Erstelle eine grafische Besetzungskarte mit Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Leadgesang und Backgroundstimmen.
- Sinngemäße Übersetzung: Fasse jede Strophe und jeden Refrainbereich in eigenen deutschen Sätzen zusammen, ohne Originalzeilen zu übersetzen oder zu kopieren.
Standard
- Versionenvergleich: Vergleiche die Studioaufnahme von 1973 mit der Hammersmith-Livefassung. Untersuche mindestens Rhythmus, Gesang, Klangdichte und Gitarrenfunktion.
- Studiotechnik: Recherchiere, wie analoge 16-Spur-Aufnahme funktioniert, und erkläre, warum sie für getrennte Vocal- und Gitarren-Overdubs wichtig war.
- Vokalarrangement: Zeichne ein Diagramm, das zeigt, wann Lead- und Backgroundstimmen ungefähr auftreten. Nutze Zeitabschnitte, aber keine ausgeschriebenen Lyrics.
- Mediencheck: Prüfe die in diesem aiMOOC verwendeten Commons-Dateien auf Urheber, Lizenz und Wiederverwendungsbedingungen und formuliere für jede Datei eine korrekte Attribution.
Schwer
- Produktionsanalyse: Entwirf einen Plan, wie Du mit sechs bis acht Spuren eine eigene Ballade aufnehmen würdest, deren Refrain durch Mehrfachstimmen wächst. Verwende ausschließlich eigenes musikalisches Material.
- Rezeptionsgeschichte: Untersuche, wie sich die gesellschaftliche Bedeutung des Songs zwischen 1973, der Livephase der 1980er Jahre und 1997 verändert hat. Trenne dabei musikalische Wirkung, Medienereignis und Verkaufszahlen.
- Arrangementvergleich: Analysiere, welche Informationen über die Originalproduktion durch die reduzierte Acoustic-Mix-Idee von 2003 hörbar werden. Formuliere Hypothesen darüber, was beim Entfernen einzelner Spuren verloren geht oder deutlicher wird.
- Popmusik und Erinnerungskultur: Entwickle eine Präsentation darüber, wie Popmusik öffentliche Erinnerung an verstorbene Personen prägen kann. Vergleiche Candle in the Wind mit mindestens einem weiteren selbst gewählten Beispiel und achte auf Quellenkritik.


Lernkontrolle
- Transfer Höranalyse: Du hörst eine unbekannte Ballade mit Klavier, Band und mehrstimmigem Refrain. Erkläre, mit welchen Kriterien Du untersuchen würdest, ob die Backgroundstimmen nur verdoppeln oder eine eigenständige Arrangementfunktion haben.
- Produktion und Wirkung: Begründe, wie sich die emotionale Wirkung verändern kann, wenn eine Mehrspur-Studioaufnahme auf eine Solo-Klavierfassung reduziert wird. Beziehe Klangdichte, Timing und Raumwirkung ein.
- Text und Medienkritik: Übertrage das Thema „Mensch hinter dem öffentlichen Image“ auf eine heutige Form von Prominenz in sozialen Medien. Zeige mindestens zwei Parallelen und zwei Unterschiede.
- Harmonik und Ausdruck: Erkläre, warum ein nachdenklicher oder trauriger Song nicht zwingend in Moll stehen muss. Nutze Candle in the Wind als Ausgangspunkt und entwickle ein eigenes Beispiel.
- Quellenkritik: Zwei spätere Interviews eines Songwriters widersprechen sich in Einzelheiten zur Inspiration eines Songs. Beschreibe, wie Du wissenschaftlich sauber damit umgehen würdest.
- Urheberrechtlicher Transfer: Plane eine Unterrichtsfolie zur Melodieanalyse eines geschützten Songs, ohne vollständige Lyrics oder eine vollständige Melodietranskription zu verwenden. Begründe Deine Materialauswahl.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten aufzählst, sondern musikalische Wahrnehmung begründet mit Fachbegriffen beschreibst.
- Du kannst die 1973er Studioaufnahme klar von Livefassungen, Remix und 1997er Neufassung unterscheiden.
- Du kennst Aufnahmeort, zentrale Beteiligte und grundlegende Produktionstechnik.
- Du kannst mindestens drei konkret belegte Besonderheiten der 1973er Aufnahme erläutern.
- Du kannst Stil, Tonzentrum, Rhythmus, Gesang, Instrumentierung, Arrangement, Produktion und Form beschreiben.
- Du kannst die Kerzenmetapher und weitere Textthemen sinngemäß deuten, ohne den vollständigen Text zu reproduzieren.
- Du kannst hörbare Unterschiede zwischen Studio- und Livefassung mit musikalischen Kriterien erklären.
- Du kannst Quellen nach Autor, Institution, Aktualität und Belegkraft unterscheiden.
- Du kannst frei lizenzierte Medien korrekt nachnutzen und zwischen Lizenz, Gemeinfreiheit und bloßer Online-Verfügbarkeit unterscheiden.
- Du kannst eigene Score-Beispiele so gestalten, dass sie musikalische Prinzipien erklären, ohne eine geschützte Originalpartitur zu kopieren.
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