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M5 E - Multiplikation und Division modellieren

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M5 E - Multiplikation und Division modellieren




Einleitung

M5 E - Multiplikation und Division modellieren richtet sich an Lernende der Klasse 5 auf E-Niveau. In diesem aiMOOC lernst Du nicht nur, Multiplikations- und Divisionsaufgaben auszurechnen. Du entscheidest selbstständig, welches mathematische Modell zu einer Situation passt, stellst mehrschrittige Rechenwege übersichtlich dar, prüfst Ergebnisse und erklärst, was ein Rest oder ein Ergebnis in der Wirklichkeit bedeutet.

Im Mittelpunkt steht immer der Weg

1. Situation verstehen 2. Modell wählen 3. Rechnen 4. Prüfen 5. Interpretieren
Was ist gegeben?
Was ist gesucht?
Multiplikation, Division, Tabelle, Fläche, Zahlengerade, Skizze oder Maßstab? oder :
ein- oder mehrschrittig
Überschlag, Umkehraufgabe, Einheit Was bedeutet das Ergebnis im Sachzusammenhang?

Merke: Eine Rechenaufgabe ist noch keine vollständige Modellierung. Erst wenn Du erklärst, warum Dein Rechenweg zur Situation passt und was das Ergebnis bedeutet, ist das mathematische Modell vollständig.

Eine Verpackung ist ein gutes Modellierungsobjekt: Du kannst gleiche Stückzahlen vervielfachen, Waren auf Kartons verteilen, Restmengen untersuchen und aus Maßen Flächen bestimmen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. Multiplikation als Zusammenfassen gleich großer Gruppen, als rechteckige Anordnung, als Skalierung und als Zusammenhang in Tabellen nutzen.
  2. Division als Aufteilen und als Abmessen verstehen.
  3. in Sachproblemen selbst entscheiden, ob oder : sinnvoll ist.
  4. mehrschrittige Probleme mit natürlichen Zahlen planen und lösen.
  5. einen Rest passend zur Situation als Restmenge, zusätzliche Gruppe oder unzulässige Lösung interpretieren.
  6. Ergebnisse durch Überschlag, Umkehraufgabe und Größenvergleich prüfen.
  7. Modelle mit Flächen, Maßstäben, Tabellen, Zahlengeraden und Verpackungen begründen.
  8. erklären, warum verschiedene Modelle zur gleichen Rechnung führen können.


Multiplikation modellieren


Gleiche Gruppen

Wenn mehrere Gruppen gleich viele Elemente enthalten, kann Multiplikation ein geeignetes Modell sein.

Beispiel: In einem Lager stehen 18 Kartons. In jedem Karton liegen 24 Hefte.

1824=432

Bedeutung Zahl
Anzahl der Gruppen 18 Kartons
Elemente je Gruppe 24 Hefte
Gesamtzahl 1824=432 Hefte

Begründung des Modells: Jeder Karton enthält dieselbe Anzahl Hefte. Die Größe 24 wird also 18-mal genommen.


Rechteckige Anordnungen und Flächenmodelle

Multiplikation kann als rechteckige Anordnung dargestellt werden. Bei 1728 kannst Du ein Rechteck in leichter berechenbare Teilflächen zerlegen:

1728=17(20+8)

=1720+178

=340+136

=476

20 8 zusammen
17 1720=340 178=136 476

Das Flächenmodell macht das Distributivgesetz sichtbar:

a(b+c)=ab+ac

Modellierungsfrage: Eine Aula hat 17 Sitzreihen mit je 28 Stühlen. Warum passt dasselbe Rechtecksmodell wie bei einer Fläche, obwohl die Stühle selbst keine lückenlose Fläche bilden?

Antwortidee: Entscheidend ist die rechteckige Anordnung in gleich langen Reihen. Das Modell beschreibt die Struktur der Anordnung, nicht die Form eines einzelnen Stuhls.


Stellenwertmodell der Multiplikation

Beim Multiplizieren größerer Zahlen hilft das Stellenwertsystem. Zum Beispiel:

3264=(300+20+6)4

=1200+80+24=1304

Stellenwert Zerlegung vierfacher Wert
Hunderter 300 1200
Zehner 20 80
Einer 6 24
Gesamt 326 1304

Interaktives Stellenwertmodell:

Verändere die Zahl. Beobachte, wie jeder Stellenwert zum Gesamtwert beiträgt. Übertrage anschließend 2143 und 4076 in eine Stellenwertzerlegung.


Multiplikation auf der Zahlengeraden

Auf der Zahlengeraden kann 67 als sechs gleich große Sprünge der Länge 7 verstanden werden:

071421283542

Damit wird sichtbar:

67=42

Dynamische Zahlengerade:

Stelle verschiedene Start- und Endwerte ein. Plane zuerst die Sprünge und beschreibe danach, welche Multiplikations- oder Divisionsaufgabe zu Deiner Darstellung passt.


Multiplikation in Tabellen erkennen

Eine Tabelle kann einen multiplikativen Zusammenhang darstellen.

Anzahl Kartons 1 2 3 5 10
Flaschen 24 48 72 120 240

Der Zusammenhang lautet:

Flaschenzahl=24Kartonszahl

Wenn sich die Kartonzahl verdoppelt, verdoppelt sich auch die Flaschenzahl.

Wichtig: Nicht jede Tabelle ist automatisch multiplikativ. Prüfe, ob immer derselbe Faktor gilt.


Division modellieren


Zwei Bedeutungen der Division

Bei Division musst Du unterscheiden:

Modell Leitfrage Beispiel Rechnung
Aufteilen Wie viel erhält jede Gruppe? 156 Aufkleber werden gleichmäßig auf 12 Kinder verteilt. 156:12=13
Abmessen Wie viele Gruppen einer bestimmten Größe entstehen? 156 Aufkleber werden zu Päckchen mit je 12 Stück gebündelt. 156:12=13

Die Rechnung ist gleich, aber die Bedeutung von Dividend, Divisor und Quotient ist unterschiedlich.

Dividend:Divisor=Quotient


Division auf der Zahlengeraden

Bei 42:7 kannst Du fragen: Wie viele Sprünge der Länge 7 sind nötig, um von 0 bis 42 zu gelangen?

071421283542

Es sind 6 Sprünge:

42:7=6

Interaktive Division auf der Zahlengeraden:

Verändere Dividend und Divisor. Schätze den Quotienten zuerst und prüfe dann mit der Darstellung.


Division im Stellenwertmodell

Beispiel:

843000:100=8430

Beim Teilen durch 100 wird der Wert jedes Stellenwerts durch 100 geteilt.

Interaktive Stellenwertaufgaben zur Division:

Beschreibe nicht nur, dass sich Ziffern verschieben, sondern erkläre den Wert: Aus 800000 werden bei Division durch 100 genau 8000.


Division mit Rest

Nicht jede Menge lässt sich ohne Rest in gleich große Gruppen teilen.

Beispiel:

386:24=16 Rest 2

Denn:

1624=384

und

386=384+2

Die reine Rechenantwort lautet also 16 Rest 2. In Sachproblemen kann die passende Antwort aber unterschiedlich sein.

Situation Mathematisches Ergebnis Sinnvolle Interpretation
386 Flaschen werden in volle Kisten zu je 24 Flaschen gepackt. 16 R 2 16 volle Kisten und 2 einzelne Flaschen
Alle 386 Flaschen müssen in Kisten zu höchstens 24 Flaschen transportiert werden. 16 R 2 Es werden 17 Kisten benötigt.
386 Punkte werden gleichmäßig auf 24 Teams verteilt; nur ganze Punkte sind erlaubt. 16 R 2 Jedes Team erhält 16 Punkte; 2 Punkte bleiben übrig.
Eine 386 cm lange Leiste wird in 24 cm lange Stücke gesägt. 16 R 2 Es entstehen 16 vollständige Stücke und 2 cm Rest.

E-Niveau: Du musst den Rest nicht nur berechnen, sondern passend zum Kontext deuten.


Video: Schriftliches Dividieren mit Rest

Nutze das Video als Rechenhilfe. Im Modellierungsproblem kommt danach noch ein zusätzlicher Schritt: Prüfe, ob der Rest als Restmenge stehen bleiben darf oder ob aufgerundet werden muss.


Zwischen Multiplikation und Division entscheiden

Eine gute Modellierungsentscheidung entsteht nicht durch einzelne Signalwörter. Das Wort „je“ kann zum Beispiel sowohl bei Multiplikation als auch bei Division vorkommen. Entscheidend ist der Zusammenhang zwischen den Größen.

Frage an die Situation Typisches Modell
Mehrere gleich große Gruppen sind gegeben. Gesucht ist die Gesamtzahl. Multiplikation
Eine Gesamtmenge und die Anzahl der Gruppen sind gegeben. Gesucht ist die Gruppengröße. Division durch Aufteilen
Eine Gesamtmenge und die Gruppengröße sind gegeben. Gesucht ist die Anzahl der Gruppen. Division durch Abmessen
Eine Länge wird mit einem Maßstabsfaktor vergrößert. Multiplikation
Eine reale Länge wird auf eine Zeichnung verkleinert. Division
Eine rechteckige Anordnung besitzt Zeilen und Spalten. Multiplikation


Entscheidungsroutine

Schritt Frage Beispiel
1 Welche Größen kenne ich? 14 Klassen, 27 Lernende je Klasse
2 Welche Größe suche ich? Gesamtzahl der Lernenden
3 Wie hängen die Größen zusammen? 14 gleich große Gruppen mit je 27
4 Welche Operation modelliert den Zusammenhang? 1427
5 Ist das Ergebnis plausibel? 1430420, also muss das genaue Ergebnis etwas kleiner sein.
6 Was bedeutet das Ergebnis? Zahl der Lernenden


Mehrschrittige Sachprobleme


Modellierungsproblem 1: Schulfest und Getränkekisten

Für ein Schulfest kommen 14 Klassen mit jeweils 27 Lernenden. Für jeweils 8 Lernende soll eine Getränkekiste bereitstehen. Wie viele Kisten werden mindestens benötigt?

Schritt 1: Gesamtzahl bestimmen

1427=378

Schritt 2: In Gruppen zu 8 aufteilen

378:8=47 Rest 2

Schritt 3: Rest interpretieren

47 Kisten reichen nur für

478=376

Lernende. Zwei Lernende wären nicht versorgt. Deshalb wird eine zusätzliche Kiste benötigt.

Antwort: Es werden mindestens 48 Getränkekisten benötigt.

Modellgleichung:

14278=48

Das Zeichen   bedeutet hier: auf die nächste ganze Kiste aufrunden.


Modellierungsproblem 2: Verpackungsstraße

Eine Maschine verpackt 36 kleine Schachteln pro Minute. Jede Versandkiste enthält 24 kleine Schachteln. Wie viele vollständige Versandkisten können in 15 Minuten gefüllt werden?

Schritt 1: produzierte Schachteln

3615=540

Schritt 2: Versandkisten

540:24=22 Rest 12

Interpretation: Es können 22 vollständige Versandkisten gefüllt werden. 12 kleine Schachteln bleiben übrig.

Kontrolle:

2224+12=540


Modellierungsproblem 3: Rechteckige Fläche

Ein Schulhofbereich wird mit 18 Reihen zu je 25 Platten belegt. Eine Platte bedeckt 4dm2. Wie groß ist die gesamte bedeckte Fläche?

Schritt 1: Zahl der Platten

1825=450

Schritt 2: Fläche

4504dm2=1800dm2

Da

100dm2=1m2

gilt:

1800dm2=18m2

Antwort: Die bedeckte Fläche ist 18m2 groß.

Modellkontrolle: Erst wird die Anzahl der Platten berechnet, danach die Fläche aller Platten. Die beiden Multiplikationen modellieren zwei verschiedene Beziehungen.


Modellierungsproblem 4: Maßstab

Auf einem Plan ist eine Strecke 6cm lang. Der Maßstab ist 1:500.

Das bedeutet:

1cm im Plan=500cm in Wirklichkeit

Also:

6500=3000cm

und

3000cm=30m

Antwort: Die wirkliche Strecke ist 30m lang.

Umgekehrte Frage: Eine reale Strecke ist 45m lang. Wie lang ist sie im Plan bei 1:500?

Zuerst gleiche Einheit:

45m=4500cm

Dann verkleinern:

4500:500=9

Die Planlänge beträgt 9cm.

Dynamische Maßstabsdarstellung:

Ziehe und drehe das Lineal. Verändere die Länge und begründe jeweils, ob Du für den Weg von der Zeichnung zur Wirklichkeit multiplizieren oder dividieren musst.


Modellierungsproblem 5: Tabelle mit verborgenem Faktor

Anzahl Pakete 3 5 8 12
Masse in kg 18 30 48 72

Gesucht ist die Masse eines Pakets.

Aus 3 Paketen und 18kg folgt:

18:3=6

Ein Paket wiegt also 6kg.

Damit gilt allgemein:

Masse=6Paketanzahl

Prüfung:

126=72

Die Tabelle beschreibt einen multiplikativen Zusammenhang mit dem konstanten Faktor 6.


Modellieren mit Verpackungen und 3D-Körpern

Ein quaderförmiger Karton eignet sich für mehrere mathematische Modelle. Seine Kantenlängen können vervielfacht, Flächen berechnet und Packanordnungen untersucht werden.

Beispiel: In eine Lage passen 4 Reihen mit je 6 kleinen Schachteln.

46=24

Es werden 5 gleiche Lagen gestapelt:

245=120

Damit passen 120 kleine Schachteln in den Karton.

Modellgleichung:

465=120

Faltbarer und veränderbarer Quader:

Verändere Länge, Breite und Höhe. Überlege bei jeder Einstellung, welche Produkte für eine Lage und für mehrere Lagen entstehen.

Rotierbare 3D-Netze und Körper:

Untersuche, wie Rechtecke ein Quadernetz bilden. Formuliere anschließend eine Packaufgabe, in der drei Faktoren vorkommen.


Bruchdarstellungen als Division verstehen

Auch wenn hier vor allem mit natürlichen Zahlen gerechnet wird, hilft eine Bruchdarstellung beim Verständnis der Division.

3:4=34

Drei Ganze werden auf vier gleich große Anteile verteilt. Jeder Anteil hat die Größe 34.

Bewegliche Bruchdarstellung:

Verschiebe die Regler. Beschreibe anschließend in eigenen Worten, wie Division und Bruchschreibweise zusammenhängen.

Wichtig für Klasse 5: Ein Rest kann in einem Sachproblem als Rest stehen bleiben, aufgerundet werden oder später als Bruch beziehungsweise Dezimalzahl weiterverarbeitet werden. Welche Darstellung sinnvoll ist, entscheidet die Situation.


Diagramme als Modellierungswerkzeug

Diagramme können zeigen, wie sich Ergebnisse verändern, wenn ein Faktor verändert wird.

Beispiel: Eine Klasse sammelt jede Woche gleich viele Pfandflaschen.

Wochen 1 2 3 4 5
Flaschen bei 18 Flaschen pro Woche 18 36 54 72 90

Das Modell lautet:

F(w)=18w

Interaktive Diagrammdarstellung:

Verändere Werte und beschreibe, wie sich eine Verdopplung oder Halbierung in der Höhe der Balken zeigt.


Visuelle Schritt-für-Schritt-Erklärungen


Schriftliches Multiplizieren als Stellenwertprozess

Beispiel:

24336

Zerlege 36 in 30+6:

24336=24330+2436

24330=7290

2436=1458

7290+1458=8748

Schritt Rechnung Bedeutung
1 2436=1458 sechs Gruppen mit 243
2 24330=7290 drei Zehnergruppen mit 243
3 1458+7290=8748 Teilprodukte zusammenfassen
4 24336=8748 Produkt


Schriftliches Dividieren als wiederholtes Bündeln

Beispiel:

936:24

Schätze zuerst:

2440=960

Der Quotient liegt also knapp unter 40.

Prüfe:

2439=936

Daher:

936:24=39

Modellprüfung: Ein Ergebnis von 390 wäre unplausibel, weil schon 2440 ungefähr 936 ergibt.


Überschlag und Ergebnisprüfung

Ein mathematisches Modell ist stärker, wenn Du Dein Ergebnis kontrollierst.

Prüfmethode Beispiel
Überschlag 1983120030=6000
Umkehraufgabe Wenn 3624=864, dann muss 864:24=36 sein.
Größenvergleich Beim Teilen einer positiven natürlichen Zahl durch eine Zahl größer als 1 wird das Ergebnis kleiner.
Einheit prüfen 6500cm=3000cm, nicht 3000m.
Rest prüfen Bei a:b=q R r muss 0r<b gelten.

Restbedingung:

a=bq+r

mit

0r<b

Beispiel:

386=2416+2


Typische Denkfehler

Denkfehler Warum problematisch? Bessere Strategie
„Bei dem Wort je muss ich immer malnehmen.“ „je“ kann auch in Divisionssituationen stehen. Zusammenhang der Größen beschreiben.
Rest einfach ignorieren Im Alltag kann eine zusätzliche Gruppe nötig sein. Rest im Kontext deuten.
Ergebnis ohne Einheit angeben Die Bedeutung bleibt unklar. Einheit in Rechnung und Antwort prüfen.
Maßstab ohne Einheitenumrechnung rechnen Verschiedene Einheiten führen zu falschen Ergebnissen. Vor dem Rechnen gleiche Einheit herstellen.
Nur schriftlich rechnen, ohne Überschlag Tippfehler bleiben unbemerkt. Größenordnung vorher schätzen.
Jede Zahl aus dem Text verwenden Manche Angaben können überflüssig sein. Gegeben, gesucht und Zusammenhang trennen.


Interaktive Modellierungsstationen


Station 1: Verpackungsdetektiv

Eine Lieferung enthält 725 Dosen. In eine Kiste passen 24 Dosen.

  1. Berechne 725:24.
  2. Bestimme die Zahl vollständig gefüllter Kisten.
  3. Bestimme die Restmenge.
  4. Entscheide, wie viele Kisten für den Transport aller Dosen benötigt werden.
  5. Begründe, warum zwei verschiedene Antworten sinnvoll sein können.


Station 2: Flächenmodell bauen

Stelle 2317 als zerlegtes Rechteck dar.

Eine mögliche Zerlegung ist:

2317=(20+3)(10+7)

Berechne die vier Teilprodukte und setze sie wieder zusammen.

10 7
20 2010 207
3 310 37


Station 3: Maßstab rückwärts

Ein rechteckiger Spielplatz ist in einer Zeichnung 8cm lang und 5cm breit. Der Maßstab ist 1:250.

Berechne zuerst die wirklichen Seitenlängen.

8250=2000cm=20m

5250=1250cm=12,5m

Erst danach kannst Du die reale Fläche berechnen:

20m12,5m=250m2

E-Niveau-Frage: Warum darfst Du die Planfläche 85=40cm2 nicht einfach mit 250 multiplizieren, um die reale Fläche zu erhalten?

Hinweis: Beide Seitenlängen werden mit 250 multipliziert. Für die Fläche wirkt der Faktor daher zweimal.


Station 4: Eigene Modellentscheidung

Ordne nicht sofort eine Rechenart zu. Schreibe zuerst in einem Satz, wie die Größen zusammenhängen.

Situation Deine Modellbegründung Rechnung
16 Tische mit je 6 Plätzen
384 Karten auf 16 gleich große Stapel
384 Karten in Stapel zu je 16 Karten
Eine Planstrecke wird im Maßstab 1:1000 in die Wirklichkeit übertragen.
Eine reale Strecke wird für denselben Maßstab verkleinert.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wann ist Multiplikation ein passendes Modell? (Mehrere gleich große Gruppen sind gegeben und die Gesamtzahl wird gesucht.) (!Eine Gesamtmenge soll gleichmäßig auf Gruppen verteilt werden.) (!Ein Rest soll interpretiert werden.) (!Eine Gesamtmenge und eine Gruppengröße sind gegeben und die Gruppenanzahl wird gesucht.)




Was bedeutet 386 geteilt durch 24 gleich 16 Rest 2 bei vollen Kisten? (Es gibt 16 volle Kisten und 2 einzelne Stücke.) (!Es gibt genau 16 Stücke.) (!Es gibt 24 volle Kisten und 16 einzelne Stücke.) (!Es bleiben 16 Stücke übrig.)




Wie viele Kisten werden mindestens benötigt, wenn 386 Stück vollständig transportiert werden sollen und 24 Stück in eine Kiste passen? (17) (!16) (!18) (!24)




Welche Rechnung passt zu 18 Reihen mit je 25 Platten? (18 mal 25) (!25 geteilt durch 18) (!18 geteilt durch 25) (!18 plus 25 geteilt durch 2)




Welche Rechnung bestimmt bei einem Maßstab 1 zu 500 aus 6 Zentimetern Planlänge die wirkliche Länge in Zentimetern? (6 mal 500) (!6 geteilt durch 500) (!500 geteilt durch 6) (!500 minus 6)




Welche Prüfung ist für 198 mal 31 besonders sinnvoll? (Ein Überschlag mit ungefähr 200 mal 30.) (!Das Ergebnis muss kleiner als 198 sein.) (!Man dividiert 198 durch 31.) (!Man ignoriert die Größenordnung.)




Was gilt bei einer Division mit Rest immer? (Der Rest ist kleiner als der Divisor.) (!Der Rest ist größer als der Dividend.) (!Der Rest ist immer null.) (!Der Rest ist gleich dem Quotienten.)




Welche Beschreibung passt zu Division als Aufteilen? (Eine Gesamtmenge und die Zahl der Gruppen sind gegeben und die Gruppengröße wird gesucht.) (!Mehrere Gruppengrößen werden addiert.) (!Die Gruppengröße und die Gruppenanzahl sind gegeben und die Gesamtmenge wird gesucht.) (!Eine Länge wird mit einem Maßstabsfaktor vergrößert.)




Warum kann bei einer Transportaufgabe aus 47 Rest 2 die Antwort 48 werden? (Weil auch die Restmenge transportiert werden muss und dafür eine zusätzliche Gruppe nötig ist.) (!Weil jeder Rest immer auf 100 gerundet wird.) (!Weil Division immer ein größeres Ergebnis als Multiplikation liefert.) (!Weil der Divisor zum Quotienten addiert werden muss.)




Welche Gleichung beschreibt eine Division mit Rest korrekt? (Dividend gleich Divisor mal Quotient plus Rest.) (!Dividend gleich Divisor plus Quotient mal Rest.) (!Quotient gleich Dividend mal Divisor.) (!Rest gleich Dividend mal Quotient.)





Memory

Multiplikation gleich große Gruppen zusammenfassen
Division aufteilen oder abmessen
Dividend Zahl die geteilt wird
Divisor Zahl durch die geteilt wird
Quotient Ergebnis einer Division
Produkt Ergebnis einer Multiplikation
Rest nicht vollständig verteilbarer Teil
Maßstab Verhältnis von Zeichnung und Wirklichkeit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Multiplikation Gleich große Gruppen zur Gesamtmenge zusammenfassen
Aufteilende Division Gruppengröße aus Gesamtmenge und Gruppenanzahl bestimmen
Abmessende Division Gruppenanzahl aus Gesamtmenge und Gruppengröße bestimmen
Aufrunden Zusätzliche Gruppe einplanen wenn ein Rest vollständig versorgt werden muss
Überschlag Größenordnung eines Ergebnisses vor oder nach dem Rechnen prüfen






Kreuzworträtsel

Produkt Wie heißt das Ergebnis einer Multiplikation?
Quotient Wie heißt das Ergebnis einer Division?
Dividend Wie heißt die Zahl die geteilt wird?
Divisor Wie heißt die Zahl durch die geteilt wird?
Maßstab Welcher Begriff beschreibt das Verhältnis zwischen Zeichnung und Wirklichkeit?
Überschlag Wie heißt eine Rechnung mit gerundeten Zahlen zur Plausibilitätsprüfung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Wenn mehrere gleich große Gruppen gegeben sind und die Gesamtzahl gesucht wird, passt häufig die

.
Wenn eine Gesamtmenge gleichmäßig auf eine bekannte Anzahl von Gruppen verteilt wird, passt die

.
Bei einer Division heißt die Zahl, die geteilt wird,

.
Die Zahl, durch die geteilt wird, heißt

.
Das Ergebnis einer Division heißt

.
Bei einer nicht vollständig aufgehenden Division kann ein

entstehen.
Muss in einer Transportsituation auch die Restmenge untergebracht werden, kann eine zusätzliche

nötig sein.
Bei einem Maßstab von eins zu fünfhundert wird eine Planlänge für die Wirklichkeit mit

multipliziert.
Ein grober Vergleich mit gerundeten Zahlen heißt

.
Mit der Umkehraufgabe kann ein berechnetes

geprüft werden.
Bei einer Division mit Rest muss der Rest kleiner als der

sein.
Ein Rechtecksmodell macht die Zerlegung eines Produkts mithilfe des

sichtbar.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Verpackungsmodell: Fotografiere oder zeichne eine neutrale Verpackung ohne sichtbare Marken. Erfinde eine Aufgabe mit gleich großen Gruppen und stelle sie mit dar.
  2. Zahlengerade: Zeichne eine Zahlengerade für 86 und eine zweite für 48:6. Erkläre die Beziehung zwischen beiden Darstellungen.
  3. Rest: Erfinde drei verschiedene Alltagssituationen zur Rechnung 53:8=6 R 5. In einer Situation soll der Rest liegen bleiben, in einer soll aufgerundet werden und in einer soll die Restmenge ausdrücklich genannt werden.
  4. Tabelle: Erstelle eine Wertetabelle für Pakete mit jeweils 15 Gegenständen. Formuliere dazu eine Multiplikations- und eine Divisionsfrage.


Standard

  1. Flächenmodell: Stelle 3427 als zerlegtes Rechteck dar. Berechne alle Teilflächen und erkläre den Zusammenhang mit dem Distributivgesetz.
  2. Maßstab: Zeichne den Grundriss Deines Schreibtischs oder eines rechteckigen Klassenzimmergegenstands in einem selbst gewählten Maßstab. Dokumentiere alle Multiplikations- und Divisionsschritte.
  3. Interview: Frage zwei Personen, wo sie im Alltag Mengen vervielfachen oder aufteilen. Übersetze jeweils eine Antwort in ein mathematisches Modell und begründe Deine Operationswahl.
  4. Diagramm: Erstelle ein Säulen- oder Balkendiagramm zu einer multiplikativen Tabelle. Verändere den Faktor und beschreibe, wie sich das Diagramm verändert.


Schwer

  1. Mehrschrittige Sachaufgabe: Entwickle ein Problem mit mindestens drei Rechenschritten, in dem zuerst multipliziert, dann dividiert und am Ende ein Rest interpretiert werden muss. Gib eine vollständige Musterlösung an.
  2. Modellvergleich: Löse dieselbe Aufgabe einmal mit Tabelle, einmal mit Flächenmodell und einmal mit Gleichung. Vergleiche, welches Modell welchen Zusammenhang besonders deutlich macht.
  3. Fehleranalyse: Erfinde eine plausible falsche Lösung zu einem Maßstabsproblem. Markiere den Denkfehler und schreibe eine Rückmeldung, die den Fehler erklärt, ohne nur die richtige Zahl zu nennen.
  4. Mini-Erklärvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder eine Bilderfolge zum Thema „Rest richtig interpretieren“. Nutze mindestens zwei Alltagssituationen, in denen derselbe rechnerische Rest zu unterschiedlichen Antworten führt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Modellwahl begründen: Eine Schule bestellt 28 Kartons mit je 36 Heften und verteilt danach alle Hefte möglichst gleichmäßig auf 24 Klassen. Entwickle einen vollständigen Rechenweg, begründe jede Rechenoperation und interpretiere das Ergebnis.
  2. Restinterpretation: Für 615:28 entstehen Quotient und Rest. Formuliere drei verschiedene Sachkontexte, in denen der Rest jeweils anders behandelt werden muss, und begründe die Unterschiede.
  3. Maßstabsproblem: Ein rechteckiges Gelände ist auf einem Plan im Maßstab 1:400 mit 7cm und 4cm eingezeichnet. Bestimme die realen Seitenlängen und die reale Fläche. Erkläre, weshalb der Flächeninhalt nicht nur mit 400 skaliert wird.
  4. Modellvergleich: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie Multiplikation zugleich als gleich große Gruppen, rechteckige Anordnung und Skalierung interpretiert werden kann. Zeige Grenzen der einzelnen Modelle.
  5. Plausibilitätsprüfung: Eine Person behauptet, 19831=61380. Prüfe die Behauptung ohne zunächst die exakte schriftliche Multiplikation auszuführen. Begründe mit mindestens zwei verschiedenen Prüfmethoden.
  6. Umkehrproblem: Eine Verpackungsmaschine füllt in gleicher Zeit immer gleich viele Beutel. Nach 18 Minuten sind 756 Beutel gefüllt. Entwickle ein Modell für Beutel pro Minute und sage voraus, wie viele Beutel nach 35 Minuten gefüllt sind. Erkläre Deine Annahmen.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur richtige Ergebnisse erhältst, sondern Deine Modelle nachvollziehbar begründest.

  1. Du erkennst multiplikative und divisive Strukturen in Texten, Tabellen, Skizzen, Flächen, Verpackungen und Maßstabsdarstellungen.
  2. Du unterscheidest aufteilende und abmessende Division.
  3. Du löst ein- und mehrschrittige Sachprobleme mit natürlichen Zahlen.
  4. Du verwendest passende mathematische Schreibweisen mit , :, Gleichheitszeichen und Einheiten.
  5. Du deutest Quotienten und Reste passend zum Sachzusammenhang.
  6. Du prüfst Ergebnisse mit Überschlag, Umkehraufgabe oder Größenvergleich.
  7. Du kannst einen Rechenweg mit einem zweiten Modell erklären.
  8. Du erkennst unplausible Lösungen und kannst den Fehler begründen.
  9. Du arbeitest bei Maßstäben vor dem Rechnen mit gleichen Einheiten.
  10. Du formulierst eine klare Antwort, die zur gestellten Frage passt.




OERs und Medien zum Thema

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien können über ihre Dateibeschreibungsseiten mit den dort angegebenen freien Lizenzen nachgenutzt werden. YouTube- und GeoGebra-Inhalte werden hier eingebettet beziehungsweise verlinkt und nicht als eigene Dateien kopiert.

Wikipedia zu Multiplikation:

Wikipedia zu Division:

Weitere freie Visualisierungen:


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