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BK6 - Manipulation sichtbar machen

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BK6 - Manipulation sichtbar machen




Einleitung

BK6 - Manipulation sichtbar machen ist ein aiMOOC für die 6. Klasse im Bereich Bildende Kunst, Medienbildung und Medienkompetenz. Du lernst, dass Bilder nicht automatisch dokumentarisch wahr sind. Ein Foto kann etwas Wirkliches zeigen und trotzdem nur einen Ausschnitt auswählen. Außerdem können Bilder vor, während oder nach der Aufnahme verändert werden: durch Inszenierung, Perspektive, Zuschnitt, Filter, Retusche, Fotomontage, Werbung oder KI.

Das Ziel ist nicht, Bildern grundsätzlich zu misstrauen. Du sollst vielmehr lernen, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und Bildquellen zu prüfen. Gleichzeitig gestaltest Du selbst harmlose Bildveränderungen und kennzeichnest sie klar. So erfährst Du aus eigener Praxis, wie schnell sich die Wirkung und Aussage eines Bildes verändern kann.

Merksatz: Ein Bild kann echt aufgenommen und trotzdem irreführend verwendet sein. Ein Bild kann bearbeitet und trotzdem ehrlich gekennzeichnet sein. Entscheidend sind Inhalt, Bearbeitung, Kontext, Quelle und Absicht.


Lernziele und Niveaustufen G/M/E

Niveau Du kannst ... Typische Leistung
G – Grundniveau sichtbare Veränderungen beschreiben und einfache Fachbegriffe wie Ausschnitt, Filter, Retusche, Montage und KI-Bild richtig verwenden. Du erkennst, was an einem Bild verändert wurde.
M – Mittleres Niveau erklären, wie eine Veränderung die Bildwirkung beeinflusst und welche Absicht dahinterstehen kann. Du erklärst, wie und warum ein Bild anders wirkt.
E – Erweitertes Niveau Bildaussagen kritisch prüfen, Quellen und Kontexte vergleichen und begründet beurteilen, ob eine Darstellung fair, irreführend oder manipulativ ist. Du beurteilst, wie glaubwürdig eine Bildaussage ist und welche Folgen sie haben kann.


Bilder zeigen Wirklichkeit – aber nie die ganze Wirklichkeit

Schon beim Fotografieren werden Entscheidungen getroffen. Die Kamera steht an einem bestimmten Ort. Der Bildausschnitt schließt vieles aus. Der Zeitpunkt entscheidet darüber, was gerade zu sehen ist. Licht, Brennweite, Perspektive und Inszenierung können einen Gegenstand freundlich, dramatisch, groß, klein, ordentlich oder chaotisch wirken lassen.

Das bedeutet nicht, dass jedes Foto eine Lüge ist. Es bedeutet: Ein Foto ist immer eine Auswahl. Für eine dokumentarische Aussage brauchst Du deshalb zusätzliche Informationen. Wichtig sind zum Beispiel: Wer hat das Bild erstellt? Wann und wo entstand es? Was zeigt der nicht sichtbare Bereich? Wurde das Bild bearbeitet? Welche Bildunterschrift steht daneben? Gibt es eine zweite Quelle?

Medientyp: harmloser Vorher-Nachher-Vergleich – Kontrast und Schärfe

Bei diesem Beispiel wurde ein Strandfoto sichtbar nachbearbeitet. Der untere Teil wirkt klarer und kontrastreicher. Der Ort selbst wurde dadurch nicht neu erfunden, aber die Wirkung hat sich verändert. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Bildbearbeitung nicht automatisch Täuschung bedeutet.


Was bedeutet Manipulation?

Im Alltag wird das Wort Manipulation oft negativ verstanden. Im Zusammenhang mit Bildern lohnt sich eine genauere Unterscheidung. Eine Veränderung kann technisch sinnvoll, künstlerisch, werblich oder täuschend sein.

  1. Bildbearbeitung: Helligkeit, Farbe, Kontrast, Schärfe oder Zuschnitt werden verändert.
  2. Retusche: Einzelne Bildstellen werden nachträglich verbessert, entfernt oder ergänzt.
  3. Fotomontage: Bestandteile verschiedener Aufnahmen werden zu einem neuen Bild zusammengesetzt.
  4. Inszenierung: Schon vor der Aufnahme werden Szene, Personen oder Gegenstände bewusst angeordnet.
  5. KI-Bild: Das Bild kann mithilfe eines generativen Systems ganz oder teilweise künstlich erzeugt werden.
  6. Werbebild: Bildgestaltung soll häufig Aufmerksamkeit wecken und ein Produkt, eine Idee oder ein Gefühl besonders attraktiv erscheinen lassen.

Eine wichtige Frage lautet deshalb nicht nur: „Ist das Bild bearbeitet?“ Besser ist: „Was wurde verändert, warum wurde es verändert und ist das für die Betrachterinnen und Betrachter erkennbar?“


Retusche: verbessern, restaurieren oder täuschen?

Retusche bedeutet die nachträgliche Veränderung eines Bildes. Sie kann sehr unterschiedliche Zwecke haben. Staub oder Kratzer auf einer alten Aufnahme können entfernt werden. Ein schief eingescanntes Dokument kann begradigt werden. In der Werbung kann eine Oberfläche glatter oder glänzender erscheinen. Problematisch wird eine Retusche besonders dann, wenn sie eine falsche Aussage erzeugt und die Veränderung verborgen bleibt.

Medientyp: Vorher-Nachher-Retusche einer historischen Werbung – digitale Restaurierung

Dieses Beispiel zeigt eine alte Zeitungswerbung vor und nach einer digitalen Korrektur. Hier dient die Bearbeitung vor allem dazu, die historische Vorlage besser lesbar und gerader darzustellen. Bearbeitung ist also nicht automatisch Täuschung.

Medientyp: Vorher-Nachher-Retusche eines technischen Gegenstands

Auch bei Produkt- oder Museumsfotos können Hintergrund, Perspektive, Flecken oder störende Reflexe bearbeitet werden. Für eine faire Nutzung sollte klar sein, ob Du ein dokumentarisches Original oder eine bearbeitete Präsentation siehst.


Fotomontage: Aus mehreren Bildern wird eine neue Aussage

Bei einer Fotomontage werden Bildelemente miteinander verbunden. Das kann offen künstlerisch geschehen. Eine Montage kann aber auch täuschend wirken, wenn sie wie ein einzelnes unverändertes Foto präsentiert wird.

Medientyp: klar erkennbare Fotomontage – Bewegungsfolge eines Vogels

Hier wurden mehrere Aufnahmen desselben Vogels zu einer Bewegungsfolge zusammengesetzt. Die Montage hilft, eine Bewegung zu zeigen. Sie behauptet nicht, dass mehrere identische Vögel gleichzeitig an genau diesen Stellen flogen.

Medientyp: historischer Vorher-Nachher-Vergleich einer Bildmontage

Bei diesem Beispiel wird sichtbar, wie der Kopf einer Person mit einem anderen Körper kombiniert wurde. Solche historischen Beispiele zeigen: Bildmanipulation ist viel älter als Photoshop und KI.


Historisches Beispiel: Eine Person wird aus einem Bild entfernt

Bildveränderungen können politische Bedeutung bekommen. Ein bekanntes historisches Beispiel zeigt eine Aufnahme von 1937 mit Josef Stalin, Wjatscheslaw Molotow und Nikolai Jeschow. In einer später bearbeiteten Fassung wurde Jeschow entfernt.

Medientyp: historisches Original

Medientyp: historisch bearbeitete Fassung – Person entfernt

Für die Bildkritik ist entscheidend: Wenn Du nur die bearbeitete Fassung kennen würdest, könntest Du glauben, die entfernte Person sei nie Teil der Szene gewesen. Hier verändert die Retusche nicht nur die Schönheit oder Lesbarkeit, sondern die historische Aussage.

G: Beschreibe nur, was sich sichtbar verändert hat.

M: Erkläre, wie sich die Aussage des Bildes durch das Entfernen einer Person verändert.

E: Begründe, weshalb Archive, Museen, Schulbücher und Nachrichtenmedien Bearbeitungen transparent kennzeichnen sollten.


Werbung: Bilder wollen etwas bei Dir auslösen

Werbung möchte Aufmerksamkeit gewinnen und beeinflussen, wie Du ein Produkt, eine Marke oder eine Idee wahrnimmst. Dabei werden Bilder sorgfältig ausgewählt, inszeniert und oft bearbeitet. Licht, Farbe, Perspektive, Bildausschnitt, Schrift und Anordnung können bestimmte Gefühle erzeugen.

Medientyp: historische Werbung – Filmplakat

Ein Werbeplakat ist nicht automatisch eine Täuschung. Es ist erkennbar gestaltet und verfolgt eine Werbeabsicht. Kritisch wird es, wenn Werbung den Eindruck erweckt, ein Produkt sehe in Wirklichkeit genau so aus, obwohl starke Bearbeitungen verschwiegen werden.

Frage Dich bei Werbung: Was soll ich fühlen? Was soll ich tun? Was wird besonders groß, hell, schön oder wichtig dargestellt? Was fehlt?


KI-Bilder: Ein Bild kann entstehen, ohne dass die Szene je existiert hat

Generative KI kann Bilder aus Texteingaben erzeugen. Solche Bilder können wie Fotografien, Gemälde, Plakate oder Fantasiewelten aussehen. Wichtig ist: Ein überzeugend wirkendes KI-Bild ist kein Beweis dafür, dass die dargestellte Szene wirklich stattgefunden hat.

Medientyp: eindeutig gekennzeichnetes KI-Bild – generiert mit DALL-E 3

Medientyp: KI-Bild – künstlerische Bildgenerierung

Medientyp: Übersicht – Entwicklung KI-generierter Gesichter

Früher waren typische KI-Fehler wie unlogische Hände, verformte Buchstaben oder widersprüchliche Schatten oft leichter zu erkennen. Solche Hinweise können weiterhin vorkommen, aber sie sind kein sicherer Test. Moderne KI-Bilder können sehr überzeugend sein. Deshalb ist die Quellenprüfung wichtiger als die Hoffnung, jedes künstliche Bild allein am Aussehen zu erkennen.


Deepfakes und bewegte Bilder

Auch Video und Ton können verändert oder künstlich erzeugt werden. Bei sogenannten Deepfakes können Personen scheinbar etwas sagen oder tun, was sie in Wirklichkeit nicht gesagt oder getan haben.

Medientyp: Erklärvideo / Faktencheck – manipulierte Bilder erkennen, DW Deutsch

Achte beim Video besonders auf die Frage: Welche Hinweise findet man nicht nur im Bild, sondern auch durch die Prüfung von Quelle, Ort, Zeit und anderen Berichten?

Medientyp: Reportage / Vertiefung E – Deepfakes und Fake News, PULS Reportage

Für Klasse 6 eignet sich dieses längere Video besonders in ausgewählten Ausschnitten und mit Begleitung durch die Lehrkraft. Wichtig ist nicht, selbst täuschende Deepfakes zu erstellen, sondern zu verstehen, wie leicht Medien verändert werden können und wie man verantwortungsvoll prüft.


Fünf Fragen für Deinen Bildcheck

  1. Quelle: Wer zeigt oder veröffentlicht das Bild?
  2. Kontext: Welche Bildunterschrift, Geschichte, Zeit und welcher Ort gehören dazu?
  3. Veränderung: Gibt es Hinweise auf Zuschnitt, Filter, Retusche, Montage oder KI?
  4. Absicht: Soll das Bild informieren, werben, unterhalten, überzeugen oder provozieren?
  5. Vergleich: Findest Du dieselbe Szene oder Aussage in einer zweiten verlässlichen Quelle?

G: Nutze mindestens drei Fragen.

M: Nutze alle fünf Fragen und erkläre Deine Beobachtungen.

E: Prüfe zusätzlich, ob eine andere Bildunterschrift, ein anderer Ausschnitt oder eine andere Quelle die Bedeutung verändert.


Harmlos gestalten: Bildveränderung als Experiment

Du kannst Bildmanipulation besonders gut verstehen, wenn Du selbst eine harmlose und deutlich gekennzeichnete Bearbeitung erstellst. Verwende dafür Gegenstände, Pflanzen, Schulmaterial oder selbst gezeichnete Figuren. Verändere keine Gesichter oder Körper von Mitschülerinnen und Mitschülern. Veröffentliche keine Bilder anderer Personen ohne Einwilligung.

Mögliche sichere Veränderungen sind: einen Bildausschnitt verändern, Helligkeit und Kontrast anpassen, ein Bild spiegeln, einen Gegenstand farblich verändern, eine gezeichnete Sprechblase ergänzen oder zwei eigene Sachfotos sichtbar zu einer Fantasiemontage verbinden.

Kennzeichne Deine Ergebnisse immer mit Formulierungen wie „bearbeitet“, „Montage“ oder „KI-generiert“. Bewahre möglichst auch das Ausgangsbild auf, damit ein Vorher-Nachher-Vergleich möglich ist.


Mini-Experiment: Derselbe Gegenstand, drei Aussagen

Fotografiere zum Beispiel einen Rucksack, einen Stuhl oder eine Trinkflasche. Erstelle danach drei Varianten.

  1. Variante sachlich: neutraler Ausschnitt und natürliche Helligkeit.
  2. Variante werblich: enger Ausschnitt, stärkerer Kontrast und eine positive Überschrift.
  3. Variante rätselhaft: ungewöhnlicher Ausschnitt, sodass zunächst nicht klar ist, was gezeigt wird.

Vergleiche anschließend die Wirkung. Der Gegenstand bleibt derselbe, aber die Bildaussage verändert sich. Genau deshalb reicht ein Bild allein oft nicht aus, um einen Sachverhalt vollständig zu beurteilen.


Bildwahrheit und Fairness

Ein Bild kann dokumentarisch gemeint sein, künstlerisch frei gestaltet oder für Werbung inszeniert sein. Diese Formen dürfen unterschiedlich aussehen. Problematisch wird es vor allem, wenn Betrachterinnen und Betrachter über den Charakter eines Bildes getäuscht werden.

Ein fairer Umgang mit Bildern bedeutet:

  1. Bearbeitungen kenntlich machen, wenn sie für die Aussage wichtig sind.
  2. Quellen nennen, wenn Bilder als Belege verwendet werden.
  3. Personen nicht durch entstellende oder herabwürdigende Bearbeitungen bloßstellen.
  4. Keine erfundenen Bilder als echte Beweise ausgeben.
  5. Bei Unsicherheit prüfen, bevor Du ein Bild weiterleitest.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum ist ein Foto nicht automatisch die ganze Wirklichkeit? (Weil Ausschnitt Zeitpunkt Perspektive und Kontext immer eine Auswahl erzeugen) (!Weil Kameras grundsätzlich falsche Bilder erzeugen) (!Weil Fotos niemals echte Gegenstände zeigen) (!Weil jedes Foto mit KI erstellt wird)




Was bedeutet Retusche? (Eine nachträgliche Veränderung einzelner Bildbereiche) (!Nur das Fotografieren mit Blitz) (!Das Drucken eines Bildes auf Papier) (!Das Speichern eines Fotos ohne Änderung)




Was ist eine Fotomontage? (Ein Bild aus verbundenen Bildelementen oder Aufnahmen) (!Ein unbearbeitetes Foto aus einer Kamera) (!Eine reine Tonaufnahme) (!Eine Bilddatei ohne sichtbaren Inhalt)




Wann ist eine Bildbearbeitung besonders problematisch? (Wenn sie eine falsche Aussage erzeugt und verborgen bleibt) (!Wenn ein altes Foto vorsichtig restauriert wird) (!Wenn ein Bild als Montage gekennzeichnet ist) (!Wenn ein eigenes Sachfoto heller gemacht wird)




Was ist bei einem KI-Bild besonders wichtig? (Es kann eine Szene zeigen die nie stattgefunden hat) (!Es ist immer sofort an sechs Fingern zu erkennen) (!Es ist automatisch eine echte Fotografie) (!Es darf nie künstlerisch genutzt werden)




Welche Frage gehört zu einer guten Quellenprüfung? (Wer hat das Bild veröffentlicht und in welchem Zusammenhang) (!Welche Lieblingsfarbe hat die betrachtende Person) (!Wie groß ist der Bildschirm) (!Wie schnell lädt die Internetseite)




Warum kann ein anderer Bildausschnitt die Aussage verändern? (Weil wichtige Informationen einbezogen oder ausgeschlossen werden können) (!Weil dabei immer neue Personen entstehen) (!Weil jede Farbe automatisch verschwindet) (!Weil der Aufnahmeort dadurch geändert wird)




Was ist ein fairer Umgang mit einer deutlichen Bildmontage? (Die Montage klar als bearbeitet kennzeichnen) (!Die Montage als unverändertes Beweisfoto ausgeben) (!Die Quelle absichtlich verschweigen) (!Andere Personen ohne Erlaubnis lächerlich machen)




Was ist bei Werbung sinnvoll zu fragen? (Welche Wirkung und Handlung das Bild bei mir auslösen soll) (!Ob jede Werbung eine Nachrichtensendung ist) (!Ob Werbebilder grundsätzlich unbearbeitet sind) (!Ob Werbung niemals Farben verwendet)




Welche Methode ist beim Prüfen eines verdächtigen Bildes am zuverlässigsten? (Bild Quelle Kontext und weitere verlässliche Quellen gemeinsam prüfen) (!Nur auf die Anzahl der Finger achten) (!Nur der Bildunterschrift glauben) (!Das Bild möglichst schnell weiterleiten)





Memory

Retusche Nachträgliche Veränderung einzelner Bildbereiche
Fotomontage Verbindung mehrerer Bildelemente zu einer neuen Komposition
Bildausschnitt Sichtbarer Teil einer größeren Szene
KI-Bild Ganz oder teilweise mit generativer künstlicher Intelligenz erzeugtes Bild
Quelle Herkunft eines Bildes oder einer Information
Kontext Informationen zu Ort Zeit Anlass und Zusammenhang
Werbung Gestaltung mit dem Ziel Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken
Kennzeichnung Sichtbarer Hinweis auf Bearbeitung Montage oder künstliche Erzeugung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Retusche Eine störende Stelle in einem Bild wird nachträglich verändert
Fotomontage Elemente aus mehreren Aufnahmen werden verbunden
Ausschnitt Nur ein Teil der ursprünglichen Szene wird gezeigt
Werbung Ein Bild soll Aufmerksamkeit auf ein Angebot oder eine Idee lenken
KI-Bild Eine Szene wird mit einem generativen System künstlich erzeugt
Quellenprüfung Herkunft und Zusammenhang eines Bildes werden kontrolliert




...


Kreuzworträtsel

Retusche Wie heißt die nachträgliche Veränderung einzelner Bildbereiche?
Fotomontage Wie heißt ein Bild das aus mehreren Bildelementen zusammengesetzt wird?
Ausschnitt Welcher Begriff bezeichnet den sichtbaren Teil einer größeren Szene?
Quelle Was solltest Du prüfen um die Herkunft eines Bildes zu klären?
Werbung Welche Bildform möchte oft Aufmerksamkeit und Kaufinteresse wecken?
Deepfake Wie heißt ein täuschend verändertes oder künstlich erzeugtes Medienbild einer Person?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Foto zeigt immer nur einen bestimmten

einer Situation.
Eine nachträgliche Veränderung einzelner Bildstellen nennt man

.
Werden mehrere Bildelemente verbunden, entsteht eine

.
Ein mit einem generativen System erzeugtes Bild kann eine Szene zeigen, die nie

hat.
Bei Werbung solltest Du nach der beabsichtigten

fragen.
Die Herkunft eines Bildes wird mit einer

untersucht.
Auch ein echtes Foto kann durch eine falsche Bildunterschrift einen irreführenden

erhalten.
Bearbeitete Bilder sollten klar

werden.
Beim kritischen Prüfen hilft der Vergleich mit einer zweiten verlässlichen

.
Ein Bild ist deshalb nicht automatisch ein vollständiger dokumentarischer

.




Offene Aufgaben


Leicht – G

  1. G1 – Vorher und Nachher: Fotografiere einen Gegenstand und erstelle eine harmlose zweite Version mit verändertem Zuschnitt oder Kontrast. Beschrifte beide Bilder deutlich mit „Original“ und „bearbeitet“.
  2. G2 – Genau beschreiben: Wähle eines der Medienbeispiele aus diesem aiMOOC und notiere fünf sichtbare Unterschiede oder Gestaltungsmerkmale, ohne die Absicht zu erraten.
  3. G3 – Werbeblick: Suche eine altersgerechte Anzeige oder ein Produktplakat und markiere, welche Bildelemente besonders groß, hell, farbig oder auffällig dargestellt werden.
  4. G4 – Quellenpass: Erstelle für ein frei lizenziertes Bild einen kleinen Quellenpass mit Urheber, Fundort, Datum soweit bekannt und Lizenzhinweis.


Standard – M

  1. M1 – Drei Ausschnitte, drei Wirkungen: Fotografiere einen Gegenstand und erzeuge drei verschiedene Ausschnitte. Erkläre zu jedem Bild in zwei Sätzen, welche Wirkung sich verändert.
  2. M2 – Ehrliche Fantasiemontage: Kombiniere zwei eigene Sachfotos zu einer offensichtlich unrealistischen Montage. Kennzeichne sie deutlich und beschreibe, wie Du sie erstellt hast.
  3. M3 – Fünf-Fragen-Check: Prüfe ein öffentliches Bild mit den fünf Fragen Quelle, Kontext, Veränderung, Absicht und Vergleich. Halte Deine Ergebnisse in einer Tabelle fest.
  4. M4 – Produktbild untersuchen: Vergleiche ein neutrales Produktfoto mit einem Werbebild eines ähnlichen Gegenstands. Erkläre, wie Licht, Perspektive, Farbe und Text die Wirkung verändern.


Schwer – E

  1. E1 – Aussage kippt: Entwickle aus einem eigenen harmlosen Sachfoto zwei unterschiedlich beschriftete Versionen, die zu verschiedenen Deutungen führen. Erkläre, warum die Bildunterschrift so mächtig ist.
  2. E2 – Fair oder irreführend?: Erstelle Kriterien für faire Bildbearbeitung in Schulzeitung, Werbung und Nachrichten. Begründe Unterschiede zwischen den Bereichen.
  3. E3 – KI-Bild prüfen: Wähle ein eindeutig als KI-generiert gekennzeichnetes Bild und untersuche, welche Merkmale plausibel oder unplausibel wirken. Erkläre anschließend, warum die Quellenangabe wichtiger ist als reine Fehlersuche im Bild.
  4. E4 – Mini-Faktencheck: Nimm eine harmlose Bildbehauptung aus dem Internet und prüfe sie mit mindestens zwei voneinander unabhängigen verlässlichen Quellen. Dokumentiere Deinen Prüfweg, ohne das verdächtige Bild unkommentiert weiterzuverbreiten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bildwirkung analysieren: Du erhältst zwei unterschiedlich zugeschnittene Versionen desselben Schulhof-Fotos. Erkläre, wie die Ausschnitte zu verschiedenen Aussagen führen können und welche Zusatzinformationen Du für eine faire Beurteilung brauchst.
  2. Retusche beurteilen: Vergleiche eine restaurierte alte Zeitungsanzeige mit einer Werberetusche, die ein Produkt schöner erscheinen lässt. Begründe, weshalb beide technisch bearbeitet sein können, aber unterschiedliche Ziele verfolgen.
  3. Kontext prüfen: Ein echtes Foto wird mit einer falschen Bildunterschrift geteilt. Erkläre, warum die Aufnahme technisch echt und die Gesamtaussage trotzdem irreführend sein kann.
  4. KI und Beweis: Ein fotorealistisches KI-Bild zeigt angeblich ein seltenes Ereignis. Entwickle einen Prüfplan, bevor Du das Bild als Beleg akzeptierst.
  5. Medienethik anwenden: Eine Schülergruppe möchte das Foto eines Mitschülers lustig verzerren und veröffentlichen. Beurteile die Idee anhand von Einwilligung, Würde, Kennzeichnung und möglicher Wirkung.
  6. Transferaufgabe Werbung: Gestalte für denselben Gegenstand eine neutrale Dokumentation und eine klar gekennzeichnete Werbeversion. Erläutere anschließend, welche Gestaltungsmittel die Aussage verändert haben.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu BK6 - Manipulation sichtbar machen ist wichtig:

  1. Du kannst zwischen Bildbearbeitung, Retusche, Fotomontage, Werbung und KI-Bildern unterscheiden.
  2. Du kannst beschreiben, wie Ausschnitt, Perspektive, Licht, Farbe und Kontext die Bildwirkung verändern.
  3. Du kannst erklären, warum ein Foto nicht automatisch ein vollständiger dokumentarischer Beweis ist.
  4. Du kannst mindestens eine eigene harmlose Bildveränderung herstellen und eindeutig kennzeichnen.
  5. Du kannst den Unterschied zwischen sinnvoller Restaurierung, künstlerischer Bearbeitung und irreführender Manipulation begründen.
  6. Du kannst eine Bildquelle anhand von Urheber, Fundort, Datum, Kontext und weiteren Quellen prüfen.
  7. Du kannst Werbung auf ihre Bildabsicht untersuchen.
  8. Du kannst erklären, warum fotorealistische KI-Bilder nicht allein durch ihr Aussehen sicher erkannt werden können.
  9. Du beachtest Persönlichkeitsrechte, Einwilligung und einen respektvollen Umgang mit Bildern anderer.
  10. Du kannst auf G-, M- oder E-Niveau begründen, wie glaubwürdig eine Bildaussage ist.




OERs zum Thema

Wikipedia: Fotomanipulation

Wikipedia: Fotomontage

Wikipedia: Retusche

Wikimedia Commons: Kategorie Bildbearbeitung


Verknüpfte Lernbereiche

Das Thema verbindet praktisches Gestalten und kritisches Denken. Du lernst, Bilder als gestaltete Medien zu verstehen, eigene Bearbeitungen transparent zu kennzeichnen und fremde Bilder nicht vorschnell als Beweise zu akzeptieren. Besonders wichtig ist die Verbindung von Kunstunterricht, Deutsch, Geschichte, Informatik und Medienbildung.


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