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BK6 - Bildideen mit KI weiterentwickeln

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BK6 - Bildideen mit KI weiterentwickeln



BK6 - Bildideen mit KI weiterentwickeln


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du eine eigene Bildidee entwickelst und sie anschließend mit Künstlicher Intelligenz weiterdenkst. Dabei gilt eine klare Reihenfolge:

  1. Du beginnst mit Deiner eigenen Idee. Du zeichnest zuerst selbst eine Skizze, notierst eine Bildabsicht und entscheidest, was Dir an Deiner Idee wichtig ist.
  2. Erst danach kommt KI ins Spiel. Du nutzt sie, um Varianten zu erzeugen, zum Beispiel andere Perspektiven, Farbstimmungen, Lichtwirkungen oder Anordnungen.
  3. Du vergleichst bewusst. Du prüfst, was die KI verändert hat, was zu Deiner Idee passt und was nicht.
  4. Du entscheidest selbst. Du wählst aus, kombinierst, verwirfst und überarbeitest.
  5. Das Endprodukt bleibt Dein Gestaltungsprozess. Deine Entscheidungen, Deine Skizzen und Deine Überarbeitung sollen sichtbar bleiben.

Merksatz: Erst Kopf und Hand – dann KI.

KI ist in diesem Kurs keine Ideenmaschine, die Dir den Anfang abnimmt. Sie ist ein Varianten-Werkzeug. Du bestimmst die Richtung.

Das Bild zeigt eine zeichnende Person. Genau so beginnt auch Dein Projekt: nicht mit einem Prompt, sondern mit Papier, Stift und einer eigenen Vorstellung.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum eine eigene Skizze vor der KI-Nutzung wichtig ist. Du kannst einfache Prompts aus Deiner eigenen Bildidee entwickeln, verschiedene KI-Varianten vergleichen und begründen, welche Veränderung für Deine Bildabsicht sinnvoll ist. Außerdem kannst Du Perspektive, Farbe, Stimmung und Komposition gezielt verändern und Deinen Arbeitsweg dokumentieren.


Differenzierung G/M/E

Niveau Was Du mindestens machst Woran man Deinen Lernfortschritt erkennt
G – Grundniveau Eine eigene Skizze, eine klar benannte Bildidee und mindestens eine KI-Variante zu Farbe oder Perspektive Du kannst mindestens zwei Unterschiede zwischen Deiner Skizze und der KI-Variante beschreiben und eine eigene Entscheidung treffen.
M – Mittleres Niveau Zwei eigene Vorentwürfe und mindestens drei gezielt unterschiedliche KI-Varianten Du vergleichst Komposition, Perspektive und Farbstimmung und begründest, welche Variante Deine Idee unterstützt.
E – Erweitertes Niveau Mehrere eigene Entwürfe, gezielt gesteuerte KI-Varianten und eine dokumentierte Überarbeitung Du veränderst immer nur ausgewählte Merkmale, analysierst KI-Fehler, reflektierst Wirkung und entwickelst daraus eine neue eigene Fassung.


Dein Gestaltungsweg: Eigene Idee vor KI


Schritt 1: Eigene Idee finden

Bevor Du ein KI-Werkzeug öffnest, brauchst Du eine eigene Ausgangsidee. Sie kann aus einer Erinnerung, einer erfundenen Szene, einem Gegenstand, einem Tier, einer Fantasiewelt oder einer Beobachtung entstehen.

Stelle Dir drei Fragen: Was soll auf meinem Bild zu sehen sein? Welche Stimmung soll entstehen? Was ist das Besondere an meiner Idee?

Ein Beispiel: Du willst ein Baumhaus zeichnen, das wie eine kleine Forschungsstation aussieht. Es soll hoch zwischen Ästen hängen, geheimnisvoll wirken und trotzdem freundlich sein. Diese Idee gehört Dir, bevor irgendeine KI etwas dazu erzeugt.


Skizzenfeld: Deine erste eigene Idee

Deine erste Skizze Deine Notizen
Zeichne hier zuerst selbst oder füge später ein Foto Deiner eigenen Skizze ein.

Motiv, Formen, wichtige Gegenstände, Blickrichtung und Bildaufteilung sollen von Dir stammen.
Mein Motiv: ____________

Meine gewünschte Stimmung: ____________

Das muss unbedingt erhalten bleiben: ____________

Das darf später verändert werden: ____________

Eine Skizze muss nicht perfekt sein. Sie ist ein Denkwerkzeug. Schnelle Linien können bereits zeigen, wo etwas steht, wie groß es ist und welche Richtung Dein Bild bekommt.


Schritt 2: Bildabsicht festhalten

Eine Bildabsicht beschreibt, was Dein Bild vermitteln soll. Sie hilft Dir später beim Vergleich mit KI-Varianten.

Beispiel: Mein Baumhaus soll abenteuerlich wirken, aber nicht gefährlich. Die hohen Bäume sollen Größe zeigen. Warmes Licht soll zeigen, dass jemand dort lebt.

Auf G-Niveau reicht ein einfacher Satz. Auf M-Niveau beschreibst Du Motiv, Stimmung und Bildaufteilung. Auf E-Niveau ergänzt Du, welche Wirkung durch Perspektive, Farbe, Licht und Größenverhältnisse entstehen soll.


Was KI bei Bildern macht

Ein Text-zu-Bild-Generator erzeugt Bilder aus einer sprachlichen Beschreibung. Diese Beschreibung nennt man häufig Prompt. Generative KI-Modelle haben aus vielen Beispielen Muster gelernt und erzeugen daraus neue Ausgaben. Das bedeutet aber nicht, dass die KI Deine Bildidee versteht wie ein Mensch. Sie kann überraschende Vorschläge machen, aber auch unpassende Details, Fehler oder stereotype Darstellungen erzeugen.

Für Klasse 6 reicht als Vorstellung: Manche Bildgeneratoren starten mit starkem Bildrauschen und verändern es schrittweise so, dass immer mehr erkennbare Strukturen entstehen.

Das Video von SRF Kids erklärt kindgerecht, was KI ist, wie sie in unserem Alltag vorkommt und warum man ihre Ergebnisse kritisch prüfen muss.


KI als Varianten-Werkzeug

Für diesen Kurs gilt: Die KI bekommt nicht die Aufgabe Erfinde mir ein Bild. Sie bekommt die Aufgabe Hilf mir, meine bereits vorhandene Idee in bestimmten Punkten zu variieren.

Gute Veränderungsrichtungen sind:

  1. Perspektive: Froschperspektive, Augenhöhe, Vogelperspektive oder frontale Ansicht
  2. Farbstimmung: warm, kühl, ruhig, kontrastreich, sonnig oder geheimnisvoll
  3. Bildaufteilung: Motiv mittig, seitlich, groß im Vordergrund oder weiter entfernt
  4. Lichtwirkung: Morgenlicht, Gegenlicht, Nachtlicht oder weiche Schatten
  5. Formvariation: rund, kantig, organisch, technisch oder verspielt


KI-Varianten ansehen

Hier siehst Du mehrere KI-erzeugte Bildvarianten in einer Benutzeroberfläche. Das ist für unseren Gestaltungsprozess wichtig: Eine KI-Ausgabe ist nicht automatisch die Lösung. Mehrere Varianten geben Dir Material zum Vergleichen.


Prompt-Baukasten für Deine eigene Idee

Ein guter Prompt beschreibt nicht einfach möglichst viel. Für diesen Kurs ist wichtiger, dass Du gezielt nur das veränderst, was Du untersuchen willst.

Baustein Leitfrage Beispiel
Ausgangspunkt Was stammt aus Deiner eigenen Skizze? Eine kleine Forschungsstation als Baumhaus mit runder Plattform
Erhalten Was darf die KI nicht verändern? Drei Fenster, Leiter links, großer Ast unter der Plattform
Verändern Was soll als Variante getestet werden? Blick von unten
Wirkung Welche Stimmung oder Farbwirkung möchtest Du untersuchen? Warmes Abendlicht und ruhige Blautöne im Hintergrund
Vergleich Wie viele Varianten brauchst Du? Drei Varianten mit gleicher Grundidee

Ein möglicher Prompt lautet: Nutze meine eigene Skizze eines Baumhauses als Ausgangspunkt. Behalte die runde Plattform, die drei Fenster und die Leiter links. Zeige dieselbe Szene aus einer leichten Froschperspektive. Verwende warmes Abendlicht und einen ruhigen blauen Hintergrund. Erzeuge drei Varianten, die sich nur in der Perspektive leicht unterscheiden.

Wichtig: Verwende keine privaten Fotos von Mitschülerinnen, Mitschülern oder anderen Personen. Gib keine Namen, Adressen oder andere persönliche Daten ein. Nutze schulisch freigegebene Werkzeuge und beachte die Regeln Deiner Lehrkraft.


G/M/E-Prompttraining

Niveau Auftrag Ziel
G Beschreibe Deine eigene Skizze und fordere genau eine Veränderung an, zum Beispiel eine andere Farbstimmung. Du erkennst Ursache und Wirkung einer einzelnen Änderung.
M Formuliere drei Prompts zur gleichen eigenen Skizze: einmal Perspektive, einmal Farbe, einmal Licht. Du kannst unterschiedliche Gestaltungsmittel getrennt untersuchen.
E Erstelle eine kleine Prompt-Reihe. Verändere pro Schritt nur ein Merkmal und protokolliere, welche Änderung welche Bildwirkung erzeugt. Du arbeitest wie bei einem kontrollierten Gestaltungsexperiment.


Perspektive weiterentwickeln

Die Perspektive entscheidet darüber, von wo aus wir auf eine Szene schauen. Schon eine kleine Änderung des Blickpunkts kann die Wirkung stark verändern. Ein Objekt von unten kann größer oder mächtiger wirken. Von oben kann dieselbe Szene übersichtlicher oder kleiner erscheinen.

Bei der Einpunktperspektive laufen in die Tiefe führende Linien scheinbar auf einen Fluchtpunkt zu. Dieses Prinzip kannst Du erst selbst zeichnerisch ausprobieren und danach die KI bitten, dieselbe eigene Bildidee aus einem anderen Blickwinkel zu zeigen.

Das Video führt in die Grundlagen der Fluchtpunktperspektive ein.

Im englischsprachigen Zeichen-Tutorial siehst Du Schritt für Schritt, wie ein Raum in Einpunktperspektive aufgebaut wird. Du kannst das Video auch nur als visuelle Demonstration verwenden.


Perspektiv-Experiment

Erstelle zuerst selbst drei kleine Mini-Skizzen desselben Motivs.

Eigene Skizze A Eigene Skizze B Eigene Skizze C
Augenhöhe
Zeichne Dein Motiv normal von vorne.
Froschperspektive
Zeichne Dein Motiv von unten.
Vogelperspektive
Zeichne Dein Motiv von oben.

Erst danach darfst Du KI-Varianten zu denselben drei Blickrichtungen erzeugen. Vergleiche: Hat die KI Deinen Bildgegenstand erhalten? Hat sie neue Dinge erfunden? Welche Perspektive wirkt für Deine Absicht am besten?


Farbstimmungen weiterentwickeln

Farben verändern die Wirkung eines Bildes. Warme Farbtöne können zum Beispiel lebendig, sonnig oder gemütlich wirken. Kühlere Farbtöne können ruhig, distanziert, winterlich oder geheimnisvoll erscheinen. Diese Wirkungen sind keine festen Naturgesetze: Entscheidend ist immer der Zusammenhang im Bild.

Ein Farbkreis hilft Dir, Beziehungen zwischen Farben zu erkennen.

Eine Farbpalette sammelt ausgewählte Farbtöne. Für Deine KI-Varianten ist eine kleine Palette oft hilfreicher als die ungenaue Aufforderung mach es schöner.

Das Video erklärt den Farbkreis und zeigt das Mischen und Ordnen von Farben.


Farbstudie: Erst selbst, dann KI

Wähle für Deine eigene Skizze drei Farbstimmungen und male kleine Farbfelder mit Buntstiften, Wasserfarben oder digital.

Ruhig Warm Kontrastreich
Blau – Blaugrün – Hellgrau Gelb – Orange – Rotbraun Violett – Gelb – Dunkelblau
Welche Stimmung entsteht? Welche Stimmung entsteht? Welche Stimmung entsteht?

Erst wenn Du Dich mit Deinen eigenen Farbfeldern beschäftigt hast, lässt Du die KI Varianten derselben Skizze in diesen Farbstimmungen erzeugen.


Komplementärkontrast entdecken

Komplementäre Farbbeziehungen können starke Kontraste erzeugen. Probiere bei einer KI-Variante nicht einfach viele Farben gleichzeitig, sondern teste bewusst eine begrenzte Farbentscheidung.


Moodboard: Bildstimmung planen

Ein Moodboard ist eine Sammlung von Bildern, Farben, Formen, Materialien oder Begriffen, die eine gestalterische Richtung sichtbar macht. Für diesen Kurs entsteht das Moodboard nach Deiner ersten Skizze. Es soll Deine Idee unterstützen und nicht ersetzen.

Das gezeigte Moodboard wurde von Schülerinnen und Schülern zusammengestellt. Auch Du kannst ein analoges Moodboard mit Ausschnitten, eigenen Zeichnungen, Farbfeldern und Materialproben gestalten.

Das Video zeigt in englischer Sprache, wie ein Moodboard als Sammlung und Ordnung visueller Ideen aufgebaut werden kann.


Dein Moodboard-Raster

Eigene Skizze Farben Formen und Strukturen Licht und Stimmung
Füge Deine erste eigene Skizze ein. Füge drei bis fünf selbst gewählte Farbfelder ein. Sammle Formen, Oberflächen oder Linien, die zu Deiner Idee passen. Ergänze Begriffe oder freie Bilder, die Deine gewünschte Stimmung zeigen.

Auf G-Niveau reichen vier Felder. Auf M-Niveau ergänzt Du kurze Begründungen. Auf E-Niveau unterscheidest Du bewusst zwischen Inspiration, eigener Entscheidung und KI-Variante.


Vergleichsraster: Menschliche Idee und KI-Varianten

Dieses Raster ist der Kern des Kurses. Es verhindert, dass Du einfach das erste KI-Bild übernimmst.

Kriterium Eigene Skizze KI-Variante A KI-Variante B Meine Entscheidung
Motiv Was ist mein ursprüngliches Motiv? Was blieb erhalten? Was blieb erhalten? Was soll in meiner Endfassung bleiben?
Perspektive Welchen Blickwinkel habe ich gewählt? Wie wurde der Blickwinkel verändert? Wie wurde der Blickwinkel verändert? Welche Perspektive unterstützt meine Absicht?
Farbe Welche Farben plante ich? Welche Farbstimmung entstand? Welche Farbstimmung entstand? Welche Palette übernehme oder verändere ich?
Komposition Wo liegen die wichtigsten Formen? Was wurde verschoben oder ergänzt? Was wurde verschoben oder ergänzt? Welche Bildordnung ist am stärksten?
Fehler Welche Stellen möchte ich selbst verbessern? Welche unlogischen Details gibt es? Welche unlogischen Details gibt es? Was korrigiere ich bewusst?
Eigenanteil Was stammt von mir? Was kam durch KI hinzu? Was kam durch KI hinzu? Was gestalte ich in meiner neuen eigenen Fassung?


Interaktives Ja-Nein-Prüfraster

Beantworte jede Frage mit Ja, Noch nicht oder Nicht nötig.

Prüffrage Ja Noch nicht Nicht nötig
Ich habe vor der KI-Nutzung eine eigene Skizze erstellt.
Ich kann meine ursprüngliche Bildidee in einem Satz erklären.
Ich habe der KI nur gezielte Veränderungsaufträge gegeben.
Ich habe mindestens zwei Varianten miteinander verglichen.
Ich habe KI-Fehler oder unpassende Details gesucht.
Ich habe selbst entschieden, was ich übernehme, ändere oder verwerfe.
Meine Endfassung zeigt wieder meine eigene gestalterische Entscheidung.


KI-Bilder kritisch betrachten

KI-Bilder können überzeugend aussehen und trotzdem Fehler enthalten. Hände, Schrift, Spiegelungen, Schatten, Perspektiven oder Gegenstände können unlogisch sein. Auch Bildinhalte können Klischees oder einseitige Darstellungen enthalten.

Darum fragst Du immer: Passt das wirklich zu meiner Idee? Ist die Darstellung logisch? Ist etwas erfunden worden, das ich nicht wollte? Welche Entscheidung treffe ich als Gestalterin oder Gestalter?

Das Bild ist ein Beispiel für ein KI-erzeugtes Bild. Für unseren Unterricht ist nicht entscheidend, ob ein KI-Bild auf den ersten Blick schön wirkt. Entscheidend ist, ob Du seine Gestaltung analysieren und bewusst weiterbearbeiten kannst.


Sicher und fair arbeiten

  1. Datenschutz: Lade keine privaten Fotos, Namen, Adressen oder andere persönliche Daten in ein KI-System hoch.
  2. Urheberrecht: Bildrechte, Trainingsdaten und Nutzungsbedingungen können kompliziert sein. Nutze nur schulisch erlaubte Werkzeuge und kennzeichne KI-Anteile.
  3. Transparenz: Schreibe bei Deiner Abgabe dazu, wo KI verwendet wurde.
  4. Verantwortung: Erzeuge keine beleidigenden, täuschenden oder herabwürdigenden Bilder.
  5. Kreativität: Beschreibe lieber Eigenschaften wie Farben, Formen, Material oder Licht, statt einfach die Nachahmung eines bestimmten lebenden Kunstschaffenden zu verlangen.


Dein kompletter Arbeitsprozess

Phase Handlung Dokumentation
1 Eigene Idee Motiv und Bildabsicht selbst entwickeln Ein bis drei eigene Skizzen
2 Auswahl Eine Skizze als Ausgangspunkt wählen Kurze Begründung
3 Moodboard Farben, Formen und Stimmungen sammeln Moodboard mit eigenen Entscheidungen
4 Prompt Nur gezielte Varianten anfordern Prompt notieren
5 KI-Varianten Perspektive, Farbe oder Licht variieren Varianten nebeneinander sichern
6 Vergleich Unterschiede und Fehler untersuchen Vergleichsraster ausfüllen
7 Eigene Überarbeitung Ausgewählte Ideen selbst neu zeichnen, malen oder digital gestalten Neue eigene Fassung
8 Reflexion Gestaltungsentscheidungen erklären Kurzer Rückblick


Bewertungsraster G/M/E

Bereich G M E
Eigene Ausgangsidee Eine erkennbare eigene Skizze Mehrere eigene Vorideen und Auswahl Variantenreiche eigene Entwurfsphase mit begründeter Auswahl
KI-Einsatz Eine gezielte Veränderung Mehrere gezielte Veränderungen Kontrollierte Variantenreihe mit nur jeweils einem veränderten Merkmal
Vergleich Zwei Unterschiede benennen Unterschiede nach Gestaltungskriterien erklären Wirkung, Fehler, Chancen und Grenzen differenziert analysieren
Überarbeitung Eine eigene Endfassung Mehrere KI-Anregungen bewusst auswählen und gestalterisch verbinden Neue eigenständige Lösung aus Analyse und bewusster Transformation entwickeln
Reflexion Kurz erklären, was die KI verändert hat Eigene Entscheidungen begründen Arbeitsprozess, Wirkung und Verantwortung kritisch reflektieren


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was kommt in diesem Kurs immer vor dem Einsatz von KI? (Eine eigene Bildidee mit Skizze) (!Ein fertiges KI-Bild) (!Eine zufällige Bildersuche) (!Das Kopieren eines fremden Kunstwerks)




Wofür wird KI in diesem Kurs hauptsächlich genutzt? (Für gezielte Varianten einer eigenen Idee) (!Damit die KI die gesamte Idee erfindet) (!Damit keine Skizzen mehr nötig sind) (!Damit immer das erste Ergebnis übernommen wird)




Was ist ein Prompt? (Eine sprachliche Anweisung an ein KI-System) (!Ein Zeichenstift) (!Eine bestimmte Malfarbe) (!Ein Fluchtpunkt)




Welche Veränderung eignet sich gut für eine gezielte KI-Variante? (Eine andere Perspektive) (!Das Löschen der eigenen Ausgangsidee) (!Das Verbergen des Arbeitsprozesses) (!Das Kopieren aller KI-Details)




Warum ist ein Vergleichsraster sinnvoll? (Weil Du Unterschiede und Wirkungen bewusst prüfst) (!Weil dadurch jede KI-Variante automatisch gut wird) (!Weil dadurch keine eigenen Entscheidungen mehr nötig sind) (!Weil nur die technische Bildqualität zählt)




Was gehört zu einer Farbstudie? (Das bewusste Testen unterschiedlicher Farbwirkungen) (!Das zufällige Verwenden möglichst vieler Farben) (!Das Entfernen aller Kontraste) (!Das ausschließliche Zeichnen mit Lineal)




Was zeigt eine Vogelperspektive? (Ein Motiv von oben) (!Ein Motiv ausschließlich von vorne) (!Ein Motiv nur in Schwarz-Weiß) (!Ein Motiv ohne Raumwirkung)




Was ist ein Moodboard? (Eine Sammlung visueller Hinweise für eine Gestaltungsrichtung) (!Ein fertiges KI-Bild ohne eigene Planung) (!Eine Liste von Zugangsdaten) (!Ein mathematisches Koordinatensystem)




Was solltest Du mit einem unlogischen KI-Detail tun? (Es prüfen und bewusst korrigieren oder verwerfen) (!Es immer übernehmen) (!Es verstecken und nicht erwähnen) (!Es als Beweis für die Richtigkeit der KI ansehen)




Welche Aussage beschreibt einen verantwortungsvollen KI-Einsatz? (KI-Anteile werden gekennzeichnet und persönliche Daten geschützt) (!Private Fotos werden ohne Erlaubnis hochgeladen) (!KI-Ergebnisse werden als eigene Handzeichnung ausgegeben) (!Jede Ausgabe wird ungeprüft veröffentlicht)





Memory

Skizze erste eigene Bildidee
Prompt sprachliche Anweisung an die KI
Variante veränderte Fassung
Perspektive Blickrichtung auf eine Szene
Farbstimmung Wirkung einer Farbwahl
Moodboard Sammlung visueller Anregungen
Vergleich bewusstes Prüfen von Unterschieden
Überarbeitung eigene Weiterentwicklung nach der Analyse





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Eigene Skizze Startpunkt des Gestaltungsprozesses
Prompt gezielter Arbeitsauftrag an eine KI
Farbvariante Veränderung der Bildstimmung durch Farbe
Perspektivvariante Veränderung des Blickwinkels
Vergleichsraster Gegenüberstellung von eigener Idee und Varianten
Eigene Endfassung bewusste menschliche Entscheidung nach dem Vergleich




...


Kreuzworträtsel

Skizze Wie heißt der erste eigene zeichnerische Entwurf?
Prompt Wie heißt eine sprachliche Anweisung an ein KI-System?
Variante Wie heißt eine veränderte Fassung derselben Grundidee?
Perspektive Wie heißt die Darstellung eines Motivs aus einem bestimmten Blickwinkel?
Moodboard Wie heißt eine visuelle Sammlung von Farben Bildern Formen und Stimmungen?
Farbkreis Wie heißt die kreisförmige Ordnung von Farben und ihren Beziehungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Am Anfang des Gestaltungsprozesses steht immer eine eigene

.
Eine sprachliche Anweisung an ein KI-System nennt man

.
KI wird in diesem Kurs vor allem für gezielte

genutzt.
Ein Blick von oben wird als

bezeichnet.
Eine Sammlung aus Bildern Farben Formen und Begriffen kann als

gestaltet werden.
Mit einer Farbstudie untersuchst Du die Wirkung unterschiedlicher

.
Im Vergleichsraster prüfst Du Unterschiede zwischen Deiner Idee und den

.
Unlogische KI-Details solltest Du kritisch

.
Nach dem Vergleich entwickelst Du eine neue eigene

.
Bei jeder Abgabe sollst Du den Einsatz von KI transparent

.




Offene Aufgaben


Leicht – G

  1. Ideenstart: Zeichne ohne KI drei kleine Mini-Skizzen zu dem Thema „Ein ungewöhnlicher Rückzugsort“. Wähle anschließend eine Skizze aus und begründe Deine Wahl in zwei Sätzen.
  2. Drei Farbstimmungen: Erstelle zu Deiner gewählten Skizze drei kleine Farbstudien: ruhig, warm und kontrastreich. Nutze erst danach KI, um genau eine dieser Farbstimmungen als Variante zu testen.
  3. Blickwinkel: Zeichne Dein Motiv einmal auf Augenhöhe und einmal von oben. Nutze anschließend KI für eine dritte Variante aus der Froschperspektive.
  4. Zwei Unterschiede: Vergleiche Deine Skizze mit einer KI-Variante und markiere mindestens zwei Unterschiede. Entscheide, welchen Unterschied Du übernehmen möchtest und welchen nicht.


Standard – M

  1. Eigenes Moodboard: Erstelle ein Moodboard zu Deiner bereits gezeichneten Idee. Verwende eigene Farbfelder, mindestens eine eigene Mini-Zeichnung und mehrere passende freie Bildquellen.
  2. Prompt-Serie: Schreibe drei Prompts zu derselben Skizze. Verändere einmal nur die Perspektive, einmal nur die Farbstimmung und einmal nur das Licht.
  3. Kompositionsvergleich: Erzeuge zwei KI-Varianten mit unterschiedlicher Bildaufteilung. Übertrage anschließend die bessere Lösung nicht einfach, sondern zeichne eine eigene neue Fassung.
  4. Gestaltungsprotokoll: Dokumentiere Deinen Weg von der ersten Skizze über die Prompts bis zur Endfassung. Erkläre, an welcher Stelle Deine eigene Entscheidung am wichtigsten war.


Schwer – E

  1. Kontrolliertes Experiment: Erzeuge zu einer eigenen Skizze vier Varianten, bei denen jeweils nur ein Merkmal geändert wird. Untersuche systematisch, welche Änderung die größte Wirkung hat.
  2. Fehlerdetektiv: Suche in mehreren KI-Varianten nach unlogischen Details in Perspektive, Licht, Form oder Gegenständen. Erstelle eine eigene korrigierte Zeichnung und erkläre Deine Verbesserungen.
  3. Eigene Bildsprache: Analysiere, welche Formen, Farben und Linien typisch für Deine eigene Ausgangsskizze sind. Formuliere daraus Gestaltungsregeln und entwickle eine Endfassung, die diese Regeln sichtbar beibehält.
  4. Mini-Ausstellung: Gestalte eine kleine Ausstellung mit erster Skizze, Moodboard, drei KI-Varianten, Vergleichsraster und eigener Endfassung. Verfasse einen kurzen Ausstellungstext darüber, wie KI Deine Idee erweitert hat, ohne den Anfang zu bestimmen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Perspektivwechsel: Du hast eine eigene Zeichnung eines ruhigen Schulhofs erstellt. Beschreibe, wie sich die Wirkung verändern könnte, wenn eine KI-Variante denselben Schulhof aus einer extremen Froschperspektive zeigt. Entscheide, ob diese Perspektive zu „ruhig“ passt, und begründe.
  2. Farbentscheidung: Eine KI erzeugt zu Deiner Skizze eine sehr bunte Variante, obwohl Du eine geheimnisvolle Stimmung geplant hast. Entwickle zwei Möglichkeiten, wie Du die Farbwirkung gezielt korrigieren würdest.
  3. Bildaufteilung: In Deiner Skizze steht die Hauptfigur am Rand. Die KI setzt sie in die Mitte. Vergleiche beide Lösungen und erkläre, welche Bildwirkung jeweils entstehen kann.
  4. Fehleranalyse: Eine KI-Variante sieht auf den ersten Blick eindrucksvoll aus, enthält aber falsche Schatten und unlogische Treppen. Erkläre, warum ein technisch beeindruckendes Bild trotzdem nicht die beste Gestaltungslösung sein muss.
  5. Kreative Entscheidung: Formuliere Kriterien, mit denen Du zeigen kannst, dass Deine Endfassung nicht nur ein übernommenes KI-Ergebnis ist, sondern auf eigenen Entscheidungen beruht.
  6. Sicherer Einsatz: Entwickle für eine Klasse 6 drei Regeln, die einen sicheren, fairen und transparenten Umgang mit KI-Bildwerkzeugen ermöglichen. Begründe jede Regel mit einem praktischen Beispiel.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Dein kompletter Gestaltungsweg sichtbar wird.

  1. Eigene Ausgangsidee: mindestens eine selbst entwickelte und selbst gezeichnete Skizze vor der KI-Nutzung
  2. Bildabsicht: eine kurze Erklärung, was Dein Bild zeigen und bewirken soll
  3. Moodboard oder Farbstudie: eine visuelle Planung mit eigenen Entscheidungen
  4. Dokumentierte Prompts: nachvollziehbare Arbeitsaufträge an die KI
  5. Varianten: mehrere gezielt erzeugte Ergebnisse zu Perspektive, Farbe oder Licht
  6. Vergleich: ein ausgefülltes Vergleichsraster mit Stärken, Schwächen und Fehlern
  7. Eigene Endfassung: eine selbst gestaltete Weiterentwicklung nach dem Vergleich
  8. Reflexion: eine Begründung, welche Entscheidungen von Dir stammen und wie die KI nur als Werkzeug eingesetzt wurde




OERs zum Thema

Als ergänzende offene Informationsquelle eignet sich der Wikipedia-Artikel zum Text-zu-Bild-Generator.



Verknüpfte Lernbereiche

Das Thema verbindet klassisches Zeichnen und Gestalten mit digitaler Medienbildung. Entscheidend ist nicht, möglichst viele KI-Bilder zu erzeugen, sondern einen nachvollziehbaren kreativen Prozess zu entwickeln: eigene Idee, eigene Skizze, gezielte Variation, bewusster Vergleich und eigene Überarbeitung.


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