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BK6 - Kunstobjekt für den 3D-Druck entwerfen

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BK6 - Kunstobjekt für den 3D-Druck entwerfen




BK6 - Kunstobjekt für den 3D-Druck entwerfen


Einleitung

In diesem aiMOOC entwirfst Du ein kleines Kunstobjekt für den 3D-Druck. Dabei verbindest Du künstlerische Entscheidungen mit technischem Denken: Welche Form wirkt spannend? Wie bleibt das Objekt stabil? Wo kann Material eingespart werden? Und wie muss ein digitales Modell aufgebaut sein, damit es sich tatsächlich drucken lässt?

Beim verbreiteten FFF-/FDM-Verfahren wird ein thermoplastischer Kunststofffaden, das Filament, in einer beheizten Düse aufgeschmolzen und Schicht für Schicht aufgetragen. Das Verfahren gehört zur additiven Fertigung. Ein digitales CAD-Modell wird vor dem Druck mit einem Slicer in einzelne Schichten und Bewegungsbefehle zerlegt.

Du lernst in diesem Kurs, ein Objekt nicht nur schön, sondern druckgerecht zu gestalten. Für die Schule ist das besonders wichtig: Ein Entwurf soll mit überschaubarem Materialaufwand, möglichst ohne unnötige Stützstrukturen und mit einem sicheren Arbeitsablauf entstehen.


Lernziele

Nach dem aiMOOC kannst Du erklären, wie ein Filament-3D-Drucker ein Objekt schichtweise aufbaut. Du kannst einfache Grundkörper zu einem eigenen Kunstobjekt kombinieren, Stabilität und Standfläche beurteilen, den Materialeinsatz im Slicer einschätzen und Deinen Entwurf auf dem Niveau G, M oder E begründen.


Was bedeutet G, M und E?

Niveau Schwerpunkt Erwartung
G – grundlegendes Niveau Sicher konstruieren Du nutzt vorgegebene Grundformen und Maße, achtest auf eine breite Standfläche und bereitest ein supportarmes Modell vor.
M – mittleres Niveau Gestalten und begründen Du veränderst Proportionen, Rhythmus und Anordnung selbstständig und begründest Stabilität sowie Materialeinsatz.
E – erweitertes Niveau Optimieren und reflektieren Du entwickelst eine eigenständige Variante, vergleichst Slicer-Einstellungen und findest eine Lösung, die Gestaltung, Stabilität und Materialeffizienz überzeugend verbindet.


Vom digitalen Entwurf zum gedruckten Objekt


Schicht für Schicht

Beim FFF-/FDM-Druck wird Material nicht aus einem Block herausgeschnitten, sondern hinzugefügt. Die Düse legt Kunststoffbahnen auf die Druckplatte. Danach fährt der Druckkopf beziehungsweise die Bauplattform um eine kleine Höhe weiter und die nächste Schicht entsteht. Aus vielen dünnen Schichten wächst ein dreidimensionales Objekt.

Die sichtbaren Schichtlinien können Teil der Gestaltung werden. In einem Kunstobjekt können sie beispielsweise Rhythmus, Richtung oder Wachstum betonen. Eine kleinere Schichthöhe kann Oberflächen feiner erscheinen lassen, benötigt aber meist mehr Druckzeit. Eine größere Schichthöhe ist schneller, wirkt jedoch gröber.


Die erste Schicht ist entscheidend

Die erste Schicht verbindet Dein Modell mit der Druckplatte. Wenn sie nicht ausreichend haftet, kann sich das Objekt während des Drucks lösen oder verziehen. Deshalb wird vor dem Start geprüft, ob Druckplatte, Druckdüse und Druckprofil richtig vorbereitet sind. Diese technischen Einstellungen erfolgen in der Schule nur nach den Vorgaben der Lehrkraft.


Sicherheit im Unterricht

Ein 3D-Drucker ist kein Spielzeug. Düse und Druckbett können heiß werden, und Achsen sowie Lüfter bewegen sich während des Drucks. Berühre während des Betriebs weder Düse noch bewegliche Teile. Entferne ein Objekt erst nach Freigabe durch die Lehrkraft und nach ausreichender Abkühlung. Materialwahl, Temperaturen und Wartung übernimmt die Lehrkraft beziehungsweise eine eingewiesene Person.


Form als künstlerische Entscheidung


Grundkörper kombinieren

Viele digitale Modelle entstehen aus einfachen Grundkörpern wie Quader, Zylinder, Kugel, Prisma oder Kegel. In Programmen wie Tinkercad lassen sich solche Körper verschieben, skalieren, drehen, gruppieren und als Lochform verwenden. So entstehen aus einfachen Elementen komplexe Formen.

Für ein Kunstobjekt sind besonders diese Gestaltungsfragen wichtig:

  1. Proportion: Wie verhalten sich Höhe, Breite und Tiefe zueinander?
  2. Rhythmus: Wiederholen sich Formen regelmäßig oder verändert?
  3. Symmetrie: Ist das Objekt gespiegelt, radial geordnet oder bewusst asymmetrisch?
  4. Kontrast: Treffen dick und dünn, hoch und niedrig oder ruhig und bewegt aufeinander?
  5. Negativraum: Werden Öffnungen und Zwischenräume bewusst als Teil der Form eingesetzt?


Druckbarkeit mitdenken

Eine digitale Form kann auf dem Bildschirm funktionieren und trotzdem schwierig zu drucken sein. Große waagerechte Auskragungen können Stützmaterial benötigen. Sehr dünne Stege können brechen. Eine zu kleine Standfläche kann dazu führen, dass das Objekt kippt oder sich von der Druckplatte löst. Darum ist es sinnvoll, bereits beim Gestalten die spätere Druckrichtung mitzudenken.

Stützstrukturen sind manchmal notwendig, verbrauchen aber zusätzliches Material und müssen nach dem Druck entfernt werden. Für Dein Klassenprojekt ist deshalb eine Form besonders günstig, die von unten nach oben gut getragen wird und möglichst wenig Support benötigt.


Stabilität


Standfläche und Schwerpunkt

Ein Kunstobjekt ist stabil, wenn es sicher steht und seine Teile beim Drucken sowie beim späteren Benutzen nicht leicht abbrechen. Eine breite Standfläche hilft gegen Umkippen. Hohe, dünne Elemente sind empfindlicher als kompakte Formen. Der Schwerpunkt sollte möglichst so liegen, dass er über der Standfläche bleibt.

Für Dein Modell bedeutet das: Der Sockel trägt die Gestaltung. Dünne Elemente sollten ausreichend dick sein. Einzelteile sollten sich deutlich überlappen oder sicher mit dem Sockel verbunden sein. Nur scheinbar berührende Flächen können beim Export oder Druck Probleme verursachen.


Wandstärke und Verbindung

Bei einem kleinen Kunstobjekt sind stabile Verbindungen wichtiger als komplizierte Details. Besonders an Übergängen zwischen Sockel und aufragenden Formen wirken Kräfte. Plane deshalb keine nadeldünnen Verbindungsstellen. Bei der Konstruktion in Tinkercad ist eine kleine Überlappung zwischen den Körpern oft sinnvoll, damit nach dem Gruppieren ein zusammenhängendes Volumen entsteht.


Materialeinsatz


Filamente im Vergleich

Filamente sind thermoplastische Kunststofffäden für den Materialextrusions-3D-Druck. Für Schulprojekte wird häufig PLA verwendet, weil es vergleichsweise einfach zu drucken ist und sich für Modelle sowie dekorative Objekte eignet. Andere Materialien besitzen andere Eigenschaften und benötigen angepasste Druckbedingungen.

Material Typische Eigenschaft Bedeutung für ein Kunstobjekt
PLA Steif und vergleichsweise leicht zu drucken Gut für viele Modelle und dekorative Unterrichtsprojekte
PETG Zäher und etwas flexibler als PLA Geeignet, wenn ein Objekt robuster sein soll
TPU Flexibel und gummiartig Interessant für bewegliche oder weiche Formen, aber anspruchsvoller zu drucken

Für dieses Klassenprojekt ist PLA ein sinnvoller Ausgangspunkt, sofern Drucker und Schulregeln dafür eingerichtet sind. Die konkrete Materialwahl trifft die Lehrkraft passend zum vorhandenen Gerät.


Infill: innen nicht immer massiv

Viele 3D-Drucke müssen innen nicht vollständig massiv sein. Der Slicer kann ein inneres Muster, das sogenannte Infill, erzeugen. Eine geringere Fülldichte spart Material und Druckzeit. Stabilität entsteht aber nicht nur durch Infill, sondern auch durch Außenwände, Deckschichten, Form und Belastungsrichtung.

Für die Beispielskulptur reichen als schulischer Startwert oft etwa 10 bis 15 Prozent Infill mit mehreren Außenlinien. Ob das wirklich passt, hängt vom Drucker, Material, der Düse und der Form ab. Deshalb wird der fertige G-Code immer in der Vorschau kontrolliert.


Beispielprojekt: Die Rhythmus-Welle


Idee

Du entwirfst eine kleine abstrakte Skulptur namens Rhythmus-Welle. Sie besteht aus einem flachen Sockel und sieben senkrechten, facettierten Säulen. Die Höhen steigen zur Mitte an und fallen danach wieder ab. Dadurch entsteht ein klarer Rhythmus. Weil alle Säulen senkrecht aus dem Sockel wachsen, kann die Form ohne große waagerechte Überhänge geplant werden.


Maße des Basismodells

Bauteil Vorschlag Funktion
Sockel 65 mm × 25 mm × 4 mm, Ecken leicht gerundet Breite Standfläche und sichere Haftung
Säulen Sieben 8-eckige Zylinder mit etwa 10 mm Durchmesser Facettierte, grafische Form
Höhen 18 mm, 25 mm, 33 mm, 42 mm, 33 mm, 25 mm, 18 mm Wellenrhythmus
Abstand Mittelpunkte etwa 8 mm auseinander Säulen berühren oder überlappen sich leicht
Verbindung Jede Säule etwa 1 mm in den Sockel hineinsetzen Sicheres gemeinsames Volumen

Die Maße sind ein Ausgangspunkt und keine starre Vorgabe. Der Slicer entscheidet später, ob die Form tatsächlich druckbar erscheint. Besonders bei dünnen Details solltest Du prüfen, ob sie mit der vorhandenen Düse sinnvoll herstellbar sind.


Konstruktion Schritt für Schritt

  1. Skizze: Zeichne die Rhythmus-Welle zuerst von vorne und von oben. Markiere Sockel, sieben Säulen und die Höhenfolge.
  2. Grundkörper: Erzeuge in Tinkercad einen abgerundeten Quader als Sockel.
  3. Prisma: Setze einen 8-eckigen Zylinder auf den Sockel und passe Durchmesser und Höhe an.
  4. Duplizieren: Kopiere die Säule sechs Mal und ordne die sieben Säulen in einer Reihe an.
  5. Rhythmus: Stelle die Höhenfolge 18–25–33–42–33–25–18 mm ein.
  6. Variation: Verschiebe abwechselnd einzelne Säulen geringfügig nach vorne und hinten, ohne die sichere Verbindung zum Sockel zu verlieren.
  7. Gruppieren: Lasse alle Säulen leicht in den Sockel hineinragen und gruppiere die Körper zu einem zusammenhängenden Modell.
  8. Kontrolle: Prüfe von unten, von der Seite und schräg, ob keine Säule schwebt und keine Verbindung nur zufällig berührt.
  9. Export: Exportiere das Modell als STL-Datei.
  10. Slicer: Öffne die Datei im Slicer, lege den Sockel flach auf das Druckbett und kontrolliere die Schichtvorschau.


Warum ist die Rhythmus-Welle druckgerecht?

Die breite Basis verbessert die Standfestigkeit. Die senkrechten Säulen bauen sich Schicht für Schicht direkt auf bereits gedrucktem Material auf. Die symmetrische Höhenfolge wirkt ruhig und geordnet, lässt sich aber künstlerisch verändern. Der Materialverbrauch bleibt überschaubar, weil die Form klein ist und im Inneren nicht vollständig massiv gedruckt werden muss.

Die Form kann trotzdem scheitern, wenn die Säulen zu dünn, die Überlappungen zu klein oder die Druckeinstellungen ungeeignet sind. Deshalb gehört die Slicer-Kontrolle zum Gestaltungsprozess.


Differenzierung G/M/E am Beispielobjekt


G – grundlegendes Niveau

Baue die Rhythmus-Welle mit den vorgeschlagenen Maßen. Verändere höchstens Farbe, Säulenquerschnitt oder eine kleine Verschiebung der Säulen. Dokumentiere mit zwei Screenshots, dass alle Teile den Sockel berühren und der Sockel flach auf der Arbeitsfläche liegt.


mittleres Niveau

Verändere die Höhenfolge und die Stellung der Säulen, sodass ein eigener Rhythmus entsteht. Erhalte aber eine sichere Standfläche und vermeide unnötige Supports. Begründe in fünf bis sieben Sätzen, warum Deine Form stabil ist und wie Du Material sparst.


E – erweitertes Niveau

Entwickle eine deutlich eigene Variante. Du darfst beispielsweise einen bewussten Negativraum, eine asymmetrische Höhenfolge oder zwei miteinander verbundene Wellen einsetzen. Vergleiche im Slicer mindestens zwei Varianten für Infill oder Schichthöhe und entscheide begründet, welche Lösung das beste Verhältnis von Wirkung, Stabilität, Material und Druckzeit bietet.


Druckvorbereitung im Slicer


Vom STL-Modell zum G-Code

Ein Slicer teilt das 3D-Modell in Druckschichten. Er berechnet unter anderem Außenwände, Füllstruktur, Bewegungswege und gegebenenfalls Stützstrukturen. Das Ergebnis ist häufig G-Code, also eine Folge von Steuerbefehlen für den Drucker.

Als Ausgangspunkt für die Rhythmus-Welle kannst Du mit der Lehrkraft folgende Einstellungen prüfen:

  1. Druckorientierung: Sockel flach auf das Druckbett legen.
  2. Schichthöhe: 0,20 mm als gut sichtbarer Startwert für einen normalen FFF-Druck.
  3. Außenwand: Zwei bis drei Wandlinien als robuster Ausgangspunkt.
  4. Infill: Etwa 10 bis 15 Prozent testen.
  5. Stützstruktur: Nach Möglichkeit ausschalten, wenn die Vorschau keine problematischen Überhänge zeigt.
  6. Brim: Nur bei Bedarf verwenden, wenn die Haftung der Standfläche nicht genügt.
  7. Vorschau: Jede Schicht prüfen und auf schwebende Inseln, sehr dünne Bereiche und unnötigen Support achten.

Diese Werte sind keine universellen Druckregeln. Das passende Profil hängt vom konkreten Drucker, der Düse, dem Filament und den Herstellerangaben ab.


Interaktive Druckvorbereitung: Slicer-Check

Bevor gedruckt wird, ordnest Du in der späteren Drag-and-Drop-Aufgabe Modelllage, Infill, Support, Vorschau und Freigabe richtig zu. Danach vergleichst Du im Slicer die geschätzte Druckzeit und den Materialverbrauch. Ziel ist nicht der niedrigste Wert um jeden Preis, sondern ein sinnvoller Kompromiss aus Gestaltung, Stabilität und Ressourceneinsatz.


Freie 3D-Modelle zum Untersuchen

Das folgende freie STL-Modell enthält verschiedene Drucktests für Überhänge, Löcher, Brücken und Maße. Du musst es nicht drucken. Nutze es als digitales Anschauungsobjekt und drehe es im 3D-Viewer.

Datei:Thingiverse - 3D Printer test fixed stl 3rd gen.stl

3D-Testmodell interaktiv auf Wikimedia Commons öffnen

Ein zweites STL-Beispiel zeigt eine speziell modellierte Stützstruktur. Vergleiche dieses komplexe Beispiel mit Deiner möglichst supportarmen Rhythmus-Welle.

Datei:3D-Printsupport Suzanne Wireframe.stl

3D-Stützstruktur interaktiv auf Wikimedia Commons öffnen


Druck als sichtbarer Prozess

Im Zeitraffer wird deutlich, wie das Modell Schicht für Schicht wächst. Beobachte, dass neue Bereiche immer von bereits gedruckten Schichten getragen werden müssen oder durch geeignete Geometrie beziehungsweise Support abgesichert werden.

Datei:3D Print Timelapse BambuLab P1S.webm


Gestaltung beurteilen

Ein gelungenes 3D-Druck-Kunstobjekt verbindet mehrere Kriterien. Die Form soll eine erkennbare Idee zeigen, zum Beispiel Rhythmus, Spannung, Symmetrie oder Bewegung. Die Konstruktion muss druckbar sein. Das Objekt soll stabil stehen und an Übergängen nicht unnötig schwach werden. Material soll bewusst eingesetzt werden, ohne die Form kaputtzusparen.

Für eine kurze Bildbesprechung kannst Du folgende vier Fragen verwenden:

  1. Wirkung: Was fällt beim ersten Blick auf?
  2. Formensprache: Welche Grundformen, Wiederholungen und Kontraste sind sichtbar?
  3. Druckbarkeit: Welche Teile sind besonders leicht oder schwierig zu drucken?
  4. Optimierung: Wo könnte Material reduziert oder Stabilität verbessert werden?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was macht ein Slicer? (Er zerlegt ein 3D-Modell in Druckschichten und berechnet Druckwege) (!Er schmilzt das Filament im Druckkopf) (!Er kühlt das fertige Objekt im Wasserbad) (!Er ersetzt die Druckplatte durch ein digitales Bild)




Warum ist eine breite Standfläche für die Rhythmus-Welle hilfreich? (Sie verbessert Standfestigkeit und Haftung) (!Sie macht jede Stützstruktur überflüssig) (!Sie erhöht automatisch die Auflösung) (!Sie ersetzt das Infill vollständig)




Welche Eigenschaft passt besonders gut zu PLA im Schulprojekt? (Es lässt sich vergleichsweise einfach für Modelle drucken) (!Es ist immer weich und gummiartig) (!Es wird als Metallpulver verarbeitet) (!Es benötigt grundsätzlich wasserlöslichen Support)




Was ist Infill? (Eine innere Füllstruktur des Druckobjekts) (!Die Farbe der Benutzeroberfläche im CAD-Programm) (!Die erste Skizze auf Papier) (!Die Außenkante der Druckplatte)




Warum können Stützstrukturen den Materialverbrauch erhöhen? (Sie werden zusätzlich zum eigentlichen Modell gedruckt) (!Sie verkleinern automatisch die Standfläche) (!Sie machen das Filament schwerer) (!Sie verdoppeln immer die Schichthöhe)




Welche Gestaltung ist für einen supportarmen FFF-Druck günstig? (Von unten gut getragene, senkrecht aufgebaute Formen) (!Große frei schwebende waagerechte Flächen) (!Sehr dünne unverbundene Spitzen) (!Ein Modell ohne Kontakt zur Druckplatte)




Warum sollen Körper im digitalen Modell sicher miteinander verbunden sein? (Damit ein zusammenhängendes druckbares Volumen entsteht) (!Damit der Slicer keine Schichten erzeugt) (!Damit die Druckplatte kleiner wird) (!Damit das Objekt automatisch hohl wird)




Was prüfst Du in der Schichtvorschau? (Ob Druckwege, dünne Bereiche und mögliche Problemstellen sinnvoll aussehen) (!Ob das Filament später genau Deine Lieblingsfarbe hat) (!Ob die CAD-Datei als Textdokument gespeichert wurde) (!Ob die Druckdüse ausgeschaltet bleibt)




Welche Aussage beschreibt G, M und E richtig? (Die Niveaus unterscheiden sich in Selbstständigkeit, Begründung und Optimierung) (!G darf drucken und M sowie E dürfen nur zeichnen) (!E bedeutet ausschließlich ein größeres Objekt) (!M bedeutet, dass keine Slicer-Kontrolle nötig ist)




Warum ist Materialersparnis nicht das einzige Ziel? (Weil Form, Stabilität und Druckbarkeit ebenfalls wichtig sind) (!Weil jedes Kunstobjekt massiv gedruckt werden muss) (!Weil Infill keinen Einfluss auf Material hat) (!Weil ein Slicer keine Materialmenge schätzen kann)





Memory

Slicer Zerlegt das Modell in Druckschichten
Filament Kunststofffaden für den Materialextrusionsdruck
Infill Innere Füllstruktur
Support Zusätzliche Stützstruktur
Standfläche Kontaktbereich zum Druckbett
STL Häufiges Dateiformat für 3D-Modelle





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Druckvorbereitung
Sockel nach unten Modelllage
sparsame Füllung Infill
nur wenn nötig Support
Schichten kontrollieren Vorschau
Lehrkraft entscheidet Druckfreigabe






Kreuzworträtsel

Filament Wie heißt der Kunststofffaden, der dem Drucker zugeführt wird?
Slicer Wie heißt die Software, die ein Modell in Druckschichten zerlegt?
Infill Wie heißt die innere Füllstruktur eines Druckobjekts?
Support Wie heißt eine zusätzliche Stützstruktur für schwierige Überhänge?
Sockel Wie heißt die tragende Basis der Rhythmus-Welle?
Vorschau Wo kontrollierst Du die berechneten Druckschichten vor dem Start?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim FFF-Druck entsteht ein Objekt Schicht für Schicht aus

. Ein digitales Modell wird vor dem Drucken durch einen

vorbereitet. Eine breite

kann die Stabilität eines kleinen Kunstobjekts verbessern. Die innere Füllstruktur wird

genannt. Schwierige Überhänge können zusätzliche

benötigen. Für die Rhythmus-Welle wird der Sockel möglichst

auf das Druckbett gelegt. Die Säulen werden leicht mit dem Sockel

, damit ein zusammenhängendes Volumen entsteht. In der Schichtvorschau suchst Du nach

. Ein niedrigerer Materialverbrauch ist nur dann sinnvoll, wenn die Konstruktion weiterhin

bleibt. G, M und E unterscheiden sich vor allem im Grad der

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Formensammlung: Fotografiere oder zeichne fünf Alltagsformen, die sich aus Quader, Zylinder, Prisma oder Kugel ableiten lassen, und markiere ihre Grundkörper.
  2. Skizze: Zeichne die Rhythmus-Welle von vorne und von oben und kennzeichne Sockel, höchste Säule und Standfläche.
  3. Stabilitätstest: Baue aus Papier, Karton oder Knete zwei einfache Modelle mit unterschiedlich breiter Basis und vergleiche, welches leichter kippt.
  4. Materialbeobachtung: Untersuche verschiedene Filamentproben oder Fotos davon und beschreibe Farbe, Oberfläche und Steifigkeit.


Standard

  1. CAD-Modell: Konstruiere die Rhythmus-Welle in Tinkercad und exportiere eine STL-Datei.
  2. Gestaltungsvariation: Verändere die Höhenfolge der Säulen so, dass eine andere Wirkung entsteht, und begründe Deine Entscheidung.
  3. Slicer-Vergleich: Vergleiche zwei Infill-Einstellungen und notiere die vom Slicer geschätzten Unterschiede bei Material und Druckzeit.
  4. Galeriegespräch: Präsentiere Deinen Entwurf einer kleinen Gruppe und sammle je einen Hinweis zu Wirkung, Stabilität und Druckbarkeit.


Schwer

  1. Negativraum: Entwickle eine eigene Variante mit bewusst eingesetztem Leerraum, ohne die Standfestigkeit zu verlieren.
  2. Optimierung: Erstelle zwei Versionen desselben Kunstobjekts und entscheide anhand von Wirkung, Stabilität, Materialverbrauch und Druckzeit, welche besser ist.
  3. Dokumentarfilm: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du vom Entwurf über Slicing bis zur Schichtvorschau zeigst, wie Dein Objekt druckbereit wird.
  4. Ausstellungskonzept: Plane eine kleine Klassenausstellung mit Sockeltexten, in denen Idee, Material, Druckzeit, Schwierigkeit und eine Verbesserungsidee erklärt werden.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entwurfsanalyse: Du erhältst zwei digitale Kunstobjekte mit gleicher Größe. Eines hat eine breite Basis und senkrechte Formen, das andere eine schmale Basis und große waagerechte Auskragungen. Entscheide, welches für einen supportarmen Druck günstiger ist, und begründe Deine Entscheidung mit mindestens drei Kriterien.
  2. Materialentscheidung: Ein Objekt soll als dekorative Klassenzimmer-Skulptur gedruckt werden. Vergleiche PLA, PETG und TPU hinsichtlich der bekannten Eigenschaften und wähle ein geeignetes Material für den Unterricht. Begründe, welche Informationen Du vor dem Drucken zusätzlich von der Lehrkraft oder vom Hersteller brauchst.
  3. Slicer-Transfer: Der Slicer zeigt bei einer neuen Version deutlich mehr Material und längere Druckzeit. Entwickle drei mögliche Änderungen an Form oder Druckeinstellungen, die Material sparen könnten, ohne die Standfestigkeit stark zu verschlechtern.
  4. Fehlerdiagnose: Bei einer Vorschau erscheint eine Säule erst mehrere Schichten über dem Sockel. Erkläre, warum das problematisch ist, und beschreibe, wie Du das CAD-Modell korrigieren würdest.
  5. Gestaltungsbegründung: Entwirf eine asymmetrische Variante der Rhythmus-Welle und erläutere, wie Du trotz asymmetrischer Wirkung für einen sicheren Stand sorgst.
  6. Nachhaltigkeitsabwägung: Diskutiere, warum ein kleineres Objekt mit weniger Infill nicht automatisch die beste Lösung ist. Beziehe Gestaltung, Haltbarkeit, Ausschuss und notwendigen Support ein.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Idee und Skizze: Du zeigst eine nachvollziehbare künstlerische Idee und mindestens zwei Ansichten Deiner Planung.
  2. Digitales Modell: Du erstellst ein zusammenhängendes 3D-Modell mit sinnvoller Standfläche.
  3. Druckbarkeit: Du weist in einer Schichtvorschau nach, dass das Modell sinnvoll orientiert und auf problematische Stellen geprüft wurde.
  4. Stabilität: Du erklärst, warum Sockel, Verbindungen und Proportionen ausreichend robust geplant sind.
  5. Materialeinsatz: Du begründest Infill, Größe und gegebenenfalls Support im Hinblick auf Material und Druckzeit.
  6. G/M/E-Reflexion: Du ordnest Deine Arbeit einem Niveau zu und nennst mindestens eine konkrete Weiterentwicklung.
  7. Präsentation: Du erläuterst die Wirkung Deines Kunstobjekts mit passenden Fachbegriffen wie Form, Rhythmus, Symmetrie, Kontrast oder Negativraum.




OERs zum Thema

Wikimedia Commons: Freie Medien zum 3D-Druck

Wikimedia Commons: Filament-Beispiele

Wikimedia Commons: Beispiele für Infill



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