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BK6 - Dinge in neue Zusammenhänge setzen

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BK6 - Dinge in neue Zusammenhänge setzen



BK6 - Dinge in neue Zusammenhänge setzen


Einleitung

Was passiert, wenn ein vertrautes Bild plötzlich an einem völlig anderen Ort auftaucht? Ein Auge in einem Gesicht bedeutet zunächst etwas anderes als dasselbe Auge über einer Stadt, neben einem Produkt oder mitten in einem Sternenhimmel. In diesem aiMOOC für die Klasse 6 untersuchst Du genau diesen Bedeutungswandel. Du lernst, wie Künstlerinnen und Künstler Bildteile ausschneiden, verschieben, vergrößern, überlagern, mit Text verbinden oder mit Gegenständen kombinieren. So entstehen neue Aussagen, Geschichten und überraschende Wirkungen.

Im Mittelpunkt stehen Collage, Fotomontage, Objektkunst, Assemblage, historische Anzeigen und eigene interaktive Bildkombinationen. Du lernst nicht nur Techniken, sondern auch, Bilder genau zu beschreiben, ihre Wirkung zu begründen und eigene Entscheidungen sichtbar zu machen.

Leitfrage: Wie verändert sich die Bedeutung eines Bildteils, wenn sein Kontext verändert wird?

Differenzierung: Die Aufgaben sind auf drei Niveaus angelegt. G steht für grundlegendes Niveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau. Du kannst auf einem Niveau beginnen und Dich steigern.

Betrachte die historische Collage genau. Welche Einzelbilder erkennst Du? Was entsteht erst dadurch, dass sie gemeinsam auf einer Fläche erscheinen?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was mit Kontext gemeint ist und warum ein Bildteil in verschiedenen Zusammenhängen unterschiedlich wirken kann. Du kannst Collage, Fotomontage und Assemblage unterscheiden, eine Anzeige nach Bild, Text und Zielwirkung untersuchen und eigene Bildkombinationen gestalten. Auf M- und E-Niveau begründest Du außerdem, wie Größe, Position, Umgebung, Farbe, Text und Material die Aussage verändern.


Der wichtigste Gedanke: Kontext verändert Bedeutung

Ein Bildteil ist ein Ausschnitt aus einem größeren Bild, zum Beispiel ein Auge, eine Hand, ein Schuh, ein Tier, ein Gebäude oder ein Gegenstand. Der Kontext ist alles, was diesen Bildteil umgibt: andere Bilder, Wörter, Farben, die Größe des Ausschnitts, seine Position und sogar der Ort, an dem das Bild gezeigt wird.

Ein einfaches Beispiel ist ein ausgeschnittenes Auge. In einem Gesicht wirkt es wie ein Körperteil. Über einer Stadt kann es an Beobachtung erinnern. Neben einer Lupe kann es für genaues Hinsehen stehen. In einer Werbung kann es Aufmerksamkeit auf ein Produkt lenken. Der Bildteil bleibt derselbe, aber der Zusammenhang erzeugt neue Deutungen.

Merksatz: Ein Bild hat nicht nur eine Bedeutung in sich selbst. Bedeutung entsteht auch durch Beziehungen zwischen Bildteilen und ihrem Umfeld.


G/M/E: So untersuchst Du Bedeutungswandel

Niveau Was Du tust Satzstarter
G Du beschreibst, was Du siehst, und vergleichst zwei Kontexte. „Im ersten Bild wirkt der Ausschnitt …, weil …“
M Du erklärst, wie Anordnung, Größe, Farbe, Text oder Nachbarbilder die Wirkung verändern. „Durch die neue Umgebung bekommt der Bildteil die Bedeutung …“
E Du entwickelst mehrere mögliche Deutungen und begründest, welche Gestaltungsmittel sie auslösen. „Die Kombination kann einerseits … bedeuten, andererseits …; entscheidend ist …“


Collage: Ausschneiden, ordnen, neu erzählen

Das Wort Collage hängt mit dem französischen Wort „coller“ für „kleben“ zusammen. Bei einer Collage werden unterschiedliche Materialien auf einer Fläche zusammengefügt. Das können Zeitungsausschnitte, Fotografien, Verpackungen, Zeichnungen, Stoffe, Tickets, farbige Papiere oder selbst geschriebene Wörter sein. Wichtig ist nicht nur, was Du verwendest, sondern wie die Teile aufeinander reagieren.

Untersuche die Beziehungen zwischen den Formen. Achte auf Größenunterschiede, Überschneidungen, Richtungen und freie Flächen. Schon abstrakte Formen können durch ihre Position zueinander Spannung oder Ruhe erzeugen.

Kurt Schwitters arbeitete in vielen Collagen mit Alltagsmaterialien und gedruckten Fundstücken. Ein vorhandenes Stück Papier verliert dabei nicht vollständig seine alte Geschichte, bekommt aber im Kunstwerk eine neue Rolle. Genau dieses Umschalten zwischen alter und neuer Bedeutung ist für unser Thema wichtig.


Kontextlabor 1: Ein Bildteil, drei Welten

Wähle einen selbst gezeichneten oder frei nutzbaren Bildausschnitt. Lege ihn nacheinander auf drei verschiedene Hintergründe: zum Beispiel Schulhof, Weltraum und Supermarkt. Klebe noch nichts fest. Fotografiere jede Variante oder fertige kleine Skizzen an.

  1. G: Beschreibe für jede Variante in einem Satz, was der Bildteil nun zu bedeuten scheint.
  2. M: Erkläre zusätzlich, welches Nachbarbild oder welche Farbe die Wirkung besonders verändert.
  3. E: Entwickle zu jeder Variante zwei mögliche Deutungen und entscheide, welche gestalterisch stärker unterstützt wird.


Komposition: Wo etwas liegt, verändert die Aussage

Die Komposition beschreibt, wie Bildelemente angeordnet sind. Ein sehr kleines Bildteil am Rand kann nebensächlich wirken. Dasselbe Element riesig in der Mitte kann dominant, wichtig oder bedrohlich erscheinen. Überlagerungen können Zugehörigkeit, Konflikt oder Verwandlung zeigen. Wiederholungen können Rhythmus erzeugen oder eine Figur besonders wichtig erscheinen lassen.

Bei dieser historischen Fotomontage wird dieselbe Person in vielen Aufnahmen wiederholt. Überlege: Wie verändert die Vielzahl der Bilder den Eindruck im Vergleich zu einem einzelnen Porträt?


Fotomontage: Fotos werden zu neuen Wirklichkeiten

Eine Fotomontage verbindet zwei oder mehr Fotografien zu einer neuen Bildaussage. Manche Montagen zeigen die Übergänge deutlich. Andere versuchen, verschiedene Bilder so zusammenzufügen, dass eine scheinbar glaubwürdige neue Szene entsteht.

Fotomontagen eignen sich besonders gut für unser Thema, weil ein Foto zunächst wie ein Beleg für Wirklichkeit wirken kann. Wird ein Ausschnitt jedoch in einen neuen Zusammenhang gesetzt, kann er humorvoll, rätselhaft, kritisch, fantastisch oder irreführend wirken. Deshalb gehört zur Fotomontage auch Medienkompetenz: Du solltest erkennen, dass ein fotografisch wirkendes Bild zusammengesetzt sein kann.

Bei diesem Beispiel wurden zwei Fotografien zu einer neuen Fotomontage verbunden. Suche nach Übergängen, Größenverhältnissen und räumlichen Beziehungen. Welche Teile wirken zusammengehörig, obwohl sie ursprünglich aus verschiedenen Aufnahmen stammen?


Schnittkante, Maßstab und Blickrichtung

Drei Gestaltungsmittel verändern eine Fotomontage besonders stark. Die Schnittkante entscheidet, ob ein Ausschnitt hart abgetrennt oder weich eingebunden wirkt. Der Maßstab entscheidet, ob etwas glaubwürdig, riesig oder winzig erscheint. Die Blickrichtung einer Figur kann bestimmen, welches andere Bildelement wir als wichtig wahrnehmen.

Ein ausgeschnittener Mensch, der nach rechts schaut, scheint mit einem rechts platzierten Gegenstand verbunden zu sein. Verschiebst Du den Gegenstand nach links, kann diese Beziehung verschwinden. So entstehen Bedeutungen allein durch Anordnung.


Video: Collage-Techniken im Atelier

Das Museum of Modern Art zeigt in diesem Video grundlegende Schritte vom Suchen von Bildmaterial über das Schneiden und Anordnen bis zum Kleben. Beobachte besonders, dass die Komposition vor dem endgültigen Festkleben ausprobiert werden kann.


Video: Kubismus und neu zusammengesetzte Wirklichkeit

Das Tate-Kids-Video zum Kubismus zeigt, wie Künstler Gegenstände nicht nur aus einer einzigen Ansicht darstellen. Für unser Thema ist interessant, dass Zerlegen und Neuordnen auch hier zu einer veränderten Wahrnehmung führen.


Objektkunst und Assemblage: Dinge werden zu Zeichen

Bei Objektkunst wird ein realer Gegenstand selbst zum Bestandteil eines Kunstwerks. Eine Assemblage kann man vereinfacht als räumliche Verwandte der Collage verstehen: Gefundene oder vorhandene Dinge werden so zusammengefügt, dass eine neue Einheit entsteht.

In diesem Werk von Kurt Schwitters werden Fundstücke und Materialien Teil einer neuen Komposition. Ein Fragment, das vorher vielleicht nur Rest, Bruchstück oder Gebrauchsgegenstand war, kann im Kunstwerk zum Formelement, Erinnerungsträger oder Bedeutungshinweis werden.

Achte darauf, wie reale Materialien Schatten werfen und dadurch stärker als körperliche Dinge wahrgenommen werden. Bei Objektkunst entsteht Kontext nicht nur durch Nachbarbilder, sondern auch durch Material, Gewicht, Oberfläche, Raum und Präsentationsort.


Kontextlabor 2: Der Gegenstand wechselt seine Rolle

Nimm einen ungefährlichen Alltagsgegenstand, zum Beispiel einen Löffel, eine Wäscheklammer, einen Kartonring oder einen alten Schlüsselanhänger. Verwende nichts Wertvolles und nichts, das scharf, giftig oder hygienisch problematisch ist.

  1. G: Stelle den Gegenstand einmal auf einen Tisch und einmal auf einen selbst gestalteten Sockel. Beschreibe den Unterschied.
  2. M: Kombiniere ihn mit zwei weiteren Fundstücken. Gib der Anordnung einen Titel, der eine neue Bedeutung nahelegt.
  3. E: Verändere nur den Kontext, nicht den Gegenstand. Entwickle drei Präsentationen, in denen er nacheinander nützlich, geheimnisvoll und wertvoll wirkt.


Video: Assemblage aus Karton

In diesem Museumsangebot wird eine Assemblage aus Kartonformen aufgebaut. Beobachte, wie gefundene beziehungsweise vorbereitete Formen durch Wiederholung, Anordnung und gemeinsame Farbigkeit wie ein neues Ganzes wirken.


Anzeigen: Bild und Text lenken Deutungen

Eine Anzeige verbindet häufig Bilder, Wörter, Schriftgestaltung und Anordnung. Die einzelnen Bestandteile beeinflussen sich gegenseitig. Ein neutrales Foto kann durch einen Slogan plötzlich lustig, ernst, luxuriös oder dringend wirken. Umgekehrt kann ein Bild die Bedeutung eines kurzen Textes verändern.

Diese historische Anzeige eignet sich für eine Bild-Text-Untersuchung. Frage Dich: Was erfährst Du nur durch das Bild? Was nur durch Schrift? Was entsteht erst durch beides zusammen?

Historische Anzeigen zeigen außerdem, dass Gestaltung immer in einer bestimmten Zeit entsteht. Schriftarten, Bildstile und Vorstellungen davon, was überzeugend wirkt, verändern sich. Deshalb gehört zur Bildanalyse auch die Frage nach dem historischen Kontext.


Anzeige umdeuten: Gleicher Ausschnitt, anderer Slogan

Wähle ein neutrales, selbst aufgenommenes Foto eines Gegenstands. Verwende exakt dasselbe Foto dreimal und ändere nur den Text.

  1. Formuliere einen Slogan, der den Gegenstand besonders praktisch erscheinen lässt.
  2. Formuliere einen zweiten Slogan, der denselben Gegenstand geheimnisvoll wirken lässt.
  3. Formuliere einen dritten Slogan, der ihn humorvoll erscheinen lässt.

Vergleiche anschließend: Das Foto ist gleich geblieben. Trotzdem verändert der Text den Deutungsrahmen. Auf M-Niveau beschreibst Du diesen Wechsel mit Gestaltungsmitteln. Auf E-Niveau prüfst Du zusätzlich, ob Schriftgröße, Platzierung und Wortwahl die gewünschte Wirkung unterstützen.


Bedeutungswerkstatt: Wie Kontext Schritt für Schritt wirkt

Bei der Untersuchung eines Bildes hilft eine feste Reihenfolge.

  1. Beschreiben: Nenne zuerst nur sichtbar Vorhandenes, ohne sofort zu bewerten.
  2. Beziehungen finden: Prüfe, welche Bildteile nebeneinander, übereinander oder weit voneinander entfernt sind.
  3. Gestaltung untersuchen: Achte auf Größe, Farbe, Kontrast, Richtung, Ausschnitt, Material und Text.
  4. Deuten: Formuliere, welche Bedeutung aus diesen Beziehungen entstehen könnte.
  5. Begründen: Zeige immer, welches sichtbare Merkmal Deine Deutung unterstützt.
  6. Vergleichen: Verändere einen Aspekt des Kontextes und prüfe, wie sich die Aussage verschiebt.


Denotation und Konnotation für E-Niveau

Auf erweitertem Niveau kannst Du zwei Fachbegriffe verwenden. Denotation meint vereinfacht das, was direkt erkennbar benannt werden kann, zum Beispiel „ein roter Schuh“. Konnotation meint zusätzliche Vorstellungen oder Assoziationen, die durch Erfahrung und Kontext entstehen können, zum Beispiel „Sport“, „Eile“, „Mode“ oder „Gefahr“. Verschiedene Menschen können dabei unterschiedliche Assoziationen haben. Eine gute Bildanalyse begründet deshalb, wodurch eine Deutung im konkreten Bild ausgelöst wird.


Interaktive Kombination: Der Kontext-Generator

Erstelle aus je einem Element der drei Spalten eine Bildidee. Es gibt keine einzige richtige Kombination. Entscheidend ist, dass Du die entstehende Bedeutung begründen kannst.

Bildteil Neuer Kontext Zusatz
Auge Stadt bei Nacht Warnschild
Schuh Unterwasserwelt Preisschild
Fisch Klassenzimmer Sprechblase
Hand Weltraum Pfeil
Uhr Wald Werbeslogan

G: Wähle eine Kombination und beschreibe die neue Szene. M: Erkläre, warum die Kombination überraschend wirkt. E: Entwirf zwei unterschiedliche Aussagen mit demselben Bildteil, indem Du nur Kontext und Zusatz austauschst.


Sicher und fair mit Bildmaterial arbeiten

Wenn Du mit Fotos und Bildern anderer Personen arbeitest, beachte Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht. Für Schulprojekte eignen sich eigene Zeichnungen und Fotos oder frei nutzbare beziehungsweise passend lizenzierte Materialien, zum Beispiel aus Wikimedia Commons. Prüfe immer die Lizenzangaben der konkreten Datei. Wenn Personen erkennbar fotografiert werden, beachte die schulischen Regeln und frage nach der nötigen Einwilligung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

G: Was beschreibt der Begriff Kontext bei einem Bild am besten? (Die Umgebung und Beziehungen, in denen ein Bildteil erscheint) (!Nur die Größe des Papiers) (!Nur den Namen der Künstlerin oder des Künstlers) (!Nur die verwendete Schere)




G: Was ist typisch für eine Collage? (Unterschiedliche Materialien oder Bildteile werden zusammengefügt) (!Nur eine Farbe wird ohne Unterbrechung aufgetragen) (!Ein Foto darf niemals geschnitten werden) (!Nur Ton wird zu einer Figur geformt)




G: Was kann passieren, wenn derselbe Bildausschnitt in einen neuen Hintergrund gesetzt wird? (Seine Wirkung und mögliche Bedeutung können sich verändern) (!Er verliert immer seine Farbe) (!Er wird automatisch zu einer Fotografie) (!Er hat danach keine erkennbare Form mehr)




M: Welches Gestaltungsmittel verändert besonders deutlich, ob ein Gegenstand riesig oder klein wirkt? (Der Maßstab) (!Der Dateiname) (!Der Klebstoff) (!Die Seitenzahl)




M: Was ist eine Fotomontage? (Eine neue Bildkomposition aus mehreren fotografischen Bestandteilen) (!Ein Gemälde aus nur einer einzigen Farbe) (!Eine Skulptur aus nur einem Stein) (!Eine Liste mit Kameramodellen)




M: Warum kann ein Slogan die Bedeutung eines Fotos verändern? (Weil Text dem Bild einen neuen Deutungsrahmen geben kann) (!Weil jedes Wort das Foto technisch vergrößert) (!Weil ein Slogan alle Farben entfernt) (!Weil Bilder neben Text nicht mehr sichtbar sind)




M: Was untersuchst Du bei der Komposition? (Die Anordnung und Beziehungen der Bildelemente) (!Nur das Alter des Papiers) (!Nur den Preis des Kunstwerks) (!Nur die Länge des Titels)




E: Welche Aussage beschreibt eine begründete Bilddeutung am besten? (Eine Deutung wird mit sichtbaren Gestaltungsmitteln im Bild erklärt) (!Eine Deutung ist richtig, wenn sie besonders lang ist) (!Eine Deutung braucht keine Beobachtung am Bild) (!Eine Deutung besteht nur aus persönlichem Geschmack)




E: Was meint Konnotation vereinfacht? (Zusätzliche Vorstellungen und Assoziationen, die ein Zeichen auslösen kann) (!Die genaue Pixelzahl einer Datei) (!Die Dicke eines Kartons) (!Die Reihenfolge der Buchstaben im Dateinamen)




E: Warum ist der Vergleich zweier Kontexte besonders hilfreich? (Weil sichtbar wird, welche Bedeutungsänderung durch die Umgebung entsteht) (!Weil dadurch jedes Bild dieselbe Aussage bekommt) (!Weil nur dann Farben verwendet werden dürfen) (!Weil ein Bild ohne Vergleich keine Formen besitzt)





Memory

Collage Zusammenfügen verschiedener Materialien auf einer Fläche
Fotomontage Kombination mehrerer fotografischer Bestandteile
Kontext Umgebung und Zusammenhang eines Bildteils
Assemblage Räumliche Komposition aus zusammengefügten Gegenständen
Maßstab Größenverhältnis von Bildelementen
Komposition Anordnung der Teile im Bild
Slogan Kurzer Text, der eine Werbeaussage zuspitzt
Konnotation Zusätzliche Assoziation eines Zeichens





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Collage Papier, Fotos und andere flache Materialien werden zusammengefügt.
Fotomontage Fotografische Ausschnitte werden zu einer neuen Bildszene kombiniert.
Assemblage Gefundene Gegenstände werden zu einer räumlichen Komposition verbunden.
Kontextwechsel Derselbe Bildteil erhält durch eine neue Umgebung eine andere Wirkung.
Anzeige Bild und Text werden gezielt zu einer Botschaft verbunden.




...


Kreuzworträtsel

Collage Wie heißt eine Technik, bei der verschiedene Materialien auf einer Fläche zusammengefügt werden?
Kontext Wie heißt die Umgebung, die die Bedeutung eines Bildteils mitbestimmt?
Montage Welcher Wortteil bezeichnet das Zusammenfügen mehrerer Bildbestandteile?
Werbung In welchem Bereich werden Bild und Slogan häufig gemeinsam eingesetzt?
Assemblage Wie heißt eine räumliche Kunstform aus zusammengefügten Fundstücken?
Ausschnitt Wie nennt man einen herausgetrennten Teil eines größeren Bildes?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Bildteil erhält seine Wirkung nicht nur durch sich selbst, sondern auch durch seinen

.
Bei einer

werden unterschiedliche Materialien oder Bildteile auf einer Fläche zusammengefügt.
Eine aus mehreren fotografischen Bestandteilen zusammengesetzte Bildgestaltung heißt

.
Werden gefundene Gegenstände räumlich kombiniert, kann eine

entstehen.
Die Anordnung der Elemente innerhalb einer Gestaltung nennt man

.
Durch einen veränderten

kann derselbe Gegenstand plötzlich riesig oder winzig wirken.
In einer Anzeige kann ein

die Deutung eines Bildes gezielt beeinflussen.
Beim genauen Untersuchen solltest Du Beobachtung und

voneinander unterscheiden.
Zusätzliche Vorstellungen, die ein Bildzeichen auslösen kann, nennt man auf E-Niveau

.
Für fremdes Bildmaterial solltest Du die jeweilige

prüfen.




Offene Aufgaben


Leicht – G-Niveau

  1. Zwei Hintergründe: Schneide einen selbst gezeichneten Gegenstand aus und lege ihn auf zwei unterschiedliche Hintergründe. Fotografiere beide Varianten und beschreibe den Bedeutungsunterschied.
  2. Gefühls-Collage: Gestalte aus Farben, Formen und drei Bildausschnitten eine Collage zum Begriff „laut“ oder „ruhig“. Begründe zwei Entscheidungen.
  3. Slogan-Tausch: Fotografiere einen neutralen Schulgegenstand und erfinde zwei sehr unterschiedliche Slogans dazu. Erkläre, wie sich die Wirkung ändert.
  4. Fundstück neu gesehen: Präsentiere einen ungefährlichen Alltagsgegenstand auf einem selbst gebauten Sockel. Gib ihm einen neuen Titel und erkläre die neue Rolle.


Standard – M-Niveau

  1. Unmöglicher Ort: Erstelle eine Fotomontage, in der ein vertrauter Gegenstand an einem unerwarteten Ort auftaucht. Nutze Größe und Blickrichtung bewusst.
  2. Vorher-Nachher-Analyse: Dokumentiere zwei Versionen derselben Collage. Verschiebe nur ein wichtiges Element und analysiere, wie sich die Aussage verändert.
  3. Dreifach-Anzeige: Verwende dasselbe Produktfoto für drei erfundene Anzeigen mit den Wirkungen praktisch, geheimnisvoll und humorvoll.
  4. Recycling-Assemblage: Baue aus Karton und sauberen Fundstücken ein Relief. Wähle einen Titel, der den Gegenständen eine gemeinsame Bedeutung gibt.


Schwer – E-Niveau

  1. Mehrdeutige Fotomontage: Gestalte eine Montage, die mindestens zwei plausible Deutungen zulässt. Schreibe eine kurze Analyse mit Denotation und Konnotation.
  2. Glaubwürdig oder erfunden: Erstelle zwei Versionen einer Szene, eine deutlich fantastische und eine möglichst glaubwürdig montierte. Erkläre anschließend, woran Manipulation erkennbar sein könnte.
  3. Mini-Ausstellung Kontext: Entwickle drei Werke mit demselben Bildteil in drei verschiedenen Zusammenhängen. Ordne sie als kleine Ausstellung und verfasse Wandtexte.
  4. Bildgespräch als Video: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du anhand eines eigenen Werks zeigst, wie Ausschnitt, Maßstab, Text, Anordnung und Kontext die Bedeutung beeinflussen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Kontextvergleich: Du erhältst denselben Bildausschnitt in zwei verschiedenen Umgebungen. Beschreibe nicht nur die Unterschiede, sondern erkläre, welche Gestaltungsmittel die Bedeutungsänderung verursachen.
  2. Slogan-Experiment: Entwirf für ein neutrales Gegenstandsfoto zwei gegensätzliche Slogans. Begründe, warum derselbe Gegenstand dadurch unterschiedlich bewertet werden könnte.
  3. Verschiebeprobe: Skizziere eine einfache Szene. Versetze das wichtigste Bildelement vom Zentrum an den Rand und erkläre, wie sich Gewichtung und Aussage verändern.
  4. Alltagsding als Kunst: Wähle einen ungefährlichen Alltagsgegenstand und plane zwei Präsentationsformen. Erkläre, wie Sockel, Umgebung und Titel seine Wahrnehmung verändern.
  5. Montage erkennen: Entwickle Kriterien, mit denen Du bei einer Fotomontage prüfen würdest, ob Bildelemente aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt wurden.
  6. Mehrdeutigkeit: Formuliere zu einer eigenen Collage zwei mögliche Deutungen und belege jede mit mindestens zwei sichtbaren Merkmalen.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Werk zeigst, sondern auch Deinen Gestaltungsprozess erklärst.

  1. Idee: Eine klare Ausgangsidee oder Leitfrage zum Bedeutungswandel.
  2. Experiment: Mindestens zwei unterschiedliche Kontextvarianten mit demselben Bildteil oder Gegenstand.
  3. Gestaltungsmittel: Bewusster Einsatz von Ausschnitt, Maßstab, Position, Überlagerung, Farbe, Material oder Text.
  4. Fachsprache: Passende Begriffe wie Collage, Fotomontage, Kontext, Komposition und Assemblage.
  5. Begründung: Erklärung, wodurch sich die Bedeutung zwischen den Varianten verändert.
  6. Reflexion: Einschätzung, welche Version Deine beabsichtigte Aussage am stärksten vermittelt und warum.
  7. Medienrecht: Nachweis, dass eigenes oder passend lizenziertes Material verwendet wurde.




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