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BK6 - Nachhaltiges Design

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BK6 - Nachhaltiges Design




BK6 - Nachhaltiges Design


Einleitung

Nachhaltiges Design bedeutet: Dinge so zu gestalten, dass sie gut aussehen, ihren Zweck zuverlässig erfüllen und dabei möglichst verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen. Dazu gehört nicht nur die Wahl eines Materials. Schon beim Entwerfen kannst Du überlegen, wie lange ein Gegenstand nutzbar ist, ob er repariert werden kann, ob einzelne Teile austauschbar sind und was am Ende seiner Nutzung mit den Materialien geschieht.

In diesem aiMOOC für Klasse 6 untersuchst Du Produkte aus Deinem Alltag und entwickelst eine eigene Gestaltungsidee. Dabei verbindest Du drei Blickrichtungen:

  1. Ästhetik: Wie wirkt der Gegenstand? Welche Formen, Farben, Oberflächen und Proportionen passen zusammen?
  2. Funktion: Was soll der Gegenstand können? Ist er praktisch, stabil, verständlich und angenehm zu benutzen?
  3. Ressourcenverbrauch: Welche Rohstoffe, Materialien und Herstellungsprozesse werden benötigt? Kann Material eingespart, wiederverwendet, repariert oder recycelt werden?

Das Foto zeigt ein bekanntes Sitzmöbel in einer Variante mit recyceltem Kunststoff. Es macht deutlich: Ein Designgegenstand kann gleichzeitig über Form, Funktion und Materialwahl beurteilt werden.

Das Video der Sendung mit der Maus zeigt am Beispiel von Urban Mining, wie Materialien aus bereits vorhandenen Dingen zurückgewonnen und erneut genutzt werden können.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Nachhaltiges Design erklären und von rein dekorativer Gestaltung unterscheiden.
  2. die Begriffe Ressource, Wiederverwendung, Reparatur, Upcycling, Recycling und Kreislaufwirtschaft passend verwenden.
  3. Produkte nach Ästhetik, Funktion und Ressourcenverbrauch untersuchen.
  4. Merkmale langlebiger und reparaturfreundlicher Produkte erkennen.
  5. einen einfachen Produktlebenszyklus beschreiben.
  6. eine eigene Gestaltungsidee entwickeln, zeichnen, begründen und verbessern.
  7. Deine Arbeit auf den Niveaustufen G, M oder E bearbeiten und reflektieren.


G / M / E: Drei Niveaustufen

Die Aufgaben dieses aiMOOCs sind differenziert. Du kannst je nach Lernstand auf unterschiedlichen Niveaustufen arbeiten.

Niveau Bedeutung Was Du leistest
G Grundniveau Du erkennst wichtige Merkmale, beschreibst sie mit passenden Begriffen und entwickelst eine einfache, funktionierende Gestaltungsidee.
M Mittleres Niveau Du vergleichst mehrere Möglichkeiten, begründest Entscheidungen und verbesserst Deine Gestaltung anhand von Kriterien.
E Erweitertes Niveau Du untersuchst Zusammenhänge genauer, wägest Zielkonflikte ab und entwickelst eine besonders durchdachte Lösung für Gestaltung, Nutzung, Reparatur und Materialkreislauf.


Was macht Design nachhaltig?

Ökodesign betrachtet ein Produkt möglichst über seinen gesamten Lebensweg. Ein Gegenstand beginnt nicht erst im Laden und endet nicht einfach im Mülleimer. Für Materialien müssen Rohstoffe gewonnen, verarbeitet und transportiert werden. Ein Produkt wird hergestellt, benutzt, gepflegt oder repariert. Später kann es weitergegeben, umgebaut, zerlegt, wiederverwendet oder recycelt werden.

Die Abbildung vergleicht eine eher lineare Produktionsweise mit einer Kreislaufidee. In einer Linearwirtschaft folgt auf Rohstoffgewinnung, Herstellung und Nutzung häufig die Entsorgung. Eine Kreislaufwirtschaft versucht dagegen, Produkte und Materialien möglichst lange nutzbar zu halten und Kreisläufe zu schließen.

Ein nachhaltiges Produkt ist deshalb nicht automatisch ein Produkt aus einem bestimmten „Öko-Material“. Entscheidend ist das Zusammenspiel vieler Eigenschaften. Ein langlebiger Gegenstand, der repariert und viele Jahre verwendet wird, kann gegenüber einem kurzlebigen Gegenstand Vorteile haben. Gleichzeitig müssen auch Herstellung, Transport, Nutzung und das spätere Trennen der Materialien betrachtet werden.


Vom Wegwerfen zum Kreislauf

In einer Kreislaufwirtschaft sollen Produkte, Bauteile und Materialien möglichst lange einen Nutzen behalten. Besonders wichtig sind dabei Schritte, die die Lebensdauer verlängern.

  1. Vermeidung: Ein unnötiges Produkt oder unnötige Verpackung wird gar nicht erst hergestellt.
  2. Wiederverwendung: Ein Gegenstand wird erneut für denselben oder einen anderen Zweck benutzt.
  3. Reparatur: Ein Defekt wird behoben, damit das Produkt weiter genutzt werden kann.
  4. Aufarbeitung: Ein gebrauchtes Produkt wird geprüft, gereinigt und verbessert.
  5. Upcycling: Ein vorhandenes Material oder Produkt erhält durch eine neue Gestaltung eine neue Funktion oder einen neuen Wert.
  6. Recycling: Materialien werden aufbereitet und als Rohstoff für neue Produkte genutzt.

Recycling ist wichtig, aber es ist nicht die einzige Lösung. Wenn ein Gegenstand repariert oder direkt weiterverwendet werden kann, bleibt mehr von seiner bisherigen Form und Funktion erhalten. Beim Recycling müssen Materialien dagegen gesammelt, sortiert und verarbeitet werden.


Reparieren statt ersetzen

Ein reparaturfreundliches Produkt ist so gestaltet, dass Defekte möglichst leicht gefunden und Teile ausgetauscht werden können. Hilfreich sind zum Beispiel lösbare Verbindungen, zugängliche Schrauben, austauschbare Bauteile und eine verständliche Konstruktion.

Bei einem modular aufgebauten Produkt können bestimmte Teile getrennt werden. Das ist für nachhaltiges Design interessant, weil nicht immer das gesamte Produkt ersetzt werden muss, wenn nur ein einzelnes Bauteil defekt ist.

Ein Fahrrad ist ein gutes Beispiel dafür, dass Pflege, Ersatzteile und Reparatur die Nutzungsdauer verlängern können. Reifen, Schläuche, Bremsbeläge, Ketten oder andere Komponenten lassen sich einzeln warten oder austauschen.

Auch eine öffentliche Reparaturstation ist Teil eines Gestaltungssystems: Nicht nur das Produkt selbst, sondern auch die Umgebung kann Reparatur ermöglichen.


Repair-Cafés als Reparaturkonzept

Ein Repair-Café ist eine Veranstaltung oder ein Treffpunkt, bei dem Menschen gemeinsam versuchen, defekte Alltagsgegenstände zu reparieren. Oft helfen erfahrene Freiwillige mit Werkzeug und Wissen. Solche Orte können Müll vermeiden, Fähigkeiten vermitteln und zeigen, dass Reparieren eine gemeinschaftliche Tätigkeit sein kann.

Denkfrage: Was müsste ein Produktdesigner bereits beim Entwurf beachten, damit ein Gegenstand später in einem Repair-Café einfacher repariert werden kann?


Langlebigkeit als Designziel

Langlebigkeit bedeutet, dass ein Gegenstand über einen längeren Zeitraum sinnvoll genutzt werden kann. Dazu gehören mehrere Eigenschaften:

  1. Stabilität: Das Produkt hält typische Belastungen aus.
  2. Reparierbarkeit: Verschleißteile können erreicht und ersetzt werden.
  3. Zeitlose Gestaltung: Form und Farbgebung können so gewählt werden, dass das Produkt nicht allein wegen eines kurzlebigen Trends unattraktiv wird.
  4. Anpassbarkeit: Ein Produkt kann verändert oder erweitert werden.
  5. Pflegefreundlichkeit: Oberflächen und Bauteile lassen sich reinigen und warten.

Langlebigkeit bedeutet aber nicht, dass ein Gegenstand besonders schwer oder materialreich sein muss. Nachhaltiges Design sucht nach einer sinnvollen Balance zwischen ausreichender Stabilität und möglichst geringem Materialeinsatz.


Wiederverwendung und Upcycling

Bei der Wiederverwendung bleibt ein Gegenstand oder Bauteil möglichst direkt in Gebrauch. Beim Upcycling wird etwas Vorhandenes gestalterisch verändert und erhält eine neue Funktion oder Bedeutung.

Eine gebrauchte Flasche kann beispielsweise als Ausgangsmaterial für eine neue Gestaltung dienen. Wichtig ist dabei die Frage, ob das neue Produkt tatsächlich gebraucht wird, sicher funktioniert und länger genutzt werden kann. Upcycling ist nicht automatisch nachhaltig, wenn dafür sehr viele zusätzliche Materialien benötigt werden oder das Ergebnis schnell wieder entsorgt wird.

Auch aus alten Kunststoffprodukten können wieder Rohstoffe für neue Produkte gewonnen werden. Designerinnen und Designer können beeinflussen, wie gut Materialien später getrennt und weiterverarbeitet werden können.


Materialkreisläufe

Ein Materialkreislauf beschreibt vereinfacht, wie Materialien nach einer Nutzung erneut eingesetzt werden. Besonders günstig für die Trennung sind Konstruktionen, bei denen unterschiedliche Materialien nicht dauerhaft miteinander verklebt oder untrennbar verbunden sind.

Das Konzept Cradle to Cradle beschreibt die Idee, Materialien so zu gestalten und auszuwählen, dass sie nach ihrer Nutzung wieder in biologische oder technische Kreisläufe gelangen können. Für Klasse 6 ist besonders wichtig: Schon beim Entwurf wird überlegt, was später mit jedem Material passieren kann.


Ein Produkt unter der Lupe

Nimm zum Beispiel einen einfachen Stiftehalter. Du kannst ihn mit drei Leitfragen untersuchen:

  1. Ästhetik: Welche Form hat er? Wirkt er ruhig, verspielt, technisch, natürlich oder bunt? Sind die Proportionen stimmig?
  2. Funktion: Steht er sicher? Sind Stifte gut erreichbar? Gibt es scharfe Kanten? Passt die Größe zum Schreibtisch?
  3. Ressourcenverbrauch: Wie viel Material wird benötigt? Ist das Material neu oder wiederverwendet? Sind die Teile trennbar? Kann ein beschädigtes Teil ersetzt werden?

Eine gute Gestaltung versucht nicht, nur eine dieser Fragen zu beantworten. Sie verbindet alle drei.


Ästhetik und Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Design muss nicht langweilig aussehen. Gerade vorhandene Materialien können interessante Oberflächen, Farben und Gebrauchsspuren mitbringen. Solche Spuren können bewusst Teil der Gestaltung werden.

Du kannst ästhetisch arbeiten mit:

  1. Form: geometrisch, organisch, symmetrisch, asymmetrisch.
  2. Farbe: vorhandene Materialfarben nutzen oder gezielt wenige Akzente setzen.
  3. Oberfläche: glatt, rau, gefaltet, geschichtet, sichtbar gebraucht.
  4. Rhythmus: Formen oder Bauteile wiederholen.
  5. Kontrast: alt und neu, grob und fein, hell und dunkel gegenüberstellen.
  6. Proportion: Größenverhältnisse bewusst gestalten.

Die gestalterische Entscheidung sollte zur Funktion passen. Ein Gegenstand kann sehr schön aussehen und trotzdem schlecht funktionieren. Ebenso kann ein praktischer Gegenstand unnötig viel Material verbrauchen. Nachhaltiges Design fordert deshalb Abwägen.


Zielkonflikte erkennen

Beim Gestalten gibt es oft keine perfekte Lösung. Ein dickeres Bauteil kann stabiler sein, verbraucht aber mehr Material. Eine feste Verklebung kann schnell herzustellen sein, erschwert aber vielleicht die spätere Trennung. Eine auffällige Lackierung kann ästhetisch reizvoll sein, aber zusätzliches Material erfordern.

Deshalb arbeiten Designerinnen und Designer mit Kriterien. Eine Entscheidung wird nicht nur mit „gefällt mir“ begründet, sondern mit nachvollziehbaren Argumenten.

Kriterium Leitfrage
Ästhetik Ist die Gestaltung bewusst, stimmig und zur Nutzung passend?
Funktion Erfüllt der Gegenstand seinen Zweck sicher und zuverlässig?
Materialeinsatz Wird nur so viel Material verwendet, wie für die Funktion nötig ist?
Wiederverwendung Können vorhandene Materialien sinnvoll weitergenutzt werden?
Reparatur Lassen sich beschädigte Teile erreichen und ersetzen?
Trennbarkeit Können verschiedene Materialien später wieder voneinander getrennt werden?
Langlebigkeit Ist der Gegenstand stabil, pflegbar und länger nutzbar?


Gestaltungsprojekt: Der modulare Kreislauf-Organizer

Du entwickelst einen modularen Kreislauf-Organizer für Deinen Arbeitsplatz. Er soll Stifte, Lineal, kleine Notizzettel oder andere leichte Schulmaterialien ordnen. Das Grundmaterial stammt möglichst aus bereits vorhandenen Verpackungen oder Materialresten.

Gestaltungsidee: Mehrere kleine Behälter aus gebrauchtem Karton werden in ein gemeinsames Grundelement gesteckt. Die Module können herausgenommen, ersetzt und neu angeordnet werden. Statt alles dauerhaft zu verkleben, verwendest Du möglichst Steck-, Falt- oder Schnurverbindungen. So kannst Du Teile austauschen und Materialien später leichter trennen.

Ästhetik: Die sichtbare Oberfläche nutzt bewusst die Farbe und Struktur des vorhandenen Materials. Aufdrucke können entweder als Gestaltungselement eingebunden oder durch Faltung gezielt nach innen gelegt werden. Wiederkehrende Formen sorgen für einen klaren Rhythmus.

Funktion: Unterschiedlich hohe Module nehmen verschiedene Gegenstände auf. Eine breite Grundfläche sorgt für sicheren Stand. Öffnungen bleiben groß genug, damit Du die Dinge leicht greifen kannst.

Ressourcenverbrauch: Vorhandener Karton wird bevorzugt. Neue Materialien werden nur dort eingesetzt, wo sie wirklich nötig sind. Verzierungen entstehen möglichst durch Falten, Ausschneiden, Prägen oder das Nutzen vorhandener Farben statt durch zusätzliche Dekorationsmaterialien.


Arbeitsprozess

  1. Beobachten: Untersuche Deinen Arbeitsplatz. Was muss wirklich geordnet werden?
  2. Sammeln: Suche geeignete, saubere Restmaterialien wie festen Versandkarton, kleine Schachteln oder Schnurreste.
  3. Skizzieren: Zeichne mindestens zwei Ansichten und markiere Funktionen.
  4. Entscheiden: Wähle eine Lösung und begründe sie nach Ästhetik, Funktion und Ressourcenverbrauch.
  5. Prototyp bauen: Fertige ein Modell oder den fertigen Organizer.
  6. Testen: Probiere Standfestigkeit, Erreichbarkeit und Belastbarkeit aus.
  7. Verbessern: Ändere mindestens eine Stelle auf Grundlage des Tests.
  8. Dokumentieren: Fotografiere oder zeichne den Entwicklungsweg.
  9. Reflektieren: Erkläre, was repariert, ersetzt oder getrennt werden kann.


Differenzierung des Gestaltungsprojekts

Niveau Anforderungen
G Entwirf einen funktionierenden Organizer aus überwiegend vorhandenen Materialien. Zeichne eine beschriftete Skizze und erkläre jeweils einen Punkt zu Ästhetik, Funktion und Ressourcenverbrauch.
M Entwickle zwei unterschiedliche Entwürfe, vergleiche sie mit mindestens vier Kriterien und baue die überzeugendere Lösung. Zeige außerdem, wie mindestens ein Bauteil ausgetauscht werden kann.
E Entwickle ein modulares System mit austauschbaren Teilen. Dokumentiere Materialherkunft, Verbindungen, Reparaturmöglichkeit und geplante Trennung am Nutzungsende. Begründe außerdem einen Zielkonflikt und Deine Entscheidung.


Design-Check vor dem Bauen

Prüfe Deinen Entwurf:

  1. Brauche ich den Gegenstand wirklich?
  2. Kann ich vorhandenes Material verwenden?
  3. Habe ich unnötige Dekoration vermieden?
  4. Ist der Gegenstand stabil genug, ohne unnötig massiv zu sein?
  5. Sind wichtige Teile austauschbar?
  6. Kann ich verschiedene Materialien später wieder trennen?
  7. Ist die Form für die Nutzung geeignet?
  8. Gefällt mir die Gestaltung auch unabhängig von einem kurzlebigen Trend?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt nachhaltiges Design besonders gut? (Eine Gestaltung, die Ästhetik, Funktion und Ressourcenverbrauch gemeinsam berücksichtigt) (!Ein Produkt, das nur besonders bunt gestaltet ist) (!Ein Produkt, das grundsätzlich aus Metall bestehen muss) (!Eine Gestaltung, bei der nur der Verkaufspreis zählt)




Welche Maßnahme verlängert die Nutzungsdauer eines defekten Gegenstands am direktesten? (Reparieren) (!Wegwerfen) (!Neu verpacken) (!Ersetzen ohne Prüfung)




Was ist ein Vorteil modularer Produkte? (Einzelne Bauteile können leichter ausgetauscht werden) (!Alle Teile müssen dauerhaft verklebt sein) (!Das Produkt kann nie verändert werden) (!Es werden automatisch keine Rohstoffe gebraucht)




Was bedeutet Wiederverwendung? (Einen Gegenstand erneut benutzen) (!Einen Gegenstand sofort verbrennen) (!Einen Gegenstand nur fotografieren) (!Einen Gegenstand absichtlich beschädigen)




Was ist beim Recycling wichtig? (Materialien werden gesammelt und für eine weitere Nutzung aufbereitet) (!Jedes Produkt bleibt unverändert) (!Rohstoffe werden grundsätzlich neu gewonnen) (!Defekte Produkte werden immer direkt deponiert)




Welche Frage gehört besonders zum Bereich Funktion? (Erfüllt der Gegenstand seinen Zweck zuverlässig) (!Welches Muster gefällt mir spontan am besten) (!Wie heißt die Person im Werbespot) (!Welche Musik läuft im Geschäft)




Welche Gestaltung erleichtert häufig die spätere Materialtrennung? (Lösbare Verbindungen zwischen unterschiedlichen Materialien) (!Dauerhaftes Verkleben aller Bauteile) (!Möglichst viele Materialschichten) (!Unzugängliche Verbindungspunkte)




Was ist ein Repair-Café? (Ein Treffpunkt, an dem Menschen gemeinsam Alltagsgegenstände reparieren) (!Ein Geschäft, das ausschließlich neue Geräte verkauft) (!Eine Fabrik zur Herstellung von Einwegprodukten) (!Eine Ausstellung ohne praktische Tätigkeit)




Warum kann Langlebigkeit Ressourcen schonen? (Weil ein Produkt länger genutzt und seltener ersetzt werden kann) (!Weil langlebige Produkte immer kostenlos sind) (!Weil langlebige Produkte keine Materialien enthalten) (!Weil Reparaturen dadurch grundsätzlich verboten werden)




Was ist beim Kreislauf-Organizer ein wichtiges Nachhaltigkeitsziel? (Vorhandene Materialien nutzen und Teile austauschbar gestalten) (!Möglichst viele neue Dekorationsmaterialien verwenden) (!Alle Materialien untrennbar verbinden) (!Den Organizer nach einer Nutzung entsorgen)





Memory

Langlebigkeit lange Nutzung
Reparaturfreundlichkeit leicht instandsetzbar
Modularität austauschbare Bauteile
Wiederverwendung erneut benutzen
Recycling Rohstoffrückgewinnung
Ästhetik ansprechende Gestaltung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Nachhaltiges Design
Reparieren Nutzungsdauer verlängern
Wiederverwenden Gegenstand erneut einsetzen
Modular gestalten Bauteile austauschbar machen
Material sparen Ressourcenverbrauch verringern
Trennbar verbinden Stoffkreisläufe erleichtern




...


Kreuzworträtsel

Reparatur Wie heißt das Instandsetzen eines defekten Gegenstands?
Kreislauf Wie nennt man ein System, in dem Materialien möglichst wieder zurückgeführt werden?
Ressource Wie heißt ein nutzbarer Rohstoff oder ein verfügbares Mittel?
Modularitaet Wie heißt das Prinzip eines Aufbaus aus austauschbaren Teilen?
Upcycling Wie heißt die gestalterische Aufwertung bereits vorhandener Dinge?
Langlebigkeit Wie heißt die Eigenschaft eines Produkts, lange nutzbar zu sein?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Nachhaltiges Design betrachtet neben der Wirkung eines Gegenstands auch seine

. Ein wichtiger Blick richtet sich auf den Verbrauch von

. Produkte können länger genutzt werden, wenn sie gut

sind. Bei einer modularen Konstruktion lassen sich einzelne

austauschen. Die direkte erneute Nutzung eines Gegenstands heißt

. Beim

werden Materialien für eine weitere Nutzung aufbereitet. Ein Repair-Café unterstützt eine Kultur des

. In einer Kreislaufwirtschaft sollen Materialien möglichst lange im

bleiben. Eine bewusste Form- und Farbgestaltung gehört zur

. Beim Kreislauf-Organizer werden vorhandene Materialien möglichst durch lösbare

zusammengefügt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Produktbeobachtung: Suche drei Gegenstände im Klassenraum und beschreibe auf G-Niveau jeweils einen Aspekt zu Ästhetik, Funktion und Material.
  2. Materialdetektiv: Fotografiere oder zeichne fünf vorhandene Restmaterialien und notiere, wofür Du sie weiterverwenden könntest.
  3. Reparaturidee: Wähle einen kaputten Alltagsgegenstand und zeichne, welches Teil vermutlich ersetzt oder repariert werden müsste.
  4. Designskizze: Zeichne auf G-Niveau einen einfachen Kreislauf-Organizer und beschrifte mindestens drei Funktionen.


Standard

  1. Produktvergleich: Vergleiche auf M-Niveau zwei ähnliche Alltagsprodukte und entscheide, welches länger nutzbar erscheint. Begründe mit mindestens vier Kriterien.
  2. Upcycling-Entwurf: Entwickle aus einem vorhandenen Verpackungsmaterial zwei neue Nutzungsideen und bewerte, welche davon wirklich sinnvoll ist.
  3. Reparaturfreundlichkeit: Untersuche ein ungefährliches mechanisches Alltagsobjekt und zeichne, welche Teile zugänglich und austauschbar sind. Öffne keine elektrischen Geräte.
  4. Kreislauf-Organizer: Baue Deinen Organizer, teste ihn mit Schulmaterial und dokumentiere mindestens eine Verbesserung nach dem Test.


Schwer

  1. Designkonflikt: Untersuche auf E-Niveau einen Zielkonflikt zwischen Stabilität und Materialeinsatz und entwickle zwei mögliche Lösungen.
  2. Materialkreislauf: Zeichne für Deinen Entwurf einen Kreislauf vom vorhandenen Material über Nutzung und Reparatur bis zur Trennung am Nutzungsende.
  3. Designkritik: Analysiere ein bekanntes Produkt nach Ästhetik, Funktion, Reparierbarkeit, Langlebigkeit und Materialtrennung und schlage ein Redesign vor.
  4. Mini-Ausstellung: Plane mit Deiner Gruppe eine Ausstellung „Schön, nützlich, ressourcenschonend“. Präsentiert Prototypen, Kriterienkarten und eine kurze Audio- oder Videoerklärung zu Eurer wichtigsten Designentscheidung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Redesign-Aufgabe: Ein Stiftehalter sieht gut aus, kippt aber leicht und besteht aus mehreren fest verklebten Materialien. Entwickle drei Verbesserungen und begründe, wie sie Ästhetik, Funktion und Ressourcenverbrauch beeinflussen.
  2. Abwägungsaufgabe: Zwei Entwürfe erfüllen dieselbe Funktion. Entwurf A braucht wenig Material, ist aber schwer zu reparieren. Entwurf B braucht etwas mehr Material, kann aber leicht zerlegt werden. Entscheide Dich für eine Lösung und begründe Deine Entscheidung mit mindestens drei Kriterien.
  3. Transfer Reparatur: Übertrage die Idee eines Repair-Cafés auf Eure Schule. Entwickle ein Konzept für einen sicheren Reparatur- oder Pflegevormittag und erkläre, welche Gegenstände geeignet wären.
  4. Kreislaufdenken: Wähle einen Alltagsgegenstand und beschreibe, wie er verändert werden müsste, damit möglichst viele Teile wiederverwendet oder getrennt recycelt werden können.
  5. Ästhetik und Ressource: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wie vorhandene Gebrauchsspuren eines Materials bewusst als Gestaltungsmittel genutzt werden können, ohne die Funktion zu verschlechtern.
  6. Designentscheidung: Formuliere für einen neuen Schulgegenstand fünf Bewertungskriterien, gewichte sie und erkläre, warum eine gute Designlösung mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen muss.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Gestaltungsentscheidungen nachvollziehbar begründen kannst.

  1. Du kannst nachhaltiges Design mit den Bereichen Ästhetik, Funktion und Ressourcenverbrauch erklären.
  2. Du kannst an einem Beispiel zwischen Wiederverwendung, Reparatur, Upcycling und Recycling unterscheiden.
  3. Du kannst Merkmale von Langlebigkeit, Modularität und Reparaturfreundlichkeit erkennen.
  4. Du kannst einen Gegenstand mit nachvollziehbaren Kriterien untersuchen.
  5. Du kannst mindestens zwei Entwurfsideen entwickeln und vergleichen.
  6. Du kannst einen eigenen Prototyp oder ein Modell herstellen und testen.
  7. Du kannst eine Verbesserung nach dem Test dokumentieren.
  8. Du kannst erklären, welche Materialien Deines Entwurfs weiterverwendet, ersetzt oder getrennt werden können.
  9. Du kannst einen Zielkonflikt erkennen und Deine Entscheidung begründen.
  10. Du kannst Deinen Arbeitsprozess mit Skizzen, Fotos oder kurzen Texten dokumentieren.




OERs zum Thema




Mediengalerie: Design zum Weiterdenken

Die folgenden Beispiele kannst Du für Bildanalyse, Vergleich und Ideensammlung nutzen.

Beobachtungsauftrag: Welche Bauteile sind getrennt erkennbar? Wie könnte das Reparaturen erleichtern?

Beobachtungsauftrag: Wie gestaltet eine Reparaturstation nicht das Fahrrad selbst, sondern die Möglichkeit zur Pflege und Reparatur?

Beobachtungsauftrag: Welche Vorstellung von „Abfall“ verändert sich, wenn Materialien als Ausgangspunkt für einen neuen Kreislauf gedacht werden?


Verknüpfte Lernbereiche


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