BK6 - Analog und digital collagieren

BK6 - Analog und digital collagieren
BK6 - Analog und digital collagieren
Einleitung
Eine Collage entsteht, wenn unterschiedliche Bildelemente zu einem neuen Ganzen zusammengefügt werden. In einer klassischen Papiercollage werden zum Beispiel Ausschnitte aus Papier, Zeitschriften, Zeichnungen, Fotografien oder Fundmaterial auf einen Bildträger geklebt. Bei einer digitalen Collage werden Bilder, Formen und Texte in einem Bildbearbeitungsprogramm kombiniert. Besonders spannend wird es, wenn Du analoge und digitale Verfahren bewusst miteinander verbindest.
In diesem aiMOOC für Klasse 6 lernst Du, mit Papier, Schere und Klebstoff ebenso gezielt zu gestalten wie mit digitalen Ebenen, Auswahlwerkzeugen, Transparenz und eigenen Fotografien. Du vergleichst die Möglichkeiten beider Arbeitsweisen und entwickelst schließlich eine hybride Collage: Ein Werk, das analoge und digitale Arbeitsschritte miteinander verschränkt.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Effekte zu benutzen. Entscheidend ist, dass Du für Deine Bildidee jeweils das passende Verfahren auswählst: Eine gerissene Papierkante wirkt anders als eine digital sauber freigestellte Form. Eine echte Papierschicht besitzt sichtbare Materialspuren, während eine digitale Ebene leicht verschoben, kopiert, ausgeblendet oder in ihrer Deckkraft verändert werden kann.

Beobachtungsauftrag: Welche Werkzeuge und Materialien erkennst Du? Überlege, welche davon ein digitales Gegenstück haben könnten.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du eine Collage als künstlerisches Verfahren erklären, analoge und digitale Gestaltungsmöglichkeiten vergleichen und mehrere Bildelemente zu einer bewussten Komposition ordnen. Du kannst eigene Fotos sinnvoll in eine Collage integrieren, einfache digitale Ebenen einsetzen und bei offenen Bildquellen auf Urheberangaben und Lizenzen achten.
Du entwickelst außerdem eine eigene hybride Arbeit, in der analoge und digitale Schritte nicht zufällig nebeneinanderstehen, sondern sich gestalterisch ergänzen.
Differenzierung G/M/E
Die Aufgaben sind auf drei Anforderungsniveaus angelegt.
| Niveau | Schwerpunkt | Was Du zeigen sollst |
|---|---|---|
| G – Grundniveau | Grundlegende Gestaltung und sichere Arbeitsschritte | Du kombinierst mindestens drei unterschiedliche Bildelemente, arbeitest mit Vordergrund und Hintergrund und setzt mindestens einen analogen und einen digitalen Arbeitsschritt sichtbar ein. |
| M – Mittleres Niveau | Bewusste Komposition und Verbindung der Verfahren | Du gestaltest mit mehreren Ebenen, veränderst Größe, Position oder Transparenz gezielt, verwendest eigenes Bildmaterial und kannst erklären, warum Du analog oder digital gearbeitet hast. |
| E – Erweitertes Niveau | Ausdruck, Kontrast und reflektierte Medienwahl | Du entwickelst eine eigenständige Bildidee, setzt analoge Materialwirkung und digitale Bearbeitung als bewusste Gegensätze oder Ergänzungen ein, dokumentierst Quellen und reflektierst die Wirkung Deiner Entscheidungen. |
Was ist eine Collage?
Das Wort Collage hängt mit dem französischen Verb coller für „kleben“ zusammen. In der Bildenden Kunst bezeichnet Collage sowohl die Technik als auch ein Werk, das aus unterschiedlichen Teilen zusammengesetzt wurde. Solche Teile können Papier, Zeitungsausschnitte, Fotografien, Stoff, Verpackungen, Zeichnungen oder andere flache Materialien sein.
Um 1910 begannen Künstler wie Georges Braque und Pablo Picasso, bedrucktes Papier und andere Materialien direkt in Bilder einzubauen. Später wurde die Collage besonders für Dada und Fotomontagen wichtig. Künstlerinnen wie Hannah Höch kombinierten fotografische Fragmente zu neuen, überraschenden Bildaussagen.
Eine Collage verändert den ursprünglichen Zusammenhang eines Bildteils. Ein Auge kann plötzlich übergroß werden, ein Gebäude kann auf einer Wolke stehen oder ein Alltagsgegenstand kann zum Teil einer Fantasiefigur werden. Genau diese neue Beziehung zwischen bekannten Bildelementen macht einen großen Teil der Wirkung aus.

Bildgespräch: Wo erkennst Du Überlagerung, Anschnitt und unterschiedliche Papierstrukturen?
Grundbegriffe der Gestaltung
Eine gute Collage entsteht nicht nur durch Ausschneiden und Zusammenkleben. Wichtig ist die Komposition, also die bewusste Anordnung aller Teile im Bild.
- Kontrast: Unterschiede zwischen groß und klein, hell und dunkel, glatt und rau oder alt und neu erzeugen Spannung.
- Überlagerung: Bildelemente liegen teilweise übereinander und erzeugen räumliche Beziehungen.
- Anschnitt: Ein Motiv wird am Bildrand abgeschnitten und wirkt dadurch größer oder näher.
- Blickfang: Ein besonders auffälliges Element lenkt zuerst den Blick.
- Rhythmus: Wiederholte Formen, Farben oder Richtungen geben dem Bild Bewegung.
- Textur: Die sichtbare oder fühlbare Oberflächenwirkung eines Materials prägt den Ausdruck.
Analoge Collage
Bei einer analogen Collage arbeitest Du direkt mit realem Material. Du kannst Papier schneiden, reißen, knicken, falten, überkleben, bemalen oder mit Fundstücken kombinieren. Jede Kante, Falte und Klebespur kann Teil der Gestaltung werden.
Typische Materialien sind farbiges Papier, alte Zeitschriften, Verpackungen, Kopien, eigene Ausdrucke, Stoffreste oder dünne Naturmaterialien. Als Werkzeuge eignen sich Schere, Klebestift, Schneideunterlage und – nur nach Einweisung – weitere Schneidewerkzeuge.
Beim analogen Arbeiten ist es sinnvoll, die Teile zunächst lose zu legen. Verschiebe sie, probiere verschiedene Größenverhältnisse aus und klebe erst dann, wenn die Komposition überzeugt.
Beobachtungsauftrag zum Video: Achte darauf, wann geschnitten, gelegt und geklebt wird. Welche Entscheidungen können vor dem endgültigen Aufkleben noch verändert werden?
Stärken analoger Verfahren
Analoge Collagen besitzen echte Materialität. Gerissene Kanten, dickes Papier, Knicke, Überklebungen und sichtbare Spuren erzeugen eine Wirkung, die sich digital nur nachahmen lässt. Außerdem entstehen beim Schneiden und Legen oft Zufälle: Ein Reststück kann plötzlich die passende Form für ein neues Motiv haben.
Gleichzeitig sind manche Entscheidungen schwer rückgängig zu machen. Ein festgeklebtes Element lässt sich nicht immer ohne Beschädigung lösen. Deshalb gehört das Planen durch Probieren zur analogen Arbeitsweise.
Digitale Collage
Bei einer digitalen Collage werden Bilder in einer Bildbearbeitungssoftware zusammengefügt. Dafür kann zum Beispiel GIMP genutzt werden. Digitale Collagen bestehen häufig aus mehreren Ebenen. Du kannst Dir diese Ebenen wie durchsichtige Folien vorstellen, die übereinanderliegen.

Auf einer Ebene kann ein Hintergrund liegen, auf einer anderen ein freigestelltes Foto, auf einer weiteren ein Farbteil oder Text. Dadurch kannst Du einzelne Elemente bearbeiten, ohne das ganze Bild verändern zu müssen.
Digitale Möglichkeiten sind zum Beispiel:
- Ein Bild verschieben, drehen oder skalieren.
- Teile eines Bildes auswählen und freistellen.
- Ebenen ein- und ausblenden.
- Die Deckkraft verändern und Bilder teilweise durchsichtig machen.
- Farben, Helligkeit oder Kontrast anpassen.
- Formen kopieren, spiegeln oder mehrfach verwenden.
Beobachtungsauftrag zum Video: Suche drei Stellen, an denen mit Ebenen gearbeitet wird. Notiere, warum das Verschieben einzelner Ebenen beim Collagieren hilfreich ist.
Ebenen als digitales Grundprinzip
Eine Ebene ist kein echtes Blatt Papier, funktioniert aber ähnlich. Der große Unterschied ist: Digital kannst Du eine Ebene jederzeit verschieben, verändern oder löschen, solange die Datei mit ihren Ebenen gespeichert bleibt.
Ein einfaches Ebenenmodell kann so aussehen:
| Oben | Inhalt | Funktion |
|---|---|---|
| Ebene 4 | Schrift oder grafische Zeichen | Akzent und zusätzliche Bedeutung |
| Ebene 3 | Freigestelltes eigenes Foto | Hauptmotiv |
| Ebene 2 | Papierstruktur oder Farbfläche | Verbindung zwischen analoger und digitaler Wirkung |
| Ebene 1 | Hintergrund | Grundfläche |
Digital heißt nicht automatisch besser
Digitale Werkzeuge können sehr genau arbeiten. Das ist aber nicht für jede Bildidee ein Vorteil. Eine perfekte digitale Kante kann kühl oder künstlich wirken, während eine gerissene Papierkante lebendig und handgemacht erscheint. Umgekehrt kann eine digitale Auswahl genau dann hilfreich sein, wenn ein Motiv sauber freigestellt werden soll.
Die wichtigste Frage lautet deshalb: Welche Wirkung soll entstehen – und welches Verfahren unterstützt diese Wirkung?
Eigene Fotos als Collagematerial
Eigene Fotografien machen Deine Collage persönlicher. Fotografiere Dinge aus Deinem Alltag, die zu Deinem Thema passen: Hände, Schuhe, Türen, Pflanzen, Schulmaterial, Oberflächen, Schatten, Muster, Architekturdetails oder Gegenstände.

Achte beim Fotografieren auf einen klaren Bildausschnitt und darauf, dass Du niemanden gegen seinen Willen fotografierst. Für eine Collage sind einfache Motive mit deutlichen Umrissen oft besonders gut geeignet, weil sie sich später leichter ausschneiden oder digital freistellen lassen.
Fototipp: Fotografiere ein Motiv einmal frontal, einmal aus der Froschperspektive und einmal als Nahaufnahme. Schon dadurch entstehen drei sehr unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten.
Offene Bildquellen und Lizenzen
Nicht jedes Bild aus dem Internet darf einfach kopiert, verändert und veröffentlicht werden. Für schulische Collagen ist es deshalb sinnvoll, eigene Fotos oder offen lizenzierte Bilder zu verwenden.
Wikimedia Commons stellt viele frei nutzbare Medien bereit. Auch Openverse hilft beim Auffinden offen lizenzierter oder gemeinfreier Bilder. Trotzdem musst Du bei jedem einzelnen Bild die konkrete Lizenz prüfen und die verlangte Namensnennung beachten.

Bei Creative Commons gibt es verschiedene Lizenzbausteine. CC BY verlangt in der Regel die Namensnennung. CC BY-SA verlangt zusätzlich, dass Bearbeitungen unter einer kompatiblen Lizenz weitergegeben werden. CC0 kennzeichnet Inhalte, bei denen die Rechte so weit wie möglich freigegeben wurden.
Für Deine Quellenliste notierst Du mindestens Titel des Bildes, Urheberin oder Urheber, Fundort und Lizenz. Bei einer Veröffentlichung Deiner Collage ist diese Dokumentation besonders wichtig.
Quellencheck für Klasse 6
Bevor Du ein fremdes Bild verwendest, prüfe:
- Ist das Bild wirklich zur Weiterverwendung freigegeben?
- Darf es verändert werden?
- Muss der Name der Urheberin oder des Urhebers genannt werden?
- Muss eine bestimmte Lizenz angegeben werden?
- Kannst Du die Quelle später wiederfinden?
Analog und digital im Vergleich
| Aspekt | Analog | Digital |
|---|---|---|
| Material | Papier, Fotos, Stoff, Verpackungen und reale Oberflächen | Bilddateien, Fotos, digitale Formen und Texte |
| Kante | Geschnitten, gerissen, gefaltet oder unregelmäßig | Sauber freigestellt oder bewusst digital verändert |
| Überlagerung | Durch echtes Aufeinanderkleben | Durch Ebenen |
| Korrektur | Teilweise schwierig oder nicht rückstandsfrei möglich | Häufig mit Rückgängig-Funktion oder Ebenen leicht veränderbar |
| Textur | Echt sichtbar und fühlbar | Fotografiert, gescannt oder digital simuliert |
| Zufall | Entsteht häufig beim Reißen, Schneiden und Legen | Kann gezielt erzeugt werden, ist aber meist kontrollierbarer |
| Vervielfältigung | Original ist einmalig, Kopien müssen fotografiert oder gescannt werden | Datei kann leicht dupliziert und in Varianten gespeichert werden |
| Typische Stärke | Materialität, Spur, Handarbeit, Überraschung | Veränderbarkeit, Ebenen, Skalierung, präzise Kombination |
Hybrid collagieren: beide Möglichkeiten bewusst kombinieren
Eine hybride Collage verbindet reale und digitale Arbeitsschritte. Dabei gibt es mehrere sinnvolle Wege.
Weg A: Analog beginnen, digital weiterarbeiten
Du erstellst zuerst eine kleine Papiercollage. Diese fotografierst oder scannst Du. Anschließend öffnest Du das Bild in einem Bildbearbeitungsprogramm und ergänzt eigene Fotos, freie Bildquellen, Farbflächen oder weitere Ebenen.
Dieser Weg eignet sich, wenn die sichtbare Papierstruktur und handgemachte Kanten die Grundlage Deiner Bildwirkung bilden sollen.
Weg B: Digital beginnen, analog weiterarbeiten
Du kombinierst zuerst mehrere digitale Ebenen, druckst das Zwischenergebnis aus und bearbeitest den Ausdruck anschließend mit Papier, Zeichnung, Farbe oder ausgeschnittenen Elementen weiter.
Dieser Weg eignet sich, wenn Du digital eine ungewöhnliche Ausgangswelt erzeugen möchtest, die anschließend echte Materialspuren erhält.
Weg C: Mehrfach wechseln
Du kannst auch zwischen beiden Verfahren hin- und herwechseln: analog gestalten, fotografieren, digital verändern, ausdrucken und erneut analog überarbeiten. Auf diese Weise entsteht ein Werk, bei dem sich die beiden Arbeitsweisen gegenseitig beeinflussen.

Analyseauftrag: Suche in diesem Beispiel nach Spuren, die eher analog wirken, und nach Spuren, die auf digitale Bearbeitung hinweisen. Begründe Deine Vermutung.
Gestaltungsprojekt: Zwei Welten in einem Bild
Entwickle eine hybride Collage zum Thema „Zwei Welten treffen aufeinander“. Die zwei Welten können zum Beispiel Natur und Technik, Schule und Freizeit, Vergangenheit und Zukunft, Traum und Alltag oder Stadt und Fantasie sein.
Dein Werk soll mindestens ein eigenes Foto, mindestens ein analog bearbeitetes Element und mindestens einen digitalen Bearbeitungsschritt enthalten. Verwende zusätzliche offene Bilder nur dann, wenn sie Deine Idee wirklich erweitern.
Arbeitsprozess
- Ideensammlung: Entscheide Dich für zwei gegensätzliche oder überraschend kombinierbare Welten.
- Materialsammlung: Sammle Papier, eigene Fotos, Zeichnungen und gegebenenfalls offene Bilder.
- Kompositionsskizze: Plane Blickfang, Überlagerung und Größenverhältnisse grob.
- Analoge Phase: Schneide, reiße, lege und klebe mindestens einen wichtigen Bestandteil.
- Digitalisierung: Fotografiere oder scanne den analogen Zwischenstand.
- Digitale Phase: Arbeite mit Ebenen, Größenveränderung, Freistellung oder Transparenz.
- Rückkehr ins Analoge: Drucke das Ergebnis aus und ergänze mindestens eine sichtbare analoge Veränderung.
- Reflexion: Beschreibe, welche Wirkung nur durch die Kombination beider Verfahren entstanden ist.
Anforderungen nach G/M/E
| Kriterium | G | M | E |
|---|---|---|---|
| Bildidee | Zwei erkennbare Welten werden kombiniert. | Die Kombination erzeugt eine klare neue Aussage. | Die Bildidee ist eigenständig und mehrdeutig oder besonders überraschend. |
| Analoger Anteil | Mindestens ein ausgeschnittenes, gerissenes oder geklebtes Element. | Mehrere Materialspuren sind bewusst komponiert. | Materialität wird gezielt als Ausdrucksmittel eingesetzt. |
| Digitaler Anteil | Mindestens zwei digitale Ebenen oder Bearbeitungen. | Ebenen, Größenverhältnisse und Transparenz werden gezielt genutzt. | Digitale Eingriffe verändern die Bildaussage und sind technisch kontrolliert. |
| Eigene Fotos | Mindestens ein eigenes Foto. | Eigenes Foto wird passend freigestellt oder verändert. | Eigenes Foto übernimmt eine zentrale gestalterische Funktion. |
| Offene Quellen | Quelle wird notiert, falls fremdes Material verwendet wird. | Lizenz und Urheber werden korrekt dokumentiert. | Quellenwahl und Lizenz werden zusätzlich in der Reflexion begründet. |
| Reflexion | Du nennst einen Unterschied zwischen analog und digital. | Du erklärst mehrere Entscheidungen und ihre Wirkung. | Du beurteilst, warum die hybride Lösung überzeugender ist als nur eine der beiden Techniken. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist eine Collage? (Ein Bildwerk aus zusammengefügten unterschiedlichen Elementen) (!Ein Bild, das nur mit Bleistift gezeichnet wird) (!Eine Fotografie ohne Bearbeitung) (!Eine Skulptur aus nur einem Material)
Welche Eigenschaft ist typisch für eine analoge Papiercollage? (Echte Materialkanten und Oberflächen sind sichtbar) (!Alle Elemente liegen automatisch auf digitalen Ebenen) (!Jeder Arbeitsschritt lässt sich beliebig rückgängig machen) (!Das Bild besteht nur aus Bildschirmfarben)
Wozu dienen Ebenen in einer digitalen Collage? (Bildelemente können getrennt angeordnet und bearbeitet werden) (!Sie ersetzen immer die Bildidee) (!Sie machen jede Collage automatisch dreidimensional) (!Sie verhindern das Verschieben von Motiven)
Was bedeutet Freistellen bei der digitalen Bildbearbeitung? (Ein Motiv wird vom Hintergrund getrennt) (!Ein Bild wird ausgedruckt) (!Papier wird mit Klebstoff befestigt) (!Eine Datei wird in einen Ordner verschoben)
Welche Quelle eignet sich besonders für offen lizenzierte Bilder? (Wikimedia Commons) (!Eine beliebige Bildersuche ohne Lizenzprüfung) (!Ein privates Profil ohne Erlaubnis) (!Ein geschütztes Filmplakat ohne Quellenangabe)
Was solltest Du bei einem fremden offenen Bild prüfen? (Lizenz und geforderte Namensnennung) (!Nur die Dateigröße) (!Nur die Lieblingsfarbe des Urhebers) (!Nur die Bildschirmhelligkeit)
Was ist ein Vorteil digitaler Collagetechnik? (Einzelne Elemente lassen sich auf Ebenen leicht verändern) (!Papier kann dabei gefaltet werden) (!Klebstoff trocknet schneller) (!Gerissene Kanten entstehen automatisch echt)
Was ist ein Vorteil analoger Collagetechnik? (Echte Materialspuren und Oberflächen können Teil der Wirkung sein) (!Jedes Element kann verlustfrei unendlich vergrößert werden) (!Alle Arbeitsschritte sind jederzeit rückgängig) (!Es entstehen automatisch digitale Masken)
Wann ist eine hybride Collage besonders überzeugend? (Wenn analoge und digitale Verfahren die Bildidee gezielt ergänzen) (!Wenn möglichst viele Effekte ohne Plan verwendet werden) (!Wenn nur ein einziges Verfahren eingesetzt wird) (!Wenn alle Quellen weggelassen werden)
Warum ist ein eigenes Foto für eine Collage interessant? (Es kann persönliche Beobachtungen und eigene Bildideen einbringen) (!Es braucht grundsätzlich keine Bildidee) (!Es darf nie verändert werden) (!Es ersetzt jede andere Gestaltungsmöglichkeit)
Memory
| Collage | Zusammenfügen verschiedener Bildelemente |
| Ebene | Getrennt bearbeitbare digitale Bildschicht |
| Überlagerung | Teilweises Übereinanderliegen von Motiven |
| Textur | Sichtbare oder fühlbare Oberflächenwirkung |
| Freistellen | Trennen eines Motivs vom Hintergrund |
| Deckkraft | Stärke der Sichtbarkeit einer Ebene |
| Creative Commons | System standardisierter Nutzungslizenzen |
| Hybridcollage | Bewusste Verbindung analoger und digitaler Verfahren |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Schneiden und Reißen | Analoge Formveränderung |
| Ebenen verschieben | Digitale Komposition |
| Eigenes Foto | Persönliches Bildmaterial |
| Lizenz prüfen | Verantwortliche Bildnutzung |
| Ausdrucken und Überkleben | Hybrides Weiterarbeiten |
Kreuzworträtsel
| Schere | Welches Werkzeug wird häufig zum Ausschneiden von Papier verwendet? |
| Ebene | Wie heißt eine getrennt bearbeitbare Bildschicht im digitalen Arbeiten? |
| Maske | Wie heißt ein digitales Hilfsmittel zum Einblenden oder Ausblenden von Bildbereichen? |
| Kontrast | Wie heißt ein starker Unterschied zwischen Bildelementen? |
| Textur | Wie heißt die sichtbare oder fühlbare Oberflächenwirkung? |
| Lizenz | Wie heißt die Regelung, die festlegt, wie ein fremdes Bild genutzt werden darf? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – G
- Materialsammlung: Sammle zehn verschiedenartige Papiere und ordne sie nach glatt, rau, glänzend, matt, dünn oder dick. Fotografiere Deine Materialsammlung.
- Mini-Collage: Gestalte auf einem kleinen Format eine Collage nur aus drei Formen. Verwende mindestens eine geschnittene und eine gerissene Kante.
- Fotoperspektive: Fotografiere denselben Alltagsgegenstand aus drei verschiedenen Perspektiven und wähle das Bild aus, das sich am besten für eine Collage eignet.
- Analog-digital-Vergleich: Erstelle einmal analog und einmal digital eine Überlagerung aus zwei Motiven und beschreibe einen Unterschied in der Wirkung.
Standard – M
- Papier trifft Foto: Gestalte eine Collage, in der ein eigenes Foto mit mindestens drei analogen Papierteilen verbunden wird. Digitalisiere das Ergebnis anschließend.
- Ebenenexperiment: Erzeuge drei digitale Varianten derselben Collage, indem Du nur Reihenfolge, Größe und Deckkraft der Ebenen veränderst. Vergleiche die Wirkung.
- Offene Bildquelle: Finde auf Wikimedia Commons ein geeignetes Bild, prüfe die Lizenz und erstelle eine vollständige Quellenangabe mit Titel, Urheber, Fundort und Lizenz.
- Bildbotschaft: Entwickle eine Collage zum Gegensatz „laut und leise“. Entscheide bei jedem wichtigen Element, ob es analog oder digital gestaltet werden soll, und begründe diese Entscheidung.
Schwer – E
- Hybridprozess: Arbeite in mindestens vier Wechseln zwischen analog und digital und dokumentiere jeden Zwischenstand fotografisch.
- Visuelle Irritation: Kombiniere eigene Fotos so mit fremden offenen Bildteilen, dass etwas Unmögliches glaubwürdig wirkt. Untersuche anschließend, wodurch die Irritation entsteht.
- Variantenvergleich: Erstelle eine rein analoge, eine rein digitale und eine hybride Fassung derselben Bildidee. Vergleiche die drei Ergebnisse nach Materialwirkung, Veränderbarkeit und Ausdruck.
- Kuratorischer Text: Schreibe für Deine fertige Hybridcollage einen kurzen Ausstellungstext, der Bildidee, Verfahren, Quellen und die bewusste Verbindung von analoger und digitaler Gestaltung erklärt.


Lernkontrolle
- Transfer G – Materialwahl: Du willst das Thema „Erinnerung“ darstellen. Entscheide, welche Teile Du lieber mit altem Papier und welche digital bearbeiten würdest. Begründe Deine Auswahl über die gewünschte Wirkung.
- Transfer G – Fehler nutzen: Beim analogen Arbeiten reißt ein Papierstück anders als geplant. Entwickle zwei Möglichkeiten, wie Du diesen Zufall gestalterisch weiterverwenden kannst.
- Transfer M – Ebenenentscheidung: Eine digitale Collage wirkt unübersichtlich, weil fünf Motive gleich groß sind. Entwickle eine bessere Bildordnung und erkläre, wie Größenverhältnis, Überlagerung und Blickfang zusammenwirken.
- Transfer M – Quellenbewertung: Zwei Bilder passen gleich gut zu Deiner Collage. Eines hat eine klare offene Lizenz, beim anderen ist die Nutzung unklar. Entscheide Dich und begründe Deine Entscheidung fachlich.
- Transfer E – Medienwechsel: Eine Arbeit wirkt digital zu glatt und unpersönlich. Plane drei analoge Eingriffe, die die Aussage verstärken könnten, und erläutere ihre Wirkung.
- Transfer E – Bildkritik: Beurteile eine hybride Collage danach, ob analoges und digitales Verfahren wirklich zusammenarbeiten oder nur nebeneinanderstehen. Entwickle konkrete Verbesserungsvorschläge.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu BK6 - Analog und digital collagieren sind folgende Bestandteile wichtig:
- Eine fertige hybride Collage mit erkennbarer Bildidee.
- Mindestens ein eigenes Foto als gestalteter Bestandteil.
- Sichtbare analoge Bearbeitung durch Schneiden, Reißen, Kleben, Zeichnen oder Materialspuren.
- Sichtbare digitale Bearbeitung mit Ebenen und mindestens einer weiteren gezielten Veränderung.
- Eine kurze Prozessdokumentation mit mehreren Zwischenständen.
- Eine Quellenliste für alle verwendeten fremden Bilder mit Urheber, Fundort und Lizenz.
- Eine Reflexion, in der Du begründest, welche Schritte analog und welche digital ausgeführt wurden.
- Eine Einschätzung, wie die Kombination beider Verfahren die Bildwirkung verändert hat.
OERs zum Thema
Medien und Vertiefung
Die folgenden Medien zeigen besonders gut, wie unterschiedlich Collage gedacht werden kann.

Diese Bildsammlung zeigt, wie mehrere Einzelbilder zu einem gemeinsamen Thema angeordnet werden können. Untersuche, wie Größenunterschiede und Bildpositionen Deine Leserichtung beeinflussen.
Das Video zeigt eine digitale Collage in GIMP. Beobachte besonders das Arbeiten mit mehreren Bildern, Größenveränderung und Ebenen. Überlege bei jedem Schritt, welches analoge Verfahren eine ähnliche Funktion erfüllen könnte.
Verknüpfte Lernbereiche
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