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BK6 - Expressionismus – Farbe und Ausdruck

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BK6 - Expressionismus – Farbe und Ausdruck



Einleitung

BK6 - Expressionismus – Farbe und Ausdruck führt Dich in eine Kunstrichtung ein, bei der Gefühle, Stimmungen und innere Erlebnisse besonders wichtig werden. Im Expressionismus wollten viele Künstlerinnen und Künstler die sichtbare Welt nicht einfach möglichst naturgetreu abbilden. Sie veränderten Farbe, Form, Linie, Proportion und Perspektive, damit ein Bild stärker wirkt.

Du untersuchst vor allem drei Gestaltungsmittel: Verformung, starke Farbe und Ausdruck. Dabei lernst Du Werke aus Malerei und Grafik kennen, vergleichst historische Fotografien mit künstlerischen Bildnissen, hörst ein Musikbeispiel und entwickelst schließlich eine eigene expressive Gestaltung.

Edvard Munchs Bildmotiv Der Schrei ist ein besonders bekanntes Beispiel dafür, wie eine Figur, eine Landschaft, Linien und Farben so verändert werden können, dass eine starke Stimmung entsteht. Die sichtbare Wirklichkeit wird dabei nicht einfach kopiert: Sie wird zum Träger eines inneren Erlebens.


Lernziele und Differenzierung G/M/E

Die Aufgaben sind für die Klasse 6 angelegt. Du kannst auf drei Niveaus arbeiten. G steht für Grundniveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau.

Niveau Das kannst Du üben Typische Leistung
G Wahrnehmen, benennen, ausprobieren Du findest auffällige Farben, Linien und Verformungen und setzt sie in einer eigenen Arbeit ein.
M Erklären, vergleichen, gezielt gestalten Du erklärst Zusammenhänge zwischen Gestaltungsmitteln und Wirkung und triffst bewusste Entscheidungen.
E Begründen, deuten, übertragen Du belegst Deine Deutung am Bild und entwickelst eine eigenständige expressive Bildidee mit klarer Absicht.

Am Ende kannst Du eine Bildanalyse aufbauen, wichtige Merkmale des Expressionismus erkennen und eine eigene Gestaltung planen, durchführen und reflektieren.


Expressionismus: Gefühl wird sichtbar

Der Expressionismus entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts besonders deutlich in Malerei und Grafik. Viele Kunstschaffende wollten nicht nur zeigen, wie etwas aussieht, sondern wie etwas erlebt oder empfunden wird. Deshalb konnten Farben unnatürlich leuchten, Körper gedehnt oder kantig erscheinen, Räume kippen und Linien unruhig werden.

Das Wort Expressionismus hängt mit dem Begriff Ausdruck zusammen. Ein Gesicht muss deshalb nicht genau wie auf einem Passfoto aussehen. Ein Himmel kann rot sein, ein Pferd blau und eine Straße schief wirken, wenn diese Entscheidungen die Bildwirkung verstärken.


Drei Schlüssel: Verformung, starke Farbe und Ausdruck

Verformung bedeutet, dass sichtbare Formen bewusst verändert werden. Ein Kopf kann verlängert, eine Hand vergrößert oder eine Straße schräg dargestellt werden. Entscheidend ist: Die Veränderung geschieht als Gestaltungsmittel.

Starke Farbe bedeutet nicht nur, möglichst bunt zu malen. Farbe kann als Ausdrucksfarbe eingesetzt werden. Dann muss sie nicht der natürlichen Farbe eines Gegenstands entsprechen. Außerdem können starke Farbkontraste Spannung erzeugen.

Ausdruck entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Mittel. Farbe, Form, Linie, Fläche, Hell-Dunkel, Bildausschnitt und Material beeinflussen gemeinsam, ob ein Bild beispielsweise ruhig, nervös, traurig, kraftvoll, bedrängend oder freudig wirkt.


Künstlergruppen: Die Brücke und Der Blaue Reiter

1905 gründeten Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl in Dresden die Künstlergruppe Die Brücke. Die Künstler suchten nach unmittelbaren, vereinfachten und kraftvollen Formen. Besonders wichtig wurden dabei auch Zeichnung und Holzschnitt.

Das Programm der Brücke wurde als Holzschnitt gestaltet. Schon die kantige Schrift zeigt, dass Grafik hier nicht nur ein Mittel zum Vervielfältigen war, sondern selbst Ausdruck tragen konnte.

1911 entstand in München um Wassily Kandinsky und Franz Marc der Blaue Reiter. Es handelte sich nicht um eine streng organisierte Künstlergruppe mit einheitlichem Stil, sondern um einen offenen künstlerischen Zusammenhang rund um Ausstellungen und einen Almanach. Farbe, Form, Musik, Volkskunst und neue Wege zur Abstraktion spielten eine wichtige Rolle.

In Marcs Blauem Pferd I bleibt ein Tier erkennbar. Bei Kandinskys Komposition VII lösen sich Formen viel stärker vom gegenständlichen Abbild. Beide Beispiele zeigen, dass Farbe im frühen 20. Jahrhundert immer unabhängiger von der sichtbaren Wirklichkeit eingesetzt werden konnte.


Farbe als Ausdrucksmittel


Ausdrucksfarbe statt bloßer Gegenstandsfarbe

Wenn Du einen Baum naturgetreu malst, orientierst Du Dich an seiner sichtbaren Gegenstandsfarbe. Wenn Du denselben Baum violett, rot oder schwarz malst, weil diese Farbe Deine Stimmung oder Bildidee besser ausdrückt, verwendest Du Farbe als Ausdrucksfarbe.

Wichtig ist: Farben haben nicht für alle Menschen immer dieselbe Bedeutung. Wirkung hängt von Umgebung, Helligkeit, Kontrast, Erfahrung und persönlicher Wahrnehmung ab. Deshalb solltest Du nicht nur behaupten, eine Farbe wirke auf eine bestimmte Weise, sondern Deine Beobachtung am konkreten Bild begründen.


Farbstudie: Kontraste untersuchen

Ein Farbkreis kann Dir helfen, Farbgegensätze zu untersuchen. Besonders deutlich ist der Komplementärkontrast: Farben, die sich in einem einfachen Farbkreis gegenüberliegen, können nebeneinander sehr kräftig erscheinen.

Farbpaar Beobachtungsauftrag Expressive Idee
Rot – Grün Prüfe, welche Farbe vor der anderen hervorzutreten scheint. Nutze das Paar für Spannung, Unruhe oder starke Aufmerksamkeit.
Blau – Orange Vergleiche kalte und warme Anteile. Nutze den Gegensatz, um Nähe und Ferne oder Ruhe und Energie zu steigern.
Gelb – Violett Vergleiche Helligkeit und Intensität. Nutze das Paar, um ein Motiv besonders auffällig zu machen.

G: Wähle ein Farbpaar und male drei kleine Felder mit unterschiedlich großen Farbanteilen. M: Erzeuge mit demselben Farbpaar einmal eine eher ruhige und einmal eine spannungsreiche Wirkung. E: Verändere zusätzlich Helligkeit, Sättigung und Flächenverhältnis und begründe, welche Variante Deine beabsichtigte Stimmung am deutlichsten trägt.


Interaktive Bildanalysen


Bildanalyse 1: Franz Marc – Blaues Pferd I

Sieh zuerst genau hin, bevor Du deutest: Wo steht das Pferd? Welche Farben grenzen aneinander? Welche Konturen sind weich, welche deutlich? Welche Körperformen wurden vereinfacht?

Untersuche das Bild Schritt für Schritt.
Die auffällige Körperfarbe des Pferdes ist

.
Die Farbe funktioniert nicht nur naturgetreu, sondern als

.
Die Körperform ist vereinfacht und stellenweise bewusst

.


G: Nenne drei Farben und zwei Formen, die Du sicher erkennen kannst. M: Erkläre, wie Farbe und Körperhaltung zusammen die Wirkung des Pferdes beeinflussen. E: Entwickle eine begründete Deutung: Welche Stimmung entsteht und welche Bildmittel sind dafür besonders wichtig?


Bildanalyse 2: Ernst Ludwig Kirchner – Straßenszene

Kirchners Großstadtdarstellungen wirken oft nicht wie ruhige fotografische Aufnahmen. Figuren, Blickrichtungen, schräge Linien und der enge Bildraum können Bewegung und Nervosität steigern.

Achte auf Raum und Linie.
Die Straße wirkt durch schräge Richtungen besonders

.
Die Figuren sind nicht fotografisch genau, sondern bewusst

.


G: Fahre in einer Skizze fünf besonders auffällige Richtungen mit Linien nach. M: Beschreibe, wie die Linien Deinen Blick durch das Bild führen. E: Erkläre, wie eine absichtlich veränderte Perspektive die Stimmung einer Großstadtszene steigern kann.


Bildanalyse 3: Porträt zwischen Farbe und Linie

Bei Alexej von Jawlensky tragen kräftige Farbflächen und vereinfachte Gesichtszüge den Ausdruck. Käthe Kollwitz erreicht in ihrer Lithografie eine starke Wirkung fast ohne Farbe: Hell-Dunkel, Linien, Flächen und der direkte Blick werden besonders wichtig.

Vergleiche beide Bildnisse.
Jawlenskys Porträt arbeitet besonders auffällig mit starken

.
Kollwitz erzielt Ausdruck vor allem durch Linie und

.
Beide Bildnisse zeigen, dass Ausdruck nicht von fotografischer

abhängt.


G: Finde je zwei auffällige Merkmale pro Bild. M: Vergleiche die Wirkung von Farbe bei Jawlensky mit der Schwarz-Weiß-Wirkung bei Kollwitz. E: Beurteile, welches Bild für Dich stärker wirkt, und belege Dein Urteil mit mindestens drei konkreten Beobachtungen.


Grafik: Ausdruck mit Schnitt, Linie und Fläche

Im Expressionismus war Grafik besonders wichtig. Beim Holzschnitt werden nicht druckende Teile aus einer Holzplatte herausgeschnitten. Die stehenbleibenden Flächen nehmen Farbe auf. Dadurch entstehen oft klare, kantige Formen und starke Hell-Dunkel-Kontraste.

Der Farbholzschnitt zeigt, dass Druckgrafik auch farbig sein kann. Vereinfachung, flächige Farbe und kräftige Konturen können den Ausdruck steigern.

G: Zeichne ein Gesicht nur mit schwarzen und weißen Flächen. M: Übertrage die Zeichnung in eine einfache Stempel- oder Styropordruck-Idee. E: Plane zwei Druckfarben so, dass sie die Stimmung Deines Motivs gezielt verändern.


Fotografie und Verformung

Fotografien helfen Dir, den Unterschied zwischen dokumentierender Wiedergabe und expressiver Veränderung zu untersuchen. Historische Porträtaufnahmen zeigen Kunstschaffende als Personen ihrer Zeit. Eine expressive Zeichnung darf von solchen Vorlagen bewusst abweichen.

Vergleiche ein fotografisches Porträt mit einem expressionistischen Bildnis. Frage Dich: Welche Proportionen bleiben ähnlich? Welche Formen werden verändert? Wo entsteht Ausdruck durch Farbe, wo durch Linie?

G: Zeichne ein Porträtfoto ab und vergrößere dabei nur ein Merkmal, zum Beispiel Augen oder Hände. M: Verändere mindestens drei Merkmale und wähle dazu eine ungewöhnliche Farbigkeit. E: Entwickle zwei unterschiedliche expressive Fassungen derselben Fotovorlage und erkläre, warum sie verschieden wirken.


Musik, Klang und Farbe

Im Umfeld des Blauen Reiters wurden Bildende Kunst und Musik eng zusammengedacht. Der Almanach Der Blaue Reiter enthielt neben Texten und Bildern auch Musikbeiträge. Für Deinen Unterricht ist interessant: Du kannst Klänge in Linien, Formen, Farbflächen und Rhythmen übersetzen, ohne dass es dafür nur eine richtige Lösung gibt.

Arnold Schönbergs Orchesterstück Farben aus den Fünf Orchesterstücken op. 16 eignet sich als Hörimpuls. Höre auf Veränderungen von Klangdichte, Lautstärke, Instrumentalfarbe und Spannung.

G: Zeichne während des Hörens spontan Linien für ruhige und gespannte Klangstellen. M: Ordne drei selbst gewählte Farben drei unterschiedlichen Klangwirkungen zu und begründe Deine Wahl. E: Entwickle aus dem Hörverlauf eine abstrakte Komposition, in der Farbwechsel und Formrhythmus auf musikalische Veränderungen reagieren.


Eine eigene expressive Gestaltung entwickeln

Deine Aufgabe ist kein Kopieren eines bekannten expressionistischen Bildes. Du entwickelst eine eigene Bildidee und nutzt die kennengelernten Mittel bewusst.


Gestaltungsweg

  1. Idee: Wähle ein Gefühl, eine Stimmung oder eine Situation, die Du ausdrücken möchtest.
  2. Skizze: Erstelle mindestens drei kleine Entwürfe mit unterschiedlichen Verformungen.
  3. Farbkonzept: Lege eine begrenzte, aber kräftige Farbpalette fest und teste mindestens einen deutlichen Kontrast.
  4. Komposition: Entscheide, was groß, klein, schräg, angeschnitten, nah oder fern erscheinen soll.
  5. Ausführung: Arbeite mit Deckfarben, Wachsmalstiften, Ölkreiden, Collage, Druck oder einer geeigneten Kombination.
  6. Reflexion: Erkläre, welche drei Entscheidungen den Ausdruck Deiner Arbeit am stärksten bestimmen.


Differenzierte Gestaltungsaufgabe G/M/E

G – Expressives Porträt: Gestalte ein Gesicht mit einer deutlich veränderten Form und mindestens drei kräftigen Farben. Zeige eine eindeutige Stimmung.

M – Expressive Szene: Gestalte eine Person oder Tierfigur in einer Umgebung. Verforme Figur und Raum und setze mindestens einen Farbkontrast gezielt für die Stimmung ein.

E – Expressive Bildidee: Entwickle eine komplexere Szene oder eine weitgehend abstrakte Komposition. Plane Farbklang, Verformung, Linienrhythmus und Bildaufbau so, dass eine selbst gewählte Stimmung ohne erklärenden Text erkennbar wird. Begründe anschließend Deine Entscheidungen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was steht beim Expressionismus häufig im Mittelpunkt? (Der Ausdruck von Gefühlen und innerem Erleben) (!Eine möglichst genaue fotografische Wiedergabe) (!Nur mathematisch berechnete Perspektive) (!Ausschließlich dekorative Muster)




Was bedeutet Verformung in einer expressiven Gestaltung? (Eine sichtbare Form wird bewusst verändert) (!Eine Zeichnung wird aus Versehen beschädigt) (!Alle Formen werden immer kreisförmig) (!Das Motiv wird vollständig unsichtbar gemacht)




Welche Aufgabe kann starke Farbe in einem expressionistischen Bild übernehmen? (Sie kann Ausdruck und Kontrast verstärken) (!Sie muss immer naturgetreu sein) (!Sie darf nur im Hintergrund erscheinen) (!Sie ersetzt jede Form und Linie vollständig)




Welche Künstlergruppe wurde 1905 in Dresden gegründet? (Die Brücke) (!Der Blaue Reiter) (!Das Bauhaus) (!Die Neue Sachlichkeit)




Was beschreibt den Blauen Reiter am besten? (Ein offener künstlerischer Zusammenhang um Ausstellungen und einen Almanach) (!Eine feste Schule mit nur einem erlaubten Malstil) (!Eine mittelalterliche Malerzunft) (!Eine Gruppe von Fotografen ohne Bezug zur Malerei)




Was zeigt Franz Marcs Blaues Pferd I besonders deutlich? (Farbe muss nicht naturgetreu sein und kann Ausdruck tragen) (!Tiere dürfen nur in ihren natürlichen Farben dargestellt werden) (!Expressionistische Bilder verzichten grundsätzlich auf erkennbare Motive) (!Blaue Farbe wurde nur verwendet weil keine andere Farbe vorhanden war)




Was kann ein Komplementärkontrast bewirken? (Gegensätzliche Farben können sich gegenseitig steigern) (!Alle Farben werden automatisch grau) (!Das Bild verliert jede Spannung) (!Nur schwarze Flächen bleiben sichtbar)




Was ist ein Holzschnitt? (Ein Hochdruckverfahren mit einer bearbeiteten Holzplatte) (!Eine Malerei auf nassem Putz) (!Eine Fotografie auf Glas) (!Eine Zeichnung mit Kohle auf Leinwand)




Was sollte am Anfang einer Bildanalyse stehen? (Genaues Beobachten und Beschreiben) (!Eine schnelle Bewertung ohne Belege) (!Das Erraten des Verkaufspreises) (!Das Auswendiglernen aller Lebensdaten)




Wodurch wird eine eigene expressive Gestaltung überzeugend? (Form und Farbe werden gezielt an eine beabsichtigte Wirkung angepasst) (!Möglichst viele Farben werden ohne Planung verwendet) (!Alle Formen werden exakt abgepaust) (!Jede Bildidee wird genauso gestaltet wie eine Vorlage)





Memory

Expressionismus inneres Erleben sichtbar machen
Verformung sichtbare Gestalt bewusst verändern
Ausdrucksfarbe Farbe nach Wirkung auswählen
Komplementärkontrast gegenüberliegende Farbtöne steigern
Holzschnitt Hochdruck von bearbeiteter Holzplatte
Brücke Dresdner Künstlergruppe ab 1905
Blauer Reiter Münchner Kunstzusammenhang ab 1911
Bildanalyse beobachten beschreiben untersuchen deuten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ausdrucksfarbe Farbe wird für eine beabsichtigte Wirkung gewählt
Verformung Proportion oder Gestalt wird bewusst verändert
Hell-Dunkel Helle und dunkle Flächen erzeugen Spannung und Gewichtung
Komplementärkontrast Gegenüberliegende Farben werden miteinander kombiniert
Linienrhythmus Wiederholte und wechselnde Richtungen erzeugen Bewegung






Kreuzworträtsel

Expressionismus Welche Kunstrichtung stellt häufig subjektiven Ausdruck vor naturgetreue Wiedergabe?
Kirchner Welcher Künstler der Brücke malte und zeichnete zahlreiche Großstadtszenen?
Kandinsky Welcher Künstler des Blauen Reiters führte Farbe und Form besonders weit in Richtung Abstraktion?
Holzschnitt Welche grafische Technik arbeitet mit einer geschnittenen Holzplatte?
Kontrast Wie heißt ein starker Unterschied zwischen Gestaltungsmitteln?
Verformung Wie nennt man die bewusste Veränderung einer sichtbaren Gestalt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Im Expressionismus steht häufig der persönliche

im Mittelpunkt.
Eine bewusste Veränderung sichtbarer Formen nennt man

.
Nicht naturgetreu eingesetzte Farbe kann als

wirken.
Starke Unterschiede zwischen Farben oder Helligkeiten nennt man

.
Die Künstlergruppe Die Brücke wurde 1905 in

gegründet.
Der Blaue Reiter entwickelte sich ab 1911 besonders in

.
Franz Marcs berühmtes Pferd ist auffällig

gemalt.
Beim Holzschnitt werden die druckenden Flächen aus einer

entwickelt.
Eine Bildanalyse beginnt mit genauem

.
Für eine eigene expressive Gestaltung müssen Form und Farbe bewusst zur gewünschten

passen.




Offene Aufgaben


Leicht – G

  1. Gefühlsfarbkarte: Ordne sechs selbst gewählten Gefühlen je zwei Farben zu und erkläre in einem Satz, warum Du diese Kombination gewählt hast.
  2. Expressives Porträt: Zeichne ein Gesicht und vergrößere ein Merkmal deutlich. Verwende anschließend drei starke Farben, die eine Stimmung unterstützen.
  3. Klanglinie: Höre ein kurzes Musikstück und übersetze den Klang nur in schnelle, langsame, harte und weiche Linien.
  4. Foto und Verformung: Nutze ein eigenes oder erlaubtes Porträtfoto als Vorlage und zeichne daraus eine Version mit einer bewusst veränderten Proportion.


Standard – M

  1. Bildvergleich: Vergleiche Franz Marcs Blaues Pferd mit einem expressionistischen Porträt. Untersuche Farbe, Form und Wirkung in einer Tabelle.
  2. Großstadtszene: Fotografiere oder skizziere eine Straßensituation und verwandle sie anschließend durch schräge Perspektive, starke Konturen und Ausdrucksfarbe.
  3. Druckexperiment: Entwickle mit Moosgummi, Styropor oder einem geeigneten Druckmaterial ein vereinfachtes Motiv und drucke zwei Varianten mit unterschiedlicher Farbwirkung.
  4. Komplementärstudie: Gestalte dasselbe kleine Motiv zweimal mit unterschiedlichen Komplementärpaaren und vergleiche anschließend die Wirkung.


Schwer – E

  1. Mini-Ausstellung: Kuratiere eine kleine Ausstellung mit fünf expressionistischen Werken oder Werkabbildungen. Formuliere eine gemeinsame Leitfrage und kurze Begründungen für Deine Auswahl.
  2. Bildanalyse mit Belegen: Schreibe eine vollständige Analyse eines unbekannten expressionistischen Bildes und belege jede Wirkungsbehauptung mit einer sichtbaren Gestaltungseigenschaft.
  3. Mixed-Media-Transformation: Verbinde Fotografie, Zeichnung, Collage und Farbe zu einer neuen expressiven Szene, in der das Ausgangsfoto deutlich verändert wird.
  4. Künstlerisches Statement: Entwickle eine eigenständige expressive Arbeit und verfasse danach ein kurzes Statement zu Idee, Farbkonzept, Verformung, Komposition und beabsichtigter Wirkung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Farbe: Du erhältst die Beschreibung eines ruhigen Landschaftsbildes. Entwickle drei konkrete Veränderungen von Farbe, Form und Linie, durch die daraus eine spannungsreiche expressive Darstellung werden könnte, und begründe jede Veränderung.
  2. Unbekanntes Bild: Analysiere ein Dir unbekanntes Porträt. Entscheide anhand sichtbarer Merkmale, ob es expressionistische Gestaltungsmittel nutzt, und belege Deine Entscheidung.
  3. Vergleich von Wirkungen: Zwei Bilder zeigen dasselbe Motiv, eines naturgetreu und eines stark verformt. Erkläre, wie die unterschiedliche Formbehandlung die Wahrnehmung verändert.
  4. Farbkonzept prüfen: Beurteile ein Farbkonzept, in dem alle Farben ähnlich hell und ähnlich intensiv sind. Entwickle eine Alternative, die stärkere Spannung erzeugt.
  5. Gestaltungsentscheidung: Plane ein Bild zum Gefühl Unsicherheit. Lege Bildausschnitt, Linienrichtung, mindestens einen Kontrast und zwei bewusste Verformungen fest und erläutere den Zusammenhang.
  6. Reflexion: Überarbeite eine eigene Skizze so, dass ihre Wirkung eindeutiger wird. Dokumentiere, was Du geändert hast und warum die neue Lösung überzeugender ist.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur Fachbegriffe kennst, sondern Gestaltungsmittel erkennen, anwenden und begründen kannst.

  1. Wahrnehmung: Du kannst in einem Bild konkrete Farben, Formen, Linien, Kontraste, Verformungen und Raumwirkungen benennen.
  2. Analyse: Du kannst erklären, wie mindestens drei Gestaltungsmittel zusammen eine Wirkung erzeugen.
  3. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Ausdrucksfarbe, Verformung, Komplementärkontrast, Holzschnitt und Bildanalyse passend.
  4. Gestaltung: Du entwickelst eine eigene expressive Arbeit mit einer erkennbaren Absicht.
  5. Planung: Du kannst Skizzen und Farbstudien nutzen, bevor Du die endgültige Arbeit ausführst.
  6. Reflexion: Du kannst Entscheidungen an Deiner eigenen Arbeit erklären und Verbesserungsmöglichkeiten benennen.
  7. G-Niveau: Du erkennst und verwendest zentrale Gestaltungsmittel sicher.
  8. M-Niveau: Du erklärst Zusammenhänge zwischen Gestaltungsmitteln und Wirkung und setzt sie gezielt ein.
  9. E-Niveau: Du begründest Deutungen mit Bildbelegen und entwickelst eine eigenständige, differenzierte Gestaltungslösung.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel bietet einen Überblick zur Stilrichtung und zu Malerei und Grafik des Expressionismus:

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