Zum Inhalt springen

BK5 - Reise in eine Fantasiewelt mit Green Screen

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 13. September 2026, 23:44 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
aiMOOC-Siegel

BK5 - Reise in eine Fantasiewelt mit Green Screen




Einleitung

BK5 - Reise in eine Fantasiewelt mit Green Screen ist ein projektorientierter aiMOOC für die Klasse 5. Du entwickelst eine kurze Fantasieszene, planst sie mit einem Storyboard, gestaltest eigene Hintergründe und verbindest beim Dreh reale Personen oder Gegenstände mit einer digitalen Fantasiewelt. Dabei lernst Du Grundlagen von Film, Fotografie, Bildgestaltung, Videoschnitt, Chroma Keying und Medienbildung kennen.

Das Ziel ist nicht ein möglichst langer Film, sondern eine kurze, bewusst inszenierte Szene von etwa 20 bis 60 Sekunden. Du sollst erkennen, dass ein überzeugender Film schon vor dem Drücken der Aufnahmetaste beginnt: mit einer Idee, einem Bildkonzept, einer Planung der Einstellungen und klaren Regeln zum Schutz der beteiligten Personen.

Das Bild zeigt das Grundprinzip des Chroma Keying: Eine bestimmte Farbe wird im Vordergrundbild ausgewählt und transparent gemacht. Dahinter kann anschließend ein anderes Bild oder Video sichtbar werden. Meist wird ein grüner oder blauer Hintergrund verwendet, weil sich diese Farben deutlich von vielen Hauttönen unterscheiden. In diesem Projekt arbeitest Du mit einem Green Screen.


Was Du in diesem aiMOOC lernst

Du verbindest künstlerische Gestaltung mit technischer Medienpraxis. Am Ende kannst Du erklären, wie ein Green Screen funktioniert, eine kurze Filmszene planen, einen Fantasiehintergrund selbst gestalten, eine Aufnahme technisch sinnvoll durchführen, Bild und Hintergrund in einer Schnittanwendung zusammensetzen und die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten beachten.

G/M/E-Differenzierung: In diesem aiMOOC stehen die Buchstaben G für grundlegendes Niveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau. Du kannst Aufgaben auf dem Niveau bearbeiten, das zu Deinem Lernstand passt. Gruppen dürfen auch unterschiedliche Niveaus miteinander kombinieren.


Vom Green Screen zur Fantasiewelt


Wie funktioniert Chroma Keying?

Beim Chroma Keying werden zwei Bildebenen miteinander verbunden. Auf der oberen Ebene befindet sich Deine Aufnahme vor einem möglichst gleichmäßig gefärbten Hintergrund. Die Schnittsoftware erkennt einen ausgewählten Farbton, die sogenannte Keyfarbe, und macht diesen Bildbereich transparent. Dadurch wird die darunterliegende Ebene sichtbar.

Damit das Ergebnis sauber aussieht, sollte der Green Screen möglichst gleichmäßig beleuchtet sein. Starke Schatten, Falten oder sehr unterschiedlich helle Grünflächen erschweren das Freistellen. Auch Kleidung oder Gegenstände in fast derselben grünen Farbe können teilweise verschwinden. Genau daraus lassen sich aber auch absichtlich Fantasieeffekte erzeugen.


Ein kleines Green-Screen-Studio

Für eine gute Aufnahme brauchst Du keine professionelle Filmhalle. Ein grünes Tuch, grünes Papier oder eine geeignete Green-Screen-Fläche kann genügen. Wichtig ist, dass die Fläche groß genug für Deinen Bildausschnitt ist und möglichst ruhig hängt.

Die Kamera oder das Tablet sollte während einer Einstellung möglichst ruhig bleiben. Ein Stativ hilft dabei. Falls kein Stativ vorhanden ist, kann das Gerät sicher auf einer festen Unterlage stehen. Handgeführte Aufnahmen sind nur sinnvoll, wenn die Bewegung bewusst geplant ist.

Für den Dreh gilt: Stelle die spielende Person nach Möglichkeit nicht direkt an die grüne Fläche. Mehr Abstand kann Schatten auf dem Hintergrund vermindern. Prüfe vor jeder Aufnahme, ob der Green Screen den benötigten Bildbereich vollständig ausfüllt.


Licht, Kleidung und Bildausschnitt

Die Beleuchtung soll vor allem eines leisten: Person und Green Screen sollen gut erkennbar sein. Ideal ist ein möglichst gleichmäßig heller Hintergrund ohne harte Schatten. Die Person darf dabei nicht so dunkel werden, dass Gesicht, Hände oder Kostüm kaum noch zu erkennen sind.

Trage vor dem Green Screen keine grüne Kleidung, wenn sie im fertigen Bild sichtbar bleiben soll. Für einen absichtlichen Unsichtbarkeitseffekt kann genau das Gegenteil spannend sein: Ein grüner Gegenstand oder Stoff kann durch das Keying verschwinden.

Vor dem Dreh entscheidest Du außerdem über den Bildausschnitt. Eine Totale zeigt viel von Körper und Umgebung, eine Halbnahe eignet sich gut für kurze Dialoge und eine Nahaufnahme zeigt Gesicht oder ein wichtiges Detail besonders deutlich.


Eine Fantasiewelt selbst gestalten


Vier Wege zu einem eigenen Hintergrund

Dein Hintergrund soll möglichst nicht einfach aus einer beliebigen Internetsuche stammen. Entwickle Deine Fantasiewelt selbst. Dadurch wird Dein Film persönlicher und Du vermeidest viele Probleme mit fremden Urheberrechten.

Medium Idee für Klasse 5 Gestaltungshinweis Rechte-Check
Zeichnung Nebelwald, Wolkenstadt, Unterwasserbibliothek oder Mondtempel zeichnen Mit Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund räumliche Tiefe erzeugen Eigene Zeichnung selbst fotografieren oder scannen
Fotografie Eine leere Landschaft, Mauer, Treppe oder Baumgruppe selbst fotografieren Durch ungewöhnliche Perspektive und Ausschnitt eine fremde Welt entstehen lassen Möglichst keine erkennbaren Personen, Namen oder privaten Daten mitfotografieren
Collage Eigene Zeichnungen und eigene Fotos zu einer neuen Welt kombinieren Auf passende Größen, Blickrichtungen und Lichtstimmungen achten Nur eigenes oder eindeutig frei nutzbares Material verwenden
Kurzes Hintergrundvideo Bewegte Wolken, Wasser, wehende Blätter oder selbst gebaute Miniaturwelt filmen Kamera möglichst ruhig halten, damit der Hintergrund nicht ungewollt wackelt Keine fremden Personen ohne Erlaubnis aufnehmen

Eine alte Landschaftszeichnung kann zeigen, wie Künstler mit Wegen, Bäumen, Bergen und Gebäuden räumliche Tiefe erzeugen. Sie dient hier nur als Anregung: Für Deinen Film gestaltest Du Deinen eigenen Hintergrund.


Vom Foto zur Fantasiewelt

Auch ein selbst aufgenommenes Foto kann zum Ausgangspunkt werden. Du kannst es ausdrucken und überzeichnen, digital mit eigenen Formen ergänzen oder mit selbst fotografierten Gegenständen kombinieren. Eine normale Treppe kann dadurch zu einem Aufstieg in einen Wolkenpalast werden, ein Baumstamm zum Eingang einer Zwergenstadt und eine Pfütze zum Portal in eine andere Welt.

Wichtig ist, dass der Hintergrund zur Perspektive der aufgenommenen Person passt. Wenn Deine Kamera auf Augenhöhe filmt, sollte auch der Hintergrund ungefähr aus einer passenden Blickhöhe gestaltet sein. Ein Horizont auf Kniehöhe kann sonst so wirken, als würde Deine Figur schweben.


Storyboard und Inszenierung


Warum ein Storyboard?

Ein Storyboard ist eine gezeichnete Planung für einen Film. Es muss keine perfekte Kunstzeichnung sein. Entscheidend ist, dass Du vor dem Dreh erkennst, was im Bild zu sehen sein soll, wo die Figur steht, wie die Kamera schaut und welcher Hintergrund später eingesetzt wird.

Ein Storyboard spart beim Dreh Zeit. Es verhindert zum Beispiel, dass eine Figur nach links aus dem Bild läuft, in der nächsten Einstellung aber unverständlich von derselben Seite wieder erscheint.


Storyboard-Vorlage für Deine Szene

Einstellung Zeichnung oder Bildidee Handlung Fantasiehintergrund Ton oder Text Dauer
1 Skizze des Anfangsbildes Die Figur entdeckt einen Hinweis Noch reale oder neutrale Welt Geräusch oder kurzer Satz etwa 3–6 Sekunden
2 Skizze des Übergangs Ein Portal oder Zauber wird ausgelöst Übergang zur Fantasiewelt Zaubergeräusch etwa 3–6 Sekunden
3 Skizze der Hauptszene Die Figur reagiert auf die neue Welt Selbst gestaltete Fantasiewelt Kurzer Dialog oder Erzählertext etwa 5–10 Sekunden
4 Skizze des Schlussbildes Die Figur löst eine kleine Aufgabe oder verschwindet Fantasiewelt oder Rückkehr Schlussgeräusch oder Titel etwa 3–8 Sekunden


Die kurze inszenierte Szene


Beispiel: Das Portal hinter der Karte

Deine Gruppe kann die folgende Szene übernehmen oder als Ausgangspunkt verändern. Die Szene ist bewusst kurz, damit genügend Zeit für Gestaltung, Dreh und Schnitt bleibt.

Einstellung Inszenierung Green-Screen-Idee Ton
Entdeckung Eine Figur hält eine selbst gezeichnete Karte ins Bild und entdeckt ein leuchtendes Zeichen Noch kein Fantasiehintergrund oder nur ein neutraler Hintergrund Papiergeräusch und ein erstauntes Wort
Portal Die Figur hebt die Karte und dreht sich zur Seite Hinter der Figur erscheint der selbst gestaltete Eingang in die Fantasiewelt Kurzes selbst erzeugtes Zaubergeräusch
Ankunft Die Figur schaut sich staunend um und zeigt auf etwas außerhalb des Bildes Eigene Zeichnung, eigene Fotocollage oder eigenes Hintergrundvideo Ein Satz wie „Wo bin ich hier?“
Wendepunkt Die Figur findet einen Gegenstand oder eine Botschaft Hintergrund bleibt gleich oder wechselt gezielt Geräusch oder sehr kurzer Dialog
Schluss Die Figur verlässt das Bild oder kehrt zurück Fantasiewelt blendet aus Schlusswort oder selbst gestalteter Titel

Die Szene sollte in Klasse 5 möglichst überschaubar bleiben. Eine kleine, gut erkennbare Handlung ist wirkungsvoller als viele Effekte ohne Zusammenhang.


G/M/E-Differenzierung für die Filmproduktion

Niveau Umfang Gestaltung Technik Reflexion
G etwa 20–30 Sekunden, 2–3 Einstellungen ein selbst gestalteter Hintergrund einfacher Chroma-Key-Effekt, ruhige Kamera zwei gelungene Entscheidungen benennen
M etwa 30–45 Sekunden, 3–5 Einstellungen mindestens zwei selbst gestaltete Bildelemente oder Hintergründe sauberer Schnitt, bewusster Bildausschnitt, einfache Tonspur Wirkung von Hintergrund, Bildausschnitt und Spiel erklären
E etwa 45–60 Sekunden, 4–6 Einstellungen differenzierte Fantasiewelt mit mehreren Ebenen, Übergängen oder bewegtem Hintergrund gezieltes Keying, passende Größenverhältnisse, bewusst eingesetzter Ton und Übergang Gestaltung kritisch beurteilen und eine konkrete Verbesserung begründen


Dreh und Postproduktion


Vor dem Dreh

Kontrolliert zuerst das Storyboard, den Green Screen und die Freigaben der Beteiligten. Legt fest, wer spielt, wer filmt, wer auf Licht und Bildrand achtet und wer die Aufnahme startet. Auch Schülerinnen und Schüler, die nicht gefilmt werden möchten oder dürfen, können wichtige Rollen übernehmen: Regie, Kamera, Ausstattung, Hintergrundgestaltung, Schnittplanung oder Tonkonzept.


Beim Dreh

Nehmt jede Einstellung lieber kurz und klar auf. Startet die Aufnahme ein wenig vor der eigentlichen Handlung und beendet sie erst kurz nach der Handlung. Dadurch lässt sich später leichter schneiden. Prüft sofort nach einer Aufnahme, ob Bild und Ton brauchbar sind.

Vermeidet hektisches Zoomen. Wenn sich die Figur im Bild bewegen soll, markiert vorher ungefähr den Bereich, in dem sie bleiben muss. Sie darf den grünen Hintergrund nicht verlassen, wenn später überall ein digitaler Hintergrund sichtbar sein soll.


Beim Schnitt

In einer von der Schule freigegebenen Schnittanwendung liegen mindestens zwei Ebenen übereinander: unten der selbst gestaltete Hintergrund, darüber die Green-Screen-Aufnahme. Mit der Chroma-Key-Funktion wird Grün ausgewählt und transparent gemacht. Danach können Bildgröße, Position und gegebenenfalls die Toleranz des Keying-Effekts angepasst werden.

Achte darauf, dass die Figur nicht größer oder kleiner wirkt, als es zur Fantasiewelt passt. Ein Mensch vor einem winzigen Burgtor wirkt riesenhaft, vor einem übergroßen Tisch dagegen wie eine Miniaturfigur. Solche Größenverhältnisse können Fehler sein, aber auch bewusst als Fantasieeffekt eingesetzt werden.


Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und Urheberrecht


Niemand wird einfach so gefilmt

Bei Filmprojekten in der Schule sind Persönlichkeitsrechte besonders wichtig. Das Recht am eigenen Bild schützt Menschen davor, dass Bildnisse ohne die erforderliche Einwilligung verbreitet oder öffentlich gezeigt werden. Für ein Schulprojekt gilt deshalb als sichere Arbeitsregel: Vor einer Aufnahme klärt Ihr die schulisch vorgesehenen Einwilligungen und Freigaben; vor jeder Veröffentlichung wird noch einmal gesondert geprüft, ob sie erlaubt und wirklich gewollt ist.

In Deutschland regelt § 22 des Kunsturheberrechtsgesetzes grundsätzlich, dass Bildnisse nur mit Einwilligung verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden dürfen. Auch Tonaufnahmen können Rechte berühren: Das unbefugte Aufzeichnen nichtöffentlich gesprochener Worte kann nach § 201 StGB strafbar sein.

Für Dich bedeutet das im Projekt vor allem: Frage vorher, respektiere ein Nein und veröffentliche nichts eigenmächtig.


Die Klassenregel für sichere Medienproduktion

Situation Sichere Vorgehensweise
Eine Person soll erkennbar im Film auftreten Vorher die von der Schule verlangte Zustimmung und Freigabe klären
Eine Person möchte nicht gefilmt werden Entscheidung respektieren und eine andere Produktionsrolle anbieten
Ein Film soll außerhalb des Unterrichts gezeigt oder online gestellt werden Nicht automatisch hochladen, sondern vorher gesonderte Freigabe durch die verantwortliche Lehrkraft und die erforderlichen Beteiligten klären
Im Hintergrund stehen weitere Schülerinnen oder Schüler Aufnahme so planen, dass Unbeteiligte nicht erkennbar aufgenommen werden
Keine Personenaufnahme ist möglich Mit Figuren, selbst gebauten Objekten, Händen ohne erkennbare Merkmale, Papieranimation oder reinen Texttafeln arbeiten; bei Ton ebenfalls vorher klären, wer aufgenommen werden darf
Dateien werden gespeichert Nur die schulisch vorgesehenen Geräte, Speicherorte und Löschregeln verwenden


Fremde Bilder, Musik und Videos

Auch eine Fantasiewelt hat Regeln. Verwende für Deinen Hintergrund vorzugsweise eigene Zeichnungen, eigene Fotografien und eigene Videos. Wenn Du fremdes Material nutzt, muss die Nutzung erlaubt sein. Bei freien Medien müssen die Bedingungen der jeweiligen Lizenz beachtet werden. Eine bekannte Filmfigur, ein beliebtes Lied oder ein Bild aus einer Suchmaschine darf nicht automatisch einfach übernommen und veröffentlicht werden.

Creative Commons und gemeinfreie Werke können gute Ausgangspunkte sein, wenn die Lizenzbedingungen eingehalten werden. Für diesen aiMOOC werden deshalb mehrere Beispiele aus Wikimedia Commons verwendet.


Medienwerkstatt: Von der Idee zum fertigen Clip


Unterrichtsplanung für Klasse 5

Phase Zeitrahmen Schwerpunkt Ergebnis
1. Einstieg etwa 45 Minuten Green-Screen-Prinzip, Beispielmedien, Persönlichkeitsrechte Gemeinsame Filmregeln
2. Fantasiewelt etwa 45–90 Minuten Zeichnen, fotografieren, Collage oder Hintergrundvideo Eigener Hintergrund
3. Storyboard etwa 45 Minuten Handlung, Einstellungen, Bildausschnitt und Ton planen Storyboard mit 3–5 Bildern
4. Dreh etwa 45 Minuten Rollen verteilen, Green Screen einrichten, kurze Takes aufnehmen Rohmaterial
5. Schnitt etwa 45–90 Minuten Chroma Key, Reihenfolge, Ton, Titel Fertiger Kurzclip
6. Präsentation etwa 45 Minuten Filme ansehen, Wirkung beschreiben, Rechte-Check und Feedback Reflexion und Lernnachweis


Produktionscheck vor „Kamera läuft“

Prüffrage Ja
Ist unser Storyboard verständlich?
Ist der Hintergrund selbst gestaltet oder rechtlich geklärt?
Sind alle erforderlichen Einwilligungen für Bild und Ton geklärt?
Ist der Green Screen ausreichend gleichmäßig und vollständig im Bild?
Trägt die gefilmte Person keine unbeabsichtigt grüne Kleidung?
Steht die Kamera sicher?
Wissen alle ihre Aufgabe?
Wissen wir, wo die Dateien gespeichert und später gelöscht werden?


Feedback und Bewertung


Zwei Sterne und ein Wunsch

Nach der Präsentation erhält jede Gruppe wertschätzendes Feedback. Zwei Sterne benennen zwei gelungene Aspekte. Ein Wunsch beschreibt eine konkrete Verbesserung. Gute Rückmeldungen beziehen sich auf beobachtbare Gestaltung: zum Beispiel auf Bildausschnitt, Hintergrund, Übergang, Verständlichkeit der Handlung oder den Umgang mit Ton.


Kriterienraster G/M/E

Kriterium G M E
Idee und Handlung verständliche Grundidee klare kurze Dramaturgie bewusst inszenierter Spannungs- oder Wendepunkt
Hintergrund eigener Hintergrund erkennbar Hintergrund unterstützt die Szene Hintergrund ist räumlich und gestalterisch differenziert
Storyboard wesentliche Einstellungen geplant Bild, Handlung und Ton sinnvoll verbunden Kamera, Bewegung und Übergänge vorausschauend geplant
Green Screen Grundeffekt funktioniert Kanten und Größenwirkung sind überwiegend stimmig Keying und Compositing werden gezielt für die Bildwirkung eingesetzt
Persönlichkeitsrechte Grundregel verstanden Freigaben und Alternativen bewusst berücksichtigt Rechte- und Veröffentlichungsfragen begründet reflektiert
Reflexion Gelungenes benennen Wirkung erklären Entscheidungen beurteilen und Verbesserungen begründen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was geschieht beim Chroma Keying mit der ausgewählten Hintergrundfarbe? (Sie wird transparent gemacht) (!Sie wird automatisch schwarz gefärbt) (!Sie wird lauter wiedergegeben) (!Sie wird in Text umgewandelt)




Warum sollte ein Green Screen möglichst gleichmäßig beleuchtet sein? (Damit die Software den grünen Hintergrund leichter erkennen kann) (!Damit jede Person grüne Kleidung tragen kann) (!Damit die Kamera automatisch schwebt) (!Damit kein Storyboard nötig ist)




Wozu dient ein Storyboard? (Es plant Bilder und Handlungen vor dem Dreh) (!Es ersetzt jede Filmaufnahme) (!Es macht den Green Screen grün) (!Es speichert automatisch Einwilligungen)




Welche Kleidung ist vor einem Green Screen meist ungünstig? (Grüne Kleidung) (!Rote Kleidung) (!Blaue Schuhe bei einem grünen Screen) (!Weiße Socken)




Was hilft gegen verwackelte Aufnahmen? (Ein sicher aufgestelltes Stativ) (!Ein faltiger Hintergrund) (!Ein dunkler Bildschirm) (!Ein längerer Filmtitel)




Welche Möglichkeit eignet sich besonders gut für einen rechtlich einfachen Fantasiehintergrund? (Eine selbst erstellte Zeichnung) (!Ein beliebiges Bild aus einer Suchmaschine) (!Ein ungefragt aufgenommenes Klassenfoto) (!Ein kopiertes Filmplakat)




Was ist bei einer Person wichtig, die nicht gefilmt werden möchte? (Ihre Entscheidung wird respektiert) (!Sie muss trotzdem kurz auftreten) (!Sie darf nur von hinten gefilmt werden) (!Ihr Name wird stattdessen eingeblendet)




Wann darf ein Schulfilm nicht einfach eigenmächtig online gestellt werden? (Wenn die erforderlichen Freigaben für die Veröffentlichung nicht geklärt sind) (!Wenn der Film weniger als eine Minute dauert) (!Wenn ein Stativ benutzt wurde) (!Wenn der Hintergrund gezeichnet wurde)




Was liegt beim Green-Screen-Schnitt normalerweise unter der Personenaufnahme? (Der gewünschte Hintergrund) (!Eine leere Tonspur) (!Das Storyboard aus Papier) (!Die Kameratasche)




Was gehört zu einer guten Filmreflexion? (Die Wirkung eigener Gestaltungsentscheidungen begründen) (!Nur die Dateigröße nennen) (!Nur die Filmlänge abschreiben) (!Jede Szene möglichst länger machen)





Memory

Greenscreen Einfarbige Fläche für das Keying
ChromaKey Macht eine gewählte Farbe transparent
Storyboard Bildfolge zur Planung eines Films
Stativ Stabilisiert die Kamera
Einwilligung Zustimmung zur vorgesehenen Nutzung einer Personenaufnahme
Compositing Verbindet mehrere Bildebenen
Keyfarbe Farbton der entfernt werden soll
Postproduktion Bearbeitung nach der Aufnahme





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Vorproduktion Idee und Storyboard entwickeln
Hintergrundgestaltung Fantasiewelt zeichnen fotografieren oder collagieren
Dreh Szene vor dem Green Screen aufnehmen
Postproduktion Keying Schnitt und Ton bearbeiten
Freigabe Rechte und mögliche Veröffentlichung prüfen




...


Kreuzworträtsel

Chromakey Wie heißt die Technik mit der eine ausgewählte Hintergrundfarbe entfernt wird?
Storyboard Wie heißt die gezeichnete Planung eines Films?
Einwilligung Welche Zustimmung ist bei der Nutzung von Personenaufnahmen wichtig?
Stativ Welches Hilfsmittel stabilisiert eine Kamera?
Beleuchtung Was sollte am Green Screen möglichst gleichmäßig sein?
Compositing Wie heißt das Verbinden mehrerer Bildebenen zu einem Gesamtbild?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Green-Screen-Verfahren wird eine ausgewählte Farbe durch das

transparent gemacht.
Ein gezeichneter Plan für die einzelnen Filmeinstellungen heißt

.
Damit die Kamera während einer Einstellung ruhig bleibt, kann ein

verwendet werden.
Der grüne Hintergrund sollte möglichst gleichmäßig

sein.
Grüne Kleidung kann beim Keying unbeabsichtigt

.
Für einen besonders eigenständigen Film gestaltest Du den digitalen

selbst.
Vor dem Filmen erkennbarer Personen müssen die notwendigen

geklärt sein.
Eine Veröffentlichung außerhalb des Unterrichts braucht eine gesonderte

.
Das Zusammenfügen verschiedener Bildquellen heißt

.
Nach dem Dreh erfolgt die Bearbeitung in der

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fantasiewelt zeichnen: Entwirf einen Green-Screen-Hintergrund für eine Wolkenstadt, einen Zauberwald, einen Unterwasserort oder eine eigene Idee. Nutze Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund.
  2. Storyboard erstellen: Zeichne ein Storyboard mit drei Bildern für eine Szene, in der eine Figur in eine Fantasiewelt gelangt.
  3. Green-Screen-Test: Nimm mit Erlaubnis einen kurzen Testclip vor dem Green Screen auf und untersuche, welche Kleidung und Bewegungen gut funktionieren. Alternativ filmst Du einen Gegenstand.
  4. Rechte-Check: Entwickle eine kleine Hinweiskarte mit fünf Regeln zum respektvollen Filmen in der Klasse.


Standard

  1. Fantasiefotografie: Fotografiere selbst eine menschenleere Umgebung und verwandle sie durch eigene Zeichnungen oder Collageelemente in einen Fantasieort.
  2. Filmszene inszenieren: Produziere in einer Gruppe eine 30 bis 45 Sekunden lange Szene mit mindestens drei geplanten Einstellungen und einem selbst gestalteten Hintergrund.
  3. Ton gestalten: Erzeuge drei passende Geräusche selbst und entscheide, welches Geräusch die Wirkung Deiner Fantasyszene am stärksten unterstützt.
  4. Filmfeedback: Analysiere einen fertigen Gruppenfilm mit „Zwei Sterne und ein Wunsch“ und beziehe Dich auf konkrete Bild- oder Schnittentscheidungen.


Schwer

  1. Compositing gestalten: Erzeuge eine Szene, in der Größenverhältnisse bewusst verändert werden, sodass eine Figur riesig oder winzig erscheint. Begründe die Bildwirkung.
  2. Bewegter Hintergrund: Filme selbst ein kurzes Hintergrundvideo und kombiniere es mit einer Green-Screen-Aufnahme. Achte besonders auf Perspektive und Bewegungsrichtung.
  3. Regieexperiment: Drehe dieselbe kurze Handlung zweimal mit unterschiedlichem Bildausschnitt oder unterschiedlicher Kameraposition und vergleiche die Wirkung.
  4. Medienethik: Entwickle für die Klasse ein Entscheidungsschema mit der Frage „Dürfen wir diese Aufnahme filmen, speichern, zeigen oder veröffentlichen?“ und begründe jeden Entscheidungsschritt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bildwirkung analysieren: Eine Figur wirkt vor dem eingesetzten Hintergrund plötzlich viel zu groß. Erkläre zwei mögliche Ursachen und schlage zwei gestalterische Lösungen vor.
  2. Drehproblem lösen: Auf dem Green Screen liegen starke Schatten. Beschreibe, wie sich das im Keying zeigen kann und wie Du die Aufnahmesituation verbessern würdest.
  3. Storyboard übertragen: Entwirf für die Handlung „Eine Schülerin findet eine geheimnisvolle Tür“ drei unterschiedliche Einstellungen und begründe die Reihenfolge.
  4. Rechte abwägen: In einer gelungenen Aufnahme läuft im Hintergrund eine nicht beteiligte Person durchs Bild. Erkläre, welche Fragen vor einer weiteren Nutzung geklärt werden müssen und nenne eine sichere Alternative.
  5. Gestaltung vergleichen: Vergleiche einen gezeichneten Fantasiehintergrund mit einem selbst fotografierten Hintergrund. Erkläre, welche Wirkung beide Varianten auf dieselbe Szene haben könnten.
  6. Film überarbeiten: Ein Clip hat eine gute Idee, aber hektische Schnitte, unpassenden Ton und unsaubere grüne Ränder. Lege eine sinnvolle Reihenfolge für drei Verbesserungsschritte fest und begründe sie.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einen fertigen Clip zeigst, sondern Deine Gestaltungsentscheidungen erklären kannst.

  1. Storyboard: Du legst eine verständliche Planung der Szene vor.
  2. Eigener Hintergrund: Mindestens ein wesentlicher Teil der Fantasiewelt wurde selbst gezeichnet, fotografiert, gefilmt oder collagiert.
  3. Green Screen: Du kannst erklären, wie die Keyfarbe entfernt und durch einen anderen Hintergrund ersetzt wird.
  4. Bildgestaltung: Du begründest mindestens eine Entscheidung zu Perspektive, Bildausschnitt, Größe oder räumlicher Wirkung.
  5. Persönlichkeitsrechte: Du kannst erklären, warum Zustimmung, Freigabe und der Schutz Unbeteiligter wichtig sind.
  6. Urheberrecht: Du kannst zwischen eigenem Material und fremdem Material unterscheiden und weißt, dass fremde Medien nicht automatisch frei nutzbar sind.
  7. Reflexion: Du benennst eine Stärke des Films und eine konkrete Verbesserung für eine nächste Produktion.




OERs zum Thema

Für freie Beispielmedien eignen sich außerdem die Wikimedia-Commons-Kategorien zu Chroma Key, Green Screen, Storyboard, Filmproduktion und Kameratechnik. Informationen zum Recht am eigenen Bild und zu sicherer Mediennutzung bietet unter anderem klicksafe.

Wikimedia Commons: Chroma key

klicksafe: Persönlichkeitsrechte beim Posten von Bildern und Videos

§ 22 KunstUrhG – Recht am eigenen Bild

§ 201 StGB – Vertraulichkeit des Wortes


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite
Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...