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BK5 - Strukturen und Muster zeichnen

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BK5 - Strukturen und Muster zeichnen



BK5 - Strukturen und Muster zeichnen


Einleitung

Strukturen und Muster begegnen Dir überall: in Blattadern, Baumrinde und Holzmaserungen, auf Tierfellen, in Geweben, an Häuserfassaden und sogar in Bildern aus dem Mikroskop. In diesem aiMOOC lernst Du, solche Ordnungen genau zu beobachten und zeichnerisch weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht darum, eine Naturvorlage einfach zu kopieren. Du untersuchst, wie Formen, Linien, Punkte und Flächen angeordnet sind, und entwickelst daraus eigene Muster.

Ein Muster entsteht, wenn bestimmte Merkmale wiederkehren. Eine Struktur beschreibt den Aufbau oder die Gliederung einer Oberfläche oder Form. In der Kunst ist auch der Begriff Textur wichtig: Er beschreibt, wie eine Oberfläche sichtbar oder fühlbar wirkt. Für Deine Zeichnungen sind besonders vier Gestaltungsprinzipien wichtig: Wiederholung, Variation, Verdichtung und Lockerung.

Schau Dir die Blattadern genau an: Es gibt Hauptadern, kleinere Verzweigungen, unterschiedliche Abstände und Richtungen. Genau solche Beobachtungen kannst Du in eine Zeichnung übersetzen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Strukturen in Natur, Alltag, Kunst und Architektur erkennen und beschreiben. Du kannst aus Linien, Punkten und einfachen Formen eigene Muster entwickeln. Du kannst Wiederholung, Variation, Verdichtung und Lockerung bewusst einsetzen. Außerdem kannst Du erklären, wie unterschiedliche Ordnungen eine Bildwirkung verändern und Deine eigenen gestalterischen Entscheidungen begründen.


G/M/E-Differenzierung

In diesem aiMOOC arbeitest Du auf drei Niveaustufen. G bedeutet grundlegendes Niveau, M mittleres Niveau und E erweitertes Niveau. Du darfst mit G beginnen und später Aufgaben aus M oder E ausprobieren.

Niveau Schwerpunkt Typische Leistung
G Erkennen und Wiederholen Du übernimmst eine einfache Strukturidee und wiederholst ein Motiv deutlich und sauber.
M Variieren und Ordnen Du veränderst Größe, Richtung, Abstand oder Form und steuerst Kontraste.
E Komplex gestalten und begründen Du kombinierst mehrere Regeln, erzeugst Übergänge zwischen Verdichtung und Lockerung und erklärst die Wirkung.


Strukturen entdecken

Beim genauen Sehen hilft Dir eine Strukturen-Lupe. Frage Dich: Welche Linien erkennst Du? Sind sie gerade, gebogen, gezackt, verzweigt oder spiralig? Welche Formen wiederholen sich? Wo liegen Elemente dicht beieinander, wo weiter auseinander? Ist die Anordnung regelmäßig oder eher unregelmäßig? Gibt es eine Richtung, ein Zentrum oder eine Bewegung?


Naturstrukturen: Blätter, Rinde und Holz

Blätter zeigen oft deutlich erkennbare Adernetze. Eine starke Hauptader kann sich in kleinere Seitenadern verzweigen. Beim Zeichnen kannst Du zuerst die großen Richtungen erfassen und danach feinere Linien ergänzen.

Baumrinde wirkt oft rau, rissig oder schuppig. Die einzelnen Formen müssen nicht exakt gleich sein. Gerade kleine Unterschiede machen eine natürliche Struktur glaubwürdig.

Holzmaserungen verlaufen häufig in länglichen, geschwungenen Bahnen. Achte auf parallele Richtungen, Unterbrechungen, dunklere Linien und wechselnde Abstände.

Mini-Auftrag G: Zeichne drei kleine Felder mit Blattader, Rinde und Holzmaserung. Verwende nur Bleistift und unterschiedliche Linienstärken.

Mini-Auftrag M: Verändere bei einem Feld die Abstände schrittweise von eng zu weit.

Mini-Auftrag E: Verbinde zwei Naturstrukturen in einem fließenden Übergang, ohne eine harte Trennlinie zu zeichnen.


Tierhäute: Streifen, Flecken und Flächen

Tierhäute bieten sehr unterschiedliche Ordnungen. Beim Zebra dominieren Streifen. Beim Leoparden entstehen Gruppen aus Flecken und Rosetten. Bei der Giraffe wirken größere Flächen wie ein Netz aus unregelmäßigen Feldern. Für Deine Zeichnung ist wichtig: Du übernimmst nicht das Tier selbst, sondern untersuchst die Ordnungsregel seiner Oberfläche.

Vergleiche: Beim Zebramuster führen Linien durch die Fläche. Beim Leopardenmuster stehen einzelne Fleckengruppen nebeneinander. Beim Giraffenmuster werden größere Flächen durch schmale Zwischenräume getrennt. Aus diesen drei Prinzipien kannst Du ganz neue Muster erfinden.


Pflanzenformen, Waben und Spiralen

Muster müssen nicht nur aus geraden Reihen bestehen. Ein Farn zeigt eine wiederkehrende Gliederung entlang einer Mittelachse. Waben zeigen viele benachbarte sechseckige Zellen. Spiralen führen eine Bewegung um ein Zentrum.

Die Natur liefert Anregungen, aber Deine künstlerische Aufgabe ist es, Beobachtungen zu vereinfachen. Aus einem Farn kann zum Beispiel eine Reihe aus kurzen und langen Bögen entstehen. Aus Waben kann ein Netz aus Vielecken werden. Aus einer Spirale kann sich ein Muster entwickeln, dessen Abstände nach außen größer werden.

Die Animation macht sichtbar, wie aus einer fortlaufenden Setzung vieler Einzelelemente ein komplexes Gesamtmuster entstehen kann.


Textilien: Weben, Flechten und Fischgrat

Bei Textilien entsteht Struktur oft durch das Kreuzen, Verschlingen oder regelmäßige Anordnen von Fäden. Du kannst solche Ordnungen zeichnerisch mit sich kreuzenden Linien, kurzen Strichen, Zickzackformen oder versetzten Reihen untersuchen.

Beim Fischgratmuster treffen schräge Linien in einem wiederkehrenden Richtungswechsel aufeinander. Schon mit wenigen Strichen entsteht dadurch Rhythmus.


Architekturdetails: Ordnung in der gebauten Umwelt

Auch Gebäude zeigen Muster. Fensterachsen, Fassadenelemente, Fliesen, Gitter, Ziegel und Geländer können sich wiederholen. Architektur ist deshalb ein guter Ort für eine Mustersafari.

Suche in Deiner Umgebung nach wiederkehrenden Elementen: Fenster, Treppenstufen, Pflastersteine, Zäune oder Dachziegel. Skizziere nicht das ganze Gebäude, sondern nur einen interessanten Ausschnitt.


Mikrofotos: Strukturen, die das Auge allein kaum erkennt

Ein Mikroskop kann verborgene Ordnungen sichtbar machen. Zwiebelzellen erscheinen als dicht benachbarte Zellformen. Auf einem Schmetterlingsflügel lassen sich im Mikroskop feine Oberflächenstrukturen erkennen.

Ein Mikrofoto eignet sich besonders gut als Ausgangspunkt für abstrakte Zeichnungen: Du kannst die beobachteten Formen vereinfachen, vergrößern, wiederholen und neu ordnen.


Vom Beobachten zum Zeichnen

Eine gute Strukturzeichnung entsteht in mehreren Schritten. Zuerst beobachtest Du. Dann wählst Du ein einfaches Grundelement: zum Beispiel Punkt, Strich, Bogen, Dreieck, Fleck oder Wellenlinie. Danach entscheidest Du, nach welcher Regel dieses Grundelement angeordnet wird. Erst dann füllst Du eine größere Fläche.


Linien, Punkte und Flächen als Bausteine

Mit einem einzigen Bleistift kannst Du viele Wirkungen erzeugen. Dünne Linien wirken leichter als kräftige Linien. Kleine Punkte können eine körnige Fläche bilden. Kurze Striche können wie Fell, Gras oder Fasern wirken. Gebogene Linien können eine fließende Bewegung erzeugen. Geschlossene Formen können wie Zellen, Schuppen, Steine oder Flecken wirken.

Wichtig ist, dass Du nicht wahllos füllst. Lege Dir eine einfache Regel fest, zum Beispiel: „Jede zweite Linie wird dicker“, „Die Kreise werden nach rechts kleiner“ oder „Die Abstände werden zur Mitte hin enger“.


Wiederholung

Bei der Wiederholung kommt ein Grundelement mehrfach vor. Dadurch entsteht Ordnung und Rhythmus. Eine sehr regelmäßige Wiederholung kann ruhig und klar wirken. Schon kleine Abweichungen machen das Muster lebendiger.

Beispiel: Punkt – Strich – Punkt – Strich – Punkt – Strich.


Variation

Bei der Variation bleibt ein Zusammenhang erkennbar, aber einzelne Merkmale verändern sich. Du kannst Größe, Richtung, Form, Linienstärke, Helligkeit oder Abstand variieren.

Beispiel: Ein Dreieck wiederholt sich, wird aber abwechselnd groß und klein. Oder eine Wellenlinie bleibt gleich, dreht sich jedoch schrittweise.


Verdichtung

Bei der Verdichtung rücken Elemente enger zusammen, werden zahlreicher oder überlagern sich stärker. Eine verdichtete Zone wirkt häufig kräftiger, unruhiger oder optisch schwerer.

Du kannst Verdichtung erzeugen, indem Du Abstände verkleinerst, mehr Linien einfügst, Formen überlagerst oder dunklere Bereiche aufbaust.


Lockerung

Bei der Lockerung werden Abstände größer, Elemente seltener oder Linien leichter. Eine gelockerte Zone kann ruhiger, offener und luftiger wirken.

Spannend wird eine Zeichnung, wenn Verdichtung und Lockerung nicht plötzlich wechseln, sondern als Übergang gestaltet werden.


Kontrast und Rhythmus

Ein Kontrast entsteht, wenn Unterschiede deutlich wahrnehmbar sind: groß und klein, hell und dunkel, dick und dünn, dicht und locker, gerade und gebogen. Ein Rhythmus entsteht, wenn Wiederholungen und Veränderungen eine erkennbare Folge bilden.

Du kannst Dir ein Muster wie einen Takt vorstellen: Gleichmäßige Wiederholung wirkt wie ein regelmäßiger Puls. Variation verändert diesen Puls. Verdichtung beschleunigt den visuellen Eindruck, Lockerung lässt mehr Ruhe entstehen.


Zeichentechniken für Klasse 5

Für diese Einheit reichen einfache Werkzeuge: Bleistift, Fineliner oder schwarzer Stift, Radiergummi und Zeichenpapier. Beginne lieber hell und locker. Verstärke Linien erst, wenn die Grundordnung stimmt.

Beim Schraffieren liegen viele Linien nebeneinander. Bei der Kreuzschraffur kreuzen sich Linien. Beim Punktieren entsteht eine Fläche aus Punkten. Beim Konturzeichnen wird eine Form durch ihre Umrisslinie beschrieben. Diese Techniken kannst Du mischen, solange die Musterregel erkennbar bleibt.

Das Video behandelt „Texture“ als bildnerisches Element. Achte beim Anschauen darauf, wie Oberflächen durch zeichnerische Mittel sichtbar gemacht werden können.


Muster entwickeln: vom Fundstück zur eigenen Idee

Wähle ein Vorbild aus Natur, Tierhaut, Textil, Architektur oder Mikrofoto. Zeichne zunächst einen kleinen Ausschnitt möglichst genau. Danach vereinfachst Du ihn zu einem Grundelement. Im dritten Schritt wiederholst Du dieses Grundelement. Anschließend veränderst Du eine Regel: Größe, Abstand, Richtung oder Linienstärke. So entsteht aus Beobachtung eine eigene Gestaltung.

Nutze das Video als zusätzliche Anregung für einfache Musterideen. Übernimm nicht alles, sondern wähle wenige Elemente aus und entwickle daraus eine eigene Ordnung.


Beispiel: Vom Blatt zum Fantasiemuster

Du beobachtest ein Blatt mit Hauptader und Seitenadern. Für Dein Muster übernimmst Du nur eine gebogene Hauptlinie und kurze Seitenstriche. Diese Form wiederholst Du in Reihen. Danach variierst Du die Länge der Seitenstriche. Zur Bildmitte hin verringerst Du die Abstände: Es entsteht Verdichtung. Nach außen werden die Abstände größer: Es entsteht Lockerung.

So bleibt die Naturbeobachtung als Ausgangspunkt erkennbar, aber die fertige Zeichnung ist eine eigene Bildidee.


Interaktive Musterfelder

Diese kleinen Aufgaben trainieren das Erkennen von Regeln. Schreibe die passende Fortsetzung in die Lücke und übertrage das Prinzip anschließend in ein eigenes Zeichenfeld auf Papier.

Musterfeld 1 – Wiederholung
Kreis – Dreieck – Kreis – Dreieck –

.


Musterfeld 2 – Variation
klein – groß – klein – groß –

.


Musterfeld 3 – Verdichtung
weit – mittel – eng – sehr eng –

.


Musterfeld 4 – Lockerung
sehr eng – eng – mittel – weit –

.



Hauptgestaltungsaufgabe: Struktur wird Muster

Erstelle eine Zeichnung mit vier miteinander verbundenen Musterzonen. Jede Zone geht von einer beobachteten Struktur aus. Mindestens eine Zone soll aus einer Naturstruktur, eine aus einer Tierhaut, eine aus einem Textil oder Architekturdetail und eine aus einer frei gewählten Mikro- oder Fantasiestruktur entstehen.

Niveau Auftrag
G Verwende vier klar unterscheidbare Grundelemente. In jeder Zone ist eine deutliche Wiederholung erkennbar.
M Baue zusätzlich mindestens zwei Variationen ein und gestalte einen sichtbaren Übergang von dicht zu locker.
E Verbinde alle Zonen zu einer Gesamtkomposition. Steuere Verdichtung, Lockerung, Kontrast und Rhythmus so, dass ein bewusster Blickfang entsteht, und begründe Deine Entscheidungen.

Bewerte Deine Zeichnung am Ende selbst: Ist die Regel jeder Zone erkennbar? Wo liegt der dichteste Bereich? Wo ist die stärkste Lockerung? Welche Variation macht das Bild interessant? Welche Stelle wirkt am ruhigsten und welche am bewegtesten?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Muster? (Eine Struktur mit erkennbaren wiederkehrenden Merkmalen) (!Eine Fläche ohne jede Ordnung) (!Nur ein farbiges Bild) (!Nur eine einzelne Linie)




Was bedeutet Wiederholung beim Zeichnen? (Ein Grundelement kommt mehrfach vor) (!Alle Elemente werden ausgelöscht) (!Jede Form wird nur einmal gezeichnet) (!Nur die Papiergröße wird verändert)




Was ist eine Variation? (Ein bekanntes Element wird gezielt verändert) (!Eine Zeichnung wird vollständig radiert) (!Alle Abstände bleiben immer gleich) (!Es wird nur ein Rahmen gezeichnet)




Wie entsteht Verdichtung? (Elemente rücken enger zusammen oder werden zahlreicher) (!Elemente werden vollständig entfernt) (!Die Abstände werden überall größer) (!Nur der Bildrand bleibt sichtbar)




Wie entsteht Lockerung? (Abstände werden größer oder Elemente seltener) (!Alle Linien werden immer dicker) (!Formen werden vollständig übermalt) (!Jede Fläche wird schwarz)




Welches Beispiel zeigt eine Naturstruktur? (Blattadern) (!Ein leerer Bildschirm) (!Eine zufällige Seitenzahl) (!Ein einzelner Buchstabe ohne Zusammenhang)




Welche Veränderung eignet sich für eine Variation? (Die Größe eines Grundelements wird verändert) (!Das Papier wird weggelegt) (!Die Zeichnung wird nicht begonnen) (!Alle Formen werden unsichtbar gemacht)




Was beschreibt die Textur in der Kunst? (Die sichtbare oder fühlbare Beschaffenheit einer Oberfläche) (!Nur den Titel eines Bildes) (!Nur das Alter eines Kunstwerks) (!Nur den Preis eines Materials)




Wodurch kann ein visueller Rhythmus entstehen? (Durch erkennbare Folgen von Wiederholung und Veränderung) (!Durch vollständige Leere) (!Durch das Abschneiden des Papiers) (!Durch eine einzige zufällige Markierung)




Welche Aufgabe gehört am ehesten zum E-Niveau? (Mehrere Musterregeln verbinden und ihre Wirkung begründen) (!Nur einen Punkt setzen) (!Nur ein fertiges Muster abpausen) (!Nur den Namen des Themas abschreiben)





Memory

Wiederholung Ein Grundelement kommt mehrfach vor
Variation Ein Merkmal wird gezielt verändert
Verdichtung Elemente rücken enger zusammen
Lockerung Abstände werden größer
Textur Sichtbare oder fühlbare Oberflächenwirkung
Rhythmus Erkennbare Folge von Elementen
Kontrast Deutlicher Unterschied
Grundelement Kleinster wiederkehrender Baustein





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Wiederholung Dasselbe Grundelement erscheint mehrfach
Variation Ein Element ändert Größe, Richtung oder Form
Verdichtung Die Abstände werden kleiner
Lockerung Die Abstände werden größer
Textur Die Oberfläche wirkt zum Beispiel rau, glatt, faserig oder körnig




...


Kreuzworträtsel

Muster Wie nennt man eine erkennbare Ordnung mit wiederkehrenden Merkmalen?
Struktur Welcher Begriff beschreibt den Aufbau oder die Gliederung einer Oberfläche?
Variation Wie heißt die gezielte Veränderung eines wiederkehrenden Elements?
Rhythmus Wie heißt eine erkennbare Folge aus Wiederholung und Veränderung?
Kontrast Wie heißt ein deutlicher Unterschied zwischen zwei Gestaltungsmerkmalen?
Textur Wie heißt die sichtbare oder fühlbare Beschaffenheit einer Oberfläche in der Kunst?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Muster wird durch erkennbare

von Merkmalen gebildet.
Eine gezielte Veränderung eines Grundelements heißt

.
Wenn Elemente immer enger zusammenrücken, entsteht

.
Wenn die Abstände zwischen Elementen größer werden, entsteht

.
Die sichtbare oder fühlbare Beschaffenheit einer Oberfläche nennt man in der Kunst

.
Ein kleiner wiederkehrender Baustein kann als

bezeichnet werden.
Ein deutlicher Unterschied zwischen groß und klein oder hell und dunkel ist ein

.
Eine erkennbare Folge von Wiederholungen und Veränderungen erzeugt einen visuellen

.
Blattadern können als Ausgangspunkt für eine gezeichnete

dienen.
Bei einer Holzoberfläche kann die natürliche Linienordnung als

sichtbar werden.
Ein Mikrofoto kann verborgene Oberflächenordnungen stark

.
Eine gute Musterzeichnung folgt einer bewusst gewählten

.




Offene Aufgaben


Leicht (G)

  1. Strukturensafari: Finde in Deiner Umgebung fünf unterschiedliche Strukturen und fertige zu jeder eine kleine Bleistiftskizze an.
  2. Blattadern zeichnen: Suche ein Blatt, untersuche Haupt- und Seitenadern und zeichne einen vergrößerten Ausschnitt.
  3. Tiermuster erfinden: Entwickle aus Streifen, Flecken oder Flächen ein neues Fantasietiermuster.
  4. Musterstreifen: Gestalte einen langen Streifen, in dem sich ein Grundelement mindestens zehnmal wiederholt.


Standard (M)

  1. Variation gestalten: Wähle ein einfaches Motiv und verändere schrittweise Größe, Richtung und Linienstärke.
  2. Dicht und locker: Zeichne ein Muster, das von einer stark verdichteten Zone in eine gelockerte Zone übergeht.
  3. Architekturdetail untersuchen: Fotografiere oder skizziere ein Muster an einem Gebäude und entwickle daraus eine eigene Flächengestaltung.
  4. Textilmuster entwickeln: Untersuche ein Gewebe, Strickstück oder Flechtwerk und übertrage seine Ordnung in ein gezeichnetes Muster.


Schwer (E)

  1. Mikrostruktur abstrahieren: Wähle ein Mikrofoto und entwickle daraus eine abstrakte Zeichnung mit mindestens zwei unterschiedlichen Musterregeln.
  2. Musterkomposition: Verbinde drei verschiedene Strukturideen so, dass sie ohne harte Grenze ineinander übergehen.
  3. Bildwirkung untersuchen: Erstelle zwei Versionen desselben Musters, einmal sehr regelmäßig und einmal stark variiert, und vergleiche ihre Wirkung schriftlich.
  4. Muster-Interview: Befrage eine Person aus Handwerk, Design, Architektur oder Textilgestaltung dazu, wo Muster und Strukturen in ihrer Arbeit wichtig sind, und präsentiere die Ergebnisse mit eigenen Zeichnungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Natur zu Gestaltung: Erkläre an einem selbst gewählten Naturbeispiel, wie Du aus einer beobachteten Struktur ein eigenes Muster entwickeln würdest. Beschreibe mindestens drei Arbeitsschritte.
  2. Vergleich Verdichtung und Lockerung: Zeichne zwei kleine Musterfelder mit demselben Grundelement. Ein Feld soll verdichtet, das andere gelockert wirken. Begründe anschließend die unterschiedliche Bildwirkung.
  3. Musterregel analysieren: Untersuche ein unbekanntes Muster und formuliere eine Regel, nach der es aufgebaut sein könnte. Zeige danach eine mögliche Fortsetzung.
  4. Variation bewerten: Vergleiche eine regelmäßige und eine variierte Musterfolge. Erkläre, welche Version ruhiger, bewegter oder spannungsreicher wirkt und warum.
  5. Materialwirkung übertragen: Wähle die Eigenschaften rau, glatt, faserig oder körnig und entwickle zeichnerische Mittel, mit denen mindestens zwei dieser Wirkungen sichtbar werden.
  6. Komposition begründen: Plane eine Musterzeichnung mit einem Blickfang. Erkläre, wo Du Kontrast, Verdichtung und Lockerung einsetzen würdest, damit der Blick gezielt geführt wird.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Bild zeigst, sondern auch Deinen Gestaltungsweg nachvollziehbar machst.

  1. Beobachtung: Du kannst mindestens drei unterschiedliche Strukturen erkennen, beschreiben und skizzieren.
  2. Grundelement: Du kannst aus einer Vorlage ein einfaches zeichnerisches Grundelement ableiten.
  3. Wiederholung: Du kannst ein Grundelement geordnet wiederholen.
  4. Variation: Du kannst Größe, Richtung, Form, Abstand oder Linienstärke gezielt verändern.
  5. Verdichtung: Du kannst eine Zone mit engeren Abständen oder mehr Elementen gestalten.
  6. Lockerung: Du kannst eine Zone mit größeren Abständen oder weniger Elementen gestalten.
  7. Bildwirkung: Du kannst beschreiben, wie regelmäßig, unregelmäßig, dicht, locker, ruhig oder bewegt eine Gestaltung wirkt.
  8. Reflexion: Du kannst Deine wichtigsten Entscheidungen mit Fachbegriffen begründen.
  9. Differenzierung: Auf G-Niveau ist eine klare Grundordnung sichtbar, auf M-Niveau kommen bewusste Variationen hinzu, auf E-Niveau werden mehrere Gestaltungsprinzipien zu einer eigenständigen Komposition verbunden.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zu Muster als Struktur bietet zusätzliche Hintergrundinformationen.


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