BK5 - Fundstücke werden Kunst

BK5 - Fundstücke werden Kunst
BK5 - Fundstücke werden Kunst
Einleitung
Aus Dingen, die andere vielleicht übersehen oder wegwerfen würden, kann Kunst entstehen. Ein Kronkorken wird zum Auge, ein Stück Draht zur Antenne, ein Karton zur Bühne, ein Ast zum Bein einer Fantasiefigur. In diesem aiMOOC für die Klasse 5 untersuchst Du, wie Fundstücke, Alltagsgegenstände, wiederverwendbare Materialien und Naturmaterialien durch Auswahl, Anordnung und Verbindung eine neue Bedeutung bekommen.
Im Mittelpunkt steht eine eigene praktische Arbeit: Du kombinierst Fundmaterialien zu einem neuen Objekt oder einer kleinen Skulptur. Dabei lernst Du die Technik der Assemblage kennen, erprobst unterschiedliche Verbindungen, achtest auf Stabilität und gestaltest bewusst mit Form, Farbe, Oberfläche und Zwischenraum. Anschließend reflektierst Du, was Deine Materialien vorher waren, was sie in Deinem Kunstwerk geworden sind und wie sinnvoll Deine Materialwahl unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ist.
Die Aufgaben sind in G/M/E differenziert. G bezeichnet grundlegende Anforderungen, M erweitert die gestalterischen Entscheidungen und die Begründung, E verlangt zusätzlich eine besonders bewusste konzeptionelle und nachhaltigkeitsbezogene Reflexion.

Bildimpuls: Betrachte die Fundstücke zunächst einzeln und dann als Gesamtform. Welche Gegenstände erkennst Du noch? Welche wirken schon wie Teile von etwas Neuem?
Das Video des Museum of Modern Art zeigt, wie Kunstschaffende Alltagsobjekte aus ihrem üblichen Zusammenhang lösen und dadurch unsere Erwartungen an Kunst und Gegenstände verändern.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine Assemblage und ein Fundobjekt sind. Du kannst sichere Fundmaterialien nach ihren Eigenschaften untersuchen, unterschiedliche Anordnungen ausprobieren und passende Verbindungstechniken auswählen. Du kannst ein eigenes Objekt stabil gestalten und beschreiben, wie sich die Bedeutung der verwendeten Dinge verändert hat. Außerdem kannst Du begründen, warum Wiederverwendung Ressourcen schonen kann und wo auch bei Recyclingkunst Grenzen der Nachhaltigkeit liegen.
Was ist eine Assemblage?
Eine Assemblage ist eine künstlerische Arbeitsweise, bei der bereits vorhandene, gefundene oder vorgefertigte Dinge zu einer neuen Komposition zusammengefügt werden. Sie ist mit der Collage verwandt, arbeitet aber häufig räumlich. Eine Assemblage kann als Relief auf einer Fläche entstehen oder als frei stehendes Objekt von mehreren Seiten betrachtet werden.
Das Entscheidende ist nicht nur, welche Dinge Du verwendest, sondern wie Du sie auswählst, anordnest, veränderst und miteinander verbindest. Ein Gegenstand kann im Kunstwerk seine ursprüngliche Funktion verlieren und eine neue Rolle erhalten.
Beobachtungsauftrag: Suche im Bild nach wiederverwendeten Teilen. Überlege zu drei Teilen jeweils: Was könnte der Gegenstand vorher gewesen sein? Welche neue Funktion hat er im Kunstwerk?
Fundstück, Objektkunst und Bedeutungsänderung
Ein Fundstück ist etwas, das bereits existiert und nicht ursprünglich als Kunstmaterial hergestellt wurde. Das können zum Beispiel Verpackungsteile, Knöpfe, Deckel, Kartonstücke, Stoffreste, Holzstücke, Schnüre oder ungefährliche Metallteile sein. Auch Naturmaterialien können als Fundmaterial dienen, wenn sie verantwortungsvoll gesammelt werden.
In der Objektkunst werden reale Gegenstände selbst zum Bestandteil eines Kunstwerks. Bei einer Assemblage werden meist mehrere Elemente miteinander kombiniert. Durch den neuen Kontext kann sich ihre Bedeutung verändern.
Ein Beispiel: Ein Kronkorken ist im Alltag ein Verschluss. In einer Figur kann er zum Auge werden. In einem Fantasiefahrzeug kann er ein Rad darstellen. In einer abstrakten Arbeit kann seine runde Form nur noch als Rhythmus wiederholt werden. Der Gegenstand bleibt materiell derselbe, aber seine Bedeutung verändert sich durch die neue Umgebung.

Denkfrage: Welche fünf neuen Rollen könnte ein einzelner Deckel in einem Kunstwerk übernehmen?
Recyclingkunst, Wiederverwendung und Upcycling
Bei Recycling werden Abfälle verarbeitet, damit daraus wieder nutzbare Rohstoffe oder Produkte entstehen können. Bei der direkten Wiederverwendung bleibt ein Gegenstand dagegen weitgehend erhalten und wird erneut benutzt. Upcycling bezeichnet eine Weiterverwendung, bei der aus Abfall oder ungenutzten Materialien etwas Neues mit neuer Funktion oder neuem Wert entsteht.
In der Kunst können sich diese Ideen überschneiden. Wenn Du einen sauberen Verpackungskarton direkt als Sockel verwendest, nutzt Du ihn wieder. Wenn Du verschiedene ausrangierte Dinge so kombinierst, dass daraus eine neue Skulptur mit eigener Aussage entsteht, kann man von Upcycling- oder Recyclingkunst sprechen.
Wichtig ist: Ein Kunstwerk aus Abfall ist nicht automatisch nachhaltig. Nachhaltiger wird die Arbeit, wenn Du vorhandene Materialien bewusst nutzt, möglichst wenig neue Materialien zukaufst, ungiftige und sparsame Verbindungsmittel einsetzt und überlegst, ob Teile später noch getrennt oder erneut verwendet werden können.


Vergleich: Bei beiden Beispielen werden vorhandene Materialien neu verwendet. Untersuche, wie Material, Form und ursprüngliche Funktion noch erkennbar bleiben.
Materiallabor: Was kann ein Fundstück?
Bevor Du etwas festklebst, untersuche Deine Materialien. Drücke, biege, drehe, staple und kombiniere sie zunächst ohne dauerhafte Verbindung. So lernst Du ihre Eigenschaften kennen.
| Material | Mögliche Eigenschaft | Mögliche neue Rolle | Geeignete Verbindung | Nachhaltigkeitsfrage |
|---|---|---|---|---|
| Karton | leicht, flächig, faltbar | Sockel, Wand, Körper | Steckschlitz, Papierklebeband, Klebstoff | Kann ein bereits gebrauchter Karton genutzt werden? |
| Flaschendeckel | hart, rund, farbig | Auge, Rad, Schuppe | Schnur, Klebstoff, Draht durch vorhandene Öffnung | Kann der Deckel später wieder getrennt werden? |
| Stoffrest | weich, beweglich, gemustert | Fell, Segel, Kleidung | Knoten, Faden, Klebstoff sparsam | Ist es wirklich ein Reststück? |
| Korken | leicht, zylindrisch, gut steckbar | Kopf, Gelenk, Abstandhalter | Holzstäbchen, Schnur, Klebstoff | Lässt sich der Korken mehrfach verwenden? |
| Draht | linienförmig, biegbar | Arm, Antenne, Kontur | Wickeln, Verdrillen | Sind Enden sicher umgebogen? |
| Aststück | unregelmäßig, natürlich, stabil | Bein, Geweih, Gerüst | Schnur, Knoten, Einstecken | Wurde nur loses, erlaubtes Material gesammelt? |
| Stein | schwer, glatt oder rau | Gewicht, Kopf, Sockel | Einlegen, Umwickeln | Muss der Stein überhaupt dauerhaft verklebt werden? |
| Papierrest | leicht, faltbar, bedruckt | Haut, Fahne, Muster | Falten, Stecken, Klebstoff | Kann ein bereits bedrucktes Restpapier dienen? |
Interaktive Materialsammlungen
Die folgenden offenen Wikimedia-Commons-Sammlungen lassen sich wie digitale Materialkisten durchsuchen. Öffne eine Sammlung, wähle ein Bild und notiere, welche Materialien Du erkennst und wie sie neu gedeutet wurden.
- Fundobjekte in der Kunst: Entdecke Kunstwerke aus gefundenen Gegenständen.
- Assemblage: Vergleiche unterschiedliche Arten des Zusammenfügens.
- Recyclingkunst: Suche nach ungewöhnlichen Materialkombinationen.
- Wiederverwendete Flaschendeckel: Untersuche, wie ein einziges Material viele neue Rollen bekommen kann.
- Land Art: Entdecke Kunstwerke, die Landschaft und Naturmaterialien einbeziehen.


Materialdetektiv: Wähle eines der beiden Bilder. Benenne mindestens vier Materialien oder Gegenstände, beschreibe ihre neue Rolle und entscheide, ob das Werk eher durch Wiederholung, Kontrast, Ähnlichkeit oder überraschende Kombination wirkt.
Naturmaterialien und Land Art
Auch Blätter, Steine, Zweige, Samen, Rinde oder Sand können zu Kunstmaterial werden. Bei Land Art wird häufig direkt an einem Ort mit Landschaft, Erde oder Naturmaterialien gestaltet. Solche Werke können vergänglich sein: Wind, Wasser, Tiere oder Zeit verändern sie.
Für die Schule gilt: Sammle nur, was Du verantwortungsvoll nehmen darfst. Reiße keine lebenden Pflanzen aus, beschädige keine Bäume, störe keine Nester oder Lebensräume und beachte Schutzregeln. Besonders nachhaltig kann eine temporäre Arbeit sein, die nur gelegt und anschließend fotografiert wird, ohne Materialien dauerhaft zu verkleben.


Vergleichsauftrag: Das Blattbild arbeitet klein und unmittelbar mit Naturmaterialien. Die Spiralform im Landschaftsraum arbeitet in einem ganz anderen Maßstab. Welche Gemeinsamkeit erkennst Du trotzdem in der bewussten Anordnung von Material?
Gestaltungsmittel: So wird aus Material eine Komposition
Form beschreibt die Gestalt eines Teils. Runde, kantige, lange oder flächige Formen wirken unterschiedlich. Textur meint die sichtbare oder fühlbare Oberfläche, zum Beispiel glatt, rau, glänzend oder weich. Farbe kann Teile verbinden oder voneinander abheben. Kontrast entsteht, wenn Gegensätze aufeinandertreffen, etwa weich und hart oder groß und klein.
Rhythmus entsteht durch Wiederholung. Mehrere gleiche Deckel können wie Punkte oder Schuppen wirken. Balance bedeutet, dass die Gesamtform optisch und tatsächlich im Gleichgewicht bleibt. Zwischenräume gehören ebenfalls zur Gestaltung: Auch die Luft zwischen zwei Teilen kann eine wichtige Form bilden.

Formenlesen: Fahre mit dem Finger in der Luft die wichtigsten Linien des Kunstwerks nach. Wo wiederholen sich Formen? Wo entstehen große und kleine Zwischenräume?
Verbinden ohne gleich festzukleben
Eine gute Assemblage entsteht oft durch Ausprobieren. Lege zunächst mehrere Varianten. Fotografiere sie oder fertige schnelle Skizzen an. Erst danach entscheidest Du Dich für eine Anordnung.
Mögliche Verbindungen sind Stecken, Klemmen, Falten, Schlitzen, Knoten, Wickeln, Binden, Kleben oder das Verbinden mit ungefährlichem Draht. Reversible Verbindungen wie Knoten, Steckverbindungen oder Klemmen haben einen Vorteil: Du kannst Teile später wieder lösen und anders verwenden.
Sicherheitscheck: Materialampel
| Bereich | Beispiele | Regel |
|---|---|---|
| Gut geeignet | sauberer Karton, Papier, Stoffreste, Korken, Deckel, Schnur, stumpfe Holzstücke, saubere Naturmaterialien | Prüfen, reinigen, sinnvoll auswählen. |
| Nur nach Rücksprache | Draht, kleine Metallteile, harte Kunststoffe, Teile aus kaputtem Spielzeug, schwere Steine | Lehrkraft prüft Kanten, Gewicht und Verbindung. |
| Nicht verwenden | Glasscherben, Nadeln, Batterien, beschädigte Akkus, schimmelige oder verschmutzte Dinge, unbekannte Chemikalien, scharfkantiger Rost | Verletzungs- und Gesundheitsgefahr vermeiden. |
Heißkleber, scharfe Werkzeuge oder elektrische Geräte werden in Klasse 5 nur eingesetzt, wenn die Lehrkraft sie ausdrücklich freigibt und beaufsichtigt. Für viele Arbeiten reichen Weißleim, Papierklebeband, Schnur, Steckverbindungen und Knoten.
Werkstattprojekt: Aus Fundstücken wird ein neues Objekt
Dein Hauptprojekt besteht darin, aus mehreren Fundmaterialien ein eigenständiges Kunstobjekt zu entwickeln. Es darf erkennbar gegenständlich sein, etwa ein Tier, Fahrzeug oder Fantasiewesen, oder abstrakt aus Formen, Farben, Rhythmen und Oberflächen bestehen.
- Sammeln: Bringe eine Auswahl sicherer, sauberer Fundmaterialien mit. Kaufe möglichst nichts extra für dieses Projekt.
- Sortieren: Ordne die Materialien nach Form, Farbe, Oberfläche, Herkunft oder möglicher neuer Funktion.
- Experimentieren: Lege mindestens zwei unterschiedliche Anordnungen und fotografiere oder skizziere sie.
- Entscheiden: Wähle die Anordnung, die Deine Idee am besten zeigt.
- Konstruieren: Verbinde die Teile stabil und so materialschonend wie möglich.
- Prüfen: Betrachte das Objekt von mehreren Seiten. Steht oder hängt es sicher?
- Benennen: Gib Deinem Werk einen Titel, der eine neue Bedeutung eröffnet.
- Reflektieren: Erkläre, wie mindestens ein Fundstück seine Bedeutung verändert hat und wie nachhaltig Deine Materialnutzung war.
G/M/E-Differenzierung
| Niveau | Gestaltung | Bedeutungsänderung | Nachhaltigkeit | Reflexion |
|---|---|---|---|---|
| G – Grundniveau | Kombiniere eine überschaubare Auswahl von Fundmaterialien zu einer stabilen, klar erkennbaren Gesamtform. | Erkläre an einem Beispiel: vorherige Funktion und neue Rolle. | Verwende überwiegend vorhandene Materialien und nenne einen Vorteil der Wiederverwendung. | Beschreibe Dein Werk in wenigen vollständigen Sätzen. |
| M – Mittleres Niveau | Setze mindestens zwei Gestaltungsmittel bewusst ein, etwa Kontrast, Wiederholung, Textur oder Zwischenraum. | Vergleiche mehrere Fundstücke und erkläre, wie ihre neue Anordnung die Wirkung verändert. | Begründe Deine Verbindungstechniken und entscheide, wo lösbare Verbindungen sinnvoll sind. | Verfasse eine kurze Werkbeschreibung mit Titel, Idee, Materialwahl und Wirkung. |
| E – Erweitertes Niveau | Entwickle eine zusammenhängende Aussage oder ein Thema und überprüfe mindestens zwei Entwurfsvarianten. | Zeige, wie der Kontext Gegenstände umdeutet und wie dadurch eine neue Geschichte, ein Symbol oder eine kritische Aussage entsteht. | Beurteile auch Grenzen: Klebstoff, Mischmaterialien, Transport, spätere Trennbarkeit und mögliche Wiederverwendung. | Verfasse ein begründetes Künstlerstatement und beziehe eine alternative Gestaltungsmöglichkeit ein. |
Reflexionsmodell: Vorher – Jetzt – Warum
Mit drei Schritten kannst Du die Bedeutungsänderung verständlich erklären.
- Vorher: Was war der Gegenstand ursprünglich und wozu wurde er benutzt?
- Jetzt: Welche neue Rolle übernimmt er in Deinem Kunstwerk?
- Warum: Welche Form, Farbe, Oberfläche, Position oder Verbindung lässt die neue Bedeutung entstehen?
Beispiel: Ein alter Flaschendeckel war vorher ein Verschluss. Jetzt ist er das Auge einer Fantasiefigur. Seine runde Form, seine Position im Kopfbereich und der Kontrast zur Umgebung lassen ihn wie ein Auge wirken.
Nachhaltigkeitscheck für Dein Kunstwerk
Beurteile Deine Arbeit nicht nur danach, ob sie schön oder originell ist. Prüfe auch den Materialweg.
- Wiederverwendung: Habe ich vorhandene Dinge genutzt, statt neues Bastelmaterial zu kaufen?
- Materialmenge: Habe ich nur so viel Material verwendet, wie meine Idee benötigt?
- Verbindung: Kann ich Teile später wieder lösen oder weiterverwenden?
- Naturmaterial: Habe ich Naturmaterialien gesammelt, ohne Lebensräume zu beschädigen?
- Haltbarkeit: Ist das Werk stabil genug, damit es nicht sofort zu Abfall wird?
- Reflexion: Kann ich erklären, wo meine Arbeit nachhaltig ist und wo nicht?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt eine Assemblage am besten? (Eine künstlerische Arbeit aus zusammengefügten vorhandenen oder gefundenen Dingen) (!Eine Zeichnung nur mit Bleistift) (!Eine Fotografie ohne Bearbeitung) (!Eine Skulptur ausschließlich aus Ton)
Was ist ein Fundobjekt im künstlerischen Sinn? (Ein bereits vorhandener Gegenstand, der in einem neuen künstlerischen Zusammenhang verwendet wird) (!Ein neu gekauftes Spezialwerkzeug) (!Ein ausschließlich digital erzeugtes Muster) (!Ein Gegenstand, der immer unverändert bleiben muss)
Wie kann sich die Bedeutung eines Kronkorkens in einer Assemblage verändern? (Er kann zum Beispiel als Auge oder Rad gelesen werden) (!Er bleibt immer nur ein Flaschenverschluss) (!Er verliert jede sichtbare Form) (!Er wird automatisch zu Papier)
Warum ist es sinnvoll, Materialien vor dem Kleben unterschiedlich anzuordnen? (Man kann mehrere Kompositionen vergleichen und die beste Wirkung auswählen) (!Damit jedes Teil dieselbe Farbe bekommt) (!Damit das Kunstwerk möglichst schwer wird) (!Damit keine Entscheidung mehr nötig ist)
Welche Verbindung ist besonders gut lösbar? (Ein Knoten mit Schnur) (!Eine dicke Schicht Sekundenkleber) (!Ein dauerhaft verschweißtes Metallteil) (!Ein vollständig eingegossenes Objekt)
Was bedeutet Upcycling? (Ungenutzte oder weggeworfene Materialien werden zu etwas Neuem mit neuer Nutzung oder neuem Wert) (!Alle Materialien werden sofort verbrannt) (!Ein Gegenstand wird absichtlich unbrauchbar gemacht) (!Nur neue Materialien dürfen kombiniert werden)
Welche Handlung ist beim Sammeln von Naturmaterialien besonders verantwortungsvoll? (Nur erlaubte lose Materialien sammeln und Lebensräume schonen) (!Lebende Äste für jedes Kunstwerk abbrechen) (!Nester als Material mitnehmen) (!Geschützte Pflanzen ausgraben)
Was gehört zu einer stabilen dreidimensionalen Konstruktion? (Verbindungen und Schwerpunkt werden geprüft) (!Alle Teile müssen möglichst weit auseinanderliegen) (!Das schwerste Teil kommt immer ganz nach oben) (!Zwischenräume sind grundsätzlich verboten)
Welche Frage hilft besonders bei der Reflexion einer Bedeutungsänderung? (Was war das Teil vorher und welche neue Rolle hat es jetzt) (!Wie viel kostet ein neuer Zeichenblock) (!Welche Farbe hat der Klassenraum) (!Wie viele Kunstwerke gibt es weltweit)
Welche Aussage zur Nachhaltigkeit von Fundstückkunst ist richtig? (Wiederverwendung kann Ressourcen schonen, sollte aber auch Verbindungsmittel und spätere Trennbarkeit berücksichtigen) (!Jedes Kunstwerk aus Abfall ist automatisch vollständig nachhaltig) (!Nachhaltigkeit spielt bei Materialwahl keine Rolle) (!Je mehr Klebstoff verwendet wird, desto nachhaltiger ist die Arbeit)
Memory
| Assemblage | Zusammenfügen vorhandener Dinge zu einer neuen Komposition |
| Fundobjekt | Bereits vorhandener Gegenstand als Kunstmaterial |
| Kontext | Umgebung, die die Bedeutung eines Gegenstands verändern kann |
| Upcycling | Aufwertende Weiterverwendung vorhandener Materialien |
| Komposition | Bewusste Anordnung der Teile |
| Textur | Sichtbare oder fühlbare Oberflächenwirkung |
| Stabilität | Sicherer Halt einer Konstruktion |
| Land Art | Gestaltung mit Landschaft oder Naturmaterialien am Ort |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Neue Rolle im Kunstwerk |
|---|---|
| Kronkorken | Auge einer Fantasiefigur |
| Ast | Bein eines Wesens |
| Draht | Antenne eines Roboters |
| Stoffrest | Segel eines erfundenen Fahrzeugs |
| Karton | Sockel einer Skulptur |
Kreuzworträtsel
| Assemblage | Wie heißt die Kunstform, bei der gefundene oder vorhandene Dinge zusammengefügt werden? |
| Kontext | Welches Wort bezeichnet die Umgebung, die die Bedeutung eines Gegenstands verändern kann? |
| Textur | Wie nennt man die sichtbare oder fühlbare Beschaffenheit einer Oberfläche? |
| Upcycling | Wie heißt die aufwertende Weiterverwendung ungenutzter Materialien? |
| Komposition | Wie heißt die bewusste Anordnung der Teile eines Kunstwerks? |
| Stabilität | Welcher Begriff beschreibt, dass eine Konstruktion sicher hält und nicht leicht umfällt? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – G
- Materialdetektiv: Sammle fünf sichere Fundmaterialien und beschreibe jeweils Form, Oberfläche und eine mögliche neue Rolle im Kunstwerk.
- Drei Umdeutungen: Wähle einen Alltagsgegenstand und zeichne drei Ideen, wie er in einem Kunstwerk etwas anderes darstellen könnte.
- Mini-Assemblage: Baue aus wenigen Fundstücken eine kleine Figur oder abstrakte Form, ohne zunächst zu kleben, und fotografiere zwei Varianten.
- Vorher und Jetzt: Formuliere zu Deinem wichtigsten Fundstück zwei Sätze: Was war es vorher und was ist es jetzt?
Standard – M
- Materialkontraste: Entwickle eine Assemblage, in der mindestens zwei Gegensätze wie weich und hart, glatt und rau oder groß und klein bewusst eingesetzt werden.
- Verbindungstest: Verbinde dieselben zwei Materialien auf zwei verschiedene Arten und vergleiche Stabilität, Sichtbarkeit und spätere Lösbarkeit.
- Fundstück-Geschichte: Gestalte ein Objekt, das eine kurze Geschichte erzählt, und erkläre, welche drei Fundstücke die Handlung oder Stimmung unterstützen.
- Nachhaltigkeitsprotokoll: Dokumentiere, welche Materialien bereits vorhanden waren, welche Verbindungsmittel Du verwendet hast und was später wieder getrennt werden könnte.
Schwer – E
- Kontextwechsel: Nimm einen unscheinbaren Gegenstand und entwickle zwei deutlich unterschiedliche Kunstideen, in denen er jeweils eine andere Bedeutung erhält.
- Temporäre Naturkunst: Gestalte draußen eine vergängliche Arbeit nur mit erlaubten losen Naturmaterialien, fotografiere sie und hinterlasse den Ort anschließend möglichst unverändert.
- Künstlerstatement: Verfasse zu Deiner fertigen Assemblage ein kurzes Statement über Idee, Materialentscheidungen, Bedeutungsänderung, Gestaltungsmittel und Nachhaltigkeit.
- Kritische Überarbeitung: Prüfe Dein fertiges Werk auf unnötige Materialien, schwer trennbare Verbindungen und unklare Bedeutungen. Entwickle eine verbesserte Variante als Skizze oder Modell.


Lernkontrolle
- Bedeutungswechsel analysieren: Ein alter Kochlöffel wird in einer Skulptur zum Schnabel eines Vogels. Erkläre, wodurch dieser Bedeutungswechsel entsteht und welche weiteren Gestaltungsmittel ihn verstärken könnten.
- Materialentscheidung begründen: Du kannst für einen Flügel entweder neuen Moosgummi kaufen oder einen vorhandenen Kartonrest verwenden. Vergleiche beide Möglichkeiten hinsichtlich Gestaltung, Stabilität und Nachhaltigkeit.
- Konstruktion verbessern: Eine hohe Fundstückfigur kippt immer wieder um. Entwickle zwei Lösungen, die nicht einfach nur mehr Klebstoff verwenden, und begründe sie.
- Nachhaltigkeit abwägen: Eine Arbeit besteht vollständig aus Verpackungsmüll, ist aber mit sehr viel nicht lösbarem Klebstoff verbunden. Beurteile differenziert, in welchen Punkten sie nachhaltig ist und in welchen nicht.
- Komposition vergleichen: Beschreibe, wie sich die Wirkung verändert, wenn viele gleichartige Fundstücke regelmäßig angeordnet werden oder wenn sehr unterschiedliche Gegenstände ungeordnet zusammentreffen.
- Transferaufgabe Natur und Alltag: Entwickle eine Idee, in der ein Naturmaterial und ein Alltagsobjekt gemeinsam eine neue Bedeutung erhalten. Erkläre, wie Du Natur- und Materialschutz dabei berücksichtigst.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Objekt zeigst, sondern Deinen Gestaltungsprozess nachvollziehbar machen kannst.
- Ideenentwicklung: Mindestens zwei Entwurfsvarianten oder Versuchsanordnungen sind dokumentiert.
- Materialkompetenz: Du kannst Eigenschaften Deiner Fundmaterialien benennen und ihre Auswahl begründen.
- Gestaltung: Form, Textur, Farbe, Wiederholung, Kontrast, Balance oder Zwischenraum werden bewusst eingesetzt.
- Konstruktion: Das Werk ist für seine Präsentationsform ausreichend stabil und sicher.
- Bedeutungsänderung: Du kannst erklären, wie mindestens ein Gegenstand im neuen Kontext anders gelesen wird.
- Nachhaltigkeit: Du beurteilst Wiederverwendung, Materialmenge, Verbindungsmittel, Trennbarkeit und gegebenenfalls Naturverträglichkeit.
- Reflexion: Du beschreibst eine gelungene Entscheidung und eine Stelle, die Du bei einer zweiten Version verändern würdest.
- Präsentation: Titel, Werk und kurze Erklärung bilden eine verständliche Einheit.
OERs zum Thema
- Wikipedia: Objektkunst: Hintergrund zu Kunst mit vorgefundenen Gegenständen.
- Wikipedia: Upcycling: Begriff und Grundidee der aufwertenden Wiederverwendung.
- Wikimedia Commons: Assemblage: Freie Bildsammlung mit unterschiedlichen Assemblagen.
- Wikimedia Commons: Found objects art: Freie Bildsammlung zu Fundobjektkunst.
- Wikimedia Commons: Recycled art: Große freie Sammlung zu Recyclingkunst.
- Wikimedia Commons: Land art: Freie Bildsammlung zu Kunst in und mit Landschaft.
- National Gallery of Art: Creating With Leftovers: Unterrichtsideen zu Skulpturen aus Fundmaterialien.
- Studio in a School: Assemblage Sculptures: Unterrichtsmaterialien zu Fundobjekten, Anordnung, Transformation und Verbindung.
- National Gallery Singapore: Art at Home: Kreative Lernangebote, darunter Arbeiten mit Fundobjekten.
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