Zum Inhalt springen

NWT9 - KI bei einer NwT-Präsentation sinnvoll nutzen

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 13. September 2026, 21:42 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
aiMOOC-Siegel

NWT9 - KI bei einer NwT-Präsentation sinnvoll nutzen




NWT9 - KI bei einer NwT-Präsentation sinnvoll nutzen


Einleitung

Eine gute NwT-Präsentation zeigt nicht nur ein Ergebnis. Sie macht sichtbar, wie Du zu einer naturwissenschaftlichen oder technischen Aussage kommst: durch Beobachten, Messen, Rechnen, Recherchieren, Konstruieren, Prüfen und Begründen. Künstliche Intelligenz (KI) kann Dich dabei sinnvoll unterstützen – vor allem beim Ideenfinden, beim Strukturieren, beim sprachlichen Überarbeiten und beim Erzeugen von Varianten. Sie darf aber Deine eigene Recherche, fachliche Prüfung und Dein eigenes Denken nicht ersetzen.

Der NwT-Bildungsplan betont unter anderem das gezielte Nutzen und Bewerten von Informationsquellen, das mathematische Auswerten von Messdaten, das Darstellen technischer Zusammenhänge sowie das Strukturieren und Dokumentieren von Vorhaben.[1] Genau hier setzt dieser aiMOOC an: Du lernst, KI als Werkzeug zu verwenden, ohne die Verantwortung für den Inhalt abzugeben.

Merksatz: KI kann Dir beim Denken helfen, aber sie kann die Verantwortung für Deine Aussage nicht übernehmen.

Das eingebettete Video der tagesschau zeigt beispielhaft, wie KI in Schule als Unterstützung eingesetzt werden kann, ohne das Verstehen zu ersetzen. Für diesen aiMOOC gilt deshalb die Grundregel: Erst verstehen, dann präsentieren.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. Ideen mit KI entwickeln, ohne Fachinhalte ungeprüft zu übernehmen.
  2. eine NwT-Präsentation selbst planen und KI für mehrere Gliederungsvarianten einsetzen.
  3. KI um sprachliches Feedback bitten, ohne neue fachliche Behauptungen einschleusen zu lassen.
  4. geeignete Visualisierungen auswählen und deren Achsen, Einheiten, Beschriftungen und Quellen kontrollieren.
  5. Fakten, Berechnungen, Quellen und technische Erklärungen systematisch prüfen.
  6. KI-Unterstützung in einem KI-Nutzungsprotokoll transparent dokumentieren.
  7. zwischen den Niveaustufen G, M und E unterscheiden und passende Anforderungen bearbeiten.


G, M und E: So ist der aiMOOC differenziert

Niveau Schwerpunkt Was Du zeigen sollst
G – grundlegendes Niveau KI gezielt für klar begrenzte Hilfen einsetzen Du erkennst sinnvolle und unsinnige KI-Nutzung, prüfst zentrale Aussagen und dokumentierst Deine Nutzung verständlich.
M – mittleres Niveau mehrere KI-Vorschläge vergleichen und begründet auswählen Du begründest Entscheidungen, prüfst Aussagen mit mindestens zwei unabhängigen Verfahren und überarbeitest Ergebnisse selbstständig.
E – erweitertes Niveau KI-Ausgaben kritisch bewerten, Grenzen erklären und Prüfstrategien entwickeln Du analysierst Unsicherheiten, entwickelst Prüfkriterien, dokumentierst Änderungen und verteidigst Deine Entscheidungen fachlich.


Wofür KI bei einer NwT-Präsentation sinnvoll ist

KI ist besonders nützlich, wenn die Aufgabe offen ist und es mehrere sinnvolle Lösungen gibt. Bei einer Präsentation betrifft das häufig Ideen, Aufbau, Formulierungen und Varianten. Weniger geeignet ist KI als alleinige Quelle für Fakten, Messwerte, Berechnungen, Literaturangaben oder technische Funktionsweisen. Generative KI kann plausibel klingende Fehler und erfundene Angaben erzeugen; deshalb darf eine Antwort nicht allein deshalb als richtig gelten, weil sie flüssig formuliert ist.[2]

Aufgabe KI sinnvoll? Deine Verantwortung
Themenideen sammeln Ja Du wählst passend zur Aufgabenstellung aus.
Drei Gliederungen entwerfen Ja Du entscheidest, welche fachlich logisch ist.
Einen Satz verständlicher formulieren Ja Du prüfst, ob der Sinn erhalten bleibt.
Einleitung in drei Varianten schreiben Ja Du machst daraus Deine eigene Fassung.
Messwerte erfinden, weil noch Daten fehlen Nein Daten müssen aus Experiment, Messung oder belegter Quelle stammen.
Quellenangaben „ergänzen lassen“ Nein Quellen musst Du selbst finden und auf Existenz, Urheber und Aussage prüfen.
Eine technische Erklärung ungeprüft übernehmen Nein Du prüfst sie mit Unterrichtswissen, Datenblatt, Fachquelle, Modell oder Experiment.
Eine Rechnung nur vom Chatbot ausführen lassen Nein Du stellst Formel, Einheiten, Rechenweg und Plausibilität selbst sicher.


Das 4-Felder-Modell: Ideen – Struktur – Sprache – Varianten

Feld Gute KI-Aufgabe Ungeeignete Abkürzung
Ideen „Nenne fünf mögliche Einstiege in eine Präsentation über einen selbstgebauten Solartracker. Erfinde keine Messwerte.“ „Schreibe mir die ganze Präsentation.“
Struktur „Ordne meine Stichpunkte in drei mögliche Gliederungen und erkläre jeweils den roten Faden.“ „Entscheide, was fachlich richtig ist.“
Sprache „Gib mir sprachliches Feedback. Füge keine neuen Fakten hinzu.“ „Mach den Text wissenschaftlich und ergänze fehlende Informationen.“
Varianten „Formuliere drei kurze Übergänge zwischen Versuch und Auswertung.“ „Erstelle eine fertige Folie mit unbekannten Zahlen und Quellen.“


Ein guter Prompt begrenzt die Aufgabe

Ein Prompt sollte nicht möglichst kompliziert sein, sondern klar machen, was die KI tun soll und was nicht. Eine hilfreiche Struktur ist: Ziel + Kontext + Material + Grenzen + Ausgabeformat + Prüfhinweis.

Beispielprompt für Klasse 9:

Ich bereite eine NwT-Präsentation über unseren selbstgebauten Solartracker vor. Hier sind meine eigenen Stichpunkte: Problem, Aufbau, Sensoren, Messreihe, Fehlerquellen, Verbesserung. Gib mir drei mögliche Gliederungen für einen 7-minütigen Vortrag. Erfinde keine Fakten, Messwerte oder Quellen. Markiere Stellen, an denen ich selbst fachlich prüfen oder recherchieren muss.

Warum ist dieser Prompt sinnvoll? Die KI bekommt eine begrenzte Aufgabe. Sie soll ordnen, nicht recherchieren. Sie soll Unsicherheiten sichtbar machen statt sie mit erfundenen Details zu füllen.


G/M/E-Auftrag: Prompt verbessern

Niveau Auftrag
G Ergänze in einen zu offenen Prompt die Hinweise „keine neuen Fakten“ und „nur meine Stichpunkte verwenden“.
M Formuliere zwei Prompts für dieselbe Aufgabe: einen für Gliederung und einen nur für sprachliches Feedback. Vergleiche die Ergebnisse.
E Entwickle eigene Prüfkriterien für gute Prompts. Teste zwei Varianten und begründe, welche weniger ungeprüfte Fachinhalte erzeugt.


Von der eigenen Recherche zur Präsentation

Eine fachlich belastbare NwT-Präsentation beginnt nicht mit dem Chatbot, sondern mit einer Fragestellung und verlässlichen Informationen. Recherchiere zuerst in Schulbuch, Unterrichtsmaterial, Datenblättern, Herstellerunterlagen, seriösen Fachseiten, wissenschaftsnahen Institutionen oder geeigneten Nachschlagewerken. KI kann danach helfen, Deine bereits gefundenen Informationen zu ordnen oder sprachlich aufzubereiten.


Die Reihenfolge schützt vor Scheinsicherheit

  1. Fragestellung: Formuliere selbst, was Du erklären, untersuchen oder bewerten willst.
  2. Recherche: Suche geeignete Quellen außerhalb des Chatbots.
  3. Notizen: Schreibe Kernaussagen, Daten und Quellen in eigenen Stichpunkten auf.
  4. Prüfung: Kläre Widersprüche, Einheiten, Messbedingungen und Fachbegriffe.
  5. KI-Unterstützung: Nutze KI erst jetzt für Ideen, Struktur, Sprache oder Varianten.
  6. Endkontrolle: Prüfe jede übernommene KI-Formulierung erneut gegen Deine Belege.
  7. Dokumentation: Halte fest, wofür und wie KI geholfen hat.


Was eine Quelle für NwT stark macht

Eine Quelle ist nicht automatisch gut, nur weil sie professionell aussieht. Prüfe bei naturwissenschaftlichen und technischen Informationen mindestens: Wer veröffentlicht? Wann? Mit welchen Daten oder Belegen? Unter welchen Bedingungen gelten Messwerte? Passt die Aussage wirklich zu Deiner Frage? Der NwT-Unterricht verlangt ausdrücklich, Informationsquellen gezielt zu nutzen und ihre Aussagekraft und Zuverlässigkeit zu bewerten.[3]


Gliederung mit KI – aber der rote Faden gehört Dir

Eine Gliederung ist mehr als eine Liste von Folientiteln. Sie bildet eine fachliche Argumentation ab. Für NwT sind unterschiedliche Muster möglich.


Drei Gliederungsvarianten für ein NwT-Projekt

Variante Typischer Aufbau Geeignet für
A – Problem → Lösung → Test → Verbesserung Ausgangsproblem → Anforderungen → Konstruktion → Test → Messergebnisse → Fehler → Optimierung → Fazit technische Entwicklungsprojekte
B – Frage → Methode → Ergebnis → Deutung Forschungsfrage → Hypothese → Versuch → Messdaten → Auswertung → Erklärung → Unsicherheit → Fazit experimentelle Untersuchungen
C – System → Funktion → Anwendung → Grenzen Gesamtsystem → Bauteile → Funktionsprinzip → Anwendung → Wirkungsgrad oder Leistung → Risiken oder Grenzen → Fazit Erklär- und Analysevorträge

KI darf Varianten vorschlagen. Du musst prüfen, ob der Aufbau zu Deinem tatsächlichen Projekt passt. Eine Folie über eine Messreihe ist sinnlos, wenn gar keine Messreihe durchgeführt wurde.


KI-Beispielantwort: Gliederung

Kennzeichnung: Die folgende KI-Beispielantwort wurde für diesen aiMOOC künstlich erzeugt und redaktionell geprüft.

Prompt: „Ordne die Stichpunkte Problem, Aufbau, Messung, Fehlerquellen, Verbesserung in eine kurze NwT-Präsentation. Erfinde nichts.“

KI-Beispielantwort:

  1. Ausgangsproblem und Ziel
  2. Aufbau des Prototyps
  3. Vorgehen bei der Messung
  4. Messergebnisse
  5. Fehlerquellen
  6. Verbesserungsmöglichkeiten
  7. Fazit

Prüfung durch Dich: Sind „Messergebnisse“ tatsächlich vorhanden? Muss „Funktionsprinzip“ vor der Messung erklärt werden? Gehört die Verbesserung schon in die Auswertung oder erst ins Fazit? Erst diese Entscheidungen machen aus einer KI-Liste Deine fachliche Gliederung.


Sprachliches Feedback nutzen, ohne Fachinhalte abzugeben

KI kann gut zeigen, wo Sätze unklar, zu lang, umgangssprachlich oder doppeldeutig sind. Besonders sicher ist die Nutzung, wenn Du verlangst: keine neuen Fakten hinzufügen.


KI-Beispielantwort: Fachsprache verbessern

Ausgangssatz eines Lernenden: „Der Motor macht halt, dass sich das Fahrzeug bewegt.“

Sinnvoller Prompt: „Verbessere nur die Sprache. Füge keinen neuen Fachinhalt hinzu. Nenne zwei Varianten und markiere Wörter, die ich fachlich selbst prüfen muss.“

Mögliche KI-Variante: „Der Motor sorgt für den Antrieb des Fahrzeugs.“

Mögliche fachsprachliche Variante: „Der Motor treibt das Fahrzeug an.“

Wichtige Grenze: Eine KI könnte zusätzlich behaupten, der Motor „wandle elektrische Energie über ein bestimmtes Getriebe in Bewegungsenergie um“. Ob Dein Modell überhaupt elektrisch betrieben wird und ein Getriebe besitzt, weiß die KI nur, wenn Du es verlässlich mitgeteilt hast. Neue technische Details müssen deshalb geprüft oder weggelassen werden.


Feedback statt Ghostwriting

Gute Bitte an KI Warum sinnvoll?
„Markiere drei Sätze, die schwer verständlich sind.“ Du überarbeitest selbst.
„Nenne Fachwörter, die ich erklären sollte.“ Die KI gibt Hinweise, Du prüfst die Begriffe.
„Gib mir drei kürzere Formulierungen ohne neue Inhalte.“ Der Inhalt bleibt kontrollierbar.
„Prüfe, ob mein Schluss logisch an die Ergebnisse anschließt.“ KI dient als Rückmeldung, nicht als Quelle.
„Schreibe alles perfekt fertig.“ Nicht sinnvoll: Eigene Sprache, Verständnis und Verantwortung verschwinden.


Varianten erzeugen: KI als Sparringspartner

Varianten helfen, Entscheidungen sichtbar zu machen. Du kannst KI zum Beispiel drei Einstiege, zwei Schlussvarianten oder mehrere Übergänge erzeugen lassen. Wichtig ist, dass Du nicht einfach die „schönste“ Formulierung übernimmst, sondern prüfst, welche Variante fachlich, zeitlich und für Dein Publikum passt.


Beispiel: Drei Einstiege ohne neue Fakten

Kennzeichnung: KI-Beispielantwort, künstlich erzeugt und redaktionell geprüft.

Variante Beispiel Wirkung
Frage „Wie kann ein technisches System erkennen, wohin es sich ausrichten soll?“ aktiviert Vorwissen
Problem „Unser Ausgangspunkt war ein einfaches Problem: Das System sollte selbstständig auf eine veränderte Situation reagieren.“ stellt das Projektziel in den Mittelpunkt
Beobachtung „Bei unserem ersten Test zeigte sich sofort, dass die Ausrichtung nicht stabil blieb.“ führt direkt zum eigenen Versuch

Achtung: Die Beobachtungsvariante darf nur verwendet werden, wenn sie wirklich zu Deinem Versuch passt.


Visualisierungen: KI darf Ideen liefern, Daten aber nicht erfinden

Eine NwT-Präsentation profitiert von Bildern, Diagrammen, Skizzen und Tabellen. KI kann vorschlagen, welche Darstellungsform zu Deinen Daten passt. Sie soll aber keine Messwerte ergänzen oder eine technische Zeichnung als korrekt ausgeben, ohne dass Du sie kontrollierst.


Visualisierungsvorschläge

Inhalt Geeignete Darstellung Prüffragen
zeitlicher Verlauf einer Messgröße Liniendiagramm Sind Achsen, Einheiten, Skalierung und Messpunkte korrekt?
Vergleich mehrerer Varianten Balkendiagramm oder Tabelle Werden gleiche Bedingungen verglichen?
Aufbau eines Prototyps beschriftetes Foto oder eigene Skizze Sind Bauteile richtig benannt und Bildrechte geklärt?
Ablauf eines Prozesses Flussdiagramm Stimmen Reihenfolge, Verzweigungen und Bedingungen?
Energieumwandlung Energieflussbild Sind Eingangs-, Nutz- und Verlustenergien fachlich korrekt?
Ursache und Wirkung Wirkungsgefüge Sind Zusammenhänge belegt oder nur vermutet?

Promptidee: „Ich habe eine Tabelle mit Zeit in Sekunden und Temperatur in Grad Celsius. Nenne zwei geeignete Visualisierungsformen und begründe sie. Erfinde keine Werte.“


Rechtssichere Medien auswählen

Für eine Schulpräsentation solltest Du Medien so wählen, dass die Nutzung erlaubt und nachvollziehbar ist. Besonders praktisch sind frei lizenzierte oder gemeinfreie Medien aus Wikimedia Commons. Beachte die Lizenz auf der Dateiseite und gib Urheber, Lizenz und Quelle so an, wie die Lizenz es verlangt. Bei eigenen Fotos achtest Du zusätzlich auf Persönlichkeitsrechte. Bei KI-generierten Medien dokumentierst Du das verwendete System, den Zweck und die Entstehung; bei fremden Vorlagen prüfst Du, ob Du sie überhaupt hochladen oder bearbeiten darfst.

Für den schulischen KI-Einsatz gilt außerdem: Verwende keine personenbezogenen oder vertraulichen Daten in nicht dafür freigegebenen Diensten. Die Lehrerfortbildung Baden-Württemberg weist darauf hin, dass viele KI-Dienste wegen Datenverarbeitung und möglicher Serverstandorte nicht automatisch für den Einsatz mit Schülerinnen und Schülern geeignet sind.[4] Materialien der Lehrerfortbildung betonen außerdem, dass Werke von Schülerinnen und Schülern nicht ohne Einverständnis in KI-Systemen verarbeitet werden sollen und personenbezogene Daten besonders geschützt werden müssen.[5]


Der systematische Vierfach-Check

Bevor etwas in Deine Präsentation kommt, durchläuft es vier Kontrollen. Merke Dir: Fakt – Rechnung – Quelle – Technik. Nicht jede Folie braucht alle vier Checks, aber jede Aussage braucht mindestens den passenden Prüfweg.

Check Leitfrage Geeignete Kontrolle Warnsignal
Faktencheck Stimmt die Behauptung? mit Schulbuch, seriöser Fachquelle, Messung oder mehreren unabhängigen Quellen abgleichen Aussage klingt sehr genau, aber ohne Beleg
Rechencheck Stimmen Formel, Werte, Einheiten und Größenordnung? selbst nachrechnen, Einheiten einsetzen, Überschlag machen Ergebnis hat falsche Einheit oder unrealistische Größenordnung
Quellencheck Existiert die Quelle und belegt sie wirklich diese Aussage? Originalseite öffnen, Autor oder Institution, Datum und Textstelle prüfen Quelle ist nicht auffindbar oder Titel passt nicht zur Behauptung
Technikcheck Ist die Funktionsbeschreibung fachlich korrekt? mit Modell, Schaltplan, Datenblatt, Experiment oder Fachtext vergleichen Erklärung verwendet Bauteile oder Wirkprinzipien, die im System gar nicht vorkommen


Faktencheck: Klingt plausibel – ist aber nicht automatisch richtig

Fehlerbeispiel: „Eine Solarzelle speichert Sonnenenergie wie eine Batterie.“

Urteil: fachlich irreführend. Eine Solarzelle wandelt Strahlungsenergie in elektrische Energie um; eine Speicherung erfordert ein eigenes Speichersystem. Für Deine Präsentation müsstest Du diese Aussage mit einer passenden Fachquelle oder dem Unterrichtswissen prüfen.

Strategie:

  1. Zerlege die Aussage in überprüfbare Teilbehauptungen.
  2. Suche eine unabhängige Fachquelle oder ein Datenblatt.
  3. Vergleiche die Begriffe mit dem tatsächlich verwendeten System.
  4. Formuliere erst dann die geprüfte Aussage in eigenen Worten.


Rechencheck: Formel – Einheit – Überschlag

Beispiel: Ein Bauteil wird mit einer Spannung von 6,0 V betrieben. Der gemessene Strom beträgt 0,35 A. Für die elektrische Leistung gilt in diesem Fall:

P = U · I = 6,0 V · 0,35 A = 2,1 W

Eine fehlerhafte KI-Antwort könnte durch ein verschobenes Komma 21 W ausgeben. Du erkennst den Fehler, wenn Du selbst rechnest und einen Überschlag machst: 6 · 0,35 liegt ungefähr bei 2, nicht bei 20.

Zweiter Check: Wirkungsgrad

Wenn einem System 90 J Energie zugeführt werden und 72 J als Nutzenergie auftreten, gilt:

η = 72 J / 90 J = 0,80 = 80 %

Ein Ergebnis von 125 % würde bei einem einfachen Energieumwandler ein Warnsignal sein, weil dann Nutzenergie größer als die zugeführte Energie behauptet würde.


Quellencheck: Nie eine KI-Quelle ungeöffnet übernehmen

Absichtlich fehlerhaftes Beispiel: Die KI nennt als Beleg „Institut für Beispieltechnik: Effizienz moderner Schul-Solartracker, 2025“.

Dein Prüfweg: Suche die Quelle außerhalb des Chatbots. Gibt es die Institution? Gibt es den Titel? Ist das Dokument erreichbar? Wer ist verantwortlich? Enthält es wirklich die Aussage? Wenn die Quelle nicht nachweisbar ist, darf sie nicht in Literaturverzeichnis oder Präsentation stehen.

Merksatz: Eine Quellenangabe ist erst dann eine Quelle, wenn Du sie selbst gefunden, geöffnet und auf ihre Aussage geprüft hast.


Technikcheck: Erklärung gegen das reale System prüfen

Fehlerbeispiel: „Der Lichtsensor dreht den Motor direkt.“

Diese Aussage kann je nach Aufbau falsch oder stark vereinfacht sein. In einem typischen gesteuerten System liefert ein Sensor zunächst ein Signal. Eine Steuerung verarbeitet dieses Signal und schaltet oder regelt anschließend einen Aktor, zum Beispiel einen Motor. Entscheidend ist aber Dein tatsächlicher Aufbau: Prüfe Schaltplan, Programmcode, Datenblatt und Beobachtung am Modell.

E-Niveau: Erkläre zusätzlich, welche Teile der Beschreibung allgemeines Modellwissen sind und welche Aussagen nur für Deinen konkreten Prototyp gelten.


Interaktiver Faktencheck: Ordne den Prüfstatus zu

Prüfergebnis Situation
noch ungeprüft Die KI nennt eine präzise technische Zahl ohne nachvollziehbare Quelle.
belegt Du findest die Aussage in einer passenden Originalquelle und prüfst den Kontext.
nachgerechnet Du setzt Werte mit Einheit selbst in die Formel ein und kontrollierst das Ergebnis.
verworfen Eine von der KI genannte Quelle existiert nicht oder stützt die Aussage nicht.
plausibilisiert Eine technische Erklärung passt zu Schaltplan, Datenblatt und Beobachtung am Modell.




Fehlerbeispiele erkennen und verbessern

KI-Ausgabe Problem Bessere Reaktion
„Dein Wirkungsgrad beträgt 118 %.“ mögliche vertauschte Größen oder Rechenfehler Formel und Einheiten selbst prüfen; Messunsicherheit und Systemgrenzen betrachten
„Laut einer Studie von 2025 ist diese Bauform am effizientesten.“ unvollständige oder erfundene Quelle Studie selbst suchen, Originaltext öffnen und Vergleichsbedingungen prüfen
„Der Sensor erzeugt die Motorbewegung.“ Ursache-Wirkungs-Kette verkürzt Signalweg vom Sensor über Verarbeitung bis zum Aktor erklären
„Füge dieses Bild aus der Google-Suche ein.“ Nutzungsrecht unklar freie Medien mit eindeutiger Lizenz suchen oder eigenes Bild erstellen
„Ich habe Deinen Text verbessert und außerdem drei neue Fachinfos ergänzt.“ Sprachfeedback vermischt sich mit neuen Behauptungen erneut prompten: nur Sprache, keine neuen Inhalte; Änderungen selbst vergleichen
„Die Messung beweist, dass das System immer funktioniert.“ zu starke Verallgemeinerung Bedingungen, Messbereich, Anzahl der Versuche und Unsicherheiten nennen


KI-Beispielantwort mit eingebautem Fehler

Kennzeichnung: Dieses Beispiel ist absichtlich fehlerhaft und dient dem Training.

Aufgabe an eine KI: „Erkläre die Leistung eines 6-V-Verbrauchers bei 0,35 A.“

Fehlerhafte KI-Antwort: „Die Leistung beträgt 21 W. Das zeigt, dass der Verbraucher sehr leistungsstark ist.“

Dein Faktencheck: Rechne selbst: 6,0 · 0,35 = 2,1. Außerdem ist „sehr leistungsstark“ ohne Vergleichsmaßstab keine fachliche Aussage. Eine gute Überarbeitung lautet: „Bei 6,0 V und 0,35 A beträgt die elektrische Leistung 2,1 W.“


Transparenz: KI-Unterstützung dokumentieren

Transparenz bedeutet nicht, jede Tastatureingabe zu veröffentlichen. Sie bedeutet, nachvollziehbar zu machen, wofür KI verwendet wurde, welche Teile übernommen oder verändert wurden und wie fachliche Aussagen geprüft wurden. Für bestimmte KI-Anwendungen bestehen in der EU inzwischen gesetzliche Transparenzregeln; unabhängig von der konkreten rechtlichen Einordnung ist eine klare Kennzeichnung im schulischen Arbeiten eine gute wissenschaftsnahe Praxis.[6][7]


KI-Nutzungsprotokoll

Zeitpunkt Tool Zweck Eigener Input Was wurde genutzt? Was wurde geändert? Wie geprüft?
Beispiel KI-Chatbot Gliederungsvarianten eigene Stichpunkte zum Solartracker Variante B als Ausgangspunkt Funktionsprinzip ergänzt, zwei Punkte gestrichen mit Projektprotokoll und Aufgabenstellung abgeglichen
Beispiel KI-Chatbot sprachliches Feedback eigener Absatz zum Versuch zwei kürzere Sätze Fachbegriffe wieder eingesetzt mit Unterrichtsnotizen geprüft
Eigener Eintrag


Kurze Kennzeichnung auf der letzten Folie

Beispiel: „KI-Unterstützung: Ideenfindung, Gliederungsvarianten und sprachliches Feedback. Fachinhalte, Messwerte, Berechnungen und Quellen wurden selbst recherchiert beziehungsweise erhoben und geprüft. Übernommene Vorschläge wurden überarbeitet.“

Diese Formulierung passt Du an Deine tatsächliche Nutzung an. Du darfst keine Nutzung behaupten, die nicht stattgefunden hat, und keine Nutzung verschweigen, wenn Eure schulischen Regeln eine Kennzeichnung verlangen.


Datenschutz, Urheberrecht und sichere Nutzung

KI-Nutzung in der Schule braucht nicht nur Fachkritik, sondern auch Datenschutz, Urheberrecht und Verantwortungsbewusstsein. Verwende nur Dienste, die im schulischen Kontext freigegeben sind. Gib keine Namen, Fotos, Stimmen, Gesundheitsdaten, Leistungsdaten, Passwörter, internen Projektdateien oder andere personenbezogene beziehungsweise vertrauliche Informationen in öffentliche KI-Dienste ein, wenn dafür keine passende Rechtsgrundlage und Freigabe besteht. Lade fremde Texte, Bilder oder Schülerarbeiten nicht einfach hoch. Prüfe die Nutzungsbedingungen und die Vorgaben Deiner Schule.

Für Klasse 9 besonders wichtig: Wenn ein Dienst eine Altersgrenze, Anmeldung oder Einwilligung verlangt, gilt diese Vorgabe zusätzlich. Im Zweifel fragst Du Deine Lehrkraft und nutzt eine schulisch freigegebene Alternative.


Mediennachweise der eingebundenen Commons-Dateien

Die folgenden Dateien wurden auf Wikimedia Commons mit freien Lizenzen oder als gemeinfrei ausgewählt. Die Dateiseite enthält jeweils die vollständigen Lizenzinformationen.

Datei Urheber laut Commons Lizenz laut Commons Verwendung im aiMOOC
Artificial intelligence in education.jpg Rahma Abdelrahman CC0 1.0 Einstieg: KI und Bildung
Mindomo-brainstorming-four-elements-mind-map.png Mindomo.mindmaps CC BY 4.0 Ideenfindung und Mindmap
Noun project - Presentation with screen.svg Hans Gerhard Meier CC BY 3.0 US Präsentationsstruktur
Fact Checking.png Muze'n CC BY-SA 4.0 Faktenprüfung
Kritisches Denken.png Julian Kücklich CC0 1.0 kritisches Denken
Calculator SVG Vector.svg paomedia CC0 1.0 Rechencheck
Checklist-icon.svg Clker-Free-Vector-Images CC0 Vierfach-Check


Video: Wie Sprachmodelle Antworten erzeugen

Das Video von Terra X Lesch & Co erläutert Sprachmodelle und macht deutlich, warum sprachlich überzeugende Ausgaben nicht mit sicherem Verstehen gleichgesetzt werden dürfen. Nutze es als Vertiefung, nicht als Ersatz für die fachliche Recherche zu Deinem NwT-Thema.


Video: KI kritisch einordnen

Das Gespräch von Terra X Lesch & Co eignet sich besonders für M- und E-Niveau, wenn Du Chancen, Risiken, Authentizität und Verantwortung bei KI diskutieren möchtest.


Ein vollständiger Arbeitsablauf für Deine NwT-Präsentation

Phase Deine Arbeit Sinnvolle KI-Unterstützung Kontrolle
1 Fragestellung Thema eingrenzen, Ziel formulieren Varianten für Forschungs- oder Leitfragen passt zur Aufgabe und zum Projekt?
2 Recherche Quellen suchen, lesen, notieren keine alleinige Recherchequelle Quelle öffnen und bewerten
3 Experiment oder Konstruktion planen, durchführen, messen, dokumentieren Ideen für Dokumentationsstruktur reale Beobachtung und Messdaten zählen
4 Auswertung rechnen, Diagramme erstellen, Fehler betrachten Vorschläge für Darstellungsformen selbst nachrechnen, Daten unverändert lassen
5 Gliederung roten Faden festlegen mehrere Strukturen vorschlagen lassen fachliche Logik selbst entscheiden
6 Folien Kernaussagen, Bilder, Diagramme auswählen Kürzungsvorschläge, Layout-Ideen Quellen, Lizenzen und Aussage prüfen
7 Sprechtext in eigener Sprache vorbereiten sprachliches Feedback, Übergänge, Varianten keine neuen Fakten einschleusen lassen
8 Probe Zeit, Verständlichkeit, Rückfragen testen mögliche Publikumsfragen simulieren Antworten selbst fachlich begründen
9 Dokumentation Quellenverzeichnis und KI-Nutzung festhalten Protokollformat vorschlagen lassen Einträge müssen der tatsächlichen Nutzung entsprechen


G/M/E-Abschlussauftrag vor der Präsentation

Niveau Auftrag
G Markiere auf Deiner Präsentation drei Stellen, an denen KI geholfen hat, und notiere zu jeder Stelle Deinen Prüfweg.
M Vergleiche zwei KI-Gliederungen mit Deiner Endfassung. Begründe drei Änderungen fachlich oder didaktisch.
E Wähle eine zentrale technische Erklärung, eine Berechnung und eine Quelle aus. Dokumentiere für jede den vollständigen Prüfweg und diskutiere verbleibende Unsicherheit.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wofür eignet sich KI bei einer NwT-Präsentation besonders gut? (Ideen, Gliederungsvarianten und sprachliches Feedback) (!Ungeprüfte Fachrecherche) (!Erfinden fehlender Messwerte) (!Automatisches Erzeugen verlässlicher Quellen)




Was solltest Du mit einer von KI genannten Quelle tun? (Die Quelle selbst finden, öffnen und auf ihre Aussage prüfen) (!Die Quelle übernehmen, wenn der Titel wissenschaftlich klingt) (!Nur das Erscheinungsjahr kontrollieren) (!Die Quelle ohne Lesen ins Literaturverzeichnis setzen)




Was gehört zu einem Rechencheck? (Formel, Werte, Einheiten und Größenordnung prüfen) (!Nur das Endergebnis lesen) (!Die Rechnung zweimal vom selben Chatbot ausführen lassen) (!Die Einheit weglassen, wenn die Zahl plausibel wirkt)




Welche Aussage beschreibt eine sinnvolle KI-Nutzung? (Die KI ordnet eigene Stichpunkte in mehrere Gliederungen) (!Die KI ersetzt die eigene Recherche) (!Die KI erfindet Messdaten für ein Diagramm) (!Die KI entscheidet allein, welche technische Erklärung richtig ist)




Warum können KI-Antworten trotz guter Sprache falsch sein? (Sprachliche Plausibilität garantiert keine fachliche Richtigkeit) (!KI verwendet grundsätzlich nur Schulbücher) (!KI kann keine vollständigen Sätze bilden) (!Fachfehler entstehen nur durch Tippfehler)




Wie nutzt Du KI am sichersten für sprachliches Feedback? (Du verlangst ausdrücklich, dass keine neuen Fakten ergänzt werden) (!Du bittest um möglichst viele zusätzliche Fachinformationen) (!Du lässt die KI das gesamte Referat ohne Vorgaben schreiben) (!Du übernimmst jede Umformulierung automatisch)




Was ist bei einer Visualisierung mit Messdaten wichtig? (Achsen, Einheiten, Werte und Skalierung müssen kontrolliert werden) (!Fehlende Werte dürfen zur schöneren Kurve ergänzt werden) (!Einheiten sind bei Diagrammen nicht nötig) (!Eine KI-Grafik braucht keinen Bezug zu den eigenen Daten)




Was gehört in ein KI-Nutzungsprotokoll? (Zweck, verwendeter Input, übernommene Teile, Änderungen und Prüfweg) (!Nur der Name des Chatbots) (!Nur die fertige Präsentationsnote) (!Nur die Anzahl der Prompts)




Welche Aussage über technische Erklärungen ist richtig? (Sie müssen mit dem tatsächlichen System und geeigneten Fachquellen abgeglichen werden) (!Eine detailreiche KI-Erklärung ist automatisch korrekt) (!Technische Erklärungen brauchen keine Prüfung, wenn ein Schaltbild vorhanden ist) (!Fachbegriffe ersetzen die Kontrolle des Wirkprinzips)




Welche Grundregel fasst den sinnvollen KI-Einsatz am besten zusammen? (KI unterstützt Dein Denken, übernimmt aber nicht Deine fachliche Verantwortung) (!KI übernimmt die Verantwortung, wenn Du den Prompt speicherst) (!KI ersetzt Recherche, wenn die Antwort lang genug ist) (!KI macht eigene Prüfungen überflüssig)





Memory

Ideenphase KI als Sparringspartner
Gliederung Reihenfolge der Inhalte
Faktencheck Abgleich mit verlässlichen Belegen
Rechencheck Kontrolle von Formel und Einheit
Quellencheck Existenz und Aussage des Belegs prüfen
Technikcheck Erklärung mit realem System abgleichen
Nutzungsprotokoll KI-Unterstützung transparent dokumentieren





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ideen sammeln KI sinnvoll als Sparringspartner nutzen
Gliederung vergleichen mehrere Varianten erzeugen und selbst auswählen
Sprache verbessern Feedback ohne neue Fachinhalte anfordern
Fakten recherchieren außerhalb des Chatbots verlässliche Quellen suchen
Messwerte auswerten selbst rechnen und Einheiten kontrollieren






Kreuzworträtsel

Gliederung Wie heißt die geordnete Struktur einer Präsentation?
Quellencheck Wie heißt die Prüfung, ob ein Beleg existiert und die Aussage tatsächlich stützt?
Prompt Wie heißt die Eingabe oder Arbeitsanweisung an ein generatives KI-System?
Plausibilitaet Wie nennt man die Prüfung, ob ein Ergebnis größenordnungsmäßig und sachlich sinnvoll erscheint?
Visualisierung Wie heißt die anschauliche Darstellung von Daten oder Zusammenhängen?
Transparenz Wie heißt das Prinzip, KI-Unterstützung nachvollziehbar offenzulegen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei der Ideenphase kann KI als

dienen. Fachliche Behauptungen prüfst Du mit

. Eine von KI genannte Literaturangabe musst Du selbst

. Bei Berechnungen kontrollierst Du zusätzlich die verwendeten

. Messwerte dürfen nicht von der KI

werden. Sprachliches Feedback sollte keine neuen

hinzufügen. Technische Erklärungen vergleichst Du mit dem realen

. Deine KI-Unterstützung hältst Du in einem

fest.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. G – Ideencheck: Nenne ein NwT-Thema aus Deinem Unterricht. Formuliere einen Prompt, der nur fünf Präsentationsideen erzeugen darf. Markiere anschließend, welche zwei Ideen Du selbst weiterverfolgen würdest.
  2. G – Gliederung: Gib einer KI sechs eigene Stichpunkte. Lass zwei Reihenfolgen vorschlagen und erkläre mit drei Sätzen, welche Du auswählst.
  3. G – Sprachfeedback: Schreibe selbst einen Absatz mit vier Sätzen. Bitte eine KI nur um Verständlichkeitsfeedback ohne neue Fakten und überarbeite den Absatz anschließend selbst.
  4. G – Faktencheck: Prüfe eine kurze KI-Aussage aus einem NwT-Thema mit Schulbuch oder seriöser Fachquelle. Dokumentiere Aussage, Fundstelle und Ergebnis.


Standard

  1. M – Visualisierung: Verwende eigene Messdaten und lass Dir zwei passende Diagrammtypen vorschlagen. Erstelle das Diagramm selbst und begründe Deine Wahl.
  2. M – Quellenvergleich: Wähle eine technische Aussage und prüfe sie in zwei unabhängigen Quellen. Beschreibe, welche Quelle für Deine Präsentation geeigneter ist.
  3. M – Fehlerjagd: Erzeuge mit KI absichtlich eine Erklärung zu einem technischen System. Suche mindestens drei mögliche Fehler oder Vereinfachungen und verbessere sie mit Belegen.
  4. M – Transparenzprotokoll: Dokumentiere eine echte Arbeitsphase Deiner Präsentation mit Zweck, Prompt, genutztem Ergebnis, Änderungen und Prüfweg.


Schwer

  1. E – Unsicherheit: Untersuche eine eigene Messreihe. Lass KI nur mögliche Kategorien von Fehlerquellen nennen. Entscheide selbst, welche tatsächlich zu Deinem Versuchsaufbau passen, und begründe dies.
  2. E – Modell und Realität: Lass KI zwei Erklärungen für die Funktion Deines Systems formulieren: eine für Klasse 7 und eine fachsprachlich für Klasse 9. Prüfe beide gegen Schaltplan, Modell oder Datenblatt und korrigiere Übertreibungen.
  3. E – Verteidigung: Formuliere fünf kritische Rückfragen, die nach Deiner Präsentation gestellt werden könnten. Lass KI weitere Varianten vorschlagen und beantworte anschließend alle Fragen ohne KI-Hilfe.
  4. E – Audit: Entwickle eine eigene Prüfliste mit mindestens acht Kriterien für Fakten, Rechnungen, Quellen, Technik, Visualisierung und KI-Transparenz. Wende sie auf Deine fertige Präsentation an und dokumentiere Verbesserungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Werkzeug oder Ersatz?: Du erhältst zwei Arbeitsweisen: Person A lässt die KI die gesamte Präsentation erstellen; Person B recherchiert selbst und nutzt KI nur für Struktur und Sprachfeedback. Vergleiche beide Vorgehensweisen hinsichtlich Lernen, Fehleranfälligkeit und Transparenz und entwickle eine bessere dritte Variante.
  2. Quellenkonflikt: Zwei seriöse Quellen nennen unterschiedliche Wirkungsgrade für ähnliche Geräte. Erkläre, welche Zusatzinformationen Du brauchst, bevor Du entscheidest, ob die Angaben widersprüchlich sind.
  3. Plausibilität: Eine KI berechnet aus Deinen Messdaten ein Ergebnis, das zehnmal größer als erwartet ist. Beschreibe einen Prüfplan, ohne die Rechnung einfach erneut an dieselbe KI zu senden.
  4. Systemerklärung: Eine KI beschreibt Deinen Prototyp mit einem Bauteil, das gar nicht verbaut ist. Erkläre, wie dieser Fehler entstehen kann und wie Du die Erklärung systematisch korrigierst.
  5. Diagrammkritik: Ein Diagramm sieht überzeugend aus, beginnt aber auf der y-Achse erst sehr weit oberhalb von null. Untersuche, wie das die Wirkung verändern kann, und entscheide, welche Darstellung für Deinen Zweck fair ist.
  6. Dokumentation: Entwirf für eine konkrete NwT-Präsentation eine kurze, aber vollständige Kennzeichnung der KI-Nutzung. Begründe, warum Deine Formulierung weder die Eigenleistung versteckt noch die KI-Unterstützung übertreibt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst begründen, warum KI bei Ideen, Struktur, Sprache und Varianten hilfreich sein kann.
  2. Du kannst erklären, warum KI keine verlässliche alleinige Recherchequelle ist.
  3. Du kannst eine fachliche Behauptung mit geeigneten Quellen prüfen.
  4. Du kannst eine Rechnung mit Formel, Einheiten und Plausibilitätskontrolle nachvollziehen.
  5. Du kannst eine technische Erklärung mit dem realen System, Datenblatt, Modell oder Experiment abgleichen.
  6. Du kannst Visualisierungen kritisch auf Daten, Achsen, Einheiten und Aussage prüfen.
  7. Du kannst problematische KI-Ausgaben erkennen und verbessern.
  8. Du kannst Datenschutz, Urheberrecht und schulische Vorgaben bei KI-Nutzung berücksichtigen.
  9. Du kannst Deine KI-Unterstützung transparent und wahrheitsgemäß dokumentieren.
  10. Du kannst auf G-, M- oder E-Niveau begründen, welche Teile Deiner Präsentation Eigenleistung sind und wie Du KI-Vorschläge geprüft hast.




OERs zum Thema

Weitere geeignete offene beziehungsweise öffentlich zugängliche Lernquellen sind die Seiten des Wikimedia Commons, der Bildungsplan Baden-Württemberg und die Materialien der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg zu KI in der Schule.


Quellen und Vertiefung

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg – NwT: Leitgedanken zum Kompetenzerwerb
  2. Lehrerfortbildung Baden-Württemberg – Generative KI
  3. Lehrerfortbildung Baden-Württemberg – Datenschutz und KI-Tools
  4. Lehrerfortbildung Baden-Württemberg – Lehren und Lernen mit KI
  5. EU AI Act Service Desk – Artikel 4 KI-Kompetenz
  6. EU AI Act Service Desk – Artikel 50 Transparenzpflichten
  7. Wikipedia – Künstliche Intelligenz
  8. Wikimedia Commons – freie Medien


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite
Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...