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D6 E - Chancen und Gefahren digitaler Medien

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D6 E - Chancen und Gefahren digitaler Medien



D6 E - Chancen und Gefahren digitaler Medien

Digitale Medien gehören zu Deinem Alltag: Du suchst Informationen, verschickst Nachrichten, schaust Videos, lernst mit Apps, spielst, fotografierst und gestaltest eigene Inhalte. Dabei entstehen viele Chancen: Du kannst Wissen finden, mit anderen zusammenarbeiten, kreativ werden und Menschen erreichen, die weit entfernt sind. Gleichzeitig gibt es Gefahren: Inhalte können manipulieren, persönliche Daten können weitergegeben werden, Menschen können online verletzt werden und falsche Informationen können sich schnell verbreiten.

In diesem aiMOOC lernst Du, digitale Medien nicht nur zu benutzen, sondern sie bewusst, kritisch, kreativ und sicher einzusetzen. Du untersuchst typische Situationen aus sozialen Netzwerken und Messengern, erkennst Werbetricks und Phishing-Versuche, übst den Umgang mit Cybermobbing und prüfst Informationen auf Glaubwürdigkeit.


Einleitung

Digitale Medien sind Medien, deren Inhalte digital gespeichert, verarbeitet oder übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel Webseiten, Lernplattformen, Messenger, soziale Netzwerke, Videoangebote, digitale Spiele, Podcasts und Apps. Das Besondere ist: Du kannst Inhalte nicht nur anschauen, sondern oft auch selbst erstellen, verändern, kommentieren und teilen.

Digitale Medien sind deshalb weder automatisch gut noch automatisch gefährlich. Entscheidend ist, wie sie gestaltet und genutzt werden. Medienkompetenz bedeutet, Chancen zu nutzen, Risiken zu erkennen, Informationen zu prüfen, die Rechte anderer zu achten und in schwierigen Situationen sicher zu handeln.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie digitale Medien Lernen, Kommunikation und Kreativität unterstützen. Du kannst typische Formen von Manipulation, Cybermobbing, Datenweitergabe, Phishing und Desinformation erkennen. Außerdem kannst Du sichere Handlungsstrategien begründen und auf neue Situationen übertragen.


Chancen digitaler Medien


Lernen: Wissen finden, üben und gemeinsam arbeiten

Digitale Medien können Lernen erleichtern. Du kannst Erklärvideos anhalten und zurückspulen, unbekannte Begriffe nachschlagen, digitale Übungen wiederholen oder gemeinsam an einem Text arbeiten. Lernplattformen können Materialien an einem Ort sammeln. Karten, Animationen und Simulationen können Dinge sichtbar machen, die im Klassenraum schwer zu beobachten sind.

Trotzdem gilt: Eine Suchmaschine entscheidet nicht, was wahr ist. Gute Lernende vergleichen Informationen und prüfen Quellen. Auch ein schön gestalteter Beitrag kann Fehler enthalten.

Beispiel: Du suchst für ein Referat Informationen über Vulkane. Eine Chance ist, schnell Bilder, Karten und Erklärungen zu finden. Eine sichere Strategie ist, mehrere seriöse Quellen zu vergleichen und aufzuschreiben, woher wichtige Informationen stammen.


Kommunikation: verbunden sein und zusammenarbeiten

Messenger, E-Mail, Videokonferenzen und soziale Netzwerke ermöglichen schnelle Kommunikation. Du kannst Dich mit Deiner Klasse absprechen, Familienmitglieder erreichen oder gemeinsam an Projekten arbeiten. Digitale Kommunikation kann auch Menschen verbinden, die sich nicht am selben Ort befinden.

Dabei fehlen manchmal Gesichtsausdruck und Tonfall. Ein Satz, der als Scherz gemeint ist, kann verletzend wirken. Deshalb sind klare Sprache, Rücksicht und Nachfragen besonders wichtig.


Kreativität: gestalten, veröffentlichen und remixen

Mit digitalen Werkzeugen kannst Du zeichnen, fotografieren, Musik aufnehmen, Videos schneiden, Präsentationen bauen, programmieren und Geschichten veröffentlichen. Du kannst eigene Ideen mit anderen teilen und gemeinsam weiterentwickeln.

Dabei musst Du Urheberrecht, Recht am eigenen Bild und Creative Commons beachten. Nicht alles, was Du im Internet findest, darf einfach kopiert und neu veröffentlicht werden. Freie Lizenzen können erlauben, Werke unter bestimmten Bedingungen zu nutzen.


Soziale Netzwerke verstehen

In sozialen Netzwerken können Menschen Beiträge erstellen, kommentieren, liken, teilen und anderen Accounts folgen. Häufig entscheidet ein Empfehlungssystem mit, welche Beiträge Du siehst. Solche Systeme können sich unter anderem daran orientieren, was Du anklickst, anschaust, likest oder wie lange Du bei einem Inhalt bleibst. Das kann praktisch sein, weil passende Inhalte schneller auftauchen. Es kann aber auch dazu führen, dass Du bestimmte Arten von Beiträgen immer häufiger siehst.

Ein großer Reichweitenwert oder viele Likes beweisen nicht, dass ein Inhalt wahr, fair oder sinnvoll ist. Auch Gefühle wie Überraschung, Wut oder Angst können dazu führen, dass Menschen etwas vorschnell teilen.


Simulation: Ein fiktiver Social-Media-Feed

Alle Profile und Beiträge in dieser Simulation sind erfunden. Es werden keine echten Personen oder Marken dargestellt.

Feed-Beitrag Was solltest Du prüfen?
@LernLabor: „Hier ist unser selbst erstelltes Erklärbild zum Wasserkreislauf. Quelle: Schulbuch und Umweltbundesamt.“ Sind Quelle und Urheber des Bildes genannt? Passt der Inhalt zu weiteren seriösen Quellen?
@TrendTipp – WERBUNG: „Nur HEUTE! Dieser Lernstift macht Dich garantiert doppelt so schlau. Jetzt 70 Prozent sparen!“ Ist die Werbung klar gekennzeichnet? Werden unrealistische Versprechen, Zeitdruck oder starke Gefühle benutzt?
@KlassenGeruecht: „Morgen fällt die Schule aus!!! Mein Cousin kennt jemanden, der das gehört hat.“ Gibt es eine offizielle Mitteilung der Schule? Ist die Quelle nachvollziehbar oder nur Hörensagen?
@KreativEcke: „Ich habe die Musik selbst aufgenommen und stelle sie unter einer freien Lizenz bereit.“ Welche Lizenz gilt und was erlaubt sie bei Weiterverwendung?

Merksatz: Nicht die Anzahl der Likes entscheidet über die Wahrheit. Prüfe Inhalt, Quelle, Absicht und Belege.


Messenger: schnell, praktisch und manchmal schwierig

Messenger sind nützlich für Absprachen. In Klassenchats können Hausaufgaben, Termine und Gruppenarbeiten organisiert werden. Probleme entstehen, wenn Nachrichten missverstanden werden, private Bilder ungefragt weitergeleitet werden oder eine Gruppe einzelne Personen ausschließt.


Messenger-Simulation: Klassenchat

Die Unterhaltung ist vollständig erfunden.

Person Nachricht
Mia Hat jemand das Arbeitsblatt für morgen?
Deniz Ja, ich schicke gleich den Link aus unserer Lernplattform.
Luca Schickt mal das peinliche Foto von Sam aus der Pause weiter 😂
Aylin Bitte nicht. Sam hat nicht zugestimmt. Lass das Bild im privaten Bereich und lösche es aus dem Chat.
Mia Genau. Wenn Sam Hilfe braucht, können wir eine Lehrkraft ansprechen.

Sichere Entscheidung: Leite Bilder anderer Personen nicht ohne Zustimmung weiter. Wenn ein Chat kippt, unterstütze die betroffene Person, dokumentiere problematische Inhalte und hole Hilfe.


Werbung und Manipulation

Online-Werbung kann ähnlich aussehen wie normale Beiträge. Manchmal wird Werbung passend zu vermuteten Interessen angezeigt. Werbung will Deine Aufmerksamkeit gewinnen und Dich zu einer Handlung bringen, zum Beispiel zu einem Kauf, Download oder Klick.

Manipulation bedeutet, dass jemand versucht, Denken oder Verhalten gezielt zu beeinflussen. Nicht jede Beeinflussung ist automatisch unfair. Problematisch wird es, wenn wichtige Informationen versteckt, Gefühle ausgenutzt, falsche Versprechen gemacht oder künstlicher Zeitdruck erzeugt werden.


Werbe-Simulation: Erkenne die Tricks

Fiktive Anzeige – keine echte Marke, kein echtes Angebot:

Bestandteil der Anzeige Möglicher Werbetrick
„Nur noch 3 Minuten!“ Zeitdruck
„Alle in Deiner Klasse haben es schon!“ Gruppendruck
„100 Prozent Erfolg garantiert!“ Übertriebenes oder unglaubwürdiges Versprechen
„Kostenlos testen“ – Kostenhinweis nur klein am Rand Wichtige Information wird versteckt
„Empfohlen für Dich“ Personalisierung soll den Inhalt besonders passend wirken lassen

Sicher handeln: Erst prüfen, dann klicken. Frage Dich: Wer will etwas von mir? Was soll ich tun? Welche Informationen fehlen? Muss ich jetzt wirklich entscheiden?


Persönliche Daten und Privatsphäre

Personenbezogene Daten sind Informationen, die sich auf eine Person beziehen können, zum Beispiel Name, Foto, Standort, Schule, Telefonnummer oder Nutzerkonto. Manche Daten sind besonders sensibel. Je mehr Informationen Du öffentlich teilst, desto leichter können andere ein Profil über Dich erstellen.

Vor dem Posten hilft die Frage: Möchte ich, dass Lehrkräfte, Familie oder unbekannte Menschen diesen Inhalt sehen könnten? Selbst wenn Du etwas löschst, kann vorher schon ein Screenshot oder eine Kopie entstanden sein.

Sichere Grundeinstellungen sind: möglichst wenig persönliche Daten veröffentlichen, Privatsphäre-Einstellungen prüfen, starke und unterschiedliche Passwörter verwenden, wo möglich eine zusätzliche Anmeldungssicherung nutzen und App-Berechtigungen kritisch prüfen.


Phishing: Wenn Nachrichten Dich in eine Falle locken sollen

Phishing ist ein Betrugsversuch. Angreifende geben sich zum Beispiel als bekannte Organisation, Dienst oder Person aus und wollen Dich dazu bringen, Passwörter, Codes oder andere sensible Daten preiszugeben oder einen gefährlichen Link zu öffnen.

Typische Warnzeichen können sein: unerwarteter Zeitdruck, Drohungen, ungewöhnliche Absender, fremde Links, auffällige Schreibweisen oder die Aufforderung, geheime Daten einzugeben. Ein einzelnes Merkmal beweist noch keinen Betrug. Mehrere Warnzeichen zusammen sind aber ein Grund, besonders vorsichtig zu sein.


Fiktive Phishing-Nachricht

Sicherheitsübung – diese Nachricht ist erfunden. Die Adresse mit .example ist absichtlich keine echte Internetseite.

Feld Nachricht
Absender schulcloud-sicherheit@konto-hilfe.example
Betreff SOFORT HANDELN – Dein Konto wird heute gesperrt!
Text „Wir haben ein Problem festgestellt. Bestätige in 10 Minuten Dein Passwort und Deinen Sicherheitscode über schulcloud-login.example. Sonst wird Dein Konto gelöscht.“

Warnzeichen: Zeitdruck, Drohung, unbekannte Adresse und die Aufforderung, geheime Zugangsdaten einzugeben.

Sichere Reaktion: Nicht auf den Link klicken. Keine Zugangsdaten eingeben. Öffne die bekannte Lernplattform selbst über die gespeicherte Adresse oder App. Frage eine Lehrkraft oder andere vertrauenswürdige erwachsene Person und melde die Nachricht.

Zweite fiktive Nachricht – Gewinnversprechen:

Feld Nachricht
Absender bonus@game-geschenk.example
Text „Glückwunsch! Du bekommst 5000 Gratis-Coins. Logge Dich in den nächsten 5 Minuten mit E-Mail und Passwort unter gratis-coins.example ein.“

Hier sollen Gewinnversprechen und Zeitdruck zum schnellen Handeln verleiten. Auch hier gilt: Zugangsdaten nicht eingeben, nicht weiterleiten und ein Angebot nur über die bekannte offizielle App oder Webseite prüfen.


Cybermobbing: gemeinsam stoppen statt weiterverbreiten

Cybermobbing bedeutet Mobbing mit digitalen Medien. Dazu können wiederholte Beleidigungen, Bloßstellungen, Ausgrenzungen, Gerüchte oder das unerlaubte Verbreiten verletzender Inhalte gehören. Digitale Angriffe können besonders belastend sein, weil Inhalte schnell weitergeleitet werden und Betroffene auch außerhalb der Schule erreichen können.

Wenn Du betroffen bist oder Cybermobbing beobachtest, handle nicht allein. Sichere problematische Nachrichten oder Screenshots als Beleg, blockiere und melde angreifende Accounts, antworte nicht mit Gegenbeleidigungen und wende Dich an eine vertrauenswürdige erwachsene Person. In der Schule können zum Beispiel Klassenleitung, Vertrauenslehrkraft oder Schulsozialarbeit helfen. Bei schweren Bedrohungen oder Straftaten müssen Erwachsene weitere Hilfe organisieren.

Eine wichtige Rolle haben auch Zuschauende. Wer beleidigende Inhalte weiterleitet, mitlacht oder mit Likes verstärkt, kann den Schaden vergrößern. Wer dagegen unterstützt, meldet und Hilfe holt, zeigt Zivilcourage.


Desinformation: Nicht alles, was echt aussieht, ist wahr

Desinformation sind falsche oder irreführende Informationen, die absichtlich verbreitet werden, um Menschen zu täuschen oder zu beeinflussen. Daneben gibt es Falschinformationen, die ohne Täuschungsabsicht weitergegeben werden. Im Alltag wird oft der Ausdruck „Fake News“ verwendet, aber der Begriff kann ungenau sein.

Bilder, Überschriften und kurze Videos können besonders überzeugend wirken. Deshalb solltest Du nicht nur auf den ersten Eindruck vertrauen. Prüfe, wer den Inhalt veröffentlicht hat, wann er entstanden ist, welche Belege genannt werden und ob andere verlässliche Quellen dasselbe berichten.


Der Fünf-Fragen-Quellencheck

Frage Bedeutung
Wer? Wer hat den Inhalt veröffentlicht? Ist die Person oder Organisation erkennbar?
Was? Ist es eine Nachricht, Meinung, Werbung, Satire oder ein Gerücht?
Womit? Gibt es überprüfbare Belege, Quellen, Daten oder Originaldokumente?
Wann? Ist der Inhalt aktuell oder wird etwas Altes so dargestellt, als wäre es neu?
Warum? Soll der Inhalt informieren, unterhalten, verkaufen, provozieren oder beeinflussen?

Extra-Tipp: Suche nach derselben Behauptung in mehreren verlässlichen Quellen. Bei Bildern kann eine Rückwärtssuche helfen zu prüfen, ob das Bild schon früher in einem anderen Zusammenhang verwendet wurde.


Interaktive Entscheidungsstrecke: Was ist jetzt sicher?

Sichere Handlung Situation
Quelle prüfen Eine sensationelle Nachricht nennt keine Belege und fordert zum sofortigen Teilen auf.
Nicht weiterleiten Im Klassenchat taucht ein peinliches Foto einer Mitschülerin ohne ihre Zustimmung auf.
Offizielle App öffnen Eine unerwartete Nachricht behauptet, Dein Konto werde gesperrt, und enthält einen Login-Link.
Privatsphäre prüfen Eine neue App möchte auf Kontakte, Standort, Mikrofon und Fotos zugreifen.
Werbung erkennen Ein Beitrag verspricht ein Wunderprodukt und drängt mit einem Countdown zum Kauf.
Erwachsene Hilfe holen Eine Person wird wiederholt beleidigt und bedroht.




Sicherheitsstrategie: STOPP – PRÜFEN – SCHÜTZEN – HILFE HOLEN

STOPP: Klicke, teile oder antworte nicht sofort, wenn etwas Druck macht, Angst auslöst oder ungewöhnlich wirkt.

PRÜFEN: Kontrolliere Absender, Quelle, Datum, Webadresse, Belege und Absicht. Vergleiche wichtige Informationen mit weiteren verlässlichen Quellen.

SCHÜTZEN: Teile nur notwendige persönliche Daten, nutze sichere Kontoeinstellungen und gib Passwörter oder Sicherheitscodes nicht weiter.

HILFE HOLEN: Sprich mit einer vertrauenswürdigen erwachsenen Person, wenn Du unsicher bist, bedroht wirst, Cybermobbing beobachtest oder sensible Daten weitergegeben hast.


Medien und Rechte

Die eingebundenen Bildmedien stammen aus Wikimedia Commons. Für die hier ausgewählten Dateien sind auf den jeweiligen Dateiseiten freie Lizenzen oder ein Public-Domain- beziehungsweise CC0-Status angegeben. Beim Weiterverwenden musst Du trotzdem die jeweils genannten Lizenzbedingungen beachten. Die Messenger-, Feed-, Werbe- und Phishing-Simulationen in diesem aiMOOC sind fiktiv und verwenden keine echten Konten, Marken oder echten Login-Adressen.


Weiterführende seriöse Angebote

  1. klicksafe: Cybermobbing – Informationen und Handlungstipps zu Dokumentieren, Blockieren, Melden und Hilfe holen.
  2. BSI: Risiken und Schutzmaßnahmen für Kinder im Internet – Hinweise zu Spam, Phishing, Links und sicheren Einstellungen.
  3. klicksafe: Desinformation und Quellenkritik – Hilfen zum Prüfen von Nachrichten und Quellen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Handlung ist bei einer unerwarteten Nachricht mit Login-Link am sichersten? (Die bekannte App oder Webseite selbst öffnen und dort prüfen) (!Den Link sofort anklicken) (!Das Passwort zur Sicherheit direkt antworten) (!Die Nachricht ungeprüft an die Klasse weiterleiten)




Welche Aussage beschreibt eine Chance digitaler Medien beim Lernen? (Erklärungen können wiederholt und Quellen miteinander verglichen werden) (!Jede gefundene Webseite ist automatisch richtig) (!Man muss keine Quellen mehr nennen) (!Algorithmen ersetzen eigenes Nachdenken vollständig)




Was ist ein wichtiges Warnzeichen für manipulative Werbung? (Künstlicher Zeitdruck mit unrealistischen Versprechen) (!Eine gut lesbare Überschrift) (!Ein sachlicher Preisvergleich) (!Eine deutlich genannte Quelle)




Was solltest Du vor dem Weiterleiten eines Fotos einer anderen Person beachten? (Ob die Person mit der Weitergabe einverstanden ist) (!Ob das Foto viele Likes bekommen könnte) (!Ob der Chat besonders groß ist) (!Ob Du das Foto lustig findest)




Welche Reaktion hilft bei Cybermobbing am ehesten? (Beweise sichern, melden, blockieren und Hilfe holen) (!Mit noch härteren Beleidigungen antworten) (!Alle Nachrichten sofort löschen, bevor sie gesichert sind) (!Die verletzenden Inhalte weiterleiten)




Was prüfst Du bei einer zweifelhaften Nachricht zuerst? (Quelle, Absender, Belege und Datum) (!Nur die Anzahl der Likes) (!Nur die Länge des Textes) (!Nur ob Freunde die Nachricht lustig finden)




Was bedeutet Desinformation? (Absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Information) (!Jede persönliche Meinung im Internet) (!Jede alte Nachricht) (!Jede bezahlte Werbung)




Warum können soziale Netzwerke bestimmte Inhalte besonders oft zeigen? (Empfehlungssysteme können sich am bisherigen Nutzungsverhalten orientieren) (!Weil immer nur zufällige Beiträge angezeigt werden) (!Weil jeder Beitrag gleich oft erscheinen muss) (!Weil Likes automatisch Wahrheit beweisen)




Welche Information solltest Du besonders zurückhaltend öffentlich teilen? (Deinen genauen Wohnort und persönliche Kontaktdaten) (!Die Farbe Deines Mäppchens) (!Dein Lieblingsfach) (!Eine allgemeine Meinung zu einem Buch)




Was ist eine gute Regel bei stark emotionalen oder sensationellen Posts? (Erst prüfen und dann entscheiden, ob Du teilst) (!Sofort teilen, solange der Beitrag neu ist) (!Nur die Überschrift lesen) (!Bei vielen Ausrufezeichen automatisch glauben)





Memory

Phishing Betrugsversuch zum Abgreifen sensibler Daten
Cybermobbing Wiederholtes digitales Verletzen oder Ausgrenzen
Privatsphäre Schutz des persönlichen Lebensbereichs
Desinformation Absichtlich verbreitete Irreführung
Quellencheck Prüfung von Urheber, Belegen und Datum
Zivilcourage Andere unterstützen und nicht wegsehen
Creative Commons Lizenzsystem für geregelte Weiterverwendung
Zeitdruck Häufiges Mittel manipulativer Werbung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Passwort geheim halten Kontosicherheit
Screenshot als Beleg sichern Cybermobbing
Absender kontrollieren Phishing
Zweite Quelle suchen Desinformation
Zustimmung einholen Bildweitergabe
Werbekennzeichnung beachten Manipulation




...


Kreuzworträtsel

Phishing Wie heißt ein Betrugsversuch, der sensible Zugangsdaten erbeuten soll?
Werbung Wie heißt eine Botschaft, die häufig zum Kauf oder Klick bewegen soll?
Passwort Welches geheime Merkmal schützt oft den Zugang zu einem Konto?
Quellencheck Wie nennt man die Prüfung von Urheber, Belegen und Datum?
Zivilcourage Wie heißt mutiges Eintreten für andere in einer schwierigen Situation?
Desinformation Wie nennt man absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Information?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Digitale Medien können das

unterstützen, wenn Du Informationen bewusst auswählst und prüfst. In Messengern solltest Du vor dem Weiterleiten eines fremden Fotos die

der abgebildeten Person beachten. Persönliche Informationen gehören zur

und sollten nicht unnötig öffentlich geteilt werden. Eine gefälschte Nachricht, die Passwörter abgreifen will, kann ein Fall von

sein. Bei verdächtigen Nachrichten hilft es, den

und die Webadresse sorgfältig zu prüfen. Wiederholtes digitales Beleidigen oder Ausgrenzen kann

sein. Bei Cybermobbing solltest Du problematische Inhalte als

sichern und Hilfe holen. Absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Inhalte heißen

. Ein guter Quellencheck vergleicht wichtige Behauptungen mit einer weiteren

. Künstlicher Zeitdruck kann ein Mittel der

sein. Freie Lizenzen wie

können die Weiterverwendung kreativer Werke unter Bedingungen erlauben. Vor dem Teilen eines sensationellen Beitrags solltest Du zuerst

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Medientagebuch: Beobachte einen Schultag lang, wofür Du digitale Medien nutzt, und ordne jede Nutzung einer Chance oder einem möglichen Risiko zu.
  2. Werbung erkennen: Erfinde eine harmlose Werbeanzeige für einen Fantasiegegenstand und markiere darin zwei typische Werbetricks.
  3. Messenger-Regeln: Formuliere fünf faire Regeln für einen Klassenchat und begründe jede Regel mit einem kurzen Satz.
  4. Quellencheck: Wähle eine ungefährliche Sachbehauptung aus einem Online-Beitrag und prüfe sie mithilfe von zwei weiteren Quellen.


Standard

  1. Phishing-Plakat: Gestalte ein Warnplakat mit mindestens fünf Hinweisen, an denen eine verdächtige Nachricht erkannt werden kann. Verwende nur erfundene Adressen mit der Endung .example.
  2. Cybermobbing-Rollenspiel: Entwickelt in einer Kleingruppe eine kurze Szene mit betroffener Person, zuschauender Person und unterstützender Person. Zeigt eine sichere Lösung ohne Gegenbeleidigung.
  3. Datencheck: Untersuche die Berechtigungen einer schulisch erlaubten App oder einer fiktiven App und entscheide, welche Zugriffe wirklich nötig wären.
  4. Kreativprojekt: Erstelle ein eigenes Bild, Audio oder kurzes Erklärvideo zum Thema „Erst prüfen, dann teilen“ und kennzeichne verwendete freie Medien korrekt.


Schwer

  1. Manipulationsanalyse: Vergleiche zwei fiktive Social-Media-Beiträge und erkläre, wie Sprache, Bildauswahl, Gruppendruck und Zeitdruck die Wirkung verändern.
  2. Desinformationswerkstatt: Erstelle eine harmlose erfundene Behauptung über einen Fantasieort und entwickle anschließend einen vollständigen Prüfweg, mit dem andere die Behauptung entlarven können.
  3. Sicherheitskonzept: Entwickle für eine fiktive Klassenplattform ein Schutzkonzept zu Passwörtern, Privatsphäre, Meldewegen, Bildrechten und Cybermobbing.
  4. Medienrat: Führt eine moderierte Klassendiskussion durch: „Wie viel Verantwortung tragen Plattformen, Nutzende und Schule für sichere digitale Räume?“ Dokumentiert Argumente und entwickelt gemeinsame Regeln.




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Lernkontrolle

  1. Transferfall Klassenchat: In einem Klassenchat wird ein peinliches Bild weitergeleitet. Erkläre Schritt für Schritt, wie Du handeln würdest, und begründe jede Entscheidung.
  2. Transferfall Werbung: Eine App wirbt mit „Nur jetzt kostenlos“, verlangt danach aber viele persönliche Angaben. Analysiere, welche Warnzeichen vorliegen und welche Informationen Du vor einer Entscheidung brauchst.
  3. Transferfall Nachricht: Eine sensationelle Meldung wird von vielen Mitschülerinnen und Mitschülern geteilt. Entwickle einen Prüfplan, der auch dann funktioniert, wenn Du die ursprüngliche Quelle nicht kennst.
  4. Transferfall Phishing: Du hast versehentlich auf einen verdächtigen Link geklickt, aber noch keine Daten eingegeben. Beschreibe sinnvolle nächste Schritte und erkläre, warum sie helfen.
  5. Transferfall Cybermobbing: Eine Person wird in einem Gruppenchat wiederholt ausgeschlossen und verspottet. Unterscheide die Rollen von angreifenden, zuschauenden und helfenden Personen und schlage konkrete Veränderungen vor.
  6. Abwägung Kreativität und Rechte: Du möchtest für ein eigenes Video Bilder und Musik aus dem Internet verwenden. Erkläre, wie Du kreativ arbeiten kannst, ohne Rechte anderer zu verletzen.
  7. Abwägung Personalisierung: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wann personalisierte Empfehlungen nützlich sein können und wann sie Deine Sicht auf Inhalte einengen könnten.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern sichere Entscheidungen begründen kannst.

  1. Du erklärst mindestens drei Chancen digitaler Medien für Lernen, Kommunikation und Kreativität an Beispielen.
  2. Du analysierst einen fiktiven Social-Media- oder Werbebeitrag auf mögliche Manipulationsversuche.
  3. Du erkennst Warnzeichen einer fiktiven Phishing-Nachricht und beschreibst eine sichere Reaktion.
  4. Du entwickelst einen sinnvollen Handlungsplan gegen Cybermobbing, der Dokumentieren, Melden, Blockieren und Hilfe holen berücksichtigt.
  5. Du führst einen Quellencheck zu einer zweifelhaften Behauptung durch und begründest Dein Urteil.
  6. Du zeigst, wie persönliche Daten, Bildrechte und Urheberrechte beim Veröffentlichen berücksichtigt werden.
  7. Du reflektierst, wie Dein eigenes Verhalten zu einem fairen und sicheren digitalen Raum beitragen kann.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche

Digitale Medien verbinden technische, gesellschaftliche und kreative Fragen. Besonders wichtig sind Medienkompetenz, Informationskompetenz, Datenschutz, Kommunikation, Urheberrecht, Cybermobbing, Phishing, Desinformation und Werbung. Wer diese Bereiche zusammen denkt, kann Chancen besser nutzen und Risiken sicherer einschätzen.


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