NWT9 - Die perfekte NwT-Präsentation

NWT9 - Die perfekte NwT-Präsentation
NWT9 - Die perfekte NwT-Präsentation
Einleitung
Eine starke NwT-Präsentation ist mehr als eine schön gestaltete Folienfolge. Du zeigst darin, dass Du eine naturwissenschaftlich-technische Frage selbstständig bearbeiten kannst: Du wählst ein geeignetes Thema, entwickelst eine klare Leitfrage, recherchierst verlässliche Informationen, erklärst das notwendige Fachwissen, planst einen Versuch oder ein technisches Produkt, erhebst oder erzeugst Daten, stellst Ergebnisse sinnvoll dar, bewertest Grenzen und Folgen, nennst Deine Quellen, hältst einen verständlichen Vortrag und beantwortest im Fachgespräch begründete Fragen.
Das Ziel dieses aiMOOCs ist deshalb nicht die „schönste“ Präsentation, sondern ein nachvollziehbares, überprüfbares und gut kommuniziertes NwT-Projekt. Die Präsentation ist das sichtbare Endprodukt eines vollständigen Arbeitsprozesses.

Die Arbeit verbindet vier typische NwT-Bereiche: Forschen, Entwickeln und Konstruieren, Kommunizieren und Organisieren sowie Bewerten. Je nach Thema kann der Schwerpunkt stärker naturwissenschaftlich, technisch oder kombiniert sein.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du eine vollständige NwT-Präsentation planen, durchführen und begründet bewerten. Du kannst eine untersuchbare Leitfrage formulieren, Informationen kritisch auswählen, Fachbegriffe korrekt verwenden, einen Versuch oder ein Produkt systematisch entwickeln, Messdaten auswerten, Tabellen und Diagramme erstellen, technische Darstellungen sinnvoll nutzen, Medien rechtssicher einsetzen, frei und fachsprachlich präsentieren sowie auf Rückfragen mit Belegen antworten.
| Bereich | G – grundlegendes Niveau | M – mittleres Niveau | E – erweitertes Niveau |
|---|---|---|---|
| Leitfrage | Du formulierst mit Hilfen eine klare, untersuchbare Frage. | Du formulierst selbstständig eine präzise Frage mit messbaren Kriterien. | Du begründest die Frage, grenzt Variablen ab und leitest mögliche Teilfragen ab. |
| Fachwissen | Du beschreibst zentrale Fachbegriffe und Zusammenhänge korrekt. | Du erklärst Zusammenhänge mit passenden Modellen, Größen oder Gesetzmäßigkeiten. | Du analysierst Grenzen, Wechselwirkungen und überträgst das Wissen auf neue Situationen. |
| Versuch oder Produkt | Du führst einen sinnvollen Plan zuverlässig durch. | Du begründest Deine Vorgehensweise und wertest sie selbstständig aus. | Du entwickelst, vergleichst und optimierst Vorgehensweisen oder Lösungen. |
| Daten | Du stellst Daten korrekt in Tabelle oder Diagramm dar. | Du interpretierst Daten und begründest Aussagen mit Messwerten. | Du diskutierst Unsicherheiten, Grenzen und alternative Deutungen. |
| Präsentation | Du erklärst verständlich und nutzt geeignete Medien. | Du verknüpfst Medien, Fachsprache und Argumentation zielgerichtet. | Du reduzierst komplexe Inhalte präzise, reagierst flexibel und begründest Entscheidungen. |
Der vollständige Präsentationsauftrag
Dein Auftrag: Bearbeite ein geeignetes NwT-Thema als kleines Forschungs- oder Entwicklungsprojekt und präsentiere Deine Ergebnisse so, dass eine fachkundige Person Deinen Weg von der Frage bis zum Ergebnis nachvollziehen kann.
Als gemeinsamer Rahmen eignet sich für Klasse 9 ein Vortrag von ungefähr 8 bis 10 Minuten mit anschließendem Fachgespräch von etwa 3 bis 5 Minuten. Die Lehrkraft kann diese Zeiten an die Lerngruppe anpassen. Bei Teamarbeit müssen die individuellen Beiträge erkennbar sein.
Das bewertbare Endprodukt besteht aus einer Präsentation, einem dokumentierten Versuch oder Produkt, mindestens einer selbst erstellten fachlichen Visualisierung, einem vollständigen Quellenverzeichnis, einer kurzen Reflexion und dem Fachgespräch.
| Bestandteil | Mindestanforderung | Typischer Beleg |
|---|---|---|
| Thema und Leitfrage | klar, untersuchbar, NwT-bezogen | Titelfolie und Projektsteckbrief |
| Recherche | mehrere nachvollziehbare Quellen | Quellenprotokoll |
| Fachwissen | zentrale Begriffe und Zusammenhänge | Fachfolie, Modell oder Erklärung |
| Versuch oder Produkt | planvoll durchgeführt und dokumentiert | Messprotokoll, Fotos, Modell, Prototyp |
| Daten und Auswertung | nachvollziehbare Ergebnisse | Tabelle und Diagramm |
| Technische Darstellung | passend zum Thema | Skizze, Schaltbild, technische Zeichnung oder Ablaufplan |
| Medien | lernwirksam und rechtlich sauber | eigene Medien oder korrekt lizenzierte Fremdmedien |
| Vortrag | strukturiert, verständlich, weitgehend frei | Präsentation |
| Fachgespräch | begründete Antworten | mündliche Prüfungssituation |
| Reflexion | Grenzen und Verbesserungen benennen | Reflexionsfolie oder Kurzprotokoll |
Der NwT-Projektzyklus
Eine gute NwT-Präsentation entsteht in Schleifen. Wenn ein Versuch nicht funktioniert, ein Prototyp instabil ist oder Daten Deine Vermutung nicht bestätigen, ist das kein automatischer Misserfolg. Entscheidend ist, dass Du den Befund erklärst, Dein Vorgehen überprüfst und begründet weiterarbeitest.

Beobachtungsauftrag zum Video: Notiere, an welchen Stellen im Entwicklungsprozess getestet, verändert und erneut geprüft wird. Übertrage diese Stellen anschließend auf Dein eigenes Projekt.
Schritt 1: Themenwahl
Ein gutes Thema ist nicht einfach „Solarenergie“, „Brücken“ oder „Sensoren“. Solche Begriffe sind nur Themenfelder. Für eine Präsentation brauchst Du ein bearbeitbares Problem.
Geeignete Themen lassen sich mit vorhandenen Schulmitteln sicher untersuchen, besitzen einen naturwissenschaftlichen oder technischen Kern und führen zu Daten, einem Modell, einem Vergleich oder einem Produkt.
| Themenfeld | Zu breite Idee | Geeignete Projektidee |
|---|---|---|
| Energie | Solarzellen | Welcher Einstrahlungswinkel liefert bei unserer Solarzelle unter gleichen Bedingungen die größte elektrische Leistung? |
| Konstruktion | Brücken | Welche von drei Papierträgerformen trägt bei gleicher Materialmenge die größte Last? |
| Sensorik | Lichtsensor | Wie zuverlässig unterscheidet ein Lichtsensor drei festgelegte Helligkeitsbereiche? |
| Produktentwicklung | Handyhalter | Wie lässt sich ein Handyhalter bei festgelegter Stabilität mit möglichst wenig Material bauen? |
| Wärme | Dämmung | Welches von drei ungefährlichen Dämmmaterialien verlangsamt bei gleichem Aufbau die Abkühlung von warmem Wasser am stärksten? |
Sicherheitsregel: Praktische Arbeiten werden vor der Durchführung mit der Lehrkraft abgestimmt. Verwende keine gefährlichen Chemikalien, Netzspannung, offene Flammen, hohen Druck oder andere riskante Verfahren ohne ausdrücklich freigegebene schulische Sicherheitsmaßnahmen.
Themencheck
Prüfe Dein Thema mit fünf Fragen: Kann ich etwas messen, vergleichen, erklären oder verbessern? Kann ich die Aufgabe mit vorhandener Zeit und Ausstattung bearbeiten? Kann ich selbst Daten oder ein überprüfbares Produkt erzeugen? Gibt es genügend seriöse Quellen für das notwendige Fachwissen? Ist die Durchführung sicher und von der Lehrkraft genehmigt?
Schritt 2: Die Leitfrage
Die Leitfrage steuert die gesamte Präsentation. Sie entscheidet, welche Theorie wichtig ist, welche Daten Du brauchst und welche Ergebnisse am Ende relevant sind.
Eine gute Leitfrage ist klar, fachlich begründet, untersuchbar und so eng formuliert, dass Du sie mit Deinen Mitteln beantworten kannst.
| Qualität | Beispiel | Problem oder Stärke |
|---|---|---|
| schwach | Wie funktionieren Brücken? | zu allgemein und überwiegend beschreibend |
| besser | Welche Papierbrücke ist am stabilsten? | vergleichbar, aber Materialmenge und Kriterium fehlen |
| stark | Welche von drei festgelegten Papierträgerformen trägt bei gleicher Papiermenge die größte Masse, bevor sie versagt? | Variable, Vergleich und Messkriterium sind erkennbar |
Auf E-Niveau solltest Du zusätzlich begründen, warum Deine Messgröße geeignet ist, welche Einflussgrößen Du kontrollieren musst und wo die Grenzen Deiner Untersuchung liegen.
Hypothese oder Anforderung
Bei einem naturwissenschaftlichen Projekt formulierst Du vor dem Versuch eine Hypothese: eine begründete, überprüfbare Erwartung. Bei einem technischen Entwicklungsprojekt formulierst Du Anforderungen: Das Produkt muss zum Beispiel eine bestimmte Last tragen, in einen festgelegten Bauraum passen oder mit einer begrenzten Materialmenge auskommen.
Schritt 3: Recherche und Quellenkritik
Recherche bedeutet nicht, möglichst viele Webseiten zu sammeln. Du suchst Informationen, die Deine Leitfrage wirklich beantworten helfen.
Bevorzuge nachvollziehbare Quellen wie Schul- und Fachbücher, Hochschulen, Forschungsinstitute, Behörden, technische Datenblätter, anerkannte Bildungsangebote und geeignete Fachartikel. Wikipedia kann ein sinnvoller Einstieg sein, sollte bei zentralen Fachbehauptungen aber durch weitere Quellen ergänzt werden.
Quellenampel
| Prüffrage | Grün | Gelb | Rot |
|---|---|---|---|
| Urheber | Fachinstitution oder eindeutig genannte Fachperson | Organisation oder Autor mit unklarem Fachbezug | kein Urheber erkennbar |
| Belege | Daten, Literatur oder nachvollziehbare Herleitung | einzelne Belege, aber Lücken | bloße Behauptungen |
| Aktualität | passendes Datum und aktueller Stand | älter, aber möglicherweise noch brauchbar | veraltet für eine zeitabhängige Aussage |
| Absicht | Information und Methode transparent | Werbung oder Interessen erkennbar, aber prüfbar | starke Behauptung ohne Offenlegung |
| Gegencheck | Aussage durch unabhängige Quelle bestätigt | nur eine Quelle gefunden | Widerspruch zu besseren Quellen ohne Erklärung |
Merksatz: Eine Quelle ist nicht automatisch richtig, nur weil sie professionell aussieht. Prüfe Autor, Datum, Belege, Zweck und Übereinstimmung mit anderen verlässlichen Quellen.
Quellenprotokoll
Führe während der Recherche sofort ein Quellenprotokoll. Notiere Autor oder Institution, Titel, Erscheinungsdatum, Link oder bibliografische Angabe, Abrufdatum, verwendete Information und bei Medien zusätzlich Urheber und Lizenz.
| Quelle | Wofür genutzt? | Qualität geprüft? | Medienlizenz nötig? |
|---|---|---|---|
| Fachbuch oder Schulbuch | Grundlagen | Autor, Ausgabe, Fachbezug | nur bei übernommenen Abbildungen |
| Behörden- oder Hochschulseite | Daten, Definition, Hintergrund | Institution, Datum, Belege | bei übernommenen Medien |
| Datenblatt | technische Kennwerte | Hersteller, Bauteil, Version | normalerweise Quelle angeben |
| Wikimedia Commons | freie Bilder, Grafiken, Modelle | Dateiseite und Lizenz prüfen | ja |
Schritt 4: Fachwissen aufbauen
Du präsentierst nur das Fachwissen, das zum Verständnis Deiner Leitfrage nötig ist. Gute Fachfolien sind keine Lexikonseiten. Sie erklären die Begriffe und Zusammenhänge, die Du später wirklich brauchst.
Für jedes wichtige Fachkonzept solltest Du beantworten können: Was bedeutet der Begriff? Welche Größe und Einheit gehören dazu? Welche Ursache-Wirkungs-Beziehung ist wichtig? Welches Modell hilft? Wo hat dieses Modell Grenzen?
Beispiel Solarzelle: Für die Leitfrage zum Einstrahlungswinkel könnten elektrische Leistung, Spannung, Stromstärke, Beleuchtungsbedingungen und Messmethode wichtig sein. Die komplette Geschichte der Photovoltaik wäre dagegen wahrscheinlich nicht notwendig.
Fachtext statt Stichwortsammlung
Ein Fachtext erklärt Zusammenhänge mit vollständigen Sätzen. Für Deine Folie reduzierst Du diesen Fachtext anschließend auf Kernbegriffe, Formeln, Bilder oder Diagramme. So verhinderst Du, dass Du unverständliche Stichpunkte direkt von Webseiten kopierst.
G: zentrale Begriffe korrekt beschreiben. M: Beziehungen erklären und passende Modelle nutzen. E: Annahmen, Grenzen und Wechselwirkungen analysieren.
Schritt 5: Versuch oder Produkt
NwT wird besonders überzeugend, wenn Du nicht nur über Technik oder Naturwissenschaft sprichst, sondern selbst untersuchst, entwickelst, misst oder testest.


Weg A: Experiment
Ein Experiment braucht eine klare Fragestellung, definierte Größen und ein nachvollziehbares Verfahren.
| Planungselement | Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| unabhängige Variable | Was veränderst Du gezielt? | Winkel der Solarzelle |
| abhängige Variable | Was misst Du als Wirkung? | elektrische Leistung |
| Kontrollvariablen | Was hältst Du möglichst konstant? | Abstand, Lichtquelle, Messgerät |
| Wiederholung | Wie prüfst Du die Zuverlässigkeit? | mehrere Messungen pro Winkel |
| Dokumentation | Wie kann jemand den Versuch nachvollziehen? | Aufbauplan, Foto, Tabelle, Einheiten |
Ein Messergebnis wird stärker, wenn Du nicht nur den größten Wert nennst, sondern auch Messbedingungen, Streuung, mögliche Fehlerquellen und Grenzen erklärst.
Weg B: Technisches Produkt
Bei einem Produkt arbeitest Du vom Problem über Anforderungen und Entwürfe zum Prototyp. Danach testest Du nach vorher festgelegten Kriterien und optimierst.


Ein technischer Entwicklungsnachweis kann aus einer Anforderungsliste, einer maßstäblichen Skizze, einer technischen Zeichnung, einem CAD-Modell, einem Prototyp, Testergebnissen und einer dokumentierten Verbesserung bestehen.
| Entwicklungsphase | Leitfrage |
|---|---|
| Problem | Welches konkrete Problem soll gelöst werden? |
| Anforderungen | Was muss das Produkt nachweisbar können? |
| Entwurf | Welche Lösungsideen gibt es? |
| Auswahl | Nach welchen Kriterien entscheidest Du? |
| Fertigung | Wie wird die gewählte Lösung umgesetzt? |
| Test | Erfüllt sie die Anforderungen? |
| Optimierung | Was wird aufgrund der Testergebnisse verändert? |
Schritt 6: Daten erfassen und auswerten
Messwerte gehören zuerst in eine saubere Tabelle. Jede Spalte braucht eine eindeutige Größe und Einheit. Aus der Tabelle entwickelst Du eine Darstellung, die zur Aussage passt.
Ein Balken- oder Säulendiagramm eignet sich oft zum Vergleich einzelner Kategorien. Ein Liniendiagramm eignet sich häufig für Veränderungen entlang einer kontinuierlichen Größe oder über die Zeit. Ein Streudiagramm kann Beziehungen zwischen zwei Messgrößen sichtbar machen.

Videoauftrag: Suche im Video mindestens drei Möglichkeiten, wie Diagramme einen falschen Eindruck erzeugen können. Prüfe anschließend Dein eigenes Diagramm auf genau diese Risiken.
Diagramm-Check
Ein gutes Diagramm besitzt eine passende Diagrammart, beschriftete Achsen, Größen mit Einheiten, eine lesbare Skalierung, eine sachliche Überschrift und nur notwendige Gestaltungselemente.
Auf M-Niveau erklärst Du Trends und Ausreißer. Auf E-Niveau diskutierst Du zusätzlich Messunsicherheit, Streuung, mögliche systematische Fehler oder alternative Erklärungen, wenn dies zum Projekt passt.
Schritt 7: Medienproduktion und Visualisierung
Nicht jedes Medium passt zu jeder Aussage. Ein Foto zeigt einen realen Aufbau gut, ein Diagramm zeigt Messwerte besser, eine technische Zeichnung zeigt Geometrie und Maße, ein Modell macht Strukturen sichtbar und eine kurze Animation kann einen Ablauf verdeutlichen.
| Produktionsform | Sinnvoll für | Qualitätsregel |
|---|---|---|
| Fachtext | Zusammenhänge und Begründungen | eigene Formulierungen, Fachsprache, Quellen |
| Bild | Aufbau, Bauteil, Beobachtung | relevante Bildaussage, Beschriftung, Rechte klären |
| Diagramm | Messdaten und Vergleiche | Achsen, Einheiten, faire Skalierung |
| Tabelle | genaue Werte und Kriterien | übersichtlich, gleiche Einheiten, klare Überschriften |
| Technische Zeichnung | Maße, Ansichten, Bauteile | sachlich, eindeutig, sinnvoll bemaßt |
| Video | Versuch, Bewegung, Funktionsdemonstration | kurz, selbst erstellt oder rechtssicher eingebettet |
| Animation | Prozess oder zeitlicher Ablauf | nur einsetzen, wenn Bewegung Information erklärt |
| Modell | Struktur, Funktion oder System | Zweck und Grenzen des Modells nennen |
| Experiment | Ursache-Wirkung und Messung | kontrollierte Bedingungen und Dokumentation |
Animationen sinnvoll nutzen
Eine Animation ist dann stark, wenn sie einen Vorgang zeigt, den ein Standbild schwer erklären kann. Beispiele sind der Weg eines Signals durch ein System, die schrittweise Bewegung eines Mechanismus oder die Veränderung einer Messgröße. Erstelle Animationen möglichst selbst mit eigenen Formen, Fotos oder frei lizenzierten Elementen. Verzichte auf dekorative Dauerbewegung, die nur ablenkt.
Technische Zeichnungen statt Dekoration
Technische Zeichnungen sollen Informationen übertragen. Zeige nur notwendige Ansichten und Maße. Für ein Produkt können Vorderansicht, Seitenansicht, Draufsicht, Explosionsdarstellung oder eine gut beschriftete Skizze sinnvoll sein. Wenn Du mit CAD arbeitest, erläutere, welche Maße oder Funktionen für Deine Leitfrage wichtig sind.
Schritt 8: Folienarchitektur und Storyboard
Eine NwT-Präsentation folgt am besten der Logik des Projekts: Problem → Leitfrage → Fachwissen → Methode → Ergebnis → Bewertung → Antwort.
| Folie | Funktion | Möglicher Inhalt |
|---|---|---|
| 1 | Orientierung | Titel, Leitfrage, Name |
| 2 | Relevanz | Problem, Anwendung, Motivation |
| 3 | Fachbasis | zentrale Begriffe, Modell oder Gesetzmäßigkeit |
| 4 | Methode | Versuchsaufbau oder Entwicklungsprozess |
| 5 | Durchführung | Foto, technische Zeichnung oder Prototyp |
| 6 | Daten | Tabelle oder Messübersicht |
| 7 | Auswertung | Diagramm und Interpretation |
| 8 | Bewertung | Fehlerquellen, Grenzen, Nutzen, Risiken oder Optimierung |
| 9 | Antwort | klare Beantwortung der Leitfrage |
| 10 | Reflexion und Quellen | wichtigste Lernpunkte und vollständige Nachweise |
Diese Reihenfolge ist eine Vorlage. Passe sie Deinem Thema an. Eine Folie sollte möglichst eine zentrale Aussage transportieren. Lange Textblöcke gehören eher in Deine Vorbereitung als auf die Projektionsfläche.
Präsentationsdesign
Verwende gut lesbare Schriftgrößen, ausreichend Kontrast, wenige konsistente Gestaltungselemente und genügend freien Raum. Nutze Farbe funktional, zum Beispiel um Messreihen eindeutig zu unterscheiden. Wiederhole keine Information gleichzeitig als langen Text, Tabelle und Diagramm, wenn eine Darstellung genügt.
Analyseauftrag: Beobachte, welche Gestaltungsprobleme im Vortrag kritisiert werden. Formuliere danach drei eigene Regeln für Deine NwT-Folien.
Schritt 9: Quellen, Lizenzen und Medienrechte
Für jede übernommene Information muss die Quelle auffindbar sein. Für fremde Bilder, Grafiken, Audio- oder Videodateien brauchst Du zusätzlich eine passende Nutzungsgrundlage.
Bei frei lizenzierten Medien prüfst Du immer die konkrete Dateiseite. CC0 bedeutet in der Regel, dass die Urheberrechte soweit möglich freigegeben wurden. CC BY verlangt eine Namensnennung. CC BY-SA verlangt zusätzlich, dass Bearbeitungen unter einer kompatiblen Lizenz weitergegeben werden. Bei Public-Domain-Medien bestehen nach der jeweiligen Kennzeichnung keine urheberrechtlichen Nutzungsbeschränkungen; die Quelle solltest Du trotzdem dokumentieren.
Wichtig: Eine Suchmaschine ist niemals die Bildquelle. Klicke bis zur Original- oder Lizenzseite.
Kurzform für Quellen auf Folien
Auf einer Folie kann eine kurze Quellenzeile stehen, zum Beispiel „Quelle: Institution, Jahr“ oder bei einem Bild „Bild: Name, Lizenz, Plattform“. Am Ende folgt ein vollständiges Quellenverzeichnis.
Für Webseiten eignet sich: Autor oder Institution – Titel – Datum – URL – Abrufdatum. Für freie Medien ergänzt Du: Urheber – Dateiname – Lizenz – Link zur Lizenz- oder Dateiseite.
Mediennachweis der in diesem aiMOOC verwendeten Commons-Dateien
| Datei | Einsatz | Lizenz laut Commons-Dateiseite |
|---|---|---|
| Slide show projector for education.png | Präsentationssituation | CC BY-SA 4.0 |
| Wissenschaftliche Methode.svg | wissenschaftlicher Arbeitsprozess | Public Domain |
| Engineering Design Process - NASA-JPL-Caltech.png | technischer Entwicklungsprozess | CC BY 4.0 |
| Researchers in laboratory.jpg | Forschung und Experiment | Public Domain |
| Exploded View Drawing.png | technische Zeichnung | CC BY-SA 4.0 |
| Bar graph.svg | Diagramm | CC0 |
| Prototyping with a 3D Printer.jpeg | Prototyping | CC BY 2.5 |
Prüfe vor einer eigenen Weiterverwendung die aktuelle Dateiseite auf Wikimedia Commons, weil dort Urheber, Lizenzbedingungen und mögliche Zusatzhinweise dokumentiert sind.
Die YouTube-Videos in diesem aiMOOC werden ausschließlich über den offiziellen Player eingebettet. Lade sie für Deine Präsentation nicht herunter und veröffentliche sie nicht neu. Wenn Du ein fremdes Video zitierst oder einbettest, nenne Kanal, Titel und Link.
Schritt 10: Der Vortrag
Ein guter Vortrag macht sichtbar, dass Du Dein Projekt verstanden hast. Du sprichst nicht den Folientext nach, sondern erklärst Zusammenhänge.
Beginne mit dem Problem und der Leitfrage. Führe das Publikum dann durch Deinen Arbeitsweg. Zeige Messwerte oder Produkttests nicht nur, sondern erkläre, was sie bedeuten. Am Ende gibst Du eine eindeutige Antwort auf Deine Leitfrage.
Sprechtraining: Nimm eine 60-sekündige Erklärung Deiner Leitfrage auf. Höre sie an und prüfe Tempo, Lautstärke, Pausen, Fachsprache und Verständlichkeit. Wiederhole die Aufnahme einmal mit einer gezielten Verbesserung.
Fachsprache und Verständlichkeit
Verwende Fachbegriffe korrekt, erkläre unbekannte Begriffe beim ersten Auftreten und nenne Größen immer mit Einheiten. Vermeide unnötige Fremdwörter. Präzision bedeutet nicht, möglichst kompliziert zu sprechen.
Schritt 11: Das Fachgespräch
Im Fachgespräch zeigt sich, ob Du Entscheidungen, Ergebnisse und Grenzen wirklich verstanden hast. Gute Antworten folgen dem Muster Aussage – Beleg – Begründung.
Beispiel: „Die Trägerform B war in unserem Test am stabilsten. Sie trug im Mittel die größte Last. Wahrscheinlich verteilt ihre Geometrie die Kräfte günstiger; wegen unserer kleinen Stichprobe gilt das Ergebnis aber nur für unseren Aufbau.“
Typische Fragen beziehen sich auf die Leitfrage, die Auswahl Deiner Methode, Kontrollvariablen, Messunsicherheiten, Alternativen, Materialwahl, technische Anforderungen, Dateninterpretation, Nutzen, Risiken, Umweltfolgen oder mögliche Optimierungen.
G: Du beantwortest Fragen zu Deinem Vorgehen und Deinen Ergebnissen verständlich. M: Du begründest Entscheidungen mit Fachwissen und Daten. E: Du diskutierst Alternativen, Grenzen und überträgst Deine Erkenntnisse auf neue Bedingungen.
Schritt 12: Reflexion
Eine Reflexion beschreibt nicht nur, was „gut“ oder „schlecht“ war. Du untersuchst den eigenen Arbeitsprozess.
Beantworte mindestens diese Fragen: Welche Entscheidung war besonders wichtig? Welche Daten oder Tests waren überzeugend? Wo liegen Grenzen? Was würdest Du beim nächsten Durchlauf verändern? Welche neue Frage ist entstanden?
| Reflexionsbereich | Leitfrage |
|---|---|
| Fachwissen | Was verstehe ich jetzt besser als zu Beginn? |
| Methode | Welche Entscheidung würde ich wieder genauso treffen? |
| Daten | Welche Aussage ist gut belegt und welche weniger? |
| Produkt | Welche Anforderung wurde erfüllt und welche nicht? |
| Präsentation | Welche Visualisierung hat meine Aussage besonders gut unterstützt? |
| Weiterarbeit | Welcher nächste Versuch oder welche Optimierung wäre sinnvoll? |
G/M/E-Differenzierung über das gesamte Projekt
Die drei Niveaus unterscheiden sich vor allem in der Tiefe des Denkens und Begründens, nicht darin, wer die meisten Folien produziert.
| Phase | G | M | E |
|---|---|---|---|
| Themenwahl | aus Vorschlägen begründet auswählen | Thema selbst eingrenzen | Problem analysieren und Teilfragen ableiten |
| Recherche | geeignete Quellen mit Prüfhilfe nutzen | Quellen selbstständig vergleichen | Widersprüche, Interessen und Aussagegrenzen bewerten |
| Fachwissen | beschreiben | erklären und verknüpfen | analysieren, modellieren und Grenzen diskutieren |
| Experiment | vorgegebenen Plan sicher umsetzen | Versuchsplan begründen und anpassen | Messstrategie entwickeln und Unsicherheiten systematisch bewerten |
| Produkt | nach Kriterien bauen und testen | Varianten vergleichen und verbessern | Kriterien gewichten, optimieren und Zielkonflikte diskutieren |
| Daten | korrekt darstellen | interpretieren und begründen | Unsicherheit und alternative Deutung einbeziehen |
| Medien | verständlich auswählen | zielgerichtet kombinieren | komplexe Information stark reduzieren und adressatengerecht modellieren |
| Vortrag | klar strukturiert erklären | weitgehend frei und fachsprachlich präsentieren | flexibel argumentieren und Prioritäten setzen |
| Fachgespräch | Ergebnisse erläutern | Entscheidungen begründen | Transfer, Grenzen und Alternativen diskutieren |
| Reflexion | Verbesserungen benennen | Ursachen für Probleme erklären | begründete Optimierungsstrategie entwickeln |
Meilensteinplan
| Meilenstein | Ergebnis | Selbstcheck |
|---|---|---|
| Themenfreigabe | Thema, Leitfrage, Sicherheitscheck | ☐ fertig |
| Recherche | Quellenprotokoll und Fachbegriffe | ☐ fertig |
| Planung | Versuchsskizze oder Anforderungsliste | ☐ fertig |
| Praxis | Messdaten oder getesteter Prototyp | ☐ fertig |
| Auswertung | Tabelle, Diagramm und Interpretation | ☐ fertig |
| Storyboard | Folienabfolge mit Kernbotschaften | ☐ fertig |
| Mediencheck | Rechte und Quellen vollständig | ☐ fertig |
| Generalprobe | Zeitmessung und Probe-Fachgespräch | ☐ fertig |
| Reflexion | Grenzen und Verbesserungsideen | ☐ fertig |
Bewertbares Endprodukt
Die folgenden Kriterien machen die Bewertung transparent. Die konkrete Notenumrechnung muss die Lehrkraft vor Beginn festlegen; die Punktzahl allein ersetzt keine schulische Bewertungsregel.
| Kriterium | Punkte | Woran erkennt man Qualität? |
|---|---|---|
| Leitfrage und roter Faden | 10 | Frage ist klar, untersuchbar und wird am Ende beantwortet. |
| Fachwissen | 15 | Begriffe, Größen, Modelle und Zusammenhänge sind korrekt und relevant. |
| Recherche und Quellen | 10 | Quellen sind geeignet, überprüft, vollständig und nachvollziehbar. |
| Versuch oder Produkt | 15 | Vorgehen ist planvoll, sicher, dokumentiert und fachlich begründet. |
| Daten und Auswertung | 10 | Messwerte oder Tests werden korrekt dargestellt und sinnvoll interpretiert. |
| Technische und grafische Visualisierung | 10 | Diagramme, Tabellen, Zeichnungen oder Modelle unterstützen die Aussage. |
| Bewertung und NwT-Denken | 10 | Grenzen, Nutzen, Risiken, Zielkonflikte oder Optimierungen werden berücksichtigt. |
| Medien und Rechte | 5 | Medien sind sinnvoll, sparsam, lesbar und rechtlich nachvollziehbar. |
| Vortrag | 10 | Sprache, Struktur, Zeit und Auftreten unterstützen das Verständnis. |
| Fachgespräch und Reflexion | 5 | Antworten sind begründet; Grenzen und Verbesserungen werden erkannt. |
| Gesamt | 100 |
Interaktives Bewertungsraster zur Selbstkontrolle
Kopiere das Raster in Deine Arbeitsnotizen und markiere vor der Abgabe pro Zeile eine Qualitätsstufe. Schreibe rechts jeweils einen konkreten Beleg aus Deinem Projekt.
| Kriterium | Noch offen | G erreicht | M erreicht | E erreicht | Mein Beleg |
|---|---|---|---|---|---|
| Leitfrage | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ | |
| Fachwissen | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ | |
| Versuch oder Produkt | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ | |
| Messdaten oder Tests | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ | |
| Diagramm oder technische Darstellung | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ | |
| Quellen | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ | |
| Medienrechte | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ | |
| Vortrag | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ | |
| Fachgespräch | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ | |
| Reflexion | ☐ | ☐ | ☐ | ☐ |
Projektsteckbrief zum Ausfüllen
| Feld | Dein Eintrag |
|---|---|
| Thema | |
| Leitfrage | |
| Hypothese oder wichtigste Anforderungen | |
| zentrale Fachbegriffe | |
| Versuch oder Produkt | |
| unabhängige und abhängige Größe oder Prüfkriterien | |
| wichtigste Daten | |
| geplante Visualisierung | |
| wichtigste Quelle | |
| erwartete Grenze oder Unsicherheit | |
| mögliche Optimierung |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was zeichnet eine gute Leitfrage für eine NwT-Präsentation besonders aus? (Sie ist klar, untersuchbar und mit den vorhandenen Mitteln bearbeitbar) (!Sie enthält möglichst viele Fachbegriffe) (!Sie ist so allgemein wie möglich) (!Sie lässt sich nur mit einer Meinung beantworten)
Was ist bei der Bewertung einer Internetquelle besonders wichtig? (Urheber, Datum, Belege, Zweck und Gegencheck prüfen) (!Nur das Design der Webseite betrachten) (!Nur die Zahl der Bilder zählen) (!Nur den ersten Suchtreffer verwenden)
Welche Größe wird in einem Experiment gezielt verändert? (Die unabhängige Variable) (!Die abhängige Variable) (!Die Einheit) (!Die Quellenangabe)
Was gehört zu einem fachlich guten Diagramm? (Beschriftete Achsen mit Größen und Einheiten) (!Möglichst viele Dekorationen) (!Eine abgeschnittene Skala ohne Hinweis) (!Unbeschriftete Datenreihen)
Wozu dient eine technische Zeichnung in einer NwT-Präsentation? (Sie überträgt eindeutig Informationen über Form, Aufbau oder Maße) (!Sie ersetzt jede Messung) (!Sie dient nur als Hintergrundbild) (!Sie macht Quellenangaben überflüssig)
Was solltest Du bei einem frei lizenzierten Bild tun? (Die konkrete Lizenz prüfen und die geforderte Namensnennung beachten) (!Das Bild ohne Prüfung kopieren) (!Die Quelle der Suchmaschine nennen) (!Den Namen des Urhebers entfernen)
Was gehört zur technischen Optimierung eines Produkts? (Testergebnisse nutzen, um eine begründete Verbesserung vorzunehmen) (!Nur die Farbe des Produkts ändern) (!Messwerte ignorieren) (!Den ersten Entwurf unverändert lassen)
Welche Folienregel unterstützt die Verständlichkeit besonders? (Eine Folie trägt möglichst eine zentrale Aussage) (!Jede Folie enthält einen langen Fließtext) (!Alle Daten werden mehrfach dargestellt) (!Jede Folie verwendet andere Schriftarten)
Welche Struktur ist für eine Antwort im Fachgespräch besonders hilfreich? (Aussage, Beleg und Begründung) (!Behauptung ohne Daten) (!Neue Frage statt Antwort) (!Ablesen des Quellenverzeichnisses)
Was macht eine gute Reflexion aus? (Sie benennt Grenzen und entwickelt konkrete Verbesserungen) (!Sie wiederholt nur den Titel) (!Sie erklärt, dass alles perfekt war) (!Sie vermeidet jede Kritik am eigenen Vorgehen)
Memory
| Leitfrage | steuert Untersuchung und Präsentation |
| Hypothese | überprüfbare begründete Erwartung |
| Messgröße | quantitativ erfasster Wert |
| Kontrollvariable | möglichst konstant gehaltener Einfluss |
| Prototyp | testbare frühe Produktversion |
| Diagramm | grafische Darstellung von Daten |
| Quellenangabe | macht Herkunft nachvollziehbar |
| Reflexion | bewertet Grenzen und Verbesserungen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Leitfrage | fokussiert das Projekt |
| Recherche | liefert überprüfbares Fachwissen |
| Versuch | erzeugt systematisch Beobachtungen und Messwerte |
| Visualisierung | macht Ergebnisse verständlich |
| Reflexion | bewertet Grenzen und Optimierungen |
Kreuzworträtsel
| Hypothese | Wie heißt eine begründete und überprüfbare Erwartung vor einem Experiment? |
| Prototyp | Wie heißt eine frühe testbare Version eines technischen Produkts? |
| Diagramm | Wie heißt eine grafische Darstellung von Messdaten? |
| Messreihe | Wie heißt eine Folge zusammengehöriger Messungen? |
| Reflexion | Wie heißt die begründete Rückschau auf Vorgehen und Ergebnis? |
| Quellenkritik | Wie heißt die Prüfung von Herkunft, Belegen und Zuverlässigkeit einer Information? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Leitfragenwerkstatt: Formuliere zu drei vorgegebenen NwT-Themen jeweils eine zu breite und eine gut untersuchbare Leitfrage.
- Quellencheck: Vergleiche zwei Webseiten zu demselben Fachthema und bewerte Urheber, Datum, Belege, Zweck und Nachvollziehbarkeit.
- Diagrammtraining: Erstelle aus einer kleinen Messwerttabelle ein passendes Diagramm mit Achsenbeschriftungen und Einheiten.
- Folienanalyse: Untersuche eine vorhandene Präsentationsfolie und reduziere sie auf eine einzige Kernbotschaft.
Standard
- Versuchsplanung: Entwickle zu einer Leitfrage einen sicheren Versuch mit unabhängiger Größe, abhängiger Größe und mindestens zwei Kontrollvariablen.
- Technische Zeichnung: Fertige zu einem einfachen selbst gewählten Produkt eine beschriftete Skizze oder technische Darstellung mit relevanten Maßen an.
- Medienproduktion: Produziere ein eigenes Foto, ein kurzes Video oder eine einfache Animation, die einen technischen oder naturwissenschaftlichen Vorgang erklärt.
- Probevortrag: Halte einen dreiminütigen Probevortrag, lasse Dir anhand des Bewertungsrasters Rückmeldung geben und dokumentiere zwei Verbesserungen.
Schwer
- Prototypenvergleich: Entwickle zwei Varianten eines Produkts, lege Prüfkriterien fest, teste beide und entscheide datenbasiert, welche Variante weiterentwickelt wird.
- Messunsicherheit: Untersuche bei einer eigenen Messreihe Streuung, mögliche Fehlerquellen und den Einfluss der Messmethode auf Deine Schlussfolgerung.
- Fachgesprächssimulation: Erstelle zehn anspruchsvolle Rückfragen zu Deinem Projekt, tausche sie mit einer anderen Person und beantworte sie mit Aussage, Beleg und Begründung.
- NwT-Transfer: Übertrage Dein Ergebnis auf eine neue Anwendungssituation und erkläre, welche Annahmen dabei unverändert gelten und welche neu geprüft werden müssten.


Lernkontrolle
- Leitfragenvergleich: Zwei Gruppen untersuchen dasselbe Thema mit unterschiedlichen Leitfragen. Erkläre, warum sie trotz gleicher Fachtheorie unterschiedliche Versuche, Daten und Folien benötigen.
- Fehleranalyse: Ein Diagramm zeigt einen starken Effekt, wurde aber aus nur zwei Messungen und mit abgeschnittener Achse erstellt. Beurteile, welche Aussagen zulässig sind und wie die Untersuchung verbessert werden sollte.
- Produktentscheidung: Ein Prototyp ist besonders stabil, benötigt aber deutlich mehr Material als eine etwas weniger stabile Alternative. Entwickle Kriterien für eine begründete Auswahl und diskutiere den Zielkonflikt.
- Quellenkonflikt: Zwei Quellen nennen unterschiedliche technische Kennwerte. Entwickle einen Plan, wie Du entscheidest, welcher Wert für Dein Projekt verwendet werden sollte.
- Medienwahl: Entscheide für die Erklärung eines Versuchsaufbaus zwischen Fließtext, Foto, technischer Zeichnung, Animation und Video. Begründe, welche Kombination für welche Information am geeignetsten ist.
- Transferfrage: Dein Versuch bestätigt die Hypothese nur unter den gewählten Bedingungen. Erkläre, welche zusätzlichen Untersuchungen nötig wären, bevor Du eine allgemeinere Aussage triffst.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:
- Leitfrage: Du kannst eine klare, untersuchbare NwT-Frage formulieren und begründen.
- Recherche: Du kannst Quellen kritisch auswählen und nachvollziehbar dokumentieren.
- Fachwissen: Du kannst zentrale naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge fachsprachlich erklären.
- Experiment: Du kannst einen sicheren Versuch planen, durchführen, dokumentieren und auswerten.
- Produktentwicklung: Du kannst Anforderungen formulieren, einen Prototyp testen und Verbesserungen begründen.
- Datenvisualisierung: Du kannst Tabellen, Diagramme und technische Darstellungen passend auswählen und korrekt gestalten.
- Präsentation: Du kannst Deinen Projektweg adressatengerecht, strukturiert und weitgehend frei vorstellen.
- Fachgespräch: Du kannst Entscheidungen und Ergebnisse mit Belegen begründen und Grenzen diskutieren.
- Reflexion: Du kannst Deinen Arbeitsprozess kritisch einschätzen und sinnvolle nächste Schritte entwickeln.
OERs zum Thema
Der offizielle Bildungsplan Baden-Württemberg für NwT bietet zusätzliche Orientierung zu den prozessbezogenen Kompetenzen: NwT-Profilfach Sekundarstufe I – Bildungsplan Baden-Württemberg
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Quellenbasis und weiterführende Medien
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