D6 E - Eine eigene Fabel oder Sage gestalten

D6 E - Eine eigene Fabel oder Sage gestalten
D6 E - Eine eigene Fabel oder Sage gestalten
Einleitung
In diesem aiMOOC entwickelst Du einen eigenständigen erzählenden Text auf erweitertem Niveau: entweder eine Fabel oder eine Sage. Du planst Deine Idee, entscheidest Dich bewusst für passende Gattungsmerkmale, verfasst einen ersten Entwurf, holst Peer-Feedback ein, überarbeitest Deinen Text nach Kriterien und begründest wichtige Gestaltungsentscheidungen. Am Ende soll erkennbar sein, warum Du bestimmte Figuren, Orte, Konflikte, sprachliche Mittel und einen bestimmten Schluss gewählt hast.
Auf E-Niveau reicht es nicht, nur die typischen Merkmale einer Textsorte nachzuahmen. Du sollst sie gezielt einsetzen. Bei einer Fabel bedeutet das zum Beispiel: Die Eigenschaften der Tierfiguren müssen zum Konflikt und zur Lehre passen. Bei einer Sage bedeutet es: Ein konkreter Orts-, Personen- oder Ereignisbezug soll glaubwürdig mit einem außergewöhnlichen oder unerklärlichen Element verbunden werden.

Die Darstellung von Fuchs und Rabe erinnert daran, dass Fabeln häufig Tiere einsetzen, um menschliches Verhalten sichtbar zu machen. Das Bild ist über Wikimedia Commons als gemeinfreies Werk zugänglich.
Das Video bietet Dir einen Einstieg in die Unterscheidung von Fabel und Sage. Prüfe beim Anschauen besonders: Welche Merkmale helfen Dir später beim eigenen Schreiben?
Dein Lernziel
Nach diesem aiMOOC kannst Du einen eigenen Text so gestalten, dass Leserinnen und Leser seine Gattung erkennen. Du kannst dabei einen Schreibplan oder ein Storyboard nutzen, eine stimmige Handlung entwickeln, Figuren funktional einsetzen, wörtliche Rede sinnvoll einbauen, eine passende Erzählperspektive wählen und Deinen Text sprachlich überarbeiten.
Auf E-Niveau kannst Du außerdem zentrale Entscheidungen begründen. Du kannst zum Beispiel erklären, warum gerade ein Fuchs, ein Spatz oder ein Rabe eine bestimmte Rolle bekommt, warum eine Sage an einem bestimmten Ort spielt oder warum Du ein offenes, überraschendes oder lehrhaftes Ende gewählt hast.
Fabel oder Sage: Entscheide Dich bewusst
| Merkmal | Fabel | Sage |
|---|---|---|
| Grundidee | Eine kurze, oft lehrhafte Erzählung zeigt menschliches Verhalten in zugespitzter Form. | Eine überlieferungsähnliche Erzählung verbindet einen konkreten Ort, eine Person oder ein Ereignis mit etwas Außergewöhnlichem. |
| Typische Figuren | Häufig Tiere mit menschlichen Eigenschaften und menschlicher Sprache. | Menschen, historische oder sagenhafte Gestalten, manchmal übernatürliche Wesen. |
| Wirklichkeitsbezug | Ort und Zeit bleiben häufig allgemein. | Ein erkennbarer Orts-, Personen- oder Ereignisbezug ist besonders wichtig. |
| Konflikt | Meist ein klarer Gegensatz zwischen Eigenschaften, Interessen oder Verhaltensweisen. | Häufig entsteht Spannung zwischen Alltag, Geschichte und einem unerklärlichen Ereignis. |
| Schluss | Pointe, Lehre oder Moral verdichtet die Aussage. | Der Schluss kann erklären, warum ein Ort, Brauch, Name oder besonderes Zeichen angeblich existiert. |
| E-Niveau | Die Moral ergibt sich nachvollziehbar aus dem Verhalten der Figuren und wirkt nicht angeklebt. | Der reale oder realistisch wirkende Bezug und das fantastische Element werden glaubwürdig miteinander verbunden. |
Wichtig: Eine Sage ist kein historischer Beweis. Auch wenn sie reale Orte oder Ereignisse nennt, bleibt sie eine erzählerische Überlieferungsform. Wenn Du selbst eine Sage erfindest, darfst Du keine erfundenen Behauptungen als echte historische Tatsache ausgeben. Kennzeichne deshalb Deinen Text als eigene Sage.
Die Fabel gestalten
Typische Bausteine einer Fabel
Eine gelungene Fabel konzentriert sich auf einen überschaubaren Konflikt. Die Figuren stehen meist für bestimmte Eigenschaften. Ein Fuchs kann beispielsweise für Schlauheit stehen, muss das aber nicht. Du darfst bekannte Rollenmuster auch bewusst verändern, solange Dein Text in sich stimmig bleibt.
Ein sinnvoller Aufbau ist: Ausgangssituation, Begegnung oder Konflikt, Zuspitzung, Reaktion der Figuren und Schluss mit Erkenntnis oder Pointe. Die Handlung soll knapp bleiben. Nebenhandlungen lenken meist von der Lehre ab.
Modelltext Fabel: Der Falke und der Spatz
Dieser Modelltext wurde für diesen aiMOOC neu verfasst.
Ein Falke kreiste über einer Hecke und rief: „Seht her! Kein Vogel ist schneller als ich.“ Ein kleiner Spatz antwortete: „Schnelligkeit ist nützlich, aber nicht für alles.“
Der Falke lachte. „Was sollte ein langsamer Vogel darüber wissen?“
Am Abend zog ein heftiger Sturm auf. Der Falke suchte Schutz an einem hohen Felsen. Dort peitschte der Wind so stark, dass er kaum Halt fand. Der Spatz dagegen schlüpfte tief zwischen die dichten Zweige der Hecke.
Am nächsten Morgen saß der erschöpfte Falke neben dem Spatz. „Dein Versteck war besser als meine Höhe“, sagte er leise.
Der Spatz antwortete: „Wer nur auf seine größte Stärke schaut, übersieht leicht, was andere können.“
Mögliche Moral: Eine Stärke wird zur Schwäche, wenn man sie für die einzige wichtige Fähigkeit hält.
Modelltext untersuchen
Die Tiere sprechen und handeln wie Menschen. Der Falke verkörpert zunächst Überheblichkeit, der Spatz Besonnenheit. Der Sturm zwingt den Falken, seine Haltung zu überprüfen. Die Moral entsteht also direkt aus der Handlung. Genau diese Verbindung ist für Deinen eigenen Text wichtig: Eine Moral soll nicht beliebig an eine Geschichte angehängt werden.

Betrachte die historische Fabelillustration. Überlege, wie allein Körperhaltung, Abstand und Blickrichtung einen Konflikt zwischen Figuren sichtbar machen können. Diese Beobachtung kannst Du für Dein eigenes Storyboard nutzen.
Ideenfinder für Deine Fabel
| Frage | Beispiel | Deine Idee |
|---|---|---|
| Welche zwei Eigenschaften treffen aufeinander? | Geduld gegen Überheblichkeit | |
| Welche Tiere oder Dinge passen zu diesen Eigenschaften? | Schildkröte und Elster | |
| Was wollen beide Figuren? | Anerkennung, Futter, Schutz, Sieg oder Ruhe | |
| Wodurch entsteht der Konflikt? | Eine Figur unterschätzt die andere. | |
| Was verändert sich? | Die vermeintlich schwächere Figur erweist sich als klüger. | |
| Welche Lehre ergibt sich aus der Handlung? | Erst prüfen, dann urteilen. |
Die Sage gestalten
Typische Bausteine einer Sage
Eine Sage wirkt oft so, als könnte sie „wirklich passiert“ sein. Dazu tragen konkrete Orte, Namen, Landschaften, Gebäude oder historische Anknüpfungspunkte bei. Gleichzeitig enthält die Erzählung etwas Außergewöhnliches: eine rätselhafte Erscheinung, ein unheimliches Geräusch, ein unerklärliches Verschwinden, ein verwandeltes Wesen oder ein Zeichen, das angeblich bis heute sichtbar ist.

Das Rattenfängerhaus in Hameln zeigt, wie stark Sagen mit konkreten Orten verbunden werden können. Ein realer Ort kann Ausgangspunkt für eine Erzählung sein, ohne dass jedes erzählte Detail historisch belegt sein muss.

Drachen, Riesen und andere außergewöhnliche Wesen gehören zu vielen europäischen Sagenstoffen. Für Deinen eigenen Text ist aber nicht die Größe des Fantastischen entscheidend, sondern die Verbindung mit einer stimmigen Handlung.
Modelltext Sage: Die drei Lichter von Eichenfels
Dieser Text ist eine bewusst erfundene Modellsage. Eichenfels ist hier ein erfundener Ort. Der Text ist keine echte historische Überlieferung.
Am alten Tor von Eichenfels soll früher ein Wächter namens Konrad gelebt haben. In einer stürmischen Nacht bemerkte er auf dem Hügel drei fremde Feuer. Er glaubte, dass Räuber die Stadt beobachten würden, und entzündete deshalb drei Warnlaternen auf der Mauer.
Als die Menschen zum Tor liefen, war Konrad verschwunden. Nur seine Laternen brannten weiter, obwohl der Regen längst alle anderen Feuer gelöscht hatte.
Seitdem, so erzählt man sich in Eichenfels, erscheinen in besonders dunklen Herbstnächten drei blasse Lichter über der Mauer. Wer sie sieht, soll daran denken, eine Warnung nicht leichtfertig zu überhören.
Noch heute zeigt man Besuchern drei runde, helle Stellen im alten Stein. Ob sie wirklich mit Konrad zu tun haben, weiß niemand.
Was macht den Modelltext sagenhaft?
Der Text nennt einen konkreten Ort und eine Person, verbindet diese Elemente mit einem unerklärlichen Ereignis und endet mit einem sichtbaren Zeichen. Gleichzeitig bleibt offen, ob das Geschehen tatsächlich so stattgefunden hat. Diese Mischung aus Nähe zur Wirklichkeit und Unsicherheit ist typisch für viele Sagen.
Für Deinen eigenen Text kannst Du einen echten Ort wählen. Recherchiere dann aber sauber: Welche Informationen sind tatsächlich belegt? Welche Elemente erfindest Du? Trenne diese Ebenen klar voneinander.
Von der Idee zum eigenen Text
Schritt 1: Schreibauftrag klären
Entscheide zuerst, welche Wirkung Dein Text haben soll. Eine Fabel kann zum Nachdenken über ein Verhalten anregen. Eine Sage kann einen Ort geheimnisvoll erscheinen lassen oder eine ungewöhnliche Erklärung für eine Besonderheit erzählen.
Formuliere vor dem Schreiben einen Satz wie: Ich möchte, dass meine Leserinnen und Leser am Ende erkennen, dass ...
Schritt 2: Erzählkern entwickeln
Der Erzählkern ist die kürzeste Form Deiner Handlung. Er sollte in ein bis zwei Sätzen funktionieren.
Beispiel Fabel: Ein stolzer Vogel hält Vorsicht für Feigheit und erkennt erst in einer Gefahr, dass Vorsicht eine Stärke sein kann.
Beispiel Sage: An einer alten Brücke erscheint bei Nebel ein Licht, das mit einem früheren Rettungsversuch verbunden sein soll.
Wenn Dein Erzählkern schon zu viele Nebenfiguren, Ortswechsel oder Zusatzhandlungen braucht, ist Deine Idee wahrscheinlich noch nicht klar genug.
Schritt 3: Storyboard erstellen
Ein Storyboard zwingt Dich dazu, die Handlung in Schlüsselszenen zu gliedern. Die Vorlage auf Wikimedia Commons ist gemeinfrei.
| Szene | Was passiert? | Figur oder Ort | Gefühl oder Wirkung | Wichtiges sprachliches Mittel |
|---|---|---|---|---|
| Anfang | Ausgangssituation | |||
| Auslöser | Konflikt beginnt | |||
| Zuspitzung | Problem wird größer | |||
| Wendepunkt | Etwas verändert die Situation | |||
| Schluss | Erkenntnis, Pointe oder sagenhafte Erklärung |
Schritt 4: Einen starken Anfang schreiben
Der Anfang soll schnell in die Erzählwelt führen. Eine Fabel kann mit einer typischen Handlung der Tiere beginnen. Eine Sage kann einen Ort, ein auffälliges Zeichen oder eine überlieferungsähnliche Behauptung einführen.
Fabel-Anfang: „Jeden Morgen saß die Elster auf demselben Ast und verspottete die Schnecke unter ihr.“
Sagen-Anfang: „Am Rand des alten Marktplatzes steht ein Brunnen, dessen Wasser selbst im heißesten Sommer ungewöhnlich kalt bleibt.“
Auf E-Niveau solltest Du vermeiden, den gesamten Hintergrund zu erklären. Zeige wichtige Informationen möglichst in Handlung, Beobachtung oder Gespräch.
Schritt 5: Figuren funktional gestalten
Jede wichtige Figur braucht eine Aufgabe für die Handlung. Prüfe bei jeder Figur:
- Rolle: Was will die Figur?
- Eigenschaft: Welche Eigenschaft treibt ihr Verhalten an?
- Konflikt: Wodurch gerät sie mit einer anderen Figur oder mit ihrer Umgebung in Spannung?
- Entwicklung: Lernt sie etwas, scheitert sie oder bestätigt sie ihre Haltung?
In einer Fabel sollte eine Eigenschaft nicht nur behauptet werden. Lass sie im Verhalten sichtbar werden. Statt „Der Rabe war eitel“ wirkt zum Beispiel eine Szene stärker, in der der Rabe ständig auf Komplimente reagiert.
Schritt 6: Wörtliche Rede einsetzen
Wörtliche Rede kann einen Konflikt verdichten und Figuren charakterisieren. Sie soll aber nicht nur Informationen wiederholen, die ohnehin schon bekannt sind.
Schwach: „Ich bin stolz“, sagte der Pfau stolz.
Stärker: „Kein Federkleid hier kann mit meinem mithalten“, sagte der Pfau und breitete langsam sein Rad aus.
Überarbeite Dialoge deshalb mit der Frage: Zeigt dieser Satz etwas über die Figur oder treibt er die Handlung weiter?
Schritt 7: Spannung und Wendepunkt planen
Auch kurze Texte brauchen einen erkennbaren Spannungsverlauf. Nutze dafür ein Problem, eine Entscheidung, eine überraschende Folge oder ein unerklärliches Ereignis.
Bei einer Fabel entsteht der Wendepunkt oft dann, wenn eine Figur mit den Folgen ihres eigenen Verhaltens konfrontiert wird. Bei einer Sage kann der Wendepunkt ein geheimnisvolles Zeichen oder eine Begegnung mit etwas Unerklärlichem sein.
Audio und Vorlesen als Überarbeitungswerkzeug

Lies Deinen Entwurf laut vor oder nimm ihn mit einem schulisch freigegebenen Gerät auf. Beim Hören merkst Du oft schneller, ob Sätze zu lang sind, ob Wiederholungen stören, ob ein Dialog unnatürlich klingt oder ob eine wichtige Stelle zu wenig Spannung bekommt.
Hörfrage 1: Wo klingt der Text flüssig?
Hörfrage 2: Wo stockst Du beim Lesen?
Hörfrage 3: Ist der Wendepunkt hörbar vorbereitet?
Hörfrage 4: Passt die Stimme zum Gefühl der Szene?
Als gemeinfreies Hörbeispiel kannst Du die folgende Aufnahme aus dem LibriVox-Umfeld anhören. Sie ist keine Sage und keine Fabel-Aufgabe dieses MOOCs, sondern ein Beispiel dafür, wie Stimme Stimmung erzeugen kann.
Als weiteres freies Hörbeispiel steht eine Aesop-Fabel als englischsprachige LibriVox-Aufnahme zur Verfügung. Du kannst darauf achten, wie Pausen und Betonung einen kurzen lehrhaften Text gliedern.
Digitale Schreibwerkzeuge

Für das Schreiben kannst Du ein Heft, ein lokales Textprogramm oder ein von Deiner Schule freigegebenes kollaboratives Werkzeug verwenden. Entscheidend ist nicht das Programm, sondern dass Versionen, Änderungen und Feedback nachvollziehbar bleiben.
| Werkzeug | Wofür geeignet? | Hinweis |
|---|---|---|
| LibreOffice Writer | Entwurf, Rechtschreibprüfung, Formatierung und lokale Speicherung. | Open-Source-Textverarbeitung; gut geeignet, wenn ohne Onlinekonto gearbeitet werden soll. |
| CryptPad | Gemeinsames Schreiben, Kommentare und Überarbeitung. | Open-Source und auf verschlüsselte Zusammenarbeit ausgerichtet; nutze nur schulisch freigegebene Instanzen und Freigaben. |
| Schulisches Etherpad oder Lernplattform-Textfeld | Gemeinsame Entwürfe, Peer-Kommentare und Versionsvergleich. | Verwende die von Deiner Schule vorgesehene Plattform. |
Speichere bei längeren Schreibprozessen mindestens drei Zustände: Planung, Erstfassung und überarbeitete Endfassung. So kannst Du später zeigen, was Du verändert hast.
Kriterien für einen gelungenen Text
Kriterienraster Fabel
| Kriterium | Erfüllt | Besonders stark auf E-Niveau |
|---|---|---|
| Gattung | Tiere oder andere Figuren verkörpern menschliche Eigenschaften. | Die Eigenschaften sind nicht nur benannt, sondern bestimmen Handlung und Konflikt. |
| Handlung | Ein klarer Konflikt und ein erkennbarer Schluss sind vorhanden. | Die Handlung ist knapp, folgerichtig und auf einen Wendepunkt hin gebaut. |
| Aussage | Eine Lehre oder Pointe ist erkennbar. | Die Moral ergibt sich zwingend aus dem Geschehen und lässt sich differenziert begründen. |
| Sprache | Der Text ist verständlich und passend erzählt. | Wortwahl, Dialog und Satzbau unterstützen die Wirkung. |
| Eigenständigkeit | Die Idee wurde selbst gestaltet. | Bekannte Fabelmuster werden bewusst verändert oder neu kombiniert. |
Kriterienraster Sage
| Kriterium | Erfüllt | Besonders stark auf E-Niveau |
|---|---|---|
| Orts- oder Ereignisbezug | Ein konkreter Bezug ist erkennbar. | Der Bezug wirkt glaubwürdig und wurde bei realen Orten sauber recherchiert. |
| Sagenhaftes Element | Etwas Unerklärliches oder Außergewöhnliches geschieht. | Das fantastische Element wächst aus der Handlung heraus und wirkt nicht zufällig. |
| Atmosphäre | Eine passende Stimmung entsteht. | Details, Satzrhythmus und Wortwahl erzeugen gezielt Spannung oder Geheimnis. |
| Schluss | Der Text endet schlüssig. | Der Schluss verbindet das Ereignis mit einem Ort, Zeichen, Namen oder einer bleibenden Erinnerung. |
| Quellenbewusstsein | Eigene Erfindung und belegte Informationen werden nicht verwechselt. | Recherchierte Fakten, erfundene Elemente und mögliche KI-Hilfe werden transparent unterschieden. |
Peer-Feedback und Schreibkonferenz

Peer-Feedback bedeutet nicht, dass jemand Deinen Text für Dich umschreibt. Gute Rückmeldung hilft Dir, selbst bessere Entscheidungen zu treffen.
Ablauf einer Schreibkonferenz
- Vorlesen: Die Autorin oder der Autor liest den Text oder einen Ausschnitt vor.
- Verstehen: Die Zuhörenden sagen zuerst, was sie als Handlung und Aussage verstanden haben.
- Kriterien: Danach wird gezielt zu zwei oder drei vereinbarten Kriterien Rückmeldung gegeben.
- Nachfragen: Die Autorin oder der Autor darf Verständnisfragen stellen.
- Entscheiden: Erst danach wird entschieden, welche Rückmeldungen übernommen werden.
- Überarbeiten: Änderungen werden sichtbar in einer zweiten Fassung umgesetzt.
Feedback-Sprache
| Weniger hilfreich | Hilfreicher |
|---|---|
| „Der Anfang ist komisch.“ | „Am Anfang weiß ich noch nicht, wo die Figur ist. Ein Ortsdetail könnte mir helfen.“ |
| „Mach mehr Spannung.“ | „Der Wendepunkt kommt sehr plötzlich. Ein kleines Warnzeichen davor könnte die Spannung steigern.“ |
| „Die Moral gefällt mir nicht.“ | „Ich verstehe die Moral, aber im Konflikt sehe ich noch nicht deutlich, warum sie daraus folgt.“ |
| „Schreib das anders.“ | „Die Wiederholung von ‚sagte‘ fällt auf. Du könntest an zwei Stellen Handlung statt eines Redebegleitsatzes verwenden.“ |
Peer-Feedback-Bogen
| Prüffrage | Beobachtung | Konkreter Verbesserungsvorschlag |
|---|---|---|
| Erkenne ich sicher, ob es eine Fabel oder Sage sein soll? | ||
| Verstehe ich den Konflikt? | ||
| Ist der Wendepunkt vorbereitet? | ||
| Passt das Ende zur vorherigen Handlung? | ||
| Gibt es eine Stelle mit besonders starker Wirkung? | ||
| Gibt es eine Stelle, an der ich stolpere oder etwas nicht verstehe? |
Selbstkontrolle vor der Abgabe
| Kontrollfrage | Ja | Noch bearbeiten |
|---|---|---|
| Meine Gattung ist eindeutig erkennbar. | □ | □ |
| Meine Handlung hat einen klaren roten Faden. | □ | □ |
| Jede wichtige Figur hat eine Funktion. | □ | □ |
| Der Wendepunkt ergibt sich aus der Handlung. | □ | □ |
| Mein Schluss passt zu Konflikt und Aussage. | □ | □ |
| Ich habe mindestens eine Stelle laut vorgelesen. | □ | □ |
| Ich habe Peer-Feedback geprüft und bewusst ausgewählt. | □ | □ |
| Ich habe Rechtschreibung, Zeichensetzung und wörtliche Rede kontrolliert. | □ | □ |
| Bei einer Sage trenne ich belegte Informationen und Erfindung. | □ | □ |
| Falls ich KI genutzt habe, habe ich sie transparent dokumentiert. | □ | □ |
KI als transparentes Werkzeug
KI darf Dich beim Denken und Überarbeiten unterstützen, soll aber nicht unbemerkt Deinen eigenen Text ersetzen. Für diesen aiMOOC gilt deshalb: KI liefert Varianten oder Rückmeldung, Du triffst die Entscheidung.
Sinnvolle KI-Nutzung
| Zweck | Beispiel für eine erlaubte Anfrage | Deine Aufgabe danach |
|---|---|---|
| Ideenvarianten | „Nenne mir drei mögliche Konflikte zwischen zwei Tierfiguren. Schreibe noch keine fertige Fabel.“ | Wähle eine Idee aus, verändere sie und begründe Deine Wahl. |
| Formulierungsvarianten | „Gib mir drei unterschiedlich spannende Formulierungen für diesen einen Satz.“ | Vergleiche Wirkung und wähle nur eine passende Variante. |
| Kriterienfeedback | „Prüfe meinen Text anhand dieser Kriterien. Nenne nur Stellen, die noch unklar sind, und begründe.“ | Entscheide selbst, welche Hinweise stimmen und was Du änderst. |
| Gegenprobe | „Welche Moral könnte ein Leser aus meinem Text ableiten? Nenne zwei Möglichkeiten.“ | Prüfe, ob diese Wirkung zu Deiner Absicht passt. |
Was Du nicht tun sollst
Gib keine privaten Daten, Namen von Mitschülerinnen oder Mitschülern oder vertrauliche Schulinformationen in ein externes KI-System ein. Lass Dir nicht einfach einen vollständigen Endtext erzeugen und reiche ihn anschließend als eigenen Text ein. Kopiere auch keine KI-Formulierung ungeprüft. Eine KI kann falsche, unpassende oder klischeehafte Vorschläge machen.
KI-Protokoll
Wenn Du KI verwendet hast, füge zu Deiner Arbeit ein kurzes Protokoll hinzu:
| Schritt | Dokumentation |
|---|---|
| Meine Anfrage | |
| Wichtige KI-Vorschläge | |
| Das habe ich übernommen | |
| Das habe ich verworfen | |
| Meine Begründung | |
| So habe ich die Formulierung eigenständig verändert |
E-Niveau: Begründe mindestens eine bewusste Auswahl zwischen mehreren Varianten. Eine mögliche Formulierung lautet: „Ich habe Variante B gewählt, weil sie den Wendepunkt vorbereitet, ohne die Lösung schon vorwegzunehmen. Variante A war zwar kürzer, aber zu direkt.“
Gestaltungsentscheidungen begründen
Nach Deiner Endfassung schreibst Du eine kurze Autorenreflexion. Sie muss nicht lang sein, aber konkrete Textstellen nennen.
| Entscheidungsbereich | Leitfrage |
|---|---|
| Figur | Warum passt diese Figur zu ihrer Rolle im Konflikt? |
| Ort | Warum unterstützt dieser Ort die Wirkung meiner Sage? |
| Erzählperspektive | Warum erzähle ich aus dieser Perspektive? |
| Dialog | Welche Stelle zeigt besonders deutlich eine Eigenschaft oder einen Konflikt? |
| Wendepunkt | Warum habe ich genau dort eine Veränderung eingebaut? |
| Schluss | Welche Wirkung soll mein Ende haben? |
| Feedback | Welche Rückmeldung habe ich übernommen oder bewusst nicht übernommen? |
| KI | Welche Variante habe ich gewählt oder abgelehnt und warum? |
Medienwerkstatt
Illustration gestalten
Du kannst zu Deiner Fabel oder Sage eine eigene Illustration erstellen. Zeichne eine Schlüsselszene, die den Konflikt zeigt, ohne den gesamten Text zu erklären. Achte auf Blickrichtung, Größenverhältnisse, Vordergrund und Hintergrund.
Wenn Du digitale Bilder nutzt, verwende nur eigene Bilder, gemeinfreie Werke oder Medien mit einer passenden offenen Lizenz. Kopiere nicht einfach Bilder aus einer Suchmaschine.
Storyboard als Vorstufe
Nutze vier bis sechs Felder. In jedem Feld soll nur eine wichtige Veränderung der Handlung sichtbar werden. Schreibe unter jedes Bild höchstens einen Satz zur Funktion der Szene: Ausgangssituation, Konflikt, Zuspitzung, Wendepunkt oder Schluss.
Audiofassung erstellen
Nimm Deinen fertigen Text als kurze Hörfassung auf. Sprich Figurenstimmen nicht übertrieben, sondern so, dass Unterschiede verständlich werden. Setze Pausen an Stellen, an denen Spannung entstehen soll. Für eine Veröffentlichung dürfen nur eigene Aufnahmen oder rechtlich geklärte Geräusche und Musik verwendet werden.
Digitale Veröffentlichung
Wenn Deine Schule eine Lernplattform, ein Wiki oder ein Pad nutzt, kannst Du dort Plan, Endfassung, Illustration und Reflexion verbinden. Veröffentliche persönliche Daten nur nach schulischen Vorgaben. Bei Bildern und Audios müssen Quelle und Lizenz nachvollziehbar bleiben.
Medien- und Lizenzhinweise
Die hier eingebundenen Wikimedia-Commons-Medien wurden so ausgewählt, dass auf ihren Dateiseiten freie Lizenzen oder Gemeinfreiheit ausgewiesen sind. Prüfe vor einer Weiterverwendung außerhalb dieses MOOCs trotzdem immer die aktuelle Dateiseite und beachte die dort verlangte Namensnennung.
| Medium | Lizenzhinweis laut Commons-Dateiseite | Quelle |
|---|---|---|
| Fox and crow.jpg | Public Domain Mark | Wikimedia Commons |
| Francis Barlow – Fox and Crane | CC0 / gemeinfreie Freigabe | Wikimedia Commons |
| Rattenfängerhaus Hameln.jpg | CC0 1.0 | Wikimedia Commons |
| Siegfried kills Fafnir.jpg | Public Domain | Wikimedia Commons |
| Storybord template 002.PNG | Public Domain | Wikimedia Commons |
| Audio-input-microphone.svg | Public Domain | Wikimedia Commons |
| Peer Review.png | CC BY-SA 4.0 | Wikimedia Commons |
| LibreOffice 7.5 Writer Icon.svg | Freie Software-Lizenz laut Commons-Dateiseite | Wikimedia Commons |
| LibriVox - Gellert Das Gespenst.ogg | Public Domain | Wikimedia Commons |
| Aesop-Jones-141.ogg | Public-Domain-Aufnahme im LibriVox-Umfeld | Wikimedia Commons |
Die YouTube-Videos werden nur über die YouTube-Einbettung abgespielt und nicht als eigene Datei kopiert. Beachte zusätzlich die Datenschutz- und Medienvorgaben Deiner Schule.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist für eine gelungene eigene Fabel besonders wichtig? (Die Moral ergibt sich nachvollziehbar aus der Handlung) (!Die Moral wird unabhängig von der Handlung angehängt) (!Die Handlung enthält möglichst viele Nebenfiguren) (!Ort und Zeit werden auf mehreren Seiten beschrieben)
Welches Merkmal passt besonders gut zu einer Fabel? (Tierfiguren können menschliche Eigenschaften verkörpern) (!Jede Fabel muss an einem historisch belegten Ort spielen) (!Eine Fabel darf keine direkte Rede enthalten) (!Eine Fabel braucht immer einen Zauberer)
Welches Merkmal ist für eine selbst gestaltete Sage besonders wichtig? (Ein konkreter Orts Personen oder Ereignisbezug) (!Eine ausdrücklich formulierte Moral nach jedem Absatz) (!Ausschließlich sprechende Tiere) (!Eine vollständig wissenschaftliche Erklärung)
Wozu dient ein Storyboard vor dem Schreiben? (Es ordnet wichtige Szenen und Wendepunkte) (!Es ersetzt die gesamte Endfassung) (!Es prüft automatisch die Rechtschreibung) (!Es legt alle Formulierungen unveränderbar fest)
Was ist ein sinnvoller Wendepunkt in einer Fabel? (Eine Figur erlebt die Folge ihres eigenen Verhaltens) (!Eine neue Nebenhandlung beginnt ohne Zusammenhang) (!Der Text wechselt plötzlich das Thema) (!Die Moral wird vor der Handlung verraten)
Wann ist wörtliche Rede besonders gelungen? (Wenn sie Figuren zeigt oder die Handlung vorantreibt) (!Wenn jede Figur in jedem Absatz spricht) (!Wenn sie den Erzähler vollständig ersetzt) (!Wenn sie immer aus sehr langen Sätzen besteht)
Was ist gutes Peer Feedback? (Eine konkrete Rückmeldung mit Bezug auf ein Kriterium) (!Eine vollständige Neufassung durch die Partnerperson) (!Nur ein allgemeines Lob ohne Begründung) (!Eine Benotung ohne Textbezug)
Was solltest Du bei der Überarbeitung zuerst prüfen? (Ob Handlung Gattung und Schluss stimmig zusammenpassen) (!Ob jede Zeile genau gleich lang ist) (!Ob möglichst viele Fremdwörter vorkommen) (!Ob der Text besonders viele Figuren enthält)
Wie darf KI in diesem Schreibprozess sinnvoll genutzt werden? (Als transparentes Werkzeug für Varianten und Feedback) (!Als unsichtbarer Autor der gesamten Endfassung) (!Zum Erfinden angeblicher historischer Fakten) (!Zum ungeprüften Kopieren beliebiger Texte)
Was gehört auf E Niveau zu einer Gestaltungsentscheidung? (Die Wirkung einer Entscheidung nachvollziehbar begründen) (!Nur behaupten dass der Text gut ist) (!Alle Vorschläge aus dem Peer Feedback übernehmen) (!Auf Planung und Überarbeitung verzichten)
Memory
| Fabel | lehrhafte kurze Erzählung |
| Sage | ortsbezogene wunderbare Erzählung |
| Moral | verdichtete Lehre |
| Wendepunkt | entscheidende Veränderung |
| Peer-Feedback | Rückmeldung durch Lernpartner |
| Revision | gezielte Überarbeitung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| sprechende Tierfiguren | Fabel |
| Lehre oder Pointe | Fabel |
| konkreter Ortsbezug | Sage |
| unerklärliches Ereignis | Sage |
| sagenhafte Überlieferung | Sage |
...
Kreuzworträtsel
| Moral | Wie heißt die verdichtete Lehre einer Fabel? |
| Fabel | Welche kurze Erzählform nutzt häufig Tiere mit menschlichen Eigenschaften? |
| Sage | Welche Erzählform verbindet oft einen konkreten Ort mit etwas Wunderbarem? |
| Spannung | Was entsteht durch Konflikt Zuspitzung und Wendepunkt? |
| Feedback | Wie nennt man eine begründete Rückmeldung zum Text? |
| Storyboard | Wie heißt eine Planung mit aufeinanderfolgenden Bildfeldern? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Figurenkarte: Erfinde zwei Tierfiguren für eine Fabel. Notiere zu jeder Figur eine Stärke, eine Schwäche, ein Ziel und einen typischen Satz.
- Sagenort: Fotografiere oder zeichne einen interessanten Ort in Deiner Umgebung und sammle drei Fragen, aus denen eine Sage entstehen könnte. Behaupte dabei noch keine erfundenen historischen Fakten.
- Moral-Werkstatt: Formuliere zu einer selbst erfundenen Konfliktsituation drei unterschiedliche mögliche Lehren und vergleiche ihre Wirkung.
- Vorleseprobe: Lies einen Absatz Deines Entwurfs laut vor oder nimm ihn kurz auf. Markiere zwei Stellen, die Du danach sprachlich verbessern möchtest.
Standard
- Storyboard: Plane Deine Fabel oder Sage in fünf bis sechs Bildfeldern. Beschrifte jedes Feld mit der Funktion der Szene.
- Dialogwerkstatt: Schreibe eine Konfliktszene zuerst ohne direkte Rede und danach mit wörtlicher Rede. Begründe, welche Version stärker wirkt.
- Peer-Feedback: Tausche Deinen Entwurf mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner. Nutzt drei Kriterien aus dem Raster und dokumentiert mindestens eine übernommene und eine nicht übernommene Rückmeldung.
- Audiofassung: Produziere eine ein- bis dreiminütige Hörfassung eines Ausschnitts. Begründe Deine Entscheidungen zu Tempo, Pausen und Betonung.
Schwer
- Gattungsvariation: Schreibe denselben Erzählkern einmal als Mini-Fabel und einmal als Mini-Sage. Vergleiche anschließend, welche Merkmale sich verändern mussten.
- Lokale Sage recherchieren: Untersuche einen realen Ort und sammle belegte Informationen aus zuverlässigen Quellen. Schreibe anschließend eine deutlich als eigene Erfindung gekennzeichnete Sage, die Fakten und Fiktion sauber trennt.
- KI-Variantenvergleich: Lass Dir zu genau einem selbst geschriebenen Satz drei Formulierungsvarianten geben. Wähle eine aus oder verwerfe alle und begründe Deine Entscheidung anhand von Wirkung, Stil und Gattung.
- Autorenkommentar: Lege Erstfassung und Endfassung nebeneinander und erläutere mindestens vier Überarbeitungen. Zeige jeweils, welches Problem Du erkannt hast und welche Wirkung die Änderung haben soll.


Lernkontrolle
- Gattungstransfer: Du erhältst eine Handlungsidee mit einem streitenden Raben und einer alten Burgruine. Entscheide, ob daraus eher eine Fabel oder eine Sage werden soll. Begründe Deine Entscheidung mit mindestens drei gestalterischen Folgen.
- Überarbeitung begründen: Vergleiche zwei Versionen eines Schlusses. Entscheide, welche Version den Konflikt überzeugender abschließt, und begründe Deine Wahl mit Handlung, Wirkung und Gattungsmerkmalen.
- Peer-Feedback prüfen: Eine Lernpartnerin schlägt vor, einer kurzen Fabel drei neue Figuren und einen zweiten Schauplatz hinzuzufügen. Erkläre, ob Du den Vorschlag übernimmst und welche Folgen er für die Aussage hätte.
- Sagenkritik: In einem Schülertext wird eine erfundene Begebenheit als echte historische Tatsache dargestellt. Formuliere eine Überarbeitung, die den sagenhaften Charakter erhält und trotzdem zwischen Fakt und Erfindung unterscheidet.
- KI-Entscheidung: Eine KI liefert drei Varianten für einen Wendepunkt. Erkläre, nach welchen Kriterien Du auswählst und warum eine sprachlich besonders auffällige Variante trotzdem ungeeignet sein könnte.
- Wirkungsanalyse: Wähle eine Stelle aus Deinem eigenen Text und erkläre, wie Wortwahl, Satzbau, Figurengestaltung oder Ortsbeschreibung die gewünschte Wirkung unterstützen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind besonders wichtig:
- Schreibplanung: Ein nachvollziehbarer Plan mit Erzählkern, Figuren, Konflikt und vorgesehenem Schluss.
- Eigenständiger Text: Eine selbst verfasste Fabel oder Sage mit klar erkennbaren und stimmig eingesetzten Gattungsmerkmalen.
- Überarbeitung: Mindestens eine dokumentierte Überarbeitung zwischen Erst- und Endfassung.
- Peer-Feedback: Ein ausgefüllter Feedbackbogen oder eine vergleichbare Rückmeldung mit erkennbarer eigener Entscheidung.
- Selbstkontrolle: Eine abschließende Prüfung von Handlung, Sprache, Rechtschreibung und Zeichensetzung.
- Gestaltungsbegründung: Eine kurze Reflexion zu mindestens drei zentralen Entscheidungen und ihrer beabsichtigten Wirkung.
- Quellenbewusstsein: Bei einer Sage mit realem Ortsbezug eine klare Trennung von recherchierten Informationen und erfundenen Teilen.
- KI-Transparenz: Falls KI genutzt wurde, ein kurzes Protokoll mit Anfrage, Vorschlag, Auswahl und Begründung.
- Medienkompetenz: Bei Bildern oder Audio eine nachvollziehbare Quelle und eine passende Nutzungsgrundlage.
OERs zum Thema
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