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IM6 - Digitale Schülerfirma

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IM6 - Digitale Schülerfirma




IM6 - Digitale Schülerfirma


Einleitung

In diesem aiMOOC gründest Du mit Deiner Klasse eine fiktive digitale Schülerfirma. Ihr arbeitet wie ein kleines Unternehmen, aber in einem geschützten Schulprojekt: Ihr entwickelt eine Idee, gestaltet ein Logo, beschreibt ein Produkt, plant Kosten, schreibt eine professionelle E-Mail, entwerft Werbung, achtet auf Datenschutz und präsentiert am Ende Euer Ergebnis.

Eine Schülerfirma ist ein Lernprojekt, in dem Schülerinnen und Schüler typische Aufgaben eines Unternehmens übernehmen. Dabei geht es nicht nur um Geld. Du lernst vor allem, im Team zu planen, Entscheidungen zu begründen, digitale Werkzeuge sinnvoll einzusetzen und Informationen verständlich zu gestalten. Reale Schülerfirmen können Produkte oder Dienstleistungen anbieten; wie Verkauf, Geldflüsse und rechtliche Fragen geregelt werden, hängt von der jeweiligen Schule und dem gewählten Modell ab. In diesem aiMOOC bleibt das Unternehmen bewusst fiktiv. Ein echter Verkauf, die Veröffentlichung von Daten oder die Kontaktaufnahme mit Außenstehenden darf nur nach Absprache mit der Lehrkraft und nach den Regeln der Schule erfolgen.

Unser Beispielunternehmen heißt K6 KreativKiste. Sein fiktives Produkt ist das LernStarter-Set: eine kleine Papierverpackung mit Wochenplan-Karte, Bleistift, Lesezeichen und Stickern für den Schulalltag. Alle Materialien, Preise, E-Mail-Adressen und Entscheidungen in diesem Kurs sind Projektbeispiele.


Lernziele

Nach dem aiMOOC kannst Du eine einfache Geschäftsidee erklären, einen Firmennamen und ein passendes Logo entwickeln, Produktinformationen zielgruppengerecht schreiben und eine einfache Kostenübersicht erstellen. Du kannst außerdem eine sachliche E-Mail verfassen, Werbung auf Verständlichkeit und Fairness prüfen, personenbezogene Daten erkennen, datensparsame Entscheidungen treffen und eine kurze Unternehmenspräsentation vorbereiten.

Du verbindest dabei mehrere Lernbereiche: Medienbildung, Informatik, Wirtschaft, Mathematik, Deutsch, Kunst, Datenschutz, Werbung, Teamarbeit und Präsentation.


Das Projektunternehmen: K6 KreativKiste


Projektauftrag

Die Klasse erhält den Auftrag, ein fiktives Schulunternehmen zu entwickeln. Das Unternehmen soll ein einfaches Produkt für Schülerinnen und Schüler anbieten und dazu einen vollständigen digitalen Auftritt vorbereiten. Am Ende sollen alle Materialien zusammenpassen: Logo, Produktinformation, Kostenübersicht, E-Mail, Werbung, Datenschutzkonzept und Präsentation.

Bereich Leitfrage Ergebnis
Unternehmen Wer sind wir und welches Problem lösen wir? Firmenprofil
Gestaltung Woran erkennt man uns? Logo und Gestaltungsregeln
Produkt Was bieten wir an? Produktsteckbrief und Produktdarstellung
Finanzen Was kostet unser Produkt? Kostenübersicht
Kommunikation Wie schreiben wir höflich und klar? E-Mail
Marketing Wie machen wir auf das Produkt aufmerksam? Werbeplakat und Werbetext
Datenschutz Welche Daten brauchen wir wirklich? Datenschutzcheck
Präsentation Wie erklären wir unsere Idee überzeugend? Kurzpräsentation


Unternehmensprofil

Merkmal Beispiel der K6 KreativKiste Euer Eintrag
Firmenname K6 KreativKiste ____________________
Motto Ordnung. Ideen. Schule. ____________________
Zielgruppe Schülerinnen und Schüler der Schule ____________________
Problem Schulmaterial ist oft ungeordnet oder schnell vergessen. ____________________
Lösung Ein kleines LernStarter-Set bündelt nützliche Dinge für den Schulalltag. ____________________
Produkt LernStarter-Set ____________________
Werte verständlich, nützlich, sparsam, respektvoll ____________________
Digitale Materialien Logo, Produktblatt, Kostenplan, E-Mail, Werbung, Präsentation ____________________


Projektfahrplan

Station Aufgabe Digitales Ergebnis
Ideenwerkstatt Problem und Zielgruppe bestimmen Firmenprofil
Logo-Labor Zeichen, Schrift und Wirkung vergleichen Logoentwurf
Produktstudio Produkt erklären und darstellen Produktblatt
Finanzbüro Ausgaben und geplante Einnahmen berechnen Kostenübersicht
Kommunikationsbüro professionelle Nachricht formulieren E-Mail
Werbeagentur faire und verständliche Werbung entwerfen Plakat oder Post
Datenschutzcheck Daten prüfen und reduzieren Freigabeliste
Präsentationsstudio Ergebnisse ordnen und vorstellen Pitch oder Folien


Station 1: Von der Idee zur Schülerfirma

Eine gute Geschäftsidee beginnt nicht mit einem Logo, sondern mit einer Frage: Welches Problem wollen wir lösen? Für die K6 KreativKiste lautet das Problem: Manche Schülerinnen und Schüler möchten ihren Schulalltag besser organisieren und kleine Materialien griffbereit haben. Daraus entsteht die Idee eines LernStarter-Sets.

Wichtig ist die Zielgruppe. Eine Zielgruppe ist die Gruppe von Menschen, für die ein Produkt oder eine Information besonders gedacht ist. Für Klasse 6 sollte eine Produktbeschreibung kurz, verständlich und konkret sein.


Projektmaterial: Ideencheck

Prüffrage Beispiel Eigene Antwort
Welches Problem beobachten wir? Materialien fehlen oder liegen ungeordnet herum. ____________________
Für wen ist das wichtig? Schülerinnen und Schüler. ____________________
Welche einfache Lösung bieten wir? Ein LernStarter-Set. ____________________
Was ist daran nützlich? Mehrere kleine Hilfsmittel sind zusammen verpackt. ____________________
Was können wir im Unterricht wirklich darstellen? Produktblatt, Verpackungsidee, Kalkulation und Werbung. ____________________


Station 2: Logo und Wiedererkennung

Ein Logo ist ein Zeichen, eine Wortmarke oder eine Kombination daraus. Es hilft dabei, ein Unternehmen oder Projekt schnell wiederzuerkennen. Ein gutes Logo für ein Schulprojekt sollte auch klein noch lesbar sein, nicht zu viele Einzelheiten enthalten und zum Angebot passen.

Für die K6 KreativKiste werden zunächst mehrere Entwürfe verglichen. Ein Entwurf muss nicht sofort perfekt sein. Gute Gestaltung entsteht häufig durch Skizzieren, Testen, Rückmelden und Überarbeiten.


Projektmaterial: Drei Logo-Prototypen

Prototyp A Prototyp B Prototyp C
K6
KreativKiste
[ K6 ]
LernStarter
K6+
Ordnung. Ideen. Schule.
klare Firmenbezeichnung starker Produktbezug kurzer Firmenname mit Motto

Beurteile die Entwürfe nicht nur danach, welcher Dir spontan gefällt. Nutze Kriterien.


Projektmaterial: Logo-Entscheidungsmatrix

Trage je Kriterium 1 Punkt für „noch nicht passend“, 2 Punkte für „teilweise passend“ und 3 Punkte für „sehr passend“ ein.

Kriterium Logo A Logo B Logo C
gut lesbar ___ ___ ___
leicht wiederzuerkennen ___ ___ ___
passt zur Zielgruppe ___ ___ ___
passt zum Produkt ___ ___ ___
funktioniert auch klein ___ ___ ___
Gesamt ___ ___ ___

Entscheidungsregel: Die höchste Punktzahl ist ein Hinweis, aber das Team muss die Wahl zusätzlich begründen. So wird aus „Gefällt mir“ eine nachvollziehbare Gestaltungsentscheidung.


Station 3: Produktinformation und Produktbild

Ein Produktblatt beantwortet die wichtigsten Fragen: Was ist das Produkt? Für wen ist es gedacht? Was enthält es? Welchen Nutzen hat es? Was kostet es im Projekt? Welche Aussagen können wir wirklich belegen?

Das Bild zeigt verschiedene Schulmaterialien und dient hier als Ideenbild. Es ist kein Foto des fiktiven LernStarter-Sets. Genau diese Unterscheidung ist wichtig: Werbung darf ein Beispielbild nicht als echtes Produktfoto ausgeben.

Auch die Papiertragetasche ist ein Material- und Verpackungsbeispiel. Für ein eigenes Projekt müsste die tatsächliche Verpackung fotografiert oder gezeichnet und korrekt bezeichnet werden.


Projektmaterial: Produktsteckbrief

Merkmal Beispiel
Produktname LernStarter-Set
Zielgruppe Schülerinnen und Schüler
Inhalt Wochenplan-Karte, Bleistift, Lesezeichen, Sticker
Nutzen kleine Lernhilfen gebündelt an einem Ort
Verpackungsidee kleine Papiertüte
Projektpreis 2,00 Euro
Wichtiger Hinweis Das Produkt und der Preis sind fiktive Unterrichtsbeispiele.


Projektmaterial: Produktinformation zum Ausfüllen

Frage Euer Text
Wie heißt das Produkt? ______________________________________________
Was ist enthalten? ______________________________________________
Für wen ist es gedacht? ______________________________________________
Welches Problem löst es? ______________________________________________
Welche drei Vorteile könnt Ihr wirklich begründen? ______________________________________________
Welches Bild zeigt tatsächlich Euer Produkt? ______________________________________________
Welche Aussage dürft Ihr nicht einfach behaupten? ______________________________________________


Station 4: Kostenübersicht und Preisentscheidung

Ein Unternehmen muss wissen, welche Kosten entstehen. In Klasse 6 reicht dafür eine einfache Tabelle. Du addierst geplante Ausgaben und vergleichst sie mit möglichen Einnahmen.

Die folgende Rechnung ist eine fiktive Beispielkalkulation. Sie ist keine echte Buchführung und enthält bewusst keine steuerlichen oder rechtlichen Besonderheiten eines realen Unternehmens.


Projektmaterial: Beispiel-Kostenübersicht für 30 Sets

Position Kosten pro Set Menge Gesamtkosten
Wochenplan-Karte 0,35 Euro 30 10,50 Euro
Bleistift 0,25 Euro 30 7,50 Euro
Lesezeichen 0,10 Euro 30 3,00 Euro
Sticker und Druck 0,20 Euro 30 6,00 Euro
Papiertüte 0,15 Euro 30 4,50 Euro
Testdrucke und Hinweisschild einmalig 7,50 Euro
Gesamtkosten 39,00 Euro

Die durchschnittlichen geplanten Kosten betragen damit 39,00 Euro geteilt durch 30 Sets = 1,30 Euro pro Set. Bei einem fiktiven Verkaufspreis von 2,00 Euro und 30 verkauften Sets wären die geplanten Einnahmen 60,00 Euro. Der rechnerische Überschuss wäre 60,00 Euro minus 39,00 Euro = 21,00 Euro.


Projektmaterial: Was-wäre-wenn-Tabelle

Situation Was muss das Team neu prüfen? Mögliche Reaktion
Ein Material wird teurer. Gesamtkosten und Kosten pro Set Material wechseln, Inhalt anpassen oder Preis neu prüfen
Weniger Sets werden benötigt. Menge und einmalige Kosten kleinere Auflage planen
Die Zielgruppe findet 2,00 Euro zu teuer. Nutzen, Inhalt und Preis Produkt vereinfachen oder Preisentscheidung begründen
Ein Bestandteil fällt weg. Produktinformation und Kostenplan alle Materialien gleichzeitig aktualisieren

Wichtig: Wenn sich eine Zahl ändert, müssen oft mehrere Dokumente angepasst werden. Ein Preiswechsel betrifft zum Beispiel Kostenübersicht, Produktblatt, Werbung und Präsentation.


Station 5: Professionelle E-Mail

Eine gute E-Mail hat einen klaren Betreff, eine passende Anrede, einen verständlichen Nachrichtentext und einen höflichen Abschluss. Im Schulprojekt werden keine privaten Adressen veröffentlicht. Nutzt für Übungen erfundene oder schulisch freigegebene Angaben.


Kommunikationsbeispiel: Anfrage an die Schulbibliothek

Feld Beispiel
Von kommunikation@schule.example
An schulbibliothek@schule.example
Betreff Anfrage: Vorstellung des LernStarter-Sets am Projekttag
Anrede Guten Tag liebes Bibliotheksteam,
Nachricht wir sind die fiktive Schülerfirma K6 KreativKiste aus Klasse 6. Im Unterricht entwickeln wir ein LernStarter-Set und möchten unsere Projektidee am Projekttag vorstellen. Dürfen wir dafür einen kleinen Tisch im Bereich vor der Bibliothek einplanen? Wir benötigen keinen Strom und bringen alle Materialien selbst mit. Über eine kurze Rückmeldung würden wir uns freuen.
Abschluss Viele Grüße
Team Kommunikation
K6 KreativKiste

Die Adressen mit der Endung example sind hier bewusst Platzhalter. Eine echte E-Mail an eine Person oder Einrichtung wird nur mit Zustimmung und über einen von der Schule vorgesehenen Kommunikationsweg versendet.


Projektmaterial: E-Mail-Check

Prüffrage Ja Noch ändern
Sagt der Betreff klar, worum es geht?
Ist die Anrede passend?
Steht die wichtigste Frage deutlich im Text?
Ist die Nachricht kurz und höflich?
Enthält sie nur notwendige Informationen?
Wurden Rechtschreibung und Namen geprüft?
Ist klar, wer als Team schreibt?
Hat die Lehrkraft einen echten Versand freigegeben?


Station 6: Werbung, Zielgruppe und faire Aussagen

Werbung soll Aufmerksamkeit erzeugen und wichtige Informationen verständlich vermitteln. Sie darf dabei nicht mit falschen Versprechen arbeiten. Für ein Schulprojekt gilt deshalb: Nutzt überprüfbare Aussagen, trennt Fakten von Meinungen und verwendet nur Bilder, die Ihr verwenden dürft.


Kommunikationsbeispiel: Werbeplakat

K6 KREATIVKISTE
LernStarter-Set
Planen. Markieren. Loslegen.
Wochenplan-Karte + Bleistift + Lesezeichen + Sticker
Projektpreis: 2,00 Euro
Fiktives Unterrichtsprojekt der Klasse 6

Ein gutes Plakat beantwortet schnell: Wer bietet etwas an? Was ist das Produkt? Was ist sein Nutzen? Was kostet es im Projekt? Wo findet man weitere Informationen?


Projektmaterial: Werbeaussagen prüfen

Aussage Bewertung Begründung
„Enthält Wochenplan-Karte, Bleistift, Lesezeichen und Sticker.“ gut prüfbar Der Inhalt kann direkt kontrolliert werden.
„Das beste Set der ganzen Welt!“ ungeeignet Die Behauptung ist nicht sachlich belegbar.
„Projektpreis 2,00 Euro.“ gut prüfbar Der Preis steht in der Kosten- und Produktplanung.
„Macht Dich garantiert zum Klassenbesten.“ ungeeignet Ein Lernerfolg kann nicht garantiert werden.
„Ideenbild – nicht das tatsächliche Produkt.“ transparent Die Bildfunktion wird ehrlich erklärt.


Station 7: Datenschutz im Schülerfirmen-Projekt

Datenschutz bedeutet, personenbezogene Daten verantwortungsvoll zu behandeln. Personenbezogene Daten sind Informationen, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen können, zum Beispiel Name, Foto oder persönliche E-Mail-Adresse. Im Schulprojekt gilt als einfache Regel: So wenige personenbezogene Daten wie möglich, nur für einen klaren Zweck und nur über freigegebene Wege.

Die Datenschutz-Grundverordnung bildet in der Europäischen Union einen wichtigen rechtlichen Rahmen für den Umgang mit personenbezogenen Daten. Für ein Projekt in Klasse 6 musst Du nicht alle juristischen Einzelheiten kennen. Entscheidend ist, datensparsam zu denken und bei Unsicherheit die Lehrkraft zu fragen.


Projektmaterial: Datenschutz-Ampel

Situation Entscheidung im Projekt Warum?
Auf dem Produktblatt steht nur der Teamname „K6 KreativKiste“. geeignet Keine einzelnen Lernenden müssen öffentlich genannt werden.
Ein Plakat zeigt private Handynummern von Teammitgliedern. nicht geeignet Private Kontaktdaten sind für das Projekt nicht nötig.
Eine anonyme Umfrage fragt nur nach dem bevorzugten Logo. eher geeignet Für die Entscheidung wird kein Name benötigt.
Ein Gruppenfoto soll öffentlich hochgeladen werden. erst prüfen Veröffentlichung von Personenfotos braucht eine klare schulische Freigabe und gegebenenfalls eine passende Einwilligung.
Eine Präsentation nutzt nur selbst erstellte Produktgrafiken. geeignet Es werden keine unnötigen personenbezogenen Daten gezeigt.
Eine Liste enthält Namen und private E-Mail-Adressen aller Käufer. nicht geeignet Für das fiktive Klassenprojekt gibt es dafür keinen notwendigen Zweck.


Projektmaterial: Fünf Datenschutzfragen vor jeder Veröffentlichung

Frage Teamantwort
Welche personenbezogenen Daten sind enthalten? ____________________
Brauchen wir diese Daten wirklich? ____________________
Wer soll die Information sehen? ____________________
Haben wir die erforderliche schulische Freigabe? ____________________
Können wir dieselbe Aufgabe auch ohne persönliche Daten lösen? ____________________


Station 8: Präsentation und Pitch

Zum Abschluss stellt Ihr die digitale Schülerfirma vor. Ein kurzer Pitch ist eine kompakte Präsentation einer Idee. Für Klasse 6 reichen wenige Folien mit wenig Text, gut sichtbaren Bildern und klaren Aufgaben im Team.


Projektmaterial: Storyboard für sechs Folien

Folie Inhalt Material
Start Firmenname, Logo, Motto Logo
Problem Welche Schwierigkeit im Schulalltag möchten wir lösen? kurze Problemschilderung
Produkt Was enthält das LernStarter-Set und für wen ist es gedacht? Produktblatt und Bild
Finanzen Welche Kosten entstehen und wie wurde der Projektpreis berechnet? Kostenübersicht
Kommunikation und Verantwortung Wie werben wir, schreiben E-Mails und schützen Daten? Werbeplakat, E-Mail, Datenschutzcheck
Abschluss Was haben wir entschieden und was würden wir als Nächstes verbessern? Fazit


Projektmaterial: Präsentations-Check

Kriterium Erfüllt Noch üben
Jede Folie hat eine klare Aufgabe.
Schrift und Bilder sind aus der Entfernung erkennbar.
Zahlen aus der Kostenübersicht stimmen mit Werbung und Produktblatt überein.
Es werden keine unnötigen persönlichen Daten gezeigt.
Alle Teammitglieder kennen ihren Teil.
Die Gruppe kann eine Entscheidung begründen.
Die Präsentation endet mit einem klaren Fazit.


Rollen in der digitalen Schülerfirma

Ein Team funktioniert besser, wenn Aufgaben verteilt und Ergebnisse wieder zusammengeführt werden. Rollen können gewechselt werden, damit mehrere Lernende unterschiedliche Bereiche kennenlernen.

Rolle Hauptaufgabe Übergabe an
Ideen-Team Zielgruppe und Produktidee klären Produkt- und Design-Team
Design-Team Logo und Gestaltungsregeln entwickeln Werbe- und Präsentationsteam
Produkt-Team Produktblatt und Darstellung erstellen Finanz- und Werbeteam
Finanz-Team Kosten und geplante Einnahmen berechnen Produkt- und Präsentationsteam
Kommunikations-Team E-Mail und Werbetext formulieren Datenschutz-Team
Datenschutz-Team Daten, Bilder und Freigaben prüfen alle Teams
Präsentations-Team Ergebnisse ordnen und Vortrag koordinieren gesamte Klasse


Team-Meeting: Entscheidungen dokumentieren

Unternehmen müssen Entscheidungen nicht nur treffen, sondern auch nachvollziehbar festhalten. Dadurch weiß das Team später, warum etwas geändert wurde.


Projektmaterial: Entscheidungsprotokoll

Frage Beispiel Euer Eintrag
Was müssen wir entscheiden? Welches Logo verwenden wir? ____________________
Welche Möglichkeiten gibt es? A, B oder C ____________________
Welche Kriterien nutzen wir? Lesbarkeit, Wiedererkennung, Produktbezug ____________________
Welche Daten oder Rückmeldungen haben wir? Punkte aus der Entscheidungsmatrix ____________________
Wie lautet die Entscheidung? Logo C ____________________
Warum? höchste Bewertung und gutes Motto ____________________
Welche Dokumente müssen angepasst werden? Produktblatt, Werbung, Präsentation ____________________


Qualitätskontrolle: Passt alles zusammen?

Die stärkste digitale Schülerfirma hat nicht einfach viele einzelne Dateien. Die Materialien müssen konsistent sein. Konsistent bedeutet: Informationen widersprechen sich nicht.

Information Logo Produktblatt Kostenplan E-Mail Werbung Präsentation
Firmenname gleich geschrieben
Produktname identisch
Projektpreis identisch
Bild korrekt bezeichnet
keine unnötigen Personendaten


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Beschreibung passt am besten zu der Schülerfirma in diesem aiMOOC? (Ein fiktives Schulprojekt zum Lernen wirtschaftlicher und digitaler Abläufe) (!Ein echtes Unternehmen ohne schulische Regeln) (!Ein privater Online-Shop einzelner Schülerinnen und Schüler) (!Eine reine Mathematikaufgabe ohne Teamarbeit)




Welches Kriterium ist bei einem Logo besonders sinnvoll? (Es bleibt auch klein gut erkennbar) (!Es enthält möglichst viele Einzelheiten) (!Es wechselt auf jedem Dokument seine Form) (!Es zeigt private Kontaktdaten des Teams)




Welche Angabe gehört in einen guten Produktsteckbrief? (Der konkrete Nutzen des Produkts) (!Ein erfundener Gewinnversprechen) (!Die privaten Adressen des Teams) (!Eine unklare Aussage ohne Produktbezug)




Wie hoch sind die geplanten Einnahmen bei 30 Sets zu je 2 Euro? (60 Euro) (!21 Euro) (!39 Euro) (!30 Euro)




Welcher Betreff ist für die Beispiel-E-Mail am klarsten? (Anfrage: Vorstellung des LernStarter-Sets am Projekttag) (!Hallo) (!Wichtig) (!Bitte sofort lesen)




Was ist beim Datenschutz die beste Entscheidung für eine einfache Logo-Umfrage? (Die Abstimmung ohne Namen durchführen) (!Private E-Mail-Adressen aller Teilnehmenden veröffentlichen) (!Fotos aller Teilnehmenden automatisch speichern) (!Nach Wohnadressen fragen)




Welche Werbeaussage ist am besten überprüfbar? (Enthält Wochenplan-Karte, Bleistift, Lesezeichen und Sticker) (!Macht jeden garantiert erfolgreich) (!Ist ohne Zweifel das beste Produkt der Welt) (!Löst jedes Schulproblem sofort)




Zwei Teammitglieder bevorzugen unterschiedliche Logos. Was ist die sinnvollste Entscheidung? (Gemeinsame Kriterien festlegen und die Entwürfe danach vergleichen) (!Die lauteste Person entscheidet) (!Beide Logos ohne Absprache gleichzeitig verwenden) (!Die Entscheidung gar nicht dokumentieren)




Was sollte in einer Präsentation zur digitalen Schülerfirma gezeigt werden? (Wie Produkt, Kosten, Kommunikation und Datenschutz zusammenpassen) (!Nur möglichst viele Animationen) (!Private Nachrichten der Teammitglieder) (!Nur der Firmenname ohne Erklärung)




Die Materialkosten steigen deutlich. Was sollte das Team zuerst tun? (Kostenübersicht neu berechnen und betroffene Materialien prüfen) (!Den alten Preis heimlich stehen lassen) (!Die Änderung in der Präsentation verschweigen) (!Ohne Rechnung einen zufälligen neuen Preis wählen)





Memory

Logo Wiedererkennungszeichen
Produktinformation Steckbrief zum Angebot
Kostenübersicht Plan für Ausgaben
Betreffzeile Kurzinfo über E-Mail-Inhalt
Werbung Aufmerksamkeit für ein Angebot
Datenschutz Schutz personenbezogener Daten
Zielgruppe Menschen, die angesprochen werden
Präsentation Vorstellung der Ergebnisse





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Logo Gestaltung
Kostenübersicht Finanzen
E-Mail Kommunikation
Werbeplakat Marketing
Datenschutzcheck Verantwortung
Pitch Präsentation






Kreuzworträtsel

Logo Wie heißt das Zeichen, an dem man eine Firma wiedererkennen kann?
Budget Wie heißt ein geplanter finanzieller Rahmen?
Betreff Wie heißt die kurze Inhaltsangabe einer E-Mail?
Werbung Wie nennt man Kommunikation, die auf ein Angebot aufmerksam macht?
Datenschutz Wie heißt der Schutz personenbezogener Informationen?
Präsentation Wie heißt die geordnete Vorstellung von Ergebnissen vor anderen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Schülerfirma ist in diesem aiMOOC ein

. Ein gutes Logo unterstützt die

. Die Menschen, für die ein Angebot gedacht ist, nennt man

. Eine Kostenübersicht sammelt die geplanten

. Der kurze Inhalts-Hinweis einer E-Mail heißt

. Werbung sollte verständlich und

sein. Namen und Fotos können

Daten sein. Beim Datenschutz gilt im Projekt der Grundsatz der

. In einer Präsentation hilft eine klare

. Wenn sich der Preis ändert, müssen alle betroffenen Projektmaterialien

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Firmenname: Erfinde drei mögliche Namen für eine digitale Schülerfirma der Klasse 6 und begründe, welcher Name am besten zur Zielgruppe passt.
  2. Logo: Skizziere zwei unterschiedliche Logos für dasselbe Unternehmen und teste, welches auch in sehr kleiner Darstellung noch lesbar ist.
  3. Produktinformation: Erstelle einen Produktsteckbrief für ein einfaches fiktives Schulprodukt mit Name, Inhalt, Zielgruppe, Nutzen und Projektpreis.
  4. E-Mail: Formuliere eine höfliche E-Mail, in der Dein Team um Erlaubnis bittet, seine Projektidee in der Schule vorzustellen.


Standard

  1. Kostenübersicht: Erstelle für 20 oder 30 Produkte eine eigene Kostentabelle und berechne die Gesamtkosten sowie die durchschnittlichen Kosten pro Produkt.
  2. Werbung: Gestalte ein Werbeplakat, das nur Aussagen verwendet, die Dein Team tatsächlich belegen kann.
  3. Datenschutz: Untersuche Eure Produktinformation und Werbung auf personenbezogene Daten und ersetze unnötige Angaben durch datensparsame Lösungen.
  4. Entscheidungsmatrix: Entwickle vier Kriterien für Eure Logoauswahl, bewerte mindestens drei Entwürfe und dokumentiere die begründete Teamentscheidung.


Schwer

  1. Konsistenzprüfung: Prüfe Logo, Produktblatt, Kostenplan, E-Mail, Werbung und Präsentation auf Widersprüche und erstelle ein Änderungsprotokoll.
  2. Zielgruppenanalyse: Plane eine anonyme Mini-Umfrage mit höchstens drei Fragen, die ohne Namen auskommt und bei einer Produktentscheidung wirklich hilft.
  3. Unternehmenspräsentation: Entwickle einen dreiminütigen Pitch, in dem Problem, Produkt, Preisentscheidung, Werbung und Datenschutz logisch miteinander verbunden werden.
  4. Projektreflexion: Drehe ein kurzes Erklärvideo oder erstelle eine digitale Bildergeschichte darüber, welche Entscheidung im Projekt am schwierigsten war und wie das Team zu einer begründeten Lösung gekommen ist.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: Neues Produkt: Eure Firma ersetzt das LernStarter-Set durch eine wiederverwendbare Materialbox. Erkläre, welche Projektunterlagen geändert werden müssen und warum.
  2. Transfer: Kostenanstieg: Die Gesamtkosten steigen von 39 Euro auf 48 Euro. Entwickle zwei mögliche Reaktionen des Teams und vergleiche ihre Vor- und Nachteile für Zielgruppe und Produkt.
  3. Transfer: Bildnutzung: Ein Teammitglied möchte ein Klassenfoto für die Werbung verwenden. Entwickle eine datensparsame Alternative und begründe Deine Entscheidung.
  4. Transfer: Widerspruch: Auf dem Produktblatt steht 2,00 Euro, auf dem Werbeplakat 2,50 Euro. Beschreibe, welche Folgen dieser Fehler für Vertrauen, Kommunikation und Präsentation haben kann.
  5. Transfer: E-Mail: Eine Anfrage besteht nur aus „Hallo, dürfen wir da verkaufen?“. Überarbeite die Nachricht so, dass Empfänger, Anliegen, Kontext und höflicher Abschluss klar werden.
  6. Transfer: Teamkonflikt: Das Design-Team möchte ein auffälliges Logo, das Produkt-Team hält es für unlesbar. Entwickle ein Verfahren, mit dem die Gruppe zu einer fairen und nachvollziehbaren Entscheidung kommt.
  7. Transfer: Präsentation: Wähle drei Belege aus Euren Projektmaterialien aus, mit denen Ihr zeigen könnt, dass Eure Schülerfirma sorgfältig geplant wurde, und begründe die Auswahl.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur fertige Dateien abgibst, sondern Entscheidungen erklären kannst.

  1. Unternehmensprofil: Firmenname, Zielgruppe, Problem, Produktidee und Werte sind verständlich beschrieben.
  2. Logo: Mindestens zwei Entwürfe wurden verglichen und die Auswahl ist anhand von Kriterien begründet.
  3. Produktinformation: Inhalt, Nutzen, Zielgruppe, Bildfunktion und Projektpreis sind eindeutig dargestellt.
  4. Kostenübersicht: Mengen, Einzelkosten, Gesamtkosten und geplante Einnahmen sind nachvollziehbar berechnet.
  5. E-Mail: Betreff, Anrede, Anliegen und Abschluss sind vollständig und adressatengerecht.
  6. Werbung: Aussagen sind verständlich, überprüfbar und mit dem Produktblatt vereinbar.
  7. Datenschutz: Unnötige personenbezogene Daten wurden erkannt und vermieden.
  8. Präsentation: Die Materialien bilden einen roten Faden und widersprechen sich nicht.
  9. Teamreflexion: Mindestens eine wichtige Entscheidung und eine Verbesserung werden begründet.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zur Juniorenfirma erläutert Schüler- und Juniorenfirmen als pädagogisch genutzte Übungsunternehmen und bietet Hintergrundwissen zur Lernform.


Medien und Weiterarbeit

Die in diesem aiMOOC eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Prüfe bei einer eigenen Weiterverwendung immer die jeweilige Dateibeschreibungsseite und die dort genannte Lizenz. Für eigene Projektbilder gilt: Nutzt möglichst selbst erstellte Grafiken oder freigegebene Medien und dokumentiert die Quelle.

Medium Einsatz im Projekt
Students using a computer.jpg digitale Zusammenarbeit
Pencil icon.png Logo- und Gestaltungsphase
School Supplies.jpg Ideenbild für Schulmaterialien
Paper Wise paper bag (2019) 01.jpg Verpackungsbeispiel
Calculator icon.svg Kostenplanung
Mail symbol.svg E-Mail-Kommunikation
Icon werbung.svg Werbung
Privacy icon.svg Datenschutz
Präsentation.png Abschlusspräsentation


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