IM6 - Einen guten aiMOOC-Auftrag schreiben

IM6 - Einen guten aiMOOC-Auftrag schreiben
IM6 - Einen guten aiMOOC-Auftrag schreiben
Einleitung
Ein guter aiMOOC beginnt nicht erst beim Schreiben des Lernkurses. Er beginnt mit einem guten Auftrag. Dieser Auftrag sagt möglichst klar, was entstehen soll, für wen der Kurs gedacht ist, wie schwierig er sein darf, welche Inhalte vorkommen müssen, welche Medien sinnvoll sind, welche Aufgaben das Lernen fördern und wie Feedback und Prüfung gestaltet werden sollen.
In diesem aiMOOC lernst Du, aus einer einfachen Idee einen Auftrag zu entwickeln, der so genau ist, dass ein vergleichbarer Lernkurs auch bei einer erneuten Verwendung wieder in guter Qualität erstellt werden kann. Das nennt man hier reproduzierbar: Wichtige Entscheidungen stehen bereits im Auftrag und müssen nicht jedes Mal neu erraten werden.

Ein sehr kurzer Auftrag wie „Mach einen Kurs über Vulkane“ lässt viele Fragen offen. Für welche Klasse? Wie viel Vorwissen ist vorhanden? Soll es Bilder geben? Braucht der Kurs ein Quiz? Sollen Lernende nur Fakten wiedergeben oder auch selbst etwas untersuchen? Ein guter Auftrag beantwortet solche Fragen bereits.
Beim Formulieren solcher Aufträge hilft Prompt Engineering. Ein Prompt ist eine Eingabe oder Anweisung an ein KI-System. Ein guter Prompt muss nicht möglichst lang sein. Er sollte vor allem klar, passend und überprüfbar sein. Auch ein sehr guter Prompt garantiert allerdings keine fehlerfreie Antwort. Ergebnisse müssen deshalb geprüft und bei Bedarf verbessert werden.
Der Kurs richtet sich an Lernende der Klasse 6. Du trainierst besonders die acht Bereiche Thema, Zielgruppe, Niveau, Medien, Inhalte, Aufgaben, Feedback und Prüfung.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du einen ungenauen Auftrag erkennen, fehlende Angaben benennen, einen Auftrag mit wichtigen Promptbausteinen verbessern und eine einfache Idee in einen vollständigen aiMOOC-Auftrag verwandeln. Du kannst außerdem erklären, warum Zielgruppe, Niveau, Medien, Aufgaben, Feedback und Prüfung schon im Auftrag festgelegt werden sollten.
Was ist ein aiMOOC-Auftrag?
Ein aiMOOC-Auftrag ist eine genaue Beschreibung dafür, welcher digitale Lernkurs erstellt werden soll. Er verbindet das Thema mit didaktischen Anforderungen. Ein Auftrag kann zum Beispiel festlegen, welche Lernziele erreicht werden sollen, wie verständlich die Sprache sein muss, welche interaktiven Aufgaben vorkommen und woran am Ende erkannt wird, ob der Kurs gelungen ist.

Ein aiMOOC-Auftrag ist damit mehr als eine Suchfrage. Er ähnelt einem Bauplan. Je besser der Bauplan, desto weniger wichtige Entscheidungen bleiben dem Zufall überlassen.
Einfache Idee: „Ich möchte etwas über Vulkane lernen.“
Schwacher Auftrag: „Mach einen aiMOOC über Vulkane.“
Verbesserter Auftrag: „Erstelle einen aiMOOC über Vulkane für Klasse 6. Erkläre Aufbau, Entstehung und Ausbruchsarten in einfacher Sprache. Verwende passende freie Bilder und mindestens ein geeignetes Lernvideo. Baue verständliche Beispiele, ein Quiz, ein Memory, ein Drag-and-Drop, offene Aufgaben und eine Lernkontrolle ein. Die Aufgaben sollen vom Erkennen und Beschreiben bis zum Erklären und Übertragen reichen. Gib bei Übungsaufgaben hilfreiches Feedback und prüfe, ob Lernziele, Medien und Aufgaben zusammenpassen.“
Im verbesserten Auftrag ist viel klarer, was am Ende entstehen soll.
Der 8er-Auftragscheck
Für einen starken aiMOOC-Auftrag kannst Du acht Bereiche prüfen. Sie bilden in diesem Kurs den 8er-Auftragscheck.
| Baustein | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Thema | Worum geht es genau? | Vulkane und ihre Entstehung |
| Zielgruppe | Für wen ist der Kurs? | Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 |
| Niveau | Wie schwierig und sprachlich anspruchsvoll soll der Kurs sein? | kurze Erklärungen, bekannte Begriffe erklären, neue Fachwörter einführen |
| Medien | Welche Bilder, Videos oder anderen Medien helfen wirklich beim Lernen? | Querschnitt eines Vulkans, Ausbruchsvideo, Karte |
| Inhalte | Was muss unbedingt erklärt werden? | Magma, Lava, Krater, Vulkanarten, Gefahren |
| Aufgaben | Was sollen Lernende selbst tun? | zuordnen, erklären, vergleichen, gestalten, untersuchen |
| Feedback | Wie erfahren Lernende, was schon gut ist und was verbessert werden kann? | Hinweise, Musterkriterien, Selbstkontrolle |
| Prüfung | Wie wird geprüft, ob das Lernziel erreicht wurde? | Transferaufgabe statt nur Auswendiglernen |

Warum diese acht Bausteine zusammengehören
Die Bausteine beeinflussen sich gegenseitig. Ein Thema allein sagt noch nicht, welche Erklärung passend ist. Erst mit der Zielgruppe wird klar, welche Sprache sinnvoll ist. Das Niveau beeinflusst wiederum die Aufgaben. Medien sollten nicht nur schön aussehen, sondern einen Inhalt verständlicher machen. Feedback hilft beim Lernen, während eine Prüfung zeigen soll, ob Lernende das Gelernte auch anwenden können.
Ein Auftrag wird deshalb nicht dadurch gut, dass er möglichst viele Einzelwünsche sammelt. Er wird gut, wenn die Teile zusammenpassen.
Thema: aus einer großen Idee eine klare Lernfrage machen
„Weltraum“, „Tiere“ oder „Mathematik“ sind sehr große Themen. Für einen Lernkurs ist es oft besser, das Thema einzugrenzen.
| Sehr weit | Klarer | Noch genauer für einen Lernkurs |
|---|---|---|
| Weltraum | Sonnensystem | Planeten des Sonnensystems vergleichen |
| Tiere | Insekten | Körperbau und Lebensweise der Honigbiene |
| Mathematik | Brüche | gleichnamige Brüche addieren und erklären |
| Geschichte | Römer | Alltag von Kindern im Römischen Reich |
| Umwelt | Wasser | Wasserkreislauf und Wassersparen |
Ein klares Thema hilft dabei, geeignete Lernziele zu formulieren. Die Frage lautet nicht nur „Worum geht es?“, sondern auch „Was soll man danach damit können?“
Schwache und gute Themenaufträge
Schwach: „Mach etwas über Tiere.“
Besser: „Erstelle einen Lernkurs über Tiere.“
Gut: „Erstelle einen aiMOOC für Klasse 6 über die Anpassung von Wüstentieren an Hitze und Trockenheit. Die Lernenden sollen mindestens drei Anpassungen erklären und an einem neuen Tierbeispiel untersuchen.“
Der gute Auftrag nennt nicht nur ein Thema, sondern verbindet es mit einem Können.
Zielgruppe: Für wen wird gelernt?
Ein Lerntext für Klasse 6 sollte anders aufgebaut sein als ein Text für ein Studium. Zur Zielgruppe gehören nicht nur das Alter oder die Klassenstufe. Wichtig können auch Vorwissen, Fachsprache, Lernerfahrung oder besondere Unterstützungsbedarfe sein.

Schwach: „Erkläre Photosynthese.“
Gut: „Erkläre Photosynthese für Klasse 6. Gehe davon aus, dass die Lernenden schon wissen, dass Pflanzen Wasser, Licht und Luft benötigen. Führe neue Fachbegriffe einzeln ein und erkläre sie sofort mit einfachen Beispielen.“
Bei einer Klasse 6 ist es meist hilfreich, kurze Abschnitte, anschauliche Beispiele, klare Fachbegriffe und abwechslungsreiche Aufgaben zu verwenden.
Niveau: weder zu leicht noch zu schwer
Das Niveau beschreibt, wie anspruchsvoll Sprache, Inhalte und Aufgaben sind. Ein guter Auftrag kann zum Beispiel festlegen, dass neue Fachwörter erklärt werden, Sätze übersichtlich bleiben und Aufgaben langsam schwieriger werden.
Ein Lernkurs sollte nicht nur leichte Erinnerungsfragen enthalten. Lernende sollen zunehmend erklären, anwenden, vergleichen, beurteilen oder selbst gestalten.

Die Abbildung zeigt eine bekannte Möglichkeit, Denkaufgaben nach verschiedenen kognitiven Anforderungen zu ordnen. Für einen aiMOOC ist wichtig: Nicht jede Aufgabe muss schwer sein, aber der Kurs sollte mehr verlangen als bloßes Wiederholen.
Schwach: „Mach zehn Aufgaben.“
Gut: „Erstelle Aufgaben in drei Stufen: zuerst Begriffe erkennen und erklären, danach Wissen anwenden und vergleichen, zum Schluss eine eigene Lösung entwickeln und begründen.“
Medien: Bilder und Videos mit Lernfunktion
Medien sollen einen Lerninhalt erklären, zeigen oder vertiefen. Ein Bild ist besonders sinnvoll, wenn man damit etwas erkennen kann, das nur mit Text schwer vorstellbar wäre. Ein Video kann Abläufe zeigen, Stimmen hörbar machen oder ein Experiment sichtbar machen.

Schwach: „Füge viele Bilder ein.“
Besser: „Füge Bilder ein, die zum Thema passen.“
Gut: „Suche auf Wikimedia Commons nach frei nutzbaren Bildern, die zentrale Inhalte sichtbar machen. Setze jedes Bild an die Stelle, an der es beim Verständnis hilft. Ergänze passende YouTube-Lernvideos, aber keine rein dekorativen Medien.“
Bei freien Medien solltest Du trotzdem die jeweilige Dateiseite und Lizenz prüfen. Ein YouTube-Video ist nicht automatisch eine Open Educational Resource. Für einen guten Lernkurs zählt außerdem nicht die Anzahl der Medien allein, sondern ihre Lernfunktion.
Inhalte: Was muss wirklich hinein?
Ein Auftrag kann Pflichtinhalte nennen. Dadurch wird verhindert, dass ein Kurs wichtige Punkte übersieht oder sich mit Nebensachen beschäftigt.
Beispiel zum Thema Wasserkreislauf:
Schwach: „Erkläre den Wasserkreislauf.“
Gut: „Erkläre Verdunstung, Kondensation, Wolkenbildung, Niederschlag und Versickerung. Zeige, wie die Schritte zusammenhängen. Verwende ein Alltagsbeispiel und eine einfache Grafik. Unterscheide außerdem zwischen dem natürlichen Kreislauf und menschlicher Wassernutzung.“
Ein guter Inhaltsauftrag nennt zentrale Begriffe, Zusammenhänge und Grenzen des Themas.
Aufgaben: Lernen bedeutet selbst tätig werden
Ein aiMOOC sollte Lernende nicht nur lesen und Videos ansehen lassen. Gute Aufgaben fordern dazu auf, etwas zu ordnen, erklären, überprüfen, vergleichen, gestalten oder übertragen.
Schwach: „Mach Aufgaben.“
Gut: „Erstelle interaktive Aufgaben, mit denen zunächst Grundbegriffe gesichert werden. Ergänze danach offene Aufgaben, in denen Lernende ein eigenes Beispiel entwickeln, etwas beobachten oder eine Erklärung in eigenen Worten erstellen. Mindestens eine Aufgabe soll das Wissen auf eine neue Situation übertragen.“
Eine gute Aufgabe zeigt also, was Lernende tun sollen und welches Denken dabei wichtig ist.
Feedback: Verbesserung gehört zum Lernen
Feedback ist eine Rückmeldung zu einer Leistung oder einem Lernweg. Hilfreiches Feedback sagt nicht nur „richtig“ oder „falsch“. Es kann zeigen, was bereits gelungen ist, wo etwas fehlt und wie der nächste Verbesserungsschritt aussehen könnte.

Für einen aiMOOC-Auftrag kann Feedback so beschrieben werden:
Schwach: „Gib Feedback.“
Gut: „Gib bei offenen Übungen kurze Rückmeldekriterien. Nenne zuerst einen gelungenen Punkt, danach einen konkreten Verbesserungshinweis und zum Schluss eine Frage, mit der der Lernende selbst weiterdenken kann.“
Feedback und Überarbeitung bilden einen Kreislauf: Auftrag formulieren, Ergebnis prüfen, Schwäche entdecken, Auftrag verbessern und erneut testen.
Prüfung: Was soll am Ende wirklich gezeigt werden?
Eine Prüfung sollte zu den Lernzielen passen. Wenn das Lernziel lautet „Du kannst zwei Lösungen vergleichen und begründet auswählen“, reicht eine reine Begriffsabfrage nicht aus.
Schwach: „Mach am Ende einen Test.“
Gut: „Erstelle am Ende eine Lernkontrolle mit mindestens einer Transferaufgabe. Prüfe nicht nur Begriffe, sondern lasse die Lernenden erklären, vergleichen und eine Entscheidung begründen. Verwende klare Bewertungskriterien.“
Eine gute Prüfung fragt also nicht nur: „Weißt Du es?“, sondern auch: „Kannst Du damit etwas anfangen?“
Von der Idee zum reproduzierbaren Auftrag
Ein reproduzierbarer Auftrag ist so vollständig, dass eine andere Person ihn verwenden kann, ohne wichtige Bedingungen erraten zu müssen.
Ausgangsidee: „Ich will einen Kurs über den Wald.“
Schritt 1: Thema klären
„Der Kurs soll erklären, wie ein Laubwald aufgebaut ist und wie Pflanzen und Tiere dort zusammenleben.“
Schritt 2: Zielgruppe festlegen
„Der Kurs ist für Klasse 6.“
Schritt 3: Niveau bestimmen
„Die Sprache soll verständlich sein. Neue Fachbegriffe werden erklärt. Die Aufgaben werden langsam schwieriger.“
Schritt 4: Medien planen
„Verwende freie Bilder von Waldschichten, typischen Pflanzen und Tieren sowie ein passendes Lernvideo.“
Schritt 5: Pflichtinhalte bestimmen
„Behandle Stockwerke des Waldes, typische Arten, Nahrungsketten und Bedeutung des Waldes.“
Schritt 6: Aufgaben festlegen
„Nutze Quiz, Memory, Zuordnung, Lückentext und offene Beobachtungs- oder Gestaltungsaufgaben.“
Schritt 7: Feedback festlegen
„Gib Kriterien für gute Erklärungen und Hinweise zur Verbesserung.“
Schritt 8: Prüfung festlegen
„Lass die Lernenden an einem neuen Waldbeispiel erklären, wie Arten voneinander abhängig sind.“
Der fertige Auftrag
Erstelle einen ausführlichen aiMOOC über den Aufbau und das Zusammenleben im Laubwald für Schülerinnen und Schüler der Klasse 6. Niveau: Verwende verständliche Sprache, erkläre neue Fachbegriffe sofort und steigere den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben langsam. Inhalte: Behandle die Stockwerke des Waldes, typische Pflanzen und Tiere, einfache Nahrungsketten, Abhängigkeiten zwischen Lebewesen und die Bedeutung des Waldes für Mensch und Umwelt. Medien: Nutze passende frei lizenzierte Bilder von Wikimedia Commons und geeignete Lernvideos. Medien sollen Inhalte erklären und nicht nur dekorieren. Aufgaben: Baue interaktive Aufgaben zur Sicherung der Grundbegriffe ein. Ergänze offene Aufgaben zum Beobachten, Erklären, Vergleichen und Gestalten. Mindestens eine Aufgabe soll Wissen auf ein neues Beispiel übertragen. Feedback: Formuliere Kriterien, mit denen Lernende ihre Antworten selbst prüfen können. Gib konkrete Hinweise, wie eine noch unvollständige Erklärung verbessert werden kann. Prüfung: Schließe mit einer Lernkontrolle ab, in der Lernende Zusammenhänge erklären und Wissen auf eine neue Waldsituation übertragen. Prüfe am Ende, ob Thema, Zielgruppe, Niveau, Medien, Inhalte, Aufgaben, Feedback und Prüfung zueinander passen.
Dieser Auftrag ist deutlich wiederverwendbarer als die ursprüngliche Idee „Mach einen Kurs über den Wald“.
Viele schwache und gute Aufträge im Vergleich
| Schwacher Auftrag | Guter Auftrag | Was wurde verbessert? |
|---|---|---|
| Mach einen Kurs über Vulkane. | Erstelle einen aiMOOC über Entstehung und Aufbau von Vulkanen für Klasse 6. Nutze einfache Erklärungen, ein beschriftetes Bild, interaktive Aufgaben und eine Transferfrage zu einem unbekannten Vulkan. | Thema, Zielgruppe, Niveau, Medien, Aufgaben, Prüfung |
| Erklär Brüche. | Erstelle für Klasse 6 einen Lernkurs zum Addieren gleichnamiger Brüche. Beginne mit einer anschaulichen Erklärung, nutze zwei Alltagsbeispiele und lasse die Lernenden danach selbst drei Aufgaben lösen und ihren Rechenweg erklären. | Thema eingegrenzt, Beispiele, Handlung, Lernziel |
| Mach was zu den Römern. | Erstelle einen aiMOOC über den Alltag von Kindern im Römischen Reich für Klasse 6. Vergleiche Schule, Familie und Freizeit mit heute und lasse die Lernenden Unterschiede begründen. | Perspektive, Vergleich, Transfer |
| Füge Bilder ein. | Nutze freie Bilder, die einen Inhalt erklären. Beschreibe jeweils, was Lernende daran erkennen sollen. | Medienfunktion |
| Mach ein Quiz. | Erstelle zehn verständliche Multiple-Choice-Fragen, die zentrale Inhalte prüfen. Vermeide Trickfragen und nutze eindeutige Antwortmöglichkeiten. | Umfang, Qualität, Prüfbarkeit |
| Mach schwere Aufgaben. | Steigere die Aufgaben vom Wiedergeben über Anwenden bis zum Begründen einer eigenen Lösung. | Niveaustufen |
| Gib Feedback. | Gib bei offenen Aufgaben ein Kriterium für eine gute Lösung und einen konkreten Verbesserungshinweis. | Feedbackqualität |
| Schreib einfach. | Schreibe für Klasse 6 in kurzen Abschnitten, erkläre neue Fachbegriffe beim ersten Auftreten und nutze anschauliche Beispiele. | Zielgruppe und Sprache |
| Prüfe das Wissen. | Prüfe Grundbegriffe und mindestens einen Zusammenhang. Ergänze eine Aufgabe, in der das Wissen auf ein neues Beispiel übertragen wird. | Prüfung und Transfer |
| Mach einen schönen Kurs. | Gliedere den Kurs übersichtlich, setze Medien nur mit Lernfunktion ein und prüfe am Ende, ob jede Aufgabe zu einem Lernziel passt. | überprüfbare Qualitätskriterien |
| Nutze KI. | Verwende KI zur Erstellung von Entwürfen, prüfe Sachinformationen kritisch und kennzeichne Stellen, an denen Quellen oder Medien kontrolliert werden müssen. | Verantwortung und Qualitätsprüfung |
| Mach es spannend. | Beginne mit einer lebensnahen Frage, nutze ein überraschendes Beispiel und lasse die Lernenden anschließend selbst eine Vermutung prüfen. | konkrete Motivation statt unklarer Wunsch |
Promptbausteine zum Kombinieren
Du kannst einen Auftrag wie aus Bausteinen zusammensetzen. Nicht jeder Auftrag braucht jeden Satz exakt so. Die Bausteine helfen Dir aber, nichts Wichtiges zu vergessen.
| Bereich | Promptbaustein |
|---|---|
| Thema | „Erstelle einen aiMOOC zum Thema …“ |
| Ziel | „Nach dem Kurs sollen die Lernenden … erklären, anwenden oder beurteilen können.“ |
| Zielgruppe | „Der Kurs richtet sich an …“ |
| Niveau | „Verwende eine Sprache auf dem Niveau … und erkläre neue Fachbegriffe …“ |
| Medien | „Nutze passende freie Bilder und geeignete Lernvideos, wenn sie einen Inhalt sichtbar machen.“ |
| Inhalte | „Behandle mindestens die folgenden Aspekte: …“ |
| Aufgaben | „Erstelle Aufgaben zum Erkennen, Anwenden, Erklären und Übertragen.“ |
| Feedback | „Gib Kriterien und konkrete Verbesserungshinweise.“ |
| Prüfung | „Prüfe am Ende nicht nur Faktenwissen, sondern auch Zusammenhänge und Transfer.“ |
| Qualitätskontrolle | „Prüfe vor der Ausgabe, ob alle Anforderungen erfüllt sind und nichts erfunden wurde.“ |
Ein kurzer Universalbaustein
Erstelle einen aiMOOC zum Thema [THEMA] für [ZIELGRUPPE]. Lernziel: Die Lernenden sollen [KÖNNEN]. Niveau: [SPRACHE, VORWISSEN, SCHWIERIGKEIT]. Inhalte: [PFICHTINHALTE]. Medien: [ART DER MEDIEN UND LERNFUNKTION]. Aufgaben: [INTERAKTIVE UND OFFENE AUFGABEN]. Feedback: [FORM DER RÜCKMELDUNG]. Prüfung: [WAS AM ENDE ANGEWENDET ODER ÜBERTRAGEN WERDEN SOLL]. Prüfe anschließend alle acht Bereiche des Auftrags auf Vollständigkeit und Passung.
Interaktive Prompt-Werkstatt
In der Prompt-Werkstatt verbesserst Du einen Auftrag nicht in einem einzigen großen Sprung. Du gehst in kleinen Schritten vor.
Startauftrag: „Mach einen Kurs über Plastik.“
| Runde | Verbesserungsfrage | Mögliche Ergänzung |
|---|---|---|
| 1 | Welches genaue Thema? | Plastikmüll im Alltag und Möglichkeiten zur Vermeidung |
| 2 | Für wen? | Klasse 6 |
| 3 | Was sollen Lernende können? | Ursachen erklären und eigene Lösungen entwickeln |
| 4 | Welche Medien helfen? | Fotos typischer Plastikprodukte und ein kurzes Erklärvideo |
| 5 | Welche Inhalte sind Pflicht? | Herstellung, Nutzung, Müll, Recycling, Vermeidung |
| 6 | Was sollen Lernende tun? | sortieren, vergleichen, beobachten, Verbesserungsidee entwerfen |
| 7 | Wie erhalten sie Feedback? | Kriterien für eine umsetzbare Idee |
| 8 | Wie wird geprüft? | Alltagssituation analysieren und begründete Lösung vorschlagen |
Verbesserter Auftrag: „Erstelle einen aiMOOC über Plastikmüll im Alltag für Klasse 6. Erkläre Herstellung, Nutzung, Entsorgung, Recycling und Vermeidung in verständlicher Sprache. Nutze Medien, an denen Lernende konkrete Plastikprodukte und Müllwege erkennen können. Baue Aufgaben zum Sortieren, Vergleichen und Beobachten ein. Lass die Lernenden eine eigene Idee zur Plastikvermeidung entwickeln und anhand von Kriterien verbessern. Die Lernkontrolle soll eine neue Alltagssituation enthalten, für die eine begründete Lösung vorgeschlagen wird.“
Die Qualitätsampel
Du kannst einen Auftrag mit einer einfachen Ampelidee prüfen.
| Farbe | Bedeutung | Frage |
|---|---|---|
| Rot | fehlt oder ist sehr unklar | Weiß man überhaupt, was verlangt wird? |
| Gelb | vorhanden, aber noch ungenau | Könnten zwei Personen den Auftrag sehr unterschiedlich verstehen? |
| Grün | klar und überprüfbar | Kann man am Ergebnis erkennen, ob die Anforderung erfüllt wurde? |
Beispiel: „Mach den Kurs spannend“ ist eher gelb, weil „spannend“ unterschiedlich verstanden werden kann. „Beginne mit einer Alltagsfrage und baue ein Rätsel ein, das nach dem Lerntext gelöst werden kann“ ist eher grün, weil die Anforderung überprüfbar ist.
Prompt-Reparatur in drei Fragen
Wenn ein Ergebnis nicht gut genug ist, musst Du nicht sofort von vorn beginnen. Prüfe:
- Was fehlt?: Fehlt ein Inhalt, eine Aufgabe, ein Medium oder eine klare Zielgruppe?
- Was ist zu ungenau?: Gibt es Wörter wie „gut“, „schön“, „spannend“ oder „ausführlich“, die genauer beschrieben werden können?
- Was soll konkret geändert werden?: Formuliere einen kurzen Folgeauftrag wie „Kürze die Einleitung auf zwei Absätze und ergänze danach ein Beispiel aus dem Alltag einer sechsten Klasse.“
Feedback an die KI sinnvoll formulieren
Auch ein guter erster Prompt kann verbessert werden. Hilfreiches Feedback an ein KI-System beschreibt die beobachtete Schwäche und die gewünschte Änderung.
Schwach: „Das ist schlecht. Mach besser.“
Besser: „Die Erklärung ist noch zu schwierig für Klasse 6. Erkläre die drei Fachbegriffe einfacher und gib zu jedem ein Alltagsbeispiel.“
Schwach: „Mehr Aufgaben.“
Besser: „Ergänze zwei Aufgaben, bei denen Lernende nicht nur Begriffe nennen, sondern ihr Wissen auf neue Beispiele anwenden müssen.“
Schwach: „Andere Medien.“
Besser: „Ersetze dekorative Bilder durch Medien, an denen ein Lerninhalt sichtbar untersucht werden kann.“
So wird Feedback selbst wieder zu einem guten Prompt.
Prüfung des eigenen Auftrags
Bevor Du einen aiMOOC-Auftrag verwendest, kannst Du ihn mit acht Kontrollfragen prüfen.
| Prüffrage | Ja | Noch verbessern |
|---|---|---|
| Ist das Thema klar eingegrenzt? | □ | □ |
| Ist die Zielgruppe genannt? | □ | □ |
| Ist das Niveau beschrieben? | □ | □ |
| Haben Medien eine Lernfunktion? | □ | □ |
| Sind Pflichtinhalte festgelegt? | □ | □ |
| Müssen Lernende selbst aktiv werden? | □ | □ |
| Ist hilfreiches Feedback vorgesehen? | □ | □ |
| Prüft die Lernkontrolle auch Zusammenhänge oder Transfer? | □ | □ |

Ein vollständiger Beispielauftrag
Das folgende Beispiel zeigt, wie aus einer kleinen Idee ein sehr genauer Auftrag wird.
Idee: „Märchen.“
Erstelle einen ausführlichen aiMOOC zum Thema „Merkmale von Märchen“ für Schülerinnen und Schüler der Klasse 6. Ziel: Die Lernenden sollen typische Märchenmerkmale erkennen, an Beispielen erklären und in einem selbst geschriebenen kurzen Märchentext anwenden können. Niveau: Verwende verständliche Sprache für Klasse 6. Erkläre Fachbegriffe wie Erzählanfang, Figurenrolle und magische Elemente mit kurzen Beispielen. Medien: Nutze passende frei lizenzierte Bilder aus Wikimedia Commons, wenn daran Märchenmotive oder historische Buchillustrationen untersucht werden können. Ergänze höchstens solche Videos, die das Verständnis der Märchenmerkmale wirklich unterstützen. Inhalte: Behandle typische Anfänge und Enden, unbestimmte Orte und Zeiten, wiederkehrende Zahlen, Gegensätze wie gut und böse, magische Figuren oder Gegenstände sowie typische Prüfungen und Aufgaben der Hauptfigur. Aufgaben: Erstelle interaktive Aufgaben zum Erkennen und Zuordnen der Merkmale. Ergänze offene Aufgaben zum Vergleichen zweier Märchen und zum Schreiben eines eigenen kurzen Märchenabschnitts. Feedback: Gib für den selbst geschriebenen Abschnitt eine Checkliste mit mindestens vier Kriterien. Formuliere Verbesserungshinweise, ohne den Text vollständig neu zu schreiben. Prüfung: Gib am Ende einen unbekannten kurzen Märchenausschnitt vor. Die Lernenden sollen drei Merkmale finden, mit Textstellen begründen und eine passende Fortsetzung entwerfen. Qualitätsprüfung: Kontrolliere vor der Ausgabe, ob alle genannten Inhalte vorkommen, die Sprache zur Klasse 6 passt und die Prüfung tatsächlich die Lernziele überprüft.
Medien zur Vertiefung
Das englischsprachige Video von Google Cloud Tech zeigt, dass sich Prompts durch zusätzliche Anleitung und Beispiele gezielter machen lassen. Für Klasse 6 genügt die Grundidee: Sag klar, was Du brauchst, und verbessere den Auftrag nach dem ersten Ergebnis.
Das Video zeigt einen schulischen Anwendungsfall, bei dem Aufgaben so gestaltet werden, dass der eigene Denkweg sichtbar bleibt. Für gute aiMOOC-Aufträge ist das besonders wichtig: Eine Aufgabe sollte nicht nur ein fertiges Ergebnis verlangen, sondern auch Denken, Begründen oder Übertragen fördern.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher Auftrag ist für einen aiMOOC am klarsten? (Erstelle einen aiMOOC über Vulkane für Klasse 6 mit einfachen Erklärungen, passenden Medien und Transferaufgaben) (!Mach etwas Spannendes über Vulkane) (!Schreib möglichst viel über Vulkane) (!Mach irgendeinen Kurs über Natur)
Welcher Baustein sagt, für wen ein Lernkurs gedacht ist? (Zielgruppe) (!Medien) (!Prüfung) (!Feedback)
Was beschreibt das Niveau eines aiMOOC-Auftrags besonders? (Sprache, Vorwissen und Schwierigkeitsgrad) (!Nur die Anzahl der Bilder) (!Nur die Länge des Titels) (!Nur die Zahl der Videos)
Wann ist ein Bild in einem aiMOOC besonders sinnvoll? (Wenn es einen Lerninhalt erklärt oder sichtbar macht) (!Wenn jede Seite dadurch voller aussieht) (!Wenn es möglichst bunt ist) (!Wenn es keinen Bezug zum Thema hat)
Welche Aufgabe fordert Transfer? (Wende das Gelernte auf ein neues Beispiel an und begründe Deine Lösung) (!Schreibe einen Begriff dreimal ab) (!Nenne die Überschrift des Kapitels) (!Zähle die Bilder auf der Seite)
Was macht hilfreiches Feedback aus? (Es nennt einen konkreten gelungenen Punkt und einen Verbesserungsschritt) (!Es besteht nur aus dem Wort falsch) (!Es verändert das Thema ohne Erklärung) (!Es gibt immer sofort die komplette Lösung vor)
Warum sollte eine Prüfung zu den Lernzielen passen? (Damit wirklich geprüft wird, was im Kurs gelernt werden sollte) (!Damit jede Prüfung gleich aussieht) (!Damit keine offenen Aufgaben vorkommen) (!Damit nur Fachbegriffe abgefragt werden)
Was bedeutet reproduzierbar bei einem guten Auftrag? (Wichtige Anforderungen sind so klar beschrieben, dass der Auftrag erneut sinnvoll verwendet werden kann) (!Der Auftrag muss auswendig gelernt werden) (!Jeder Kurs muss wortgleich sein) (!Der Auftrag darf nur einen Satz haben)
Welche Formulierung ist überprüfbarer als Mach den Kurs spannend? (Beginne mit einer Alltagsfrage und ergänze ein Rätsel zum Lerninhalt) (!Mach alles besser) (!Sei besonders kreativ) (!Überrasche mich irgendwie)
Was ist nach einer unpassenden KI-Antwort meist ein sinnvoller nächster Schritt? (Die Schwäche benennen und den Auftrag gezielt verbessern) (!Das Ergebnis ungeprüft übernehmen) (!Alle Anforderungen löschen) (!Nur noch ein einzelnes Stichwort eingeben)
Memory
| Thema | Worum geht es genau? |
| Zielgruppe | Für wen wird der Kurs erstellt? |
| Niveau | Wie schwierig und sprachlich anspruchsvoll ist der Kurs? |
| Medien | Was macht einen Inhalt sichtbar oder hörbar? |
| Inhalte | Was muss fachlich vorkommen? |
| Aufgaben | Was tun die Lernenden selbst? |
| Feedback | Wie wird eine Verbesserung unterstützt? |
| Prüfung | Wie wird das erreichte Können überprüft? |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Zielgruppe | Klasse 6 |
| Niveau | einfache Sprache mit erklärten Fachbegriffen |
| Medien | beschriftete Grafik mit Lernfunktion |
| Feedback | konkreter Verbesserungshinweis |
| Prüfung | Transfer auf ein neues Beispiel |
Kreuzworträtsel
| Zielgruppe | Wie nennt man die Gruppe, für die ein Lernkurs erstellt wird? |
| Feedback | Wie heißt eine Rückmeldung, die beim Verbessern hilft? |
| Medien | Wie nennt man Bilder, Videos und Audio zusammenfassend? |
| Niveau | Welcher Begriff beschreibt die passende Schwierigkeit eines Kurses? |
| Transfer | Wie heißt das Anwenden von Wissen auf eine neue Situation? |
| Prompt | Wie nennt man eine Eingabe oder Anweisung an ein KI-System? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Prompt-Detektiv: Vergleiche die Aufträge „Mach einen Kurs über Bienen“ und „Erstelle einen aiMOOC über die Honigbiene für Klasse 6 mit einfacher Sprache, Bildern zum Körperbau und Aufgaben zum Erklären der Bestäubung“. Markiere mindestens vier Unterschiede.
- Zielgruppenwechsel: Formuliere denselben Auftrag einmal für Klasse 3 und einmal für Klasse 6. Erkläre, welche Wörter oder Anforderungen Du verändert hast.
- Mediencheck: Wähle ein Schulthema und nenne drei mögliche Medien. Schreibe zu jedem Medium einen Satz, was Lernende daran erkennen oder verstehen sollen.
- Auftragsampel: Erfinde drei Anforderungen für einen Lernkurs und ordne sie Rot, Gelb oder Grün zu. Verbessere anschließend mindestens eine gelbe Anforderung.
Standard
- Prompt-Reparatur: Verbessere den Auftrag „Mach einen guten Kurs über Wasser“ so, dass alle acht Bereiche des Auftragschecks vorkommen.
- Aufgabenleiter: Entwickle zu einem Thema drei Aufgaben: eine zum Erkennen, eine zum Anwenden und eine zum Übertragen. Begründe die Reihenfolge.
- Feedback-Werkstatt: Schreibe zu einer unvollständigen Schülerantwort ein hilfreiches Feedback mit einem gelungenen Punkt, einem Verbesserungshinweis und einer weiterführenden Frage.
- Kursbauplan: Erstelle für ein selbst gewähltes Unterrichtsthema einen einseitigen aiMOOC-Bauplan mit Zielgruppe, Niveau, Pflichtinhalten, Medien, Aufgaben und Prüfung.
Schwer
- Reproduzierbarer Auftrag: Beginne mit einer Idee aus nur drei Wörtern und entwickle daraus Schritt für Schritt einen vollständigen aiMOOC-Auftrag. Dokumentiere jede Verbesserung.
- Prompt-Test: Verwende denselben Ausgangsauftrag zweimal: einmal sehr kurz und einmal mit dem 8er-Auftragscheck. Vergleiche die Ergebnisse anhand selbst gewählter Kriterien.
- Qualitätsprüfung: Untersuche einen vorhandenen Lernauftrag. Prüfe, ob Lernziele, Inhalte, Aufgaben und Prüfung wirklich zusammenpassen, und formuliere eine überarbeitete Version.
- Eigenes Prompt-Training: Entwickle eine Mini-Lernstation, in der Mitschülerinnen und Mitschüler einen schwachen Auftrag in mindestens drei Überarbeitungsrunden verbessern und sich gegenseitig Feedback geben.


Lernkontrolle
- Transferauftrag: Aus der Idee „Plastik im Meer“ soll ein aiMOOC für Klasse 6 entstehen. Formuliere einen vollständigen Auftrag und begründe anschließend, warum jeder der acht Bausteine wichtig ist.
- Fehleranalyse: Ein Lernkurs enthält sehr schwierige Fachsprache, obwohl er für Klasse 6 gedacht ist, und seine Prüfung fragt nur Begriffe ab. Erkläre mindestens zwei Planungsfehler und schlage passende Verbesserungen vor.
- Medienentscheidung: Für einen Kurs über den Wasserkreislauf stehen ein dekoratives Landschaftsfoto, eine beschriftete Kreislaufgrafik und ein Musikvideo ohne Fachbezug zur Auswahl. Entscheide, welche Medien Du einsetzen würdest, und begründe Deine Wahl.
- Aufgabenvergleich: Vergleiche die Aufgaben „Nenne drei Waldtiere“ und „Erkläre an einem neuen Beispiel, wie zwei Waldarten voneinander abhängig sein können“. Beschreibe, welche unterschiedlichen Denkfähigkeiten verlangt werden.
- Feedbacktransfer: Eine KI erstellt einen fachlich richtigen, aber viel zu langen Lerntext für Klasse 6. Formuliere einen gezielten Folgeprompt, der das Problem behebt, ohne den ganzen Auftrag neu zu schreiben.
- Prüfungsdesign: Wähle ein eigenes Schulthema und entwickle eine Abschlussaufgabe, die nicht allein durch Auswendiglernen lösbar ist. Erkläre, welches Lernziel damit überprüft wird.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur die acht Begriffe kennst, sondern sie beim Planen anwenden kannst.
- Du kannst aus einer vagen Idee ein klares Thema entwickeln.
- Du kannst eine Zielgruppe und ein passendes Niveau festlegen.
- Du kannst Medien nach ihrer Lernfunktion auswählen.
- Du kannst Pflichtinhalte von unwichtigen Zusatzinformationen unterscheiden.
- Du kannst abwechslungsreiche Aufgaben mit steigender Anforderung planen.
- Du kannst hilfreiches Feedback formulieren.
- Du kannst eine Prüfung so gestalten, dass sie zu den Lernzielen passt.
- Du kannst einen schwachen Prompt untersuchen und gezielt verbessern.
- Du kannst begründen, warum Dein Auftrag reproduzierbar und überprüfbar ist.
- Du kannst KI-Ergebnisse kritisch prüfen und notwendige Überarbeitungen anfordern.
OERs zum Thema
Ein passender Hintergrundartikel ist der Wikipedia-Beitrag zu Prompt-Engineering:
Weitere sinnvolle Lernbereiche sind Künstliche Intelligenz, Medienkompetenz, Informationskompetenz, Open Educational Resources, Urheberrecht, Lernziel, Feedback und Prüfung.
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