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IM6 - Prompts systematisch planen

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IM6 - Prompts systematisch planen




IM6 - Prompts systematisch planen


Einleitung

Ein Prompt ist eine Eingabe oder Arbeitsanweisung, mit der Du einer generativen KI mitteilst, was sie tun soll. Ein Prompt kann sehr kurz sein, zum Beispiel „Erkläre Vulkane“. Er kann aber auch systematisch geplant sein und genaue Angaben zu Ziel, Kontext, Rolle, Aufgabe, Kriterien und Ausgabeform enthalten. Genau darum geht es in diesem aiMOOC.

Du lernst hier nicht, möglichst lange Prompts zu schreiben. Du lernst, passende Informationen gezielt auszuwählen. Ein guter Prompt soll der KI helfen, Deine Absicht zu verstehen. Trotzdem bleibt wichtig: Eine KI kann ungenaue, unvollständige oder erfundene Aussagen erzeugen. Gute Prompts verbessern die Steuerung, aber sie machen eine Antwort nicht automatisch wahr. Deshalb gehören Quellenkritik, Medienkompetenz und eigenes Prüfen immer dazu.

Dieser aiMOOC ist für die Klasse 6 gedacht. Du arbeitest mit fünf typischen Situationen:

  1. Lernhilfe: Dir etwas erklären lassen, ohne einfach nur eine Lösung zu übernehmen.
  2. Recherchevorbereitung: Fragen, Suchbegriffe und einen Rechercheplan entwickeln.
  3. Textfeedback: Rückmeldung zu einem eigenen Text bekommen und selbst überarbeiten.
  4. Bildgenerierung: Eine Bildidee präzise beschreiben und Ergebnisse vergleichen.
  5. Projektplanung: Ein Schulprojekt in sinnvolle Schritte, Rollen und Ergebnisse zerlegen.

Das Bild zeigt beispielhaft eine Oberfläche eines KI-Chatbots. Entscheidend ist nicht, welches Programm Du nutzt, sondern wie klar Du Deine Aufgabe formulierst und wie sorgfältig Du die Antwort prüfst.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du einen Prompt mit einem 6-Felder-Promptplan vorbereiten. Du kannst schwache und starke Prompts vergleichen, fehlende Informationen erkennen, Prompts schrittweise verbessern und erklären, warum eine Änderung nützlich ist. Außerdem kannst Du KI-Antworten kritisch prüfen und weißt, dass persönliche Daten, ungeprüfte Fakten und fremde Inhalte besondere Sorgfalt verlangen.


Was bedeutet systematisches Prompten?

Beim Prompt-Engineering werden Eingaben für generative KI so gestaltet und überarbeitet, dass die gewünschte Aufgabe möglichst klar beschrieben ist. Für die Schule reicht dafür ein einfacher Grundgedanke:

Nicht raten, was die KI „hören will“, sondern die eigene Aufgabe sauber planen.

Ein systematischer Prompt beantwortet möglichst deutlich sechs Fragen:

Baustein Leitfrage Beispiel aus Klasse 6
Ziel Was möchte ich am Ende können, wissen oder herstellen? Ich möchte Brüche mit gleichem Nenner selbst addieren können.
Kontext Welche Hintergrundinformationen braucht die KI? Ich bin in Klasse 6 und kenne Zähler und Nenner bereits.
Rolle Aus welcher hilfreichen Perspektive soll die KI arbeiten? Arbeite wie eine geduldige Lernbegleitung.
Aufgabe Was soll die KI konkret tun? Erkläre die Addition gleichnamiger Brüche in drei Schritten.
Kriterien Welche Regeln soll die Antwort erfüllen? Einfache Sprache, ein Beispiel, keine Lösung der Übungsaufgabe vorwegnehmen.
Ausgabeform Wie soll das Ergebnis dargestellt werden? Überschrift, drei nummerierte Schritte, Beispiel und Mini-Aufgabe.


Der 6-Felder-Promptplan

Du kannst den folgenden Bauplan für viele Aufgaben verwenden:

Feld Deine Planung
Ziel Ich möchte ...
Kontext Wichtig ist ...
Rolle Arbeite wie ...
Aufgabe Erstelle, erkläre, vergleiche, prüfe oder plane ...
Kriterien Beachte ...
Ausgabeform Gib das Ergebnis als ... aus.

Ein solcher Bauplan ist kein Zauberspruch. Nicht jede Aufgabe braucht alle sechs Felder gleich ausführlich. Für eine kurze Worterklärung kann ein kurzer Prompt reichen. Bei einer komplexeren Schulaufgabe hilft die systematische Planung aber oft, Missverständnisse zu vermeiden.


Was die sechs Bausteine leisten

Ziel beschreibt Deinen Zweck. „Schreib etwas über Wasser“ ist unklar. „Ich möchte den Wasserkreislauf so verstehen, dass ich ihn danach mit eigenen Worten erklären kann“ nennt dagegen ein Lernziel.

Kontext liefert nur die Informationen, die wirklich gebraucht werden. Dazu können Klassenstufe, Vorwissen, Thema, Material oder Zeitrahmen gehören. Zu viel unnötiger Kontext kann eine Aufgabe ebenso unübersichtlich machen wie zu wenig Kontext.

Rolle kann Stil und Blickwinkel steuern. „Arbeite wie eine geduldige Lernbegleitung“ ist für eine Lernhilfe sinnvoll. Eine Rollenangabe macht die KI jedoch nicht zu einer echten Lehrkraft, Ärztin oder Fachperson und ersetzt keine fachliche Prüfung.

Aufgabe verwendet am besten klare Tätigkeitswörter, zum Beispiel „erkläre“, „vergleiche“, „sortiere“, „gib Feedback“, „entwickle Fragen“ oder „erstelle einen Plan“.

Kriterien beschreiben die Qualität der Antwort. Typische Kriterien sind Länge, Verständlichkeit, Anzahl der Beispiele, erlaubte Fachbegriffe, Grenzen der Aufgabe oder die Regel, Unsicherheiten deutlich zu kennzeichnen.

Ausgabeform bestimmt die Darstellung. Das kann ein kurzer Absatz, eine Tabelle, eine Checkliste, eine Schrittfolge, ein Fragenkatalog oder ein Bildprompt sein.

Die Abbildung zeigt vereinfacht, dass generative KI-Systeme neben einem Sprachmodell auch mit weiteren Daten oder Werkzeugen verbunden sein können. Für Dich bedeutet das: Die Antwort hängt nicht nur von einem einzelnen Satz ab. Auch Kontext, verwendetes System und verfügbare Informationen spielen eine Rolle.


Von „irgendwie fragen“ zu geplantem Prompten

Vergleiche diese beiden Prompts:

Ungeplanter Prompt Geplanter Prompt
Erklär mir Fotosynthese. Ziel: Ich möchte Fotosynthese anschließend in vier eigenen Sätzen erklären können. Kontext: Klasse 6, ich kenne die Begriffe Pflanze, Licht und Sauerstoff. Rolle: Arbeite wie eine geduldige Lernbegleitung. Aufgabe: Erkläre Fotosynthese Schritt für Schritt. Kriterien: Nutze einfache Sprache, erkläre neue Fachwörter sofort und verwende genau ein Alltagsbild als Vergleich. Stelle am Ende eine Kontrollfrage, aber verrate die Antwort noch nicht. Ausgabeform: Kurze Überschrift, vier Schritte, Merksatz, Kontrollfrage.

Der zweite Prompt ist nicht automatisch „besser“, weil er länger ist. Er ist besser geplant: Das Lernziel, das Vorwissen, die Aufgabe und die gewünschte Form sind erkennbar.


Beispielhafte Vergleichsausgaben

Die folgenden Antworten sind erfundene Vergleichsbeispiele. Echte KI-Systeme können anders reagieren. Die Beispiele zeigen, welche Unterschiede ein präziser Prompt anstoßen kann.

Prompt Beispielhafte Ausgabe Beobachtung
„Erklär mir Fotosynthese.“ „Fotosynthese ist ein biochemischer Prozess, bei dem Pflanzen Lichtenergie nutzen, um aus Kohlenstoffdioxid und Wasser energiereiche Stoffe aufzubauen ...“ Fachlich kann die Antwort richtig sein, aber sie ist möglicherweise zu abstrakt und nicht auf Dein Vorwissen zugeschnitten.
Geplanter Prompt mit Ziel, Kontext, Rolle, Aufgabe, Kriterien und Ausgabeform Fotosynthese in vier Schritten: 1. Die Pflanze nimmt Wasser auf. 2. Blätter nehmen Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf. 3. Licht liefert Energie. 4. Die Pflanze bildet daraus Zucker und gibt Sauerstoff ab. Merksatz: Licht hilft Pflanzen, aus Wasser und Kohlenstoffdioxid Zucker aufzubauen. Kontrollfrage: Welche drei Dinge braucht die Pflanze für diesen Vorgang?“ Die Struktur passt stärker zum angegebenen Lernziel. Trotzdem musst Du die Fachinformationen prüfen.


Prompten ist ein Kreislauf

Ein guter Arbeitsprozess endet nicht nach dem ersten Prompt. Du kannst wie bei einer Textüberarbeitung vorgehen:

  1. Planen: Formuliere Ziel und wichtige Bedingungen.
  2. Prompten: Gib der KI einen klaren Arbeitsauftrag.
  3. Prüfen: Vergleiche die Antwort mit Deinem Ziel.
  4. Überarbeiten: Ändere gezielt einen oder mehrere Bausteine.
  5. Nachprüfen: Kontrolliere Fakten, Quellen, Sprache und eigene Lernleistung.

Die Idee eines Rückkopplungskreises passt gut zum Prompten: Eine Ausgabe wird geprüft und führt zu einer verbesserten nächsten Eingabe.

Das Video richtet sich besonders an den schulischen Einsatz von Prompts. Achte beim Anschauen darauf, welche Angaben Rollen, Kontext, Kriterien und Ausgabeformen konkretisieren.


Prompt-Werkstatt 1: Lernhilfe

Eine KI kann beim Lernen helfen, wenn sie nicht einfach nur die Endlösung liefert. Dein Prompt kann verlangen, dass die KI erklärt, Rückfragen stellt, Hinweise gibt oder Dich selbst weiterdenken lässt.


Vergleich: schwacher und geplanter Lernhilfe-Prompt

Schwacher Prompt:

„Mach Aufgabe 4 für mich.“

Geplanter Prompt:

Ziel: Ich möchte die Aufgabe selbst lösen. Kontext: Klasse 6, Mathematik, Thema Brüche. Ich weiß, was Zähler und Nenner sind, bin aber beim Addieren unsicher. Rolle: Sei eine geduldige Lernbegleitung. Aufgabe: Führe mich mit Hinweisen durch die Aufgabe 2/7 + 3/7. Kriterien: Gib nicht sofort das Endergebnis. Stelle immer nur eine Frage oder einen Hinweis auf einmal. Wenn ich einen Fehler mache, erkläre nur den nächsten sinnvollen Schritt. Ausgabeform: Kurzer Dialog mit jeweils einer Frage.“


Vergleichsausgabe Lernhilfe

Variante Beispielhafte KI-Ausgabe Lernwirkung
„Mach Aufgabe 4 für mich.“ „2/7 + 3/7 = 5/7.“ Das Ergebnis ist sofort da. Du musst kaum selbst denken.
Geplanter Lernhilfe-Prompt „Beide Brüche haben denselben Nenner. Welche Zahl bleibt deshalb unten stehen? Antworte zuerst nur darauf.“ Du wirst zu einem eigenen Zwischenschritt aufgefordert.


Interaktive Überarbeitung: Lernhilfe

Arbeite in drei Runden mit demselben mathematischen Thema.

Runde Deine Änderung Beobachtungsauftrag
Runde A Nutze nur: „Erkläre mir Brüche.“ Was ist zu allgemein?
Runde B Ergänze Ziel und Kontext. Wird die Erklärung passender für Klasse 6?
Runde C Ergänze Kriterien: keine fertige Lösung, nur ein Hinweis pro Schritt. Musst Du nun mehr selbst nachdenken?

Schreibe nach jeder Runde in einem Satz auf, welche Promptänderung die Antwort verändert hat.


Prompt-Werkstatt 2: Recherchevorbereitung

KI kann eine Recherche vorbereiten, indem sie Dir hilft, ein Thema einzugrenzen, Fragen zu sammeln und Suchbegriffe zu entwickeln. Die KI-Antwort selbst ist aber noch keine überprüfte Quelle.

Die Abbildung erinnert daran, dass Forschung und Recherche aus mehreren Schritten bestehen. Fragen, Prüfen und Überarbeiten gehören zum Prozess.


Beispiel: Thema Vulkane

Schwacher Prompt:

„Erzähl mir alles über Vulkane.“

Geplanter Prompt:

Ziel: Ich möchte eine 5-minütige Präsentation über Vulkane vorbereiten. Kontext: Klasse 6, Geographie. Die Präsentation soll erklären, wie ein Vulkan entsteht und welche Folgen ein Ausbruch haben kann. Rolle: Arbeite wie eine Recherchehilfe, nicht wie eine fertige Quelle. Aufgabe: Entwickle fünf Recherchefragen und passende Suchbegriffe. Kriterien: Trenne Grundlagenfragen von Vertiefungsfragen. Erfinde keine Quellenangaben. Weise bei jeder Frage darauf hin, welche Art von Quelle geeignet wäre, zum Beispiel Schulbuch, Museum, Universität oder Behörde. Ausgabeform: Tabelle mit den Spalten Recherchefrage, Suchbegriffe, geeignete Quellenart.“


Beispielhafte Vergleichsausgabe Recherche

Ungeplanter Auftrag Geplanter Auftrag
Eine lange Zusammenfassung über Vulkane, die Du leicht ungeprüft übernehmen könntest. Eine Arbeitsstruktur, zum Beispiel: „Wie entsteht Magma?“ – Suchbegriffe: „Magma Entstehung Vulkan“ – geeignete Quellenart: geowissenschaftliche Bildungseinrichtung.

Wichtig: Wenn eine KI konkrete Bücher, Webseiten, Studien oder Zitate nennt, prüfe, ob diese Quellen tatsächlich existieren und ob sie Deine Aussage wirklich stützen.


Interaktive Überarbeitung: Recherche

Ausgangsprompt: „Ich brauche Infos über Plastik im Meer.“

Verbessere ihn nacheinander:

  1. Ergänze ein Ziel, zum Beispiel eine Präsentation oder ein Plakat.
  2. Ergänze Kontext, zum Beispiel Klassenstufe und Fach.
  3. Formuliere eine konkrete Aufgabe: Recherchefragen statt fertiger Vortrag.
  4. Ergänze Kriterien: keine erfundenen Quellen, Suchbegriffe nennen, Quellenarten empfehlen.
  5. Bestimme eine Ausgabeform: Tabelle oder Fragenliste.

Teste nach jeder Änderung, ob die Antwort Dir besser beim eigenen Recherchieren hilft.


Prompt-Werkstatt 3: Textfeedback

Bei Textfeedback sollte die KI Deinen Text nicht einfach ersetzen. Ein sinnvoller Prompt nennt Kriterien und fordert Hinweise, damit Du selbst überarbeiten kannst.


Beispieltext

„Der Wald ist wichtig weil dort viele Tiere leben. Bäume machen auch Sauerstoff und der Wald ist gut für das Klima. Menschen nutzen Holz und gehen dort spazieren.“


Schwacher Textfeedback-Prompt

„Mach meinen Text besser.“

Mögliche Folge: Die KI schreibt einen komplett neuen Text. Dann erkennst Du schwer, was Du selbst verbessern solltest.


Geplanter Textfeedback-Prompt

Ziel: Ich möchte meinen eigenen Sachtext verbessern. Kontext: Klasse 6, Deutsch. Der Text soll sachlich und verständlich sein. Rolle: Arbeite wie eine freundliche Schreibberatung. Aufgabe: Gib Feedback zu meinem Text, ohne ihn vollständig neu zu schreiben. Kriterien: Prüfe Satzbau, Begründungen und Wiederholungen. Nenne zuerst zwei Stärken. Gib danach höchstens drei konkrete Verbesserungshinweise. Zeige bei einem Satz beispielhaft, wie ich ihn selbst genauer formulieren könnte. Ausgabeform: Tabelle mit Stärke, Verbesserungsidee und Beispiel.“


Vergleichsausgabe Textfeedback

Zu allgemeiner Prompt Geplanter Prompt
„Der Wald ist ein bedeutendes Ökosystem, das zahlreichen Tierarten Lebensraum bietet ...“ Stärke: Du nennst mehrere Funktionen des Waldes. Verbesserungsidee: Begründe genauer, wie der Wald zum Klima beiträgt. Beispiel: Statt ‚Der Wald ist gut für das Klima‘ könntest Du genauer erklären, dass Bäume Kohlenstoffdioxid aufnehmen.“

Die zweite Variante unterstützt eher Deine eigene Überarbeitung.

Auch bei Textfeedback ist Überarbeiten ein Prozess: Entwurf, Rückmeldung, Änderung und erneute Prüfung können mehrfach aufeinander folgen.


Interaktive Überarbeitung: Textfeedback

Verändere beim Testen immer nur einen Baustein und beobachte die Wirkung:

Test Änderung Prüffrage
A Keine Kriterien nennen. Ist das Feedback zu allgemein?
B Drei Kriterien nennen. Wird das Feedback gezielter?
C Zusätzlich „Schreibe meinen Text nicht komplett neu“ festlegen. Bleibt Deine Eigenleistung stärker erhalten?
D Ausgabeform Tabelle verlangen. Kannst Du die Hinweise leichter abarbeiten?


Prompt-Werkstatt 4: Bildgenerierung

Bei einer Text-zu-Bild-KI beschreibt der Prompt das gewünschte Bild. Präzise Angaben können Motiv, Umgebung, Bildaufbau, Stil, Licht, Stimmung und wichtige Grenzen betreffen.


Vergleich: Bildprompt

Sehr allgemein:

„Mach ein Bild von einem Wald.“

Systematisch geplant:

Ziel: Ein Titelbild für ein Schulplakat zum Lebensraum Wald. Kontext: Klasse 6, Biologie; das Bild soll freundlich und übersichtlich wirken. Rolle: Gestalte wie eine sachliche Naturillustration für ein Schulbuch. Aufgabe: Zeige einen mitteleuropäischen Mischwald im Frühling mit Buche, Eiche, Farnen, einem Specht und einem Eichhörnchen. Kriterien: Keine Schrift im Bild, keine Fantasietiere, Tiere nicht übergroß darstellen, natürliche Proportionen, ruhige Stimmung. Ausgabeform: Querformat, klare Vorder-, Mittel- und Hintergrundebene, weiches Morgenlicht.“

Ein detaillierter Bildprompt kann das Ergebnis gezielter steuern. Trotzdem können Bildmodelle Details falsch darstellen. Prüfe deshalb zum Beispiel Tierarten, Körperformen, Pflanzen und sichtbare Schriftzeichen.

Das englischsprachige Video erklärt vertiefend, wie KI-Bildgeneratoren grundsätzlich arbeiten. Für Klasse 6 genügt als Kerngedanke: Ein Bildmodell erzeugt ein neues Bild aus gelernten Mustern und Deiner Beschreibung; es „weiß“ nicht automatisch, ob jedes Detail fachlich stimmt.


Interaktive Überarbeitung: Bildprompt

Starte mit „Ein Roboter in einer Schule“ und verbessere den Prompt in fünf Runden:

  1. Runde 1: Bestimme das Ziel des Bildes.
  2. Runde 2: Ergänze den Kontext, zum Beispiel „Titelbild für ein Referat in Klasse 6“.
  3. Runde 3: Beschreibe die Aufgabe genauer: Ort, Handlung und wichtige Gegenstände.
  4. Runde 4: Ergänze Kriterien: keine Schrift, keine Markenlogos, keine echten Personen.
  5. Runde 5: Bestimme die Ausgabeform: Hoch- oder Querformat, Bildaufbau und gewünschte Darstellungsart.

Vergleiche die Bilder. Notiere nicht nur, welches Dir besser gefällt, sondern welcher Promptbaustein welchen sichtbaren Unterschied bewirkt hat.


Prompt-Werkstatt 5: Projektplanung

Bei einem Projekt kann eine KI helfen, Aufgaben zu sortieren. Sie kennt aber Eure tatsächliche Klasse, Termine, Materialien oder Absprachen nur, wenn Du diese Informationen passend angibst.


Beispiel: Plakatprojekt

Schwacher Prompt:

„Plane unser Plakatprojekt.“

Geplanter Prompt:

Ziel: Unsere Vierergruppe soll in zwei Unterrichtsstunden ein Plakat zum Thema erneuerbare Energien vorbereiten. Kontext: Klasse 6, vier Personen, zwei Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten. Wir haben Papier, Stifte, Schulbuch und einen Computer für Recherche. Rolle: Arbeite wie eine übersichtliche Projektkoordination. Aufgabe: Zerlege das Projekt in Arbeitsschritte und schlage eine faire Aufgabenverteilung vor. Kriterien: Jede Person soll einen sichtbaren Beitrag leisten. Plane fünf Minuten für Quellenprüfung und zehn Minuten für die Schlusskontrolle ein. Keine Person darf gleichzeitig zwei Hauptaufgaben bekommen. Ausgabeform: Tabelle mit Zeitpunkt, Aufgabe, verantwortlicher Rolle und Ergebnis.“


Beispielhafte Vergleichsausgabe Projektplanung

Allgemeiner Prompt Geplanter Prompt
„1. Thema wählen. 2. Informationen sammeln. 3. Plakat gestalten. 4. Präsentieren.“ „0–10 Min: Leitfrage und Unterthemen festlegen – ganze Gruppe – Ergebnis: Mini-Gliederung. 10–30 Min: zwei Personen recherchieren, eine Person sammelt Bildideen, eine Person entwirft das Layout ...“

Der genaue Zeitplan ist nur ein Vorschlag. Ihr müsst prüfen, ob er zu Eurer echten Situation passt.


Interaktive Überarbeitung: Projektplanung

Nimm denselben Projektprompt und ändere nacheinander:

  1. Die Gruppengröße von vier auf drei Personen.
  2. Die verfügbare Zeit von zwei Stunden auf eine Stunde.
  3. Das Produkt vom Plakat zu einer dreiminütigen Präsentation.
  4. Ein Kriterium: Jede Person muss sprechen.
  5. Die Ausgabeform von einer Liste zu einer Tabelle.

Untersuche: Welche Änderungen muss die KI im Plan vornehmen, wenn sich der Kontext verändert?


Gute Kriterien formulieren

Kriterien sind besonders wichtig, weil Wörter wie „gut“, „schön“, „spannend“ oder „kurz“ unterschiedlich verstanden werden können. Besser sind prüfbare Angaben.

Unklares Kriterium Präziseres Kriterium
Schreib kurz. Höchstens 120 Wörter.
Erklär einfach. Nutze kurze Sätze und erkläre jeden neuen Fachbegriff direkt.
Mach viele Beispiele. Verwende genau zwei Beispiele aus dem Alltag.
Gib gutes Feedback. Nenne zwei Stärken und höchstens drei konkrete Verbesserungsideen.
Mach eine schöne Tabelle. Nutze vier Spalten mit kurzen Einträgen und einer Überschrift pro Spalte.


Ausgabeformen bewusst wählen

Die Ausgabeform sollte zur Aufgabe passen.

Wenn Du ... ... kann diese Ausgabeform helfen
Begriffe vergleichen möchtest Tabelle
einen Ablauf brauchst nummerierte Schrittfolge
Dich selbst prüfen möchtest Fragen ohne sofortige Lösungen
einen Text überarbeiten möchtest Feedbackraster
ein Projekt planst Zeitplan oder Aufgabenmatrix
recherchieren möchtest Fragenkatalog mit Suchbegriffen


Prompt-Fehler erkennen

Ein Prompt kann trotz vieler Wörter unklar sein. Häufige Probleme sind:

Problem Beispiel Verbesserung
Ziel fehlt „Schreib etwas über Römer.“ „Ich möchte drei Ursachen für die Ausbreitung des Römischen Reiches verstehen.“
Kontext fehlt „Erklär Photosynthese.“ Klassenstufe und Vorwissen ergänzen.
Aufgabe ist zu groß „Erklär das ganze Mittelalter.“ Thema in Teilfragen zerlegen.
Kriterium ist unklar „Mach es gut.“ Prüffähige Kriterien nennen.
Ausgabeform fehlt „Plane mein Referat.“ Zum Beispiel Gliederung mit Zeitangaben verlangen.
KI soll alles übernehmen „Schreib meine Hausaufgabe.“ Lernhilfe, Hinweise oder Feedback anfordern.


Die Regel „Erst planen, dann prompten, dann prüfen“

Vor dem Absenden kannst Du Deinen Prompt mit sechs Fragen prüfen:

Prüffrage Ja / noch verbessern
Ist mein Ziel klar?
Habe ich den nötigen Kontext genannt?
Hilft eine passende Rolle?
Ist die Aufgabe konkret?
Sind meine Kriterien prüfbar?
Ist die Ausgabeform sinnvoll?

Nach der KI-Antwort folgen drei weitere Fragen: Passt die Antwort zu meinem Ziel? Sind wichtige Fakten überprüfbar? Habe ich selbst genug gedacht, entschieden und formuliert?


Sicher und verantwortungsvoll prompten

Für schulische KI-Nutzung gelten zusätzliche Sorgfaltsregeln. Nutze nur Werkzeuge, die in Deinem Lernumfeld erlaubt sind, und beachte die Regeln Deiner Schule.

Prüfe Was das für Dich bedeutet
Persönliche Daten Gib keine Passwörter, privaten Adressen, Telefonnummern oder unnötigen personenbezogenen Angaben in einen Prompt ein.
Fakten Übernimm wichtige Aussagen nicht ungeprüft. Vergleiche sie mit verlässlichen Quellen.
Quellen Eine von KI genannte Quelle kann falsch oder unpassend sein. Öffne und prüfe sie selbst.
Eigenleistung Nutze KI so, dass Dein eigener Denkweg sichtbar bleibt.
Bilder und Texte Prüfe vor Veröffentlichung, ob Schulregeln, Rechte und Quellenangaben beachtet werden müssen.
Unsicherheit Wenn eine Antwort überraschend, widersprüchlich oder sehr wichtig ist, frage nach Belegen und prüfe zusätzlich außerhalb der KI.


Mini-Labor: Einen Prompt gezielt testen

Du kannst Prompten wie ein kleines Experiment behandeln. Ändere möglichst nur einen Baustein auf einmal. Dadurch kannst Du eher erkennen, was den Unterschied verursacht hat.

Ausgangsprompt: „Erkläre den Wasserkreislauf.“

Versuch Änderung Beobachtung
1 Nur Ziel ergänzen. Wird deutlicher, wozu die Erklärung dienen soll?
2 Nur Kontext ergänzen. Verändert sich Sprache oder Schwierigkeit?
3 Nur Rolle ergänzen. Verändert sich Ton oder Art der Erklärung?
4 Nur Kriterien ergänzen. Werden Länge und Beispiele kontrollierbarer?
5 Nur Ausgabeform ergänzen. Verändert sich die Struktur?

Halte Deine Ergebnisse in einem kleinen Prompt-Protokoll fest: Prompt – Ausgabe – Beobachtung – nächste Änderung.

Das Video zeigt weitere schulische Prompt-Ideen. Prüfe beim Anschauen, welche Beispiele tatsächlich ein Ziel, Kontext, Kriterien oder eine Ausgabeform festlegen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Prompt im Zusammenhang mit generativer KI? (Eine Eingabe oder Arbeitsanweisung an die KI) (!Ein Passwort für ein KI-Programm) (!Eine automatisch geprüfte Quelle) (!Ein fertiger Projektplan)




Welche Angabe gehört am ehesten zum Kontext eines Lernhilfe-Prompts? (Ich bin in Klasse 6 und kenne Zähler und Nenner bereits) (!Schreibe die Antwort als Tabelle) (!Nenne genau zwei Beispiele) (!Arbeite wie eine Lernbegleitung)




Wozu kann eine Rollenangabe in einem Prompt dienen? (Sie kann Perspektive und Arbeitsweise der Antwort steuern) (!Sie macht jede KI-Antwort automatisch wahr) (!Sie ersetzt die Prüfung von Quellen) (!Sie verwandelt die KI in eine echte Fachperson)




Welches Beispiel ist ein gut prüfbares Kriterium? (Verwende höchstens 120 Wörter) (!Schreibe richtig schön) (!Mach es irgendwie spannend) (!Sei möglichst genial)




Was beschreibt die Ausgabeform? (Wie das Ergebnis dargestellt werden soll) (!Warum die KI trainiert wurde) (!Welche Note Du erhalten wirst) (!Ob eine Aussage automatisch wahr ist)




Wie nutzt Du KI sinnvoll zur Recherchevorbereitung? (Du lässt Dir Recherchefragen und Suchbegriffe vorschlagen und prüfst Quellen selbst) (!Du übernimmst jede genannte Quelle ungeprüft) (!Du verlangst nur eine fertige Präsentation) (!Du behandelst die KI-Antwort als wissenschaftlichen Beleg)




Welcher Prompt unterstützt Deine Eigenleistung beim Textfeedback besonders gut? (Gib mir konkrete Hinweise und schreibe meinen Text nicht vollständig neu) (!Schreibe den ganzen Text für mich neu) (!Mach meine Hausaufgabe fertig) (!Ersetze alle meine Formulierungen ohne Erklärung)




Welche Ergänzung macht einen Bildprompt meist genauer? (Eine Beschreibung von Motiv, Umgebung, Bildaufbau und wichtigen Grenzen) (!Nur das Wort schön) (!Nur der Name des Bildgenerators) (!Eine zufällige Zahlenfolge)




Welche Information ist für die Planung eines Gruppenprojekts besonders nützlich? (Verfügbare Zeit, Gruppengröße und gewünschtes Ergebnis) (!Das Lieblingsessen der Gruppe) (!Ein zufälliges Fremdwort) (!Die Bildschirmhelligkeit des Computers)




Was solltest Du nach einer KI-Antwort tun? (Prüfen, ob sie zum Ziel passt und wichtige Fakten kontrollieren) (!Die Antwort immer sofort abgeben) (!Alle Quellenangaben automatisch glauben) (!Den eigenen Denkweg löschen)





Memory

Ziel gewünschtes Ergebnis
Kontext benötigte Hintergrundinformationen
Rolle hilfreiche Perspektive
Aufgabe konkreter Arbeitsauftrag
Kriterien prüfbare Qualitätsregeln
Ausgabeform gewünschte Darstellung
Überarbeitung gezielte Verbesserung
Quellenprüfung Kontrolle wichtiger Fakten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ziel Was soll am Ende erreicht sein?
Kontext Welche Hintergrundinformationen werden gebraucht?
Rolle Aus welcher hilfreichen Perspektive soll gearbeitet werden?
Aufgabe Was soll konkret getan werden?
Kriterien Welche Regeln muss eine gute Antwort erfüllen?
Ausgabeform Wie soll das Ergebnis dargestellt werden?






Kreuzworträtsel

Prompt Wie heißt eine Eingabe oder Arbeitsanweisung an eine generative KI?
Kontext Wie heißt der Baustein mit wichtigen Hintergrundinformationen?
Rolle Welcher Baustein bestimmt eine hilfreiche Perspektive oder Arbeitsweise?
Kriterien Wie heißen prüfbare Regeln für die gewünschte Qualität?
Ausgabeform Welcher Baustein legt Tabelle, Liste oder Absatz als Darstellung fest?
Feedback Wie heißt eine Rückmeldung, die beim Überarbeiten helfen kann?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Eingabe an eine generative KI heißt

. Das gewünschte Endergebnis beschreibst Du im Feld

. Wichtige Hintergrundinformationen gehören zum

. Eine hilfreiche Perspektive kann durch die

beschrieben werden. Der konkrete Arbeitsauftrag steht im Feld

. Prüffähige Regeln für eine gute Antwort heißen

. Die gewünschte Darstellung legst Du mit der

fest. Nach der ersten Antwort solltest Du das Ergebnis immer

. Beim Verbessern eines Prompts kann eine gezielte

helfen. Für eine Recherche kann die KI zuerst passende

vorschlagen. Beim Textfeedback sollte Deine eigene

erhalten bleiben. Wichtige Aussagen aus einer KI-Antwort solltest Du mit verlässlichen

kontrollieren.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Prompt-Bausteine erkennen: Nimm drei kurze Prompts aus diesem aiMOOC und markiere jeweils Ziel, Kontext, Rolle, Aufgabe, Kriterien und Ausgabeform. Notiere auch, welche Bausteine fehlen.
  2. Lernhilfe-Prompt: Formuliere einen Prompt, der Dir ein aktuelles Unterrichtsthema erklärt, ohne sofort eine fertige Lösung zu geben. Teste ihn und verbessere mindestens einen Baustein.
  3. Vergleichsausgabe: Gib zu demselben Thema zuerst einen sehr kurzen und danach einen geplanten Prompt ein. Vergleiche die Antworten in fünf Sätzen.
  4. Bildprompt: Plane ein Bild für ein Schulplakat. Erstelle zunächst einen allgemeinen und danach einen detaillierten Bildprompt. Beschreibe, welche sichtbaren Unterschiede Du erwartest oder beobachtest.


Standard

  1. Rechercheplan: Wähle ein Thema aus Natur, Geschichte oder Geographie. Lasse Dir mit einem geplanten Prompt fünf Recherchefragen und Suchbegriffe erzeugen. Prüfe anschließend mindestens zwei Informationen mit echten Quellen.
  2. Textfeedback: Schreibe selbst einen kurzen Sachtext mit etwa 100 Wörtern. Entwickle einen Feedback-Prompt mit drei Kriterien. Überarbeite Deinen Text anschließend selbst und dokumentiere zwei Änderungen.
  3. Prompt-Experiment: Verändere bei demselben Ausgangsprompt nacheinander nur Ziel, Kontext, Kriterien und Ausgabeform. Halte jede Version und die wichtigste Veränderung der Antwort in einem Prompt-Protokoll fest.
  4. Projektplanung: Plane mit einem KI-Prompt ein kleines Gruppenprojekt für vier Personen. Ändere danach die verfügbare Zeit und prüfe, wie sich der Plan anpassen muss.


Schwer

  1. Prompt-Vergleichsstudie: Entwickle zwei unterschiedliche, aber gleich lange Prompts für dieselbe Aufgabe. Begründe vorher, welche Ausgabe Du erwartest, teste beide und werte die Unterschiede nach selbst gewählten Kriterien aus.
  2. Fehlerdetektiv: Bitte eine KI um eine kurze Erklärung zu einem Sachthema. Prüfe jede wichtige Tatsachenbehauptung mit mindestens zwei verlässlichen Quellen und kennzeichne unklare oder falsche Stellen.
  3. Feedback-System: Entwickle einen Prompt, der zuerst Deinen Text nach einem Kriterienraster bewertet, danach Rückfragen stellt und erst im dritten Schritt Verbesserungsvorschläge macht. Begründe, warum diese Reihenfolge lernförderlich sein kann.
  4. Prompt-Leitfaden für Klasse 6: Erstelle in einer Gruppe einen einseitigen Leitfaden „So planen wir gute Prompts“. Nutzt eigene Beispiele zu Lernhilfe, Recherche, Textfeedback, Bildgenerierung und Projektplanung und testet den Leitfaden mit einer anderen Gruppe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prompt-Diagnose: Du erhältst den Prompt „Mach mir ein Referat über Bienen“. Erkläre, welche der sechs Bausteine unklar oder fehlend sind, und formuliere eine verbesserte Version für Klasse 6.
  2. Transfer Lernhilfe: Ein Mitschüler nutzt KI immer nur, um sich Lösungen geben zu lassen. Entwickle einen Prompt, der dieselbe KI stattdessen als Lernhilfe einsetzt. Begründe mindestens drei Deiner Promptentscheidungen.
  3. Transfer Recherche: Eine KI nennt Dir drei Quellen zu einem Thema. Beschreibe einen Prüfplan, mit dem Du herausfindest, ob die Quellen existieren, aktuell genug sind und Deine Frage wirklich beantworten.
  4. Vergleich und Begründung: Zwei Prompts führen zu unterschiedlich langen Antworten. Erkläre, welche Bausteine dafür verantwortlich sein könnten und wie Du mit einem kleinen Prompt-Experiment Deine Vermutung prüfst.
  5. Projektanpassung: Ein Projektplan wurde für vier Personen und 90 Minuten erstellt. Nun sind nur drei Personen da und es bleiben 45 Minuten. Formuliere einen Folgeprompt, der die Änderungen berücksichtigt, ohne das Projektziel zu verlieren.
  6. Bildkritik: Ein generiertes Tierbild sieht überzeugend aus, enthält aber möglicherweise fachliche Fehler. Entwickle Kriterien, mit denen Du Bildinhalt und Prompt gemeinsam überprüfst und anschließend gezielt überarbeitest.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur fertige KI-Ergebnisse zeigst, sondern Deinen eigenen Arbeitsprozess sichtbar machst.

  1. Prompt-Portfolio: Lege mindestens drei Aufgaben mit Ausgangsprompt, überarbeitetem Prompt und Ergebnisvergleich vor.
  2. Sechs Bausteine: Zeige an mindestens einem Beispiel, wie Ziel, Kontext, Rolle, Aufgabe, Kriterien und Ausgabeform zusammenwirken.
  3. Überarbeitungsbegründung: Erkläre, warum Du einen Prompt verändert hast und welche Wirkung Du beobachtet hast.
  4. Quellenprüfung: Dokumentiere an einem Recherchebeispiel, wie Du eine wichtige Aussage außerhalb der KI überprüft hast.
  5. Eigenleistung: Kennzeichne, welche Teile von Dir selbst stammen, welche Vorschläge die KI gemacht hat und welche Entscheidungen Du selbst getroffen hast.
  6. Reflexion: Beschreibe eine Situation, in der ein kürzerer Prompt genügt, und eine Situation, in der ein genauer 6-Felder-Prompt sinnvoll ist.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zum Prompt-Engineering bietet eine weiterführende Übersicht über das systematische Gestalten und Überarbeiten von Prompts.



Verknüpfte Lernbereiche

Beim systematischen Prompten verbindest Du Sprachkompetenz, Medienbildung, Informatik, Recherche, kreatives Gestalten und Projektarbeit. Besonders wichtig ist die Verbindung von klarer Sprache mit kritischer Prüfung: Ein präziser Prompt hilft bei der Steuerung einer KI, aber die Verantwortung für Ziel, Auswahl, Bewertung und Verwendung der Ergebnisse bleibt bei Dir.


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