IM5 - Einen Podcast planen

IM5 - Einen Podcast planen
Einleitung
IM5 - Einen Podcast planen zeigt Dir Schritt für Schritt, wie aus einer Idee ein gut geplanter Podcast wird. Der aiMOOC richtet sich an die Klasse 5 und konzentriert sich auf fünf besonders wichtige Planungsschritte: Zielgruppe, Einstieg, Fragen, Hauptteil und Schluss. Du lernst diese Schritte nicht nur kennen, sondern wendest sie auf konkrete Podcast-Projekte an: Schulnachrichten, Buchvorstellung, Berufsporträt, Wissenschaftsthema und Lernpodcast.
Ein Podcast ist ein Medienformat, bei dem Audio- oder Videobeiträge als einzelne Folgen veröffentlicht und häufig über Apps oder Internetseiten abgerufen werden. Für ein Schulprojekt ist aber noch wichtiger: Ein Podcast ist ein geplanter Hörbeitrag. Wer einfach nur das Mikrofon einschaltet und losredet, verliert leicht den roten Faden. Gute Planung sorgt dafür, dass Deine Zuhörerinnen und Zuhörer verstehen, worum es geht, gern weiterhören und am Ende etwas mitnehmen.

In diesem aiMOOC arbeitest Du wie eine kleine Podcast-Redaktion. Du sammelst Ideen, legst eine Zielgruppe fest, entwickelst einen starken Einstieg, formulierst Fragen, ordnest den Hauptteil und planst einen passenden Schluss. Mit Skriptkarten schreibst Du nur das auf, was beim Sprechen wirklich hilft. Mit Storyboards planst Du die Reihenfolge von Sprache, Geräuschen und Übergängen. Mit Hörbeispielen trainierst Du, wie Klänge wirken.
Das Video zeigt, dass Podcast-Projekte schon mit jüngeren Lernenden möglich sind und dass Inhalt, Technik, Klang und Unterrichtsidee zusammengedacht werden können.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du eine Podcast-Idee so planen, dass sie zu einem klaren Thema und zu einer bestimmten Zielgruppe passt. Du kannst einen Einstieg entwerfen, der neugierig macht, offene und verständliche Fragen formulieren, den Hauptteil in sinnvolle Abschnitte gliedern und einen Schluss planen, der den Podcast abrundet.
| Bereich | Das kannst Du am Ende |
|---|---|
| Zielgruppe | Du beschreibst, für wen der Podcast gedacht ist, welches Vorwissen diese Personen haben und welche Sprache zu ihnen passt. |
| Einstieg | Du entwickelst einen kurzen Anfang mit Frage, Geräusch, überraschender Beobachtung oder Mini-Szene. |
| Fragen | Du formulierst offene, neutrale und gut verständliche Interview- oder Leitfragen. |
| Hauptteil | Du ordnest Informationen, Beispiele, O-Töne und Erklärungen in einer verständlichen Reihenfolge. |
| Schluss | Du fasst den wichtigsten Gedanken zusammen, bedankst Dich, gibst einen Ausblick oder eine passende Handlungsaufforderung. |
| Planung | Du nutzt Skriptkarten und Storyboards, um Deinen Podcast vor der Aufnahme zu strukturieren. |
Podcast verstehen
Was macht einen geplanten Podcast aus?
Ein Podcast wirkt oft spontan. Hinter einer guten Folge steckt jedoch meistens eine klare Vorbereitung. Die Sprechenden wissen, für wen sie sprechen. Sie kennen ihr Ziel, haben eine Reihenfolge festgelegt und entscheiden bewusst, wo Fragen, Erklärungen, Geräusche oder kurze Pausen eingesetzt werden.

Für diesen aiMOOC verwenden wir ein einfaches Arbeitsmodell mit fünf Bausteinen:
- Zielgruppe: Für wen machen wir die Folge?
- Einstieg: Wie gewinnen wir in den ersten Sekunden Aufmerksamkeit?
- Fragen: Welche Fragen bringen gute Informationen und interessante Antworten?
- Hauptteil: In welcher Reihenfolge erklären oder erzählen wir?
- Schluss: Wie beenden wir die Folge klar und passend?
Diese fünf Bausteine sind kein starres Rezept. Ein Wissenschaftspodcast klingt anders als Schulnachrichten, und eine Buchvorstellung braucht andere Fragen als ein Berufsporträt. Trotzdem hilft Dir das Arbeitsmodell dabei, keinen wichtigen Planungsschritt zu vergessen.
Die Leitfrage vor jeder Aufnahme
Bevor Du ein Skript schreibst, solltest Du einen Satz vervollständigen können:
Nach unserer Podcast-Folge sollen die Zuhörenden ...
Beispiele sind: eine Schulveranstaltung verstehen, neugierig auf ein Buch sein, einen Beruf besser kennen, ein Wissenschaftsthema erklären können oder einen Lernstoff wiederholen können.
Wenn Du dieses Ziel kennst, kannst Du leichter entscheiden, welche Informationen wichtig sind und welche Du weglassen kannst.
Zielgruppe planen
Die Zielgruppe ist die Gruppe von Menschen, für die Du Deinen Podcast machst. Eine Folge für Deine Klasse darf Begriffe verwenden, die Ihr im Unterricht schon kennt. Eine Folge für neue Fünftklässlerinnen und Fünftklässler muss vieles erklären. Schulnachrichten für Eltern brauchen vielleicht andere Informationen als Schulnachrichten für Schülerinnen und Schüler.
| Zielgruppen-Frage | Beispiel | Bedeutung für Deinen Podcast |
|---|---|---|
| Wer hört zu? | Mitschülerinnen und Mitschüler der Klasse 5 | Verwende eine verständliche, direkte Sprache. |
| Was wissen sie schon? | Sie kennen die Schule, aber nicht das neue Projekt. | Erkläre nur das Neue ausführlich. |
| Was interessiert sie? | Was passiert? Wann? Warum ist es wichtig? | Stelle diese Informationen früh bereit. |
| Wie lange hören sie wahrscheinlich aufmerksam zu? | Eine kurze Schulpodcast-Folge | Plane kurze Abschnitte und klare Übergänge. |
| Was sollen sie nachher wissen oder tun? | Termin merken und teilnehmen | Nenne den Termin deutlich und wiederhole ihn am Schluss. |
Zielgruppen-Steckbrief
Fülle vor der Planung einen Steckbrief aus. Schreibe nicht „für alle“. Je genauer Deine Zielgruppe ist, desto leichter wird die Planung.
| Feld | Dein Eintrag |
|---|---|
| Unsere Zielgruppe | ............................................................ |
| Das weiß sie schon | ............................................................ |
| Das interessiert sie | ............................................................ |
| Das muss erklärt werden | ............................................................ |
| So möchten wir sie ansprechen | ............................................................ |
| Das soll sie nach dem Hören können oder wissen | ............................................................ |
Interaktive Planung: Welche Zielgruppe braucht was?
| Ordne die passende Planungsidee zu. | Zielgruppe |
|---|---|
| Kurze Erklärungen von Fachbegriffen | Kinder, die das Wissenschaftsthema noch nicht kennen |
| Termin, Ort und Bedeutung schnell nennen | Schülerinnen und Schüler, die Schulnachrichten hören |
| Spannung erzeugen, aber das Ende nicht verraten | Mitschülerinnen und Mitschüler bei einer Buchvorstellung |
| Arbeitsalltag in einfacher Sprache beschreiben | Kinder, die einen Beruf kennenlernen wollen |
| Merksätze und Wiederholungen einbauen | Lernende, die mit einem Lernpodcast üben |
Den Einstieg planen
Die ersten Sekunden entscheiden mit darüber, ob Menschen weiterhören. Ein Einstieg soll nicht alles verraten. Er soll Orientierung geben und neugierig machen.
Du kannst mit einer Frage, einem Geräusch, einer Mini-Szene, einer überraschenden Beobachtung oder einem kurzen Zitat beginnen. Danach sollte schnell klar werden, worum es in der Folge geht.
Einstieg mit Geräusch
Höre Dir die folgenden freien Geräuschbeispiele an. Überlege jeweils: Für welchen Podcast könnten sie passen? Welche Erwartung entsteht beim Hören?
Schulglocke – denkbarer Einstieg für Schulnachrichten:
Umblättern – denkbarer Einstieg für eine Buchvorstellung:
Tastatur – denkbarer Einstieg für Recherche, Schule oder Medien:
Regen – denkbarer Einstieg für ein Wissenschaftsthema zu Wetter oder Wasser:
Geräusche funktionieren am besten, wenn sie eine Aufgabe haben. Sie können einen Ort hörbar machen, ein Thema ankündigen oder einen Übergang markieren. Verwende nicht ständig Effekte. Die Sprache bleibt der wichtigste Teil.
Vier starke Einstiegsformen
| Form | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| Frage | „Warum ist der Himmel eigentlich blau?“ | Die Zuhörenden denken sofort mit. |
| Geräusch | Schulglocke, Blättern, Regen | Es entsteht schnell eine hörbare Szene. |
| Mini-Szene | „Noch fünf Minuten bis zum Schulfest. Auf dem Hof werden die letzten Stände aufgebaut.“ | Der Podcast beginnt mitten im Geschehen. |
| Überraschender Satz | „Ein Beruf kann ganz anders sein, als sein Name klingt.“ | Neugier wird geweckt. |
Einstiegs-Check
Ein guter Einstieg ist kurz, passt zum Thema und führt in die Folge. Prüfe Deinen Entwurf mit drei Fragen: Versteht man schnell das Thema? Wird man neugierig? Passt der Ton zur Zielgruppe?
Fragen entwickeln
Fragen sind das Herz vieler Podcasts. Sie helfen Dir beim Recherchieren, beim Interview und beim Aufbau des Hauptteils. Gute Fragen führen nicht nur zu „Ja“ oder „Nein“, sondern laden zu Erklärungen und Geschichten ein.
Offene und geschlossene Fragen
Eine geschlossene Frage lautet zum Beispiel: „Gefällt Ihnen Ihr Beruf?“ Darauf könnte die Antwort nur „Ja“ sein. Eine offene Frage lautet: „Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders?“ Diese Frage lädt zu einer ausführlichen Antwort ein.
Hilfreiche Frageanfänge sind Wie ...?, Was ...?, Warum ...?, Wodurch ...?, Welche ...? und Kannst Du ein Beispiel erzählen ...?
Gute Interviewfragen
| Weniger günstig | Besser | Warum? |
|---|---|---|
| „Ist Ihr Beruf nicht sehr anstrengend?“ | „Welche Aufgaben sind in Ihrem Beruf besonders anstrengend?“ | Die bessere Frage drängt keine Meinung auf. |
| „War das Buch toll?“ | „Welche Stelle hat Dich besonders überrascht?“ | Die Antwort kann genauer und persönlicher werden. |
| „Versteht jeder das Experiment?“ | „Wie würdest Du das Experiment jemandem erklären, der es noch nie gesehen hat?“ | Die Frage fordert eine verständliche Erklärung. |
| „War das Schulfest gut?“ | „Was hat beim Schulfest besonders gut funktioniert und was würdet Ihr verändern?“ | Die Antwort wird differenzierter. |
Der Fragen-Trichter
Beginne ein Interview mit einfachen Fragen. Danach kannst Du genauer werden. Zum Schluss eignen sich persönliche Einschätzungen oder ein Ausblick.
- Ankommen: „Was machst Du in Deinem Beruf?“
- Vertiefen: „Welche Aufgabe gehört fast jeden Tag dazu?“
- Beispiel: „Kannst Du von einem typischen Arbeitstag erzählen?“
- Nachfragen: „Warum ist genau das wichtig?“
- Ausblick: „Welchen Tipp würdest Du Kindern geben, die diesen Beruf spannend finden?“
Bei Interviews gilt: Höre wirklich zu. Deine vorbereiteten Fragen sind ein Geländer, kein Käfig. Wenn eine Antwort besonders interessant ist, darfst Du nachfragen.
Den Hauptteil planen
Im Hauptteil passiert der größte Teil Deiner Folge. Hier werden Informationen erklärt, Fragen beantwortet, Beispiele erzählt und O-Töne eingebaut. Damit die Zuhörenden folgen können, braucht der Hauptteil eine erkennbare Ordnung.
Das Drei-Schritte-Prinzip
Ein einfacher Hauptteil kann aus drei Abschnitten bestehen:
- Orientieren: Was muss man zuerst wissen?
- Vertiefen: Welche wichtigen Einzelheiten, Beispiele oder Antworten gehören dazu?
- Sichern: Was ist der wichtigste Gedanke, bevor der Schluss beginnt?
Für Klasse 5 ist es oft hilfreich, pro Abschnitt nur eine Hauptidee zu behandeln. Kurze Überleitungen wie „Jetzt wissen wir, was ... bedeutet. Als Nächstes schauen wir ...“ helfen beim Zuhören.

Eine Tonspur sieht als Wellenform zwar technisch aus, aber für die Planung ist die wichtigste Frage nicht: „Wie sieht die Aufnahme aus?“, sondern: Welche Information kommt wann?
Fakten, Meinungen und Beispiele unterscheiden
Bei Schulnachrichten und Wissenschaftsthemen muss deutlich werden, was überprüfbare Information ist und was eine persönliche Meinung. Ein Satz wie „Das Schulfest beginnt um 15 Uhr“ ist eine überprüfbare Angabe. „Der beste Stand ist die Spiele-Ecke“ ist eine Meinung.
Bei einem Wissenschaftspodcast solltest Du Informationen aus zuverlässigen Quellen prüfen. Bei einer Buchvorstellung musst Du aufpassen, nicht das ganze Ende zu verraten. Bei einem Berufsporträt darf eine einzelne Person aus ihrer Erfahrung berichten, ohne so zu tun, als arbeiteten alle Menschen in diesem Beruf genau gleich.
Den Schluss planen
Ein Podcast sollte nicht plötzlich abbrechen. Der Schluss zeigt den Zuhörenden, dass die Folge zu Ende geht, und bringt den wichtigsten Gedanken auf den Punkt.
Ein Schluss kann vier Bausteine enthalten: Zusammenfassung, Dank, Ausblick und Verabschiedung. Je nach Format brauchst Du nicht alle.
Beispiel Schulnachrichten: „Das Schulfest beginnt am Freitag um 15 Uhr auf dem Schulhof. Denkt an eure Trinkflaschen. Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.“
Beispiel Buchvorstellung: „Wenn Du Abenteuer mit Rätseln magst, könnte dieses Buch etwas für Dich sein. Mehr verrate ich nicht. Vielleicht liest Du selbst weiter.“
Beispiel Lernpodcast: „Merke Dir: Ein Nomen kann im Deutschen ein bestimmtes Geschlecht haben. In der nächsten Folge üben wir die Artikel.“
Ein kurzer Applaus kann als Effekt funktionieren, muss aber wirklich zur Situation passen:
Skriptkarten
Skriptkarten helfen Dir, frei und verständlich zu sprechen. Schreibe deshalb nicht jede Silbe aus. Nutze kurze Stichpunkte, wichtige Namen, Zahlen, Übergänge und Hinweise für Geräusche.
Vorlage für eine Skriptkarte
| Feld | Eintrag |
|---|---|
| Abschnitt | Einstieg / Frage / Hauptteil / Schluss |
| Sprecherin oder Sprecher | Wer spricht? |
| Sprechziel | Was sollen die Zuhörenden hier verstehen? |
| Stichpunkte | Nur wichtige Wörter und kurze Sätze |
| Ton oder Geräusch | Optional: Geräusch, Jingle, Pause |
| Übergang | Wie geht es zum nächsten Abschnitt? |
| Zeit | Ungefähre Dauer |
Skriptkarten-Set 1: Schulnachrichten
| Karte | Inhalt | Tonidee |
|---|---|---|
| Einstieg | „Drei Dinge sind diese Woche wichtig: Projekttag, Sportturnier und neue Bücherei-Zeiten.“ | Kurze Schulglocke |
| Frage | „Was müssen Schülerinnen und Schüler für den Projekttag mitbringen?“ | Kein Effekt |
| Hauptteil | Drei Nachrichten in fester Reihenfolge; pro Nachricht: Was? Wann? Wo? Für wen? | Sehr kurze Trenngeräusche |
| Schluss | Wichtigsten Termin wiederholen und auf nächste Folge verweisen | Kurzes Outro |
Skriptkarten-Set 2: Buchvorstellung
| Karte | Inhalt | Tonidee |
|---|---|---|
| Einstieg | Spannende Frage zur Geschichte, ohne das Ende zu verraten | Geräusch einer umgeblätterten Seite |
| Frage | „Was macht die Hauptfigur am Anfang besonders?“ | Kein Effekt |
| Hauptteil | Titel, Autorin oder Autor, Ausgangslage, Figuren, Lieblingsstelle, kurze Bewertung | Eventuell sehr dezentes Seitengeräusch |
| Schluss | Empfehlung begründen und neugierig auf das Buch machen | Ruhiger Ausklang |
Skriptkarten-Set 3: Berufsporträt
| Karte | Inhalt | Tonidee |
|---|---|---|
| Einstieg | Geräusch oder Gegenstand aus dem Beruf erraten lassen | Passendes Arbeitsgeräusch |
| Fragen | Aufgaben, Arbeitsort, Ausbildung, Freude, Herausforderung, Tipp für Kinder | Interview ohne Ablenkung |
| Hauptteil | Person vorstellen, Antworten ordnen, schwierige Fachbegriffe erklären | Kurze Pausen zwischen Themenblöcken |
| Schluss | Ein überraschender Punkt und ein persönlicher Tipp des Gastes | Kurzes Outro |
Skriptkarten-Set 4: Wissenschaftsthema
| Karte | Inhalt | Tonidee |
|---|---|---|
| Einstieg | Forscherfrage: „Warum hören wir Donner später als wir den Blitz sehen?“ | Naturgeräusch, wenn es passt |
| Fragen | Was beobachten wir? Wie lässt es sich erklären? Welches Beispiel hilft? | Kein Effekt während schwieriger Erklärungen |
| Hauptteil | Beobachtung, Erklärung, Beispiel oder Experiment, Zusammenfassung | Geräusch nur als Orientierung |
| Schluss | Kernidee in einem Merksatz | Kurzes Signal |
Skriptkarten-Set 5: Lernpodcast
| Karte | Inhalt | Tonidee |
|---|---|---|
| Einstieg | Lernziel nennen: „Nach fünf Minuten kannst Du ...“ | Kurzer Jingle |
| Fragen | Kleine Denkfragen: „Welche Lösung vermutest Du?“ | Denkpause |
| Hauptteil | Erklärung, Beispiel, Mini-Übung, Lösung | Pausen zum Mitdenken |
| Schluss | Merksatz, Selbstcheck und Ausblick | Wiedererkennbares Outro |
Storyboards
Ein Storyboard zeigt die Reihenfolge einer Medienproduktion. Für einen Audio-Podcast brauchst Du keine Filmzeichnungen. Du kannst stattdessen Kästchen für Zeit, Sprache, Geräusch und Funktion nutzen.

Audio-Storyboard: Universalvorlage
| Abschnitt | Zeit | Sprache | Geräusch / Musik | Funktion |
|---|---|---|---|---|
| 1 | .......... | ................................ | ................................ | Aufmerksamkeit gewinnen |
| 2 | .......... | ................................ | ................................ | Thema erklären |
| 3 | .......... | ................................ | ................................ | Frage oder Beispiel |
| 4 | .......... | ................................ | ................................ | Vertiefung |
| 5 | .......... | ................................ | ................................ | Wichtigsten Gedanken sichern |
| 6 | .......... | ................................ | ................................ | Schluss |
Storyboard: Schulnachrichten
| Szene | Sprache | Klang | Ziel |
|---|---|---|---|
| Start | Begrüßung und Überblick | Schulglocke | Aufmerksamkeit |
| Meldung A | Wichtigste Nachricht | Kein Klang | Informieren |
| Meldung B | Zweite Nachricht mit Termin | Kurzes Signal | Struktur |
| Mini-Interview | Zwei kurze Fragen | Originalton | Stimmen aus der Schule |
| Ende | Termin wiederholen | Outro | Orientierung |
Storyboard: Buchvorstellung
| Szene | Sprache | Klang | Ziel |
|---|---|---|---|
| Start | Rätsel oder spannende Frage | Umblättern | Neugier |
| Buchdaten | Titel, Autorin oder Autor, Genre | Kein Klang | Orientierung |
| Geschichte | Ausgangslage ohne Spoiler | Kein Klang | Verstehen |
| Lieblingsstelle | Kurz beschreiben oder zulässigen eigenen Kommentar geben | Pause | Wirkung erklären |
| Ende | Empfehlung mit Begründung | Outro | Leselust |
Storyboard: Berufsporträt
| Szene | Sprache | Klang | Ziel |
|---|---|---|---|
| Start | „Welcher Beruf könnte dieses Geräusch machen?“ | Arbeitsgeräusch | Raten |
| Vorstellung | Name und Beruf der interviewten Person | Kein Klang | Orientierung |
| Alltag | Fragen zu typischen Aufgaben | Originalton | Beruf verstehen |
| Weg in den Beruf | Ausbildung oder Lernweg erklären | Kein Klang | Hintergrund |
| Ende | Tipp an Kinder | Outro | Ausblick |
Storyboard: Wissenschaftsthema
| Szene | Sprache | Klang | Ziel |
|---|---|---|---|
| Start | Große Forscherfrage | Passendes Naturgeräusch | Neugier |
| Beobachtung | Was kann man sehen, hören oder messen? | Originalton | Ausgangspunkt |
| Erklärung | Fachidee in einfacher Sprache | Kein Klang | Verstehen |
| Beispiel | Alltagsexperiment oder Vergleich | Optionales Geräusch | Anschaulichkeit |
| Ende | Merksatz | Kurzes Signal | Sichern |
Storyboard: Lernpodcast
| Szene | Sprache | Klang | Ziel |
|---|---|---|---|
| Start | Lernziel | Jingle | Orientierung |
| Erklärung | Ein neuer Begriff | Kein Klang | Verstehen |
| Beispiel | Gemeinsam gelöstes Beispiel | Kein Klang | Anwenden |
| Denkpause | Aufgabe für die Zuhörenden | Stille | Aktivieren |
| Ende | Lösung und Merksatz | Outro | Sichern |
Hörlabor: Podcasts analysieren
Bevor Du selbst planst, lohnt sich genaues Hinhören. Achte nicht nur auf das Thema. Untersuche, wie ein Podcast beginnt, welche Fragen gestellt werden, wie lange einzelne Teile dauern und wie der Schluss gestaltet ist.
| Hörbeispiel | Was Du beobachten kannst | Passender Use-Case |
|---|---|---|
| Unsere Schule zum Hören – Realschule Beuel | Themen aus dem Schulalltag, Recherche, Interviews, Schülerproduktion | Schulnachrichten |
| Schulpodcast der IGS Europa Mainz | Nachrichten, Interviews und Gespräche rund um die Schule | Schulnachrichten |
| Schulpodcast der BSG Bad Nauheim | Interviewführung mit Gästen, darunter Autor und Poetry-Slammer | Buch, Beruf, Interview |
| Ich habe eine/einen getroffen – Der Berufe-Podcast für Kinder | Kurze Interviews, Beruf erklären, kindgerechte Fragen | Berufsporträt |
| Kinder wollen's wissen | Kinderfragen an Forschende, Wissenschaft verständlich erklären | Wissenschaftsthema |
| ARD Audiothek – Podcasts für Kinder | Verschiedene Wissens- und Kinderpodcasts wie CheckPod, Die Maus zum Hören oder Kakadu | Wissenschaft und Lernpodcast |
| Der Podcast vom Berg – Wissenschaft mit Kindern | Wissenschaftliche Themen kindgerecht erzählen | Wissenschaftsthema |
Podcast-Beispiele auf YouTube
Dieses Beispiel zeigt ein Schul-Podcast-Projekt und eignet sich gut, um auf Interviewfragen, Rollen und Gesprächsführung zu achten:
Ein weiteres Beispiel aus einem Schulpodcast zeigt ein Interview mit einem Poetry-Slammer:
Für die spätere Aufnahme und den Schnitt kann ein Audioschnitt-Programm wie Audacity verwendet werden. Für Klasse 5 sollte die Technik aber erst dann wichtig werden, wenn die inhaltliche Planung steht.
Fünf Use-Cases im direkten Vergleich
| Format | Zielgruppe | Einstieg | Leitfragen | Hauptteil | Schluss |
|---|---|---|---|---|---|
| Schulnachrichten | Schulgemeinschaft | Schlagzeile oder Schulglocke | Was ist passiert? Wann? Wo? Wen betrifft es? | Meldungen nach Wichtigkeit | Wichtigste Termine wiederholen |
| Buchvorstellung | Mitschülerinnen und Mitschüler | Rätsel, Frage oder Seitengeräusch | Worum geht es? Wer ist wichtig? Was macht das Buch besonders? | Buchdaten, Ausgangslage, Figuren, Bewertung | Empfehlung ohne Spoiler |
| Berufsporträt | Kinder, die einen Beruf kennenlernen wollen | Typisches Geräusch oder überraschende Aufgabe | Was machst Du? Wie sieht ein Tag aus? Was muss man können? | Person, Aufgaben, Arbeitsort, Lernweg, Erfahrungen | Tipp des Gastes |
| Wissenschaftsthema | Neugierige Kinder | Forscherfrage oder Beobachtung | Was passiert? Warum? Wie kann man es zeigen? | Beobachtung, Erklärung, Beispiel, Einordnung | Merksatz |
| Lernpodcast | Lernende | Lernziel oder Mini-Frage | Was muss ich verstehen? Welche Aufgabe hilft? | Erklärung, Beispiel, Übung, Lösung | Merksatz und Selbstcheck |
Konkrete Planungen
Use-Case 1: Schulnachrichten
Stell Dir vor, Eure Schule veranstaltet einen Projekttag. Eure Podcast-Folge soll informieren, ohne wie eine lange Durchsage zu klingen.
Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Schule.
Einstieg: Schulglocke, danach: „Heute gibt es drei Dinge, die Du für den Projekttag wissen musst.“
Fragen: „Wann beginnt der Projekttag?“, „Welche Räume werden genutzt?“, „Was müssen die Klassen mitbringen?“, „Wo bekommt man Hilfe, wenn man seine Gruppe nicht findet?“
Hauptteil: Erst die wichtigste Information, dann Ablauf und Orte, danach ein kurzer O-Ton von jemandem aus dem Organisationsteam.
Schluss: Wichtigsten Termin wiederholen und mit einem Satz zur nächsten Folge beenden.
Use-Case 2: Buchvorstellung
Stell Dir vor, Du möchtest ein Buch vorstellen, das Deine Klasse noch nicht kennt.
Zielgruppe: Deine Klasse.
Einstieg: „Was würdest Du tun, wenn Du plötzlich eine Nachricht findest, die nur für Dich bestimmt ist?“
Fragen: „Wer ist die Hauptfigur?“, „Was ist die Ausgangssituation?“, „Welche Stelle macht besonders neugierig?“, „Was gefällt Dir am Schreibstil?“
Hauptteil: Titel und Autorin oder Autor nennen, Ausgangslage erklären, wichtige Figur beschreiben, interessante Stelle vorstellen, eigene Bewertung begründen.
Schluss: Empfehlung mit Zielgruppe: „Wenn Du Rätsel und Abenteuer magst, könnte dieses Buch gut zu Dir passen.“
Use-Case 3: Berufsporträt
Stell Dir vor, Du interviewst eine Person aus Deiner Umgebung über ihren Beruf.
Zielgruppe: Kinder, die den Beruf noch nicht kennen.
Einstieg: Ein typisches Geräusch oder Werkzeug beschreiben und den Beruf erraten lassen.
Fragen: „Was machst Du an einem normalen Arbeitstag?“, „Welche Aufgabe macht Dir besonders Spaß?“, „Was ist manchmal schwierig?“, „Was muss man für diesen Beruf lernen?“, „Welche Fähigkeit ist besonders wichtig?“
Hauptteil: Person vorstellen, typische Aufgaben erklären, eine konkrete Geschichte aus dem Arbeitsalltag erzählen lassen, Lernweg und Fähigkeiten ansprechen.
Schluss: „Welchen Tipp würdest Du einem Kind geben, das diesen Beruf interessant findet?“
Use-Case 4: Wissenschaftsthema
Stell Dir vor, Eure Folge erklärt, warum Regentropfen entstehen.
Zielgruppe: Klasse 5 ohne spezielles Vorwissen.
Einstieg: Regengeräusch und die Frage: „Wie kommt das Wasser eigentlich in die Wolke und wieder herunter?“
Fragen: „Was passiert mit Wasser, wenn es warm wird?“, „Wie entstehen Wolken?“, „Warum fallen Tropfen irgendwann nach unten?“, „Wo begegnet uns der Wasserkreislauf im Alltag?“
Hauptteil: Beobachtung, Verdunstung, Wolkenbildung, Niederschlag und ein einfaches Alltagsbeispiel verbinden.
Schluss: Merksatz: „Wasser verschwindet nicht einfach. Es verändert seinen Zustand und bewegt sich im Wasserkreislauf.“
Use-Case 5: Lernpodcast
Stell Dir vor, Du erstellst eine kurze Folge zum Wiederholen eines Unterrichtsthemas.
Zielgruppe: Mitschülerinnen und Mitschüler vor einer Lernkontrolle.
Einstieg: „Nach dieser Folge kannst Du drei Merkmale eines guten Interviewfrage erkennen.“
Fragen: „Ist die Frage offen?“, „Ist sie neutral?“, „Ist sie verständlich?“
Hauptteil: Regel erklären, ein schlechtes Beispiel nennen, das Beispiel verbessern, eine Mini-Aufgabe stellen und eine Denkpause einbauen.
Schluss: Drei Merkpunkte wiederholen und zum eigenen Üben auffordern.
Interaktive Podcast-Planung
Planungsboard: Von der Idee zur Folge
Übertragt dieses Board in Euer Heft, ein digitales Dokument oder auf ein großes Plakat. Füllt zuerst nur die linke Spalte aus. Danach prüft Ihr, ob alle Entscheidungen zusammenpassen.
| Planungsschritt | Unsere Entscheidung | Prüffrage |
|---|---|---|
| Thema | ........................................ | Ist das Thema in einer Folge zu schaffen? |
| Ziel | ........................................ | Was sollen die Zuhörenden mitnehmen? |
| Zielgruppe | ........................................ | Für wen sprechen wir? |
| Einstieg | ........................................ | Macht er neugierig und passt er zum Thema? |
| Fragen | ........................................ | Sind die Fragen offen, neutral und verständlich? |
| Hauptteil | ........................................ | Ist die Reihenfolge logisch? |
| Schluss | ........................................ | Wird der wichtigste Gedanke klar? |
| Geräusche | ........................................ | Haben die Geräusche eine Aufgabe? |
| Rollen | ........................................ | Wer moderiert, recherchiert, spricht und achtet auf die Zeit? |
Interaktive Reihenfolge: Podcast-Bausteine
| Ordne die passende Aufgabe zu. | Planungsschritt |
|---|---|
| Für wen sprechen wir und was weiß diese Gruppe schon? | Zielgruppe |
| Wie machen wir in den ersten Sekunden neugierig? | Einstieg |
| Was wollen wir von Gästen oder für unsere Recherche wissen? | Fragen |
| Wie ordnen wir Informationen und Beispiele? | Hauptteil |
| Wie fassen wir zusammen und verabschieden uns? | Schluss |
Sprechen, Aufnehmen und Zuhören
Die Planung ist vor der Aufnahme wichtiger als teure Technik. Für erste Versuche reichen häufig ein Tablet, ein Smartphone oder ein Computer mit Mikrofon. Entscheidend ist eine möglichst ruhige Umgebung.
Vor der eigentlichen Aufnahme macht Ihr eine kurze Testaufnahme. Hört gemeinsam: Ist die Stimme verständlich? Ist das Mikrofon zu weit weg? Gibt es störende Nebengeräusche? Sprechen alle deutlich und nicht zu schnell?
Beim Sprechen darf ein Skript helfen. Trotzdem sollte es nicht wie vorgelesen klingen. Markiert auf Euren Skriptkarten Stellen für Pausen, Betonung oder Sprecherwechsel.
Rollen im Podcast-Team
| Rolle | Aufgabe |
|---|---|
| Moderation | Führt durch die Folge und sorgt für Übergänge. |
| Redaktion | Recherchiert, prüft Informationen und ordnet Inhalte. |
| Interview | Bereitet Fragen vor und hört beim Gespräch aufmerksam zu. |
| Skript | Erstellt Karten, Übergänge und Schluss. |
| Ton | Achtet auf Aufnahme, Ruhe und Dateinamen. |
| Zeitwache | Prüft, ob einzelne Teile zu lang werden. |
In kleinen Gruppen kann eine Person mehrere Rollen übernehmen.
Sicherheit, Rechte und Fairness
Bei einem Schul-Podcast müssen nicht nur Inhalt und Ton stimmen. Auch der Umgang mit Menschen und Medien ist wichtig.
Veröffentlicht keine privaten Daten wie Adresse, Telefonnummer oder persönliche Kontaktdaten. Verwendet bei schulischen Veröffentlichungen nur Namen, Stimmen und Fotos, wenn die nötigen Einwilligungen über Eure Lehrkraft geklärt sind. Bei Interviews sollte die Person wissen, wofür die Aufnahme gedacht ist.
Musik, Geräusche und Bilder sind nicht automatisch frei verwendbar. Nutzt eigene Aufnahmen oder Materialien mit passenden freien Lizenzen. Bei Wikimedia Commons steht auf der jeweiligen Dateiseite, unter welchen Bedingungen eine Datei genutzt werden darf.
Die in diesem aiMOOC eingebundenen Geräuschbeispiele stammen aus Wikimedia Commons. Prüft bei eigenen Projekten immer die konkrete Lizenz und nennt Urheberinnen, Urheber und Lizenz, wenn dies verlangt wird.
Qualitätscheck vor der Aufnahme
| Check | Ja | Noch ändern |
|---|---|---|
| Wir kennen unsere Zielgruppe. | □ | □ |
| Unser Einstieg passt zum Thema. | □ | □ |
| Unsere Fragen sind verständlich und überwiegend offen. | □ | □ |
| Der Hauptteil hat eine klare Reihenfolge. | □ | □ |
| Der Schluss fasst den wichtigsten Gedanken zusammen. | □ | □ |
| Geräusche haben eine erkennbare Funktion. | □ | □ |
| Wir haben Sprecherrollen festgelegt. | □ | □ |
| Namen und Fachwörter sind richtig ausgesprochen. | □ | □ |
| Fakten wurden geprüft. | □ | □ |
| Rechte und Einwilligungen sind geklärt. | □ | □ |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist bei der Planung eines Podcasts zuerst besonders wichtig? (Die Zielgruppe und das Ziel der Folge klären) (!Möglichst viele Geräusche sammeln) (!Sofort mit dem Schnitt beginnen) (!Eine möglichst lange Folge planen)
Welche Frage ist für ein Berufsporträt besonders offen formuliert? (Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrem Beruf aus?) (!Gefällt Ihnen Ihr Beruf?) (!Arbeiten Sie montags?) (!Tragen Sie Arbeitskleidung?)
Welche Aufgabe hat ein guter Podcast-Einstieg? (Er soll neugierig machen und ins Thema führen) (!Er soll schon alle Ergebnisse verraten) (!Er soll möglichst viele Fachbegriffe enthalten) (!Er soll immer länger als der Hauptteil sein)
Was gehört besonders in den Hauptteil eines Wissenschaftspodcasts? (Eine verständliche Erklärung mit passenden Beispielen) (!Nur eine lange Begrüßung) (!Nur Musik ohne Erklärung) (!Ausschließlich die Verabschiedung)
Was ist ein sinnvoller Schluss für Schulnachrichten? (Den wichtigsten Termin kurz wiederholen) (!Eine neue lange Meldung beginnen) (!Alle Nachrichten noch einmal vollständig vorlesen) (!Ohne Verabschiedung mitten im Satz aufhören)
Wozu dienen Skriptkarten? (Sie geben beim Sprechen mit Stichpunkten Orientierung) (!Sie ersetzen jede Recherche) (!Sie machen ein Mikrofon überflüssig) (!Sie dürfen nur vollständige Romane enthalten)
Was zeigt ein Audio-Storyboard? (Die geplante Reihenfolge von Sprache Klang und Abschnitten) (!Nur die Lautstärke des Mikrofons) (!Nur die Namen der Podcast-App) (!Nur die Farbe des Titelbildes)
Welche Zielgruppe passt besonders zu einem Lernpodcast vor einer Klassenarbeit? (Lernende die einen Unterrichtsinhalt wiederholen möchten) (!Nur Menschen die das Thema niemals lernen wollen) (!Nur professionelle Radiomoderatoren) (!Ausschließlich Personen außerhalb der Schule)
Warum sollte ein Geräusch im Podcast bewusst eingesetzt werden? (Es soll eine Funktion für Thema Stimmung oder Übergang haben) (!Jede freie Sekunde muss mit Geräusch gefüllt sein) (!Geräusche sind wichtiger als verständliche Sprache) (!Mit Geräuschen muss man keine Rechte beachten)
Was ist beim Interview besonders wichtig wenn eine interessante Antwort kommt? (Aktiv zuhören und bei Bedarf passend nachfragen) (!Sofort das Thema wechseln) (!Die vorbereitete Liste immer ohne Ausnahme ablesen) (!Die Antwort unterbrechen bevor sie beendet ist)
Memory
| Zielgruppe | Für wen der Podcast gedacht ist |
| Einstieg | Beginn der neugierig macht |
| Leitfrage | Frage die den Inhalt ausrichtet |
| Hauptteil | Größter Inhaltsabschnitt der Folge |
| Schluss | Abschluss mit Zusammenfassung oder Ausblick |
| Skriptkarte | Stichpunkte für einen Sprechabschnitt |
| Storyboard | Plan für Reihenfolge und Klang |
| O-Ton | Originalaufnahme einer Person oder Situation |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Zielgruppe | Für wen sprechen wir? |
| Einstieg | Wie gewinnen wir Aufmerksamkeit? |
| Fragen | Was möchten wir erfahren? |
| Hauptteil | Wie ordnen wir Informationen? |
| Schluss | Wie runden wir die Folge ab? |
Kreuzworträtsel
| Zielgruppe | Wie heißt die Gruppe von Menschen, für die ein Podcast geplant wird? |
| Einstieg | Wie heißt der Anfang einer Podcast-Folge, der neugierig machen soll? |
| Interview | Wie heißt ein Gespräch, bei dem gezielt Fragen gestellt werden? |
| Storyboard | Wie heißt ein Plan, der die Reihenfolge von Abschnitten und Klängen zeigt? |
| Hauptteil | Wie heißt der längste inhaltliche Abschnitt einer Folge? |
| Abspann | Wie nennt man einen abschließenden Teil mit Beteiligten oder Quellenhinweisen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Geräuscheinstieg: Wähle eines der eingebundenen Geräusche aus und schreibe einen 20 Sekunden langen Einstieg für Schulnachrichten, Buchvorstellung oder Wissenschaftsthema.
- Zielgruppen-Steckbrief: Erstelle für einen Podcast Deiner Wahl einen Zielgruppen-Steckbrief mit Vorwissen, Interesse, Sprache und Hörziel.
- Fragenwerkstatt: Formuliere sechs offene Fragen für ein Berufsporträt und verbessere anschließend zwei Fragen so, dass sie neutraler werden.
- Skriptkarten: Erstelle vier Skriptkarten für Einstieg, Hauptteil, Mini-Frage und Schluss eines Lernpodcasts.
Standard
- Schulnachrichten planen: Plant in einer Kleingruppe eine dreiminütige Folge mit zwei Meldungen und einem kurzen Interview. Erstellt dazu ein Audio-Storyboard.
- Buch-Podcast: Plane eine Podcast-Buchvorstellung, die neugierig macht, aber das Ende nicht verrät. Teste Deinen Einstieg an zwei Mitschülerinnen oder Mitschülern.
- Berufsporträt: Suche eine Person aus Deinem Umfeld, deren Beruf Du interessant findest. Entwickle einen Interviewleitfaden und kläre vor einer Aufnahme gemeinsam mit Deiner Lehrkraft die nötigen Einwilligungen.
- Wissenschaft erklären: Wähle eine Forscherfrage aus Natur, Technik oder Alltag und plane eine Folge mit Beobachtung, Erklärung, Beispiel und Merksatz.
Schwer
- Lernfolge mit Aktivierung: Entwickle einen Lernpodcast, in dem die Zuhörenden mindestens zweimal aktiv mitdenken müssen. Plane Fragen, Denkpausen und Lösungen.
- Podcast-Vergleich: Höre Ausschnitte aus zwei unterschiedlichen Podcasts und vergleiche Zielgruppe, Einstieg, Fragearten, Hauptteil und Schluss in einer Tabelle.
- Mehrspur-Storyboard: Plane eine fünfminütige Podcast-Folge mit Moderation, O-Ton, Geräusch, Interview und Schluss. Begründe bei jedem Klangelement, warum es eingesetzt wird.
- Redaktionsprojekt: Produziert als Klasse mehrere kurze Folgen zu den fünf Use-Cases und entwickelt gemeinsam Kriterien, nach denen Ihr Euch gegenseitig Rückmeldung gebt.


Lernkontrolle
- Zielgruppenwechsel: Ein Podcast über den neuen Schulgarten wurde zuerst für Klasse 5 geplant. Er soll nun für Eltern erscheinen. Beschreibe mindestens vier Änderungen an Sprache, Einstieg, Fragen oder Hauptteil und begründe sie.
- Planungsfehler finden: Eine Folge beginnt mit zwei Minuten Musik, nennt keine Zielgruppe, stellt nur Ja-Nein-Fragen und endet plötzlich. Analysiere die Probleme und entwickle einen verbesserten Ablauf.
- Nachfragen entwickeln: Eine Interviewperson sagt: „Der spannendste Moment meines Berufs war ganz anders als erwartet.“ Formuliere drei sinnvolle Nachfragen und erkläre, warum sie geeignet sind.
- Storyboard übertragen: Übertrage das Storyboard einer Buchvorstellung auf ein Wissenschaftsthema. Zeige, welche Elemente gleich bleiben können und welche verändert werden müssen.
- Fakten prüfen: Erkläre, wie Du bei Schulnachrichten oder einem Wissenschaftspodcast unterscheiden würdest, ob eine Information ausreichend geprüft ist. Nenne geeignete Schritte und begründe ihre Reihenfolge.
- Klangwirkung: Wähle zwei Geräusche aus diesem aiMOOC. Beschreibe, wie sich die Wirkung einer Folge verändert, wenn Du sie an unterschiedlichen Stellen einsetzt.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu IM5 - Einen Podcast planen sollte sichtbar werden, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern selbstständig planen und Entscheidungen begründen kannst.
- Podcastkonzept: Thema, Ziel und Zielgruppe sind klar beschrieben.
- Einstiegsentwurf: Ein kurzer Einstieg macht neugierig und passt zur Zielgruppe.
- Fragenplanung: Die Leitfragen sind verständlich, offen und möglichst neutral.
- Strukturplan: Der Hauptteil hat eine nachvollziehbare Reihenfolge.
- Schlussplanung: Der Schluss sichert den wichtigsten Gedanken und beendet die Folge erkennbar.
- Skriptkarten: Die Karten enthalten sinnvolle Stichpunkte statt langer Vorlesetexte.
- Audio-Storyboard: Sprache, Geräusche, Übergänge und Zeit werden übersichtlich geplant.
- Medienverantwortung: Quellen, Rechte, Einwilligungen und persönliche Daten werden beachtet.
- Begründung: Du kannst erklären, warum Deine Planung zur gewählten Zielgruppe und zum gewählten Podcast-Format passt.
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