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Mit KI verständlich kommunizieren

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Mit KI verständlich kommunizieren




Einleitung

Mit KI verständlich kommunizieren zeigt Dir, wie Du einer KI einen klaren Arbeitsauftrag gibst, ihre Antwort prüfst und sie gezielt verbessern lässt. Dabei geht es nicht um geheime Tricks oder Zauberwörter. Du lernst einen kontrollierten Arbeitsprozess: Du bestimmst das Ziel, gibst passenden Kontext, formulierst Kriterien, legst ein Ausgabeformat fest, lässt bei Bedarf Rückfragen stellen, prüfst das Ergebnis und überarbeitest es.

Der Kurs richtet sich besonders an die Klasse 5 und setzt keine technischen Vorkenntnisse voraus. Für die Basiseinheit sind etwa 90 Minuten vorgesehen. Eine zweite Unterrichtsstunde kann für Vertiefung, Projektarbeit oder Präsentationen genutzt werden. Der wichtigste Grundsatz lautet: Du denkst und entscheidest – die KI unterstützt.

Die Abbildung passt zum Grundgedanken Humans First: Ein KI-System kann Vorschläge machen, aber Menschen tragen Verantwortung für Ziele, Auswahl, Prüfung und Veröffentlichung.

Das Video von SRF Kids eignet sich als kurze Einführung in Künstliche Intelligenz. Achte beim Anschauen besonders darauf, welche Möglichkeiten und welche Grenzen von KI genannt werden.

Medienhinweis: Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Ihre jeweiligen freien oder gemeinfreien Nutzungsbedingungen findest Du auf der Dateiseite. Bei eingebetteten YouTube-Videos gilt die dort angegebene Lizenz des jeweiligen Videos.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du einen KI-Arbeitsauftrag so formulieren, dass er zu Deiner Aufgabe passt. Du kannst erklären, warum Ziel, Kontext, Kriterien und Ausgabeformat wichtig sind. Du kannst sinnvolle Rückfragen einplanen, eine erste KI-Antwort mit einer Checkliste beurteilen und durch konkrete Rückmeldung verbessern. Außerdem kannst Du unsichere Aussagen erkennen, Quellen prüfen, persönliche Daten schützen, auf faire Formulierungen achten und kenntlich machen, wie Du KI eingesetzt hast.

Am Ende überträgst Du den Arbeitsprozess auf eine neue Situation und begründest, warum Du bestimmte Schritte gewählt hast.


Ablauf für 1 bis 2 Unterrichtsstunden

Zeit Phase Deine Aktivität
0–10 Minuten Aktivierung und Diagnose Du vergleichst zwei unterschiedlich klare Arbeitsaufträge und begründest, welcher hilfreicher ist.
10–20 Minuten Verständliche Einführung Du klärst, was ein Prompt ist und warum eine KI-Antwort nicht automatisch richtig ist.
20–35 Minuten Sechs Schritte Du lernst Ziel, Kontext, Kriterien, Ausgabeformat, Rückfragen und Prüfen mit Überarbeitung kennen.
35–55 Minuten Anwendung Du bearbeitest in Partnerarbeit eine realistische Schulaufgabe mit einem KI-System oder als Rollenspiel.
55–70 Minuten Prüfen und verbessern Du kontrollierst Aussagen, Sprache, Fairness und Sicherheit und formulierst eine zweite, bessere Anfrage.
70–80 Minuten Selbstkontrolle und Reflexion Du nutzt eine Checkliste und erklärst, welche Entscheidung bei Dir und nicht bei der KI lag.
80–90 Minuten Transfer Du überträgst den Arbeitsprozess auf eine neue Situation und begründest Deine Vorgehensweise.
optional weitere 45 Minuten Fächerübergreifendes Projekt Du setzt den Arbeitsprozess in Deutsch, Informatik, Mathematik, Naturwissenschaften, Kunst, Ethik oder Medienbildung ein.


Aktivierung und Diagnose: Welche Anfrage hilft mehr?

Stell Dir vor, Deine Klasse möchte für den Schaukasten einen kurzen Informationstext über einen insektenfreundlichen Schulhof vorbereiten.

Anfrage A Anfrage B
Schreib etwas über Insekten. Wir sind eine 5. Klasse und erstellen einen Schaukasten für unsere Schule. Nenne drei leicht verständliche Ideen, wie ein Schulhof insektenfreundlicher werden kann. Erkläre jede Idee in höchstens zwei Sätzen. Markiere Aussagen, die wir vor der Veröffentlichung mit einer zuverlässigen Quelle prüfen sollten. Wenn Dir wichtige Informationen fehlen, stelle zuerst höchstens zwei Rückfragen.

Diagnoseauftrag: Entscheide zuerst allein, welche Anfrage wahrscheinlich besser zur Aufgabe passt. Markiere anschließend alle Stellen, die der KI zusätzliche Orientierung geben. Vergleiche Deine Entscheidung mit einer Partnerin oder einem Partner.

Wichtig: Auch die klarere Anfrage garantiert keine richtige Antwort. Eine gute Eingabe verbessert die Zusammenarbeit, ersetzt aber nicht das Prüfen.


Verständliche Einführung


Was ist ein Prompt?

Ein Prompt ist eine Eingabe oder Arbeitsanweisung an ein KI-System. Das kann eine Frage, eine Beschreibung, ein Bild oder eine Kombination daraus sein. Für diesen Kurs genügt Text.

Wenn Du schreibst „Erklär mir das“, fehlen viele Informationen. Was bedeutet „das“? Für wen soll die Erklärung sein? Wie lang soll sie werden? Welche Beispiele sind erlaubt? Eine KI kann solche Lücken selbst füllen – aber vielleicht anders, als Du es brauchst.

Ein klarer Prompt ist deshalb vergleichbar mit einer guten Aufgabenstellung im Unterricht: Er beschreibt was erreicht werden soll, für wen das Ergebnis gedacht ist, welche Bedingungen gelten und wie das Ergebnis aussehen soll.

Das Bild veranschaulicht die Verbindung zwischen Mensch, Eingabe und KI-System. Entscheidend ist nicht nur, was die KI technisch kann, sondern wie bewusst Du den Arbeitsprozess steuerst.


KI ist kein Orakel

Ein generatives KI-System erzeugt Antworten auf Grundlage von Mustern in Daten. Es kann Texte formulieren, Ideen ordnen oder Erklärungen anpassen. Es kann aber auch Informationen verwechseln, etwas erfinden, eine Frage missverstehen oder einseitig antworten. Eine flüssig klingende Antwort ist deshalb noch kein Beweis dafür, dass sie stimmt.

Du solltest KI-Ergebnisse deshalb ähnlich behandeln wie einen ersten Entwurf: lesen, prüfen, vergleichen, verbessern und selbst entscheiden.

Die Sachgeschichte der Sendung mit der Maus zeigt kindgerecht, wie KI mit Beispielen und Mustern arbeitet. Nutze das Video nicht als Ersatz für eigenes Denken, sondern als Ausgangspunkt für Fragen.


Der Sechs-Schritte-Arbeitsprozess

Der folgende Ablauf ist keine Tricksammlung. Er ist ein Arbeitsprozess, den Du je nach Aufgabe anpassen kannst.

Schritt Leitfrage Beispiel
Ziel Was möchte ich am Ende erreichen? Ich brauche drei Ideen für einen kurzen Infotext.
Kontext Für wen, wozu und in welcher Situation brauche ich das Ergebnis? Der Text ist für Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 und kommt in den Schaukasten.
Kriterien Was muss enthalten sein und was soll vermieden werden? Einfache Sprache, sachlich, keine erfundenen Zahlen, keine persönlichen Daten.
Ausgabeformat In welcher Form soll die Antwort erscheinen? Tabelle mit Idee, kurzer Erklärung und Prüfhinweis.
Rückfragen Welche fehlenden Informationen soll die KI zuerst klären? Wenn etwas Wichtiges fehlt, stelle zuerst höchstens zwei Rückfragen.
Prüfen und verbessern Was kontrolliere ich und welches Feedback gebe ich? Aussage 2 ist zu ungenau. Formuliere sie verständlicher und kennzeichne unsichere Fakten.

Eine Checkliste hilft Dir, nicht nur auf eine beeindruckende Formulierung zu achten, sondern auf die Anforderungen Deiner echten Aufgabe.


Schritt 1: Ein klares Ziel setzen

Ein Ziel beschreibt das gewünschte Ergebnis. „Hilf mir bei Bio“ ist sehr offen. „Hilf mir, drei Fragen für eine Lernkarte zum Thema Fotosynthese zu formulieren“ ist konkreter.

Ein gutes Ziel nimmt Dir die Denkarbeit nicht ab. Statt „Löse meine Hausaufgabe“ kannst Du schreiben: „Gib mir einen Hinweis, mit dem ich den nächsten Schritt selbst finde.“ So bleibt die Entscheidung bei Dir.


Schritt 2: Relevanten Kontext geben

Kontext sind Hintergrundinformationen, die für die Aufgabe wirklich wichtig sind. Dazu können Klassenstufe, Thema, Zweck, Vorwissen oder Zielgruppe gehören.

Beispiel: „Ich bin in Klasse 5 und erkläre das Thema einer anderen 5. Klasse.“ Das hilft mehr als persönliche Daten. Deinen vollständigen Namen, Deine Adresse, private Fotos, Passwörter oder andere sensible Informationen solltest Du nicht in einen KI-Chat eingeben.


Schritt 3: Kriterien festlegen

Kriterien sind Bedingungen, an denen Du das Ergebnis später messen kannst. Gute Kriterien sind beobachtbar.

Beispiele sind: „höchstens 80 Wörter“, „drei verständliche Beispiele“, „keine Fachwörter ohne Erklärung“, „kennzeichne unsichere Aussagen“, „keine abwertenden Zuschreibungen über Personengruppen“.

Kriterien machen aus „gefällt mir“ eine begründbare Prüfung.


Schritt 4: Ein Ausgabeformat wählen

Das Ausgabeformat bestimmt die Form der Antwort. Du kannst zum Beispiel eine Tabelle, eine Checkliste, fünf kurze Sätze, eine Gliederung oder zwei unterschiedliche Entwürfe verlangen.

Das ist besonders nützlich in Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften, weil Du Informationen anschließend leichter vergleichen kannst.


Schritt 5: Rückfragen ermöglichen

Wenn Deine Aufgabe unklar ist, kann es sinnvoll sein, die KI zuerst fragen zu lassen. Eine mögliche Formulierung lautet: „Wenn Dir eine wichtige Information fehlt, stelle mir zuerst höchstens zwei Rückfragen.“

Du musst aber nicht jede Rückfrage beantworten. Prüfe, ob sie wirklich nötig ist und ob Du dafür private Informationen preisgeben müsstest.


Schritt 6: Prüfen, Feedback geben und erneut versuchen

Die erste Antwort ist ein Entwurf. Markiere konkret, was noch nicht passt. Statt „Mach es besser“ ist hilfreicher: „Die Erklärung ist noch zu schwer für Klasse 5. Ersetze drei Fachbegriffe durch einfachere Wörter und behalte die drei Kernaussagen.“

Eine Rückkopplungsschleife zeigt den Grundgedanken: Eingabe führt zu Ausgabe, die Ausgabe wird geprüft, und die nächste Eingabe berücksichtigt das Ergebnis der Prüfung. Genau so entsteht iterative Verbesserung.


Die Prüf-Lupe: Stimmt das wirklich?

Bei Tatsachenfragen brauchst Du eine Prüf-Lupe. Frage nicht nur: „Klingt das gut?“, sondern auch: „Kann ich das belegen?“

  1. Quelle prüfen: Suche wichtige Tatsachen in einem Schulbuch, einer seriösen Fachseite, einem Lexikon oder einer anderen geeigneten Quelle nach.
  2. Plausibilität prüfen: Passt die Aussage zu dem, was Du schon sicher weißt? Sind Zahlen, Einheiten und Größenordnungen sinnvoll?
  3. Vergleichen: Nutze bei wichtigen Aussagen mehr als eine geeignete Quelle.
  4. Transparent arbeiten: Halte fest, wo KI geholfen hat und was Du selbst geprüft oder verändert hast.
  5. Daten schützen: Gib keine unnötigen persönlichen oder sensiblen Informationen ein.
  6. Fairness prüfen: Achte darauf, ob Menschen einseitig, abwertend oder in starren Rollen dargestellt werden.


Fächerübergreifende Bezüge

Fach Was Du mit dem Arbeitsprozess trainierst Beispiel
Informatik Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe und Mensch-Maschine-Interaktion verstehen Untersuche, wie verschiedene Eingaben unterschiedliche Ausgaben erzeugen.
Deutsch Adressatengerechtes Formulieren, Überarbeiten und Begründen Lass Dir drei Einleitungen vorschlagen und entscheide selbst, welche am besten zum Textziel passt.
Mathematik Kriterien, Tabellen, Einheiten und Plausibilität Lass einen Lösungsweg erklären und prüfe jeden Rechenschritt selbst.
Naturwissenschaften Beobachtung, Hypothese, Quellenprüfung und sichere Durchführung Nutze KI für Fragen zu einem Versuch, aber führe keine unbekannten oder gefährlichen Anweisungen ungeprüft aus.
Kunst Bildideen, Gestaltungskriterien, Perspektiven und Urheberrecht Formuliere ein Bildbriefing und entscheide selbst über Motiv, Wirkung und Überarbeitung.
Ethik Verantwortung, Fairness, Würde und Entscheidungskompetenz Prüfe, ob ein Vorschlag Menschen stereotyp oder unfair behandelt.
Medienbildung Quellenkritik, Transparenz, Datenschutz und selbstbestimmte Mediennutzung Dokumentiere, welche Teile eines Produkts mit KI-Unterstützung entstanden sind.


Realistische Anwendungssituation


Auftrag: Ein Schaukasten für einen insektenfreundlichen Schulhof

Deine Klasse plant einen kleinen Schaukasten mit Ideen für einen insektenfreundlicheren Schulhof. Die KI soll nicht das fertige Produkt übernehmen. Sie soll Dir helfen, Möglichkeiten zu sammeln, offene Fragen zu erkennen und einen Entwurf zu strukturieren.

Arbeitsphase 1 – Eigenes Denken: Notiere zuerst selbst zwei Ideen und eine Frage, die Du noch klären möchtest.

Arbeitsphase 2 – Auftrag an die KI: Verwende den Sechs-Schritte-Prozess. Ein möglicher Start ist:

Baustein Dein möglicher Inhalt
Ziel Drei umsetzbare Ideen für unseren Schulhof sammeln
Kontext Klasse 5, Schaukasten für Schülerinnen, Schüler und Eltern
Kriterien einfache Sprache, keine erfundenen Zahlen, jede Idee kurz begründen, mögliche Unsicherheiten markieren
Ausgabeformat Tabelle mit Idee, Begründung und Prüfhinweis
Rückfragen höchstens zwei Fragen, falls wichtige Angaben fehlen
Prüfen Fakten anschließend mit geeigneten Quellen vergleichen

Arbeitsphase 3 – Prüfen: Markiere in der KI-Antwort eine Aussage, die Du überprüfen willst. Suche dafür eine geeignete Quelle. Notiere, ob die Aussage bestätigt, genauer formuliert oder verworfen werden muss.

Arbeitsphase 4 – Verbessern: Gib der KI genau eine begründete Rückmeldung und fordere eine überarbeitete Fassung an.

Arbeitsphase 5 – Menschliche Entscheidung: Wähle selbst aus, welche Idee in den Schaukasten kommt. Begründe Deine Entscheidung mit mindestens zwei Kriterien.

Dieses kindgerechte Erklärvideo des Studio im Netz kann als zusätzlicher Impuls genutzt werden. Vergleiche anschließend eine Aussage aus dem Video mit dem, was Du im Kurs über Chancen und Grenzen von KI gelernt hast.


Sicherheit, Fairness und Verantwortung

KI-Unterstützung ist besonders sinnvoll, wenn Du sie bewusst einsetzt. Bei Aufgaben mit Gesundheit, gefährlichen Stoffen, Feuer, Strom, Medikamenten, persönlichen Problemen oder anderen riskanten Situationen brauchst Du geeignete erwachsene oder fachliche Unterstützung. Eine KI-Antwort ist dafür kein Ersatz.

Auch bei scheinbar harmlosen Aufgaben kann Fairness wichtig sein. Wenn eine KI beispielsweise automatisch bestimmte Berufe nur mit Männern oder nur mit Frauen verbindet, solltest Du das erkennen, hinterfragen und korrigieren.

Wenn Du KI für eine Schulaufgabe verwendest, beachte die Regeln Deiner Schule und Deiner Lehrkraft. Transparenz bedeutet, dass Du nicht so tust, als hättest Du einen KI-generierten Teil vollständig allein erstellt.

Das tagesschau-Video zeigt Beispiele dafür, wie KI in Schule eingesetzt werden kann. Nutze es für die Reflexionsfrage: Welche Teile einer Aufgabe sollte eine KI unterstützen dürfen, und welche Entscheidungen sollten bei Lernenden bleiben?


Selbstkontrolle: Mein KI-Arbeitscheck

Bevor Du ein Ergebnis übernimmst, prüfe:

Frage Ja Noch nicht
Habe ich mein Ziel selbst festgelegt?
Habe ich nur relevanten Kontext gegeben?
Sind meine Kriterien verständlich und überprüfbar?
Passt das Ausgabeformat zur Aufgabe?
Habe ich sinnvolle Rückfragen zugelassen, ohne private Daten preiszugeben?
Habe ich wichtige Tatsachen geprüft?
Habe ich auf faire und respektvolle Darstellung geachtet?
Habe ich die Antwort selbst überarbeitet und eine eigene Entscheidung getroffen?
Kann ich erklären, wo und wofür KI geholfen hat?


Reflexion: Wer steuert den Prozess?

Beantworte drei Fragen in vollständigen Sätzen.

  1. Eigene Entscheidung: Welche wichtige Entscheidung hast Du selbst getroffen, obwohl die KI einen Vorschlag gemacht hat?
  2. Prüfung: Welche Aussage musstest Du überprüfen und was hat sich dadurch verändert?
  3. Verbesserung: Welche konkrete Rückmeldung hat die zweite Fassung besser gemacht?


Transfer: Eine neue Situation

Stell Dir vor, Du sollst in Mathematik einer Mitschülerin erklären, wie man bei einer Sachaufgabe die wichtigen Angaben erkennt. Du möchtest KI nutzen, ohne Dir einfach das Ergebnis vorsagen zu lassen.

Formuliere einen eigenen Auftrag mit Ziel, Kontext, Kriterien, Ausgabeformat und einer sinnvollen Rückfrage-Regel. Lege außerdem fest, wie Du die Antwort prüfst. Begründe anschließend in drei bis fünf Sätzen, warum Deine Formulierungen selbstständiges Lernen unterstützen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Du bekommst mit dem Auftrag „Erkläre das“ eine unpassende Antwort. Was ist der sinnvollste nächste Schritt? (Ziel und relevanten Kontext genauer beschreiben) (!Die gleiche unklare Anfrage immer wieder senden) (!Jede Antwort ungeprüft übernehmen) (!Persönliche Daten ergänzen)




Welche Anfrage unterstützt selbstständiges Lernen am besten? (Gib mir einen Hinweis für den nächsten Schritt und erkläre, woran ich selbst weiterdenken soll) (!Löse die ganze Aufgabe und gib nur das Endergebnis aus) (!Schreibe irgendetwas zum Thema) (!Entscheide für mich, was ich glauben soll)




Eine KI nennt eine überraschende Zahl für ein Naturwissenschaftsthema. Was solltest Du tun? (Die Zahl mit einer geeigneten zuverlässigen Quelle prüfen) (!Die Zahl übernehmen, weil sie genau klingt) (!Die Zahl größer machen, damit sie wichtiger wirkt) (!Nur die Rechtschreibung der Zahl kontrollieren)




Du möchtest eine Antwort mit drei kurzen Vorschlägen statt eines langen Textes. Was fehlt vor allem? (Ein klares Ausgabeformat) (!Eine private Adresse) (!Ein kompliziertes Fremdwort) (!Eine längere Begrüßung)




Wann ist eine Rückfrage der KI besonders nützlich? (Wenn wichtige Informationen für die Aufgabe fehlen) (!Wenn Du möglichst viele persönliche Daten nennen möchtest) (!Wenn die erste Antwort schon ungeprüft veröffentlicht wurde) (!Wenn Rückfragen die Aufgabe absichtlich unklarer machen)




Die erste Antwort ist zu schwierig für Klasse 5. Welche Rückmeldung ist am hilfreichsten? (Ersetze schwierige Fachwörter durch einfache Erklärungen und behalte die Kernaussagen) (!Mach es besser) (!Schreib irgendwas anderes) (!Ignoriere meine Zielgruppe)




Eine KI ordnet bestimmte Berufe immer nur einem Geschlecht zu. Was ist der beste Umgang damit? (Die Darstellung als mögliche Verzerrung erkennen und fair überarbeiten) (!Die Zuordnung als Naturgesetz übernehmen) (!Die Darstellung ungeprüft weitergeben) (!Das Problem durch mehr Stereotype verstärken)




Welche Information solltest Du in einem normalen Schul-Prompt eher nicht angeben? (Deine private Wohnadresse) (!Die Klassenstufe) (!Das gewünschte Textformat) (!Das Unterrichtsthema)




Was bedeutet iterative Verbesserung in diesem Kurs? (Ein Ergebnis prüfen, gezieltes Feedback geben und eine verbesserte Fassung erstellen) (!Die erste Antwort unverändert abgeben) (!Möglichst viele zufällige Anfragen senden) (!Nur die Schriftgröße ändern)




Du überträgst den Arbeitsprozess auf ein neues Thema. Was zeigt besonders gut, dass Du die Verantwortung behältst? (Du legst Kriterien fest, prüfst das Ergebnis und begründest Deine eigene Entscheidung) (!Du lässt die KI alle Entscheidungen treffen) (!Du veröffentlichst die erste Antwort sofort) (!Du verzichtest auf jede Quellenprüfung)





Memory

Ziel gewünschtes Ergebnis
Kontext Hintergrund zur Aufgabe
Kriterien überprüfbare Bedingungen
Ausgabeformat Form der Antwort
Rückfrage Klärung fehlender Informationen
Iteration schrittweise Verbesserung
Quellencheck Überprüfung von Tatsachen
Transparenz KI-Nutzung kenntlich machen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ziel Drei Ideen für einen Schaukasten sammeln
Kontext Klasse 5 und Schulfest als Zielgruppe
Kriterium Einfache Sprache und keine erfundenen Zahlen
Ausgabeformat Tabelle mit drei Spalten
Rückfrage Stelle zuerst höchstens zwei Fragen
Prüfschritt Markiere Tatsachen, die eine Quelle brauchen




...


Kreuzworträtsel

Kontext Wie heißt der Hintergrund, der erklärt, für wen und wozu eine Antwort gebraucht wird?
Kriterium Wie heißt eine überprüfbare Bedingung für ein gutes Ergebnis?
Format Wie heißt die festgelegte Form einer Ausgabe, etwa Tabelle oder Liste?
Quelle Was brauchst Du, um eine wichtige Tatsachenbehauptung zu überprüfen?
Fairness Welcher Begriff beschreibt eine gerechte und nicht abwertende Darstellung?
Iteration Wie heißt das wiederholte Prüfen und Verbessern eines Entwurfs?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Am Anfang eines guten KI-Arbeitsauftrags steht ein klares

. Der passende

erklärt, für wen und wozu Du das Ergebnis brauchst. Mit

legst Du fest, woran Du eine brauchbare Antwort erkennst. Ein gewünschtes

kann zum Beispiel eine Tabelle oder eine kurze Gliederung sein. Wenn wichtige Angaben fehlen, können gezielte

helfen. Eine erste KI-Antwort sollte immer

werden. Wichtige Tatsachen vergleichst Du mit einer geeigneten

. Durch konkrete Rückmeldung entsteht eine schrittweise

. Persönliche Informationen schützt Du durch sparsamen Umgang mit

. Die Verantwortung für Auswahl und Veröffentlichung bleibt beim

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Prompt-Detektiv: Nimm die unklare Anfrage „Erklär mir Vulkane“ und ergänze Ziel, Zielgruppe und ein passendes Ausgabeformat. Begründe jede Ergänzung.
  2. Format-Werkstatt: Formuliere denselben Arbeitsauftrag einmal für eine Tabelle und einmal für fünf kurze Sätze. Vergleiche, für welchen Zweck welches Format besser ist.
  3. Rückfragen-Runde: Erfinde eine absichtlich unvollständige Schulaufgabe. Formuliere anschließend eine Anweisung, durch die die KI höchstens zwei sinnvolle Rückfragen stellen soll.
  4. Quellen-Lupe: Lass Dir zu einem bekannten Unterrichtsthema drei überprüfbare Tatsachen nennen. Wähle eine aus und kontrolliere sie mit einer geeigneten Quelle.


Standard

  1. Lernplakat: Entwickle mit KI-Unterstützung drei mögliche Überschriften und eine Gliederung für ein Lernplakat. Wähle selbst aus, überarbeite die Formulierungen und dokumentiere Deine Entscheidung.
  2. Naturwissenschaftlicher Faktencheck: Lass Dir eine kurze Erklärung zu einem bekannten Naturphänomen geben. Markiere zwei Tatsachenbehauptungen, prüfe sie und verbessere den Text auf Grundlage Deiner Recherche.
  3. Mathematik-Erklärhilfe: Gib einer KI eine selbst gelöste Sachaufgabe und bitte sie, nur den Lösungsweg zu erklären. Vergleiche ihren Weg mit Deinem und notiere eine Stelle, an der Du genauer prüfen musstest.
  4. Kunst-Briefing: Entwirf ein Briefing für eine Bildidee zum Thema „Schule der Zukunft“. Lege Motiv, Stimmung, Zielgruppe und Fairness-Kriterien fest und zeichne anschließend selbst eine eigene Version.


Schwer

  1. Fairness-Prüfung: Erzeuge eine Liste fiktiver Personen für ein Schulprojekt und untersuche, ob Rollen oder Eigenschaften stereotyp verteilt werden. Entwickle Kriterien für eine fairere Fassung.
  2. KI-Protokoll: Bearbeite eine kleine Rechercheaufgabe und führe ein Protokoll mit eigener Ausgangsidee, Prompt, KI-Vorschlag, Quellenprüfung, Änderung und eigener Endentscheidung.
  3. Iterations-Experiment: Verwende denselben Ausgangsauftrag in drei Überarbeitungsrunden. Ändere pro Runde nur einen Aspekt und untersuche, wie sich die Qualität des Ergebnisses verändert.
  4. Transfer-Challenge: Wähle eine neue Situation aus einem anderen Schulfach, entscheide zuerst, ob KI dort überhaupt sinnvoll ist, und entwickle dann einen verantwortlichen Arbeitsprozess. Begründe sowohl Deine Nutzung als auch mögliche Grenzen.




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Lernkontrolle

  1. Unbekannter Prompt: Du erhältst die Anfrage „Mach mir etwas über Wasser“. Analysiere mindestens vier fehlende Informationen, formuliere eine bessere Version und begründe, warum sie selbstständiges Arbeiten unterstützt.
  2. Ergebnisse vergleichen: Zwei KI-Antworten erfüllen unterschiedliche Kriterien. Entwickle ein Bewertungsraster mit mindestens vier Kriterien und entscheide begründet, welche Antwort besser zur Aufgabe passt.
  3. Quellenplan: Eine KI nennt drei Tatsachen, von denen eine zweifelhaft wirkt. Beschreibe einen Prüfplan mit geeigneten Quellenarten, Vergleich und Entscheidung darüber, was Du übernehmen würdest.
  4. Sicherheitsfall: Eine KI schlägt für ein Schulprojekt eine Handlung vor, bei der persönliche Daten oder ein mögliches Sicherheitsrisiko vorkommen. Erkläre, welche Teile Du stoppst, welche Hilfe Du hinzuziehst und warum.
  5. Fairnessfall: Untersuche einen fiktiven KI-Text, der Menschen einseitig darstellt. Formuliere konkrete Verbesserungskriterien und erkläre, warum Fairness Teil der Qualitätsprüfung ist.
  6. Transferleistung: Du sollst in einem neuen Fachgebiet mit KI arbeiten. Entwickle einen vollständigen Ablauf von der eigenen Vorüberlegung bis zur transparenten Endfassung und begründe mindestens drei Entscheidungen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Mit KI verständlich kommunizieren ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe nennen, sondern Deinen Arbeitsprozess zeigen und begründen kannst.

  1. Du formulierst ein eigenes Ziel, ohne die Verantwortung an die KI abzugeben.
  2. Du gibst nur relevanten Kontext und schützt persönliche Daten.
  3. Du entwickelst überprüfbare Kriterien und ein passendes Ausgabeformat.
  4. Du setzt Rückfragen gezielt ein, wenn Informationen wirklich fehlen.
  5. Du prüfst wichtige Tatsachen mit geeigneten Quellen und begründest Deine Einschätzung.
  6. Du verbesserst mindestens einmal iterativ und kannst erklären, warum Deine Rückmeldung hilfreich war.
  7. Du berücksichtigst Sicherheit, Fairness und respektvolle Darstellung.
  8. Du kennzeichnest transparent, wie KI an Deinem Ergebnis beteiligt war.
  9. Du überträgst den Arbeitsprozess auf eine neue Situation und begründest, warum Du KI dort einsetzt oder bewusst nicht einsetzt.




OERs zum Thema

Als Hintergrund eignet sich der Wikipedia-Artikel zu Künstlicher Intelligenz. Für den Kurs sind außerdem die Artikel Prompt-Engineering, Medienkompetenz, Quellenkritik, Datenschutz und KI-Ethik als Vertiefung sinnvoll.


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