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D5 E - Präsentationen wirkungsvoll gestalten

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D5 E - Präsentationen wirkungsvoll gestalten




Einleitung

D5 E - Präsentationen wirkungsvoll gestalten

Stell Dir vor: Drei Personen präsentieren dasselbe Thema. Die erste liest eine vollgeschriebene Folie Wort für Wort vor. Die zweite zeigt viele bunte Effekte, aber Du weißt am Ende nicht, was wichtig war. Die dritte beginnt mit einer überraschenden Frage, spricht verständlich, schaut ins Publikum, zeigt nur passende Bilder und beendet den Vortrag mit einem klaren Merksatz. Welche Präsentation würdest Du vermutlich am besten verstehen – und warum?

In diesem aiMOOC untersuchst Du, wie eine Präsentation wirkt. Du lernst nicht nur Regeln auswendig, sondern beobachtest, vergleichst, begründest, verbesserst und entwickelst schließlich eine eigene Präsentation. Dabei arbeitest Du auf E-Niveau: Du verwendest Fachbegriffe, begründest Deine Entscheidungen und prüfst, ob Deine Gestaltung wirklich zum Thema und zum Publikum passt.

Eine Präsentation verbindet mehrere Bereiche: Inhalt, Sprache, Stimme, Körpersprache, Visualisierung, Medienkompetenz und den Bezug zum Publikum. Eine gute Präsentation ist deshalb mehr als eine schöne Folie. Sie hilft anderen Menschen, etwas zu verstehen, sich etwas zu merken oder über eine Frage nachzudenken.

Mini-Auftrag zum Start: Erkläre einer Partnerperson in 30 Sekunden ein Thema, das Du gut kennst. Nutze dabei keine Folie. Die Partnerperson nennt danach genau eine Stärke und eine konkrete Verbesserungsmöglichkeit. Wiederhole Deine Erklärung ein zweites Mal und setze die Rückmeldung bewusst um.


Vorwissen aktivieren

Bevor Du neue Regeln kennenlernst, prüfst Du, was Du bereits kannst. Bewerte Dich zunächst selbst. Es geht nicht um eine Note, sondern um einen Ausgangspunkt.

Aussage Noch unsicher Teilweise sicher Sicher
Ich kann einen Vortrag in Anfang, Hauptteil und Schluss gliedern.
Ich kann erklären, warum eine Folie nicht mit Text überladen sein sollte.
Ich kann Lautstärke, Sprechtempo und Pausen bewusst einsetzen.
Ich kann Blickkontakt, Körperhaltung und Gestik beschreiben.
Ich kann eine Präsentation an ein bestimmtes Publikum anpassen.
Ich kann Quellen für Bilder und Informationen angeben.
Ich kann eine KI-Antwort prüfen, statt sie ungeprüft zu übernehmen.

Vorwissensfrage: Was ist für Dich wichtiger: Inhalt oder Auftreten? Formuliere zuerst eine Vermutung. Am Ende des aiMOOCs prüfst Du, ob Du Deine Antwort verändern möchtest.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ...

  1. Aufbau: einen verständlichen roten Faden mit Einstieg, Hauptteil und Schluss planen und begründen.
  2. Adressatenbezug: Wortwahl, Beispiele und Erklärungen an Dein Publikum anpassen.
  3. Stimme: Lautstärke, Tempo, Betonung und Sprechpausen bewusst einsetzen.
  4. Körpersprache: Haltung, Blickkontakt, Mimik und Gestik passend nutzen und ihre Wirkung vorsichtig und sachlich beschreiben.
  5. Visualisierung: Folien, Bilder, Plakate und Diagramme so einsetzen, dass sie den Inhalt unterstützen statt davon abzulenken.
  6. Feedback: Rückmeldungen konkret, respektvoll und begründet geben sowie zur Überarbeitung nutzen.
  7. Medienkompetenz: freie oder erlaubte Medien auswählen, Quellen nennen und personenbezogene Daten schützen.
  8. KI-Kompetenz: erst selbst denken, KI gezielt nutzen, die Ausgabe prüfen, mit Regeln oder Quellen vergleichen, verbessern und die KI-Hilfe transparent machen.
  9. Eigenständige Präsentation: eine eigene Kurzpräsentation planen, gestalten, erproben, überarbeiten und reflektieren.


Was macht eine Präsentation wirkungsvoll?

Eine Präsentation ist wirkungsvoll, wenn das Publikum dem Inhalt folgen kann und versteht, was besonders wichtig ist. Dafür müssen mehrere Bereiche zusammenpassen.

Bereich Leitfrage Fachbegriff Typisches Qualitätsmerkmal
Inhalt Was soll das Publikum verstehen? Kernaussage wenige, gut erklärte Hauptgedanken
Aufbau In welcher Reihenfolge wird erklärt? roter Faden nachvollziehbare Gliederung
Sprache Wie formuliere ich verständlich und genau? Adressatenbezug passende Fachbegriffe werden erklärt
Stimme Wie klingt mein Vortrag? Sprechgestaltung hörbare Lautstärke, passendes Tempo, sinnvolle Pausen
Körper Wie unterstütze ich das Gesagte ohne Worte? nonverbale Kommunikation offene Haltung, sinnvoller Blickkontakt, passende Gestik
Visualisierung Was hilft dem Publikum beim Sehen und Verstehen? Mediengestaltung gut lesbare, relevante Darstellungen
Interaktion Wie beziehe ich das Publikum ein? Aktivierung passende Fragen, kurze Rückmeldungen, klare Übergänge

Wichtig: Einzelne Gesten sind kein sicherer Beweis dafür, was ein Mensch denkt oder fühlt. Körpersprache muss immer im Zusammenhang betrachtet werden. Menschen und Kulturen können Gesten unterschiedlich verwenden. Im Unterricht beschreibst Du deshalb zunächst beobachtbares Verhalten und erst danach eine mögliche Wirkung.


Der rote Faden

Ein Referat oder Kurzvortrag braucht eine erkennbare Struktur. Ein nützliches Grundmodell lautet:

Abschnitt Aufgabe Beispiel
Einstieg Aufmerksamkeit gewinnen und Thema nennen „Was würdet Ihr tun, wenn plötzlich für einen Tag das Internet ausfällt?“
Orientierung Leitfrage und Ablauf deutlich machen „Ich zeige zuerst zwei Folgen, dann eine Lösungsidee.“
Hauptteil Kerngedanken erklären und mit Beispielen belegen Jeder Abschnitt beantwortet eine Teilfrage.
Schluss Wichtigstes bündeln und zur Leitfrage zurückkehren „Damit sehen wir: Nicht die Menge der Technik entscheidet, sondern wie wir sie nutzen.“
Gespräch Fragen aufnehmen oder eine kurze Rückmeldung ermöglichen „Welche Lösung findet Ihr am überzeugendsten – und warum?“

Ein roter Faden bedeutet nicht, dass jede Präsentation gleich aussehen muss. Entscheidend ist, dass die Reihenfolge für das Publikum verständlich ist.

Beobachtungsauftrag zum Video: Notiere drei Hinweise zum Aufbau. Ordne danach jeden Hinweis einem Abschnitt der Tabelle zu. Übernimm keinen Tipp automatisch, sondern prüfe, ob er zu einer Präsentation in Klasse 5 passt.


Mini-Beispiel: Aus Stichpunkten wird ein Vortrag

Thema: Eine Idee für eine ruhigere Pause

Ungeeignete Notiz: „Pausenhof laut. Bank. Regeln. Spiele. Ende.“

Verbesserte Struktur:

  1. Einstieg: „Wann konntet Ihr Euch in der Pause zuletzt wirklich in Ruhe unterhalten?“
  2. Problem: Eine hypothetische Situation beschreiben, ohne Mitschülerinnen oder Mitschüler namentlich zu nennen.
  3. Idee: Eine Ruhezone mit Sitzmöglichkeit erklären.
  4. Begründung: Zeigen, wem die Idee helfen könnte und welche Grenzen sie hat.
  5. Schluss: „Eine gute Pause braucht nicht nur Bewegung, sondern auch Wahlmöglichkeiten.“

Die zweite Version ist stärker, weil sie Zusammenhang, Ziel und Begründung erkennen lässt.


Sprache und Adressatenbezug

Ein Vortrag kann fachlich richtig sein und trotzdem schwer verständlich wirken. Besonders auf E-Niveau sollst Du präzise sprechen, ohne unnötig kompliziert zu werden.

Fachsprache bedeutet: Du verwendest passende Fachbegriffe korrekt. Adressatenbezug bedeutet: Du erklärst so, dass genau Dein Publikum folgen kann.

Weniger geeignet Präziser und adressatengerechter
„Das Ding da zeigt halt die Zahlen.“ „Das Säulendiagramm vergleicht die Ergebnisse der drei Gruppen.“
„Meine Folie ist schöner.“ „Die überarbeitete Folie ist besser lesbar, weil sie weniger Text und eine größere Schrift enthält.“
„Ich mache ein Bild rein.“ „Ich verwende eine passende Abbildung, die meine Kernaussage sichtbar unterstützt.“
„Das ist besser für die Leute.“ „Für eine fünfte Klasse ist das Beispiel verständlicher, weil der unbekannte Fachbegriff direkt erklärt wird.“

Satzstarter für Begründungen:

  1. „Diese Gestaltung ist geeignet, weil ...“
  2. „Für mein Publikum ist besonders wichtig, dass ...“
  3. „Die Visualisierung unterstützt die Aussage, indem ...“
  4. „Im Vergleich zur ersten Version wirkt die zweite klarer, weil ...“
  5. „Diese Quelle ist für meine Aussage brauchbar, weil ...“
  6. „Ich habe den KI-Vorschlag verändert, weil ...“


Adressatenwechsel als Transfer

Stell Dir vor, Du erklärst dasselbe Thema zwei Gruppen.

Publikum Mögliche Anpassung
Klasse 5 kurze Sätze, bekannte Beispiele, neue Fachbegriffe direkt erklären
Schulkonferenz sachlichere Formulierungen, Gründe und mögliche Folgen genauer darstellen

Transferfrage: Warum wäre es ungeschickt, beiden Gruppen einfach denselben Vortrag Wort für Wort vorzulesen? Begründe mit mindestens zwei Fachbegriffen.


Stimme: verständlich und lebendig sprechen

Die Stimme trägt Deinen Inhalt zum Publikum. Dabei sind besonders Lautstärke, Sprechtempo, Betonung, Satzmelodie und Sprechpausen wichtig.

Ein kurzes freies Audio auf Wikimedia Commons zeigt die Aussprache des Wortes „Stimme“:

Das einzelne Wort ist noch keine Präsentation. Nutze es als Mini-Beobachtung: Welche Eigenschaften einer Stimme kannst Du schon an sehr kurzen Aufnahmen beschreiben, ohne die Person zu bewerten?

Videoauftrag: Höre beim ersten Durchgang möglichst nur zu. Beim zweiten Durchgang achtest Du gezielt auf Lautstärke, Tempo, Betonung und Pausen. Formuliere danach eine Regel in eigenen Worten.


Sprechmarkierungen

Sprechmarkierungen helfen Dir beim Üben. Sie gehören auf Deine Übungskarte, nicht unbedingt auf die Folie.

Markierung Bedeutung Beispiel
/ kurze Pause „Heute geht es um drei Ideen / für einen besseren Vortrag.“
// längere Denk- oder Wirkungspause „Und genau hier liegt das Problem. //“
↑WORT dieses Wort besonders betonen „Entscheidend ist ↑VERSTÄNDLICHKEIT.“
(langsamer) Tempo bewusst verringern „(langsamer) Diese Zahl müssen wir genau betrachten.“
(Blick) Blick vom Stichwortzettel lösen „(Blick) Was fällt Euch an der Grafik auf?“
(zeigen) gezielt auf eine Visualisierung verweisen „(zeigen) Hier seht Ihr den Unterschied.“

Übungssatz: Markiere den Satz „Eine gute Folie hilft beim Verstehen und ersetzt nicht den Vortrag“ so, dass eine wichtige Aussage deutlich hervorgehoben wird. Lies ihn zweimal vor und begründe, welche Version stärker wirkt.


Hörtext: Zwei Arten zu präsentieren

Dieser Hörtext wurde für diesen aiMOOC neu formuliert und kann von zwei Lernenden eingesprochen werden.

Version A – schwer zu folgen:

„Heute geht es um Präsentationen und ich habe hier sehr viel aufgeschrieben damit auch wirklich alles auf der Folie steht und ich lese das jetzt einmal vor und dann kommt noch die nächste Folie und dann noch eine.“

Version B – bewusst gestaltet:

„Stellt Euch eine Folie mit fünfzig Wörtern vor. / Wo schaut Ihr zuerst hin? // Genau das ist unser Thema: ↑WENIGER Text kann beim Zuhören helfen. (Blick) Ich zeige Euch dafür drei einfache Beispiele.“

Hörauftrag: Eine Person liest beide Versionen vor. Die anderen dürfen den Text dabei nicht sehen. Notiert anschließend beobachtbare Unterschiede bei Tempo, Pausen, Betonung und Adressatenbezug. Vermeidet Aussagen wie „A ist schlecht“. Formuliert genauer: „In Version A fehlt eine hörbare Pause zwischen ...“.


Mini-Podcast: 60 Sekunden Präsentationswissen

Produziere in Partnerarbeit einen 60- bis 90-sekündigen Mini-Podcast mit dem Titel „Ein Tipp, der meine Präsentation verbessert“.

Abschnitt Inhalt
Start Frage oder kurze Alltagssituation
Erklärung einen Fachbegriff erklären
Beispiel eine Vorher-Nachher-Variante vorsprechen
Schluss Merksatz und kurze Reflexion

Datenschutzregel: Verwende keine Klarnamen, privaten Kontaktdaten, Fotos, Stimmen anderer Personen oder Angaben über Deine Schule, wenn dafür keine geeignete Erlaubnis vorliegt. Für die Übung genügt eine lokale Aufnahme oder eine Live-Darbietung; ein öffentliches Hochladen ist nicht erforderlich.


Körpersprache: Haltung, Blick, Mimik und Gestik

Körpersprache ist nonverbale Kommunikation. Für Präsentationen sind besonders Körperhaltung, Blickkontakt, Mimik, Gestik und Bewegung im Raum wichtig.

Analyseauftrag: Beobachte nicht, ob die präsentierende Person „selbstbewusst ist“. Beobachte stattdessen, was sichtbar geschieht: Wohin richtet sich der Blick? Wann werden Hände eingesetzt? Wie verändert sich die Haltung? Erst danach formulierst Du eine mögliche Wirkung auf das Publikum.

Beobachtung mögliche Wirkung vorsichtige Fachsprache
Die Person schaut wiederholt verschiedene Bereiche des Publikums an. Zuhörende fühlen sich eher angesprochen. „Der wechselnde Blickkontakt kann den Adressatenbezug unterstützen.“
Die Person dreht sich lange zur Projektionsfläche. Stimme und Gesicht sind für Teile des Publikums schlechter wahrnehmbar. „Die Ausrichtung zur Wand erschwert möglicherweise den Kontakt zum Publikum.“
Eine Handbewegung hebt genau einen Begriff hervor. Der Begriff erhält zusätzliche Aufmerksamkeit. „Die Gestik unterstützt die Betonung der Kernaussage.“


Rollenspiel: Der Präsentationsdetektiv

Arbeitet zu dritt.

  1. Präsentierende Person: Sprich 30 Sekunden über ein neutrales Thema. In Runde 1 schaust Du überwiegend auf Deinen Zettel. In Runde 2 nutzt Du bewusst Blickkontakt und eine ruhige Haltung.
  2. Beobachtung: Notiere nur sicht- und hörbares Verhalten, keine Vermutungen über Gefühle oder Persönlichkeit.
  3. Feedback: Formuliere „Beobachtung – Wirkung – Vorschlag“, zum Beispiel: „Du hast in drei Sätzen auf den Zettel geschaut. Dadurch war weniger Blickkontakt möglich. Beim nächsten Durchgang könntest Du nur drei Stichwörter notieren.“

Danach werden die Rollen gewechselt.


Umgang mit Lampenfieber

Aufregung vor einem Vortrag ist häufig. Gute Vorbereitung, mehrmaliges lautes Üben und ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper können helfen. Das Ziel ist nicht, jede Nervosität „wegzumachen“, sondern trotz Aufregung handlungsfähig zu bleiben.

Kurzstrategie vor dem Vortrag: Stelle beide Füße sicher auf, atme ruhig, lies Deinen ersten Satz innerlich, schaue kurz ins Publikum und beginne erst dann. Wenn Du den Faden verlierst, ist eine kurze Pause oft hilfreicher als viele Fülllaute.


Visualisierung: Folien, Bilder und Plakate

Eine Visualisierung soll Deinen Inhalt sichtbar unterstützen. Sie ist kein zweiter Vortrag, der parallel gelesen werden muss.

Eine wirkungsvolle Folie beantwortet mindestens eine dieser Fragen:

  1. Was soll das Publikum sehen, was nur mit Worten schwerer zu verstehen wäre?
  2. Welche Kernaussage soll im Gedächtnis bleiben?
  3. Welche Grafik, welches Bild oder welches Schlüsselwort hilft beim Erklären?
  4. Ist alles aus dem hinteren Teil des Raums gut lesbar?
  5. Ist die Quelle eines fremden Bildes oder einer fremden Information nachvollziehbar?


Folienvergleich: überladen oder fokussiert?

Folie A

UNSER SCHULHOF
Unser Schulhof ist ein Ort, an dem viele verschiedene Dinge stattfinden und manche Kinder wollen spielen, andere möchten sich unterhalten, außerdem braucht man genügend Platz und es gibt unterschiedliche Ideen, wie man die Pause gestalten könnte, und deshalb möchte ich heute mehrere Möglichkeiten vorstellen, die man vielleicht ausprobieren könnte.

Folie B

Unser Schulhof: Platz für verschiedene Pausen
BewegenRedenAusruhen
[selbst erstellte Skizze mit drei Bereichen]

Analyse: Folie B enthält weniger Text. Das allein macht sie noch nicht automatisch gut. Sie wird dann sinnvoll, wenn die präsentierende Person die drei Begriffe verständlich erklärt und die Skizze tatsächlich beim Verstehen hilft.

Prüfauftrag: Sammle aus dem Video drei Gestaltungstipps. Ordne sie anschließend in die Kategorien Lesbarkeit, Inhalt, Bildwahl oder Ablenkung ein. Gibt es einen Tipp, den Du nicht als starre Regel, sondern nur als Empfehlung übernehmen würdest? Begründe.


Plakat statt Folie

Auch ein Plakat kann eine Präsentation tragen. Es eignet sich besonders, wenn eine Übersicht während des gesamten Vortrags sichtbar bleiben soll.

Bereich des Plakats Aufgabe
Titel Thema oder Leitfrage sofort erkennbar machen
Mitte größte und wichtigste Visualisierung zeigen
Randbereiche kurze Schlüsselbegriffe und kleine Teilinformationen ordnen
Quellenfeld verwendete Bilder und Informationen nachvollziehbar nennen
Freiraum verhindert, dass alles gedrängt und unübersichtlich wirkt

Plakataufgabe: Entwirf zunächst nur mit Bleistift eine Skizze. Erkläre einer Partnerperson, wohin der Blick zuerst gelenkt werden soll und warum. Erst nach diesem Test gestaltest Du die Endfassung.


Präsentationsbeispiel: von der Idee zur überzeugenden Kurzpräsentation

Aufgabe: Eine zweiminütige Präsentation zum Thema „Eine Idee für unsere Lernumgebung“ soll entstehen. Verwende keine echten Namen oder persönlichen Daten.

Planung:

Schritt Beispiel
Leitfrage „Wie kann ein Lernort gleichzeitig ruhig und flexibel sein?“
Kernaussage „Verschiedene Tätigkeiten brauchen verschiedene Bereiche.“
Einstieg kurze Entscheidungssituation: „Wo würdet Ihr lieber lesen – mitten im Gespräch oder in einer ruhigen Ecke?“
Hauptteil zwei unterschiedliche Bedürfnisse erklären und eine Idee vorstellen
Visualisierung einfache selbst erstellte Skizze eines fiktiven Raums
Schluss Kernaussage wiederholen und eine Frage ans Publikum stellen

Sprechkarte statt Manuskript:

Abschnitt Stichwörter Sprechmarkierung
Einstieg Entscheidung: lesen – reden (Blick) / Frage
Problem verschiedene Bedürfnisse ↑VERSCHIEDEN
Idee zwei Zonen – flexible Möbel (zeigen)
Schluss Wahlmöglichkeiten // Merksatz

Die Stichwörter zwingen Dich nicht zu einem festen Wortlaut. Sie helfen Dir, frei und trotzdem strukturiert zu sprechen.


Comic: Die Folien-Rettung

Der folgende Mini-Comic ist für diesen aiMOOC neu geschrieben.

Bild Szene Sprechblase
1 Eine Folie ist mit einem langen Absatz gefüllt. Mika: „Super, jetzt steht wirklich alles auf der Folie!“
2 Eine Zuhörerin versucht gleichzeitig zu lesen und zuzuhören. Aylin: „Moment – soll ich lesen oder Dir zuhören?“
3 Mika kürzt die Folie auf drei Schlüsselbegriffe und eine eigene Skizze. Mika: „Die Details erkläre ich. Die Folie zeigt nur den Kern.“
4 Aylin gibt Feedback. Aylin: „Jetzt kann ich Deiner Erklärung folgen. Die Skizze passt zu Deinem Beispiel.“

Comic-Transfer: Ergänze ein fünftes Bild, in dem Aylin noch einen präzisen Verbesserungsvorschlag gibt. Verwende die Fachbegriffe Lesbarkeit, Visualisierung oder Adressatenbezug.


Feedback: verbessern statt nur bewerten

Gutes Feedback ist konkret. „War gut“ hilft wenig. „Sprich lauter“ ist besser, aber noch stärker wird die Rückmeldung, wenn sie eine Beobachtung und eine Wirkung enthält.

Eine einfache Rückmeldeformel lautet:

Schritt Frage Beispiel
Beobachtung Was habe ich gesehen oder gehört? „Auf der zweiten Folie standen acht ganze Sätze.“
Wirkung Was bedeutete das für mein Verstehen? „Ich musste lange lesen und habe einen Teil Deiner Erklärung verpasst.“
Vorschlag Was könnte konkret verändert werden? „Kürze auf Schlüsselbegriffe und erkläre den Zusammenhang mündlich.“


Interaktive Feedbacksituation: Stopp – Stärke – Schritt

In einer Dreiergruppe hält eine Person einen 45-sekündigen Mini-Vortrag. Danach sagt die Feedbackperson:

  1. Stopp: „An dieser Stelle war ich kurz unsicher, weil ...“
  2. Stärke: „Besonders verständlich war ..., weil ...“
  3. Schritt: „Beim nächsten Durchgang könntest Du ..., damit ...“

Die dritte Person prüft, ob die Rückmeldung konkret und begründet war. Danach wird derselbe Vortrag sofort wiederholt. So entsteht unmittelbares Feedback mit direkter Anwendung.


Selbstständig eine eigene Präsentation entwickeln

Deine Hauptaufgabe ist eine 3- bis 5-minütige Präsentation zu einem altersgerechten Sachthema. Das Thema kann aus dem Unterricht stammen oder mit der Lehrkraft abgestimmt werden. Verwende nur Informationen und Medien, die Du rechtmäßig nutzen darfst.

Phase Arbeitsauftrag Ergebnis
Thema klären Formuliere eine Leitfrage. eine Frage statt nur eines Stichworts
Recherchieren Sammle wenige geeignete Informationen und notiere Quellen. Quellenliste
Strukturieren Ordne Einstieg, zwei bis drei Hauptgedanken und Schluss. Gliederung
Visualisieren Entscheide für jede Folie oder jedes Plakatfeld, was sichtbar werden muss. Entwurf
Sprechen planen Erstelle Stichwortkarten mit Sprechmarkierungen. Redehilfe
Proben Übe laut und stoppe die Zeit. erste Probe
Feedback nutzen Hole eine konkrete Rückmeldung ein. Überarbeitung
Präsentieren Sprich adressatengerecht und nutze Visualisierungen gezielt. Vortrag
Reflektieren Prüfe Zielerreichung und nächste Schritte. kurze Reflexion


Hilfestufen

Hilfe 1 – Denkfrage: Was soll Dein Publikum nach dem Vortrag in einem Satz sagen können?

Hilfe 2 – Satzgerüst: „Meine Leitfrage lautet ... . Am Ende sollen die Zuhörenden verstanden haben, dass ... . Dafür erkläre ich zuerst ..., danach ... und zum Schluss ... .“

Hilfe 3 – Minimalstruktur:

Teil mögliche Form
Einstieg Frage, Gegenstand, Bild oder kurze Situation
Hauptgedanke 1 erklären + Beispiel
Hauptgedanke 2 erklären + Visualisierung
Schluss Kernaussage + Rückkehr zur Leitfrage

Hilfe 4 – Wenn Du beim Sprechen stockst: Reduziere Deine Karteikarte auf fünf Schlüsselwörter. Übe jeden Abschnitt zunächst in 20 Sekunden. Verbinde die Abschnitte danach.


Wiederholung: Der 90-Sekunden-Check

Erkläre ohne Nachschauen in höchstens 90 Sekunden die folgenden sechs Fachbegriffe: roter Faden, Adressatenbezug, Sprechpause, Gestik, Visualisierung, Feedback. Danach vergleichst Du Deine Erklärungen mit dem Lerntext.

Wenn Dir vier bis sechs Begriffe sicher gelingen, gehe zur Anwendungsaufgabe. Wenn Dir zwei oder drei gelingen, wiederhole die Abschnitte zu Sprache, Stimme und Visualisierung. Wenn Dir null oder ein Begriff sicher gelingt, arbeite zuerst noch einmal mit den Tabellen und Beispielen.


Anwendungs- und Transferstudio


Anwendung 1: Die Folie reparieren

Eine KI oder ein Präsentationsprogramm schlägt folgende Folie vor:

Titel: Bessere Präsentationen

„Eine gute Präsentation ist eine Präsentation, die gut vorbereitet wurde, weil die Vorbereitung besonders wichtig ist und außerdem sollte man gut sprechen, gute Folien machen, gut stehen, das Publikum ansehen und am Ende noch Fragen beantworten, damit die Präsentation gut ist.“

Auftrag: Überarbeite die Folie so, dass sie höchstens eine Kernaussage und wenige Schlüsselbegriffe zeigt. Begründe jede Änderung mit einem Fachbegriff.


Anwendung 2: Stimme hörbar machen

Sprich denselben Satz dreimal:

  1. neutral und ohne bewusste Pause,
  2. mit einer sinnvollen Pause,
  3. mit einer Pause und gezielter Betonung.

Lass eine Partnerperson beschreiben, welche Version die Kernaussage am deutlichsten macht. Die Partnerperson muss ihre Entscheidung begründen.


Anwendung 3: Publikum wechseln

Formuliere dieselbe Information zweimal: einmal für eine fünfte Klasse und einmal für Erwachsene in einem formelleren Gremium. Markiere anschließend drei Unterschiede in Wortwahl, Erklärungstiefe oder Beispielwahl.


Transfer: Wenn die Technik ausfällt

Stell Dir vor, der Beamer funktioniert nicht. Wie kannst Du Deinen Vortrag trotzdem halten? Entwickle einen Plan B mit Stichwortkarte, Tafel, Gegenstand, kleiner Skizze oder rein mündlicher Erklärung. Begründe, welche Informationen unbedingt erhalten bleiben müssen.


Medien, Urheberrecht und Datenschutz

Eine überzeugende Präsentation ist nicht automatisch eine rechtssichere Präsentation. Auch Bilder, Audios, Videos und Grafiken haben Urheberinnen und Urheber.

Für schulische Arbeiten solltest Du Medien möglichst aus verlässlichen, transparent lizenzierten Quellen verwenden, zum Beispiel aus Wikimedia Commons. Prüfe bei jeder Datei die konkrete Lizenz auf der Dateiseite. Bei Creative Commons können je nach Lizenz Bedingungen wie Namensnennung oder Weitergabe unter gleichen Bedingungen gelten.

Grundregeln:

  1. Verwende keine zufällig gefundenen Bilder aus einer Bildersuche, ohne Nutzungsrecht und Quelle zu prüfen.
  2. Notiere Urheber, Quelle und Lizenz möglichst schon bei der Recherche.
  3. Veröffentliche keine Fotos, Stimmen, Klarnamen, Kontaktdaten oder andere personenbezogene Informationen von Mitschülerinnen und Mitschülern ohne passende Erlaubnis.
  4. Verwende für Übungsbeispiele besser fiktive Namen, selbst erstellte Skizzen oder frei lizenzierte Medien.
  5. Bei eingebetteten YouTube-Videos bleibt das Video auf der Plattform des Anbieters; lade fremde Videos nicht einfach herunter und erneut hoch.
  6. Kopiere keine langen geschützten Texte in Deine Folien. Fasse Informationen in eigenen Worten zusammen und nenne die Quelle.


KI-Kompetenz: Präsentationsvorschläge prüfen statt übernehmen

Künstliche Intelligenz kann Ideen liefern, Formulierungen vorschlagen oder eine Gliederung erzeugen. Eine KI-Ausgabe ist aber kein Beweis dafür, dass eine Aussage richtig oder für Dein Publikum geeignet ist. Deshalb gilt in diesem aiMOOC das Grundmuster:

selbst denken → KI gezielt nutzen → Ausgabe prüfen → mit Text, Regel oder Quelle vergleichen → verbessern → KI-Hilfe transparent machen


Das Spiralprinzip von Klasse 5 bis 10

Die Grundidee bleibt gleich, wird aber von Jahr zu Jahr anspruchsvoller.

Klassenstufe Schwerpunkt der KI-Kompetenz
5 eigene Idee zuerst formulieren, offensichtliche Fehler erkennen, mit einer Regel oder Quelle prüfen, Hilfe transparent nennen
6 gezieltere Fragen an KI stellen und mehrere Vorschläge vergleichen
7 KI-Aussagen mit mindestens zwei geeigneten Quellen vergleichen und Unterschiede erklären
8 Lücken, Verzerrungen und ungeklärte Behauptungen systematisch markieren
9 Belegqualität, Gegenargumente und Grenzen einer KI-Antwort untersuchen
10 Vorgehen, Quellenprüfung, Überarbeitungen und Grenzen nachvollziehbar dokumentieren

Für diesen aiMOOC arbeitest Du auf Klasse-5-E-Niveau: Du sollst bereits begründen, warum Du einen KI-Vorschlag annimmst, veränderst oder ablehnst.


Anspruchsvollere KI-Kompetenzaufgabe: Zwei KI-Ausgaben im Vergleich

Schritt 1 – selbst denken: Notiere zuerst ohne KI fünf Kriterien für eine gute Präsentation.

Schritt 2 – KI gezielt nutzen: Vergleiche danach die beiden folgenden fiktiven KI-Ausgaben. Sie wurden für diese Lernaufgabe neu formuliert.

KI-Ausgabe A:

„Eine gute Folie sollte möglichst viele Informationen enthalten. Schreibe deshalb ganze Absätze mit mindestens hundert Wörtern auf jede Folie. Wenn alles auf der Folie steht, kannst du den Text genau vorlesen. Blickkontakt ist dann nicht wichtig. Bilder lenken meistens ab und sollten vermieden werden.“

KI-Ausgabe B:

„Nutze einen klaren Titel, wenige passende Schlüsselbegriffe und nur Visualisierungen, die etwas erklären. Sprich möglichst frei mit Stichworten, schaue immer wieder ins Publikum und setze Pausen. Jede Folie muss aber exakt drei Stichpunkte enthalten.“

Schritt 3 – Ausgabe prüfen: Erstelle eine Tabelle mit den Kategorien belegt oder mit Lernregel vereinbar, unklar, widerspricht dem Lerntext und zu absolut formuliert.

Schritt 4 – mit Quellen vergleichen: Nutze mindestens zwei der folgenden Prüfgrundlagen:

  1. den Abschnitt „Visualisierung“ dieses aiMOOCs,
  2. den Abschnitt „Stimme“ und „Körpersprache“ dieses aiMOOCs,
  3. SRF school: Präsentieren leicht gemacht,
  4. Jugend präsentiert: Stimme trainieren,
  5. Jugend präsentiert: Körpersprache in Präsentationen.

Schritt 5 – Fehler und Grenzen benennen: Begründe mindestens drei Prüfentscheidungen. Beispiel: Die Behauptung „Blickkontakt ist nicht wichtig“ widerspricht den verwendeten Lernregeln. Die Aussage „exakt drei Stichpunkte“ ist zu starr; eine passende Folie kann je nach Inhalt auch anders aufgebaut sein.

Schritt 6 – verbessern: Formuliere aus beiden Ausgaben eine neue Liste mit fünf begründeten Empfehlungen. Keine Empfehlung darf nur deshalb übernommen werden, weil „die KI das gesagt hat“.

Schritt 7 – KI-Hilfe transparent machen: Ergänze unter Deiner Arbeit einen kurzen Hinweis, zum Beispiel: „Ich habe KI genutzt, um Gestaltungsideen zu vergleichen. Ich habe die Vorschläge mit dem Lerntext und zwei Quellen geprüft. Die Regel mit exakt drei Stichpunkten habe ich nicht übernommen, weil sie zu allgemein formuliert war.“

Datenschutz bei KI: Gib für diese Aufgabe keine Klarnamen, Fotos, Stimmen, privaten Kontaktdaten, Schulnamen oder andere personenbezogene Angaben in ein KI-System ein.


KI-Selbstkontrolle

Prüfe Deine Bearbeitung mit vier Fragen:

Prüffrage Ja Noch bearbeiten
Habe ich vor der KI-Nutzung eigene Kriterien formuliert?
Habe ich mindestens zwei Aussagen mit Lerntext oder Quelle verglichen?
Habe ich mindestens einen möglichen Fehler oder eine zu absolute Aussage erklärt?
Habe ich meine Änderungen begründet und die KI-Hilfe transparent gemacht?

Wenn Du nur ein oder zwei „Ja“ ankreuzen kannst, wiederhole die Schritte prüfen – vergleichen – verbessern. Wenn Du drei oder vier „Ja“ erreichst, wende das Verfahren auf Deine eigene Präsentation an.


Medienwerkstatt: vielfältig präsentieren

Eine Präsentation kann mehr sein als Folien plus Vortrag. Entscheidend ist, dass jedes Medium eine klare Lernfunktion hat.

Medium sinnvolle Lernfunktion kurze Aufgabe
Hörtext Stimme und Sprechgestaltung vergleichen zwei Versionen anhören und Wirkung begründen
Podcast Inhalte knapp und hörgerecht strukturieren 60 bis 90 Sekunden aufnehmen
Video Körpersprache und Stimme gemeinsam beobachten mit Beobachtungsauftrag ansehen
Comic Problem und Lösung in einer kurzen Handlung zeigen eine Szene zur Foliengestaltung ergänzen
Rollenspiel Präsentationssituationen handelnd erproben Rollen wechseln und Feedback nutzen
Präsentationsbeispiel Qualitätsmerkmale vergleichen Vorher-Nachher-Version analysieren
Plakat Informationen dauerhaft sichtbar ordnen Blickführung begründen
Folie einzelne Kernaussage visualisieren Textmenge reduzieren
Audio Sprechtempo und Betonung hörbar machen denselben Satz in drei Varianten sprechen
Gespräch Publikum aktivieren offene Frage stellen und Antworten aufgreifen
Feedback Überarbeitung anstoßen Beobachtung, Wirkung und Vorschlag formulieren


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aufgabe hat ein gelungener Einstieg besonders? (Aufmerksamkeit gewinnen und zum Thema hinführen) (!Alle Informationen des Hauptteils vorwegnehmen) (!Die Quellenliste vollständig vorlesen) (!Möglichst viele Effekte zeigen)




Was beschreibt den roten Faden einer Präsentation am besten? (Eine nachvollziehbare inhaltliche Reihenfolge) (!Eine rote Linie auf jeder Folie) (!Eine besonders laute Sprechweise) (!Die Anzahl der verwendeten Bilder)




Was bedeutet Adressatenbezug? (Die Präsentation an Wissen und Bedürfnisse des Publikums anpassen) (!Den Vortrag nur an die Lehrkraft richten) (!Jeden Fachbegriff vermeiden) (!Für jedes Publikum denselben Wortlaut verwenden)




Welche Maßnahme unterstützt die Verständlichkeit der Stimme? (Sinnvolle Sprechpausen setzen) (!Jeden Satz gleich schnell sprechen) (!Alle Wörter gleich stark betonen) (!Möglichst leise sprechen)




Welche Aussage zur Körpersprache ist fachlich angemessen? (Beobachtbares Verhalten sollte beschrieben werden, bevor eine mögliche Wirkung gedeutet wird) (!Eine einzelne Geste zeigt sicher den Charakter einer Person) (!Blickkontakt ist bei Präsentationen grundsätzlich unwichtig) (!Gestik sollte immer vollständig vermieden werden)




Welche Folie unterstützt einen Vortrag meist besser? (Eine Folie mit klarer Kernaussage und passender Visualisierung) (!Eine Folie mit möglichst vielen vollständigen Absätzen) (!Eine Folie mit vielen zufälligen Animationen) (!Eine Folie ohne Bezug zum gesprochenen Inhalt)




Was ist ein gutes Feedback? (Eine konkrete Beobachtung mit Wirkung und Verbesserungsvorschlag) (!Nur die Aussage Das war gut) (!Eine Bewertung der Persönlichkeit) (!Eine möglichst ungenaue Bemerkung)




Was solltest Du bei fremden Bildern beachten? (Quelle und Nutzungsrecht prüfen) (!Jedes Bild aus einer Suchmaschine darf frei übernommen werden) (!Die Quelle muss nie notiert werden) (!Ein Bild ist automatisch frei, wenn es schön aussieht)




Welcher Schritt gehört zu einem verantwortungsvollen Umgang mit KI? (Eine KI-Ausgabe mit Regeln oder Quellen vergleichen) (!Jede KI-Antwort ungeprüft übernehmen) (!Personenbezogene Daten eingeben, damit die Antwort genauer wird) (!KI-Hilfe grundsätzlich verschweigen)




Wozu dienen Sprechmarkierungen? (Sie unterstützen das bewusste Üben von Pausen, Betonung und Blickkontakt) (!Sie ersetzen die inhaltliche Vorbereitung) (!Sie müssen dem Publikum auf jeder Folie gezeigt werden) (!Sie machen Quellenangaben überflüssig)





Memory

Roter Faden verständlicher Aufbau
Blickkontakt Publikum ansehen
Sprechpause hörbare Gliederung
Kernaussage wichtigster Gedanke
Gestik unterstützende Handbewegung
Adressatenbezug Anpassung an Zuhörende
Quellenangabe Herkunft einer Information
Feedback begründeter Verbesserungshinweis





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Wirkung oder Funktion
Einstieg macht neugierig und führt zum Thema
Sprechpause gibt Zeit zum Verarbeiten
Visualisierung macht einen Inhalt sichtbar
Blickkontakt stärkt die Verbindung zum Publikum
Schluss bündelt die Kernaussage






Kreuzworträtsel

Gliederung Wie nennt man die geordnete Struktur eines Vortrags?
Blickkontakt Wie heißt das bewusste Anschauen des Publikums?
Gestik Wie nennt man unterstützende Bewegungen besonders mit Händen und Armen?
Stimme Welches Sprechwerkzeug beeinflusst Lautstärke Tempo und Betonung?
Publikum Wie nennt man die Gruppe der Zuhörenden?
Feedback Wie heißt eine Rückmeldung die beim Verbessern helfen soll?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine wirkungsvolle Präsentation besitzt einen erkennbaren

.
Am Anfang kann ein interessanter

die Aufmerksamkeit des Publikums gewinnen.
Beim Sprechen unterstützt eine gezielte

das Verstehen.
Eine passende Lautstärke und ein angemessenes Tempo gehören zur Gestaltung der

.
Das bewusste Anschauen der Zuhörenden nennt man

.
Eine Folie sollte vor allem die zentrale

unterstützen.
Die Anpassung an Wissen und Bedürfnisse der Zuhörenden heißt

.
Bei fremden Bildern muss das

geprüft werden.
Eine hilfreiche Rückmeldung wird als

bezeichnet.
Vor einer KI-Nutzung solltest Du zunächst

denken.
Eine KI-Ausgabe muss mit einer Regel oder

verglichen werden.
Am Ende solltest Du die verwendete KI-Hilfe

machen.




Zusätzliche Selbstkontrolle mit unmittelbarer Überarbeitung

Führe einen 60-sekündigen Probedurchgang Deiner Präsentation durch. Eine Partnerperson setzt währenddessen drei Zeichen auf einem Beobachtungsbogen: + für eine klare Stelle, ? für eine unklare Stelle und für eine Stelle, an der ein nächster Schritt möglich ist. Direkt danach überarbeitest Du nur eine Stelle und präsentierst dieselben 60 Sekunden noch einmal.

Erfolgskriterium: Die zweite Version soll nicht nur „besser klingen“. Du musst benennen können, was Du verändert hast und warum diese Veränderung für das Publikum hilfreich ist.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Einstiegsfrage: Erfinde drei unterschiedliche Einstiege für dasselbe Thema: eine Frage, einen Gegenstand und eine kurze Situation. Begründe, welcher Einstieg für eine fünfte Klasse am besten geeignet ist.
  2. Sprechtraining: Nimm lokal zwei Versionen eines 30-sekündigen Textes auf. Verändere nur Pausen und Betonung. Vergleiche die Wirkung, ohne die Aufnahme zu veröffentlichen.
  3. Foliencheck: Gestalte aus einem langen Absatz eine übersichtliche Beispiel-Folie. Markiere anschließend, welche Informationen Du mündlich erklärst.
  4. Feedbacktraining: Beobachte eine freiwillige Mini-Präsentation und formuliere genau eine Rückmeldung nach dem Muster Beobachtung – Wirkung – Vorschlag.


Standard

  1. Comic zur Präsentation: Zeichne einen vierteiligen Comic, in dem eine überladene Folie Schritt für Schritt verbessert wird. Verwende mindestens drei Fachbegriffe.
  2. Podcast: Produziere einen 60- bis 90-sekündigen Lernpodcast zu einem Präsentationstipp. Plane Einstieg, Beispiel und Merksatz und achte auf Datenschutz.
  3. Plakatgestaltung: Erstelle ein Plakat zu „Fünf Merkmale einer wirkungsvollen Präsentation“. Begründe schriftlich Blickführung, Schriftgröße und Bildauswahl.
  4. Adressatenwechsel: Erstelle zwei 60-sekündige Versionen desselben Vortrags, eine für Gleichaltrige und eine für ein erwachsenes Publikum. Analysiere mindestens drei Unterschiede.


Schwer

  1. Präsentationsanalyse: Vergleiche zwei kurze Präsentationsausschnitte nach Aufbau, Sprache, Stimme, Körpersprache, Visualisierung und Adressatenbezug. Belege jedes Urteil mit einer Beobachtung.
  2. KI-Prüfung: Lass ein KI-System fünf Präsentationstipps formulieren. Denke vorher selbst fünf Kriterien aus, prüfe danach jeden KI-Tipp mit Lerntext oder Quelle, markiere Fehler oder Übertreibungen, verbessere die Liste und dokumentiere die KI-Hilfe transparent.
  3. Präsentationsprojekt: Entwickle eine 3- bis 5-minütige eigenständige Präsentation mit Leitfrage, Visualisierung, Quellenliste, Stichwortkarten, Probe, Peer-Feedback und begründeter Überarbeitung.
  4. Transfer ohne Technik: Verwandle eine digitale Präsentation in eine Version ohne Beamer. Entscheide, welche Inhalte als Plakat, Tafelbild, Gegenstand oder mündliche Erklärung erhalten bleiben und begründe Deine Auswahl.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Roter Faden analysieren: Du erhältst eine Präsentation, deren Abschnitte durcheinander stehen. Ordne sie neu und begründe Deine Reihenfolge anhand der Funktion von Einstieg, Hauptteil und Schluss.
  2. Folienentscheidung begründen: Vergleiche zwei unterschiedlich gestaltete Folien zum selben Inhalt. Entscheide, welche Version das Publikum besser unterstützt, und belege Dein Urteil mit mindestens drei Fachbegriffen.
  3. Adressatenbezug übertragen: Formuliere einen kurzen Präsentationsabschnitt zunächst für eine fünfte Klasse und danach für ein erwachsenes Publikum. Erkläre, warum Du Wortwahl, Beispiel oder Erklärungstiefe verändert hast.
  4. Stimme und Körper zusammendenken: Beschreibe, wie eine sinnvolle Sprechpause, ein Blick ins Publikum und eine passende Geste gemeinsam eine Kernaussage hervorheben können.
  5. Feedback anwenden: Überarbeite einen Vortrag anhand einer konkreten Rückmeldung. Erkläre anschließend, welche Änderung Du übernommen, verändert oder abgelehnt hast und warum.
  6. KI-Ausgabe prüfen: Untersuche drei KI-Tipps zu Präsentationen. Ordne sie als plausibel, zu absolut oder widersprüchlich ein, vergleiche mindestens einen Tipp mit einer Quelle und formuliere eine verbesserte Version.
  7. Plan B entwickeln: Der Beamer fällt kurz vor Deinem Vortrag aus. Entwickle eine Ersatzlösung, mit der Kernaussage und Verständlichkeit erhalten bleiben. Begründe Prioritäten.
  8. Medienethik übertragen: Entscheide bei einem fiktiven Präsentationsprojekt, welche Bilder, Stimmen oder Namen genutzt werden dürfen. Erkläre, wie Du Urheberrecht, Quellen und Datenschutz beachtest.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Regeln aufzählst, sondern sie in einer eigenen Präsentation sichtbar anwendest und begründest.

Bereich Erwartung mögliche Punkte
Inhalt und roter Faden Leitfrage, passende Auswahl, nachvollziehbare Gliederung 0–4
Sprache und Adressatenbezug verständliche Fachsprache, passende Beispiele, erklärte Begriffe 0–4
Stimme und Sprechgestaltung angemessene Lautstärke, Tempo, Pausen und Betonung 0–4
Körpersprache angemessene Haltung, Blickkontakt und unterstützende Gestik 0–4
Visualisierung gut lesbar, inhaltlich relevant, nicht überladen 0–4
Quellen und Medien nachvollziehbare Quellen, rechtmäßige Mediennutzung, Datenschutz 0–4
Feedback und Überarbeitung Rückmeldung wird sichtbar geprüft und sinnvoll verarbeitet 0–4
KI-Kompetenz falls KI genutzt wird Ausgabe geprüft, Fehler oder Grenzen benannt, Verbesserung begründet, Nutzung transparent 0–4
Reflexion Stärken, Grenzen und nächster Lernschritt präzise beschrieben 0–4

Wichtig für den Lernnachweis: Eine technisch aufwendige Präsentation erhält nicht automatisch eine bessere Bewertung. Entscheidend ist, ob Deine Entscheidungen den Inhalt und das Publikum sinnvoll unterstützen.




Kompetenzcheck

Bewerte jede Aussage mit 2 = sicher, 1 = teilweise oder 0 = noch nicht.

Ich kann ... 0 1 2
einen roten Faden planen und begründen.
Fachbegriffe verständlich und adressatengerecht erklären.
Stimme mit Tempo, Pausen und Betonung bewusst gestalten.
Körpersprache sachlich beobachten und passend einsetzen.
eine Folie oder ein Plakat auf seine Lernfunktion prüfen.
konkrete Rückmeldungen geben und für eine Überarbeitung nutzen.
Quellen, Nutzungsrechte und Datenschutz berücksichtigen.
KI-Ausgaben prüfen, mit Quellen vergleichen und verbessert weiterverwenden.

Auswertung:

  1. 0–6 Punkte – Wiederholen: Arbeite zuerst erneut an Aufbau, Stimme und Foliengestaltung. Nutze die Hilfestufen und führe danach den 90-Sekunden-Check durch.
  2. 7–11 Punkte – Festigen: Bearbeite zwei Anwendungsaufgaben und wiederhole Deine Kurzpräsentation nach einem Peer-Feedback.
  3. 12–14 Punkte – Anwenden: Entwickle eine vollständige 3- bis 5-minütige Präsentation und begründe mindestens drei Gestaltungsentscheidungen.
  4. 15–16 Punkte – Vertiefen: Bearbeite die anspruchsvollere KI-Prüfung oder den Transfer „Präsentieren ohne Technik“ und dokumentiere Deine Entscheidungen.


Kurze Selbstreflexion

Vervollständige nach Deiner Präsentation vier Sätze:

  1. „Besonders verständlich war meine Präsentation dort, wo ...“
  2. „Mein stärkster Fachbegriff in der Analyse war ..., weil ...“
  3. „Nach dem Feedback habe ich ... verändert, weil ...“
  4. „Bei meiner nächsten Präsentation möchte ich gezielt ... verbessern.“

Individuelle Empfehlung: Wähle danach genau einen nächsten Schritt. Wenn Deine größte Schwierigkeit beim Aufbau lag, erstelle zuerst eine neue Gliederung ohne Folien. Wenn die Stimme unsicher war, übe einen 45-sekündigen Abschnitt mit Sprechmarkierungen. Wenn die Visualisierung unklar war, überarbeite nur eine Folie und teste sie aus drei Metern Entfernung. Wenn Du bereits sicher präsentierst, vertiefe Quellenprüfung, Adressatenwechsel oder KI-Kritik.


Medien- und Quellenhinweise

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien sind frei lizenziert oder gemeinfrei; die konkrete Lizenz steht jeweils auf der Dateiseite. Bei einer Weiterverwendung müssen die dort genannten Bedingungen eingehalten werden.

Medium Herkunft und Lizenzhinweis Lernfunktion
Präsentation.png Wikimedia Commons, Julian Kücklich, CC0 Symbol für das Thema Präsentation
WLM PU Presentation Speaking to Audience.JPG Wikimedia Commons, freie CC-Lizenz laut Dateiseite Vortragssituation beobachten
Microphone icon.svg Wikimedia Commons, CC0 Stimme und Audio
De-Stimme.ogg Wikimedia Commons, freie CC-Lizenz laut Dateiseite kurzes Audio-Beispiel
Ashwin Baindur on importance of eye contact during presentations.jpg Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 Blickkontakt analysieren
Poster presentation UCDavis.jpg Wikimedia Commons, CC BY 2.0 Plakatpräsentation
Podcast-icon.svg Wikimedia Commons, freie Lizenz laut Dateiseite Podcast-Aufgabe
HD@DH.nrw Sprechblasen.svg Wikimedia Commons, CC BY 4.0 Comic und Gespräch
5-Finger-Feedback.png Wikimedia Commons, Alain Geering, CC BY-SA 4.0 Feedback visualisieren

Die Videos von Jugend präsentiert behandeln Stimme, Körpersprache und Lampenfieber. Die Materialseiten kennzeichnen die Angebote mit einer Creative-Commons-Lizenz 4.0 International. Für diesen aiMOOC werden die Videos über YouTube eingebettet und nicht neu hochgeladen. Das Video zur Präsentationsgestaltung stammt vom offiziellen Kanal von simpleclub und wird ebenfalls nur eingebettet.

Weitere fachliche und didaktische Orientierung:

  1. SRF school: Präsentieren leicht gemacht – Unterrichtsangebot für Zyklus II beziehungsweise Klasse 5–6 mit Hinweisen zu Einstieg, Üben, Blickkontakt, gezieltem Medieneinsatz und deutlichem Sprechen.
  2. Jugend präsentiert: Toolkit – Hinweise zu Stimme, Pausen, Tempo und weiteren Präsentationsmerkmalen.
  3. Planet Schule – öffentlich-rechtliches Bildungsangebot; für die Klassen 5–7 gibt es unter anderem Beiträge zum Umgang mit Nervosität vor Präsentationen.
  4. Wikipedia: Referat – Überblick zu Aufbau und Hilfsmitteln.
  5. Wikipedia: Präsentationsprogramm – Hintergrund zu digitalen Präsentationsfolien.


Lernbereiche und Begriffe zum Weiterlernen

Lernbereich zentrale Begriffe
Sprechen und Zuhören Vortrag, Sprechtempo, Betonung, Sprechpause
Kommunikation Adressatenbezug, Feedback, Blickkontakt, Gestik
Medienbildung Präsentationsprogramm, Visualisierung, Plakat, Audio, Video
Informationskompetenz Recherche, Quelle, Urheberrecht, Creative Commons
Digitale Kompetenz Künstliche Intelligenz, Prompt, Quellenkritik, Transparenz




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