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D9 G - Figurenwissen für die Ganzschriftprüfung

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D9 G - Figurenwissen für die Ganzschriftprüfung




D9 G - Figurenwissen für die Ganzschriftprüfung


Einleitung

In einer Ganzschrift begegnen Dir viele literarische Figuren. Für eine Prüfung reicht es nicht, nur Namen und Rollen auswendig zu kennen. Du sollst zeigen, wie eine Figur ist, was sie will, mit wem sie verbunden ist, wodurch Konflikte entstehen und wie sie sich im Verlauf verändert. Besonders wichtig ist, dass Du Deine Aussagen mit passenden Textbelegen absicherst.

Dieser aiMOOC richtet sich an Klasse 9 auf G-Niveau. Du arbeitest mit einem klaren Grundschema: Eigenschaft – Beziehung – Konflikt – Ziel – Veränderung – Beleg. Übertrage die Übungen immer auf die Ganzschrift, die Ihr im Unterricht lest.

Das Schaubild zeigt beispielhaft, wie viele Figuren eines Romans als Netzwerk dargestellt werden können. Für Deine Prüfung musst Du nicht möglichst viele Pfeile zeichnen. Wichtiger ist, dass jeder Pfeil eine begründete Beziehung ausdrückt: zum Beispiel Freundschaft, Abhängigkeit, Konkurrenz, Familie, Misstrauen oder Unterstützung.


Was ist Figurenwissen?

Figurenwissen bedeutet, dass Du eine Figur nicht isoliert betrachtest. Du verbindest Informationen aus verschiedenen Textstellen zu einem schlüssigen Bild. Eine Charakterisierung kann direkt erfolgen, wenn der Text eine Eigenschaft ausdrücklich nennt, oder indirekt, wenn Du aus Verhalten, Sprache, Gedanken, Entscheidungen oder Reaktionen anderer Figuren eine Eigenschaft erschließt.

Für die Prüfung hilft Dir die Sechs-Fragen-Methode:

  1. Eigenschaft: Welche wichtigen Eigenschaften zeigt die Figur?
  2. Beziehung: Wie steht die Figur zu anderen Figuren?
  3. Konflikt: Mit wem oder womit gerät sie in einen Gegensatz?
  4. Ziel: Was möchte sie erreichen, verhindern oder bewahren?
  5. Veränderung: Was ist am Ende anders als am Anfang?
  6. Textbeleg: Welche konkrete Textstelle stützt Deine Aussage?


Eigenschaften sicher bestimmen

Eine gute Eigenschaft ist genau und am Text überprüfbar. Wörter wie „nett“, „komisch“ oder „böse“ sind oft zu ungenau. Besser sind Begriffe wie hilfsbereit, misstrauisch, ehrgeizig, unsicher, loyal, impulsiv, rücksichtslos oder verantwortungsbewusst.

Bilder von Gesichtsausdrücken können helfen, erste Vermutungen über Gefühle zu formulieren. In einer Ganzschrift darfst Du eine Eigenschaft aber nicht nur aus einem einzelnen Eindruck ableiten. Prüfe immer, ob Handlungen, Sprache, Gedanken oder Reaktionen Deine Deutung stützen.

Eine sichere Formulierung lautet:

Die Figur wirkt [Eigenschaft], weil sie [beobachtbares Verhalten]. Dies zeigt sich an der Textstelle [Seite/Zeile]. Der Beleg verdeutlicht, dass [Deutung].


Direkte und indirekte Charakterisierung

Bei einer direkten Charakterisierung wird eine Eigenschaft ausdrücklich genannt, zum Beispiel durch den Erzähler oder eine andere Figur. Bei einer indirekten Charakterisierung musst Du aus Hinweisen schließen. Besonders nützlich sind fünf Beobachtungsfelder:

  1. Handlung: Was tut die Figur, besonders unter Druck?
  2. Sprache: Wie spricht sie? Höflich, befehlend, ausweichend, aggressiv oder unsicher?
  3. Gedanken und Gefühle: Was erfährst Du über innere Vorgänge?
  4. Entscheidung: Was wählt die Figur, wenn mehrere Möglichkeiten bestehen?
  5. Reaktion anderer Figuren: Wie reagieren andere auf sie und warum?


Beziehungen als Figurenkonstellation

Eine Figurenkonstellation ist das Beziehungsgeflecht der Figuren. In der Prüfung ist besonders wichtig, wie eine Beziehung funktioniert und ob sie sich verändert. Eine Beziehung kann gleichzeitig mehrere Seiten haben: Eine Figur kann eine andere bewundern und ihr trotzdem misstrauen.

Nutze für Deine eigene Ganzschrift Pfeile mit kurzen Beschriftungen. Schreibe nicht nur „A ↔ B“, sondern zum Beispiel „vertraut“, „kontrolliert“, „braucht Hilfe von“, „konkurriert mit“ oder „entfernt sich von“.


Figurenkonstellation als Prüfungswerkzeug

Ein gutes Schaubild enthält mindestens drei Ebenen:

  1. Beziehungsart: Freundschaft, Familie, Abhängigkeit, Konkurrenz, Feindschaft, Bündnis oder Distanz.
  2. Richtung: Ist die Beziehung gegenseitig oder einseitig?
  3. Entwicklung: Bleibt die Beziehung stabil oder verändert sie sich?


Konflikte erkennen und erklären

Ein Konflikt entsteht, wenn Ziele, Werte, Erwartungen oder Bedürfnisse nicht zusammenpassen. Für die Figurenanalyse sind drei Formen besonders hilfreich:

  1. Äußerer Konflikt: Zwei Figuren oder Gruppen geraten aneinander.
  2. Innerer Konflikt: Eine Figur schwankt zwischen zwei Wünschen, Pflichten oder Werten.
  3. Sozialer Konflikt: Regeln, Herkunft, Macht oder gesellschaftliche Erwartungen schränken eine Figur ein.

Ein Konflikt ist mehr als ein Streit. Frage deshalb: Was steht für die Figur auf dem Spiel? Genau diese Frage führt oft zu den Zielen und Motiven.


Ziele und Motive unterscheiden

Ein Ziel ist etwas, das eine Figur erreichen möchte. Ein Motiv erklärt, warum sie dieses Ziel verfolgt. Beispiel: Eine Figur möchte eine Prüfung bestehen. Das ist das Ziel. Sie möchte dadurch Anerkennung bekommen oder unabhängig werden. Das kann ihr Motiv sein.

Für eine sichere Prüfungsaussage verbindest Du Ziel, Handlung und Beleg:

Die Figur verfolgt das Ziel, … . Das erkennt man daran, dass sie … . Die Textstelle … stützt diese Deutung, weil … .


Veränderungen im Verlauf

Literarische Figuren können statisch oder dynamisch wirken. Eine dynamische Figur verändert zum Beispiel ihre Haltung, ihr Verhalten, ihr Ziel oder eine wichtige Beziehung. Eine statische Figur bleibt in zentralen Merkmalen weitgehend gleich.

Vergleiche für Deine Ganzschrift mindestens drei Punkte: Anfang – Wendepunkt – Ende. Suche jeweils eine aussagekräftige Textstelle. So kannst Du eine Entwicklung belegen, statt sie nur zu behaupten.


Textbelege: Behauptung – Beleg – Deutung

Ein geeigneter Textbeleg ist kurz, genau und wirklich passend. Ein Zitat allein beweist noch nichts. Du musst erklären, was es für Deine Aussage bedeutet.

Merke Dir die B-B-D-Kette:

  1. Behauptung: Nenne die Eigenschaft, Beziehung, das Ziel oder die Veränderung.
  2. Beleg: Verweise auf eine passende Textstelle oder binde ein kurzes Zitat ein.
  3. Deutung: Erkläre, warum gerade dieser Beleg Deine Aussage stützt.

Beispiel ohne Bezug auf eine bestimmte Ganzschrift: Die Figur handelt zunehmend selbstständig. Das zeigt sich daran, dass sie eine Entscheidung erstmals gegen den Willen ihrer Bezugsperson trifft. Dadurch wird sichtbar, dass sie sich aus der bisherigen Abhängigkeit löst.


Gute und schwache Belege unterscheiden

Ein starker Beleg passt genau zur Aussage und zeigt etwas Konkretes: eine Handlung, ein aussagekräftiges Gespräch, einen Gedanken oder einen Wendepunkt. Ein schwacher Beleg ist zu allgemein, steht weit weg vom behaupteten Merkmal oder wird nicht erklärt.

Prüfe jeden Beleg mit drei Fragen: Passt er genau? Ist die Textstelle auffindbar? Habe ich erklärt, was sie zeigt?


Prüfungsstrategie auf G-Niveau

Arbeite vor der Ganzschriftprüfung mit einer Figurenkarte für jede Hauptfigur. Eine Seite genügt, wenn Du gezielt auswählst. Trage ein: Rolle, zwei bis vier zentrale Eigenschaften, wichtigste Beziehungen, Hauptkonflikt, Ziel, Wendepunkt und zwei bis drei starke Textbelege.

Für die Prüfung kannst Du Dir das Kürzel ERKZVB merken: Eigenschaft – Beziehung – Konflikt – Ziel – Veränderung – Beleg.


Satzstarter für die Prüfung

  1. Eigenschaft: „Die Figur wirkt …, weil …“
  2. Beziehung: „Zwischen … und … besteht zunächst …“
  3. Konflikt: „Der Konflikt entsteht, weil …“
  4. Ziel: „Die Figur möchte erreichen, dass …“
  5. Veränderung: „Im Vergleich zum Anfang zeigt sich am Ende …“
  6. Textbeleg: „Dies wird an der Textstelle … deutlich, denn …“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört zu einer vollständigen Figurenanalyse? (Eigenschaften Beziehungen Konflikte Ziele Veränderungen und Textbelege) (!Nur Name Alter und Aussehen) (!Nur eine Inhaltsangabe) (!Nur die eigene Meinung)




Woran erkennst Du eine indirekte Charakterisierung? (Eine Eigenschaft wird aus Verhalten Sprache oder Gedanken erschlossen) (!Die Eigenschaft steht ausdrücklich im Text) (!Die Seitenzahl wird genannt) (!Die Figur wird nur mit ihrem Namen erwähnt)




Was beschreibt eine Figurenkonstellation? (Das Beziehungsgeflecht zwischen Figuren) (!Nur den Handlungsort) (!Nur die Reihenfolge der Kapitel) (!Nur die Erzählzeit)




Welcher Beleg ist für eine Eigenschaft am stärksten? (Eine konkrete Textstelle mit passendem Verhalten und Erklärung) (!Eine Vermutung ohne Textstelle) (!Eine lange Nacherzählung des Kapitels) (!Eine Meinung über den Autor)




Was ist ein innerer Konflikt? (Eine Figur schwankt zwischen gegensätzlichen Wünschen oder Werten) (!Zwei Orte liegen weit auseinander) (!Zwei Kapitel haben verschiedene Längen) (!Eine Figur bekommt einen neuen Namen)




Was ist ein Ziel einer Figur? (Etwas das die Figur erreichen verhindern oder bewahren möchte) (!Ein zufälliges Detail der Kleidung) (!Die Seitenzahl eines Kapitels) (!Der Titel des Buches)




Woran erkennst Du eine Figurenentwicklung besonders gut? (An einem Vergleich von Anfang Wendepunkt und Ende) (!An nur einer einzigen Textstelle) (!An der Seitenzahl des Buches) (!An der Länge des Namens)




Wofür steht BBD bei der Belegarbeit? (Behauptung Beleg Deutung) (!Buch Bild Datum) (!Begriff Beispiel Druck) (!Beginn Bedeutung Deckblatt)




Welche Aussage beschreibt eine Beziehung am genauesten? (Figur A vertraut Figur B zunächst und distanziert sich nach einem Verrat) (!Figur A kennt Figur B) (!Figur A kommt im Buch vor) (!Figur B hat einen Namen)




Was solltest Du nach einem Zitat immer tun? (Erklären was der Beleg für Deine Aussage zeigt) (!Sofort das nächste Kapitel zusammenfassen) (!Eine neue Figur ohne Zusammenhang nennen) (!Den Buchtitel wiederholen)





Memory

Direkte Charakterisierung Merkmal wird ausdrücklich genannt
Indirekte Charakterisierung Merkmal wird aus Hinweisen erschlossen
Figurenkonstellation Beziehungsgeflecht der Figuren
Innerer Konflikt Widerstreit innerhalb einer Figur
Ziel Angestrebtes Ergebnis einer Figur
Wendepunkt Entscheidende Veränderungsstelle im Verlauf
Textbeleg Konkrete Stütze für eine Aussage
Deutung Erklärung der Bedeutung eines Belegs





Drag and Drop: Beziehungen erkennen

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Freundschaft Zwei Figuren vertrauen und unterstützen einander
Konkurrenz Zwei Figuren wollen dasselbe Ziel erreichen
Abhängigkeit Eine Figur braucht die andere für etwas Wichtiges
Misstrauen Eine Figur zweifelt an Absichten oder Aussagen der anderen
Distanz Eine Figur zieht sich emotional oder sozial zurück





Drag and Drop: Konflikte zuordnen

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Innerer Konflikt Eine Figur muss sich zwischen Loyalität und eigenem Wunsch entscheiden
Äußerer Konflikt Zwei Figuren verfolgen gegensätzliche Ziele
Sozialer Konflikt Eine gesellschaftliche Regel begrenzt die Handlungsmöglichkeiten
Wertekonflikt Ehrlichkeit und persönlicher Vorteil stehen gegeneinander
Beziehungskonflikt Vertrauen wird durch eine Handlung beschädigt





Drag and Drop: Ziele und Motive

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ziel Was eine Figur konkret erreichen möchte
Motiv Warum eine Figur dieses Ziel verfolgt
Hindernis Was die Zielerreichung erschwert
Strategie Wie die Figur versucht ihr Ziel zu erreichen
Folge Was aus einer Entscheidung oder Handlung entsteht





Drag and Drop: Figurenentwicklung

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ausgangslage So zeigt sich die Figur am Anfang
Auslöser Ein Ereignis bringt Bewegung in die Entwicklung
Wendepunkt Eine Entscheidung oder Erkenntnis verändert den weiteren Verlauf
Folgeverhalten Nach dem Wendepunkt handelt die Figur anders
Endzustand So zeigt sich die Figur am Schluss





Drag and Drop: Belegqualität prüfen

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Passgenau Der Beleg stützt genau die behauptete Eigenschaft
Auffindbar Seite oder Zeile macht die Stelle überprüfbar
Kurz Nur der wichtige Teil der Textstelle wird verwendet
Erklärt Nach dem Beleg folgt eine Deutung
Verglichen Für eine Entwicklung werden mehrere Zeitpunkte gegenübergestellt





Interaktive Figurenkonstellation: Wer wirkt wie auf wen?

Ordne den passenden Beziehungstyp zu. Beobachtung
Unterstützung Figur A hilft Figur B trotz eines eigenen Nachteils
Kontrolle Figur C entscheidet regelmäßig für Figur D mit
Rivalität Figur E und Figur F kämpfen um dieselbe Anerkennung
Loyalität Figur G hält zu Figur H obwohl andere Druck ausüben
Entfremdung Figur I vermeidet nach einem Streit zunehmend den Kontakt zu Figur J





Interaktive Figurenkonstellation: Aussage oder Beleg?

Ordne den passenden Begriff zu. Beispiel
Eigenschaftsaussage Die Figur handelt verantwortungsbewusst
Verhaltensbeleg Die Figur übernimmt freiwillig eine schwierige Aufgabe
Beziehungsaussage Zwischen den beiden Figuren wächst das Misstrauen
Konfliktbeleg Ein Gespräch bricht ab nachdem eine Lüge entdeckt wurde
Entwicklungsdeutung Der Vergleich zeigt dass die Figur selbstständiger geworden ist





Kreuzworträtsel

Konflikt Wie heißt ein Gegensatz zwischen Zielen Werten oder Bedürfnissen?
Beziehung Wie heißt das Verhältnis zwischen zwei Figuren?
Wendepunkt Wie heißt eine entscheidende Stelle an der sich eine Entwicklung verändert?
Charakter Welcher Begriff bezeichnet die Wesensart einer Figur?
Belegstelle Wie kann man eine konkrete Textstelle nennen die eine Aussage stützt?
Entwicklung Wie heißt eine Veränderung einer Figur im Verlauf?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Figurenwissen untersuchst Du nicht nur den Namen, sondern vor allem zentrale

. Das Verhältnis zwischen mehreren Figuren wird als

beschrieben. Wenn Ziele oder Werte aufeinanderprallen, entsteht ein

. Was eine Figur erreichen möchte, nennt man ihr

. Der Grund für ihr Handeln kann als

beschrieben werden. Eine Veränderung lässt sich besonders gut durch den Vergleich von Anfang,

und Ende zeigen. Eine Aussage über eine Figur sollte mit einem passenden

gestützt werden. Nach dem Beleg folgt die

. Wird eine Eigenschaft ausdrücklich genannt, handelt es sich um eine

Charakterisierung. Wird sie aus Verhalten oder Sprache erschlossen, ist die Charakterisierung

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Figurensteckbrief: Erstelle für eine Hauptfigur Deiner Ganzschrift einen Steckbrief mit Rolle, drei Eigenschaften und je einem passenden Textbeleg.
  2. Beziehungsbarometer: Wähle zwei Figuren und beschreibe ihre Beziehung am Anfang auf einer Skala von Nähe bis Distanz. Begründe Deine Einordnung mit einer Textstelle.
  3. Eigenschaftensuche: Sammle fünf treffende Adjektive für eine Figur. Streiche anschließend zwei, die sich nicht gut genug belegen lassen.
  4. Belegkarte: Schreibe eine Behauptung, einen kurzen Beleg und eine Deutung auf drei Karten und ordne sie als B-B-D-Kette.


Standard

  1. Figurenkonstellation: Zeichne mindestens fünf Figuren Deiner Ganzschrift als Netzwerk. Beschrifte jeden Pfeil mit der Art der Beziehung und markiere eine Veränderung.
  2. Konfliktanalyse: Untersuche einen wichtigen Konflikt. Erkläre Auslöser, Ziele beider Seiten, Folgen und eine passende Belegstelle.
  3. Ziel und Motiv: Wähle eine Figur und unterscheide mindestens zwei Ziele von den dahinterliegenden Motiven.
  4. Vorher-Nachher-Vergleich: Vergleiche dieselbe Figur am Anfang und am Ende. Nutze zwei Textbelege und formuliere eine begründete Entwicklungsaussage.


Schwer

  1. Dynamische Figurenkonstellation: Erstelle zwei Schaubilder derselben Figurenbeziehungen, eines vor und eines nach einem Wendepunkt. Erkläre die wichtigsten Veränderungen.
  2. Belegqualität: Suche drei mögliche Belege für dieselbe Eigenschaft. Begründe, welcher Beleg für eine Prüfung am stärksten ist.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe eine kurze Analyse derselben Figur aus der Sicht zweier anderer Figuren und trenne dabei Textinformation von Deutung.
  4. Prüfungssimulation: Bearbeite in begrenzter Zeit die Aufgabe „Charakterisiere eine zentrale Figur und zeige, wie sich eine wichtige Beziehung entwickelt.“ Plane zuerst, schreibe dann und prüfe abschließend alle Belege.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Beziehungsentwicklung analysieren: Erkläre an zwei verschiedenen Stellen Deiner Ganzschrift, wie und warum sich eine Beziehung verändert. Verbinde beide Belege mit einer Deutung.
  2. Konflikt und Ziel verknüpfen: Zeige, wie das Ziel einer Figur einen Konflikt auslöst oder verschärft. Begründe den Zusammenhang mit mindestens zwei Textstellen.
  3. Eigenschaft prüfen: Wähle eine verbreitete Aussage über eine Figur, zum Beispiel „mutig“ oder „egoistisch“. Prüfe, ob diese Eigenschaft wirklich durchgehend passt oder nur in bestimmten Situationen.
  4. Wendepunkt bewerten: Entscheide, welche Szene für die Entwicklung einer Figur der wichtigste Wendepunkt ist. Begründe Deine Wahl und nenne eine mögliche Gegenposition.
  5. Belegvergleich: Vergleiche einen direkten und einen indirekten Beleg für dieselbe Eigenschaft. Erkläre, welcher Beleg in Deiner Argumentation überzeugender ist.
  6. Figurenkonstellation erklären: Erstelle eine kleine Konstellation aus drei Figuren und erläutere, wie eine Veränderung in einer Beziehung die anderen Figuren beeinflusst.
  7. Transferaufgabe: Übertrage die Methode Eigenschaft – Beziehung – Konflikt – Ziel – Veränderung – Beleg auf eine Nebenfigur und erkläre, welche Funktion diese Figur für die Handlung hat.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. zentrale Eigenschaften einer Figur präzise benennst und belegst.
  2. direkte und indirekte Charakterisierung unterscheiden und anwenden kannst.
  3. wichtige Beziehungen als Figurenkonstellation darstellen und erklären kannst.
  4. innere, äußere und soziale Konflikte erkennst.
  5. Ziele und Motive voneinander unterscheidest.
  6. Veränderungen mit einem Vergleich von Anfang, Wendepunkt und Ende erklärst.
  7. geeignete Textbelege auswählst und mit der B-B-D-Kette deutest.
  8. bei allen Aussagen zwischen Textinformation und eigener Deutung unterscheidest.
  9. Deine Ergebnisse in klaren, vollständigen Sätzen formulierst.




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