Klimawandel in Deutschland (Regionale Folgen und Anpassungsstrategien; Schule 7–13; Geografie; viele Medien; Sprache ang

Klimawandel in Deutschland (Regionale Folgen und Anpassungsstrategien; Schule 7–13; Geografie; viele Medien; Sprache ang
Klimawandel in Deutschland (Regionale Folgen und Anpassungsstrategien; Schule 7–13; Geografie; viele Medien; Sprache angepasst; mittellanger Text; exakt diesen Titel übernehmen)
Einleitung
Der Klimawandel ist auch in Deutschland deutlich messbar. Dabei verändert sich nicht nur die durchschnittliche Temperatur. Auch Hitzewellen, Trockenperioden, Starkregen, Hoch- und Niedrigwasser, die Schneedecke in Gebirgen und langfristig der Meeresspiegel verändern sich. Die Folgen sind jedoch regional verschieden: Eine Küstenregion hat andere Risiken als ein dicht bebautes Stadtviertel, ein Flusstal, ein Waldgebiet oder der Alpenraum.
Dieser aiMOOC richtet sich an Lernende der Klassen 7 bis 13. Zentrale Fachbegriffe werden zunächst einfach erklärt und anschließend vertieft. Du lernst, Klimadaten geografisch zu deuten, regionale Risiken zu vergleichen und Anpassungsstrategien zu bewerten.

Deutschland liegt in der gemäßigten Klimazone. Schon innerhalb des Landes unterscheiden sich Temperatur, Niederschlag, Höhenlage, Küstennähe und Landnutzung deutlich. Deshalb wirkt sich derselbe globale Klimawandel regional unterschiedlich aus.
Das Video der Klimapressekonferenz 2026 des Deutschen Wetterdienstes eignet sich besonders für die Klassen 10 bis 13. Es zeigt, wie Messdaten und regionale Klimainformationen als Grundlage für Anpassungsmaßnahmen genutzt werden.
Klima, Wetter und Klimawandel
Wetter beschreibt den kurzfristigen Zustand der Atmosphäre, zum Beispiel einen heißen Nachmittag oder ein Gewitter. Klima beschreibt dagegen typische Wetterverhältnisse und ihre Schwankungen über längere Zeiträume, meist über mindestens 30 Jahre. Ein einzelner kalter Winter widerlegt deshalb den Klimawandel ebenso wenig, wie ein einzelner heißer Sommertag ihn allein beweist.
Der vom Menschen verursachte Klimawandel entsteht vor allem durch zusätzliche Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid und Methan. Sie verstärken den natürlichen Treibhauseffekt. Dadurch steigt die globale Mitteltemperatur. Deutschland hat sich nach Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes seit Beginn der systematischen Messungen 1881 deutlich erwärmt. Mit einer Methode, die die beschleunigte Erwärmung der letzten Jahrzehnte berücksichtigt, ergibt sich bis 2024 ein Anstieg von rund 2,5 °C gegenüber dem frühen Messzeitraum. Das Jahr 2024 war mit 10,9 °C Jahresmittel das bis dahin wärmste Jahr seit 1881. Auch 2025 blieb ungewöhnlich warm und gehörte zu den zehn wärmsten Jahren der deutschen Messreihe.
Wichtig ist: Klimawandel bedeutet nicht, dass jedes Jahr gleichmäßig wärmer wird. Natürliche Schwankungen bleiben bestehen. Entscheidend ist der langfristige Trend und die Veränderung von Wahrscheinlichkeiten und Intensitäten.
Von der Klimaveränderung zum Risiko
Für die Geografie ist eine einfache Risikokette hilfreich: Ein Klimasignal wie Hitze oder Starkregen trifft auf Menschen, Gebäude, Ökosysteme und Infrastrukturen. Wie groß der Schaden wird, hängt zusätzlich von der Exposition und der Verwundbarkeit ab.
Ein Beispiel: Starkregen über einer unbebauten Aue kann vergleichsweise wenig Schaden verursachen. Derselbe Niederschlag über einem stark versiegelten Stadtteil mit Tiefgaragen, Kellern und wenig Rückhalteflächen kann große Schäden auslösen. Klimarisiko ist deshalb nicht nur eine Frage des Wetters, sondern auch der Raumplanung und gesellschaftlichen Vorsorge.
Regionale Folgen des Klimawandels in Deutschland
Die Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes zeigt, dass grundsätzlich alle Regionen Deutschlands betroffen sind, aber auf unterschiedliche Weise. Besonders wichtig sind Hitze, Trockenheit, Starkregen, Hoch- und Niedrigwasser, Veränderungen von Ökosystemen sowie langfristig der Meeresspiegelanstieg.
Küsten an Nordsee und Ostsee
An den deutschen Küsten steigt mit dem globalen Meeresspiegel langfristig auch das Ausgangsniveau für Sturmfluten. Dadurch können Küstenschutz, Entwässerung und Siedlungen stärker belastet werden. Besonders empfindlich sind niedrig liegende Räume. An der Nordseeküste gehören Deiche, Dünen, Salzwiesen und Warften seit Jahrhunderten zur Anpassung an Sturmfluten.


Eine mögliche Anpassungsstrategie ist nicht nur das Erhöhen technischer Schutzanlagen. Auch die Sicherung natürlicher Küstenräume, angepasste Raumplanung, Evakuierungswege und langfristige Vorsorge gehören dazu. Auf Halligen zeigen Warften anschaulich, wie Siedlungen an regelmäßige Überflutungen angepasst werden können.
Ostdeutsches Tiefland und trockene Binnenregionen
In Teilen Brandenburgs, Sachsen-Anhalts, Sachsens und anderer Binnenregionen ist Wasser bereits heute eine knappe Ressource. Steigende Temperaturen erhöhen die Verdunstung. Längere Trockenphasen können Böden austrocknen, Landwirtschaft und Wälder belasten und das Waldbrandrisiko erhöhen. Gleichzeitig kann auch in trockenen Regionen intensiver Starkregen auftreten. Trockenheit und Starkregen sind also kein Widerspruch.

Anpassung bedeutet hier vor allem, Wasser länger in der Landschaft zu halten. Dazu gehören humusreiche Böden, weniger Bodenversiegelung, angepasste Bewässerung, Rückhalt von Niederschlagswasser, Schutz von Mooren und Feuchtgebieten sowie eine Landwirtschaft, die Sortenwahl und Anbauverfahren an veränderte Bedingungen anpasst.
Flusstäler: Hochwasser, Starkregen und Niedrigwasser
Flüsse wie Rhein, Elbe, Donau und ihre Nebenflüsse reagieren auf Niederschlag, Schneeschmelze, Verdunstung und Bodenfeuchte. Klimawandel kann sowohl das Risiko von Niedrigwasser als auch von bestimmten Hochwasserlagen beeinflussen. Bei Starkregen ist außerdem entscheidend, wie schnell Wasser von Hängen und versiegelten Flächen in Bäche und Flüsse gelangt.
Datei:Hochwasser im Ahrtal 2021.webm
Die Flutkatastrophe im Juli 2021 im Westen Deutschlands zeigt, wie gefährlich extreme Niederschläge in engen Tälern sein können. Ein einzelnes Ereignis hat immer mehrere Ursachen: Wetterlage, Gelände, Bodenfeuchte, Bebauung, Warnung und Verhalten spielen zusammen. Durch die Erwärmung kann die Atmosphäre jedoch mehr Wasserdampf aufnehmen, wodurch starke Niederschläge intensiver werden können.

Niedrigwasser kann die Binnenschifffahrt, Industrie, Energieversorgung und Ökosysteme beeinträchtigen. Anpassungsmaßnahmen sind unter anderem Rückhalteflächen, wieder angebundene Auen, hochwasserangepasstes Bauen, Starkregengefahrenkarten, Warnsysteme, Vorsorge in Gebäuden und eine bessere Speicherung von Wasser in Böden und Landschaften.
Städte: Hitzeinseln und Starkregen
Städte erwärmen sich häufig stärker als ihr Umland. Asphalt, Beton und Gebäude speichern Wärme, während Vegetation und Verdunstung fehlen. Dieses Phänomen wird als städtische Wärmeinsel bezeichnet. Besonders belastend sind heiße Tage in Verbindung mit warmen Nächten, weil der Körper sich dann schlechter erholen kann.
Gleichzeitig fließt Starkregen auf versiegelten Flächen schnell ab. Kanalisationen können bei sehr intensiven Niederschlägen überlastet werden. Deshalb setzen viele Kommunen auf das Prinzip der Schwammstadt. Regenwasser soll möglichst dort zurückgehalten werden, wo es fällt, und später versickern oder verdunsten.

Typische Maßnahmen sind Gründächer, entsiegelte Flächen, Stadtbäume, Mulden, Zisternen, offene Wasserflächen und schattige Aufenthaltsorte. Sie können mehrere Probleme gleichzeitig mindern: Regenwasser wird gespeichert, Verdunstung kühlt die Umgebung und zusätzliche Grünflächen verbessern Lebensräume.
Wälder und Mittelgebirge
Wälder reagieren auf Hitze, Trockenheit, Stürme und Schädlinge. Besonders gleichaltrige Fichtenbestände an ungeeigneten Standorten können empfindlich sein. Wiederholte Trockenjahre schwächen Bäume, sodass sich unter günstigen Bedingungen beispielsweise Borkenkäfer stark vermehren können.

Eine wichtige Anpassungsstrategie ist der Aufbau strukturreicher, standortgerechter und möglichst vielfältiger Wälder. Vielfalt kann Risiken verteilen, weil nicht alle Baumarten gleich auf Trockenheit, Hitze oder Schädlinge reagieren. Gleichzeitig müssen natürliche Waldentwicklung, Naturschutz, Holzproduktion, Wildbestände und lokale Standortbedingungen berücksichtigt werden.
Alpenraum
In den Bayerischen Alpen steigen die Temperaturen ebenfalls. Schneesicherheit verändert sich, Gletscher verlieren Masse und mit tauendem Permafrost können sich an steilen Hängen zusätzliche Gefahren entwickeln. Für Tourismus, Wasserhaushalt und Natur ergeben sich dadurch neue Herausforderungen.

Anpassung kann hier bedeuten, Tourismus weniger abhängig vom Naturschnee zu machen, Naturgefahren genauer zu beobachten, Schutzwälder zu erhalten und bei Bau- oder Verkehrsprojekten zukünftige Klimabedingungen mitzudenken.
Regionale Übersicht
Die folgenden Räume sind bewusst vereinfacht. Innerhalb jeder Region gibt es große lokale Unterschiede.
| Raum | Typische Klimarisiken | Mögliche Folgen | Beispiele für Anpassung |
|---|---|---|---|
| Nord- und Ostseeküste | Meeresspiegelanstieg, Sturmfluten | Belastung von Siedlungen, Entwässerung und Küstenschutz | Deiche, Dünen, Salzwiesen, Warften, Raumplanung, Warn- und Evakuierungskonzepte |
| Trockene Binnenregionen | Hitze, Trockenheit, Starkregen | Wasserknappheit, Ertragsrisiken, Waldbrandgefahr, Bodenerosion | Wasserrückhalt, Bodenschutz, angepasste Landwirtschaft, Entsiegelung |
| Flusstäler | Hochwasser, Niedrigwasser, Starkregen | Schäden an Gebäuden und Infrastruktur, Probleme für Schifffahrt und Ökosysteme | Auen, Retentionsflächen, Gefahrenkarten, hochwasserangepasstes Bauen |
| Großstädte | Hitzeinseln, Tropennächte, Starkregen | Gesundheitsbelastung, Überflutung, hohe Kühlbedarfe | Stadtgrün, Schatten, Schwammstadt, Gründächer, Hitzeaktionspläne |
| Wälder und Mittelgebirge | Trockenheit, Hitze, Schädlinge, Sturm | Waldschäden, Nutzungskonflikte, Veränderungen von Lebensräumen | Waldumbau, Artenvielfalt, Bodenschutz, Wasserrückhalt |
| Alpen | Erwärmung, weniger Schnee, Gletscherschwund, Naturgefahren | Veränderungen im Tourismus und in Hochgebirgsökosystemen | Risikomonitoring, Schutzwald, angepasster Tourismus, vorsorgende Raumplanung |
Anpassung: Was bedeutet das?
Klimaanpassung soll Schäden durch bereits eingetretene und zukünftig unvermeidbare Folgen des Klimawandels verringern. Sie unterscheidet sich vom Klimaschutz: Klimaschutz senkt Treibhausgasemissionen und begrenzt die weitere Erwärmung. Anpassung bereitet Gesellschaft und Natur auf Folgen vor. Beides ist notwendig. Je stärker die Erwärmung fortschreitet, desto schwieriger, teurer oder teilweise unmöglich kann Anpassung werden.
Eine gute Anpassungsmaßnahme ist möglichst wirksam, sozial gerecht, langfristig tragfähig und flexibel. Sie sollte keine neuen Probleme schaffen. Wenn eine Maßnahme zwar kurzfristig schützt, aber langfristig Risiken erhöht, spricht man von Fehlanpassung oder Maladaptation. Ein Beispiel wäre eine Lösung gegen Hitze, die sehr viel zusätzliche Abwärme erzeugt, während günstigere passive Kühlung möglich wäre.
Naturbasierte und technische Lösungen
Naturbasierte Lösungen nutzen ökologische Prozesse. Auen können Hochwasser aufnehmen, Stadtbäume spenden Schatten, Böden speichern Wasser und Moore können Wasser zurückhalten. Technische Lösungen sind beispielsweise Deiche, Rückhaltebecken, Warnsysteme, Verschattungselemente oder angepasste Gebäudetechnik. Oft ist eine Kombination am sinnvollsten.
Vorsorge in Gemeinden und Bundesländern
Seit dem 1. Juli 2024 gilt in Deutschland das Bundes-Klimaanpassungsgesetz. Es soll die vorsorgende Anpassung stärken. Bund und Länder sollen Klimarisiken systematisch untersuchen, Strategien fortschreiben und Fortschritte überwachen. Die Deutsche Anpassungsstrategie von 2024 enthält erstmals messbare Ziele und Kennzahlen. Sie umfasst 33 Ziele und 45 Unterziele in verschiedenen Handlungsfeldern. Dazu gehören unter anderem Gesundheit, Infrastruktur, Wasser, Landwirtschaft, Wälder, Stadtentwicklung und Bevölkerungsschutz.
Für Kommunen sind regionale Daten besonders wichtig. Eine Stadt am Oberrhein braucht möglicherweise andere Prioritäten als eine Gemeinde an der Nordseeküste oder im Erzgebirge. Deshalb beginnt gute Anpassung mit einer lokalen Frage: Welche Gefahren treffen auf welche Menschen, Gebäude, Infrastrukturen und Ökosysteme?
Wer ist besonders betroffen?
Klimarisiken sind auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit. Ältere Menschen, kleine Kinder, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Personen ohne kühle Wohnräume oder Menschen, die im Freien arbeiten, können durch Hitze stärker gefährdet sein. Bei Hochwasser hängt die Verwundbarkeit unter anderem davon ab, ob Gebäude geschützt sind, Warnungen verstanden werden und Fluchtwege vorhanden sind.
Anpassung sollte deshalb nicht nur technische Durchschnittswerte betrachten, sondern auch besonders gefährdete Gruppen einbeziehen. Ein kühler öffentlicher Platz, Trinkwasserbrunnen, verständliche Warnungen oder gut erreichbare Beratungsangebote können soziale Unterschiede bei Klimarisiken verringern.
Anpassung beurteilen: fünf Leitfragen
- Wirksamkeit: Verringert die Maßnahme das konkrete Klimarisiko?
- Robustheit: Funktioniert sie auch, wenn die zukünftige Entwicklung etwas anders ausfällt als erwartet?
- Nachhaltigkeit: Schützt sie Natur und Ressourcen oder verlagert sie Probleme?
- Gerechtigkeit: Wer profitiert und wer trägt Kosten oder Nachteile?
- Flexibilität: Kann die Maßnahme später erweitert oder verändert werden?
Was Du für eine Raumanalyse brauchst
Eine geografische Klimaanalyse verbindet mehrere Informationsarten. Du kannst Klimakarten, Temperatur- und Niederschlagsreihen, Geländekarten, Landnutzung, Bevölkerungsdaten und Fotos vergleichen. Wichtig ist, nicht nur eine Gefahr zu betrachten. Eine Region kann gleichzeitig von Hitze, Trockenheit und Starkregen betroffen sein.
Für die Klassen 7 bis 9 genügt häufig die Frage: Was verändert sich, wer oder was ist betroffen und welche Maßnahme hilft? In den Klassen 10 bis 13 kannst Du zusätzlich Exposition, Vulnerabilität, Zielkonflikte, Szenarien, Unsicherheiten und Fehlanpassung untersuchen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Warum sind die Folgen des Klimawandels in Deutschland regional unterschiedlich? (Weil Klima Naturraum Landnutzung und Besiedlung regional verschieden sind) (!Weil der Klimawandel nur einzelne Bundesländer erreicht) (!Weil jede Region dieselbe Temperatur hat) (!Weil Küsten und Gebirge gleich auf Erwärmung reagieren)
Was beschreibt Klima im Unterschied zu Wetter? (Typische Wetterverhältnisse über lange Zeiträume) (!Nur den Zustand der Atmosphäre an einem Nachmittag) (!Ausschließlich die Windrichtung) (!Nur einzelne Unwetter)
Welche Folge ist für deutsche Küsten langfristig besonders wichtig? (Meeresspiegelanstieg) (!Ausbreitung von Wüsten) (!Vulkanismus) (!Abnahme der Erdrotation)
Welches Prinzip gehört zur Schwammstadt? (Regenwasser lokal speichern versickern und verdunsten lassen) (!Regenwasser möglichst schnell vollständig ableiten) (!Alle Grünflächen versiegeln) (!Stadtbäume durch Asphalt ersetzen)
Warum kann Niedrigwasser am Rhein wirtschaftliche Folgen haben? (Weil die Binnenschifffahrt weniger Ladung transportieren kann) (!Weil Schiffe bei niedrigem Wasser automatisch schneller fahren) (!Weil dadurch alle Straßen gesperrt werden) (!Weil Niedrigwasser den Meeresspiegel weltweit absenkt)
Welche Maßnahme kann Hochwasserrisiken in Flusstälern verringern? (Auen und Retentionsflächen erhalten oder wiederherstellen) (!Flüsse überall vollständig einengen) (!Alle Böden versiegeln) (!Warnsysteme abschalten)
Was ist ein Ziel klimaangepasster Waldentwicklung? (Strukturreiche und standortgerechte Wälder fördern) (!Überall nur eine Baumart pflanzen) (!Waldböden möglichst stark verdichten) (!Totholz und Artenvielfalt grundsätzlich vermeiden)
Was unterscheidet Klimaanpassung vom Klimaschutz? (Anpassung mindert Folgen während Klimaschutz weitere Erwärmung begrenzt) (!Anpassung und Klimaschutz bedeuten genau dasselbe) (!Klimaschutz befasst sich nur mit Hochwasser) (!Anpassung senkt ausschließlich den Meeresspiegel)
Was gehört zur Verwundbarkeit gegenüber Hitze? (Fehlende kühle Räume und geringe Schutzmöglichkeiten) (!Die geografische Länge eines Ortes allein) (!Die Farbe der Landesflagge) (!Die Anzahl der Wochentage)
Warum ist eine einzelne Extremwetterkatastrophe nicht nur durch einen Faktor erklärbar? (Weil Wetter Gelände Landnutzung Exposition und Vorsorge zusammenwirken) (!Weil Klimadaten niemals messbar sind) (!Weil Starkregen nur über dem Meer vorkommt) (!Weil Hochwasser keine natürlichen Ursachen hat)
Memory
| Schwammstadt | Regenwasser speichern und langsam abgeben |
| Deich | Küstenschutz gegen hohe Wasserstände |
| Aue | natürlicher Überflutungsraum eines Flusses |
| Dürre | länger anhaltender Wassermangel |
| Wärmeinsel | erhöhte Temperatur in dicht bebauten Stadtgebieten |
| Vulnerabilität | Verwundbarkeit gegenüber einer Gefahr |
| Klimaanpassung | Folgen des Klimawandels vorsorgend mindern |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Meeresspiegelanstieg | Küstenraum |
| Wasserrückhalt | trockene Binnenregion |
| Retentionsfläche | Flusstal |
| Stadtbaum | Hitzevorsorge |
| Waldumbau | Forstwirtschaft |
| Gefahrenmonitoring | Alpenraum |
...
Kreuzworträtsel
| Schwammstadt | Wie heißt das Stadtprinzip, bei dem Regenwasser gespeichert, versickert und verdunstet wird? |
| Starkregen | Wie nennt man sehr intensiven Niederschlag in kurzer Zeit? |
| Trockenheit | Welcher Zustand entsteht bei längerem Mangel an verfügbarem Wasser? |
| Meeresspiegel | Welche Wasserstandshöhe steigt langfristig durch die globale Erwärmung? |
| Retentionsraum | Wie heißt eine Fläche, die zeitweise Hochwasser aufnehmen kann? |
| Hitzeschutz | Welcher Oberbegriff passt zu Schatten, Trinkwasser und kühlen Aufenthaltsorten? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Klimafolgen vor Ort: Fotografiere oder zeichne drei Orte in Deiner Umgebung, die bei Hitze oder Starkregen problematisch sein könnten, und begründe Deine Auswahl.
- Schattiger Schulhof: Entwirf eine Skizze für einen klimaangepassten Schulhof mit Schatten, Pflanzen und Möglichkeiten zur Regenwasserspeicherung.
- Regionenvergleich: Wähle Küste, Flusstal, Stadt oder Mittelgebirge und erstelle ein Plakat mit zwei Klimarisiken und zwei passenden Anpassungsmaßnahmen.
- Wetter und Klima: Sammle fünf Aussagen aus Alltag oder Medien und entscheide, ob sie Wetter, Klima oder Klimawandel beschreiben.
Standard
- Starkregen-Check: Untersuche das Schulgelände auf versiegelte Flächen, Abflusswege und mögliche Sammelstellen für Wasser und entwickle zwei Verbesserungen.
- Hitzeinsel-Experiment: Miss an einem warmen Tag die Temperatur an mehreren Orten mit unterschiedlicher Verschattung und Oberfläche und werte die Unterschiede aus.
- Klimainterview: Befrage eine Person aus Landwirtschaft, Forst, Stadtplanung, Feuerwehr oder Wasserwirtschaft zu beobachteten Veränderungen und Anpassungsmaßnahmen.
- Medienanalyse Klimawandel: Vergleiche zwei Medienbeiträge zu einem Extremereignis und prüfe, ob zwischen Wetterereignis, Klimatrend und Schadensursachen sauber unterschieden wird.
Schwer
- Regionale Klimarisikoanalyse: Erstelle für Deinen Landkreis eine vereinfachte Risikomatrix aus Gefahr, Exposition, Vulnerabilität und möglichen Anpassungsmaßnahmen.
- Anpassungsstrategie bewerten: Vergleiche drei Maßnahmen gegen Hitze oder Hochwasser anhand von Wirksamkeit, Kosten, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Flexibilität.
- Zukunftsszenario: Entwickle zwei plausible Zukunftsbilder Deiner Region für das Jahr 2050 mit stärkerer beziehungsweise schwächerer Erwärmung und begründe unterschiedliche Anpassungsentscheidungen.
- Kommunales Klimaprojekt: Formuliere einen kurzen Vorschlag an Deine Gemeinde für eine konkrete Anpassungsmaßnahme, recherchiere Zuständigkeiten und stelle mögliche Zielkonflikte dar.


Lernkontrolle
- Raumvergleich: Vergleiche eine deutsche Küstenregion mit einem trockenen Binnenraum. Erkläre, warum dieselbe globale Erwärmung zu unterschiedlichen regionalen Risiken führt.
- Risikokette: Analysiere für ein Starkregenereignis, wie Klimasignal, Exposition und Vulnerabilität zusammenwirken und an welchen Stellen Anpassung ansetzen kann.
- Maßnahmenmix: Entwickle für ein dicht bebautes Stadtviertel einen Maßnahmenmix gegen Hitze und Starkregen und begründe, warum mehrere Maßnahmen zusammen wirksamer sein können als eine Einzellösung.
- Zielkonflikt: Beurteile einen möglichen Konflikt zwischen Flächennutzung für neue Wohnungen und der Freihaltung von Überflutungs- oder Grünflächen.
- Fehlanpassung: Entwickle ein Beispiel für eine Maßnahme, die kurzfristig ein Klimaproblem mindert, langfristig aber ein anderes verschärft, und verbessere sie.
- Transfer: Übertrage das Prinzip des Wasserrückhalts aus einer Schwammstadt auf Landwirtschaft oder Wald und erläutere Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Wetter und Klima unterscheidest, die Erwärmung Deutschlands mit Messdaten beschreibst, regionale Klimarisiken räumlich zuordnest und Anpassungsmaßnahmen begründet auswählst. Wichtig ist außerdem, dass Du nicht nur Einzelereignisse nennst, sondern Zusammenhänge zwischen Gefahr, Exposition und Vulnerabilität erklärst. Ein guter Lernnachweis berücksichtigt auch Unsicherheiten, Zielkonflikte und den Unterschied zwischen Klimaschutz und Klimaanpassung.
Mögliche Bestandteile eines Lernnachweises sind eine kommentierte Karte, eine kurze regionale Fallstudie, die Auswertung eines Diagramms, eine begründete Maßnahmenbewertung und eine Reflexion darüber, wer von einer Anpassungsmaßnahme profitiert oder belastet wird.
OERs zum Thema
Weiterführende, fachlich geeignete Quellen für eigene Recherchen sind der Deutsche Wetterdienst, das Umweltbundesamt, die Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes sowie Informationen zum Bundes-Klimaanpassungsgesetz.
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