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Grundrechte - Deutschland (Freiheits- und Gleichheitsrechte verstehen; Schule 7–13; Gemeinschaftskunde; viele Medien; Sp

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Grundrechte - Deutschland (Freiheits- und Gleichheitsrechte verstehen; Schule 7–13; Gemeinschaftskunde; viele Medien; Sp




Grundrechte - Deutschland (Freiheits- und Gleichheitsrechte verstehen; Schule 7–13; Gemeinschaftskunde; viele Medien; Sprache angepasst; mittellanger Text; exakt diesen Titel übernehmen)


Einleitung

Die Grundrechte gehören zu den wichtigsten Regeln des demokratischen Rechtsstaats in Deutschland. Sie schützen Menschen vor ungerechtfertigten Eingriffen des Staates und sichern Freiräume, in denen Du Dein Leben selbst gestalten kannst. Gleichzeitig verlangen sie, dass staatliche Stellen Menschen grundsätzlich gleich behandeln und Diskriminierung verhindern.

Die Grundrechte stehen im ersten Abschnitt des Grundgesetzes, vor allem in den Artikeln 1 bis 19. Dass sie gleich am Anfang der Verfassung stehen, zeigt ihre besondere Bedeutung. Nach den Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Diktatur sollte nach 1945 eine staatliche Ordnung entstehen, in der die Würde des Menschen, Freiheit, Gleichheit und rechtlicher Schutz besonders stark abgesichert sind.

Für den Unterricht kannst Du Dir zunächst zwei große Gruppen merken: Freiheitsrechte schützen Deine Freiheit, bestimmte Dinge zu tun oder zu unterlassen. Gleichheitsrechte schützen Dich davor, ohne ausreichenden Grund ungleich behandelt oder wegen bestimmter Merkmale benachteiligt zu werden.


Artikel 1: Menschenwürde als Ausgangspunkt

Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes beginnt mit dem Satz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Damit wird deutlich: Jeder Mensch besitzt einen eigenen Wert, der nicht davon abhängt, wie alt, reich, leistungsfähig, beliebt oder mächtig jemand ist. Der Staat muss die Menschenwürde achten und schützen.

Artikel 1 Absatz 3 bestimmt außerdem, dass Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung an die Grundrechte gebunden sind. Das betrifft also Bundestag, Behörden, Polizei, Schulen in staatlicher Verantwortung und Gerichte. Grundrechte sind deshalb nicht nur politische Ziele, sondern unmittelbar geltendes Recht.


Freiheitsrechte: Raum für eigene Entscheidungen

Freiheitsrechte schützen Lebensbereiche, in denen Menschen selbst entscheiden dürfen. Sie wirken vor allem als Abwehrrechte gegen den Staat: Der Staat darf nicht beliebig bestimmen, was Du denkst, sagst, glaubst, liest, lernst oder in vielen Bereichen Deines Lebens tust.

Wichtige Beispiele sind:

  1. Allgemeine Handlungsfreiheit: Artikel 2 Absatz 1 schützt die freie Entfaltung der Persönlichkeit.
  2. Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit: Artikel 2 Absatz 2 schützt Leben, Körper und persönliche Freiheit.
  3. Religionsfreiheit: Artikel 4 schützt Glauben, Gewissen und religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen.
  4. Meinungsfreiheit: Artikel 5 schützt das Äußern und Verbreiten von Meinungen sowie die Informationsfreiheit.
  5. Versammlungsfreiheit: Artikel 8 schützt das gemeinsame friedliche Versammeln.
  6. Vereinigungsfreiheit: Artikel 9 schützt das Recht, Vereinigungen und Gesellschaften zu bilden.
  7. Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis: Artikel 10 schützt vertrauliche Kommunikation.
  8. Freizügigkeit: Artikel 11 schützt für Deutsche die freie Wahl des Aufenthaltsortes innerhalb Deutschlands.
  9. Berufsfreiheit: Artikel 12 schützt für Deutsche die freie Wahl von Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte.
  10. Unverletzlichkeit der Wohnung: Artikel 13 schützt die private Wohnung vor ungerechtfertigten staatlichen Eingriffen.
  11. Eigentum: Artikel 14 schützt Eigentum und Erbrecht.

Nicht alle dieser Rechte sind gleich formuliert. Manche Grundrechte gelten ausdrücklich für jeden Menschen. Andere nennt man Deutschenrechte, weil das Grundgesetz sie ausdrücklich „allen Deutschen“ zuspricht. Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit können in entsprechenden Situationen dennoch durch andere Grundrechte, Gesetze und europäische oder internationale Menschenrechte geschützt sein.


Beispiel: Meinungsfreiheit

Du darfst eine politische Entscheidung kritisieren, eine andere Meinung als Deine Lehrkraft vertreten oder in sozialen Medien Deine Sicht äußern. Das ist für eine Demokratie wichtig, weil politische Auseinandersetzung nur möglich ist, wenn unterschiedliche Meinungen sichtbar werden.

Aber Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass jede Äußerung unter allen Umständen erlaubt ist. Artikel 5 nennt Grenzen durch allgemeine Gesetze, den Jugendschutz und das Recht der persönlichen Ehre. Deshalb muss in Streitfällen oft abgewogen werden: Wie schwer wiegt die Meinungsfreiheit? Welche Rechte anderer Menschen sind betroffen? Gibt es ein Gesetz, das eine Einschränkung erlaubt?


Beispiel: Versammlungsfreiheit

Demonstrationen, Kundgebungen und andere friedliche Versammlungen ermöglichen Menschen, gemeinsam öffentlich für politische oder gesellschaftliche Ziele einzutreten. Die Versammlungsfreiheit ist deshalb eng mit Demokratie und Meinungsfreiheit verbunden.

Artikel 8 schützt ausdrücklich Deutsche, die sich friedlich und ohne Waffen versammeln. Für Versammlungen unter freiem Himmel können gesetzliche Beschränkungen vorgesehen werden. Das bedeutet aber nicht, dass Behörden Demonstrationen beliebig verbieten dürfen. Eingriffe müssen eine rechtliche Grundlage haben und verhältnismäßig sein.


Gleichheitsrechte: Gleich behandeln, Benachteiligung verhindern

Artikel 3 Absatz 1 lautet: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Daraus folgt nicht, dass der Staat jede Person immer exakt gleich behandeln muss. Unterschiedliche Situationen können unterschiedlich geregelt werden. Für eine Ungleichbehandlung braucht der Staat aber einen sachlich tragfähigen Grund. Je stärker eine Ungleichbehandlung grundlegende persönliche Merkmale oder Freiheitsrechte betrifft, desto strenger kann die verfassungsrechtliche Prüfung sein.

Artikel 3 Absatz 2 bestimmt die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Der Staat soll außerdem die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung fördern und bestehende Nachteile beseitigen.

Artikel 3 Absatz 3 enthält besondere Diskriminierungsverbote. Niemand darf wegen der dort genannten Merkmale benachteiligt oder bevorzugt werden; zusätzlich darf niemand wegen einer Behinderung benachteiligt werden. Für den Unterricht ist wichtig: Das Ziel dieser Regelung ist der Schutz vor staatlicher Diskriminierung. Der historische Gesetzestext enthält dabei auch Begriffe, über deren heutige Sprache und mögliche Änderung politisch und juristisch diskutiert wird.


Gleichheit bedeutet nicht immer Gleichbehandlung

Stell Dir zwei Situationen vor: Eine Schule verlangt von allen Schülerinnen und Schülern dieselbe Zeit für eine schriftliche Prüfung. Eine Schülerin hat jedoch aufgrund einer Behinderung einen anerkannten Anspruch auf Nachteilsausgleich. Eine längere Bearbeitungszeit kann dann gerade dazu dienen, faire und vergleichbare Bedingungen herzustellen.

Gleichheitsrechte fragen deshalb nicht nur: „Werden alle gleich behandelt?“ Sie fragen auch: „Sind Unterschiede sachlich gerechtfertigt?“ und „Werden bestehende Nachteile angemessen berücksichtigt?“


Grundrechte haben Grenzen

Grundrechte schützen Freiheit stark, aber viele Grundrechte gelten nicht grenzenlos. Wenn mehrere Rechte oder wichtige Rechtsgüter aufeinandertreffen, muss abgewogen werden.

Ein Beispiel: Person A äußert öffentlich eine scharfe Meinung. Person B fühlt sich dadurch in ihrer persönlichen Ehre verletzt. Dann können Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsschutz miteinander kollidieren. Gerichte müssen prüfen, welche Rechte betroffen sind und wie sie im konkreten Fall möglichst schonend miteinander in Einklang gebracht werden können.

Für ältere Jahrgänge ist der Begriff Verhältnismäßigkeit wichtig. Ein staatlicher Eingriff muss grundsätzlich einem legitimen Zweck dienen und geeignet, erforderlich und angemessen sein. Außerdem schützt Artikel 19 Absatz 2 den Wesensgehalt eines Grundrechts. Der Staat darf ein Grundrecht also nicht so einschränken, dass von seinem grundlegenden Schutz nichts mehr übrig bleibt.


Schutzbereich, Eingriff und Rechtfertigung – Vertiefung für Klasse 10–13

In der juristischen Prüfung von Freiheitsrechten wird häufig in drei Schritten gedacht:

  1. Schutzbereich: Welche Person und welches Verhalten werden vom Grundrecht geschützt?
  2. Eingriff: Hat eine staatliche Maßnahme diese Freiheit beeinträchtigt?
  3. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung: Darf der Staat diesen Eingriff nach dem Grundgesetz vornehmen?

Bei Gleichheitsrechten lautet die Leitfrage anders: Werden vergleichbare Fälle ungleich oder unterschiedliche Fälle ohne ausreichenden Grund gleich behandelt? Danach wird geprüft, ob diese Behandlung verfassungsrechtlich gerechtfertigt ist.

Diese Denkweise hilft Dir, politische und rechtliche Konflikte nicht nur nach Gefühl zu beurteilen, sondern begründet zu analysieren.


Grundrechte und Alltag

Grundrechte begegnen Dir häufiger, als Du vielleicht denkst. Wenn eine Schülerzeitung einen kritischen Artikel veröffentlicht, spielt die Meinungs- und Pressefreiheit eine Rolle. Wenn eine Schulordnung bestimmte Kleidung verbietet, können Persönlichkeitsrechte oder Religionsfreiheit berührt sein. Wenn Menschen gegen eine politische Entscheidung demonstrieren, ist die Versammlungsfreiheit wichtig. Wenn Behörden Personen unterschiedlich behandeln, stellt sich die Frage nach Artikel 3.

Grundrechte geben jedoch nicht automatisch in jedem Streit eine einfache Antwort. Oft müssen mehrere Rechte und Interessen gegeneinander abgewogen werden.


Wer schützt die Grundrechte?

Zunächst müssen alle staatlichen Stellen die Grundrechte beachten. Wer sich durch staatliches Handeln in eigenen Rechten verletzt sieht, kann grundsätzlich gerichtlichen Rechtsschutz suchen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist nach Ausschöpfung des fachgerichtlichen Rechtswegs eine Verfassungsbeschwerde zum Bundesverfassungsgericht möglich.

Das Bundesverfassungsgericht ist deshalb ein zentraler Hüter des Grundgesetzes. Es entscheidet jedoch nicht einfach, welche politische Lösung „am besten“ wäre. Seine Aufgabe ist zu prüfen, ob staatliches Handeln mit dem Grundgesetz vereinbar ist.


Grundrechte wirken auch in die Gesellschaft hinein – Vertiefung für Klasse 11–13

Grundrechte richten sich grundsätzlich gegen den Staat. Trotzdem beeinflussen sie auch Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen. Gerichte müssen zum Beispiel bei Streit über Äußerungen, Arbeitsverhältnisse oder Eigentum privatrechtliche Vorschriften im Licht der Grundrechte auslegen. Diese Wirkung wird häufig als mittelbare Drittwirkung bezeichnet.

Außerdem enthalten Grundrechte nicht nur Abwehrfunktionen. Aus ihnen können auch staatliche Schutzpflichten entstehen. Das bedeutet: Der Staat muss in bestimmten Situationen Menschen nicht nur selbst in Ruhe lassen, sondern sie auch durch geeignete Regeln vor schweren Beeinträchtigungen durch andere schützen.


Historischer Hintergrund

Das Grundgesetz wurde 1949 geschaffen. Die nationalsozialistische Diktatur hatte gezeigt, wie gefährlich es ist, wenn staatliche Macht kaum wirksam begrenzt wird und Menschen systematisch entrechtet, verfolgt und ermordet werden.

Deshalb beginnt das Grundgesetz mit der Menschenwürde und bindet alle staatliche Gewalt an die Grundrechte. Diese Entscheidung prägt die deutsche Verfassungsordnung bis heute.


Merksätze

  1. Menschenwürde: Sie steht am Anfang des Grundgesetzes und verpflichtet den Staat zu Achtung und Schutz jedes Menschen.
  2. Freiheitsrechte: Sie sichern persönliche Freiräume gegenüber staatlichen Eingriffen.
  3. Gleichheitsrechte: Sie verlangen sachgerechte Gleichbehandlung und schützen vor Diskriminierung.
  4. Grundrechtsschranken: Viele Grundrechte dürfen unter bestimmten verfassungsrechtlichen Voraussetzungen eingeschränkt werden.
  5. Verhältnismäßigkeit: Staatliche Eingriffe dürfen nicht weiter gehen, als es zur Erreichung eines legitimen Zwecks erforderlich und angemessen ist.
  6. Bundesverfassungsgericht: Es kontrolliert unter anderem, ob staatliches Handeln mit Grundrechten vereinbar ist.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt Freiheitsrechte am besten? (Sie schützen persönliche Freiräume vor staatlichen Eingriffen) (!Sie erlauben nur staatlich genehmigte Meinungen) (!Sie gelten ausschließlich für Gerichte) (!Sie verpflichten alle Menschen zur gleichen Lebensweise)




Welcher Artikel stellt die Menschenwürde an den Anfang des Grundgesetzes? (Artikel 1) (!Artikel 3) (!Artikel 8) (!Artikel 20)




Was ist ein zentrales Gleichheitsrecht? (Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich) (!Jede Person muss denselben Beruf wählen) (!Alle Menschen müssen dieselbe Meinung vertreten) (!Jede staatliche Entscheidung ist automatisch gleich)




Was schützt Artikel 5 des Grundgesetzes unter anderem? (Die Meinungsfreiheit) (!Die Pflicht zur Mitgliedschaft in einer Partei) (!Das Recht auf eine bestimmte Schulnote) (!Die Abschaffung aller Gesetze)




Was bedeutet Verhältnismäßigkeit bei einem Grundrechtseingriff? (Ein Eingriff darf nicht weiter gehen als verfassungsrechtlich gerechtfertigt) (!Jeder Eingriff ist erlaubt, wenn eine Behörde ihn wünscht) (!Grundrechte dürfen nie eingeschränkt werden) (!Nur wirtschaftliche Interessen dürfen berücksichtigt werden)




Welche Aussage zur Gleichheit ist richtig? (Ungleichbehandlungen brauchen einen ausreichenden sachlichen Grund) (!Alle Menschen müssen in jeder Situation identisch behandelt werden) (!Artikel 3 gilt nur für Erwachsene) (!Gleichheitsrechte schützen nur Unternehmen)




Welche Freiheit ist für Demonstrationen besonders wichtig? (Die Versammlungsfreiheit) (!Die Eigentumsfreiheit) (!Die Berufsfreiheit) (!Die Freizügigkeit)




Wer ist unmittelbar an die Grundrechte gebunden? (Die staatliche Gewalt) (!Nur private Freundeskreise) (!Nur Sportvereine) (!Nur Medienunternehmen)




Welche Aufgabe hat das Bundesverfassungsgericht? (Es prüft unter anderem staatliches Handeln am Maßstab des Grundgesetzes) (!Es erlässt jede Schulordnung Deutschlands) (!Es wählt die Bundesregierung) (!Es ersetzt alle anderen Gerichte)




Was bedeutet der Wesensgehalt eines Grundrechts? (Der grundlegende Schutz eines Grundrechts darf nicht vollständig ausgehöhlt werden) (!Jedes Grundrecht kann ohne Grenze abgeschafft werden) (!Nur Eigentum besitzt einen Wesensgehalt) (!Der Begriff betrifft ausschließlich Wahlen)





Memory

Menschenwürde Achtung des Werts jedes Menschen
Meinungsfreiheit Schutz des Äußerns und Verbreitens von Meinungen
Versammlungsfreiheit Schutz friedlicher gemeinsamer Zusammenkünfte
Gleichheitsgebot Verbot sachlich nicht gerechtfertigter Ungleichbehandlung
Religionsfreiheit Schutz von Glauben und Weltanschauung
Berufsfreiheit Schutz der Wahl von Beruf und Ausbildungsstätte
Verhältnismäßigkeit Begrenzung staatlicher Eingriffe
Verfassungsbeschwerde Besonderer Rechtsbehelf zum Bundesverfassungsgericht





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Menschenwürde Schutz des grundlegenden Werts jedes Menschen
Freiheitsrecht Schutz eines persönlichen Freiraums
Gleichheitsrecht Schutz vor ungerechtfertigter Ungleichbehandlung
Meinungsfreiheit Politische und persönliche Ansichten äußern
Versammlungsfreiheit Friedlich gemeinsam demonstrieren
Bundesverfassungsgericht Kontrolle am Maßstab des Grundgesetzes






Kreuzworträtsel

Grundgesetz Wie heißt die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland?
Gleichheit Welcher Grundsatz verlangt sachgerechte Gleichbehandlung?
Karlsruhe In welcher Stadt hat das Bundesverfassungsgericht seinen Sitz?
Versammlung Welches gemeinsame öffentliche Zusammenkommen schützt Artikel 8?
Menschenwürde Welcher zentrale Wert steht in Artikel 1?
Verfassung Welche Art von Rechtsordnung steht über einfachen Gesetzen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Grundgesetz stellt die

an den Anfang der Grundrechte.
Freiheitsrechte schützen persönliche

gegenüber staatlichen Eingriffen.
Artikel 3 enthält wichtige Regeln zur

.
Die Freiheit, eine eigene Ansicht zu äußern, heißt

.
Friedliche Demonstrationen werden besonders durch die

geschützt.
Ein staatlicher Eingriff muss in vielen Fällen

sein.
Artikel 19 schützt den

eines Grundrechts.
Alle staatliche Gewalt ist an die

gebunden.
Ein wichtiges Gericht zum Schutz der Verfassung ist das

.
Eine mögliche Rechtsschutzform ist die

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Grundrechte im Alltag: Fotografiere oder zeichne drei Alltagssituationen, in denen ein Grundrecht eine Rolle spielen könnte, und erkläre jeweils kurz Deine Auswahl.
  2. Meinungsfreiheit: Erstelle ein Plakat mit zwei Beispielen für geschützte Meinungsäußerungen und zwei Beispielen für Situationen, in denen andere Rechte berücksichtigt werden müssen.
  3. Gleichheit: Sammle Beispiele, bei denen gleiche Behandlung fair ist, und Beispiele, bei denen unterschiedliche Behandlung notwendig sein kann, um fair zu sein.
  4. Grundgesetz: Gestalte eine verständliche Infokarte zu einem Grundrecht Deiner Wahl für jüngere Schülerinnen und Schüler.


Standard

  1. Grundrechtsfall: Entwickle einen kurzen erfundenen Schulfall, in dem zwei Grundrechte miteinander in Konflikt geraten, und beschreibe beide Seiten.
  2. Demonstration: Recherchiere eine friedliche Demonstration in Deiner Region oder aus der jüngeren Geschichte und untersuche, welche Grundrechte dabei wichtig waren.
  3. Schülerzeitung: Entwirf eine Titelseite für eine Schülerzeitung zum Thema „Freiheit und Verantwortung“ und begründe Deine Themenauswahl.
  4. Interview: Führe ein Interview mit einer erwachsenen Person darüber, welches Grundrecht sie im Alltag besonders wichtig findet, und werte die Begründung aus.


Schwer

  1. Verhältnismäßigkeit: Prüfe einen selbst gewählten Fall staatlicher Einschränkung mit den Begriffen legitimer Zweck, Geeignetheit, Erforderlichkeit und Angemessenheit.
  2. Grundrechtsvergleich: Vergleiche ein Freiheitsrecht und ein Gleichheitsrecht hinsichtlich Schutzrichtung, typischer Konflikte und möglicher Grenzen.
  3. Verfassungsbeschwerde: Recherchiere eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu einem Grundrecht und erkläre, welche Argumente für die Entscheidung wichtig waren.
  4. Menschenrechte und Grundrechte: Vergleiche das Grundgesetz mit einem europäischen oder internationalen Menschenrechtsdokument und präsentiere Gemeinsamkeiten und Unterschiede.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Meinungsfreiheit: Eine Schülerin veröffentlicht scharfe Kritik an einer schulischen Entscheidung. Entwickle Kriterien dafür, wann die Meinungsfreiheit besonders stark wiegt und wann Rechte anderer berücksichtigt werden müssen.
  2. Fallanalyse Gleichheit: Zwei Personen werden von einer Behörde unterschiedlich behandelt. Erkläre, welche Fragen Du stellen musst, um zu beurteilen, ob Artikel 3 verletzt sein könnte.
  3. Grundrechtskollision: Entwickle ein Beispiel, in dem zwei geschützte Rechte miteinander kollidieren, und begründe einen möglichen Ausgleich.
  4. Verhältnismäßigkeitsprüfung: Eine Kommune beschränkt eine öffentliche Veranstaltung aus Sicherheitsgründen. Erkläre, wie man die Maßnahme auf Verhältnismäßigkeit prüfen könnte.
  5. Transfer Schule: Beurteile, welche Grundrechte bei einer neuen Schulregel über Kleidung, Smartphones oder Veröffentlichungen betroffen sein könnten.
  6. Demokratie und Grundrechte: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, warum Demokratie ohne Freiheits- und Gleichheitsrechte gefährdet wäre.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du nicht nur einzelne Artikel kennst, sondern Grundrechtskonflikte begründet untersuchen kannst.

  1. Du kannst den Unterschied zwischen Freiheitsrechten und Gleichheitsrechten erklären.
  2. Du kannst die Bedeutung der Menschenwürde für die deutsche Verfassungsordnung erläutern.
  3. Du kannst mehrere Grundrechte passenden Alltagssituationen zuordnen.
  4. Du kannst erklären, warum Grundrechte staatliche Macht begrenzen.
  5. Du kannst einfache Fälle mit Schutzbereich, Eingriff und Rechtfertigung untersuchen.
  6. Du kannst erläutern, warum Gleichheit nicht immer identische Behandlung bedeutet.
  7. Du kannst das Prinzip der Verhältnismäßigkeit auf einen neuen Fall übertragen.
  8. Du kannst die Rolle des Bundesverfassungsgerichts beim Grundrechtsschutz erklären.




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