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Weltwirtschaftskrise - Deutschland (Arbeitslosigkeit, Wirtschaft und politische Folgen; Schule 9–13; Geschichte Wirtscha

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Weltwirtschaftskrise - Deutschland (Arbeitslosigkeit, Wirtschaft und politische Folgen; Schule 9–13; Geschichte Wirtscha




Weltwirtschaftskrise - Deutschland (Arbeitslosigkeit, Wirtschaft und politische Folgen; Schule 9–13; Geschichte/Wirtschaft; viele Medien; Sprache angepasst; mittellanger Text; exakt diesen Titel übernehmen)


Einleitung

Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 war für Deutschland nicht nur eine schwere Wirtschaftskrise. Sie wurde zugleich zu einer sozialen und politischen Belastungsprobe für die Weimarer Republik. Unternehmen verloren Aufträge, Banken gerieten unter Druck, Millionen Menschen wurden arbeitslos. Viele Familien mussten ihren Alltag radikal einschränken. Gleichzeitig verloren Teile der Bevölkerung Vertrauen in die demokratischen Parteien und in die Fähigkeit des Staates, die Krise zu lösen.

Für Deutschland war die Krise besonders gefährlich, weil die wirtschaftliche Stabilisierung der Jahre nach 1924 stark von Krediten aus den USA abhing. Als amerikanische Banken und Investoren nach dem Börsenkrach von 1929 Geld zurückforderten und kaum noch neue Kredite vergaben, fehlte deutschen Unternehmen und Banken Kapital. Aus einer internationalen Finanzkrise entwickelte sich eine tiefe Krise von Produktion, Beschäftigung, Einkommen und politischer Stabilität.

Wichtig ist dabei: Die Weltwirtschaftskrise führte nicht automatisch zur nationalsozialistischen Diktatur. Sie verschärfte jedoch bestehende Probleme der Weimarer Republik. Zum Aufstieg der NSDAP trugen außerdem politische Entscheidungen, antidemokratische Einstellungen, die Schwäche parlamentarischer Mehrheiten, die Nutzung von Notverordnungen und die Entscheidungen einflussreicher Eliten bei. Historische Ursachen wirken meist zusammen.

Die Grafik macht sichtbar, wie stark die Arbeitslosigkeit nach 1929 anstieg. Beim Lesen historischer Statistiken solltest Du immer beachten, ob Jahresdurchschnitte, Stichtage oder registrierte Arbeitslose angegeben werden. Deshalb können unterschiedliche seriöse Quellen leicht voneinander abweichende Werte nennen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum Deutschland von der Weltwirtschaftskrise besonders stark getroffen wurde. Du kannst wirtschaftliche Zusammenhänge zwischen Kreditrückgang, sinkender Nachfrage, Unternehmenskrisen und Arbeitslosigkeit beschreiben. Außerdem kannst Du untersuchen, wie soziale Not und politische Radikalisierung zusammenhingen, ohne daraus eine einfache automatische Ursache-Wirkung-Erklärung zu machen. Du lernst, Statistiken, Fotografien und Wahlplakate als historische Quellen kritisch auszuwerten.


Ausgangslage vor 1929

Nach der Hyperinflation von 1923 stabilisierte sich die deutsche Wirtschaft in der Mitte der 1920er Jahre. Der Dawes-Plan von 1924 regelte unter anderem Reparationszahlungen neu und erleichterte Deutschland die Aufnahme ausländischer Kredite. Besonders wichtig waren kurzfristige Kredite aus den USA. Sie halfen Unternehmen, Banken und öffentlichen Haushalten bei Investitionen.

Diese Stabilisierung hatte jedoch eine Schwachstelle: Ein erheblicher Teil des wirtschaftlichen Aufschwungs hing von ausländischem Kapital ab. Wenn amerikanische Kreditgeber ihr Geld zurückzogen, konnten deutsche Banken und Unternehmen schnell in Schwierigkeiten geraten. Außerdem war die Landwirtschaft schon vor 1929 in Teilen verschuldet, und die Arbeitslosigkeit war auch in den sogenannten Goldenen Zwanzigern nicht verschwunden.

Das Video hilft Dir, die Krise mit der vorherigen Phase der 1920er Jahre zu vergleichen. Achte besonders darauf, warum die Bezeichnung „Goldene Zwanziger“ nur einen Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit beschreibt.


Vom Börsenkrach zur Krise in Deutschland

Im Oktober 1929 brachen an der New Yorker Börse die Aktienkurse stark ein. Der Börsenkrach war nicht die einzige Ursache der Weltwirtschaftskrise, wurde aber zu einem wichtigen Auslöser und Beschleuniger. Banken und Investoren versuchten, Verluste auszugleichen und Risiken zu verringern. Amerikanische Kredite an Deutschland wurden zurückgezogen oder nicht verlängert.

Für Deutschland entstand eine gefährliche Kettenreaktion: Weniger Kredite bedeuteten weniger Investitionen. Unternehmen produzierten weniger, weil ihnen Kapital und Aufträge fehlten. Sie entließen Beschäftigte oder führten Kurzarbeit ein. Arbeitslose Haushalte konnten weniger kaufen. Dadurch sank die Nachfrage weiter. Neue Absatzprobleme führten wiederum zu weiteren Entlassungen und Insolvenzen.

Vereinfachte Wirkungskette: Kreditrückzug → weniger Investitionen → Produktionsrückgang → Entlassungen → sinkende Einkommen → weniger Konsum → weitere Produktionsrückgänge.

Zugleich ging der internationale Handel stark zurück. Viele Staaten schützten ihre Märkte durch Zölle und andere Handelsbeschränkungen. Für die exportorientierte deutsche Industrie war das besonders problematisch. Zwischen 1929 und 1932 sank die deutsche Industrieproduktion um ungefähr 40 Prozent. Der Warenexport fiel ebenfalls drastisch.


Die Bankenkrise von 1931

1931 verschärfte eine Bankenkrise die Lage. Die Danat-Bank, eine große deutsche Geschäftsbank, brach im Juli 1931 zusammen. Viele Menschen fürchteten um ihre Ersparnisse und wollten Geld abheben. Banken mussten gleichzeitig liquide bleiben und schränkten Kredite weiter ein. Damit wurde es für Unternehmen noch schwieriger, laufende Kosten und Investitionen zu finanzieren.

Die Bankenkrise zeigt, wie eng Finanzsystem und Realwirtschaft miteinander verbunden sind: Wenn Banken kaum Kredite vergeben, können selbst Unternehmen mit grundsätzlich brauchbaren Produkten in Zahlungsschwierigkeiten geraten.


Arbeitslosigkeit und soziale Folgen

Die Arbeitslosigkeit wurde zum sichtbarsten Zeichen der Krise. Im September 1929 waren in Deutschland ungefähr 1,3 bis 1,4 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Im Verlauf der Krise stieg die Zahl stark. 1932 lag der Jahresdurchschnitt bei etwa 5,6 Millionen; im Februar 1932 wurden mehr als sechs Millionen registrierte Arbeitslose gezählt.

Jahr Registrierte Arbeitslose in Millionen, ungefähr Einordnung
1928 1,4 Noch vor dem großen Kriseneinbruch
1929 1,9 Beginn der Weltwirtschaftskrise
1930 3,1 Starker Anstieg
1931 4,5 Vertiefung der Krise
1932 5,6 Höchster Jahresdurchschnitt der Krise

Die Zahlen zeigen nur einen Teil der sozialen Wirklichkeit. Kurzarbeit, niedrige Löhne, nicht registrierte Erwerbslosigkeit, Firmenpleiten und die Not kleiner Selbstständiger verschärften die Situation zusätzlich. Für viele Menschen bedeutete Arbeitslosigkeit den Verlust von Einkommen, sozialer Sicherheit und Zukunftsperspektiven.

Das Foto aus Berlin von 1931 zeigt eine Kleidersammlung für Arme und Arbeitslose. Als Quelle macht es sichtbar, dass staatliche und private Hilfe den Alltag vieler Menschen mitbestimmte. Frage bei Fotografien immer: Wer hat das Bild aufgenommen? Was zeigt es? Was bleibt außerhalb des Bildausschnitts?

In Berliner Obdachlosenunterkünften wurden Menschen mit Suppe und Brot versorgt. Solche Bilder zeigen die materielle Not, dürfen aber nicht so gelesen werden, als hätten alle Arbeitslosen genau dieselben Erfahrungen gemacht. Die Folgen unterschieden sich nach Beruf, Region, Alter, Geschlecht, Familienlage und vorhandenen Ersparnissen.

Dieses Foto von 1931 zeigt einen arbeitslosen Berliner, der verkleidet mit seinem Kind um Almosen bat. Es eignet sich besonders zur Untersuchung der Frage, wie Erwerbslosigkeit persönliche Lebensstrategien und Familienalltag verändern konnte.


Arbeitslosenversicherung unter Druck

Die 1927 eingeführte Arbeitslosenversicherung war für deutlich niedrigere Erwerbslosenzahlen ausgelegt. Mit Millionen Arbeitslosen stiegen die Ausgaben stark, während zugleich weniger Beschäftigte Beiträge zahlten. Darüber entstand ein heftiger politischer Streit: Sollten Beiträge erhöht, Leistungen gekürzt, Steuern angehoben oder zusätzliche staatliche Mittel eingesetzt werden?

Die Auseinandersetzung über die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung trug 1930 zum Ende der Großen Koalition unter Reichskanzler Hermann Müller bei. Danach begann die Phase der sogenannten Präsidialkabinette.


Wirtschaftspolitik: Brünings Deflationspolitik

Reichskanzler Heinrich Brüning regierte von 1930 bis 1932. Seine Regierung wollte den Staatshaushalt stabilisieren, die internationale Kreditwürdigkeit sichern und durch sinkende Preise und Löhne die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporte verbessern. Dazu wurden Staatsausgaben gekürzt, Steuern und Abgaben erhöht sowie Löhne, Gehälter, Renten und Sozialleistungen unter Druck gesetzt.

Diese Politik wird häufig als Deflationspolitik bezeichnet. Sie entsprach wichtigen wirtschaftspolitischen Vorstellungen der damaligen Zeit, verschärfte aber kurzfristig die schwache Nachfrage: Wenn Staat und private Haushalte gleichzeitig weniger ausgeben, sinken Aufträge für Unternehmen weiter. In der historischen Forschung wird deshalb diskutiert, welche Handlungsspielräume Brüning hatte und wie stark seine Politik die Krise zusätzlich vertiefte.

Für den Wirtschaftsunterricht ist die Situation ein gutes Beispiel für einen Zielkonflikt: Ein Staat kann versuchen, Schulden und Preise zu senken, während gleichzeitig die gesamtwirtschaftliche Nachfrage einbricht. Maßnahmen, die für einen einzelnen Haushalt sinnvoll erscheinen, können gesamtwirtschaftlich andere Wirkungen haben, wenn sehr viele Akteure gleichzeitig sparen.


Politische Folgen für die Weimarer Republik

Die Wirtschaftskrise wurde zu einer Krise des politischen Systems. Ab 1930 regierten Reichskanzler zunehmend mit Unterstützung des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und mithilfe von Notverordnungen nach Artikel 48 der Weimarer Verfassung. Der Reichstag verlor dadurch in der politischen Praxis an Bedeutung. Das schwächte die parlamentarische Demokratie.

Gleichzeitig radikalisierten sich Teile der Wählerschaft. Bei der Reichstagswahl 1928 erhielt die NSDAP nur 2,6 Prozent der Stimmen. Im September 1930 waren es 18,3 Prozent. Im Juli 1932 wurde sie mit 37,3 Prozent stärkste Partei. Auch die KPD gewann Stimmen. Die demokratische Mitte verlor an Kraft, stabile Mehrheiten wurden schwieriger.

Die Karte zeigt, welche Parteien bei der Reichstagswahl im Juli 1932 in den einzelnen Wahlkreisen am stärksten waren. Sie erinnert daran, dass politische Einstellungen regional unterschiedlich verteilt waren. Die NSDAP war zwar stärkste Partei, aber Deutschland war politisch keineswegs einheitlich.


Krise, Propaganda und politische Radikalisierung

Extremistische Parteien nutzten Arbeitslosigkeit, Abstiegsängste und Enttäuschung für ihre Propaganda. Die NSDAP versprach unter anderem „Arbeit und Brot“, griff die parlamentarische Demokratie an und bot einfache Schuldzuweisungen für komplexe Probleme. Nationalsozialistische Propaganda war zugleich antisemitisch, antimarxistisch und antidemokratisch.

Quellenkritik: Dieses Wahlplakat ist nationalsozialistische Propaganda aus dem Jahr 1932. Es wird hier nicht als sachliche Information, sondern als historische Quelle gezeigt. Untersuche, wie die Begriffe „Arbeit“ und „Brot“ mit politischen Versprechen verbunden werden. Frage auch, welche Ursachen der Krise das Plakat verschweigt und welche Wirkung das dargestellte Bild erzeugen sollte.

Andere Parteien warnten vor dem Nationalsozialismus und versuchten, demokratische Wähler zu mobilisieren.

Der Vergleich verschiedener Wahlplakate zeigt: Politische Kommunikation in Krisenzeiten arbeitet oft mit starken Bildern, Zuspitzungen und Emotionen. Für die Quellenanalyse reicht es nicht, nur den Text zu lesen. Du solltest auch Absender, Zielgruppe, Gestaltung, historischen Kontext und mögliche Absichten untersuchen.


Warum die Krise Hitlers Ernennung nicht allein erklärt

Ein häufiger Kurzschluss lautet: „Arbeitslosigkeit führte direkt zu Hitler.“ Diese Aussage ist zu einfach. Die Weltwirtschaftskrise war ein wichtiger Beschleuniger der politischen Radikalisierung, aber sie bestimmte den Ausgang nicht automatisch. Auch nach dem Wahlerfolg der NSDAP blieb die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 eine politische Entscheidung.

Beteiligt waren unter anderem Reichspräsident Hindenburg, konservative Politiker um Franz von Papen und weitere Eliten, die glaubten, Hitler in einer Regierung kontrollieren zu können. Hinzu kamen die Schwächung parlamentarischer Verfahren, politische Gewalt, antidemokratische Traditionen und die Propaganda der NSDAP. Für eine gute historische Erklärung musst Du deshalb wirtschaftliche, soziale, institutionelle und politische Faktoren miteinander verbinden.


Wirtschaftliche und politische Zusammenhänge

Die Weltwirtschaftskrise zeigt besonders deutlich, wie verschiedene Bereiche einer Gesellschaft aufeinander wirken.

  1. Kreditkrise: Wenn Banken Kredite einschränken, fehlen Unternehmen Mittel für Investitionen und laufende Zahlungen.
  2. Nachfrage: Arbeitslosigkeit und Einkommensverluste verringern den Konsum; sinkende Nachfrage belastet wiederum Unternehmen.
  3. Deflation: Sinkende Preise können Verbraucher zunächst entlasten, gleichzeitig aber Schulden real schwerer machen und Investitionen unattraktiver werden lassen.
  4. Sozialstaat: Massenarbeitslosigkeit erhöht Ausgaben für Unterstützung, während Einnahmen aus Beiträgen und Steuern sinken.
  5. Politische Radikalisierung: Wirtschaftliche Not kann das Vertrauen in bestehende Institutionen schwächen, führt aber nicht zwangsläufig zu einer bestimmten politischen Entscheidung.
  6. Demokratie: Krisen werden besonders gefährlich, wenn demokratische Institutionen bereits geschwächt sind und mächtige Akteure bereit sind, parlamentarische Regeln zu umgehen.


Medien- und Quellenkompetenz

Historische Quellen geben Dir keinen neutralen „Blick in die Vergangenheit“. Jede Quelle entstand in einer bestimmten Situation und mit einer bestimmten Perspektive. Ein Foto kann Not dokumentieren, aber nur einen Ausschnitt zeigen. Eine Statistik kann Entwicklungen messbar machen, hängt jedoch von Definitionen und Erhebungsmethoden ab. Ein Wahlplakat versucht bewusst zu überzeugen und ist deshalb gerade wegen seiner Parteilichkeit interessant.

Eine gute Quellenanalyse fragt: Wer hat die Quelle erstellt? Wann und wo entstand sie? Für wen war sie bestimmt? Welche Aussage macht sie? Welche Mittel nutzt sie? Was erfahren wir daraus? Was können wir daraus nicht sicher schließen?


Zusammenfassung

Die Weltwirtschaftskrise traf Deutschland ab 1929 besonders hart, weil die Wirtschaft eng mit amerikanischen Krediten und dem internationalen Handel verbunden war. Kreditrückzug, Bankenprobleme, sinkende Produktion und ein Einbruch der Nachfrage verstärkten sich gegenseitig. Die Arbeitslosigkeit stieg bis 1932 auf mehr als sechs Millionen registrierte Personen am monatlichen Höhepunkt.

Die soziale Not belastete den noch jungen Sozialstaat und verschärfte politische Konflikte. Die Regierung Brüning reagierte mit einer Deflations- und Sparpolitik, während sich das Regieren mit Notverordnungen ausweitete. Radikale Parteien gewannen an Unterstützung. Die NSDAP konnte die Krise propagandistisch nutzen und wurde 1932 stärkste Partei im Reichstag.

Trotzdem darfst Du den Untergang der Weimarer Republik nicht als automatische Folge der Weltwirtschaftskrise verstehen. Die Krise schuf günstige Bedingungen für Radikalisierung, aber politische Entscheidungen, institutionelle Schwächen, antidemokratische Kräfte und das Handeln konkreter Personen waren ebenfalls entscheidend.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum traf der Rückzug amerikanischer Kredite Deutschland besonders stark? (Weil viele deutsche Banken und Unternehmen von ausländischem Kapital abhängig waren) (!Weil Deutschland keinerlei Banken besaß) (!Weil alle deutschen Unternehmen nur in den USA produzierten) (!Weil die Reichsmark 1929 abgeschafft wurde)




Welche Entwicklung kennzeichnete die deutsche Industrie zwischen 1929 und 1932? (Die Industrieproduktion sank stark) (!Die Industrieproduktion verdoppelte sich) (!Die Industrieproduktion blieb nahezu unverändert) (!Die Industrieproduktion wurde vollständig verstaatlicht)




Wie viele registrierte Arbeitslose gab es am Höhepunkt der Krise 1932 ungefähr? (Mehr als sechs Millionen) (!Weniger als hunderttausend) (!Etwa eine halbe Million) (!Mehr als zwanzig Millionen)




Was beschreibt die Deflationspolitik der Regierung Brüning am besten? (Senkung von Ausgaben und Druck auf Löhne und Preise) (!Dauerhafte Verdopplung aller Löhne) (!Kostenlose Kredite für alle Haushalte) (!Abschaffung sämtlicher Steuern)




Warum verschärfte Massenarbeitslosigkeit die Wirtschaftskrise zusätzlich? (Weil sinkende Einkommen die Nachfrage nach Waren verringerten) (!Weil Arbeitslose automatisch höhere Gewinne für Unternehmen erzeugten) (!Weil dadurch der Außenhandel sofort zunahm) (!Weil dadurch alle Banken mehr Kredite vergaben)




Welche politische Entwicklung setzte ab 1930 verstärkt ein? (Regieren durch Präsidialkabinette und Notverordnungen) (!Abschaffung des Reichspräsidentenamtes) (!Einführung einer stabilen Einparteienregierung der SPD) (!Auflösung aller politischen Parteien durch den Reichstag)




Welche Partei wurde bei der Reichstagswahl im Juli 1932 stärkste Partei? (NSDAP) (!SPD) (!Zentrum) (!DDP)




Warum ist die Aussage Arbeitslosigkeit führte automatisch zu Hitler problematisch? (Weil zusätzlich politische Entscheidungen und institutionelle Faktoren wichtig waren) (!Weil es während der Krise keine Arbeitslosigkeit gab) (!Weil wirtschaftliche Krisen nie politische Folgen haben) (!Weil Hitler bereits seit 1919 Reichskanzler war)




Was ist bei der Analyse eines Wahlplakats besonders wichtig? (Absender Zielgruppe Gestaltung und Absicht zu untersuchen) (!Nur die Größe des Plakats zu messen) (!Den Text immer als objektive Information zu übernehmen) (!Das Entstehungsjahr grundsätzlich zu ignorieren)




Welche Aussage beschreibt die Bankenkrise von 1931 zutreffend? (Sie verschärfte Kreditknappheit und wirtschaftliche Unsicherheit) (!Sie beendete die Arbeitslosigkeit sofort) (!Sie führte zu einem starken Anstieg deutscher Exporte) (!Sie machte Unternehmen unabhängig von Banken)





Memory

Kreditrückzug Weniger Kapital für Banken und Unternehmen
Massenarbeitslosigkeit Millionen Menschen ohne reguläre Beschäftigung
Deflationspolitik Senkung von Ausgaben Löhnen und Preisen
Danat-Bank Zusammenbruch in der Bankenkrise von 1931
Notverordnung Regieren unter Nutzung von Artikel 48
NSDAP Stärkste Reichstagspartei im Juli 1932





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kreditrückzug Weniger Geld für Investitionen
Produktionsrückgang Weniger hergestellte Waren
Arbeitslosigkeit Sinkende Haushaltseinkommen
Nachfragerückgang Weniger Käufe von Waren und Dienstleistungen
Radikalisierung Wachsende Unterstützung für antidemokratische Parteien




...


Kreuzworträtsel

Deflation Wie heißt ein anhaltender Rückgang des allgemeinen Preisniveaus?
Arbeitslosigkeit Welcher Begriff bezeichnet fehlende Erwerbsarbeit trotz Arbeitsfähigkeit?
Reichstag Wie hieß das Parlament des Deutschen Reiches?
Kredit Wie heißt geliehenes Geld, das später zurückgezahlt werden muss?
Propaganda Wie heißt gezielte politische Beeinflussung durch Botschaften und Medien?
Demokratie Welche Staatsform geriet in der Weimarer Republik zunehmend unter Druck?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Weltwirtschaftskrise begann für Deutschland besonders spürbar nach dem Börsenkrach von

. Ein wichtiger Grund für die starke deutsche Betroffenheit war die Abhängigkeit von amerikanischen

. Als Kapital zurückgezogen wurde, fehlte vielen Unternehmen Geld für Investitionen und laufende

. Sinkende Produktion führte zu mehr

. Durch geringere Einkommen sank wiederum die gesamtwirtschaftliche

. Im Jahr 1931 verschärfte eine schwere

die Lage. Reichskanzler Brüning verfolgte eine Politik der

. Dabei wurden unter anderem staatliche Ausgaben und soziale Leistungen

. Ab 1930 gewann das Regieren mit

an Bedeutung. Bei der Reichstagswahl im Juli 1932 wurde die

stärkste Partei. Die Wirtschaftskrise erklärt den Untergang der Weimarer Republik jedoch nicht

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ursachenkette: Zeichne eine Wirkungskette vom Rückzug amerikanischer Kredite bis zur steigenden Arbeitslosigkeit und erkläre jeden Pfeil mit einem kurzen Satz.
  2. Bildanalyse: Wähle eines der historischen Fotos im aiMOOC und beschreibe zunächst nur, was Du sicher erkennen kannst. Trenne Beobachtung und Deutung.
  3. Begriffsnetz: Erstelle ein Begriffsnetz mit den Wörtern Kredit, Produktion, Nachfrage, Arbeitslosigkeit, Sozialstaat und Demokratie.
  4. Zeitstrahl: Gestalte einen Zeitstrahl von 1929 bis 1933 mit mindestens sechs wirtschaftlichen oder politischen Stationen.


Standard

  1. Statistikanalyse: Werte die Arbeitslosengrafik aus. Beschreibe zuerst die Entwicklung und formuliere danach zwei mögliche Erklärungen.
  2. Quellenvergleich: Vergleiche das NSDAP-Wahlplakat mit dem SPD-Plakat. Untersuche Sprache, Bildwirkung, Zielgruppe und politische Absicht.
  3. Zeitungsseite: Entwirf eine fiktive Zeitungsseite aus dem Jahr 1932 mit einem sachlichen Bericht über Arbeitslosigkeit, einem Kommentar und einer kleinen Statistik.
  4. Interviewprojekt: Entwickle fünf Interviewfragen an eine fiktive Person aus einer Arbeiterfamilie von 1932 und beantworte sie auf Grundlage historisch plausibler Informationen.


Schwer

  1. Wirtschaftspolitische Debatte: Führe eine strukturierte Debatte darüber, ob der Staat in einer schweren Rezession eher sparen oder die Nachfrage stützen sollte. Beziehe die Situation von 1930 bis 1932 ein.
  2. Historisches Urteil: Beurteile die Aussage Die Weltwirtschaftskrise zerstörte die Weimarer Republik. Formuliere ein differenziertes Urteil mit mindestens drei Faktoren.
  3. Datenprojekt: Suche zusätzliche seriöse Daten zu Produktion, Exporten oder Arbeitslosigkeit und erstelle daraus eine eigene Grafik. Dokumentiere Quelle und Definition der Daten.
  4. Erklärvideo: Produziere ein drei- bis fünfminütiges Erklärvideo, das wirtschaftliche und politische Folgen der Krise miteinander verbindet und vor monokausalen Erklärungen warnt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Krisenspirale erklären: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, wie Arbeitslosigkeit und Nachfragerückgang sich gegenseitig verstärken können.
  2. Politik und Wirtschaft verknüpfen: Untersuche, warum eine Wirtschaftskrise das Vertrauen in demokratische Institutionen schwächen kann, aber nicht zwangsläufig zu einer Diktatur führen muss.
  3. Quellenkritik anwenden: Wähle ein Foto und ein Wahlplakat aus dem aiMOOC. Zeige, welche unterschiedlichen Erkenntnisse beide Quellengattungen ermöglichen und wo ihre Grenzen liegen.
  4. Brüning beurteilen: Entwickle Kriterien zur Bewertung der Deflationspolitik und formuliere anschließend ein begründetes Urteil, das mögliche Ziele und Folgen unterscheidet.
  5. Vergleich übertragen: Nenne zwei allgemeine Mechanismen, die Du aus der Krise von 1929 für das Verständnis moderner Wirtschaftskrisen ableiten kannst, und erkläre zugleich, warum historische Situationen nicht einfach gleichgesetzt werden dürfen.
  6. Demokratie unter Druck: Erkläre, welche Rolle institutionelle Entscheidungen neben wirtschaftlicher Not beim Ende der Weimarer Republik spielten.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Daten auswendig kennst, sondern Zusammenhänge erklären und Quellen kritisch nutzen kannst.

  1. Du kannst die besondere Abhängigkeit Deutschlands von amerikanischen Krediten erklären.
  2. Du kannst die Krisenkette von Kreditrückzug, Produktionsrückgang, Arbeitslosigkeit und sinkender Nachfrage darstellen.
  3. Du kannst wichtige Kennzahlen zur Arbeitslosigkeit und zum Produktionsrückgang zeitlich einordnen.
  4. Du kannst Ziele und Folgen der Deflationspolitik unter Brüning unterscheiden.
  5. Du kannst erklären, wie Präsidialkabinette und Notverordnungen die parlamentarische Demokratie schwächten.
  6. Du kannst den Aufstieg der NSDAP mit der Krise in Verbindung bringen, ohne eine automatische Ursache-Wirkung-Beziehung zu behaupten.
  7. Du kannst Fotografien, Statistiken und Wahlplakate nach Kriterien der Quellenkritik untersuchen.
  8. Du kannst ein historisches Sachurteil oder Werturteil mit mehreren Faktoren begründen.




OERs zum Thema

  1. Deutsches Historisches Museum: Die Weltwirtschaftskrise
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Weltwirtschaftskrise
  3. Wikimedia Commons: Medien zur Weltwirtschaftskrise in Deutschland



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