Rettungsdienst - Baden-Württemberg (Notfallkette, Berufe und Zusammenarbeit; Schule 8–13 Ausbildung; Gesundheit; viele M 1

Rettungsdienst - Baden-Württemberg (Notfallkette, Berufe und Zusammenarbeit; Schule 8–13 Ausbildung; Gesundheit; viele M 1
Rettungsdienst - Baden-Württemberg (Notfallkette, Berufe und Zusammenarbeit; Schule 8–13/Ausbildung; Gesundheit; viele Medien; Sprache angepasst; mittellanger Text; exakt diesen Titel übernehmen)
Einleitung
Der Rettungsdienst hilft Menschen bei medizinischen Notfällen, bevor sie in einer geeigneten Klinik weiterbehandelt werden. In Baden-Württemberg gehören zur Notfallrettung der bodengebundene Rettungsdienst, die Luftrettung sowie der Berg- und Wasser-Rettungsdienst. Daneben ist auch der Krankentransport eine Aufgabe des Rettungsdienstes. Laut Innenministerium Baden-Württemberg leistet das System jährlich bei weit über zwei Millionen Einsätzen medizinische Hilfe.
Für Dich ist vor allem wichtig zu verstehen: Ein Rettungseinsatz besteht nicht nur aus der Fahrt eines Rettungswagens. Entscheidend ist eine ganze Notfallkette – vom Erkennen einer Gefahr über den Notruf und die Erste Hilfe bis zur professionellen Versorgung und zur Übergabe in einer geeigneten Klinik. Diese Lernseite richtet sich an Lernende der Klassen 8 bis 13 sowie an Auszubildende und verbindet Gesundheit, Erste Hilfe, Berufsorientierung und die Organisation des Rettungsdienstes in Baden-Württemberg.

Wichtig: Diese Lernseite ersetzt keinen praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Bei Lebensgefahr oder wenn schwere bleibende Schäden nicht ausgeschlossen werden können, wählst Du die 112. Wenn Du unsicher bist, ob eine Situation lebensbedrohlich ist, ist es richtig, im Zweifel die 112 anzurufen.
Die Notfallkette
Baden-Württemberg richtet den Blick ausdrücklich auf die gesamte Rettungskette. Für den Unterricht kannst Du sie als zusammenhängenden Ablauf verstehen:
- Eigenschutz: Prüfe zuerst, ob Du Dich selbst gefahrlos nähern kannst. Bei Verkehr, Feuer, Strom oder gefährlichen Stoffen darfst Du Dich nicht selbst in Gefahr bringen.
- Notfall erkennen: Bewusstlosigkeit, schwere Atemnot, starke Blutungen, ein Herz-Kreislauf-Stillstand oder andere schwere Erkrankungen und Verletzungen brauchen rasche Hilfe.
- Notruf 112: Die Integrierte Leitstelle fragt strukturiert nach Ort, Situation und Zustand der betroffenen Person. Bleibe am Telefon und beantworte die Fragen.
- Erste Hilfe: Bis professionelle Kräfte eintreffen, können Ersthelfende entscheidend helfen, zum Beispiel durch stabile Seitenlage, Blutstillung oder Wiederbelebung.
- Rettungsdienst: Das Team untersucht und behandelt die betroffene Person, stellt wenn nötig die Transportfähigkeit her und entscheidet mit Blick auf das Krankheitsbild über die geeignete weitere Versorgung.
- Krankenhaus: Die Patientin oder der Patient wird in eine geeignete Einrichtung gebracht und dort an das klinische Team übergeben.
Die Reihenfolge ist nicht in jeder Situation vollkommen starr. Bei einem Verkehrsunfall kann zum Beispiel das Absichern der Unfallstelle zuerst nötig sein. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand muss besonders schnell mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden. Entscheidend ist, dass kein Glied der Kette unnötig schwach wird.

Ein AED kann bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand eingesetzt werden. Das Gerät gibt verständliche Anweisungen und entscheidet selbst, ob ein Schock empfohlen wird. Ein AED ersetzt die Herzdruckmassage nicht, sondern ergänzt die Wiederbelebung.
112 oder 116117?
Die beiden Rufnummern haben unterschiedliche Aufgaben. Die 112 ist für lebensbedrohliche Notfälle oder Situationen gedacht, bei denen schwere bleibende Schäden drohen können. Dazu zählen zum Beispiel Bewusstlosigkeit, schwere Atemnot, starke Blutungen, Zeichen eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts und schwere Unfälle.
Die 116117 gehört zum ärztlichen Bereitschaftsdienst. Sie ist für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden gedacht, die nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten können. Ein Beispiel wäre eine Erkrankung am Wochenende, bei der Du ärztliche Hilfe brauchst, aber keinen Rettungswagen.
Du musst beim Notruf keine auswendig gelernte Liste aufsagen. Moderne Leitstellen fragen gezielt nach den Informationen, die sie brauchen. Wichtig sind besonders der genaue Ort, was passiert ist und wie es der betroffenen Person geht. Lege erst auf, wenn die Leitstelle das Gespräch beendet.
Die Integrierte Leitstelle
Die Integrierte Leitstelle ist eine zentrale Schaltstelle der Gefahrenabwehr. Dort werden Notrufe entgegengenommen, bewertet und passende Einsatzmittel alarmiert. In Baden-Württemberg arbeiten die Leitstellen unter anderem mit Rettungsdienst, Feuerwehr, Krankenhäusern, Polizei, Katastrophenschutz und der Kassenärztlichen Vereinigung zusammen.
Leitstellenpersonal muss unter Zeitdruck strukturiert kommunizieren. Die aktuelle Rettungsdienstplanverordnung Baden-Württemberg beschreibt unter anderem die Qualifizierung von Notrufsachbearbeitenden und Leitstellendisponentinnen beziehungsweise Leitstellendisponenten. Zu ihren Aufgaben gehört auch, Ersthelfende am Telefon anzuleiten. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kann eine Telefonreanimation angeleitet werden.
Außerdem können je nach Region und System Helfer vor Ort oder smartphonebasiert alarmierte Ersthelfende die Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes überbrücken.
Rettungsmittel in Baden-Württemberg
Der Rettungswagen, kurz RTW, ist für die Versorgung und den Transport von Notfallpatientinnen und Notfallpatienten ausgerüstet. Der Krankentransportwagen, kurz KTW, dient dem qualifizierten Krankentransport, wenn während der Beförderung medizinisch-fachliche Betreuung erforderlich ist, aber keine Notfallrettung notwendig ist.
Ein Notarzteinsatzfahrzeug, kurz NEF, bringt die Notärztin oder den Notarzt und medizinische Ausrüstung zur Einsatzstelle. Das NEF ist normalerweise kein Fahrzeug für den Patiententransport. Beim sogenannten Rendezvous-System treffen RTW und NEF am Einsatzort zusammen.

Das Bild zeigt einen Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes in Heidelberg.

Auch unterschiedliche Hilfsorganisationen wirken im Rettungsdienst mit. Das baden-württembergische Rettungsdienstgesetz nennt unter anderem Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, Bergwacht und DLRG als Leistungsträger beziehungsweise Partner im Rettungssystem.
Zur Notfallrettung gehört außerdem die Luftrettung. Ein Rettungshubschrauber kann medizinisches Personal schnell an einen Einsatzort bringen und bei geeigneter Indikation einen schnellen Transport ermöglichen.

Der abgebildete Rettungshubschrauber Christoph 11 ist in Villingen im Einsatzgebiet Baden-Württemberg stationiert.
Berufe im Rettungsdienst
Im Rettungsdienst arbeiten Menschen mit verschiedenen Qualifikationen. Sie haben unterschiedliche Aufgaben, müssen aber als Team zuverlässig zusammenarbeiten.
Notfallsanitäterin und Notfallsanitäter ist ein bundesrechtlich geregelter Gesundheitsfachberuf. Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Sie verbindet Unterricht an einer staatlich anerkannten Schule mit praktischer Ausbildung an einer genehmigten Lehrrettungswache und in geeigneten Krankenhäusern. Für den Zugang ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss erforderlich. Möglich ist auch ein Hauptschulabschluss mit einer anschließend erfolgreich abgeschlossenen mindestens zweijährigen Berufsausbildung. In Baden-Württemberg ist auf einem regulär besetzten Rettungswagen eine Notfallsanitäterin oder ein Notfallsanitäter für Betreuung und Versorgung der Patientinnen und Patienten vorgesehen.
Rettungssanitäterin und Rettungssanitäter ist eine kürzere, landesrechtlich geregelte Qualifikation. Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter können im Rettungsdienst wichtige Aufgaben übernehmen. In Baden-Württemberg ist diese Qualifikation mindestens für die zweite Person beziehungsweise Fahrerin oder Fahrer eines Rettungswagens vorgesehen. Im qualifizierten Krankentransport kann eine Rettungssanitäterin oder ein Rettungssanitäter die Patientin oder den Patienten betreuen.
Notärztinnen und Notärzte sind Ärztinnen und Ärzte mit einer besonderen notfallmedizinischen Qualifikation. Sie werden bei bestimmten schweren oder komplexen Notfällen zusätzlich zum Rettungswagen eingesetzt. In Baden-Württemberg wird die Entscheidung über einen Notarzteinsatz anhand definierter Indikationen durch die Leitstelle getroffen.
Leitstellenpersonal nimmt Notrufe an, bewertet die Lage, alarmiert Einsatzmittel und koordiniert Einsätze. Dafür braucht es medizinische, feuerwehrbezogene, kommunikative und technische Kompetenzen.
Bei größeren Schadenslagen kommen zusätzliche Führungsfunktionen hinzu. Eine Leitende Notärztin oder ein Leitender Notarzt übernimmt medizinische Führungsaufgaben. Die Organisatorische Leitung Rettungsdienst koordiniert unter anderem Personal, Fahrzeuge, Patientenablagen und Transporte.
Ausbildung und Berufsorientierung
Wenn Du Dich für einen Beruf im Rettungsdienst interessierst, sind medizinisches Interesse und praktische Fähigkeiten wichtig. Ebenso entscheidend sind Kommunikation, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Belastbarkeit. Rettungskräfte begegnen Menschen oft in Angst, Schmerz oder Ausnahmesituationen. Deshalb gehört ein respektvoller und ruhiger Umgang genauso zum Beruf wie medizinisches Fachwissen.
Die Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter ist nicht nur Unterricht. Du lernst an der Schule, auf der Lehrrettungswache und im Krankenhaus. Typische Lernfelder sind das strukturierte Untersuchen von Patientinnen und Patienten, Wiederbelebung, Atemwegsmanagement, Versorgung von Verletzungen, Medikamentenkunde, Kommunikation, Einsatzorganisation, Hygiene, Recht und Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen.
Wer noch zur Schule geht, kann sich bei Rettungsdienstorganisationen nach Berufsorientierungsangeboten, Praktika, Freiwilligendiensten oder Ausbildungsmöglichkeiten erkundigen. Voraussetzungen und konkrete Angebote können sich je nach Träger unterscheiden.
Zusammenarbeit am Einsatzort
Rettungsdienst ist Teamarbeit. Ein einzelner Einsatz kann mehrere Organisationen und Berufsgruppen verbinden. Bei einem schweren Verkehrsunfall kann beispielsweise die Feuerwehr ein Fahrzeug technisch sichern und eine eingeklemmte Person befreien, während der Rettungsdienst die medizinische Versorgung übernimmt. Die Polizei kann je nach Lage den Verkehrsraum sichern und Unfallermittlungen durchführen. In der Klinik übernimmt anschließend ein interprofessionelles Team die weitere Behandlung.
Gute Zusammenarbeit braucht klare Kommunikation. Wichtig sind kurze und eindeutige Übergaben, eine klare Rollenverteilung, das gemeinsame Erkennen von Gefahren und ein respektvoller Umgang. Informationen über Beschwerden, Messwerte, Maßnahmen und Veränderungen des Zustands müssen zuverlässig weitergegeben werden.
Ein hilfreiches Prinzip ist: Die Aufgabe bestimmt die Rolle, aber das gemeinsame Ziel ist die sichere Versorgung der Patientin oder des Patienten.
Hinweis zum Video: Die SWR-Reportage stammt aus dem Jahr 2020 und zeigt den Arbeitsalltag von Rettungsteams, darunter Teams aus Baden-Württemberg. Rechtliche und organisatorische Details solltest Du mit dem aktuellen Stand dieser Lernseite vergleichen.
Besonderheiten in Baden-Württemberg
Das Rettungsdienstgesetz Baden-Württemberg wurde 2024 neu gefasst. Seit dem 27. März 2026 gilt zusätzlich eine neue Rettungsdienstplanverordnung. Sie konkretisiert unter anderem die Planung, die Integrierten Leitstellen, Rettungsmittel, Personal, Luftrettung, Berg- und Wasser-Rettungsdienst sowie Ersthelfersysteme.
Besonders wichtig ist die planerische Eintreffzeit. Für Einsätze der höchsten Notfallkategorie, bei denen besonders schnelle Hilfe erforderlich ist, wird die Vorhaltung der Rettungswagen so geplant, dass eine Eintreffzeit von zwölf Minuten in 95 Prozent dieser Einsätze erreicht werden soll. Die Zeit wird dabei nicht einfach ab dem ersten Klingeln des Telefons gemessen, sondern nach den rechtlich festgelegten Berechnungsvorgaben. Sie ist eine Planungsgröße für Rettungsdienstbereiche und keine Garantie, dass jeder einzelne Einsatz exakt nach zwölf Minuten erreicht wird.
Für andere Notfallkategorien gelten andere Planungsgrößen. Damit berücksichtigt das Land, dass nicht jede Erkrankung dieselbe zeitliche Zielsetzung braucht. Bei manchen Krankheitsbildern ist beispielsweise nicht nur das schnelle Eintreffen am Einsatzort wichtig, sondern auch die Zeit bis zur Übergabe in einer geeigneten Klinik.
Das Landesrecht sieht außerdem ein telenotärztliches System vor. Dabei kann ärztliche Kompetenz über digitale Kommunikation in die Versorgung eingebunden werden. Telemedizin ersetzt nicht automatisch die Notärztin oder den Notarzt am Einsatzort, sondern ist ein zusätzliches Versorgungskonzept.
Fallbeispiel: Von der Schule bis zur Klinik
Stell Dir vor, eine Mitschülerin bricht auf dem Pausenhof zusammen und reagiert nicht. Zuerst prüfst Du, ob die Umgebung sicher ist. Eine Person spricht die Mitschülerin an und kontrolliert die Atmung, eine andere wählt die 112. Wenn keine normale Atmung vorhanden ist, beginnt sofort die Wiederbelebung. Die Leitstelle kann am Telefon anleiten und alarmiert geeignete Einsatzmittel.
Nach dem Eintreffen übernimmt das Rettungsteam die strukturierte Untersuchung und weitere Versorgung. Je nach Befund kann zusätzlich eine Notärztin oder ein Notarzt hinzukommen. Das Team informiert eine geeignete Klinik und transportiert die Patientin unter fortlaufender Überwachung. Im Krankenhaus folgt die Übergabe an das klinische Team. So wird aus einzelnen Handlungen eine funktionierende Notfallkette.
Merksätze
- Notruf: Bei Lebensgefahr oder drohenden schweren Schäden 112 wählen und auf Rückfragen warten.
- Erste Hilfe: Eigenschutz beachten und so früh wie möglich helfen.
- Rettungswagen: Der RTW bringt qualifiziertes Personal und medizinische Ausrüstung zur Einsatzstelle und kann Patientinnen und Patienten transportieren.
- Notfallsanitäter: Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung.
- Zusammenarbeit: Leitstelle, Rettungsdienst, Notärztinnen und Notärzte, Feuerwehr, Polizei und Klinik arbeiten je nach Einsatzlage zusammen.
- Baden-Württemberg: Die zwölf Minuten sind für die höchste Notfallkategorie eine planerische Eintreffzeit mit einem Zielerreichungsgrad von 95 Prozent und keine minutengenaue Zusage für jeden Einzelfall.
Quellen und Aktualitätsstand
Rechts- und Informationsstand: August 2026. Für die Inhalte wurden insbesondere amtliche beziehungsweise fachlich verantwortliche Quellen genutzt.
- Rettungsdienstgesetz Baden-Württemberg
- Rettungsdienstplanverordnung Baden-Württemberg
- Innenministerium Baden-Württemberg: Rettungsdienst
- Notfallsanitätergesetz
- Regierungspräsidien Baden-Württemberg: Notfallsanitäterin und Notfallsanitäter
- Patientenservice 116117
- gesund.bund.de: Erste Hilfe
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Rufnummer wählst Du bei einem lebensbedrohlichen medizinischen Notfall? (112) (!116117) (!110) (!115)
Wofür ist die 116117 gedacht? (Für dringende aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb regulärer Sprechzeiten) (!Für jeden Herz-Kreislauf-Stillstand) (!Für die Alarmierung der Feuerwehr bei einem Wohnungsbrand) (!Für die Polizei bei einer Straftat)
Welche Aufgabe hat eine Integrierte Leitstelle? (Sie nimmt Notrufe an und alarmiert passende Einsatzmittel) (!Sie führt nur Krankentransporte durch) (!Sie behandelt Patientinnen ausschließlich im Krankenhaus) (!Sie ersetzt jede Erste-Hilfe-Maßnahme)
Wie lange dauert die Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter in Vollzeit? (Drei Jahre) (!Sechs Monate) (!Ein Jahr) (!Fünf Wochen)
Welche Qualifikation ist in Baden-Württemberg regulär für die verantwortliche Betreuung auf einem Rettungswagen vorgesehen? (Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter) (!Nur Führerscheininhaberin oder Führerscheininhaber) (!Medizinische Fachangestellte ohne weitere Qualifikation) (!Ersthelferin oder Ersthelfer aus einem Schulkurs)
Wozu dient ein Notarzteinsatzfahrzeug hauptsächlich? (Zur schnellen Heranführung der Notärztin oder des Notarztes) (!Zum planmäßigen Transport von mehreren Patientinnen) (!Zum Abschleppen eines Rettungswagens) (!Zur Versorgung ausschließlich in Krankenhäusern)
Was gehört zur Rettungskette? (Erste Hilfe und anschließende professionelle Versorgung) (!Nur die Fahrt des Rettungswagens) (!Nur die Behandlung im Krankenhaus) (!Nur das Wählen einer Telefonnummer)
Was bedeutet die zwölfminütige Eintreffzeit für die höchste Notfallkategorie in Baden-Württemberg? (Sie ist eine planerische Zielgröße für 95 Prozent dieser Einsätze) (!Jeder Rettungswagen muss immer nach exakt zwölf Minuten eintreffen) (!Sie beginnt immer mit dem ersten Klingelton des Telefons) (!Sie gilt ausschließlich für Krankentransporte)
Warum ist Teamarbeit im Rettungsdienst wichtig? (Weil unterschiedliche Aufgaben und Kompetenzen koordiniert werden müssen) (!Weil eine einzelne Person grundsätzlich alle Aufgaben gleichzeitig übernehmen soll) (!Weil Kommunikation am Einsatzort vermieden werden soll) (!Weil nur die Fahrzeugführung für den Einsatz verantwortlich ist)
Was solltest Du tun wenn eine bewusstlose Person keine normale Atmung hat? (Notruf veranlassen und sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen) (!Die Person allein lassen und Hilfe suchen gehen) (!Zuerst mehrere Minuten auf Besserung warten) (!Nur ein Glas Wasser anbieten)
Memory
| Notrufnummer | 112 |
| Bereitschaftsdienst | 116117 |
| Rettungswagen | Notfalltransport |
| Notarzteinsatzfahrzeug | Arztzubringer |
| Leitstelle | Alarmierung |
| Notfallsanitäter | Dreijahresausbildung |
| Rettungssanitäter | Zweitbesatzung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ersthelfende | Sofortmaßnahmen |
| Leitstelle | Notrufbearbeitung |
| Rettungswagen | Notfallversorgung |
| Notarzteinsatzfahrzeug | Arztzuführung |
| Krankenhaus | Weiterbehandlung |
Kreuzworträtsel
| Leitstelle | Welche Einrichtung nimmt Notrufe an und koordiniert Einsatzmittel? |
| Rettungswagen | Welches Fahrzeug versorgt und transportiert Notfallpatientinnen und Notfallpatienten? |
| Notarzt | Welcher ärztliche Beruf kommt bei bestimmten schweren Notfällen zum Einsatz? |
| Krankenhaus | Wo endet die präklinische Rettungskette mit der Übergabe zur weiteren Behandlung? |
| Teamarbeit | Welches Prinzip verbindet die unterschiedlichen Berufsgruppen im Einsatz? |
| Bergwacht | Welche Organisation hilft bei Notfällen in schwer zugänglichem Gelände? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Notruf-Plakat: Gestalte ein übersichtliches Plakat für Deine Schule, das den Unterschied zwischen 112 und 116117 erklärt.
- Medienanalyse Rettungswagen: Wähle zwei der eingebundenen Bilder aus und beschreibe, welche Merkmale eines Rettungsfahrzeugs Du erkennst und welche Funktion sie vermutlich haben.
- Glossar Rettungsdienst: Erstelle ein eigenes Glossar mit zehn Fachbegriffen wie RTW, NEF, Leitstelle, Notfallsanitäter und AED und erkläre sie in einfacher Sprache.
- Rollenkarten: Erstelle Karten für Ersthelfende, Leitstellenpersonal, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter, Notarzt und Klinikpersonal und notiere jeweils zwei typische Aufgaben.
Standard
- Fallanalyse Notfallkette: Entwickle ein Fallbeispiel aus Schule, Freizeit oder Sport und zeige den Weg vom Erkennen des Notfalls bis zur Übergabe in der Klinik.
- Interview Rettungsdienst: Bereite fünf sachliche Fragen für ein Interview mit einer Rettungskraft vor. Frage besonders nach Zusammenarbeit, Ausbildung und Belastungen im Berufsalltag.
- Ablaufdiagramm Leitstelle: Zeichne ein Ablaufdiagramm vom Eingang des Notrufs bis zur Alarmierung und erkläre, warum genaue Informationen wichtig sind.
- Videoanalyse Teamarbeit: Analysiere eine der eingebundenen Reportagen. Nenne drei Situationen, in denen gute Kommunikation die Versorgung verbessert.
Schwer
- Rettungsdienstplanung: Erkläre mit eigenen Worten, warum eine planerische Eintreffzeit keine Garantie für jeden einzelnen Einsatz ist und welche Faktoren die reale Einsatzdauer beeinflussen können.
- Simulation Übergabe: Entwickelt in einer Gruppe eine kurze Einsatzsimulation mit strukturierter Übergabe zwischen Rettungsdienst und Klinik. Bewertet anschließend Verständlichkeit, Vollständigkeit und Teamarbeit.
- Exkursion Rettungswache: Plant mit einer Lehrkraft eine Exkursion zu einer Rettungswache oder Leitstelle. Erstellt vorher einen Fragenkatalog zu Ausbildung, Technik, Dienstablauf und Zusammenarbeit.
- Erklärvideo Rettungsdienst: Produziere ein zwei- bis vierminütiges Erklärvideo zur Notfallkette in Baden-Württemberg. Nutze mindestens drei überprüfbare Quellen und kennzeichne deutlich, welche Angaben landesspezifisch sind.


Lernkontrolle
- Fallentscheidung 112 oder 116117: Begründe bei drei selbst gewählten Beispielsituationen, ob 112, 116117 oder eine reguläre Arztpraxis passend wäre. Entscheidend ist Deine Begründung.
- Schwaches Glied der Notfallkette: Analysiere einen fiktiven Einsatz, bei dem der Notruf verspätet abgesetzt wurde. Erkläre, welche Folgen dies für die weiteren Glieder der Rettungskette haben kann.
- Teamkonflikt im Einsatz: Entwickle eine Lösung für eine Situation, in der zwei Einsatzkräfte unterschiedliche Prioritäten setzen. Zeige, wie klare Kommunikation und Rollenverteilung helfen können.
- Planungsziel erklären: Erkläre einer jüngeren Schülerin oder einem jüngeren Schüler den Unterschied zwischen einer planerischen Eintreffzeit und einer garantierten Ankunftszeit.
- Berufsvergleich: Vergleiche Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und Notarzt hinsichtlich Ausbildung, typischer Verantwortung und Zusammenarbeit, ohne nur Definitionen wiederzugeben.
- Transfer Schulnotfall: Entwirf für Deine Schule einen einfachen Ablaufplan für einen medizinischen Notfall. Berücksichtige Eigenschutz, Alarmierung, Erste Hilfe, Einweisung des Rettungsdienstes und Übergabe.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Zusammenhänge verstehst und auf neue Situationen übertragen kannst.
- Du kannst die Notfallkette erklären und auf ein Fallbeispiel anwenden.
- Du kannst begründet zwischen Notruf 112 und 116117 unterscheiden.
- Du kannst die Rollen von Notfallsanitäter, Rettungssanitäter, Notarzt und Leitstellenpersonal voneinander abgrenzen.
- Du kannst erklären, warum Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Krankenhaus je nach Lage zusammenarbeiten.
- Du kannst die besondere Bedeutung der planerischen Eintreffzeit in Baden-Württemberg erklären, ohne sie als Garantie für jeden Einzelfall misszuverstehen.
- Du kannst Informationen aus Medien und Quellen kritisch prüfen und zwischen aktuellem Rechtsstand und älteren Reportagen unterscheiden.
- Du kannst für ein Notfallszenario einen nachvollziehbaren Handlungs- und Kommunikationsablauf entwickeln.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
Der Rettungsdienst verbindet medizinisches Wissen mit Kommunikation, Technik, Recht, Organisation und Berufsorientierung. Besonders eng verknüpft ist das Thema mit Erster Hilfe, dem Gesundheitswesen und der Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen.
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