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Flucht und Integration - Baden-Württemberg

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Flucht und Integration - Baden-Württemberg




Einleitung

Flucht und Integration gehören zu den zentralen gesellschaftspolitischen Themen in Deutschland. Für Baden-Württemberg stellt sich dabei nicht nur die Frage, wie Menschen nach einer Flucht aufgenommen und versorgt werden. Entscheidend ist auch, wie Zugang zu Sprache, Bildung, Ausbildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe entsteht. Integration ist deshalb kein einzelner Schritt, sondern ein längerfristiger Prozess, an dem Geflüchtete, staatliche Stellen, Kommunen, Schulen, Betriebe und die Zivilgesellschaft beteiligt sind.

In diesem aiMOOC untersuchst Du drei Bereiche: Ankommen, Bildung und berufliche Perspektiven sowie gesellschaftliche Beteiligung. Du lernst dabei auch, politische Zielkonflikte zu erkennen. Zum Beispiel kann ein schneller Einstieg in Arbeit sinnvoll sein, während eine längere Sprachförderung oder Qualifizierung langfristig bessere berufliche Chancen eröffnen kann.

Die Karte zeigt die Lage Baden-Württembergs innerhalb Deutschlands. Für die Integrationspolitik ist wichtig, dass Aufgaben auf mehrere Ebenen verteilt sind: Bund, Land, Stadt- und Landkreise sowie Gemeinden übernehmen unterschiedliche Zuständigkeiten.


Begriffe unterscheiden: Flucht, Asyl, Migration und Integration

Im öffentlichen Gespräch werden Begriffe manchmal vermischt. Für Gemeinschaftskunde ist eine genaue Unterscheidung wichtig.

  1. Flucht: Menschen verlassen ihren bisherigen Lebensort, weil sie dort Gefahren, Gewalt, Krieg, Verfolgung oder andere existenzielle Bedrohungen erleben.
  2. Asyl: Asyl bezeichnet einen rechtlich geregelten Schutz. Ob ein bestimmter Schutzstatus vorliegt, wird in einem Verfahren geprüft. Nicht jede geflüchtete Person hat denselben Aufenthaltsstatus.
  3. Migration: Migration ist der Oberbegriff für längerfristige räumliche Verlagerungen des Lebensmittelpunkts. Gründe können etwa Arbeit, Studium, Familie oder Flucht sein.
  4. Integration: Integration bezeichnet die Einbeziehung in zentrale Bereiche der Gesellschaft. Dazu gehören unter anderem Bildung, Arbeit, Wohnen, Sprache, soziale Beziehungen und politische oder zivilgesellschaftliche Beteiligung.

Integration ist nicht gleichbedeutend mit vollständiger Assimilation. In einer pluralistischen Demokratie können Menschen unterschiedliche kulturelle, religiöse und biografische Hintergründe haben und trotzdem gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Gleichzeitig gelten für alle die demokratische Rechtsordnung und die Grundrechte.

Das Video der Migrationsforscherin Birgit Glorius eignet sich, um die langfristige Perspektive einzunehmen: Was passiert nach der unmittelbaren Aufnahme, und welche lokalen Bedingungen erleichtern oder erschweren das Zusammenleben?


Ankommen in Baden-Württemberg

Für Asylsuchende ist die Aufnahme in Baden-Württemberg mehrstufig organisiert. Erste Anlaufstellen sind Einrichtungen der Erstaufnahme. Das eigentliche Asylverfahren führt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge durch. Das Regierungspräsidium Karlsruhe übernimmt in Baden-Württemberg landesweite Steuerungsaufgaben bei Aufnahme, Unterbringung und Zuweisung in die Stadt- und Landkreise. Danach gewinnen die Kreise und Kommunen für Wohnen, Beratung, Schule, soziale Unterstützung und Integration an Bedeutung.

Das Bild steht für eine gesellschaftliche Willkommenskultur. Für eine politische Analyse reicht ein positives Symbol aber nicht aus. Du solltest zusätzlich fragen: Welche Behörden sind zuständig? Welche Rechte und Pflichten gelten? Gibt es bezahlbaren Wohnraum, Sprachkurse, Schulplätze, Beratung und Zugänge zu Ausbildung oder Arbeit?


Vom Ankommen zur Selbstständigkeit

Ankommen bedeutet mehr als Registrierung und Unterkunft. Menschen müssen sich in einem neuen institutionellen Umfeld orientieren. Dazu gehören beispielsweise Ausländerbehörden, Schulen, Jobcenter oder Arbeitsagenturen, Beratungsstellen, Gesundheitsversorgung und kommunale Angebote.

Baden-Württemberg unterstützt Kommunen unter anderem über den Pakt für Integration. Zu den Förderbereichen gehören Integrationsmanagement, Unterstützung junger Geflüchteter auf dem Weg durch Schule und Beruf sowie Sprachförderung. Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanager arbeiten in Kommunen beratend und begleiten individuelle Integrationsprozesse. Ziel ist nicht dauerhafte Abhängigkeit von Beratung, sondern mehr Selbstständigkeit.


Unterschiedliche Ausgangslagen

Geflüchtete sind keine einheitliche Gruppe. Unterschiede bestehen zum Beispiel beim Alter, bei Schul- und Berufsabschlüssen, Familienverhältnissen, Sprachkenntnissen, Gesundheitszustand und Aufenthaltsstatus. Auch Fluchterfahrungen können sehr verschieden sein. Manche Menschen haben ihre Bildungsbiografie unterbrechen müssen, andere bringen Berufserfahrung oder Hochschulabschlüsse mit.

Eine gute Integrationspolitik muss deshalb individuelle Voraussetzungen und strukturelle Bedingungen zusammendenken. Ein fehlender Ausbildungsplatz kann etwa mit Sprachkenntnissen zusammenhängen, aber ebenso mit nicht anerkannten Zeugnissen, fehlenden Netzwerken, Kinderbetreuung, Wohnort oder rechtlichen Bedingungen.


Sprache, Schule und Ausbildung

Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zur Teilhabe, aber nicht der einzige. Gute Integration entsteht besonders dann, wenn Sprachlernen mit Alltag, Bildung, Arbeit und sozialen Kontakten verbunden ist. Schulen und berufliche Schulen sind deshalb nicht nur Lernorte, sondern auch Orte sozialer Orientierung.

Mehrsprachige Hilfsmittel und leicht zugängliche Informationen können in der ersten Orientierungsphase helfen. Langfristig ist der Erwerb der deutschen Bildungs- und Fachsprache besonders wichtig, weil Unterricht, Prüfungen, Bewerbungen und viele Verwaltungsverfahren sprachlich anspruchsvoll sind.


VABO: Sprachförderung an beruflichen Schulen

In Baden-Württemberg steht VABO für Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen. Es richtet sich an Jugendliche an beruflichen Schulen, die keine oder nur geringe Deutschkenntnisse haben. Im Mittelpunkt stehen intensive Sprachförderung und der Übergang in reguläre berufliche Bildung. Das VABO wird mit einer Deutschprüfung abgeschlossen.

Damit wird deutlich: Sprachförderung und Berufsorientierung werden nicht als getrennte Welten behandelt. Für viele Jugendliche ist die Frage entscheidend, welcher nächste Schritt realistisch ist: weiterer Schulbesuch, Erwerb eines Schulabschlusses, berufsvorbereitender Bildungsgang oder Ausbildung.


AVdual und weitere berufsvorbereitende Wege

Die Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual) verbindet schulisches Lernen stärker mit Praxiserfahrungen in Betrieben. Betriebspraktika und individuelle Begleitung sollen den Übergang in Ausbildung erleichtern. Daneben gibt es weitere berufsvorbereitende Bildungsgänge.

Die Grafik zeigt das deutsche Schulsystem stark vereinfacht und nicht speziell für Baden-Württemberg. Sie hilft trotzdem dabei, einen wichtigen Grundgedanken zu erkennen: Bildungswege können verzweigt sein, und berufliche Schulen eröffnen verschiedene Übergänge und Abschlüsse. Für konkrete Entscheidungen sind immer die aktuellen baden-württembergischen Bildungswege maßgeblich.


Duale Ausbildung, Anerkennung und Fachsprache

Die Duale Ausbildung verbindet Lernen im Betrieb mit Unterricht an der Berufsschule. Für Geflüchtete kann sie einen direkten Weg zu beruflicher Qualifikation und gesellschaftlicher Einbindung bieten. Gleichzeitig können Hürden entstehen, wenn Zeugnisse fehlen, ausländische Abschlüsse noch nicht bewertet wurden oder Fachsprache aufgebaut werden muss.

Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen ist deshalb ein wichtiges Thema. Dabei muss unterschieden werden, ob ein Beruf reglementiert ist, welche Stelle zuständig ist und ob zusätzliche Qualifizierungen nötig sind. Beratung durch zuständige Anerkennungsstellen, Kammern, Arbeitsagenturen oder Jobcenter kann den Weg erleichtern.

Das Video von „NUiFerklärt“ behandelt Ausbildungs-Aufenthaltserlaubnis und Ausbildungsduldung. Aufenthaltsrecht kann sich ändern. Nutze solche Videos deshalb als Einstieg und prüfe für konkrete Fälle immer den aktuellen Stand bei offiziellen Stellen.


Historische Perspektive: Sprache und Einwanderung

Sprachunterricht für Zugewanderte ist kein neues Thema. Das historische Foto aus dem Jahr 1962 zeigt italienische Gastarbeiter beim Unterricht. Die Lebenssituation damaliger Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten ist nicht mit heutiger Fluchtmigration gleichzusetzen. Der Vergleich kann aber zeigen, wie lange Fragen von Sprache, Arbeit, Zugehörigkeit und Teilhabe die deutsche Einwanderungsgesellschaft beschäftigen.

Die historische Perspektive hilft Dir, aktuelle Diskussionen nicht nur als Momentaufnahme zu betrachten. Deutschland und Baden-Württemberg wurden über Jahrzehnte durch unterschiedliche Formen von Zuwanderung geprägt.


Gesellschaftliche Beteiligung

Teilhabe bedeutet, das eigene Leben und das Zusammenleben mitgestalten zu können. Das geschieht nicht nur durch Erwerbsarbeit. Auch Schule, Ausbildung, Vereine, Nachbarschaft, Jugendvertretungen, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, Initiativen, Ehrenamt und Bürgerbeteiligung können Räume der Mitwirkung sein.

Das Bild des Landtags steht für formelle politische Entscheidungen auf Landesebene. Politische Beteiligung ist aber breiter als Wählen. Menschen können diskutieren, Petitionen unterstützen, sich in Verbänden engagieren, an kommunalen Dialogen teilnehmen oder eigene Initiativen gründen.


Wahlrecht und andere Formen der Mitwirkung

Politische Rechte hängen teilweise von der Staatsangehörigkeit ab. Bei Bundestagswahlen ist die deutsche Staatsangehörigkeit zentral. Bürgerinnen und Bürger anderer EU-Staaten können unter den jeweiligen Voraussetzungen in Deutschland an Kommunal- und Europawahlen teilnehmen. Drittstaatsangehörige haben ohne deutsche Staatsangehörigkeit bei Kommunalwahlen kein Wahlrecht. Trotzdem stehen viele andere Formen gesellschaftlicher und politischer Mitwirkung offen.

Diese Unterscheidung ist für das Thema Integration wichtig: gesellschaftliche Teilhabe kann schon lange vor einer Einbürgerung stattfinden, während bestimmte formelle politische Rechte erst mit der entsprechenden Staatsangehörigkeit entstehen.

Das Projekt „DEBATTEN-ARENA“ aus Freiburg stellt demokratische Streitkultur in den Mittelpunkt. Integration in einer Demokratie bedeutet auch, unterschiedliche Interessen sichtbar zu machen, Konflikte friedlich auszutragen und Regeln des respektvollen politischen Streits zu lernen.


Begegnung, Vereine und Ehrenamt

Lokale Begegnungen können soziale Netzwerke schaffen. Wer in einem Sportverein, einer Musikgruppe, einem Jugendhaus, einer freiwilligen Feuerwehr, einer Nachbarschaftsinitiative oder einem anderen Verband aktiv wird, lernt Menschen kennen und kann eigene Fähigkeiten einbringen. Solche Kontakte ersetzen keine staatlichen Leistungen, können aber Zugehörigkeit, Orientierung und gegenseitiges Verständnis fördern.

Baden-Württemberg unterstützt lokale Integrationsprojekte und kommunale Strukturen. Gleichzeitig ist wichtig, Geflüchtete nicht nur als Empfängerinnen und Empfänger von Hilfe zu betrachten. Sie können selbst Projekte initiieren, Verantwortung übernehmen und Wissen weitergeben.


Chancen, Hürden und politische Zielkonflikte

Integration kann gelingen, wenn mehrere Bereiche zusammenwirken. Ein Sprachkurs allein löst keine Wohnungsprobleme. Ein Ausbildungsplatz hilft wenig, wenn der Weg dorthin kaum erreichbar ist. Eine anerkannte Qualifikation führt nicht automatisch zu Beschäftigung, wenn Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt besteht.

Wichtige Rahmenbedingungen sind:

  1. Sprachförderung: alltagsnahe, schulische und berufliche Sprachkompetenzen.
  2. Bildungsgerechtigkeit: Zugang zu Schule, Abschlüssen, Ausbildung und Studium.
  3. Wohnen: stabile und bezahlbare Wohnverhältnisse.
  4. Arbeitsmarktintegration: passende Beschäftigung und Anerkennung vorhandener Kompetenzen.
  5. Antidiskriminierung: Schutz vor Benachteiligung und gleiche Chancen.
  6. Soziale Teilhabe: Kontakte, Vereine, Kultur, Nachbarschaft und Engagement.
  7. Politische Partizipation: Möglichkeiten, Interessen zu vertreten und Entscheidungen mitzugestalten.


Typische Zielkonflikte

In der Politik gibt es selten nur eine einzige richtige Maßnahme. Beim Thema Flucht und Integration können unterschiedliche Ziele miteinander konkurrieren.

Ein Beispiel ist der Übergang in Arbeit: Ein schneller Arbeitsbeginn kann Einkommen, Kontakte und praktische Sprachpraxis schaffen. Eine längere Qualifizierung kann dagegen die Chance erhöhen, später in einem Beruf zu arbeiten, der den eigenen Fähigkeiten entspricht. Eine gute Politik muss deshalb kurzfristige Stabilisierung und langfristige Perspektiven gegeneinander abwägen.

Ein weiteres Beispiel ist die Unterbringung: Größere Einrichtungen können Verwaltung und Versorgung bündeln. Dezentrale Wohnungen können mehr Alltag in der Nachbarschaft ermöglichen, sind aber besonders bei knappem Wohnraum schwer zu organisieren. Solche Zielkonflikte solltest Du nicht mit einfachen Parolen beantworten, sondern mit Kriterien untersuchen.


Fallbeispiel: Ein möglicher Bildungsweg

Stell Dir vor: Eine 17-jährige Person kommt nach Baden-Württemberg. Sie hat mehrere Schuljahre im Herkunftsland besucht, spricht aber noch wenig Deutsch und besitzt nicht alle Zeugnisse.

Ein möglicher Weg könnte so aussehen: Zuerst braucht sie Orientierung und Beratung. An einer beruflichen Schule kann VABO eine Möglichkeit sein, Deutschkenntnisse aufzubauen und berufliche Perspektiven kennenzulernen. Danach könnten je nach Voraussetzungen ein weiterer schulischer Bildungsgang, AVdual, ein Praktikum oder eine Ausbildung folgen. Parallel können Beratungsstellen bei Fragen zu Aufenthaltsstatus, Zeugnissen oder Ausbildungsförderung helfen.

Wichtig ist: Dieses Beispiel ist kein fester Standardweg. Individuelle Bildungsbiografien unterscheiden sich. Gute Beratung prüft vorhandene Kompetenzen und passende Anschlussmöglichkeiten.


Quellen und weiterführende Informationen

Für aktuelle rechtliche oder organisatorische Fragen solltest Du offizielle Quellen prüfen, weil sich Regelungen verändern können.

  1. Regierungspräsidien Baden-Württemberg: Aufnahme, Unterbringung und Verteilung
  2. Ministerium für Soziales Baden-Württemberg: Pakt für Integration
  3. Landesbildungsserver Baden-Württemberg: VABO
  4. Kultusministerium Baden-Württemberg: Berufsvorbereitende Bildungsangebote
  5. BAMF: Integration
  6. Bundeswahlleiterin: Wahlrechte von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt Integration am treffendsten? (Integration zielt auf Teilhabe an zentralen Bereichen der Gesellschaft) (!Assimilation und Integration bedeuten immer dasselbe) (!Integration betrifft ausschließlich das Erlernen der deutschen Sprache) (!Integration ist nur Aufgabe der zugewanderten Person)




Welche Behörde führt das Asylverfahren in Deutschland durch? (Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) (!Der Landtag von Baden-Württemberg) (!Die Industrie- und Handelskammer) (!Die Berufsschule)




Welche Einrichtung ist für viele Asylsuchende in Baden-Württemberg eine erste staatliche Anlaufstelle? (Eine Landeserstaufnahmeeinrichtung) (!Eine Universität) (!Ein Ausbildungsbetrieb) (!Ein Sportverein)




Wofür steht die Abkürzung VABO in Baden-Württemberg? (Vorqualifizierungsjahr Arbeit Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen) (!Vorbereitung auf allgemeine betriebliche Orientierung) (!Verband für Ausbildung Bildung und Organisation) (!Vorbereitungsakademie für berufliche Oberstufen)




Was ist ein zentrales Ziel von VABO? (Deutschkenntnisse fördern und Übergänge in berufliche Bildung vorbereiten) (!Ausschließlich Hochschulzugang vergeben) (!Nur politische Bildung ohne Sprachunterricht anbieten) (!Eine abgeschlossene duale Berufsausbildung ersetzen)




Was kennzeichnet AVdual besonders? (Betriebspraktika werden mit schulischem Lernen und individueller Begleitung verbunden) (!Unterricht findet nur online statt) (!Es gibt keinen Kontakt zu Betrieben) (!Es ist ausschließlich ein Hochschulstudium)




Was bedeutet duale Ausbildung? (Betrieb und Berufsschule wirken als Lernorte zusammen) (!Nur die Berufsschule bildet aus) (!Nur der Betrieb bildet ohne Unterricht aus) (!Die Ausbildung findet ausschließlich an einer Universität statt)




Welche Aktivität ist ein Beispiel für gesellschaftliche Beteiligung? (Mitarbeit in einem Verein oder einer lokalen Initiative) (!Ausschließlich der Besitz eines Passes) (!Nur das Ausfüllen eines Behördenformulars) (!Das Vermeiden aller Kontakte außerhalb der eigenen Wohnung)




Welche Aussage zum Wahlrecht von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern in Deutschland ist richtig? (Sie können unter den jeweiligen Voraussetzungen an Kommunal- und Europawahlen teilnehmen) (!Sie dürfen automatisch an jeder Bundestagswahl teilnehmen) (!Sie dürfen grundsätzlich an keiner Wahl teilnehmen) (!Sie erhalten allein durch den Wohnsitz automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit)




Welche Aussage beschreibt eine wichtige Bedingung gelingender Integration? (Sprache Bildung Wohnen Arbeit und soziale Kontakte wirken zusammen) (!Nur eine einzige Maßnahme entscheidet über den Erfolg) (!Soziale Kontakte spielen grundsätzlich keine Rolle) (!Ausländische Qualifikationen sind grundsätzlich wertlos)





Memory

LEA Erstaufnahme
BAMF Asylverfahren
VABO Deutschförderung und Berufsorientierung
AVdual Betriebspraktika und individuelle Begleitung
Integrationsmanagement Kommunale Beratung und Begleitung
Bürgerbeteiligung Mitgestaltung lokaler Entscheidungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Orientierung Ankommen
Spracherwerb Verständigung
Schulabschluss Bildung
Berufsausbildung Arbeitswelt
Mitgestaltung Teilhabe






Kreuzworträtsel

Karlsruhe Welches Regierungspräsidium übernimmt landesweite Steuerungsaufgaben bei der Zuweisung von Asylsuchenden in Baden-Württemberg?
Deutsch Welche Sprache steht im Mittelpunkt der Förderung im VABO?
VABO Welche vierbuchstabige Abkürzung bezeichnet den beruflichen Bildungsgang mit Schwerpunkt Deutsch?
Teilhabe Welcher Begriff beschreibt die Möglichkeit, an zentralen Bereichen der Gesellschaft mitzuwirken?
BAMF Welche Behörde führt das Asylverfahren durch?
Ehrenamt Wie heißt freiwilliges gesellschaftliches Engagement mit einem Wort?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Asylverfahren wird in Deutschland vom

durchgeführt. In Baden-Württemberg beginnt die staatliche Aufnahme vieler Asylsuchender in einer

. Das berufliche Vorqualifizierungsjahr mit Schwerpunkt Deutsch heißt

. Eine enge Verbindung von Schule, Praktikum und Begleitung kennzeichnet

. Die duale Ausbildung verbindet den Lernort Betrieb mit der

. Gesellschaftliche Integration umfasst neben Bildung und Arbeit auch soziale

. Bei Kommunalwahlen können unter bestimmten Voraussetzungen auch Bürgerinnen und Bürger anderer

Staaten wählen. Integration gelingt besser, wenn individuelle Fähigkeiten und strukturelle

gemeinsam betrachtet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsnetz Flucht und Integration: Gestalte ein Begriffsnetz mit den Wörtern Flucht, Asyl, Migration, Integration, Teilhabe und Ausbildung. Erkläre jede Verbindung in einem Satz.
  2. Medienanalyse Willkommenskultur: Untersuche das Bild „Germany Says Welcome“. Beschreibe zuerst nur, was Du siehst, und deute danach, welche politische Botschaft das Bild vermitteln kann.
  3. Bildungsweg skizzieren: Zeichne einen möglichen Weg von VABO über berufsvorbereitende Angebote bis zu einer Ausbildung. Markiere Stellen, an denen Beratung wichtig sein kann.
  4. Lokale Teilhabe entdecken: Recherchiere in Deinem Wohnort drei Vereine, Initiativen oder Jugendangebote, bei denen neu zugewanderte Menschen mitmachen könnten.


Standard

  1. Interview Integrationsarbeit: Entwickle fünf sachliche Interviewfragen für eine Person aus Integrationsmanagement, Schule, Jugendsozialarbeit oder Ehrenamt und werte die Antworten nach Chancen und Hürden aus.
  2. VABO und AVdual vergleichen: Erstelle eine Vergleichsgrafik zu Zielgruppe, Schwerpunkt, Praxisbezug und möglichen Übergängen.
  3. Debatte schneller Berufseinstieg: Führt eine strukturierte Debatte zur Frage, ob Geflüchtete möglichst schnell arbeiten oder zunächst stärker Sprache und Qualifikation ausbauen sollten. Sammelt danach Kriterien für eine ausgewogene Lösung.
  4. Podcast Teilhabe: Produziere einen kurzen Podcast darüber, warum gesellschaftliche Teilhabe mehr umfasst als Erwerbsarbeit.


Schwer

  1. Kommunen vergleichen: Vergleiche zwei Kommunen in Baden-Württemberg hinsichtlich Beratungsangeboten, Sprachförderung, Bildungszugängen und Beteiligungsmöglichkeiten. Arbeite nur mit überprüfbaren Quellen.
  2. Policy Paper Integration: Verfasse ein zweiseitiges Policy Paper mit drei Maßnahmen, die den Übergang junger Geflüchteter in Ausbildung verbessern könnten. Begründe Kosten, Nutzen und mögliche Zielkonflikte.
  3. Beteiligungsprojekt planen: Entwickle ein Konzept für ein Jugendforum, in dem Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung ein kommunales Thema gemeinsam bearbeiten. Lege Regeln für faire Beteiligung fest.
  4. Quellencheck Migrationsdebatte: Wähle zwei gegensätzliche Medienbeiträge zu Flucht oder Integration. Prüfe Sprache, Datenbasis, Quellen, Auslassungen und mögliche Interessen und formuliere anschließend ein eigenes begründetes Urteil.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Ankommen: Eine 17-jährige geflüchtete Person kommt ohne vollständige Zeugnisse und mit geringen Deutschkenntnissen nach Baden-Württemberg. Entwickle einen begründeten Unterstützungsplan für die nächsten zwölf Monate und ordne Zuständigkeiten zu.
  2. Zielkonflikt Arbeit und Qualifizierung: Erkläre, warum ein schneller Arbeitsmarkteinstieg und eine längere Qualifizierung beide sinnvoll sein können. Entwickle Kriterien, wann welche Strategie eher geeignet ist.
  3. Teilhabe bewerten: Beurteile die Aussage „Wer nicht wählen darf, kann politisch nicht mitwirken“. Nutze mindestens drei unterschiedliche Formen politischer oder gesellschaftlicher Beteiligung.
  4. Schule als Integrationsort: Entwirf drei Maßnahmen, mit denen eine berufliche Schule fachliches Lernen, Sprachförderung und soziale Teilhabe verbinden kann. Begründe mögliche Nebenwirkungen.
  5. Medienkompetenz: Vergleiche eine offizielle Behördenquelle und einen Social-Media-Beitrag zum selben Integrationsthema. Entwickle Kriterien, mit denen Du Verlässlichkeit und Perspektive beurteilst.
  6. Integration und Assimilation: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, warum Integration in einer pluralistischen Demokratie nicht mit vollständiger kultureller Angleichung gleichgesetzt werden muss.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. die Begriffe Flucht, Asyl, Migration, Integration und Teilhabe unterscheiden kannst.
  2. die Aufgabenteilung zwischen BAMF, Land Baden-Württemberg, Kreisen und Kommunen in Grundzügen erklären kannst.
  3. VABO, AVdual und die duale Ausbildung als unterschiedliche Bausteine beruflicher Bildung einordnen kannst.
  4. Chancen und strukturelle Hürden von Integration an Beispielen analysieren kannst.
  5. formelle und informelle Formen gesellschaftlicher Beteiligung unterscheiden kannst.
  6. politische Zielkonflikte erkennen und mit nachvollziehbaren Kriterien beurteilen kannst.
  7. Medien und Quellen zum Thema kritisch prüfen kannst.
  8. eigene Handlungsideen für Schule, Ausbildung oder Kommune entwickeln und begründen kannst.




OERs zum Thema

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  1. Flüchtling
  2. Asylrecht
  3. Migration
  4. Integration
  5. Baden-Württemberg
  6. Duale Ausbildung
  7. Politische Partizipation



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