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Kunstmuseen im Land - Baden-Württemberg

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Kunstmuseen im Land - Baden-Württemberg




Kunstmuseen im Land - Baden-Württemberg


Einleitung

Baden-Württemberg besitzt eine vielfältige Museumslandschaft. In Städten wie Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Baden-Baden und Tübingen kannst Du Kunst aus sehr unterschiedlichen Zeiten und Zusammenhängen kennenlernen. Manche Häuser sammeln Werke aus mehreren Jahrhunderten, andere konzentrieren sich stärker auf Klassische Moderne, Zeitgenössische Kunst, Grafik oder bestimmte Künstlerinnen und Künstler.

In diesem aiMOOC vergleichst Du ausgewählte Kunstmuseen in Baden-Württemberg. Dabei geht es nicht nur darum, was ein Museum besitzt. Du untersuchst auch, wie Kunst ausgewählt, geordnet, gezeigt und erklärt wird. Anschließend wechselst Du selbst in die Rolle eines kuratorischen Teams und planst eine eigene Ausstellung.

Der Titel „Kunstmuseen im Land“ meint hier Kunstmuseen im Bundesland Baden-Württemberg. Nicht jedes vorgestellte Museum befindet sich in derselben Trägerschaft: Es gibt staatliche, kommunale und private Häuser. Gerade dieser Unterschied macht den Vergleich interessant.

Die Neue Staatsgalerie in Stuttgart zeigt schon von außen, dass auch Museumsarchitektur eine Aussage treffen kann. Der von James Stirling entworfene Erweiterungsbau verbindet monumentale Formen mit auffälligen Farben und Elementen der Postmoderne.


Was ist ein Kunstmuseum?

Ein Kunstmuseum sammelt, bewahrt, erforscht, dokumentiert, vermittelt und präsentiert Kunst. Diese Aufgaben hängen miteinander zusammen. Ein Werk wird nicht allein dadurch bedeutsam, dass es in einem Museumsraum hängt. Seine Wirkung verändert sich durch Nachbarschaften zu anderen Werken, Wandfarbe, Beleuchtung, Beschriftung, Raumfolge und die Geschichten, die eine Ausstellung erzählt.

Eine Sammlung ist der langfristig aufgebaute Bestand eines Museums. Sie entsteht durch Ankäufe, Schenkungen, Stiftungen, Nachlässe und Leihgaben. Deshalb ist jede Sammlung historisch gewachsen und setzt Schwerpunkte. Sie kann niemals „die gesamte Kunstgeschichte“ vollständig abbilden.

Eine Ausstellung ist dagegen eine konkrete Auswahl und Anordnung von Werken. Sie kann aus der eigenen Sammlung bestehen, Leihgaben anderer Museen einbeziehen oder eigens für ein Thema zusammengestellt werden. Eine Ausstellung ist damit immer auch eine Interpretation.

Die Person oder das Team, das eine Ausstellung entwickelt, übernimmt kuratorische Aufgaben. Dazu gehören Auswahl, Recherche, Gliederung, Raumplanung, Beschriftung, Vermittlung und häufig auch die Zusammenarbeit mit Restaurierung, Technik, Gestaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Leihgebern.


Fragen, mit denen Du ein Museum untersuchen kannst

  1. Sammlung: Welche Kunstepochen, Gattungen, Künstlerinnen und Künstler sind besonders stark vertreten?
  2. Ausstellung: Nach welchem Prinzip werden Werke zusammengestellt – chronologisch, thematisch, biografisch oder nach Medien?
  3. Architektur: Wie beeinflussen Größe, Licht, Wege und Raumformen Deine Wahrnehmung?
  4. Vermittlung: Welche Texte, Führungen, Audioguides, digitalen Angebote oder Workshops helfen beim Verstehen?
  5. Perspektive: Welche Geschichten werden erzählt und welche Perspektiven fehlen möglicherweise?
  6. Kuratorische Praxis: Welche Beziehungen entstehen dadurch, dass bestimmte Werke direkt nebeneinander gezeigt werden?


Eine Museumsreise durch Baden-Württemberg

Für den Vergleich betrachten wir sechs Häuser mit unterschiedlichen Profilen: die Staatsgalerie Stuttgart, das Kunstmuseum Stuttgart, die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, die Kunsthalle Mannheim, das Museum Frieder Burda in Baden-Baden und die Kunsthalle Tübingen.


Staatsgalerie Stuttgart

Die Staatsgalerie Stuttgart gehört zu den großen Kunstmuseen Baden-Württembergs. Ihre Bestände reichen von älterer europäischer Kunst bis zur Moderne und Gegenwart. Neben Gemälden und Skulpturen besitzt das Haus umfangreiche grafische Bestände sowie bedeutende Archive und Nachlässe.

Dadurch eignet sich die Staatsgalerie besonders für Vergleiche über lange Zeiträume: Du kannst untersuchen, wie sich Darstellungsweisen, Materialien, Bildfunktionen und Kunstbegriffe zwischen früheren Jahrhunderten und der Moderne verändern.

Auch die Museumsarchitektur lädt zum Vergleich ein. Die historische Alte Staatsgalerie und die Neue Staatsgalerie bilden kein einheitliches Gebäude. Gerade dieser Unterschied kann als Teil eines Museumsbesuchs untersucht werden: Wie wirkt Kunst in einem historischen Museumsbau, wie in einem postmodernen?

Beim Betrachten eines historischen Gemäldes kannst Du zum Beispiel untersuchen, wie Pose, Farbigkeit, Kleidung, Blickrichtung, Hintergrund und Komposition eine Figur inszenieren.


Beobachtungsauftrag

Suche bei einem realen oder digitalen Rundgang drei Werke aus unterschiedlichen Zeiten. Beschreibe zunächst nur, was Du siehst. Trenne diese Beobachtung bewusst von Deiner späteren Deutung. Frage danach: Welche Gemeinsamkeiten entstehen trotz des zeitlichen Abstands?


Kunstmuseum Stuttgart

Das Kunstmuseum Stuttgart liegt am Schlossplatz im Zentrum Stuttgarts. Der gläserne Museumsbau ist selbst ein markanter Teil des Stadtbilds.

Die Sammlung setzt starke Akzente in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Besonders wichtig sind Bestände zu Otto Dix und Willi Baumeister. Daneben gehören unter anderem Arbeiten von Adolf Hölzel, Fritz Winter, Dieter Roth und Wolfgang Laib zu den prägenden Werkkomplexen des Hauses.

Otto Dix ist für einen Sammlungsvergleich besonders spannend. Seine Werke können Fragen nach Porträt, gesellschaftlicher Beobachtung, Kriegserfahrung, Menschenbild und Neuer Sachlichkeit eröffnen. Bei Willi Baumeister lässt sich dagegen beispielsweise untersuchen, wie sich gegenstandsbezogene und abstrakte Bildsprachen unterscheiden.

Das Video bietet einen Rundgang durch das Kunstmuseum und kann als Ausgangspunkt für eine Analyse dienen: Achte nicht nur auf einzelne Werke, sondern auch darauf, wie Räume, Blickachsen, Größenverhältnisse und Übergänge inszeniert werden.


Beobachtungsauftrag

Stell Dir vor, Du dürftest in einem Raum nur vier Werke zeigen. Welche vier Arbeiten würdest Du zusammenstellen? Begründe die Auswahl nicht mit „gefällt mir“, sondern mit einer gemeinsamen Idee, einem Gegensatz oder einer Entwicklung.


Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe besitzt eine historisch gewachsene Sammlung, die viele Jahrhunderte europäischer Kunst umfasst. Bedeutend sind unter anderem die Alten Meister. Zur Sammlung gehören beispielsweise Werke von Hans Baldung und Rembrandt.

Ein besonderer Schatz ist das Kupferstichkabinett. Es gehört zu den traditionsreichen grafischen Sammlungen Europas und umfasst rund 90.000 Blätter. Zeichnungen und Druckgrafiken ermöglichen einen anderen Blick auf Kunst als großformatige Gemälde: Häufig werden Linien, Arbeitsprozesse, Varianten und Vervielfältigungstechniken besonders sichtbar.

Die Gegenüberstellung zweier Werke kann bereits eine Mini-Ausstellung ergeben. Frage Dich: Was verändert sich, wenn ein Porträt neben einer Landschaft hängt? Entsteht ein Dialog über Mensch und Umwelt, über Nähe und Distanz oder über unterschiedliche Farbkonzepte?


Beobachtungsauftrag

Vergleiche ein Gemälde mit einer Zeichnung oder Druckgrafik. Untersuche Linie, Fläche, Material, Farbe, Herstellungsprozess und mögliche Wirkung. Welche Eigenschaften des Mediums werden sichtbar?


Kunsthalle Mannheim

Die Kunsthalle Mannheim ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Ihre Geschichte ist eng mit der Moderne verbunden. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Neue Sachlichkeit, eine Kunstrichtung, die besonders in den 1920er-Jahren Bedeutung gewann und in Mannheim auch kunsthistorisch geprägt wurde.

Die Kunsthalle ist auch für ihre Skulpturensammlung und die Verbindung von historischem Museumsbau und modernem Erweiterungsbau interessant. Dadurch kannst Du untersuchen, wie ein Museum selbst zu einem begehbaren räumlichen System wird.

Das Werk von Caspar David Friedrich gehört zeitlich nicht zur Neuen Sachlichkeit. Gerade deshalb ist es für einen Sammlungsvergleich interessant: Ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst kann ältere Bestände besitzen, die historische Entwicklungslinien sichtbar machen.

Beim Flug durch die Kunsthalle kannst Du untersuchen, wie Architektur und Kunstwahrnehmung zusammenhängen. Wo entstehen Blickachsen? Wann siehst Du mehrere Werke gleichzeitig? Wo wirst Du räumlich gelenkt?


Beobachtungsauftrag

Zeichne einen einfachen Grundriss für einen imaginären Museumsraum. Markiere Eingang, Ausgang, Wände, drei Kunstwerke und die vermutete Laufrichtung des Publikums. Begründe anschließend Deine Anordnung.


Museum Frieder Burda in Baden-Baden

Das Museum Frieder Burda unterscheidet sich von den zuvor genannten Häusern besonders durch seine Entstehung aus einer privaten Sammlung. Die Sammlung Frieder Burda umfasst Kunst der Moderne und Gegenwart und ist eng mit der persönlichen Sammelgeschichte ihres Gründers verbunden.

Das ist für die Frage „Wie entsteht eine Sammlung?“ besonders interessant. Eine private Sammlung kann stärker von persönlichen Entscheidungen geprägt sein. Sobald sie museal präsentiert wird, werden diese Entscheidungen öffentlich sichtbar und kunsthistorisch eingeordnet.

Der Bau des Architekten Richard Meier steht in der Lichtentaler Allee. Viel Tageslicht, helle Flächen und die Beziehung zwischen Innenraum und Park gehören zur räumlichen Wirkung. Hier kannst Du besonders gut fragen, ob Architektur nur Hülle ist oder selbst Teil des Ausstellungserlebnisses wird.


Beobachtungsauftrag

Entwirf eine Doppelseite für ein Museumstagebuch: Links skizzierst Du die Architektur, rechts notierst Du drei Begriffe für ihre Wirkung. Verbinde anschließend jede architektonische Beobachtung mit einer möglichen Wirkung auf Kunst.


Kunsthalle Tübingen

Die Kunsthalle Tübingen ist stark durch Wechselausstellungen geprägt. Ihre eigene Sammlung umfasst unter anderem Werke von Georg Friedrich Zundel sowie Arbeiten von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart.

Ein Haus mit starkem Wechselausstellungsprofil zeigt besonders deutlich, dass ein Museum nicht nur über eine dauerhafte Sammlung definiert ist. Es kann auch durch immer neue Fragestellungen, Gastwerke und kuratorische Konzepte ein wechselndes Profil entwickeln.


Beobachtungsauftrag

Vergleiche die Idee einer Dauerausstellung mit einer Wechselausstellung. Welche Vorteile hat Kontinuität? Welche Möglichkeiten entstehen durch Veränderung? Überlege, welche Form für Dein eigenes Ausstellungsthema geeigneter wäre.


Sammlungen vergleichen

Ein sinnvoller Vergleich besteht nicht darin, ein Museum zum „besten“ zu erklären. Stattdessen untersuchst Du Unterschiede anhand klarer Kriterien.

Museum Charakter des Bestands Möglicher Vergleichsschwerpunkt Geeignete Leitfrage
Staatsgalerie Stuttgart Kunst über mehrere Jahrhunderte, Malerei, Skulptur, Grafik und Archive historische Entwicklung Wie verändert sich Kunst zwischen verschiedenen Epochen?
Kunstmuseum Stuttgart Schwerpunkt 20. und 21. Jahrhundert, starke Werkkomplexe einzelner Künstler Künstlerprofile und Moderne Wie prägt ein Sammlungsschwerpunkt das Bild eines Museums?
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe historisch breit angelegte Sammlung und großes Kupferstichkabinett Alte Meister und Grafik Wie unterscheiden sich Bildmedien und ihre Funktionen?
Kunsthalle Mannheim moderne und zeitgenössische Kunst, bedeutende Rolle der Neuen Sachlichkeit Moderne, Skulptur und Museumsarchitektur Wie reagiert Kunst auf gesellschaftliche Veränderungen?
Museum Frieder Burda private Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst Sammeln und privates Mäzenatentum Wie wird aus persönlichem Sammeln eine öffentliche Ausstellung?
Kunsthalle Tübingen eigene Sammlung plus ausgeprägtes Wechselausstellungsprogramm kuratorische Konzepte Wie verändert ein wechselndes Programm die Identität eines Hauses?


Vergleichskriterien genauer erklärt

Zeitraum: Ein Museum kann Kunst aus wenigen Jahrzehnten oder aus vielen Jahrhunderten sammeln. Eine breite Zeitspanne erlaubt Entwicklungslinien. Ein enger Schwerpunkt ermöglicht oft eine tiefere Beschäftigung mit einer Epoche.

Gattungen und Medien: Malerei, Skulptur, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie, Video, Installation und digitale Kunst stellen unterschiedliche Anforderungen an Sammlung und Präsentation.

Sammlungsgeschichte: Jede Sammlung hat eine Geschichte. Entscheidungen früherer Direktoren, Sammlerinnen, Stifter, Künstlerinnen oder politischer Institutionen wirken bis heute fort.

Trägerschaft: Staatliche, kommunale und private Museen können unterschiedliche institutionelle Geschichten und Finanzierungssysteme haben. Daraus folgt aber nicht automatisch eine bestimmte künstlerische Qualität.

Architektur: Museumsräume beeinflussen Bewegungen und Wahrnehmung. Ein kleiner Raum erzeugt andere Beziehungen zwischen Werken als eine große Halle.

Vermittlung: Ein Museum richtet sich nicht nur an Fachleute. Wandtexte, Führungen, Workshops, Audiomedien und digitale Angebote schaffen Zugänge für unterschiedliche Besuchergruppen.

Repräsentation: Sammlungen spiegeln historische Entscheidungen. Deshalb lohnt sich die Frage, welche Künstlerinnen, Regionen, gesellschaftlichen Gruppen und Perspektiven stark oder schwach vertreten sind.


Genau hinsehen: Kunstwerke analysieren

Für eine eigene Ausstellung brauchst Du mehr als Informationen zu Künstlernamen und Jahreszahlen. Du musst Werke so genau betrachten, dass Du Beziehungen zwischen ihnen begründen kannst.

Eine mögliche Reihenfolge lautet:

  1. Beschreibung: Was ist ohne Deutung sichtbar?
  2. Formanalyse: Wie wirken Farbe, Linie, Form, Komposition, Material, Raum und Licht?
  3. Motiv: Was wird dargestellt oder thematisiert?
  4. Kontext: Wann, wo und unter welchen Bedingungen entstand das Werk?
  5. Deutung: Welche Bedeutungen lassen sich aus Beobachtung und Kontext begründen?
  6. Vergleich: Welche Gemeinsamkeiten, Unterschiede oder Spannungen entstehen zu einem zweiten Werk?


Beispiel: Ein Bildvergleich

Stell Dir vor, Du vergleichst ein Landschaftsbild des 19. Jahrhunderts mit einer zeitgenössischen Installation über Natur. Beide können dasselbe Oberthema besitzen, obwohl Material, Format und Kunstbegriff völlig verschieden sind.

Ein guter Vergleich fragt deshalb nicht nur: „Was ist gleich?“ Er untersucht auch, wie dasselbe Thema in unterschiedlichen Zeiten und Medien anders behandelt wird.


Vom Depot zur Ausstellung

Museen besitzen meist mehr Werke, als sie gleichzeitig zeigen können. Ein großer Teil befindet sich im Depot. Für jede Präsentation muss deshalb ausgewählt werden. Das macht Kuratieren zu einem Prozess des Entscheidens.

Eine Ausstellung braucht einen roten Faden. Dieser kann chronologisch, thematisch, formal oder biografisch aufgebaut sein.


Mögliche Ausstellungskonzepte

  1. Chronologie: Werke werden nach ihrer Entstehungszeit angeordnet.
  2. Themenausstellung: Werke verschiedener Zeiten werden unter einem Thema wie „Stadt“, „Körper“, „Natur“ oder „Identität“ verbunden.
  3. Künstlerausstellung: Ein einzelner Künstler oder eine einzelne Künstlerin steht im Mittelpunkt.
  4. Dialogausstellung: Zwei oder mehr Positionen werden bewusst miteinander konfrontiert.
  5. Medienvergleich: Malerei, Fotografie, Skulptur oder Video werden hinsichtlich ihrer Ausdrucksmöglichkeiten verglichen.
  6. Fragenausstellung: Jeder Raum beantwortet einen Teil einer übergeordneten Leitfrage.


Eigene Ausstellung planen

Jetzt wirst Du selbst zum kuratorischen Team. Deine Ausstellung muss nicht tatsächlich in einem Museum stattfinden. Du kannst sie als Modell, Plakatserie, digitales Museum, Raumplan, Präsentation oder Ausstellung im Schulgebäude entwickeln.


Schritt 1: Thema und Leitfrage

Ein Thema wie „Natur“ ist noch sehr weit. Eine gute Leitfrage macht es genauer.

Beispiele:

  1. Natur in der Kunst: Wie verändert sich das Bild von Natur zwischen Romantik und Gegenwart?
  2. Porträt: Was verrät ein Porträt über die dargestellte Person und über die Zeit seiner Entstehung?
  3. Stadt: Wie wird städtisches Leben zwischen Beobachtung, Kritik und Faszination dargestellt?
  4. Abstraktion: Wann löst sich Kunst vom erkennbaren Gegenstand?
  5. Körper: Wer darf wie dargestellt werden, und welche Vorstellungen von Schönheit werden sichtbar?
  6. Krieg und Frieden: Wie reagieren Kunstschaffende auf Gewalt, Zerstörung und Erinnerung?


Schritt 2: Werke auswählen

Wähle für ein Schulprojekt etwa fünf bis acht Werke aus. Jedes Werk braucht eine Aufgabe im Gesamtkonzept. Ein Werk kann einen Einstieg bilden, einen Gegensatz erzeugen, eine Entwicklung zeigen oder am Ende eine offene Frage stellen.

Prüfe bei jedem Werk:

  1. Passt es zur Leitfrage?
  2. Bringt es einen neuen Aspekt ein?
  3. Wiederholt es nur etwas, das ein anderes Werk bereits zeigt?
  4. Kannst Du seine Auswahl mit Beobachtungen am Werk begründen?
  5. Welche Beziehung entsteht zu den Nachbarwerken?


Schritt 3: Reihenfolge festlegen

Die Reihenfolge beeinflusst die Aussage. Ein dramatisches Werk am Eingang setzt einen anderen Ton als ein stilles. Zwei ähnliche Werke nebeneinander fördern den Vergleich. Zwei gegensätzliche Werke können Spannung erzeugen.

Nutze kleine Karten mit Werkabbildungen oder Titeln und verschiebe sie auf einem Tisch. So wird Kuratieren zu einem sichtbaren Denkprozess.


Schritt 4: Raum planen

Zeichne einen Grundriss. Berücksichtige:

  1. Eingang und Ausgang
  2. Laufrichtung
  3. Abstände zwischen Werken
  4. Blickachsen
  5. Sitzmöglichkeiten
  6. Licht
  7. Wandflächen
  8. Barrierearme Wege
  9. Orte für Texte und digitale Medien

Eine Ausstellung ist nicht nur eine Reihenfolge von Bildern, sondern eine räumliche Erfahrung.


Schritt 5: Ausstellungstexte schreiben

Ein guter Ausstellungstext soll verständlich sein und dennoch ernst nehmen, dass Kunst mehrdeutig sein kann. Er erklärt nicht, was Besucherinnen und Besucher „denken müssen“, sondern gibt Informationen und Beobachtungsimpulse.

Ein Objekttext kann enthalten:

  1. Name der Künstlerin oder des Künstlers
  2. Werktitel
  3. Entstehungsjahr
  4. Material oder Technik
  5. Sammlung
  6. eine kurze Information zum Werk
  7. eine Frage zur eigenen Betrachtung


Schritt 6: Vermittlung gestalten

Überlege, wie unterschiedliche Menschen Zugang zur Ausstellung finden. Möglichkeiten sind ein Audioguide, Tastmodelle, leichte Sprache, Untertitel, Führungen, kreative Stationen, QR-Codes oder ein Begleitheft.

Vermittlung ist kein Zusatz am Ende. Sie gehört zur Ausstellungsidee.


Schritt 7: Ausstellung prüfen

Bitte eine andere Gruppe, Deinen Entwurf zu testen. Die Gruppe soll Dir nicht nur sagen, ob ihr die Ausstellung gefällt. Sie soll prüfen:

  1. Ist die Leitfrage verständlich?
  2. Ist die Auswahl nachvollziehbar?
  3. Gibt es einen erkennbaren roten Faden?
  4. Sind die Texte verständlich?
  5. Gibt es zu viele oder zu wenige Informationen?
  6. Können unterschiedliche Besuchergruppen teilnehmen?


Das Museum als öffentlicher Raum

Museen entscheiden mit darüber, welche Kunst sichtbar wird. Deshalb tragen sie Verantwortung. Erwerbungen, Ausstellungen und Texte beeinflussen den Kanon – also die Vorstellung davon, welche Künstlerinnen, Künstler und Werke als besonders bedeutsam gelten.

Heute werden historische Sammlungen deshalb zunehmend auch kritisch befragt. Dazu gehören Themen wie Herkunft von Kunstwerken, Provenienzforschung, koloniale Kontexte, NS-verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter, Geschlechterverhältnisse und die Repräsentation unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen.

Für Deine eigene Ausstellung bedeutet das: Frage nicht nur „Welche Werke sind berühmt?“, sondern auch „Welche Perspektiven möchte ich sichtbar machen und warum?“


Medienanalyse: Wie präsentiert ein Museum sich selbst?

Museen kommunizieren heute nicht nur im Gebäude. Websites, Sammlungskataloge, Videos und soziale Medien prägen das Bild des Hauses.

Das Video zur Petersburger Hängung aus dem Umfeld der Kunsthalle Karlsruhe eignet sich, um Präsentationsformen zu vergleichen. Bei einer dichten historischen Hängung befinden sich deutlich mehr Werke an einer Wand als im modernen „White Cube“.

Eine digitale Führung aus der Kunsthalle Mannheim zeigt, wie sich Kunstvermittlung vom Museumsraum in ein Videoformat übertragen lässt. Beobachte, welche Informationen durch Sprache vermittelt werden und welche räumlichen Erfahrungen im Video schwerer nachvollziehbar sind.


Exkurs: Die Wand ist nicht neutral

Viele moderne Museen verwenden weiße Wände. Dieses Präsentationsmodell wird häufig als White Cube bezeichnet. Die neutrale Wirkung ist jedoch selbst eine Gestaltungsidee. Farbe, Abstand und Beleuchtung beeinflussen, wie autonom oder miteinander verbunden Kunstwerke erscheinen.

Vergleiche gedanklich drei Situationen:

  1. ein Gemälde allein auf einer weißen Wand
  2. dasselbe Gemälde zwischen zehn weiteren Bildern
  3. dasselbe Gemälde in einem farbig gestrichenen Raum

Das Werk bleibt materiell dasselbe, aber seine Wirkung verändert sich. Genau hier beginnt Ausstellungsgestaltung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet in einem Museum die langfristig aufgebaute Gesamtheit seiner Kunstbestände? (Sammlung) (!Vernissage) (!Rahmung) (!Führung)




Welche Aufgabe gehört zum Kuratieren einer Ausstellung? (Werke auswählen und in einen begründeten Zusammenhang bringen) (!Alle Werke eines Museums gleichzeitig zeigen) (!Nur Eintrittskarten verkaufen) (!Ausschließlich Bilderrahmen herstellen)




Welches Museum besitzt einen bedeutenden Schwerpunkt zu Otto Dix? (Kunstmuseum Stuttgart) (!Museum Frieder Burda) (!Kunsthalle Tübingen) (!Naturkundemuseum Karlsruhe)




Welches Haus besitzt ein besonders umfangreiches Kupferstichkabinett? (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe) (!Kunstmuseum Stuttgart) (!Museum Frieder Burda) (!Kunsthalle Tübingen)




Mit welcher Kunstrichtung ist die Kunsthalle Mannheim besonders eng verbunden? (Neue Sachlichkeit) (!Romanik) (!Gotik) (!Rokoko)




Was ist ein wichtiges Merkmal einer Wechselausstellung? (Sie ist zeitlich begrenzt) (!Sie darf nur Skulpturen zeigen) (!Sie besteht immer aus Privatbesitz) (!Sie wird niemals kuratiert)




Warum ist ein Grundriss bei der Ausstellungsplanung hilfreich? (Er macht Wege und die räumliche Anordnung der Werke planbar) (!Er ersetzt die Auswahl der Kunstwerke) (!Er bestimmt automatisch die Eintrittspreise) (!Er liefert die Biografie aller Künstler)




Was untersucht Provenienzforschung? (Die Herkunft und Besitzgeschichte von Objekten) (!Nur die Farbmischung eines Gemäldes) (!Nur die Größe eines Museumsgebäudes) (!Die Besucherzahl eines einzelnen Tages)




Was meint der Begriff White Cube im Museumskontext? (Einen meist weißen und zurückhaltend gestalteten Ausstellungsraum) (!Ein würfelförmiges Kunstlager unter Wasser) (!Eine digitale Eintrittskarte) (!Eine mittelalterliche Maltechnik)




Was macht einen begründeten Sammlungsvergleich aus? (Klare Kriterien wie Zeitraum Medien Schwerpunkte und Präsentation) (!Nur die Größe der Museumsgebäude) (!Nur die persönliche Lieblingsfarbe) (!Nur die Entfernung vom Wohnort)





Memory

Staatsgalerie Stuttgart Kunst vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart
Kunstmuseum Stuttgart bedeutender Sammlungsschwerpunkt Otto Dix
Kunsthalle Karlsruhe umfangreiches Kupferstichkabinett
Kunsthalle Mannheim Neue Sachlichkeit
Museum Frieder Burda private Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst
Kunsthalle Tübingen starkes Wechselausstellungsprofil
Kuratieren Kunstwerke auswählen und in Beziehung setzen
Provenienz Herkunft und Besitzgeschichte eines Werkes





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Leitfrage gibt der Ausstellung eine inhaltliche Richtung
Werkauswahl bestimmt welche Objekte gezeigt werden
Raumplan ordnet Kunstwerke und Besucherwege
Objekttext vermittelt Informationen zu einem einzelnen Werk
Evaluation prüft ob das Ausstellungskonzept verständlich funktioniert






Kreuzworträtsel

Sammlung Wie heißt der langfristig aufgebaute Kunstbestand eines Museums?
Kurator Wie nennt man eine Person die an der inhaltlichen Planung einer Ausstellung arbeitet?
Provenienz Welcher Begriff bezeichnet die Herkunft und Besitzgeschichte eines Kunstwerks?
Grafik Wie heißt die Kunstgattung zu der Zeichnung und Druckgrafik gehören?
Museum Wie heißt eine Institution die Objekte sammelt bewahrt erforscht und vermittelt?
Skulptur Wie heißt ein dreidimensionales Kunstwerk als Gattungsbegriff?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Kunstmuseum baut langfristig eine

auf. Eine zeitlich und inhaltlich geplante Auswahl von Werken nennt man

. Die Auswahl und inhaltliche Verbindung von Kunstwerken gehört zu den Aufgaben des

. Das Kunstmuseum Stuttgart besitzt einen bedeutenden Schwerpunkt zu

. Die Kunsthalle Mannheim ist eng mit der

verbunden. Die Kunsthalle Karlsruhe verfügt über ein umfangreiches

. Die Herkunft und Besitzgeschichte eines Kunstwerks untersucht die

. Ein zurückhaltend weiß gestalteter Ausstellungsraum wird häufig als

bezeichnet. Für die Planung von Besucherwegen ist ein

hilfreich. Eine gute Ausstellung verbindet ihre Werke durch eine erkennbare

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Museumsporträt: Wähle eines der vorgestellten Museen und gestalte eine Seite mit Standort, Sammlungsschwerpunkten, zwei Beispielwerken und einer Frage, die Du dort untersuchen möchtest.
  2. Bildvergleich: Suche zwei frei zugängliche Werkabbildungen aus zwei verschiedenen baden-württembergischen Sammlungen und beschreibe drei Gemeinsamkeiten sowie drei Unterschiede.
  3. Museumsarchitektur: Wähle zwei Museumsgebäude aus dem aiMOOC. Skizziere ihre Fassaden und notiere, welche Wirkung Material, Form und Licht auf Dich haben.
  4. Lieblingswerk begründen: Entscheide Dich für ein Werk aus einer Online-Sammlung. Begründe Deine Wahl mit mindestens drei konkreten Beobachtungen am Werk statt nur mit persönlichem Gefallen.


Standard

  1. Kuratorisches Konzept: Entwickle für fünf Werke aus mindestens zwei Museen eine Ausstellung mit Titel, Leitfrage und begründeter Reihenfolge.
  2. Ausstellungsgrundriss: Zeichne einen maßstäblich vereinfachten Raumplan für Deine Ausstellung. Markiere Werke, Texte, Wege, Sitzmöglichkeiten und eine Vermittlungsstation.
  3. Museumskritik: Untersuche die Website eines Kunstmuseums. Prüfe, wie leicht Du Informationen zu Sammlung, Barrierefreiheit, Bildung und digitalen Angeboten findest, und gestalte ein Bewertungsraster.
  4. Audioguide: Schreibe und produziere einen Audiobeitrag von zwei bis drei Minuten zu einem Kunstwerk. Beginne mit genauer Beobachtung und ergänze anschließend Kontextinformationen.


Schwer

  1. Sammlungspolitik: Vergleiche drei Museen hinsichtlich Zeiträumen, Medien, Trägerschaft und Sammlungsschwerpunkten. Diskutiere, wie diese Unterschiede die öffentliche Vorstellung von Kunst prägen könnten.
  2. Provenienzprojekt: Recherchiere an einem geeigneten historischen Kunstwerk, welche Stationen seiner Besitzgeschichte öffentlich dokumentiert sind. Kennzeichne sicher belegte Angaben und offene Fragen klar getrennt.
  3. Eigene Ausstellung: Entwickle als Gruppe eine vollständige Ausstellung mit sechs bis acht Werken, Wandtext, Objektbeschriftungen, Grundriss, Vermittlungsangebot und Werbeplakat. Präsentiert die Ausstellung als Modell oder digitalen Rundgang.
  4. Museum der Zukunft: Entwerft ein Kunstmuseum für das Jahr 2040. Begründet Entscheidungen zu Sammlung, digitaler Kunst, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Partizipation und Umgang mit kontroversen Werken.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Sammlungsvergleich: Vergleiche Kunstmuseum Stuttgart und Staatliche Kunsthalle Karlsruhe anhand von Zeitraum, Sammlungsschwerpunkten und Medien. Erkläre, wie diese Unterschiede zu verschiedenen Ausstellungsideen führen können.
  2. Kuratorische Entscheidung: Du darfst sechs Werke aus drei Museen für eine Ausstellung zum Thema „Mensch und Stadt“ auswählen. Begründe Deine Auswahl, Reihenfolge und mindestens zwei bewusste Gegenüberstellungen.
  3. Raumwirkung: Erkläre anhand eines selbst gezeichneten Beispiels, wie Blickachsen, Wandabstände und Laufrichtung die Wahrnehmung derselben Kunstwerke verändern können.
  4. Perspektiven prüfen: Entwickle Kriterien, mit denen Du untersuchen kannst, ob eine Ausstellung vielfältige Perspektiven sichtbar macht. Wende die Kriterien auf einen eigenen Ausstellungsvorschlag an.
  5. Transferaufgabe: Eine Schule besitzt keine Originalkunstwerke. Entwickle trotzdem eine seriöse Ausstellungsidee mit Reproduktionen, eigenen Arbeiten oder digitalen Medien und erkläre, wie Du Original und Reproduktion transparent unterscheiden würdest.
  6. Museum und Öffentlichkeit: Beurteile die Aussage „Ein Museum zeigt nur Kunst und ist deshalb neutral“. Verwende mindestens drei Aspekte aus Sammlungsgeschichte, Auswahl, Architektur, Vermittlung oder Provenienz.
  7. Vermittlungskonzept: Plane für dasselbe Kunstwerk zwei unterschiedliche Vermittlungsangebote – eines für Klasse 7 und eines für einen Kunst-Leistungskurs. Begründe die Unterschiede.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu „Kunstmuseen im Land - Baden-Württemberg“ ist wichtig, dass Du nicht nur Museumsnamen kennst, sondern Zusammenhänge erklären und eigene kuratorische Entscheidungen begründen kannst.

  1. Du kannst die Profile mehrerer Kunstmuseen in Baden-Württemberg anhand nachvollziehbarer Kriterien vergleichen.
  2. Du kannst zwischen Sammlung, Dauerausstellung und Wechselausstellung unterscheiden.
  3. Du kannst ein Kunstwerk zunächst beschreiben, anschließend formal untersuchen und erst danach deuten.
  4. Du kannst erklären, wie Museumsarchitektur und Ausstellungsgestaltung Wahrnehmung beeinflussen.
  5. Du kannst eine eigene Leitfrage für eine Ausstellung formulieren und eine begründete Werkauswahl treffen.
  6. Du kannst Werke in eine sinnvolle Reihenfolge bringen und Beziehungen zwischen ihnen erklären.
  7. Du kannst einen einfachen Grundriss mit Besucherwegen, Blickachsen und Vermittlungsorten planen.
  8. Du kannst verständliche Objekt- und Ausstellungstexte verfassen.
  9. Du kannst die Bedeutung von Provenienz und Sammlungsgeschichte erläutern.
  10. Du kannst kritisch reflektieren, welche Perspektiven eine Ausstellung sichtbar macht und welche fehlen.
  11. Du kannst Quellen, Online-Sammlungen und frei lizenzierte Medien nachvollziehbar verwenden.




OERs zum Thema


Weiterführende digitale Museumsangebote

Für Deine Recherche sind die offiziellen Online-Sammlungen und Bildungsangebote der Museen besonders geeignet. Prüfe bei einer konkreten Exkursion zusätzlich immer die aktuellen Informationen des jeweiligen Hauses zu Öffnungszeiten, Ausstellungen, Schulangeboten und möglichen Einschränkungen.

  1. Staatsgalerie Stuttgart: Sammlung digital und Bildungsangebote
  2. Kunstmuseum Stuttgart: Sammlung Online und Kunstvermittlung
  3. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe: Online-Sammlung und Kupferstichkabinett
  4. Kunsthalle Mannheim: digitale Sammlung und Online-Vermittlung
  5. Museum Frieder Burda: Informationen zu Sammlung und Wechselausstellungen
  6. Kunsthalle Tübingen: aktuelle Ausstellungen und Sammlungsinformationen


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