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Erneuerbare Energien - Baden-Württemberg (Energiemix und regionale Potenziale; Schule 7–13; Physik Geografie; viele Medi

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Erneuerbare Energien - Baden-Württemberg (Energiemix und regionale Potenziale; Schule 7–13; Physik Geografie; viele Medi




Erneuerbare Energien - Baden-Württemberg (Energiemix und regionale Potenziale; Schule 7–13; Physik/Geografie; viele Medien; Sprache angepasst; mittellanger Text; exakt diesen Titel übernehmen)


Einleitung

Erneuerbare Energien stammen aus Quellen, die sich natürlich erneuern oder nach menschlichen Maßstäben praktisch nicht erschöpfen. Dazu gehören vor allem Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie. Für Baden-Württemberg sind diese Energieformen besonders wichtig, weil das Land seine Energieversorgung schrittweise klimaverträglicher gestalten muss und zugleich sehr unterschiedliche Landschaftsräume besitzt.

In diesem aiMOOC untersuchst Du den Energiemix Baden-Württembergs und fragst, warum sich bestimmte Energieformen in manchen Regionen besser eignen als in anderen. Dabei verbindest Du Physik und Geographie: Du lernst, wie Energie umgewandelt wird, wie Leistung und Energie zusammenhängen und wie Relief, Sonneneinstrahlung, Windverhältnisse, Flüsse, Siedlungsstruktur und Landnutzung die Nutzung erneuerbarer Energien beeinflussen.

Das Bild zeigt eine Windenergieanlage bei Schönwald im Schwarzwald. Es macht deutlich, dass Energieanlagen immer in konkrete Landschaften eingebettet sind. Genau deshalb ist die Energiewende nicht nur eine technische, sondern auch eine räumliche und gesellschaftliche Aufgabe.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du erklären, was ein Energiemix ist, wichtige erneuerbare Energieträger unterscheiden, aktuelle Größenordnungen für Baden-Württemberg einordnen und regionale Potenziale begründen. In höheren Klassen kannst Du außerdem Zielkonflikte bewerten, Daten kritisch lesen und einfache physikalische Zusammenhänge berechnen.


Aktueller Energiemix in Baden-Württemberg

Für das Jahr 2024 weist das Umweltministerium Baden-Württemberg eine Bruttostromerzeugung von rund 35,9 TWh aus. Davon stammten etwa 21,1 TWh aus erneuerbaren Energien. Das entspricht ungefähr 58,8 % der Bruttostromerzeugung im Land.

Wichtig ist jedoch eine zweite Zahl: Baden-Württemberg verbraucht mehr Strom, als es selbst erzeugt. Deshalb lag der Anteil der in Baden-Württemberg erzeugten erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch 2024 bei rund 32,3 %. Rund 29,5 TWh wurden netto importiert. Diese Unterscheidung zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch ist für das Verständnis des Energiemixes entscheidend.

2024 verteilte sich die erneuerbare Stromerzeugung im Land ungefähr so:

Energieträger Stromerzeugung 2024 Anteil an der erneuerbaren Stromerzeugung
Photovoltaik rund 8,9 TWh etwa 42 %
Wasserkraft rund 4,9 TWh etwa 23 %
Biomasse rund 3,9 TWh einschließlich biogenem Abfall etwa 20 %
Windenergie rund 3,1 TWh etwa 15 %

Damit war die Photovoltaik 2024 der größte einzelne erneuerbare Stromerzeuger des Landes. Ende 2024 waren rund 12,5 GW Photovoltaikleistung installiert. Allein im Jahr 2024 kamen gut 2,2 GW hinzu.

Das Video bietet einen Überblick über den Ausbau erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg. Prüfe beim Anschauen, welche Aussagen zeitabhängig sind und mit welchem Datenstand gearbeitet wird.


Physikalische Grundlagen: Energie und Leistung

In der Physik unterscheidest Du zwischen Energie und Leistung.

Die Energie gibt an, wie viel Arbeit verrichtet oder wie viel Energie übertragen wird. Häufige Einheiten sind Joule und Kilowattstunde.

Die Leistung gibt an, wie schnell Energie umgesetzt wird:

Leistung = Energie / Zeit

Eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 10 kW liefert nicht ständig 10 kW. Nachts ist ihre Leistung null, bei Bewölkung geringer und nur unter günstigen Bedingungen nahe am Nennwert. Deshalb ist die tatsächlich erzeugte Jahresenergie von Wetter, Standort, Ausrichtung und technischen Verlusten abhängig.

Für höhere Klassen ist auch der Kapazitätsfaktor beziehungsweise die Auslastung interessant. Er beschreibt, wie viel Energie eine Anlage im Vergleich zu einer theoretischen Dauerleistung bei Nennleistung erzeugt.


Photovoltaik: großes Potenzial auf Dächern und Freiflächen

Photovoltaikzellen wandeln Strahlungsenergie der Sonne direkt in elektrische Energie um. Baden-Württemberg besitzt wegen seiner dichten Besiedlung und vielen Gebäuden ein großes Dachflächenpotenzial. Der Energieatlas Baden-Württemberg beziffert das technische Potenzial von Dach-Photovoltaik auf rund 61.500 MW. Diese Potenzialzahl ist kein Ausbauziel und bedeutet nicht, dass jede theoretisch geeignete Fläche tatsächlich genutzt wird.

Besonders wichtig sind:

  1. Dachflächen: Sie ermöglichen Stromerzeugung ohne zusätzliche Flächenversiegelung.
  2. Freiflächenanlagen: Sie können große Strommengen liefern, stehen aber in Konkurrenz zu anderen Nutzungen.
  3. Agri-Photovoltaik: Hier werden Landwirtschaft und Stromerzeugung auf derselben Fläche kombiniert.

Die Anlage bei Aasen nahe Donaueschingen zeigt eine Form der Agri-Photovoltaik. Zwischen senkrechten, bifazialen Modulen bleibt ein großer Teil der Fläche landwirtschaftlich nutzbar. Das Beispiel zeigt, dass ein Flächenkonflikt durch technische Planung teilweise entschärft werden kann.


Windenergie: Potenziale hängen stark vom Standort ab

Bei Windenergie wird zunächst Bewegungsenergie der Luft in Rotationsenergie des Rotors und anschließend im Generator in elektrische Energie umgewandelt.

Die im Wind enthaltene Leistung hängt stark von der Windgeschwindigkeit ab. Vereinfacht gilt:

P ∝ v³

Das bedeutet: Verdoppelt sich die Windgeschwindigkeit, steckt theoretisch achtmal so viel Leistung im Wind. Deshalb sind kleine Unterschiede in der Windgeschwindigkeit für die Standortwahl sehr wichtig.

Der Windatlas Baden-Württemberg bewertet unter anderem die mittlere Windleistungsdichte. Flächen mit mindestens etwa 215 W/m² in 160 m Höhe gelten im Energieatlas als besonders interessant für die Windenergienutzung. In waldreichen Mittelgebirgsregionen kann eine große Nabenhöhe wichtig sein, weil der Wind über den Baumkronen gleichmäßiger und stärker weht.

Günstige Gebiete finden sich vor allem auf exponierten Höhenzügen, unter anderem in Teilen des Schwarzwalds, auf der Schwäbischen Alb und in weiteren windoffenen Höhenlagen. Dennoch ist nicht jede windreiche Fläche automatisch geeignet. Naturschutz, Siedlungsabstände, Luftverkehr, Denkmalschutz, Infrastruktur und Netzanschluss müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Das Bild aus Bonndorf im Schwarzwald zeigt, dass Windenergie und Landwirtschaft räumlich nebeneinander stattfinden können. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie Landschaftsbild, Arten- und Naturschutz sowie Energiegewinnung gegeneinander abgewogen werden.


Wasserkraft: Flüsse als Energiequelle

Wasserkraft nutzt die potenzielle und kinetische Energie des Wassers. Für die Leistung eines Wasserkraftwerks sind vor allem Wassermenge, Fallhöhe und Wirkungsgrad wichtig. Vereinfacht gilt:

P = ρ · g · Q · h · η

Dabei ist ρ die Dichte des Wassers, g die Erdbeschleunigung, Q der Volumenstrom, h die Fallhöhe und η der Wirkungsgrad.

In Baden-Württemberg spielt Wasserkraft traditionell eine wichtige Rolle. Bedeutende Potenziale liegen an Flüssen wie Rhein, Neckar, Iller und an Flüssen des Schwarzwalds. Viele günstige Standorte sind jedoch bereits genutzt. Neue Projekte oder Modernisierungen müssen deshalb besonders sorgfältig mit Gewässerökologie, Fischwanderung und Naturschutz abgestimmt werden.

Das Laufwasserkraftwerk an der Neckar-Staustufe Stuttgart-Hofen ist ein Beispiel für die Nutzung eines Flusses zur kontinuierlichen Stromerzeugung.


Biomasse und Biogas

Biomasse speichert chemische Energie, die ursprünglich durch Photosynthese aus Sonnenenergie entstanden ist. Holz, Pflanzenreste, Bioabfälle, Gülle oder Energiepflanzen können zur Erzeugung von Wärme, Strom oder Biogas genutzt werden.

Ein Vorteil von Biomasse ist ihre Speicherbarkeit. Anders als Wind- und Solarstrom kann Energie aus Biogas gezielt dann bereitgestellt werden, wenn Strom benötigt wird. Allerdings ist Biomasse nicht automatisch klimaneutral. Entscheidend sind Herkunft, Flächennutzung, Transport, Düngung, Methanverluste und die Frage, ob Wälder oder Böden langfristig Kohlenstoff speichern.

In ländlichen Regionen Baden-Württembergs kann Biomasse besonders dort sinnvoll sein, wo Reststoffe aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Abfallwirtschaft genutzt werden.


Geothermie und Umweltwärme

Geothermie nutzt Wärme aus dem Untergrund. Oberflächennahe Geothermie kann gemeinsam mit Wärmepumpen Gebäude heizen. Tiefe Geothermie erschließt größere Tiefen und höhere Temperaturen.

Im Oberrheingraben bestehen wegen der geologischen Struktur besonders interessante Voraussetzungen für tiefe Geothermie. Gleichzeitig sind Erkundung, Bohrtechnik, Grundwasserschutz und das Risiko induzierter Seismizität wichtige Themen.

Wärmepumpen nutzen zusätzlich Umweltwärme aus Luft, Boden oder Grundwasser. Sie benötigen elektrische Energie, können aber mehr Wärmeenergie bereitstellen als elektrische Energie eingesetzt wird. Die Kennzahl dafür ist die Arbeitszahl beziehungsweise unter bestimmten Bedingungen der COP.


Regionale Potenziale: Warum ist nicht überall dasselbe sinnvoll?

Baden-Württemberg ist geographisch vielfältig. Deshalb unterscheiden sich die Potenziale stark.

  1. Oberrheingraben: Gute Solarbedingungen, dicht besiedelte Räume und besondere geologische Voraussetzungen für tiefe Geothermie.
  2. Schwarzwald: Höhenlagen können für Windenergie interessant sein; Flüsse und Gefälle ermöglichen Wasserkraft; zugleich sind viele Gebiete ökologisch sensibel.
  3. Schwäbische Alb: Exponierte Höhenlagen bieten an geeigneten Standorten Windpotenziale; Freiflächen-PV ist ebenfalls möglich.
  4. Oberschwaben: Landwirtschaftliche Strukturen eröffnen Potenziale für Biogas, Agri-PV und Dach-PV.
  5. Stuttgart und Verdichtungsräume: Viele Dächer, Gewerbeflächen und Parkplätze bieten Potenziale für Photovoltaik; zugleich ist der Energiebedarf hoch.
  6. Rhein und Neckar: Bestehende Wasserstraßen und Staustufen ermöglichen Wasserkraft, wobei ökologische Anforderungen beachtet werden müssen.

Ein Potenzial ist dabei nicht dasselbe wie eine tatsächlich realisierbare Anlage. Man unterscheidet beispielsweise zwischen naturgegebenem, technischem, wirtschaftlichem und tatsächlich erschließbarem Potenzial.


Netze, Speicher und Dunkelflauten

Wind und Sonne sind wetterabhängig. Deshalb schwankt ihre Einspeisung. Eine sichere Energieversorgung braucht mehrere Bausteine gleichzeitig: Stromnetze, Speicher, flexible Verbraucher, steuerbare Erzeugung und den Austausch mit anderen Regionen.

Batteriespeicher können kurzfristige Schwankungen ausgleichen. Pumpspeicherkraftwerke speichern Energie über Wasser in höher gelegenen Becken. Wärmespeicher können überschüssigen Strom indirekt nutzbar machen. Auch Lastmanagement ist wichtig: Verbraucher können ihren Strombedarf teilweise in Zeiten verschieben, in denen viel erneuerbarer Strom verfügbar ist.

Eine sogenannte Dunkelflaute ist eine Wetterlage mit wenig Sonneneinstrahlung und wenig Wind. Sie zeigt, warum ein Energiesystem nicht nur nach der maximal installierten Leistung beurteilt werden darf.


Chancen und Zielkonflikte

Die Energiewende bringt Vorteile, aber auch Konflikte. Erneuerbare Energien können Treibhausgasemissionen senken, regionale Wertschöpfung ermöglichen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern. Gleichzeitig benötigen Anlagen Flächen, Rohstoffe, Netze und Akzeptanz.

Typische Zielkonflikte entstehen zwischen:

  1. Klimaschutz und Naturschutz
  2. Energieerzeugung und Landschaftsbild
  3. Freiflächen-PV und Landwirtschaft
  4. Windenergie und Artenschutz
  5. Wasserkraft und Gewässerökologie
  6. Biomassenutzung und Flächenkonkurrenz

Eine gute Bewertung fragt deshalb nicht nur: Wie viel Energie kann erzeugt werden? Sie fragt auch: Wo, mit welchen Folgen, zu welchen Kosten und mit welchen Alternativen?


Daten kritisch lesen

Bei Energiestatistiken musst Du immer auf Bezugsgrößen achten. Besonders häufig werden verwechselt:

Bruttostromerzeugung bedeutet die im Land erzeugte Strommenge vor Abzug des Eigenverbrauchs der Kraftwerke.

Bruttostromverbrauch umfasst den Stromverbrauch im Land und kann höher sein als die eigene Erzeugung.

Installierte Leistung beschreibt, wie viel Leistung Anlagen unter bestimmten Bedingungen maximal bereitstellen können.

Jahreserzeugung beschreibt, wie viel elektrische Energie tatsächlich im Verlauf eines Jahres erzeugt wurde.

Für 2024 waren die baden-württembergischen Zahlen zum Teil noch vorläufig. Genau deshalb gehört zu gutem naturwissenschaftlichem und geographischem Arbeiten immer der Datenstand.


Quellen und digitale Karten

Für eigene Recherchen eignen sich besonders der Energieatlas Baden-Württemberg der LUBW und die Veröffentlichungen des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

Energieatlas Baden-Württemberg

Umweltministerium Baden-Württemberg: Erneuerbare Energien


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt der Energiemix? (Die Zusammensetzung verschiedener Energieträger in der Energieversorgung) (!Nur die Menge des importierten Stroms) (!Nur die Zahl der Kraftwerke) (!Ausschließlich den Anteil der Windenergie)




Welche erneuerbare Energie lieferte 2024 in Baden-Württemberg die größte Strommenge? (Photovoltaik) (!Windenergie) (!Geothermie) (!Biomethan)




Wie groß war 2024 ungefähr der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg? (Rund 59 Prozent) (!Rund 15 Prozent) (!Rund 32 Prozent) (!Rund 90 Prozent)




Warum ist der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch niedriger als an der Bruttostromerzeugung? (Weil Baden-Württemberg mehr Strom verbraucht als es selbst erzeugt) (!Weil Wasserkraft nicht als erneuerbar zählt) (!Weil Photovoltaik nur im Winter Strom erzeugt) (!Weil importierter Strom immer fossil ist)




Welcher Zusammenhang gilt näherungsweise für die im Wind enthaltene Leistung? (Sie steigt mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit) (!Sie ist unabhängig von der Windgeschwindigkeit) (!Sie sinkt bei höherer Windgeschwindigkeit) (!Sie steigt nur linear mit der Höhe des Turms)




Welche Größe ist für Wasserkraft neben dem Volumenstrom besonders wichtig? (Die Fallhöhe) (!Die Dachneigung) (!Die Windrichtung) (!Die Sonnenscheindauer)




Was ist ein Vorteil von Biogas gegenüber Sonne und Wind? (Es kann gespeichert und bedarfsgerecht genutzt werden) (!Es benötigt niemals Fläche) (!Es verursacht grundsätzlich keine Emissionen) (!Es ist überall unbegrenzt verfügbar)




Welche Region Baden-Württembergs besitzt besondere geologische Voraussetzungen für tiefe Geothermie? (Der Oberrheingraben) (!Das Bodenseebecken ausschließlich) (!Die Stuttgarter Innenstadt) (!Das Neckartal ausschließlich)




Was bedeutet installierte Leistung? (Die maximal mögliche Leistung einer Anlage unter festgelegten Bedingungen) (!Die im ganzen Jahr erzeugte Energiemenge) (!Den Stromverbrauch eines Bundeslandes) (!Die Anzahl der Haushalte in einer Region)




Was ist eine Dunkelflaute? (Eine Phase mit wenig Wind und wenig Sonneneinstrahlung) (!Eine besonders starke Hochwasserlage) (!Eine Nacht mit hohem Stromverbrauch) (!Eine Abschaltung aller Wasserkraftwerke)





Memory

Photovoltaik Sonnenstrahlung wird direkt in elektrische Energie umgewandelt
Windenergie Bewegungsenergie der Luft treibt einen Rotor an
Wasserkraft Fließendes oder fallendes Wasser treibt eine Turbine an
Biomasse Chemisch gespeicherte Energie aus organischem Material
Geothermie Wärmeenergie aus dem Untergrund
Energiemix Zusammensetzung verschiedener Energieträger





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Photovoltaik Sonnenenergie
Windkraftanlage Bewegungsenergie der Luft
Laufwasserkraftwerk Fließgewässer
Biogasanlage Organische Reststoffe
Wärmepumpe Umweltwärme




...


Kreuzworträtsel

Solarenergie Welche Energiequelle nutzt eine Photovoltaikanlage?
Windkraft Welche Technik nutzt die Bewegungsenergie der Luft?
Wasserkraft Welche erneuerbare Energie nutzt Flüsse und Fallhöhen?
Biomasse Wie nennt man organisches Material zur energetischen Nutzung?
Geothermie Wie heißt die Nutzung von Wärme aus dem Erdinneren?
Stromnetz Was verbindet Erzeuger und Verbraucher elektrischer Energie?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Anteil erneuerbarer Energien an der baden-württembergischen Bruttostromerzeugung lag 2024 bei rund

. Die größte erneuerbare Strommenge lieferte 2024 die

. Eine wichtige physikalische Größe bei Windkraft ist die

. Bei Wasserkraft beeinflusst neben dem Volumenstrom besonders die

die Leistung. Im Oberrheingraben bestehen besondere Voraussetzungen für tiefe

. Energie aus organischem Material wird als

bezeichnet. Eine Phase mit wenig Sonne und wenig Wind nennt man

. Die maximal mögliche Leistung einer Anlage wird als installierte

angegeben. Der Energieatlas hilft dabei, regionale

zu untersuchen. Für eine sichere Versorgung sind neben Erzeugungsanlagen auch Netze, Speicher und flexibler

wichtig.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Energie-Spaziergang: Fotografiere oder skizziere in Deiner Umgebung Beispiele für Solaranlagen, Wärmepumpen, Wasserkraft oder andere Energieanlagen und ordne sie einem Energieträger zu.
  2. Energie-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft oder Biomasse mit Funktionsprinzip, Vorteil, Nachteil und einem Beispiel aus Baden-Württemberg.
  3. Kartenarbeit: Suche Deine Gemeinde im Energieatlas Baden-Württemberg und notiere, welche erneuerbaren Energien dort sichtbar oder potenziell nutzbar sind.
  4. Begriffe erklären: Erstelle ein Lernplakat zu Energie, Leistung, Kilowatt, Kilowattstunde und Wirkungsgrad.


Standard

  1. Regionalvergleich: Vergleiche zwei Regionen Baden-Württembergs und begründe, warum sich ihre Potenziale für Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse unterscheiden.
  2. Schul-PV: Untersuche grob, ob sich das Dach Deiner Schule für Photovoltaik eignen könnte. Berücksichtige Fläche, Ausrichtung, Verschattung und mögliche Nutzung des Stroms.
  3. Interview Energiewende: Befrage eine Person aus Kommune, Energieberatung, Landwirtschaft oder einem lokalen Energieprojekt zu Chancen und Problemen erneuerbarer Energien.
  4. Energie-Debatte: Führe in einer Gruppe eine Debatte über eine fiktive Windenergieanlage in einer Mittelgebirgsregion. Übernehmt unterschiedliche Rollen.


Schwer

  1. Energiemix analysieren: Nutze aktuelle Daten des Landes und stelle den erneuerbaren Strommix Baden-Württembergs als selbst erstelltes Diagramm dar. Erläutere die Bezugsgrößen.
  2. Potenzialanalyse: Entwickle für eine ausgewählte Gemeinde ein begründetes Konzept aus mindestens drei erneuerbaren Energieformen. Beziehe Geographie, Technik und Naturschutz ein.
  3. Physikprojekt Wind: Berechne mit einem vereinfachten Modell, wie sich die im Wind enthaltene Leistung verändert, wenn die Windgeschwindigkeit von 5 m/s auf 7 m/s steigt.
  4. Exkursion Energiewende: Plane eine Exkursion zu einer Energieanlage oder einem Energieberatungszentrum. Entwickle vorher Forschungsfragen und werte die Beobachtungen anschließend aus.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Standortentscheidung: Eine Gemeinde hat große Dachflächen, mäßige Windverhältnisse und wenig nutzbares Fließgewässer. Entwickle einen sinnvollen erneuerbaren Energiemix und begründe Deine Entscheidung.
  2. Datenbewertung: Erkläre, warum ein hoher Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung nicht automatisch bedeutet, dass ein Bundesland seinen Strombedarf vollständig erneuerbar deckt.
  3. Zielkonflikt Windenergie: Bewerte einen geplanten Windpark auf einem windreichen Höhenzug unter den Gesichtspunkten Klimaschutz, Artenschutz, Landschaft und Versorgungssicherheit.
  4. Agri-PV Transfer: Erkläre, unter welchen Bedingungen Agri-Photovoltaik einen Flächenkonflikt zwischen Landwirtschaft und Energieproduktion entschärfen kann und wo Grenzen liegen.
  5. Dunkelflaute: Entwickle ein Versorgungskonzept für mehrere Tage mit wenig Wind und Sonne. Beziehe Speicher, Netze, flexible Verbraucher und andere Energiequellen ein.
  6. Physik und Geografie verbinden: Zeige an einem selbst gewählten Beispiel, wie ein physikalischer Faktor und ein geographischer Faktor gemeinsam die Eignung eines Standorts bestimmen.




Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur einzelne Zahlen kennst, sondern Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Du kannst den Begriff Energiemix erklären und Stromerzeugung von Stromverbrauch unterscheiden.
  2. Du kannst die wichtigsten erneuerbaren Energieträger Baden-Württembergs nennen und ihre physikalische Funktionsweise beschreiben.
  3. Du kannst regionale Unterschiede mit Relief, Klima, Gewässern, Geologie, Siedlung und Landnutzung begründen.
  4. Du kannst Daten zu Leistung, Energie und Anteilen richtig deuten.
  5. Du kannst Chancen und Zielkonflikte erneuerbarer Energien sachlich bewerten.
  6. Du kannst erklären, warum Netze, Speicher und flexible Verbraucher für ein Energiesystem mit viel Wind- und Solarstrom wichtig sind.
  7. Du kannst Quellen und Datenstände kritisch prüfen und zwischen technischem Potenzial und tatsächlich realisierbarer Nutzung unterscheiden.




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