Bronzezeit - Deutschland (Metalle, Handel und gesellschaftlicher Wandel; Schule 5–8; Geschichte; viele Medien; Sprache a

Bronzezeit - Deutschland (Metalle, Handel und gesellschaftlicher Wandel; Schule 5–8; Geschichte; viele Medien; Sprache a
Bronzezeit - Deutschland (Metalle, Handel und gesellschaftlicher Wandel; Schule 5–8; Geschichte; viele Medien; Sprache angepasst; mittellanger Text; exakt diesen Titel übernehmen)
Einleitung
Die Bronzezeit ist eine wichtige Epoche der Urgeschichte. Für Mitteleuropa wird sie ungefähr in die Zeit von 2200 bis 800 v. Chr. eingeordnet. Die genauen Zeitgrenzen können je nach Region etwas unterschiedlich sein. Wenn in diesem aiMOOC von „Deutschland in der Bronzezeit“ die Rede ist, ist immer das Gebiet des heutigen Deutschlands gemeint. Einen Staat Deutschland gab es damals noch nicht.
Der Name Bronzezeit kommt von einem neuen und besonders wichtigen Werkstoff: Bronze. Bronze ist meist eine Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie konnte zu Werkzeugen, Waffen, Schmuck und anderen Gegenständen verarbeitet werden. Metalle veränderten aber nicht nur die Technik. Sie beeinflussten auch Handel, Arbeitsteilung, Macht und das Zusammenleben der Menschen.

Die Bronzezeit war keine Zeit, in der plötzlich alle Gegenstände aus Bronze bestanden. Die meisten Menschen arbeiteten weiterhin mit Holz, Stein, Knochen, Geweih, Ton und anderen Materialien. Bronze war wertvoll und musste aufwendig hergestellt werden. Deshalb lohnt sich die Frage: Wer hatte Zugang zu Metall, wer beherrschte die Herstellung und wer kontrollierte den Handel?
Was ist Bronze?
Bronze ist eine Metalllegierung. Das bedeutet: Mehrere Metalle werden miteinander verbunden. In der Bronzezeit bestand Bronze häufig aus Kupfer und einem kleineren Anteil Zinn. Je nach Zweck und Herstellungsweise konnten die Mischungsverhältnisse unterschiedlich sein.
Kupfer lässt sich schon allein verarbeiten. Durch die Beimischung von Zinn konnten jedoch viele Gegenstände härter und für bestimmte Anwendungen besser geeignet werden. Außerdem lässt sich Bronze gut gießen. Dadurch konnten Handwerkerinnen und Handwerker Formen herstellen, in die flüssiges Metall gegossen wurde.

Eine solche Gussform war ein wichtiges Werkzeug. Nach dem Erhitzen und Schmelzen wurde das flüssige Metall hineingegossen. Nach dem Abkühlen konnte der Gegenstand aus der Form genommen und weiterbearbeitet werden. Schneiden mussten geschärft, Grate entfernt und Oberflächen geglättet werden.
Die Metallverarbeitung erforderte besonderes Wissen. Man musste Erze erkennen, Brennstoffe beschaffen, hohe Temperaturen erreichen und den Guss beherrschen. Dadurch entstanden Tätigkeiten, die viel Erfahrung voraussetzten. Archäologische Funde zeigen, dass Metallhandwerk in manchen Regionen sehr gut organisiert war.
Von Erz zu Werkzeug: eine lange Herstellungskette
Bis aus Erz ein fertiges Bronzebeil wurde, waren viele Arbeitsschritte nötig. Zuerst mussten geeignete Erze gefunden und abgebaut werden. Danach mussten die Metalle gewonnen, transportiert, geschmolzen, gemischt und gegossen werden. Schließlich wurde das Werkstück nachbearbeitet und oft mit einem Griff aus Holz oder einem anderen organischen Material verbunden.
Diese Abfolge wird als metallurgische Herstellungskette beschrieben. Sie zeigt, warum Bronze nicht einfach „hergestellt werden konnte“, sobald jemand Feuer hatte. Es waren Rohstoffe, Brennmaterial, Fachwissen, Werkzeuge und Kontakte zu anderen Regionen nötig.

Das Schwert wurde in der Bronzezeit zu einer besonderen Waffe. Anders als ein Messer oder ein Beil ist ein Schwert vor allem für den Kampf gedacht. Bronzeschwerter zeigen deshalb nicht nur technische Fähigkeiten. Sie können auch Hinweise auf Prestige, bewaffnete Gruppen und Konflikte geben. Archäologinnen und Archäologen müssen dabei vorsichtig sein: Eine Waffe im Grab beweist nicht automatisch, wie häufig tatsächlich gekämpft wurde.
Warum Handel so wichtig war
Kupfer und Zinn kommen nicht überall vor. Gerade Zinn war in vielen Gegenden selten. Deshalb mussten Rohstoffe über große Entfernungen bewegt werden. Daraus entstanden weitreichende Austausch- und Handelsnetze.
Über solche Netzwerke wurden nicht nur Metalle weitergegeben. Auch Bernstein, Salz, Gold, besondere Keramik, Schmuck, Werkzeuge und vermutlich viele organische Waren wechselten den Besitzer. Gleichzeitig konnten sich Formen, Techniken, Ideen und Bräuche verbreiten.

Man darf sich diesen Handel nicht wie einen heutigen Lastwagenverkehr vorstellen. Waren konnten in vielen einzelnen Etappen von Gruppe zu Gruppe weitergegeben werden. Flüsse, Wege durch Gebirge und günstige Übergänge spielten dabei eine wichtige Rolle. Forschungen im heutigen Westallgäu zeigen zum Beispiel, dass die Lage an Fernverbindungen für Siedlungen bedeutsam gewesen sein kann.
Archäologinnen und Archäologen untersuchen Handelsbeziehungen auf verschiedene Weise. Sie vergleichen Formen von Gegenständen, analysieren Metalle und ihre Spurenelemente und erforschen die Herkunft von Rohstoffen. Trotzdem bleiben manche Wege und Herkunftsorte unsicher. Wissenschaftliche Aussagen können sich verändern, wenn neue Funde oder bessere Messmethoden hinzukommen.
Gesellschaftlicher Wandel
Metall war wertvoll. Wer Zugang zu Rohstoffen, Fachwissen oder wichtigen Handelswegen hatte, konnte dadurch möglicherweise Einfluss gewinnen. In einigen Regionen der frühen Bronzezeit finden Archäologinnen und Archäologen sehr reich ausgestattete Gräber und große Hortfunde. Das spricht für deutliche Unterschiede in Besitz, Ansehen und Macht.
Ein Beispiel ist die frühbronzezeitliche Fundlandschaft in Mitteldeutschland. Orte wie Dieskau, Leubingen, Helmsdorf und der Bornhöck zeigen, dass einzelne Personen oder Gruppen über außergewöhnlich viele wertvolle Gegenstände verfügen konnten.

Solche Gräber werden in der Forschung manchmal als „Fürstengräber“ bezeichnet. Der Begriff bedeutet nicht, dass es dort Fürsten im späteren mittelalterlichen Sinn gab. Er beschreibt besonders aufwendige Bestattungen, die auf eine gesellschaftlich herausgehobene Stellung hindeuten.
Auch Hortfunde sind wichtig. Ein Hort ist eine Gruppe von Gegenständen, die gemeinsam niedergelegt wurde. Manche Horte könnten Vorräte oder versteckte Werte gewesen sein. Andere könnten als Opfer oder aus religiösen Gründen niedergelegt worden sein. Die genaue Bedeutung lässt sich nicht immer sicher bestimmen.
Alltag: Die meisten Menschen lebten nicht vom Metallhandel
Trotz der Bedeutung von Bronze bestand der Alltag vieler Menschen vor allem aus Landwirtschaft, Viehzucht, Hausarbeit und Handwerk. Angebaut wurden verschiedene Getreidearten. Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen gehörten zu den wichtigen Haustieren.
Häuser bestanden meist aus Holz, Lehm, Stroh und anderen vergänglichen Materialien. Deshalb bleiben davon oft nur Pfostenlöcher, Gruben oder Bodenverfärbungen erhalten. Aus solchen Spuren rekonstruieren Archäologinnen und Archäologen ganze Hausgrundrisse.
In manchen Regionen Süddeutschlands und des Alpenvorlands gab es Siedlungen an Seen und Feuchtgebieten. Rekonstruktionen wie im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen helfen dabei, sich solche Lebenswelten vorzustellen.

Kleidung wurde aus Wolle, Pflanzenfasern oder Leder hergestellt. Webgewichte und Spinnwirtel zeigen, dass Textilherstellung zum Alltag gehörte. Keramikgefäße dienten zum Kochen, Lagern und Transportieren. Viele Arbeiten, die für das tägliche Leben entscheidend waren, hinterließen weniger auffällige Spuren als Gold oder Bronze.
Die Himmelsscheibe von Nebra
Zu den berühmtesten Funden der europäischen Bronzezeit gehört die Himmelsscheibe von Nebra. Sie wurde auf dem Mittelberg bei Nebra im heutigen Sachsen-Anhalt gefunden. Die Bronzescheibe trägt Goldauflagen, die als Himmelserscheinungen gedeutet werden.

Zu erkennen sind eine runde Goldscheibe, eine Mondsichel und zahlreiche Sterne. Eine Gruppe von sieben Sternen wird häufig mit den Plejaden verbunden. Später wurden weitere Goldbögen angebracht. Die Himmelsscheibe zeigt, dass Menschen der Bronzezeit Himmelsbeobachtungen mit religiösen Vorstellungen und praktischem Wissen verbinden konnten.
Die Scheibe wurde zusammen mit wertvollen Bronzegegenständen niedergelegt. Ihre Niederlegung wird ungefähr in die Zeit um 1600 v. Chr. eingeordnet. Die Himmelsscheibe gehört zu den bekanntesten Zeugnissen der frühen Bronzezeit in Mitteleuropa.
Gold, Prestige und besondere Gegenstände
Neben Bronze spielte auch Gold eine Rolle. Gold war weich und deshalb für viele Werkzeuge ungeeignet. Für Schmuck, Verzierungen und besondere Zeichen von Rang oder religiöser Bedeutung war es dagegen gut geeignet.
Ein außergewöhnlicher Fund ist der Goldene Hut von Schifferstadt aus dem heutigen Rheinland-Pfalz. Er stammt aus der späten Bronzezeit und besteht aus dünnem Goldblech.

Solche seltenen Gegenstände zeigen, dass große Mengen an Arbeit und wertvollem Material in einzelne Objekte investiert werden konnten. Wer sie trug oder verwendete, hatte vermutlich eine besondere Stellung. Welche genaue Bedeutung die Goldhüte hatten, wird jedoch weiterhin erforscht.
Siedlungen, Schutz und Konflikte
Die meisten Menschen lebten in Höfen und kleineren Siedlungen. Daneben gab es auch befestigte Plätze. Mauern, Gräben oder Wälle konnten Schutz bieten und zugleich Macht sichtbar machen.
In der Bronzezeit wurden Waffen wie Schwerter, Speere und Beile hergestellt. Das kann auf bewaffnete Auseinandersetzungen hinweisen. Gleichzeitig konnten Waffen auch Statussymbole sein. Deshalb ist es wichtig, Funde immer zusammen mit ihrem Fundort und weiteren Spuren zu untersuchen.
Bestattungen und Urnenfelder
Bestattungsbräuche veränderten sich im Laufe der Bronzezeit. In manchen Phasen wurden Tote unter Grabhügeln bestattet. In der späten Bronzezeit verbreitete sich in vielen Gebieten die Einäscherung. Die verbrannten Überreste wurden häufig in Urnen beigesetzt.
Große Friedhöfe mit vielen solchen Urnengräbern gaben der Urnenfelderkultur ihren Namen. Dieser Begriff bezeichnet keine einheitliche Bevölkerung in ganz Europa, sondern archäologische Gruppen mit ähnlichen Bestattungssitten und Sachformen.
Veränderungen bei Bestattungen helfen der Forschung, zeitliche Entwicklungen zu erkennen. Gleichzeitig erinnern sie daran, dass Religion und Vorstellungen vom Tod wichtige Teile des Lebens waren.
Vom Bronze- zum Eisenzeitalter
Ab dem Ende der Bronzezeit gewann Eisen in Mitteleuropa zunehmend an Bedeutung. Der Übergang verlief nicht überall gleichzeitig. Bronze verschwand auch nicht sofort. Beide Metalle wurden eine Zeit lang nebeneinander verwendet.
Um etwa 800 v. Chr. beginnt in vielen Teilen Mitteleuropas die Eisenzeit. Damit endet die Bronzezeit als archäologische Epoche. Viele Entwicklungen der Bronzezeit – Fernhandel, spezialisierte Handwerke, soziale Unterschiede und befestigte Siedlungen – wirkten jedoch weiter.
Was Archäologie sicher weiß – und was offen bleibt
Für die Bronzezeit im Gebiet des heutigen Deutschlands gibt es kaum Schriftquellen aus den betroffenen Gesellschaften selbst. Das Wissen stammt deshalb vor allem aus archäologischen Funden und Befunden.
Ein Bronzeschwert ist ein Fund. Seine Lage in einem Grab oder Hort ist Teil des Befundes. Erst durch den Zusammenhang können Forschende Fragen beantworten: Wem gehörte es? Warum wurde es niedergelegt? War es benutzt? Woher stammte das Metall?
Wichtig ist deshalb die Unterscheidung zwischen Beobachtung und Deutung. Ein reich ausgestattetes Grab kann sicher beobachtet werden. Die Aussage, dass die bestattete Person politische Macht ausübte, ist dagegen eine begründete Deutung. Gute Geschichtsforschung macht diesen Unterschied sichtbar.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Woraus bestand Bronze in der Bronzezeit häufig? (Aus Kupfer und Zinn) (!Aus Eisen und Aluminium) (!Aus Gold und Silber) (!Aus Stein und Ton)
In welchem ungefähren Zeitraum liegt die Bronzezeit in Mitteleuropa? (Etwa 2200 bis 800 v. Chr.) (!Etwa 800 bis 1500 n. Chr.) (!Etwa 10.000 bis 8000 v. Chr.) (!Etwa 1500 bis 1800 n. Chr.)
Warum war Fernhandel für die Bronzeherstellung wichtig? (Kupfer und Zinn waren nicht überall verfügbar) (!Bronze konnte nur am Meer gegossen werden) (!Metall durfte nur im Ausland hergestellt werden) (!Alle Dörfer besaßen dieselben Erzvorkommen)
Wozu diente eine Gussform? (Zum Formen von flüssigem Metall) (!Zum Mahlen von Getreide) (!Zum Weben von Kleidung) (!Zum Trocknen von Holz)
Was können besonders reiche Gräber anzeigen? (Gesellschaftliche Unterschiede und herausgehobene Stellung) (!Dass alle Menschen gleich reich waren) (!Dass es keine Arbeitsteilung gab) (!Dass Bronze wertlos war)
Was ist die Himmelsscheibe von Nebra? (Eine Bronzescheibe mit goldenen Himmelsdarstellungen) (!Eine eisenzeitliche Münze) (!Eine mittelalterliche Landkarte) (!Eine römische Sonnenuhr)
Was ist ein Hortfund? (Eine gemeinsam niedergelegte Gruppe von Gegenständen) (!Ein modernes Museumsmagazin) (!Ein einzelnes zufällig verlorenes Samenkorn) (!Eine schriftliche Urkunde)
Wovon lebten viele Menschen im Alltag der Bronzezeit? (Von Landwirtschaft und Viehzucht) (!Nur vom Fernhandel) (!Nur vom Goldabbau) (!Nur vom Waffenschmieden)
Warum ist die Formulierung Gebiet des heutigen Deutschlands wichtig? (Weil es den Staat Deutschland in der Bronzezeit noch nicht gab) (!Weil Deutschland damals Teil des Römischen Reiches war) (!Weil es damals keine Menschen in Mitteleuropa gab) (!Weil die Bronzezeit erst im Mittelalter begann)
Welche Entwicklung kennzeichnet den Übergang zur Eisenzeit? (Eisen wurde für Werkzeuge und Waffen zunehmend wichtiger) (!Metalle wurden vollständig aufgegeben) (!Bronze wurde durch Kunststoff ersetzt) (!Landwirtschaft verschwand)
Memory
| Bronze | Legierung aus Kupfer und Zinn |
| Gussform | Form für flüssiges Metall |
| Hortfund | Gemeinsam niedergelegter Fundkomplex |
| Bernstein | Wertvolles Fernhandelsgut |
| Himmelsscheibe | Darstellung von Himmelserscheinungen |
| Fürstengrab | Besonders reich ausgestattete Bestattung |
| Pfahlbausiedlung | Siedlungsform an Seen und Feuchtgebieten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Kupfer | Metallrohstoff |
| Zinn | Legierungsbestandteil |
| Bronze | Metalllegierung |
| Bernstein | Fernhandelsgut |
| Gussform | Werkzeug der Metallverarbeitung |
Kreuzworträtsel
| Bronze | Welche Legierung gab einer ganzen Epoche ihren Namen? |
| Kupfer | Welches Metall ist der wichtigste Grundbestandteil vieler Bronzen? |
| Bernstein | Welches gelbliche Material wurde über weite Strecken gehandelt? |
| Gussform | Worin wurde flüssiges Metall in eine gewünschte Form gebracht? |
| Nebra | Welcher Ort ist mit der berühmten Himmelsscheibe verbunden? |
| Archäologie | Welche Wissenschaft untersucht Funde und Befunde vergangener Gesellschaften? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bronzezeit-Zeitstrahl: Gestalte einen Zeitstrahl von der Jungsteinzeit über die Bronzezeit bis zur Eisenzeit und markiere den Zeitraum der Bronzezeit in Mitteleuropa.
- Bronze erklären: Zeichne Kupfer und Zinn als zwei Ausgangsstoffe und erkläre in drei einfachen Sätzen, was eine Legierung ist.
- Fundstück beschreiben: Wähle ein Bild eines Bronzebeils, Schwertes oder Schmuckstücks aus dem aiMOOC und beschreibe Form, Material und mögliche Nutzung.
- Alltag in der Bronzezeit: Zeichne eine Szene mit Haus, Feld, Tieren und Handwerk und beschrifte mindestens sechs Elemente.
Standard
- Handelsnetz der Bronzezeit: Erstelle eine Karte mit möglichen Wegen für Kupfer, Zinn und Bernstein. Begründe, warum Flüsse und Gebirgspässe wichtig gewesen sein könnten.
- Bronzeguss-Modell: Entwickle mit Knete, Wachs oder ungefährlichem Bastelmaterial ein Modell einer zweiteiligen Gussform. Verwende kein echtes geschmolzenes Metall.
- Archäologie-Interview: Formuliere acht Fragen an eine Archäologin oder einen Archäologen darüber, wie man Herkunft und Alter eines Metallfundes untersucht.
- Himmelsscheibe untersuchen: Erstelle eine beschriftete Zeichnung der Himmelsscheibe von Nebra und trenne deutlich zwischen sichtbaren Merkmalen und wissenschaftlichen Deutungen.
Schwer
- Gesellschaftlicher Wandel: Entwickle ein Wirkungsdiagramm mit den Begriffen Rohstoffe, Handel, Fachwissen, Reichtum, Macht und soziale Unterschiede. Erkläre mindestens zwei mögliche Ursache-Wirkungs-Ketten.
- Hortfund-Fallanalyse: Erfinde einen fiktiven, aber realistischen Bronzehort mit zehn Objekten. Formuliere drei verschiedene Deutungen, warum er niedergelegt wurde, und nenne jeweils passende Belege.
- Museumsprojekt Bronzezeit: Plane eine kleine Ausstellung für Deine Schule mit fünf Stationen zu Metall, Handel, Alltag, Gesellschaft und Religion. Formuliere für jede Station eine Leitfrage.
- Forschungsdebatte: Recherchiere eine offene Frage zur Bronzezeit, zum Beispiel die Herkunft des Zinns oder die Bedeutung eines besonderen Fundes. Stelle gesicherte Ergebnisse, Vermutungen und offene Fragen getrennt dar.


Lernkontrolle
- Bronze und Handel: Erkläre, warum die Erfindung oder Nutzung von Bronze weitreichende Handelskontakte fördern konnte. Stelle mindestens drei miteinander verbundene Schritte dar.
- Fund und Deutung: Ein Grab enthält ein Schwert, Goldschmuck und mehrere Bronzegefäße. Erkläre, was man sicher beobachten kann und welche Aussagen über die Person nur Deutungen sind.
- Gesellschaft und Rohstoffe: Beurteile die Aussage: „Wer Metall kontrollierte, kontrollierte automatisch die ganze Gesellschaft.“ Zeige, warum diese Aussage zu einfach ist.
- Alltag und Archäologie: Erkläre, warum wir über Bronzeobjekte oft mehr wissen als über Kleidung oder Holzgeräte, obwohl letztere für den Alltag sehr wichtig waren.
- Handelsweg planen: Beschreibe, welche Landschaftsformen für den Transport wertvoller Güter günstig oder schwierig gewesen sein könnten. Begründe Deine Auswahl.
- Epochenwandel: Erkläre, warum der Beginn der Eisenzeit nicht bedeutet, dass Bronze von einem Tag auf den anderen verschwand.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Begriffe kennst, sondern Zusammenhänge erklären kannst.
- Bronze: Du kannst erklären, was Bronze ist und warum Kupfer und Zinn für ihre Herstellung wichtig waren.
- Metallurgie: Du kannst die wichtigsten Schritte vom Rohstoff bis zum fertigen Metallgegenstand beschreiben.
- Handel: Du kannst erklären, warum Rohstoffvorkommen Fernkontakte förderten.
- Gesellschaft: Du kannst erläutern, wie Metall, Reichtum und Zugang zu Handelswegen mit sozialen Unterschieden zusammenhängen konnten.
- Archäologische Quellen: Du kannst zwischen Fund, Befund und wissenschaftlicher Deutung unterscheiden.
- Himmelsscheibe von Nebra: Du kannst ihre wichtigsten sichtbaren Merkmale beschreiben und ihre Bedeutung für die Forschung einordnen.
- Alltag in der Bronzezeit: Du kannst Landwirtschaft, Siedlungen und Handwerk als wichtige Bereiche des täglichen Lebens erklären.
- Bronzezeit und Eisenzeit: Du kannst den Übergang zur Eisenzeit als längeren Wandel statt als plötzlichen Bruch beschreiben.
OERs zum Thema
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