Universität Ulm - Baden-Württemberg

Universität Ulm - Baden-Württemberg
Universität Ulm - Baden-Württemberg
Die Universität Ulm ist eine staatliche Universität in Ulm in Baden-Württemberg. Sie wurde 1967 gegründet und entstand zunächst als medizinisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete Hochschule. Diese Herkunft prägt ihr Profil bis heute: Medizin, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Informatik, Psychologie, Mathematik und Wirtschaftswissenschaften sind eng miteinander verknüpft.
Dieser aiMOOC richtet sich an Lernende der gymnasialen Oberstufe und des Studiums. Du lernst die Universität nicht nur als Studienort kennen, sondern als Beispiel dafür, wie moderne Wissenschaft funktioniert: Forschung wird interdisziplinär organisiert, Daten werden ausgewertet, Hypothesen geprüft, neue Technologien entwickelt und medizinische Erkenntnisse in die Versorgung übertragen.

Das Bild zeigt den Bereich am Nordeingang der Universität Ulm auf dem Oberen Eselsberg. Der Campus ist Teil der Ulmer Wissenschaftsstadt, in der Universität, Kliniken, außeruniversitäre Forschungsinstitute und technologieorientierte Unternehmen räumlich eng zusammenarbeiten.
Von der medizinisch-naturwissenschaftlichen Hochschule zur Forschungsuniversität
Die Gründungsfeier der damaligen Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Hochschule Ulm fand am 25. Februar 1967 statt. Am 4. Juli 1967 erhielt die Einrichtung die Bezeichnung Universität Ulm. Der reguläre Lehrbetrieb begann 1969. Die junge Universität sollte von Anfang an Medizin und Naturwissenschaften eng verbinden.
Diese Verbindung ist wissenschaftsgeschichtlich bedeutsam. Moderne Medizin benötigt Grundlagen aus Biologie, Chemie und Physik. Bildgebende Verfahren beruhen auf physikalischen Prinzipien, Arzneimittelentwicklung auf Chemie und Molekularbiologie, medizinische Diagnostik zunehmend auf Informatik und Statistik. Die Universität Ulm entwickelte sich deshalb von einer spezialisierten Gründung zu einer Universität mit vier Fakultäten und zahlreichen fachübergreifenden Forschungsschwerpunkten.
Der Gründungsfilm zum 50-jährigen Jubiläum zeigt historische Szenen aus dem Jahr 1967 und macht sichtbar, wie stark sich Hochschule, Campus und Wissenschaftsstadt seitdem verändert haben.
Zahlen und Struktur
Nach den offiziellen Daten der Universität waren im Wintersemester 2025/26 insgesamt 9.997 Studierende eingeschrieben. Die Universität wies zu diesem Zeitpunkt 68 Studiengänge aus. Für das Kalenderjahr 2025 wurden unter anderem 465 abgeschlossene Promotionen und Drittmittel in Höhe von ungefähr 120 Millionen Euro angegeben. Solche Drittmittel stammen beispielsweise aus Forschungsförderprogrammen, Stiftungen, öffentlichen Einrichtungen oder Kooperationen und ergänzen die Grundfinanzierung einer Universität.
| Bereich | Kennzahl |
|---|---|
| Gründung | 1967 |
| Fakultäten | 4 |
| Studierende im Wintersemester 2025/26 | 9.997 |
| Studiengänge | 68 |
| abgeschlossene Promotionen im Jahr 2025 | 465 |
| Drittmittel im Jahr 2025 | etwa 120 Millionen Euro |
Die vier Fakultäten sind die Medizinische Fakultät, die Fakultät für Naturwissenschaften, die Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie sowie die Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften. Diese Struktur zeigt, dass Technik und Naturwissenschaften in Ulm eng mit Medizin, Datenanalyse und menschlichem Verhalten verbunden werden können.

Das Gebäude der Ingenieurwissenschaften steht beispielhaft für den technischen Teil der Universität.
Medizin: Von Grundlagenforschung zur Patientenversorgung
Die Medizinische Fakultät verbindet Grundlagenforschung, klinische Forschung und ärztliche Ausbildung. Im Humanmedizinstudium spielen in den ersten Studienjahren unter anderem Anatomie, Biologie, Biochemie, Chemie, Physik und Physiologie eine Rolle. Dadurch wird deutlich: Medizin ist nicht nur eine anwendungsorientierte Disziplin, sondern baut auf naturwissenschaftlichen Modellen und experimentellen Methoden auf.
Ein wichtiger Begriff ist die translationale Forschung. Damit ist die Übertragung von Erkenntnissen zwischen Labor und medizinischer Anwendung gemeint. Ein molekularer Mechanismus, der zunächst an Zellkulturen oder Modellsystemen untersucht wird, kann beispielsweise langfristig zu neuen Diagnoseverfahren oder Therapien beitragen. Umgekehrt entstehen aus klinischen Beobachtungen neue Forschungsfragen für das Labor.
Zu den medizinischen Forschungsfeldern in Ulm gehören unter anderem molekulare Mechanismen des Alterns und altersassoziierter Erkrankungen, Hämatologie und Onkologie, Stammzellalterung, neurodegenerative Erkrankungen, Erreger-Wirt-Interaktionen sowie Trauma- und muskuloskelettale Forschung.

Die Magnetresonanztomographie ist ein gutes Beispiel für die Verbindung von Medizin, Physik, Mathematik und Informatik. Aus physikalischen Messsignalen werden mithilfe mathematischer Rekonstruktionsverfahren medizinisch interpretierbare Bilder.
Naturwissenschaften: Erklären, messen und modellieren
Die Naturwissenschaften an der Universität Ulm umfassen vor allem Biologie, Chemie und Physik. Naturwissenschaftliche Forschung arbeitet mit beobachtbaren oder messbaren Phänomenen. Dabei werden Hypothesen formuliert, Experimente geplant, Messdaten erhoben und Modelle überprüft.
Ein Experiment liefert jedoch nicht automatisch eine endgültige Wahrheit. Messungen besitzen Unsicherheiten, Ergebnisse müssen reproduzierbar sein und alternative Erklärungen müssen berücksichtigt werden. In vielen Forschungsgebieten entstehen belastbare Erkenntnisse erst durch das Zusammenspiel zahlreicher Studien.
Ein Beispiel für physikalische Grundlagenforschung ist die Quantenphysik. Quantensysteme zeigen Eigenschaften, die mit Alltagserfahrungen nicht direkt vereinbar sind. Interferenzexperimente verdeutlichen beispielsweise, dass Teilchen unter bestimmten Bedingungen Welleneigenschaften zeigen können.

Die Universität Ulm bündelt Forschung zu Quantum Science and Technology als einen ihrer Profilbereiche. Solche Arbeiten reichen von grundlegender Quantenphysik bis zu möglichen Anwendungen in Sensorik, Kommunikation, Materialwissenschaft und Informationsverarbeitung.
Green Energy: Batterien und nachhaltige Energiesysteme
Ein besonders sichtbarer Forschungsschwerpunkt ist Green Energy. Auf dem Green Energy Campus arbeiten die Universität Ulm, das Helmholtz-Institut Ulm, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg und weitere Partner an Fragen der Energiespeicherung und Energiewandlung.
Im Mittelpunkt steht unter anderem die Frage, welche Speichertechnologien nach oder neben heutigen Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt werden können. Wissenschaftlich interessant sind dabei Materialien für Elektroden und Elektrolyte, Grenzflächenprozesse, Sicherheit, Lebensdauer, Ressourcenbedarf und Recycling.

Die schematische Darstellung einer Lithium-Ionen-Zelle hilft Dir, die Grundidee elektrochemischer Energiespeicherung zu verstehen: Beim Laden und Entladen bewegen sich Ionen zwischen Elektroden, während Elektronen über den äußeren Stromkreis fließen.
Eine wichtige Rolle spielt der Exzellenzcluster POLiS – Post Lithium Storage. Der Forschungsverbund untersucht Energiespeicher jenseits etablierter Lithium-Ionen-Systeme. Nach der erfolgreichen ersten Förderperiode wurde POLiS für die Förderphase 2026 bis 2032 verlängert. In dieser Phase rücken unter anderem vollständige Zellen und die Wechselwirkungen ihrer Komponenten stärker in den Mittelpunkt.
Technik, Informatik und intelligente Systeme
Ingenieurwissenschaften und Informatik beschäftigen sich nicht nur mit einzelnen Geräten oder Programmen. Moderne technische Systeme bestehen aus Sensoren, Datenverarbeitung, mathematischen Modellen, Software und Aktoren. Beispiele sind medizinische Assistenzsysteme, Kommunikationssysteme, Robotik oder automatisiertes Fahren.
Beim automatisierten Fahren muss ein System seine Umgebung erfassen, Objekte erkennen, Situationen bewerten und sichere Handlungen planen. Dafür werden Methoden aus Elektrotechnik, Informatik, Künstliche Intelligenz, Signalverarbeitung und Regelungstechnik kombiniert.
Gerade an solchen Anwendungen wird deutlich, dass technische Forschung immer auch gesellschaftliche Fragen berührt. Ein leistungsfähiger Algorithmus ist nicht automatisch ein verantwortbares System. Sicherheit, Datenschutz, Erklärbarkeit, mögliche Fehler und die Verteilung von Verantwortung müssen mitgedacht werden.
Von Daten zu Wissen: Data Science und Künstliche Intelligenz
Der Profilbereich From Data to Knowledge beschäftigt sich damit, wie aus großen und komplexen Datenmengen belastbare Erkenntnisse entstehen. Dazu gehören methodische Grundlagen der Data Science, maschinelles Lernen, Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen ebenso wie Anwendungen in Medizin, Naturwissenschaft und Technik.
Der Unterschied zwischen Daten und Wissen ist zentral. Daten sind zunächst Messwerte, Beobachtungen oder digitale Repräsentationen. Erst durch Auswahl, Qualitätskontrolle, statistische Analyse, Modellbildung und fachliche Interpretation entstehen begründete Aussagen.
In der Medizin können beispielsweise Bilddaten, Labordaten oder klinische Verlaufsdaten ausgewertet werden. In der Batterieforschung entstehen Messreihen zu Materialien und Zellen. Im automatisierten Fahren müssen Sensordaten in Echtzeit interpretiert werden. In all diesen Fällen gilt: Ein Modell ist nur so zuverlässig wie seine Datenbasis, seine Validierung und die Bedingungen, unter denen es eingesetzt wird.

Digitale Infrastruktur ist für moderne Forschung unverzichtbar. Sie ermöglicht Datenverarbeitung, Simulation, Speicherung, Austausch und wissenschaftliche Kommunikation.
Life Long Health: Gesundheit über die Lebensspanne
Der Profilbereich Life Long Health richtet den Blick auf Gesundheit und Krankheit über die gesamte Lebensspanne. Dabei werden biologische Alterungsprozesse, chronische Erkrankungen, Regeneration, psychische Gesundheit und medizinische Versorgung miteinander verbunden.
Altern ist kein einzelner Mechanismus. Zellen verändern ihre Teilungsfähigkeit, Stoffwechselwege passen sich an, Gewebe regenerieren unterschiedlich gut und Umwelt- sowie Lebensstilfaktoren wirken mit genetischen Voraussetzungen zusammen. Deshalb braucht Alternsforschung Beiträge aus Molekularbiologie, Medizin, Epidemiologie, Psychologie und Datenwissenschaft.
Für Dich als Lernende oder Lernender ist dieser Profilbereich ein gutes Beispiel dafür, warum komplexe wissenschaftliche Probleme selten von nur einem Fach gelöst werden können.
Wissenschaftsstadt Ulm: Kooperation statt Fachgrenzen
Die Universität liegt auf dem Oberen Eselsberg in einer Wissenschaftsstadt mit Kliniken, Forschungsinstituten und technologieorientierten Einrichtungen. Solche räumlichen Netzwerke erleichtern gemeinsame Projekte, den Austausch von Geräten und Methoden sowie den Transfer von Wissen in Anwendungen.

Eine Kooperation kann beispielsweise so aussehen: Chemikerinnen und Chemiker entwickeln ein neues Material, Physiker untersuchen dessen Eigenschaften, Ingenieurinnen konstruieren Messsysteme, Informatiker analysieren die Daten und Unternehmen prüfen die technische Skalierbarkeit. In der Medizin kann eine ähnliche Kette vom molekularen Mechanismus bis zu einer klinischen Studie führen.
Interdisziplinarität bedeutet dabei nicht, dass Fachwissen unwichtig wird. Im Gegenteil: Zusammenarbeit funktioniert besonders gut, wenn die beteiligten Disziplinen ihre eigenen Methoden beherrschen und zugleich lernen, Ergebnisse in einer gemeinsamen wissenschaftlichen Sprache auszutauschen.
Studieren und Forschen: Was verändert sich gegenüber der Schule?
In der Oberstufe sind Aufgaben häufig so gestellt, dass es eine bekannte Lösung gibt. In der Forschung ist das anders. Eine wissenschaftliche Frage ist interessant, weil ihre Antwort noch nicht vollständig bekannt ist.
Im Studium lernst Du deshalb zunehmend, Originalquellen zu lesen, Messdaten zu beurteilen, Methoden kritisch zu vergleichen und wissenschaftlich zu argumentieren. Praktika und Laborarbeiten vermitteln nicht nur Techniken, sondern auch den Umgang mit Messfehlern, Dokumentation und Sicherheitsregeln.
Eine gute wissenschaftliche Aussage unterscheidet zwischen Beobachtung, Interpretation und Schlussfolgerung. Wenn Daten eine Hypothese unterstützen, ist das nicht dasselbe wie ein endgültiger Beweis. Wissenschaftliche Modelle gelten unter bestimmten Voraussetzungen und können durch bessere Daten oder neue Theorien verändert werden.
Gute wissenschaftliche Praxis
Gute wissenschaftliche Praxis ist eine Grundlage jeder Universität. Dazu gehören nachvollziehbare Dokumentation, ehrlicher Umgang mit Daten, korrekte Quellenangaben, transparente Methoden und die klare Kennzeichnung eigener und fremder Beiträge.
Auch Peer Review spielt eine wichtige Rolle. Wissenschaftliche Arbeiten werden häufig vor der Veröffentlichung von anderen Fachleuten beurteilt. Dieses Verfahren kann Fehler reduzieren und Argumentationen verbessern, ist aber ebenfalls nicht unfehlbar.
Für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz gelten dieselben Grundprinzipien: Ein KI-System kann Ideen ordnen oder Texte unterstützen, aber wissenschaftliche Verantwortung bleibt bei den Menschen, die Ergebnisse prüfen, Quellen kontrollieren und Aussagen vertreten.
Campus, Bibliothek und Wissenschaftskultur
Eine Universität besteht nicht nur aus Laboren. Bibliotheken, Rechenzentren, Hörsäle, studentische Initiativen, Kunst und öffentliche Veranstaltungen gehören ebenfalls zur Wissenschaftskultur.

Die Bibliothek der Universität ist Teil des Kommunikations- und Informationszentrums. Wissenschaftliche Bibliotheken stellen Fachliteratur, Datenbanken und elektronische Publikationen bereit und unterstützen damit Studium, Forschung und Open Access.
Auch Kunst ist auf dem Campus sichtbar. Der Kunstpfad am Oberen Eselsberg verbindet wissenschaftliche Arbeitsorte mit Skulpturen im öffentlichen Raum.

Wissenschaft lebt außerdem davon, Ergebnisse öffentlich zu vermitteln. Vorträge, Wissenschaftstage und Medienangebote helfen dabei, Forschung für Menschen außerhalb eines Spezialgebiets verständlich und diskutierbar zu machen.
Quellen und Datenstand
Die statistischen Angaben beziehen sich, soweit angegeben, auf das Wintersemester 2025/26 beziehungsweise das Kalenderjahr 2025. Forschungsprofile und institutionelle Beschreibungen entsprechen dem öffentlich dokumentierten Stand 2026.
- Universität Ulm: Daten und Fakten
- Universität Ulm: Geschichte der Universität
- Universität Ulm: Forschung
- Universität Ulm: Green Energy Campus
- Universität Ulm: Exzellenzstrategie
- Universität Ulm: Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welchem Jahr wurde die Universität Ulm gegründet? (1967) (!1949) (!1978) (!1990)
Welche fachliche Ausrichtung prägte die Gründung der Universität Ulm besonders? (Medizin und Naturwissenschaften) (!Rechtswissenschaft und Theologie) (!Archäologie und Kunstgeschichte) (!Sportwissenschaft und Musik)
Wie viele Fakultäten hat die Universität Ulm laut Datenstand 2026? (Vier) (!Zwei) (!Sechs) (!Acht)
Welcher Profilbereich beschäftigt sich mit nachhaltiger Energiespeicherung? (Green Energy) (!Life Long Health) (!Sprachwissenschaft) (!Kunstgeschichte)
Was untersucht der Exzellenzcluster POLiS? (Energiespeicherung jenseits etablierter Lithium-Ionen-Systeme) (!Mittelalterliche Stadtgeschichte) (!Spracherwerb im Kindesalter) (!Planetare Geologie)
Was beschreibt translationale Forschung am besten? (Die Verbindung von Grundlagenforschung und medizinischer Anwendung) (!Die Übersetzung wissenschaftlicher Texte in Fremdsprachen) (!Die Verwaltung von Semesterbeiträgen) (!Die Planung von Hochschulgebäuden)
Welcher Bereich verbindet große Datenmengen mit Methoden der KI und Data Science? (From Data to Knowledge) (!Kunstpfad) (!Universitätschor) (!Studierendenwerk)
Warum ist Interdisziplinarität für moderne Forschung wichtig? (Weil komplexe Probleme Wissen und Methoden mehrerer Fächer benötigen) (!Weil Fachwissen dadurch überflüssig wird) (!Weil Experimente dadurch nicht mehr nötig sind) (!Weil wissenschaftliche Ergebnisse nicht mehr geprüft werden müssen)
Welche Aussage gehört zur guten wissenschaftlichen Praxis? (Methoden und Daten nachvollziehbar dokumentieren) (!Unpassende Messwerte ohne Begründung löschen) (!Quellenangaben grundsätzlich weglassen) (!Ergebnisse vor der Auswertung festlegen)
Was ist ein Kennzeichen wissenschaftlicher Forschung? (Hypothesen werden anhand von Daten und Methoden überprüft) (!Jede Vermutung gilt automatisch als bewiesen) (!Ein einzelnes Experiment liefert immer endgültige Wahrheit) (!Messunsicherheiten dürfen nicht angegeben werden)
Memory
| Universität Ulm | Gründung im Jahr 1967 |
| Green Energy | nachhaltige Energiespeicherung und Energiewandlung |
| Quantum Science and Technology | Forschung an quantenphysikalischen Systemen |
| Life Long Health | Gesundheit über die gesamte Lebensspanne |
| From Data to Knowledge | datengetriebene Forschung und Künstliche Intelligenz |
| Translation | Übertragung zwischen Grundlagenforschung und Anwendung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Medizinische Fakultät | klinische und biomedizinische Forschung |
| Naturwissenschaften | Biologie, Chemie und Physik |
| Ingenieurwissenschaften | technische Systeme und Anwendungen |
| POLiS | Post-Lithium-Energiespeicherung |
| Data Science | Gewinnung von Erkenntnissen aus Daten |
Kreuzworträtsel
| Eselsberg | Auf welchem Ulmer Höhenzug liegt der zentrale Universitätscampus? |
| Translation | Wie heißt die Übertragung von Erkenntnissen zwischen Grundlagenforschung und Anwendung? |
| Batterie | Welcher Energiespeicher steht im Mittelpunkt von POLiS? |
| Quantenoptik | Welches Forschungsfeld verbindet Licht und quantenphysikalische Effekte? |
| Informatik | Welche Disziplin entwickelt unter anderem Algorithmen und Softwaresysteme? |
| Promotion | Wie heißt der akademische Qualifikationsweg zur Doktorwürde? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Campusprofil: Erstelle eine digitale Karte oder ein Schaubild, das Universität, Universitätsklinikum und wichtige Forschungseinrichtungen der Wissenschaftsstadt Ulm räumlich miteinander verbindet.
- Forschungssteckbrief: Wähle Green Energy, Quantum Science and Technology, Life Long Health oder From Data to Knowledge und gestalte einen einseitigen Steckbrief mit Forschungsfrage, Methoden und möglichem gesellschaftlichem Nutzen.
- Medienanalyse: Wähle eines der eingebetteten Videos und fasse in eigenen Worten zusammen, welche wissenschaftlichen Fragen darin vorgestellt werden.
- Bildanalyse: Vergleiche zwei Campusbilder und untersuche, welche Vorstellungen von Universität, Technik oder Wissenschaft durch Architektur und Gestaltung vermittelt werden.
Standard
- Batterieforschung: Entwickle eine Infografik, die den Weg von einer Materialidee bis zu einer getesteten Batteriezelle zeigt.
- Medizinische Translation: Erfinde ein realistisches Beispiel für eine biomedizinische Entdeckung und beschreibe, welche Forschungsschritte nötig wären, bevor daraus eine Therapie werden könnte.
- Datenkritik: Entwirf ein Beispiel dafür, wie fehlerhafte oder einseitige Trainingsdaten zu problematischen Ergebnissen eines KI-Systems führen können.
- Wissenschaftsinterview: Formuliere zehn Interviewfragen für eine Forscherin oder einen Forscher zu Forschungsalltag, Fehlerkultur, Teamarbeit und wissenschaftlicher Verantwortung.
Schwer
- Forschungsdesign: Entwickle zu einer selbst gewählten medizinischen oder naturwissenschaftlichen Frage ein Untersuchungsdesign mit Hypothese, Variablen, Kontrollbedingungen und möglicher statistischer Auswertung.
- Interdisziplinäres Projekt: Plane ein Projekt zur nachhaltigen Mobilität, an dem mindestens drei Fachgebiete der Universität Ulm beteiligt wären. Begründe den Beitrag jedes Fachs.
- Wissenschaftsethik: Diskutiere an einem Beispiel aus KI, Medizin oder Batterieforschung, welche Zielkonflikte zwischen Innovation, Sicherheit, Datenschutz, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Nutzen entstehen können.
- Quellenprüfung: Vergleiche eine offizielle Universitätsquelle, einen wissenschaftlichen Fachartikel und einen populärwissenschaftlichen Beitrag zu demselben Forschungsthema. Bewerte Sprache, Belege, Zielgruppe und Aussagekraft.


Lernkontrolle
- Forschung und Gesellschaft: Erkläre anhand eines Ulmer Forschungsschwerpunkts, wie Grundlagenforschung, technische Entwicklung und gesellschaftliche Anwendung miteinander verbunden sein können.
- Interdisziplinarität beurteilen: Analysiere ein medizinisches Problem, das ohne Beiträge aus Naturwissenschaften, Informatik oder Technik nur unvollständig untersucht werden könnte.
- Daten zu Wissen: Beschreibe anhand eines selbst gewählten Beispiels, welche Schritte notwendig sind, damit aus Messdaten eine belastbare wissenschaftliche Aussage entsteht.
- Wissenschaftliche Unsicherheit: Erkläre, warum Messunsicherheit und vorläufige Ergebnisse keine Schwäche der Wissenschaft darstellen, sondern Teil wissenschaftlicher Erkenntnisprozesse sind.
- Innovation bewerten: Entwickle Kriterien, mit denen Du eine neue Batterie-, KI- oder Medizintechnologie nicht nur nach Leistungsfähigkeit, sondern auch nach Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung beurteilen würdest.
- Universität als Netzwerk: Beurteile, welche Vorteile und möglichen Herausforderungen entstehen, wenn Universität, Kliniken, Forschungsinstitute und Unternehmen eng zusammenarbeiten.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du nicht nur einzelne Fakten kennst, sondern wissenschaftliche Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.
- Geschichte der Universität Ulm: Gründung 1967 und medizinisch-naturwissenschaftlicher Ausgangspunkt
- Fakultäten der Universität Ulm: grundlegende Struktur und fachliche Vernetzung
- Forschungsprofil: Green Energy, Quantum Science and Technology, Life Long Health und From Data to Knowledge
- Translationale Forschung: Verbindung von Grundlagenforschung und medizinischer Anwendung
- Energiespeicherung: Grundidee moderner Batterieforschung und Bedeutung von POLiS
- Data Science: Weg von Daten zu überprüfbaren Erkenntnissen
- Interdisziplinarität: Zusammenarbeit mehrerer Fächer bei komplexen Forschungsfragen
- Gute wissenschaftliche Praxis: Dokumentation, Quellen, Transparenz und kritische Prüfung
- Wissenschaftskommunikation: verständliche, aber sachlich korrekte Vermittlung von Forschung
- Transferleistung: Anwendung der Konzepte auf neue Beispiele aus Medizin, Naturwissenschaft und Technik
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