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Das Großherzogtum Baden - Baden-Württemberg

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Das Großherzogtum Baden - Baden-Württemberg




Das Großherzogtum Baden - Baden-Württemberg


Einleitung

Das Großherzogtum Baden bestand von 1806 bis 1918. Es lag im deutschen Südwesten und erstreckte sich über ein langgezogenes Gebiet am Oberrhein vom Bodensee bis in die Nähe von Mannheim. Seine Hauptstadt war Karlsruhe. Baden gehörte zunächst zum Rheinbund, nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft zum Deutschen Bund und ab 1871 zum Deutschen Kaiserreich.

Die Geschichte Badens ist besonders spannend, weil sich hier zentrale Fragen des 19. Jahrhunderts beobachten lassen: Wie entwickelte sich aus einer Fürstenherrschaft ein Verfassungsstaat? Wer durfte politisch mitbestimmen? Warum verlangten Menschen Freiheit, nationale Einheit und Demokratie? Weshalb kam es 1848 und 1849 zu einer Revolution? Und welche Spuren des historischen Badens finden sich noch im heutigen Baden-Württemberg?

In diesem aiMOOC untersuchst Du Staat, Gesellschaft und politische Entwicklung des Großherzogtums Baden. Dabei geht es nicht nur um Jahreszahlen und Herrscher, sondern besonders um politische Teilhabe, gesellschaftliche Veränderungen, Konflikte und den langen Weg zur Demokratie.

Die Karte zeigt die Form Badens vom frühen 19. Jahrhundert bis 1945. Auffällig ist das schmale, langgestreckte Staatsgebiet entlang des Rheins.


Von der Markgrafschaft zum Großherzogtum

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die politische Landkarte Europas durch Napoleon Bonaparte stark verändert. Baden gehörte zu den deutschen Staaten, die zunächst von Napoleons Politik profitierten. Das Herrschaftsgebiet wurde durch zahlreiche ehemals selbstständige geistliche und weltliche Territorien erheblich vergrößert.

1806 entstand das Großherzogtum Baden. Sein erster Großherzog war Karl Friedrich von Baden. Baden war Mitglied des von Napoleon dominierten Rheinbundes. Nach Napoleons Niederlage blieb das vergrößerte Baden bestehen und wurde 1815 Mitglied des Deutschen Bundes.

Damit stand die Regierung vor einer schwierigen Aufgabe: Menschen aus sehr unterschiedlichen ehemaligen Territorien sollten nun Einwohnerinnen und Einwohner eines gemeinsamen Staates werden. Sie hatten unterschiedliche Traditionen, Konfessionen und Rechtsordnungen. Verwaltung, Recht und politische Institutionen mussten deshalb vereinheitlicht werden.


Der Staat und die Monarchie

Baden war eine Monarchie. An der Spitze stand der Großherzog. Er besaß weitreichende politische Rechte und ernannte die Minister. Dennoch entwickelte sich Baden im Laufe des 19. Jahrhunderts von einer stark durch den Fürsten bestimmten Herrschaft zu einer konstitutionellen Monarchie. Das bedeutet: Die Herrschaft des Monarchen wurde durch eine Verfassung und politische Institutionen begrenzt.

Der Großherzog blieb Staatsoberhaupt. Gesetze und Steuern konnten jedoch zunehmend nicht mehr völlig unabhängig von einer Volksvertretung geregelt werden. Dadurch entstand ein Spannungsverhältnis zwischen monarchischer Herrschaft und politischer Mitwirkung.


Die Verfassung von 1818

Am 22. August 1818 unterzeichnete Großherzog Karl die Badische Verfassung. Sie galt für ihre Zeit als besonders fortschrittlich.

Die Verfassung regelte unter anderem die staatliche Ordnung, die Rechte der Bevölkerung und die Zusammensetzung der Badischen Ständeversammlung. Sie enthielt Grundrechte wie die Gleichheit vor dem Gesetz, den Schutz des Eigentums und die Unabhängigkeit der Gerichte.

Allerdings darfst Du die Verfassung von 1818 nicht mit einer heutigen Demokratie gleichsetzen. Die politische Macht lag weiterhin zu großen Teilen beim Großherzog. Frauen waren vollständig vom Wahlrecht ausgeschlossen, und auch bei Männern bestanden Einschränkungen.

Die Verfassung schuf dennoch einen wichtigen Raum für politische Debatten. Gerade die Zweite Kammer des badischen Landtags entwickelte sich zu einem bedeutenden Forum des Liberalismus.


Die Badische Ständeversammlung

Die Ständeversammlung bestand aus zwei Kammern.

Die Erste Kammer war stark von Adel, hohen Geistlichen und vom Großherzog bestimmten Mitgliedern geprägt. Die Zweite Kammer bestand aus gewählten Abgeordneten. Sie gewann im politischen Leben Badens besondere Bedeutung.

Abgeordnete diskutierten dort über Steuern, Verwaltung, wirtschaftliche Fragen sowie zunehmend über politische Freiheitsrechte. Die Debatten wurden öffentlich wahrgenommen und trugen zur Entstehung einer politischen Öffentlichkeit bei.

Baden entwickelte sich dadurch zu einem wichtigen Zentrum des südwestdeutschen Liberalismus. Gleichzeitig blieb die politische Ordnung widersprüchlich: Eine Volksvertretung existierte, doch der Monarch besaß weiterhin große Macht.


Gesellschaft im Großherzogtum

Die badische Gesellschaft des frühen 19. Jahrhunderts war stark gegliedert. Ein großer Teil der Bevölkerung lebte auf dem Land und arbeitete in der Landwirtschaft. Daneben gab es Handwerker, Händler, Beamte, Geistliche und eine wachsende bürgerliche Schicht.

Mit der Zeit veränderten sich Wirtschaft und Gesellschaft. Gewerbefreiheit, Industrialisierung, Eisenbahnbau und wachsende Städte führten zu neuen Berufen und sozialen Gruppen. Besonders im späteren 19. Jahrhundert entstanden größere Industriebetriebe.

Das Bürgertum gewann wirtschaftlich und kulturell an Bedeutung. Bildungsbürger, Unternehmer, Juristen, Professoren und Beamte gehörten häufig zu den Trägern liberaler Ideen.

Gleichzeitig blieben soziale Unterschiede groß. Arbeiterinnen und Arbeiter hatten häufig lange Arbeitszeiten, geringe soziale Absicherung und wenig politischen Einfluss. Aus diesen Erfahrungen entwickelten sich im späteren 19. Jahrhundert Arbeiterbewegung, Gewerkschaften und die Sozialdemokratie.


Religion und gesellschaftliche Vielfalt

Das vergrößerte Baden umfasste sowohl katholische als auch evangelische Regionen. Die Regierung musste deshalb unterschiedliche religiöse Traditionen in einem Staat zusammenführen.

Auch die rechtliche Stellung der jüdischen Bevölkerung veränderte sich. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden frühere Einschränkungen schrittweise abgebaut. 1862 erreichten jüdische Badener eine weitgehende rechtliche Gleichstellung.

Trotz gesetzlicher Verbesserungen verschwanden Vorurteile und gesellschaftliche Diskriminierung jedoch nicht automatisch. Die Entwicklung zeigt, dass rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Gleichberechtigung zwei unterschiedliche Prozesse sein können.


Liberalismus, Nationalbewegung und Vormärz

Nach 1815 verlangten viele politisch interessierte Bürger in den deutschen Staaten mehr Freiheit und nationale Einheit. Zu ihren Forderungen gehörten Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Verfassungen und stärkere Parlamente.

Diese Entwicklung wird häufig mit dem Begriff Vormärz bezeichnet. Gleichzeitig versuchten konservative Regierungen im Deutschen Bund, oppositionelle Bewegungen durch Überwachung und Zensur einzuschränken.

Auch in Baden entstand deshalb ein Konflikt zwischen liberalen und demokratischen Bewegungen auf der einen Seite und monarchisch-konservativen Kräften auf der anderen.


Die Revolution von 1848 und 1849

Baden wurde zu einem der wichtigsten Schauplätze der Revolution von 1848/49. Politische Aktivisten verlangten Freiheitsrechte, eine demokratischere Staatsordnung und teilweise die Errichtung einer Republik.

Zu den bekannten badischen Revolutionären gehörten Friedrich Hecker und Gustav Struve. Hecker versuchte im April 1848 mit bewaffneten Unterstützern einen revolutionären Umsturz auszulösen. Der sogenannte Heckeraufstand scheiterte jedoch.

Die Revolution endete damit noch nicht. Im Frühjahr 1849 kam es erneut zu einer großen Erhebung. Teile des Militärs schlossen sich der revolutionären Bewegung an. Großherzog Leopold floh zeitweise aus Karlsruhe.

Die revolutionäre Bewegung versuchte nun, eine neue politische Ordnung aufzubauen. Preußische Truppen griffen jedoch militärisch ein. Die Revolutionäre wurden besiegt. Mit der Einnahme der Festung Rastatt im Juli 1849 endete die Badische Revolution.


Warum scheiterte die Revolution?

Das Scheitern hatte mehrere Ursachen. Die revolutionären Gruppen waren politisch nicht einheitlich. Liberale, gemäßigte Verfassungsbefürworter und radikale Demokraten verfolgten teilweise unterschiedliche Ziele.

Zudem verfügten die Fürsten über militärische Macht. Besonders der Einsatz preußischer Truppen war für die Niederschlagung der Revolution in Baden entscheidend.

Viele Revolutionäre wurden verhaftet, verurteilt oder flohen ins Ausland. Zahlreiche politische Flüchtlinge wanderten in die Vereinigten Staaten aus. Dort wurden deutsche Revolutionäre der Jahre 1848 und 1849 später als Forty-Eighters bezeichnet.

Trotz ihres unmittelbaren Scheiterns blieb die Revolution historisch bedeutsam. Forderungen nach Grundrechten, parlamentarischer Mitbestimmung, nationaler Einheit und Volkssouveränität wirkten langfristig weiter.


Baden nach der Revolution

Nach der Niederschlagung der Revolution kehrte zunächst eine konservativere Politik zurück. Langfristig setzte sich die politische Modernisierung jedoch fort.

Ab den 1860er-Jahren gewann der Liberalismus wieder an Einfluss. Verwaltung und Rechtssystem wurden reformiert. 1863 richtete Baden als erster deutscher Staat eine eigenständige Verwaltungsgerichtsbarkeit ein.

Auch wirtschaftlich wandelte sich das Land. Eisenbahnen verbanden Städte und Wirtschaftsräume, Industrie und Handel wuchsen und die Bevölkerung wurde mobiler.


Baden und die deutsche Einheit

Im 19. Jahrhundert wurde zunehmend darüber gestritten, wie ein deutscher Nationalstaat aussehen sollte. Baden orientierte sich schließlich politisch an Preußen.

1871 wurde das Deutsche Kaiserreich gegründet. Baden blieb als Bundesstaat bestehen. Der Großherzog regierte weiterhin, allerdings nun innerhalb des neuen Reiches.

Großherzog Friedrich I. spielte bei der Reichsgründung eine symbolisch bedeutende Rolle. Als der preußische König Wilhelm I. im Schloss Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen wurde, brachte Friedrich I. das erste Hoch auf den neuen Kaiser aus.


Politische Entwicklung im Kaiserreich

Innerhalb des Kaiserreichs blieb Baden ein Staat mit eigenen politischen Institutionen. Liberale Parteien und später auch das katholische Zentrum sowie die Sozialdemokratie spielten eine wichtige Rolle.

Das Wahlrecht wurde schrittweise reformiert. Damit nahm die politische Beteiligung zu, auch wenn Baden bis 1918 eine Monarchie blieb.

Die gesellschaftlichen Veränderungen durch Industrialisierung und Urbanisierung führten zu neuen politischen Fragen: Arbeitsschutz, soziale Sicherheit, Bildung, Wohnverhältnisse und die Rechte der Arbeiterschaft wurden zunehmend diskutiert.


Ende des Großherzogtums 1918

Der Erste Weltkrieg führte zu enormen Belastungen. Militärische Niederlage, Versorgungskrise und politische Unzufriedenheit lösten 1918 im Deutschen Reich eine Revolution aus.

Auch in Baden endete die Monarchie. Großherzog Friedrich II. verzichtete im November 1918 auf den Thron. Damit war das Großherzogtum Baden nach 112 Jahren Geschichte beendet.

Aus dem monarchischen Staat entstand die demokratische Republik Baden. 1919 erhielt Baden eine neue republikanische Verfassung. Nun durften auch Frauen wählen und gewählt werden.


Vom historischen Baden zu Baden-Württemberg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Südwestdeutschland von amerikanischen und französischen Besatzungstruppen verwaltet. Die historischen Grenzen Badens und Württembergs wurden dabei verändert.

Es entstanden drei Länder:

  1. Württemberg-Baden: vor allem Nordwürttemberg und Nordbaden
  2. Baden: der südliche Teil Badens
  3. Württemberg-Hohenzollern: Südwürttemberg und die ehemaligen Hohenzollernschen Lande

Umstritten war, ob diese Länder wieder getrennt werden oder einen gemeinsamen Südweststaat bilden sollten.

Bei der Volksabstimmung von 1951 gab es regional sehr unterschiedliche Ergebnisse. Besonders in Südbaden war der Widerstand gegen eine Vereinigung stark. Dennoch ergab das festgelegte Abstimmungsverfahren eine Mehrheit für den neuen Südweststaat.

Am 25. April 1952 entstand das Land Baden-Württemberg.

1970 fand in den badischen Landesteilen eine weitere Volksabstimmung statt. Eine deutliche Mehrheit sprach sich nun für den Verbleib bei Baden-Württemberg aus.


Kontinuitäten und Unterschiede

Zwischen dem Großherzogtum Baden und dem heutigen Baden-Württemberg gibt es keine direkte Gleichsetzung. Das Großherzogtum war eine Monarchie, während Baden-Württemberg ein demokratisches Bundesland der Bundesrepublik Deutschland ist.

Trotzdem bestehen historische Verbindungen. Die Tradition parlamentarischer Debatten, die Verfassungsgeschichte, Erinnerungsorte der Revolution von 1848/49 und regionale Identitäten wirken bis heute fort.

Karlsruhe besitzt dabei eine besondere Bedeutung. Die ehemalige badische Residenzstadt ist heute Sitz des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs. Dadurch verbindet sich die badische Verfassungsgeschichte symbolisch mit dem modernen demokratischen Rechtsstaat.


Zeitleiste

  1. 1806: Baden wird zum Großherzogtum.
  2. 1815: Baden wird Mitglied des Deutschen Bundes.
  3. 1818: Die Badische Verfassung tritt in Kraft.
  4. 1848/49: Baden wird zu einem Zentrum der Revolution.
  5. 1849: Die Revolution wird militärisch niedergeschlagen.
  6. 1871: Baden wird Bundesstaat des Deutschen Kaiserreichs.
  7. 1918: Die Monarchie endet; Baden wird Republik.
  8. 1945: Die historischen Ländergrenzen werden durch die Besatzungszonen verändert.
  9. 1952: Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern gehen im neuen Baden-Württemberg auf.
  10. 1970: Eine erneute Abstimmung bestätigt in den badischen Gebieten den Verbleib bei Baden-Württemberg.


Bedeutung für Demokratiegeschichte

Das Großherzogtum Baden zeigt besonders deutlich, dass Demokratie nicht plötzlich entstand. Sie entwickelte sich in langen Konflikten.

Die Verfassung von 1818 eröffnete politische Beteiligungsmöglichkeiten, ließ aber die monarchische Herrschaft bestehen. Die Revolution von 1848/49 verlangte weitergehende demokratische Veränderungen, scheiterte jedoch militärisch. Im Kaiserreich wurde politische Beteiligung schrittweise ausgeweitet. Erst mit dem Ende der Monarchie 1918 entstand in Baden eine parlamentarische Republik.

Für die heutige Demokratiegeschichte ist deshalb wichtig, zwischen Verfassungsstaat, konstitutioneller Monarchie, Republik und Demokratie zu unterscheiden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Jahr entstand das Großherzogtum Baden? (1806) (!1815) (!1848) (!1871)




Welche Stadt war die Hauptstadt des Großherzogtums Baden? (Karlsruhe) (!Freiburg) (!Mannheim) (!Stuttgart)




Welche Staatsform hatte Baden nach der Verfassung von 1818? (Konstitutionelle Monarchie) (!Parlamentarische Republik) (!Direkte Demokratie) (!Bundesrepublik)




Welche Institution bildete das badische Parlament? (Badische Ständeversammlung) (!Frankfurter Nationalversammlung) (!Bundesversammlung) (!Reichsrat)




Wer gehörte zu den bekanntesten Revolutionären in Baden 1848? (Friedrich Hecker) (!Otto von Bismarck) (!Klemens Metternich) (!Wilhelm II)




Welche Festung war 1849 der letzte bedeutende Stützpunkt der badischen Revolution? (Rastatt) (!Ulm) (!Mainz) (!Koblenz)




Was forderten viele Revolutionäre von 1848? (Politische Freiheit und stärkere Volkssouveränität) (!Rückkehr zum Absolutismus) (!Abschaffung aller Parlamente) (!Wiederherstellung des Heiligen Römischen Reiches)




Zu welchem Staat gehörte Baden ab 1871 als Bundesstaat? (Deutsches Kaiserreich) (!Rheinbund) (!Norddeutscher Bund) (!Österreich-Ungarn)




Was geschah in Baden 1918? (Die Monarchie endete) (!Das Großherzogtum wurde gegründet) (!Die Verfassung von 1818 wurde beschlossen) (!Baden-Württemberg wurde gegründet)




Wann wurde Baden-Württemberg gegründet? (1952) (!1918) (!1949) (!1970)





Memory

Badische Verfassung 1818
Friedrich Hecker Revolutionär
Karlsruhe Residenzstadt
Rastatt Revolutionsfestung
Großherzog Monarch
Ständeversammlung Parlament





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Großherzogtum monarchischer Staat
Ständeversammlung politische Mitwirkung
Badische Revolution demokratischer Umsturzversuch
Republik Baden Ende der Monarchie
Baden-Württemberg südwestdeutsches Bundesland






Kreuzworträtsel

Karlsruhe Welche Stadt war die Hauptstadt des Großherzogtums Baden?
Verfassung Welches grundlegende Staatsdokument erhielt Baden 1818?
Hecker Wie hieß der bekannte badische Revolutionär Friedrich mit Nachnamen?
Rastatt Welche Festung wurde 1849 zum letzten Zentrum der Revolution?
Monarchie Welche Staatsform bestand in Baden bis 1918?
Revolution Wie nennt man einen grundlegenden politischen Umsturz?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Großherzogtum Baden entstand im Jahr

. Seine Hauptstadt war

. Im Jahr 1818 erhielt Baden eine vergleichsweise fortschrittliche

. Das Parlament des Großherzogtums wurde als Badische

bezeichnet. Besonders die Zweite Kammer entwickelte sich zu einem wichtigen Ort des politischen

. In den Jahren 1848 und 1849 wurde Baden zu einem Zentrum der deutschen

. Zu den bekannten Revolutionären gehörte Friedrich

. Der letzte große Stützpunkt der revolutionären Bewegung war die Festung

. Ab 1871 gehörte Baden als Bundesstaat zum Deutschen

. Im Jahr 1918 endete die badische

. Aus Baden wurde anschließend eine demokratische Republik. Das heutige Bundesland Baden-Württemberg entstand schließlich im Jahr

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kartenanalyse: Untersuche eine Karte des Großherzogtums Baden. Beschreibe seine Lage, Form und wichtige Nachbargebiete.
  2. Verfassungsplakat: Gestalte ein Lernplakat zur Badischen Verfassung von 1818 mit mindestens fünf wichtigen Merkmalen.
  3. Personenporträt: Erstelle einen Steckbrief zu Friedrich Hecker und erkläre seine Rolle in der Revolution.
  4. Historischer Stadtplan: Suche wichtige Orte der badischen Politikgeschichte in Karlsruhe und kennzeichne sie auf einer Karte.


Standard

  1. Zeitungsbericht: Verfasse einen fiktiven Zeitungsbericht über ein Ereignis der Badischen Revolution aus Sicht einer Person des Jahres 1848 oder 1849.
  2. Staatsformenvergleich: Vergleiche die konstitutionelle Monarchie Badens mit der heutigen parlamentarischen Demokratie.
  3. Parlamentsdebatte: Führt in Gruppen eine nachgestellte Debatte der Zweiten Kammer zu Pressefreiheit oder Wahlrecht durch.
  4. Sozialreportage: Recherchiere, wie sich Arbeit und Alltag im 19. Jahrhundert veränderten, und gestalte eine kurze Reportage.


Schwer

  1. Historisches Urteil: Beurteile, ob die Revolution von 1848/49 trotz ihres militärischen Scheiterns langfristig erfolgreich gewesen sein kann.
  2. Quellenvergleich: Suche zwei historische Quellen zur Revolution und vergleiche Perspektive, Sprache, Absicht und Aussagekraft.
  3. Identität und Südweststaat: Untersuche die Diskussion um die Gründung Baden-Württembergs und erkläre, weshalb besonders in Südbaden Widerstand bestand.
  4. Erinnerungsprojekt: Entwickle eine digitale Ausstellung, einen Podcast oder ein Video über Spuren des Großherzogtums Baden in Deiner Region.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Verfassungsvergleich: Erkläre, weshalb die Verfassung von 1818 gleichzeitig als fortschrittlich und aus heutiger Sicht als undemokratisch bezeichnet werden kann.
  2. Revolution und Reform: Vergleiche revolutionäre und schrittweise reformerische Wege politischer Veränderung anhand der badischen Geschichte.
  3. Gesellschaftlicher Wandel: Zeige an zwei Beispielen, wie wirtschaftliche oder gesellschaftliche Veränderungen politische Forderungen beeinflussten.
  4. Herrschaft und Teilhabe: Erkläre das Spannungsverhältnis zwischen Großherzog und Ständeversammlung und übertrage es auf die Frage nach Gewaltenteilung.
  5. Scheitern und Wirkung: Beurteile die Aussage: „Die Badische Revolution scheiterte 1849, war aber für die Demokratiegeschichte dennoch bedeutsam.“
  6. Historische Kontinuität: Erkläre, warum das heutige Baden-Württemberg nicht einfach als Fortsetzung des Großherzogtums Baden verstanden werden kann.
  7. Transfer: Vergleiche Möglichkeiten politischer Beteiligung im Baden des 19. Jahrhunderts mit heutigen Möglichkeiten für Jugendliche.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können, dass Du die Geschichte des Großherzogtums nicht nur zeitlich einordnen, sondern politische Zusammenhänge erklären kannst.

  1. Du kannst die Entstehung und Lage des Großherzogtums Baden beschreiben.
  2. Du kannst erklären, was eine konstitutionelle Monarchie ist.
  3. Du kannst Bedeutung und Grenzen der Badischen Verfassung von 1818 beurteilen.
  4. Du kannst Aufbau und Funktion der Ständeversammlung erklären.
  5. Du kannst gesellschaftliche Veränderungen des 19. Jahrhunderts mit politischen Entwicklungen verbinden.
  6. Du kannst Ursachen, Ziele, Verlauf und Folgen der Badischen Revolution 1848/49 darstellen.
  7. Du kannst das Scheitern der Revolution aus mehreren Gründen erklären.
  8. Du kannst Badens Stellung im Deutschen Kaiserreich einordnen.
  9. Du kannst den Übergang von der Monarchie zur Republik 1918 erklären.
  10. Du kannst die Entstehung Baden-Württembergs 1952 mit der Geschichte Badens verbinden.
  11. Du kannst historische Entwicklungen mit heutigen demokratischen Prinzipien vergleichen.




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