Flächenländer im Vergleich - Deutschland

Flächenländer im Vergleich - Deutschland
Flächenländer im Vergleich – Deutschland
Einleitung
Deutschland besteht aus 16 Bundesländern. Drei davon – Berlin, Hamburg und Bremen – werden als Stadtstaaten bezeichnet. Die übrigen 13 Bundesländer sind Flächenländer. Dazu gehören sehr große Länder wie Bayern und Niedersachsen, aber auch das vergleichsweise kleine Saarland.
Wenn Du Flächenländer vergleichst, reicht es nicht, nur auf ihre Größe zu schauen. Wichtig sind mindestens drei Fragen: Wie groß ist das Land? Wie viele Menschen leben dort? Wie verteilen sich diese Menschen auf Städte und ländliche Räume? Genau darum geht es in diesem aiMOOC.

Die Karte zeigt den grundlegenden Unterschied zwischen Flächenländern und Stadtstaaten. Ein Flächenland kann große Städte, kleinere Städte, Dörfer, landwirtschaftlich genutzte Räume, Wälder und andere Landschaften umfassen. Deshalb können innerhalb eines einzigen Bundeslandes sehr unterschiedliche regionale Strukturen vorkommen.
Was bedeutet Flächenland?
Der Begriff Flächenland bezeichnet in Deutschland ein Bundesland, das kein Stadtstaat ist. Zu den 13 Flächenländern zählen Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Ein Flächenland besteht normalerweise aus mehreren Landkreisen, kreisfreien Städten und vielen Gemeinden. Manche Länder besitzen zusätzlich Regierungsbezirke. Die genaue Verwaltungsstruktur ist nicht in allen Ländern gleich.

Merke: Ein Flächenland ist nicht automatisch besonders groß. Das Saarland ist ein Flächenland, obwohl es viel kleiner ist als Bayern. Entscheidend ist die Abgrenzung zu den Stadtstaaten.
Größe: Fläche ist nicht gleich Bevölkerung
Die Größe eines Bundeslandes wird meist in Quadratkilometern angegeben. Bayern ist mit rund 70.500 km² das größte deutsche Flächenland. Niedersachsen folgt mit rund 47.700 km². Das Saarland ist mit rund 2.600 km² das kleinste Flächenland.
Eine große Fläche bedeutet aber nicht automatisch eine große Bevölkerung. Bayern ist zwar flächenmäßig deutlich größer als Nordrhein-Westfalen, doch in Nordrhein-Westfalen leben mehr Menschen. Das zeigt: Fläche und Einwohnerzahl beschreiben verschiedene Eigenschaften eines Raumes.

Auch die Topografie ist unterschiedlich. Im Norden gibt es große Tieflandbereiche, in der Mitte viele Mittelgebirge und im Süden unter anderem das Alpenvorland und die Alpen. Naturraum, historische Entwicklung, Arbeitsplätze, Verkehrswege und die Lage großer Städte beeinflussen gemeinsam, wo Menschen wohnen. Kein einzelner Faktor erklärt die Verteilung allein.
Bevölkerung und Bevölkerungsdichte
Die Bevölkerung sagt aus, wie viele Menschen in einem Gebiet leben. Für geografische Vergleiche ist zusätzlich die Bevölkerungsdichte wichtig. Sie gibt an, wie viele Einwohner durchschnittlich auf einen Quadratkilometer kommen.
Formel: Einwohnerzahl ÷ Fläche = Einwohner je km²
Ein Beispiel: In Nordrhein-Westfalen lebten Ende 2024 rund 18,0 Millionen Menschen auf ungefähr 34.100 km². Daraus ergibt sich eine Dichte von ungefähr 529 Einwohnern je km². Mecklenburg-Vorpommern hat eine deutlich größere Fläche als das Saarland, aber wesentlich weniger Einwohner je km².

Die Karte macht außerdem etwas Wichtiges sichtbar: Selbst innerhalb eines Bundeslandes ist die Bevölkerungsdichte nicht überall gleich. Dunklere Ballungsräume und dünner besiedelte Gebiete können nah beieinanderliegen. Deshalb ist der Durchschnittswert eines Bundeslandes nützlich, aber er beschreibt nicht jede einzelne Region.
Die 13 Flächenländer im Vergleich
Die folgenden Werte sind für den Unterricht gerundet. Die amtliche Datengrundlage bezieht sich auf den 31.12.2024. Rundungen erleichtern den Vergleich, ohne die grundlegenden Unterschiede zu verändern.
| Flächenland | Fläche ungefähr | Bevölkerung ungefähr | Dichte ungefähr | Beispiel für regionale Strukturen |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 35.700 km² | 11,25 Mio. | 315 Einw./km² | Verdichtungsräume um Stuttgart und Rhein-Neckar, daneben ländliche Räume und Mittelgebirge |
| Bayern | 70.500 km² | 13,25 Mio. | 188 Einw./km² | große Zentren wie München und Nürnberg, zugleich große ländliche Räume |
| Brandenburg | 29.700 km² | 2,56 Mio. | 86 Einw./km² | dichterer Raum im Umfeld Berlins, viele dünn besiedelte Gebiete außerhalb davon |
| Hessen | 21.100 km² | 6,28 Mio. | 297 Einw./km² | dichter Rhein-Main-Raum, ländlichere Gebiete besonders in Teilen Nord- und Mittelhessens |
| Mecklenburg-Vorpommern | 23.300 km² | 1,57 Mio. | 68 Einw./km² | Zentren wie Rostock und Schwerin, insgesamt viele dünn besiedelte Räume |
| Niedersachsen | 47.700 km² | 8,00 Mio. | 168 Einw./km² | große Städte und Stadtregionen, daneben ausgedehnte ländliche Gebiete |
| Nordrhein-Westfalen | 34.100 km² | 18,03 Mio. | 529 Einw./km² | sehr dichter Rhein-Ruhr-Raum, daneben auch ländlich geprägte Regionen |
| Rheinland-Pfalz | 19.900 km² | 4,13 Mio. | 208 Einw./km² | Städte entlang wichtiger Fluss- und Verkehrsachsen, viele ländliche Mittelgebirgsräume |
| Saarland | 2.600 km² | 1,01 Mio. | 394 Einw./km² | kleines Flächenland mit vergleichsweise dichter Besiedlung und Zentrum Saarbrücken |
| Sachsen | 18.400 km² | 4,04 Mio. | 219 Einw./km² | größere Zentren Leipzig, Dresden und Chemnitz, daneben ländliche Räume |
| Sachsen-Anhalt | 20.600 km² | 2,14 Mio. | 104 Einw./km² | Zentren Magdeburg und Halle, viele weniger dicht besiedelte Gebiete |
| Schleswig-Holstein | 15.800 km² | 2,96 Mio. | 187 Einw./km² | dichterer Hamburger Umlandbereich, kleinere Städte, Küsten- und ländliche Räume |
| Thüringen | 16.200 km² | 2,10 Mio. | 130 Einw./km² | Städtekette mit Erfurt, Weimar und Jena, daneben viele ländliche und mittelgebirgige Räume |
Aus der Tabelle lassen sich mehrere auffällige Vergleiche ableiten. Bayern ist das größte Flächenland, aber Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste. Mecklenburg-Vorpommern hat unter den Flächenländern die niedrigste Bevölkerungsdichte. Das Saarland ist zwar das kleinste Flächenland, besitzt aber eine relativ hohe Bevölkerungsdichte.
Damit wird ein Grundprinzip der Geografie sichtbar: Ein großer Raum kann dünn besiedelt sein, ein kleiner Raum dagegen dicht besiedelt.
Regionale Strukturen: Stadt, Umland und ländlicher Raum
Mit regionaler Struktur ist gemeint, wie ein Raum aufgebaut ist. Dazu gehören unter anderem Siedlungen, Verkehrswege, Arbeitsplätze, Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungen und die Verteilung der Bevölkerung.
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung unterscheidet bei siedlungsstrukturellen Kreistypen unter anderem zwischen kreisfreien Großstädten, städtischen Kreisen, ländlichen Kreisen mit Verdichtungsansätzen und dünn besiedelten ländlichen Kreisen. Für den Unterricht kannst Du diese Einteilung vereinfacht als Spektrum von stark städtisch bis stark ländlich verstehen.

Ein Bundesland ist fast nie vollständig städtisch oder vollständig ländlich. Nordrhein-Westfalen besitzt mit Rhein und Ruhr einen großen Verdichtungsraum, zugleich aber auch ländlich geprägte Gebiete. Bayern besitzt den großen Ballungsraum München, aber auch zahlreiche kleinere Städte und dünner besiedelte Regionen. Brandenburg zeigt besonders deutlich, dass die Nähe zu einer großen Stadt eine Region prägen kann: Das Umland von Berlin unterscheidet sich von weiter entfernten Landesteilen.
Grenzen von Bundesländern und echte Lebensräume
Politische Grenzen und alltägliche Lebensräume stimmen nicht immer überein. Menschen wohnen zum Beispiel in Brandenburg und arbeiten in Berlin. Andere leben in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen und pendeln nach Hamburg. Auch die Regionen Rhein-Main und Rhein-Neckar reichen über Landesgrenzen hinweg.
Das ist wichtig für Raumplanung, Verkehr und Infrastruktur. Eine Bahnlinie, ein Wohnungsmarkt oder ein Arbeitsmarkt endet nicht automatisch an einer Landesgrenze. Deshalb betrachten Geografinnen und Geografen neben Bundesländern auch Metropolregionen, Stadt-Umland-Beziehungen und Pendlerverflechtungen.

Diese Karte zeigt, dass Deutschland unterhalb der Länderebene weiter gegliedert ist. Dadurch kannst Du regionale Unterschiede genauer untersuchen als nur mit einem Bundesland-Durchschnitt.
Warum sind manche Regionen dichter besiedelt?
Dichte Besiedlung entsteht häufig dort, wo sich über längere Zeit viele Funktionen konzentriert haben. Dazu gehören Arbeitsplätze, Hochschulen, Handel, Verwaltung, Verkehrsknoten und kulturelle Angebote. Historisch wichtige Industriegebiete und gut angebundene Flussräume können ebenfalls eine Rolle spielen.
Ländliche Räume haben andere Stärken und Herausforderungen. Dort gibt es häufig mehr freie Fläche pro Einwohner, größere Entfernungen zwischen Orten und andere Formen von Landwirtschaft, Tourismus oder Naturnutzung. Gleichzeitig können einzelne ländliche Regionen wirtschaftlich sehr erfolgreich sein. Deshalb ist ländlich nicht dasselbe wie schwach und städtisch nicht automatisch dasselbe wie reich.

Auf einer Karte der Großstädte erkennst Du, dass große Städte nicht gleichmäßig über Deutschland verteilt sind. Genau deshalb ist ein Vergleich der regionalen Strukturen oft aussagekräftiger als ein reines Auswendiglernen von Einwohnerzahlen.
So vergleichst Du Flächenländer sinnvoll
Ein guter geografischer Vergleich verbindet mehrere Merkmale. Beginne mit der Fläche, ergänze die Einwohnerzahl und berechne oder vergleiche anschließend die Bevölkerungsdichte. Danach untersuchst Du die innere Struktur: Wo liegen große Städte? Wo befinden sich ländliche Räume? Welche Verkehrsachsen, Nachbarstädte oder Landschaften könnten die Verteilung beeinflussen?
Ein Beispiel ist der Vergleich von Bayern und Nordrhein-Westfalen. Bayern ist ungefähr doppelt so groß wie Nordrhein-Westfalen, hat aber weniger Einwohner. Nordrhein-Westfalen besitzt deshalb eine viel höhere durchschnittliche Bevölkerungsdichte. Bei einem zweiten Schritt müsstest Du innerhalb beider Länder genauer hinsehen, denn weder Bayern noch Nordrhein-Westfalen ist überall gleich dicht besiedelt.
Karten richtig lesen
Beim Kartenvergleich solltest Du immer auf Titel, Legende, Maßstab, Datenstand und räumliche Einheit achten. Eine Karte auf Gemeindeebene zeigt andere Muster als eine Karte, die nur Durchschnittswerte für Bundesländer verwendet.
Bei einer Bevölkerungsdichtekarte bedeutet eine dunkle oder auffällige Farbe meistens einen bestimmten Wertebereich. Welche Werte genau gemeint sind, steht in der Legende. Farben allein reichen deshalb nicht zur Interpretation. Du musst immer prüfen, was die Legende festlegt.
Datenstand und Quellen
Für den Zahlenvergleich dieses aiMOOCs werden gerundete Werte des Statistischen Bundesamtes mit Datenstand 31.12.2024 verwendet. Die Einteilung städtischer und ländlicher Kreistypen orientiert sich am Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.
Statistisches Bundesamt: Bundesländer nach Fläche, Bevölkerung und Bevölkerungsdichte
BBSR: Städtischer und ländlicher Raum
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie viele Flächenländer gibt es in Deutschland? (13) (!16) (!10) (!3)
Welche drei Länder sind Stadtstaaten und deshalb keine Flächenländer? (Berlin, Hamburg und Bremen) (!Bayern, Hessen und Sachsen) (!Saarland, Bremen und Thüringen) (!Berlin, Brandenburg und Hamburg)
Welches Flächenland ist nach Fläche am größten? (Bayern) (!Nordrhein-Westfalen) (!Saarland) (!Hessen)
Welches Flächenland hat die meisten Einwohner? (Nordrhein-Westfalen) (!Bayern) (!Niedersachsen) (!Brandenburg)
Welches Flächenland hat eine besonders niedrige Bevölkerungsdichte? (Mecklenburg-Vorpommern) (!Saarland) (!Nordrhein-Westfalen) (!Baden-Württemberg)
Welches Flächenland hat trotz kleiner Fläche eine vergleichsweise hohe Bevölkerungsdichte? (Saarland) (!Mecklenburg-Vorpommern) (!Brandenburg) (!Thüringen)
Wie wird die Bevölkerungsdichte berechnet? (Einwohnerzahl geteilt durch Fläche) (!Fläche geteilt durch Einwohnerzahl) (!Einwohnerzahl mal Fläche) (!Fläche plus Einwohnerzahl)
Was bedeutet eine hohe Bevölkerungsdichte? (Auf einem Quadratkilometer leben im Durchschnitt viele Menschen) (!Das Bundesland besitzt besonders viele Quadratkilometer) (!Alle Menschen wohnen in einer einzigen Stadt) (!Das Bundesland hat keine ländlichen Räume)
Was gehört beim BBSR zum ländlichen Raum? (Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen und dünn besiedelte ländliche Kreise) (!Nur die drei deutschen Stadtstaaten) (!Ausschließlich kreisfreie Großstädte) (!Nur Landeshauptstädte)
Warum reicht die Fläche allein für einen Ländervergleich nicht aus? (Weil gleich große oder unterschiedlich große Räume sehr verschieden viele Einwohner haben können) (!Weil alle Bundesländer dieselbe Einwohnerzahl besitzen) (!Weil Fläche nur in Städten gemessen wird) (!Weil Bevölkerungsdichte nichts mit Fläche zu tun hat)
Memory
| Bayern | größte Fläche unter den deutschen Flächenländern |
| Nordrhein-Westfalen | größte Bevölkerung unter den deutschen Flächenländern |
| Saarland | höchste Bevölkerungsdichte unter den Flächenländern |
| Mecklenburg-Vorpommern | niedrigste Bevölkerungsdichte unter den Flächenländern |
| Fläche | Größe eines Gebietes in Quadratkilometern |
| Bevölkerung | Zahl der Menschen in einem Gebiet |
| Bevölkerungsdichte | Einwohner je Quadratkilometer |
| Flächenland | Bundesland, das kein Stadtstaat ist |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Bayern | sehr großes Flächenland mit großen Städten und ländlichen Räumen |
| Nordrhein-Westfalen | dicht besiedeltes Flächenland mit großem Rhein-Ruhr-Raum |
| Mecklenburg-Vorpommern | großflächig und vergleichsweise dünn besiedelt |
| Saarland | kleines Flächenland mit vergleichsweise hoher Bevölkerungsdichte |
| Brandenburg | stark durch Unterschiede zwischen Berliner Umland und weiteren Landesteilen geprägt |
...
Kreuzworträtsel
| Bayern | Welches Flächenland besitzt die größte Fläche? |
| Saarland | Welches Flächenland ist flächenmäßig das kleinste? |
| Dichte | Welches kurze Wort bezeichnet die Einwohnerzahl im Verhältnis zur Fläche? |
| Landkreis | Wie heißt eine Verwaltungseinheit, die viele Gemeinden umfassen kann? |
| Ruhrgebiet | Wie heißt ein besonders dicht besiedelter Raum im Westen Deutschlands? |
| Fläche | Welche Größe wird typischerweise in Quadratkilometern angegeben? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bundesländerkarte: Zeichne eine vereinfachte Deutschlandkarte und markiere alle 13 Flächenländer in einer Farbe sowie die drei Stadtstaaten in einer anderen.
- Flächenvergleich: Wähle drei Flächenländer aus der Tabelle und formuliere jeweils einen Satz zu ihrer Größe.
- Bevölkerungsdichte: Erkläre mit eigenen Worten, warum ein kleines Bundesland dichter besiedelt sein kann als ein großes.
- Regionale Struktur: Suche für Dein eigenes Bundesland eine Großstadt und einen ländlichen Raum und beschreibe zwei Unterschiede.
Standard
- Diagramm: Erstelle aus fünf ausgewählten Flächenländern ein Balkendiagramm zur Fläche und ein zweites zur Bevölkerung. Vergleiche beide.
- Kartenanalyse: Untersuche die Bevölkerungsdichtekarte und beschreibe drei dicht sowie drei dünn besiedelte Räume. Begründe Deine Auswahl mit der Legende.
- Stadt-Umland-Beziehung: Untersuche am Beispiel Berlin-Brandenburg oder Hamburg-Schleswig-Holstein, warum eine Stadtregion über Landesgrenzen hinausreichen kann.
- Fotoreportage: Dokumentiere in Deiner Umgebung fünf Merkmale, an denen Du städtische oder ländliche Strukturen erkennen kannst. Nutze eigene Fotos und kurze Bildtexte.
Schwer
- Raumvergleich: Vergleiche Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern anhand von Fläche, Bevölkerung, Dichte, Siedlungsstruktur und Verkehrsnetz. Formuliere anschließend eine begründete Gesamtaussage.
- Datenprojekt: Recherchiere aktuelle amtliche Daten zu fünf Flächenländern und prüfe, ob sich gegenüber dem Datenstand dieses aiMOOCs Veränderungen zeigen. Dokumentiere Quellen und Datenstand.
- Interview: Befrage mindestens zwei Personen zu ihrem Wohn- oder Arbeitsweg zwischen Stadt und Umland. Werte aus, welche Rolle Entfernung, öffentlicher Verkehr und Straßen spielen.
- Planungsszenario: Entwickle für eine fiktive dünn besiedelte Region ein Konzept, wie Schule, medizinische Versorgung und öffentlicher Verkehr erreichbar bleiben können. Begründe Prioritäten und mögliche Zielkonflikte.


Lernkontrolle
- Vergleich Bayern Nordrhein-Westfalen: Erkläre, warum die Aussage „Das größte Bundesland hat auch die meisten Einwohner“ falsch ist. Nutze mindestens zwei passende Kennzahlen.
- Vergleich Saarland Mecklenburg-Vorpommern: Zeige, wie zwei Flächenländer trotz sehr unterschiedlicher Größe zu entgegengesetzten Aussagen über Bevölkerungsdichte führen können.
- Kartenkritik: Eine Karte zeigt nur Durchschnittswerte der Bundesländer. Erkläre, welche wichtigen Informationen über regionale Unterschiede dabei verloren gehen können.
- Standortentscheidung: Ein Unternehmen sucht einen Standort mit vielen Arbeitskräften und guter Verkehrsanbindung. Nenne geeignete geografische Kriterien und erkläre, warum die Bevölkerungsdichte allein nicht genügt.
- Daseinsvorsorge: Vergleiche mögliche Herausforderungen einer dünn besiedelten ländlichen Region mit denen eines stark verdichteten Ballungsraums. Beziehe Verkehr, Wohnen und Versorgung ein.
- Grenzüberschreitende Region: Begründe am Beispiel eines Stadt-Umland-Raums, warum Verkehrs- und Raumplanung zwischen mehreren Bundesländern abgestimmt werden kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Namen und Zahlen kennst, sondern geografische Zusammenhänge erklären kannst.
- Flächenländer: Du kannst die 13 Flächenländer von den drei Stadtstaaten unterscheiden.
- Fläche: Du kannst Flächengrößen vergleichen und aus Karten oder Tabellen entnehmen.
- Bevölkerung: Du kannst Einwohnerzahlen vergleichen, ohne sie mit Flächengröße zu verwechseln.
- Bevölkerungsdichte: Du kannst die Kennzahl erklären, berechnen und sinnvoll interpretieren.
- Regionale Strukturen: Du kannst städtische, verdichtete und ländliche Räume unterscheiden und Beispiele nennen.
- Kartenkompetenz: Du beachtest Legende, Maßstab, Datenstand und räumliche Ebene.
- Transfer: Du kannst erklären, warum Verkehrs-, Arbeits- und Wohnregionen über Bundeslandgrenzen hinausreichen können.
- Quellenkompetenz: Du kannst amtliche Daten von ungeprüften Angaben unterscheiden und den Datenstand nennen.
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